Isopropylalkohol, Ethanol, Methanol, Aceton, Spiritus, Terpentin, Nagellackentferner AAARGH!

(Firma: Companion 41) #4916472
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Ultraschall, IPA, wenns ganz hartnäckig ist, einen Pinsel.

[Anmerkung MOD: IPA = Isopropylalkohol = Isopropanol, siehe auch den 
ersten Satz dort: https://de.wikipedia.org/wiki/2-Propanol
Und wenn einer mit einem Wort oder einer Abkürzung vollkommen NICHTS 
anfangen kann, dann schreibt er einfach woanders was in einem Thread mit 
dessen Wörtern er etwas anfangen kann.]
#4916511
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Timmy schrieb:
> Wie bekomme ich eine Platine WIRKLICH sauber?

Spiritus, Zahnbürste, Papiertuch, Mikrofasertuch.

Platine einsuppen, Zahnbürste, grobes Zeug weg.
Alk, Papiertuch drüber legen, mit Zahnbürste in die Ecken rubbeln 
(Papier nich put machen), 2-3x, Papier hat keine Verfärbung mehr.
Dito mit Mikrofasertuch Polieren (wenn Lack drauf soll, hier besser 
Isopropanol) .
#4916547
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Zuerst klären ob alle Komponenten waschbar sind (->Datenblatt). 
Schalter, Relais und Sensoren sind da oftmals kritisch.

Wenn alles waschbar:

Ca. einen Esslöffel Spülmaschinen-Reinigerpulver in nem halben Liter 
kochendem Wasser auflösen. Platine da drin für 2-3 Minuten komplett 
einweichen lassen, dann mit ner alten Zahnbürste die Fluxreste 
wegschrubben.

Hinterher ein paar Mal mit demineralisiertem Wasser spülen, danach mit 
IPA.
Nach jedem Spülgang am besten mit Druckluft ausblasen.

Dicke Gummihandschuhe und Schutzbrille tragen.

Wenn Teile nicht waschbar sind, dann kann man nur ganz vorsichtig mit 
viel Sicherheitsabstand zu diesen Teilen reinigen. Da geht dann nur 
sowas:

http://www.electrolube.com/products/cleaning/lffr/solvent/
Das LFFR war in meinen Tests bisher der Beste von diesen Flux-Reinigern.
#4916549
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Ich hab's immer so sauber bekommen (Flussmittelreste):

- Platine in Spiritus gelegt für ein paar Minuten
- Mit der Zahnbürste dann noch nass kurz gebürstet
- Bevor der Spiritus verdunstet ist einen Tropfen Spülmittel auf die 
Zahnbürste und einen Tropfen Wasser
- Platine gebürstet
- Mit Wasser abgespült
- Abgeblasen und dann bei 50 Grad Celsius in den Backofen
Gast #4916658
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Ja, natürlich Flussmittelreste! Geht doch bitte vom wahrscheinlichsten 
aus! Keiner denkt immer an alle Details.

Das Problem bei FluxOff ist, dass die Platine hinterher wie blöd klebt. 
Da muss man eine Menge von dem teuren Zeug nehmen, bis sie endlich 
sauber ist.

Spiritus ist keine Lösung. Es hinterlässt weisse Rückstände am Lot. Das 
billige Zeug verdunstet nicht rückstandsfrei. ka was die da alles für 
alchemistische Substanzen beimischen....
Gast #4916665
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Timmy schrieb:
> Ja, natürlich Flussmittelreste!

Dann Nitroverdünnung!
Nimmt Flussmittel hervorragend weg.

Leider noch eine Nachspülung mit (Wasch-)Benzin oder Aceton
erforderlich da von der Nitroverdünnung gewisse Rückstände
bleiben. Aber dann ist die Platte super sauber.
Gast #4916737
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Putzmann schrieb:
> Dann Nitroverdünnung!
> Nimmt Flussmittel hervorragend weg.
>
> Leider noch eine Nachspülung mit (Wasch-)Benzin oder Aceton
> erforderlich da von der Nitroverdünnung gewisse Rückstände
> bleiben. Aber dann ist die Platte super sauber.


