Markengenerator, Eichmarkengeber, Kammgenerator

#3104769
Lesenswert?

Ich würde nehmen:

Einen fertigen 1MHz Quarzoszillator ( von Reichelt z.B. ).
Fertig.

Der müsste genug Oberwellen produzieren.
Wenn nicht, kann ja noch ein schneller Schmitt Trigger dahinter, der 
"ordentliche" Rechtecke draus macht.

Wenn jede Oberwelle aber einen definierten Pegel haben soll, wirds 
erheblich komplizierter.
Moderator Persönliche Seite #3104900
Lesenswert?

Stefan M. schrieb:
> Wenn nicht, kann ja noch ein schneller Schmitt Trigger dahinter, der
> "ordentliche" Rechtecke draus macht.

Naja, den Rechtecken fehlen ein paar Oberwellen, Nadelimpulse wären
sinnvoller.  Sollte mit einem einfachen Differenzierglied und
nachgesetztem Treiber auch kein Problem sein.

Kritischer wird das, wenn man sowas bis weit in den Gigahertzbereich
aufbauen will.
Gast #3105163
Lesenswert?

>"Es gibt effektivere Methoden, monokristallinen Quarz zu zerkleinern,
>als seine Anregung mit einem SN7400."

Da ist wohl was dran, aber ich hatte als ich das aufgebaut hatte
keine Lust auf irgendwelche Optimierungen / Suche nach anderen
Schaltungen. Die Schaltung ist jetzt so wie in dem Plan beschrieben
seit 7 Jahren in Betrieb und der Quarz im Rahmen dessen, was ich
nachmessen kann immer noch auf seiner ursprünglichen Frequenz.
Ich hab das Teil aber auch nicht im 24/7 Dauerbetrieb, sondern
vielleicht alle paar Wochen mal kurz für ein paar Minuten.
Gast #3105606
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:
> "Es gibt effektivere Methoden, monokristallinen Quarz zu zerkleinern,
> als seine Anregung mit einem SN7400."

Wäre es denn denkbar anstatt der Schaltung mit dem SN7400 und einem 
Quarz an dieser Stelle einen fertigen Quarzoszillator zu nehmen wie oben 
vorgeschlagen und den Rest der Schaltung so zu lassen. Wäre schon sehr 
schön die verschiedenen Marken setzen zu können. Bin leider nicht alzu 
bewandert und brauche Hilfe.

Vielen Dank schon mal.
Gast #3106124
Lesenswert?

kauf dir beim reichelt für ein paar euro einen 1MHz quarzgenerator. der 
produziert rechtecksignale alle 1 MHZ.
nachteil dabei, die geraden oberwellen 2. 4. 6 usw haben einen 
geringeren pegel als die ungeraden.
(Firma: matzetronics) #3106236
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:
> HF-Bazille schrieb:
>> http://www.ve6aqo.com/markengeber.htm
>
> "Es gibt effektivere Methoden, monokristallinen Quarz zu zerkleinern,
> als seine Anregung mit einem SN7400."  (Autor des Zitats leider
> unbekannt, ist schon ziemlich alt.)

ROFL, allerdings fällt mir da nur der Vorschlaghammer ein - allerdings 
ist das mit einem 74LS00 schon nicht mehr ganz so schlimm. Das dieser 
Oszillator einen genauen Markengeber jenseits des KW-Bereichs hergibt, 
wage ich allerdings auch zu bezweifeln.
Gast #3106295
Lesenswert?

Matthias Sch. schrieb:

> allerdings
> ist das mit einem 74LS00 schon nicht mehr ganz so schlimm. Das dieser
> Oszillator einen genauen Markengeber jenseits des KW-Bereichs hergibt,
> wage ich allerdings auch zu bezweifeln.


Vor langer Zeit war ein mit TTL-ICs bestückter Eichmarkengeber als 
Baustein erhältlich. Dieser lieferte Nadelimpulse, die laut Hersteller 
SEMCO noch bis über 500 MHz nutzbar waren:

http://www.ve6aqo.com/images/semco2/93dec21/SMG%202_mod.jpg
http://www.ve6aqo.com/images/semco2/93dec21/SMG%201_mod.jpg
#3106302
Lesenswert?

Also ich würde einen 10MHz Oszillator einfach durch 10 teilen mit einem 
Tastverhältnis von 10% Das sollte Dir auch die geraden Oberwellen stark 
genug geben.

10MHz hat weiter den Vorteil, dass Du eine große Auswahl von 
Frequenznormalen hast. Reicht Dir der Quarzoszillator nicht, so kannst 
Du auch auf GPS oder Rubidium wechseln.
#3109073
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:
> "Es gibt effektivere Methoden, monokristallinen Quarz zu zerkleinern,
>
> als seine Anregung mit einem SN7400."  (Autor des Zitats leider
>
> unbekannt, ist schon ziemlich alt.)

War das eventuell von mir?

Ich hatte mal ein ähnliches Zitat in den UKW Berichten vor Jahren 
plaziert.

In der Bauanleitung des Markengebers zum R&S Swob2 in den 70ger Jahren 
hatte ich auch mal eine " Quarzzerbröselungsschaltung mit einen 7400 " 
eingesetzt. Die Anforderungen an Stabilität und Genauigkeit waren da 
aber auch nicht hoch.


Übrigens das Rechtecksignal einmal durch ein Gatter verzögert und einmal 
unverzögert mit einen Xor-Gatter verknüpfen, schon hat man Nadelimpulse 
mit der Breite der Gatterverzögerungszeit.

Ralph Berres
Gast #3131897
Lesenswert?

Warum baust du dir nicht einfach einen Signalgenerator mit einem 
AD9850-Modul (ebay < 10€).

Damit kannst du den gesamten f-Bereich durchfahren, Filter ausmessen, 
Frequenzmarkierungen auf Selbstbaukurzwellengeräte anzeichnen etc.
Gast #3132106
Lesenswert?

HDWA Benutzer schrieb:
> Deswegen:
.....

HÄ?

Benutze doch einfach für sowas den eingebauten Komparator. Der ist 
schnell genug, um an seinem Ausgang Oberwellen bis zum Abwinken zu 
produzieren.

Ähem.. zuvor den AD9850 auf 1 MHz stellen und fertig.
(jetzt hab ich aber nicht durchgerechnet, ob bei diesem DDS mit der 
Taktfrequenz von ca. 125 MHz eine wirklich exakte 1 MHz Ausgangsfrequenz 
überhaupt zu programmieren geht. Wohl nicht, mit nem kapitalen 
Restfehler von 0.03 Hz wird man wohl oder übel leben müssen.)

W.S.
Gast #3132593
Lesenswert?

B e r n d W. schrieb:
> Das wäre auch noch eine Möglichkeit.
Sauber!

W.S. schrieb:
> Ähem.. zuvor den AD9850 auf 1 MHz stellen und fertig.
> (jetzt hab ich aber nicht durchgerechnet, ob bei diesem DDS mit der
> Taktfrequenz von ca. 125 MHz eine wirklich exakte 1 MHz Ausgangsfrequenz
> überhaupt zu programmieren geht. Wohl nicht, mit nem kapitalen
> Restfehler von 0.03 Hz wird man wohl oder übel leben müssen.)
;O)


Also ich hab mir aus einem AD9850-Modul, einem SAD504 (Steuer-IC) und 
einem LCD 16x2 (alles bei der Bucht) einen Sinus-Funktionsgenerator für 
0 bis über 30MHz gebaut. Alles zusammen für ca. 20€.
Damit kann man die Eichmarken auch bequem "direkt" einstellen :O)

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren