Habe eine Garagentor Fernsteuerung 433 MHz mit Rolling Code Seit 1 Jahr
im Einsatz.
Wegen grenzwertiger Reichweite habe ich einen Dipol aus Coax gebaut.
Reichweite jetzt ausreichend, ca. 10 Meter durch geschlossenes
Garagentor.
Nun öffnet das blöde Ding aber selbstständig das Garagentor hin und
wieder.
Sender habe ich schon durch Batterieentnahme deaktiviert.
Hat jemand ne Idee zum troubleshooting?
Danke
Pio schrieb:> das blöde Ding
Damit hast du die Qualität des Sets doch schon gut diagnostiziert. Die
Codeerkennung im Empfänger scheint mit heisser Nadel gestrickt zu sein.
Reift beim Kunden.
Hendrik L. schrieb:> Würde sagen, nicht überall wo Rolling Code draufsteht, ist auch Rolling> Code drin ....!
Ja, insbesondere da dem Ebay-Angebot nach nur der Empfänger lernfähig
für fixe und rolling Codes ist, der Sender aber explizit nur einen fixed
Code hat (Sieht man wenn man das Angebot für weitere Nachkaufsender
öffnet). Also hat wahrscheinlich ein Nachbar ein kompatibles Teil und
macht deine Garage dann machmal mit auf. Und hoffentlich nie wieder zu
während du da gerade reinfährst, falls das Tor nicht über eine
Lichtschranke o. ä. abgesichert ist.
Heiko
Hendrik L. schrieb:> ist auch Rolling Code drin ....!
Wenn die Antenne zu gut sein sollte, empfängt sie auch den Müll von
weiter weg oder ein Rauschen was zufällig als Code erkannt wird?
Richtantenne könnte evtl. helfen? Es gibt auch Funkgeräte, die auf
433MHz arbeiten. https://de.wikipedia.org/wiki/ISM-Band
oszi40 schrieb:> Wenn die Antenne zu gut sein sollte, empfängt sie auch den Müll von> weiter weg oder ein Rauschen was zufällig als Code erkannt wird?
Das Ding sollte schon über etwas mehr als eine Rauschsperre abgesichert
sein. Rechne dir mal aus, mit welcher Wahrscheinlichkeit im Rauschen
zufällig der richtige KeeLoq Code rauskommen würde :-(
Sicher, dass wo "KeeLoq" drauf steht, auch KeeLoq drin ist?
Probier mal mit einem Sender für eine Wetterstation.
viele Geräte senden bei Druck auf Reset einen Dauerträger.
-würde ja lachen wenn das dann auch schon öffnet ;)
rauschen, übersteuern, Wetterstationen,...
all das darf nicht zum Aktivieren des Garagentors führen und ist auch
sicher nicht der Grund dafür.
Viele viele PKW nutzen diese Verfahren und da macht keine Wetterstion
die Autos auf!
Auch wenn KEELOQ als "geknackt" gilt (Ruhr Uni Bochum, ging durch die
Presse)
und das ne Riesen Verarsche der Automobil Industrie ist.
Es regt den Neukauf an!
Aber das ist ein anderes Thema.
Pio schrieb:> Ebay-Artikel Nr. 182158698323
Und da wunderst du dich? Erstens ist 433MHz sowieso Mist, weill da alle
sind und zweitens kenne ich diese 433MHz Senderchen als 'nicht rolling
Code' fähig. Das steht zwar in deren Werbung da, aber 'ne Internetseite
ist noch weniger wert als irgendwelches gedruckte Papier.
Wenn du es wissen willst, solltest du mal mit einem 433MHz Empfänger den
Code mitschneiden und schauen, ob er wirklich 'rollt'.
Robuste Codeerkennung und Störungsfestigkeit sind nun mal für so ein
Garagentor wichtig und das kann, wie du ja merkst, dieses Dings nicht
leisten.
Evtl. kommt das Problem jetzt gar nicht durch die Interpratation eines
Datentelegrams, sondern Du hast Dir mit der größeren Antenne ein EMV
Problem eingehandelt. Dein Tor hat doch bestimmt auch ein Eingang für
einen Taster, um das Tor manuell zu öffnen. Ich kann mir vorstellen,
dass hier etwas eingekoppelt wird, was die Schaltung denken lässt, dass
ein Taster betätigt wurde.