Da fehlt hinterher nur noch baden in Schefelsäure und Kalilauge.
Möglichst hochkonzentriert.

Nein!!!
Hoffentlich nimmt deine Tipps niemand ernst.
#4916744
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Putzteufel schrieb:
> Um wirklich was richtig sauber zu bekommen muss man kräftig schrubben
> :-)

Mit sowas, kannst du hier doch keinen schocken.
Geh zum nem Kumpel und stell seine TV-Kiste unter die Dusche... :)

Putzmann schrieb:
> Ich hab das seit Jahren praktiziert

War damit bisher vorsichtig. Gab aber auch noch keinen wirklichen Grund, 
Aceton zu nehmen.
War erstaunt das da scheinbar nichts passiert. Plaste-Teile mal 
ausgenommen :)
#4916763
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Bisher habe ich mit Spiritus und einer Zahnbürste Flussmittelreste gut 
von den Platinen bekommen. Die Rückstände des Spiritus lassen sich gut 
mit Isopropyl abspülen - und dann sollte auch nichts mehr kleben.

Methanol würde zwar auch gehen, ist aber gesundheitsschädlicher als die 
beiden anderen Alkohole, weil es bereits durch die Haut aufgenommen wird 
- das Zeug würde ich meiden. oder zumindest nur mit Gummihandschuhen im 
gut belüfteten Raum verwenden.

Aceton und Terpentin können den einen oder anderen Kunststoff(lack) 
angreifen, deshalb habe ich die Platinenreinigung damit nie probiert.
#4916767
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Frisch gelötete Leiterplatten sind noch ausreichend warm um mit 
Isopropanol gesäubert werden zu können.

Vorsicht mit US-Reinnigger, die können Bauteile abplatzen lassen. Vorher 
an nem Muster testen! Die Brandgefahr ist gering, wenn man ESD-Sicher 
arbeitet.
Das US-Bad sollte beheizbar sein und nen Deckel haben falls was 
passiert.
#4916958
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Timmy schrieb:
> Ich frag mal anders:
>
> Welches geheime Mittel verdunstet schnell und vor allem rückstandslos?

Ethanol , Isopropanol und Aceton verdampfen rückstandslos.

Ethanol geht auch noch mit bis zu 4,x % Wasser wegen dem Azeotrop. Da 
würden also winzige Mengen Wasser nicht stören sofern man die azeotrope 
Mischung noch nicht erreicht hat.

Testbenzin 90/110 und Nitroverdünnung enthalten auch schon Anteile die 
nicht mehr so schnell verdunsten und somit einen"fettigen" Film bilden 
können.

MTB-Ether könnte auch noch gehen. Der verdunstet auch rückstandsfrei. 
Auf keinenfall Diethylether verwenden, der bildet Hydroperoxide u d da 
gab es schon hässliche Unfälle. Vorallem ist das Hydroperoxid ein 
Schwersieder und bleibt auf der Platine.

Gruß JackFrost
#4917021
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Du könntest testweise auch mal IPA mit destilliertem Wasser und einem 
kleinen Spritzer Spülmittel mischen.
Zum reinigen von Schallplatten wird eine Mischung von 1/3 IPA und 2/3 
destilliertem Wasser empfohlen.
Zum entfernen von Flußmittel würde ich das Mischverhältnis umkehren, 
also mindestens 2/3 IPA beimischen.

Ansonsten kann ich nur bestätigen, das sich warmes Flußmittel leichter 
entfernen läßt.
Falls es möglich ist, die Platine direkt nach dem Lötvorgang zu 
reinigen, wäre das auch eine Variante.

Ich benutze generell Edsyn FL-22 Flußmittelgel für Reperaturen und 
solange das Flußmittelgel noch flüssig ist, kann man einen Großteil 
davon sehr gut mit einem Papiertuch wegwischen.

Die Reste entferne ich mit Kontaktspray, auf Arbeit bekomme ich leider 
keinen Alkohol :D
IPA wäre mir aber lieber, da das nicht so eine chemische Keule ist.

An einem anderen Arbeitsplatz war es üblich, das Flußmittel mit 
Kontaktspray und Druckluft zu entfernen.
Gast #4917050
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Lothar M. schrieb:
> Alex W. schrieb:
>> Vorsicht mit US-Reinnigger
> Vorsicht mit diskriminierenden Worten! Aber vermutlich waren hier
> Reiniger gemeint, nicht dunkelhäutige Putzkräfte...  ;-)

Damit war aber nicht US=UnitedSates gemeint sondern UltraSchall!
PS: Was hat das mit dunkelhäutigen Putzkräften zu tun?
Gast #4917093
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Stephan C. schrieb:
> Ich benutze generell Edsyn FL-22 Flußmittelgel für Reperaturen und
> solange das Flußmittelgel noch flüssig ist, kann man einen Großteil
> davon sehr gut mit einem Papiertuch wegwischen.

Das ist ja grade das Problem. Mit einem Papiertuch kommt man unmöglich 
in die ganzen Ritzen von engliegenden SMD-Teilen. Das geht nur mit 
Chemie....
#4917100
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Der trick ist für dich vermutlich, nicht nur zu verschmieren, sondern 
das gelöste auch abzuspülen. Ich nehme da Bremsenreiniger ohne aceton, 
aus der sprühdose, verdunstet recht schnell. im ersten waschgang bürsten 
oder pinseln und danach, bevor es wieder antrocknet mehrmals abspülen 
(Draußen, reste auffangen und von zündquellen fenrhalten). Ich benutze 
da schon mal eine Halbe Dose (500ml) , aber bei ca. 2€ je dose ist das 
ok.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4917117
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Alex W. schrieb:
> Damit war aber nicht US=UnitedSates gemeint sondern UltraSchall!
Schon kapiert... ;-)

> PS: Was hat das mit dunkelhäutigen Putzkräften zu tun?
War nur ein Wortspiel mit dem falsch geschriebenen Reiniger...

Flip B. schrieb:
> Der trick ist für dich vermutlich, nicht nur zu verschmieren, sondern
> das gelöste auch abzuspülen.
Das geht mit dem erwähnten Kontakt LR durchaus auch. Man darf nur nicht 
meinen, dass die eine Dose, die man als Schüler gekauft hat, bis zur 
Rente reichen muss.
#4917121
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Timmy schrieb:
> Stephan C. schrieb:
>> Ich benutze generell Edsyn FL-22 Flußmittelgel für Reperaturen und
>> solange das Flußmittelgel noch flüssig ist, kann man einen Großteil
>> davon sehr gut mit einem Papiertuch wegwischen.
>
> Das ist ja grade das Problem. Mit einem Papiertuch kommt man unmöglich
> in die ganzen Ritzen von engliegenden SMD-Teilen. Das geht nur mit
> Chemie....

Schau dir das Video mal an:
> https://www.youtube.com/watch?v=5uiroWBkdFY
Gast #4917135
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Vorgehen bei mir:

Gummihandschuhe anziehen. IPA in eine Schale, mit Pinsel (Bürsten auf 
ca. 1cm zurückgeschnitten!) relativ zügig abbürsten. Danach die Platine 
ein paar mal in die Schale tauchen / schwenken damit die gelösten Reste 
abgespült werden. Mit Druckluft trocknen. Die Oberfläche ist hinterher 
1A.
#4917150
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Stephan C. schrieb:
>> Das ist ja grade das Problem. Mit einem Papiertuch kommt man unmöglich
>> in die ganzen Ritzen von engliegenden SMD-Teilen. Das geht nur mit
>> Chemie....
>
> Schau dir das Video mal an:
>> Youtube-Video "Professional SMT Soldering:   Hand Soldering Techniques - 
Surface
> Mount"

Naja, 'Streicheln' bringt hier nich viel. Würde er den Pinsel 'Tupft', 
käme er damit auch in die Ecken.

Holger schrieb:
> (Bürsten auf
> ca. 1cm zurückgeschnitten!)

Nimm ne Zahnbürste.

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