Du kannst ja mal probieren, ob das Tor auch öffnet, wenn Du eine größere
Last in der Nähe ein/ausschaltest.
Quatsch,
warum sollen 433 MHz nicht Rolling Code fähig sein?
Störfestigkeit bezüglich des Codes kann man wohl voraussetzen.
EMV, Designfehler im Layout fehlende Abblockkondensatoren etc. sind ein
anderes Thema.
Das spielt aber erst alles nach dem Decodiervorgang ne Rolle.
Dementsprechend gestaltet sich die Fehlersuche.
Ausdrücklich - ich bin bekennender China Einkäufer ...!
Aber sicherheitsrelevante Dinge kauf ich in China nicht ein.
Ich stand ebenfalls vor der Entscheidung (habe 4 Systeme a 8 Kanäle im
Haus), ob ich mir Handsender für 50 Euro nachkaufe oder direkt dieses
komplette (viel günstigere) Set aus China ...!
Habe mich für den Nachkauf entschieden (4 Handsender) aus der
Überlegung, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, wie bekommst Du
jemals heraus, ob das China-Produkt auch wirklich mit Rolling Code
arbeiten und nicht nur irgendein Fake implementiert ist.
Nachdem ich hier mitlese - alles richtig gemacht.
Ein Empfänger der Rolling-Code Sender von verschiedenen
Fremd-Herstellern "anlernen" kann wäre mir vom Prinzip her schon
suspekt.
Wie soll das denn funktionieren?
Naheliegenderweise wird hier ausschließlich der feste Datenbestandteil
des Senders (Herstellercode, Sender-ID) angelernt, und der eigentliche
Rolling-Code wird im Betrieb dann einfach ignoriert.
Dass so ein Schrott-System dann aus dem Rauschen des Äthers ab und zu
einen "gültigen" - da ja auch sehr verkürzten und keinerlei
Sicherheitsmerkmale beinhaltenden Code - "erkennt" ist recht
naheliegend.
Bei "echten" Rolling-Code Systemen läuft es in der Regel anders:
a) entweder wird der Handsender vom Empfänger angelernt indem einmalig
die gesamte Liste der Codes in den Handsender übertragen wird, oder
b) alternativ enthalten Sender und Empfänger einen (proprietären)
Kryptoalgorithmus mit gemeinsamen privaten Schlüssel, so dass der
Rollingcode auf beiden Seiten eindeutig generiert und geprüft werden
kann und tatsächlich nur die ID des Handsenders angelernt werden muss.
Ein Angreifer hat ohne Kenntnis des privaten Schlüssels dabei keine
Chance den Rolling-Code zu erzeugen oder zu prüfen.
Ein echtes anlernen eines solchen Handsenders in ein
Dritthersteller-System ist dadurch aber unmöglich (ausser der
Rolling-Code wird einfach ignoriert).
Hendrik L. schrieb:> Aber sicherheitsrelevante Dinge kauf ich in China nicht ein.
Der TO auch nicht. Er hat in Litauen gekauft.
Hendrik L. schrieb:> ...wie bekommst Du> jemals heraus, ob das China-Produkt auch wirklich mit Rolling Code> arbeiten und nicht nur irgendein Fake implementiert ist.
Zum Beispiel mit einem Logikanalysator, den man vor dem Modulator des
Handsenders einschleift.
Fakt ist: Es hat ein Jahr funktioniert, bevor der TO auf die Idee kam,
mittels Selbstbauantenne die Reichweite zu erhöhen. Ab da trat der
Effekt auf.
Schlussfolgerung daraus?
Darüber hinaus darf sich ein Garagentor nur aus unmittelbarer Nähe
heraus steuern lassen, damit man sieht, wer eingeklemmt wird...
:)
MfG Paul
Telefunker schrieb:> warum sollen 433 MHz nicht Rolling Code fähig sein?
Nicht 433MHz, aber die Senderchen, die da in der Annonce abgebildet
sind. Warum meinst du, habe ich vorher das ebay Angebot zitiert?
Matthias S. schrieb:> Pio schrieb:>> Ebay-Artikel Nr. 182158698323>> Und da wunderst du dich? Erstens ist 433MHz sowieso Mist, weill da alle> sind und zweitens kenne ich diese 433MHz Senderchen als 'nicht rolling> Code' fähig.
Nachdem hier viele Ihre Erfahrungenen und Ihr Wissen preisgegeben haben
sowie eindringlich vor China- und Käufen aus dem Osten gewarnt haben,
wäre es super wenn jemand eine konkrete und seriöse Kaufempfehlung geben
könnte.
Vielen Dank.
1.Es wäre zu prüfen ob sich nicht ein besserer Standort für den
Empfänger finden lässt, wo die Störungen nicht auftreten.
2.Abgesehnen davon, könnte man natürlich mal etwas genauer nachsehen,
welche Schaltkreise konkret verbaut sind und ob diese üblicherweise
wirklich einen rollierenden Code verarbeiten könnten (lt.DB, später
Logikanalysator)? https://de.wikipedia.org/wiki/Keeloq
oszi40 schrieb:> 1.Es wäre zu prüfen ob sich nicht ein besserer Standort für den> Empfänger finden lässt, wo die Störungen nicht auftreten.
Nochmal - wenn das Ding öffnet, ohne dass auf der Handbedienung der
passende Code gesendet wurde, ist die Kryphographie Mist oder die
Schaltung wird dahinter gestört, i.e. Einstreuung von Störungen. Über
die Antenne des Empfängers wird wohl kaum gesendet, d.h. solange die
Ursache nicht gefunden ist, kann Antennenbastelei die Sache prinzipiell
nicht wesentlich sicherer machen. Vielleicht liegt es gar nicht am
Antennenwechsel, sondern irgendwo in der Nähe würde ein Gerät in Betrieb
genommen, dass auf ganz anderem Weg stört (leitungsgenbundene Störungen
direkt in die Steuerung).
Bist du sicher, dass es durch Empfangen eines Befehls geöffnet wird?
Meine Eltern haben ein Toröffner von Hörmann, da kommt es auch
sporadisch vor, dass das Tor offen steht wenn man wieder Heim kommt.
Das liegt aber daran, dass das Tor keinen Endschalter hat, sondern am
Anfang eine Einmessfahrt gemacht hat und sich somit die Positionen über
den Stromanstieg im geöffneten/geschlossenen Anschlag gemerkt hat.
Außerdem hat der Toröffner die Funktion, dass wenn Widerstand außerhalb
der Endpositionen erkannt wird, dass dann das Tor wieder ein Stück in
die andere Richtung fährt (Schadensbegrenzung/ Quetschbegrenzung)
Durch Wärmeausdehnung oder was auch immer kommt es manchmal vor, dass
der Stromanstieg der Endposition nicht als Endposition erkannt wird,
sondern als Hindernis und somit das Tor wieder auffährt.
Ein neues Anlernen hilft, bis es wieder wärmer/kälter wird.
Gruß
Johannes
Pio schrieb:> super wenn jemand eine konkrete und seriöse Kaufempfehlung geben> könnte.
Da wohl kaum einer zu Hause mehrere Garagentorantriebe
von unterschiedlichen Herstellern verbaut hat
und diese gleichzeitig vergleichen kann wird es schwierig.
gerade auch mit Funk-Geschichten,
die sich schon innerhalb eines Meters
unterschiedlicher Empfangsorte erheblich unterschieden können.
hier ist es ein Antrieb von Bosch, ca 20 Jahre alt.
alle 2 Jahre mal nach der Schmierung schauen reicht.
Ich weiss auch garnicht, was die BDA dazu sagt.
Es ging jedenfalls noch nie was kaputt.
Auch nicht das Netzteil. Das ist noch mit solidem Eisentrafo!
das Tor wird täglich so 4 bis 6 mal bewegt.
bäääh Eisenschwein...
werden jetzt viele sagen.
Aber ob man das dann noch sagt, wenn die Schaltnetzteilscheisse
alle paar "Wochen" zu Kondensatorbrei zerfliesst?
Hast du ggf selbst ein sdr bzw ein bekannter? Meist lassen sich diese
garagentor Sender leicht analysieren. Dann siehst du ob die wirklich
Rollen.
Mein tipp: Nein. In der Form dürften rolling code Geräte an einem
fremden Gerät gar nicht korrekt anlernbar sein.
...ich habe schon 2x Wotan-11 mit Eisenschwein repariert - mal gingen
die Dinger, mal nicht. Letztendlich lag auch das am
Eisenschwein-Glätter, was ich wg "kein SNT" nicht geprüft hatte. Tja -
jetzt kommst du!
Klaus.