Netzwerktester Funkamateur

OP #4663179
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Hallo,
es gab ja mal einen Netzwerktester als Bausatz im Funkamateur.
NWT01 und NWT500 gab es auch. Leider alle Bausätze ausverkauft.

Nun suche ich ein Gerät preisgünstig wie der NWT500.

Das Gerät sollte folgendes können:
Frequenzbereich ca. 1KHz bis 500MHz,
Steuerung über Computer
Ansonsten Funktionen wie NWT Funkamateur.
Geräte aus China sind kein Problem für mich.
Bausätze nehme ich auch außer SMD löten das kann ich nicht.

Wer kann helfen danke.

Gruß Frank
Gast #4663504
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Frank W. schrieb:
> Uwe S. schrieb:
>> Hallo,
>>
>> man kann sich auch seinen eigenen NWT01 USB (160MHz) bauen, was ich
>> exemplarisch im QRPForum unter "AVR FA-NWT Clone mit zwei log.
>> Messköpfen" aufzeigte.
>
> Kannst Du mal den Link posten?
>
> Gruß Frank

Die Suchfunktion im QRP-Forum macht's möglich :-)

http://www.qrpforum.de/index.php?page=Thread&threadID=10645&highlight=AVR+FA-NWT+Clone+mit+zwei+log.+%3E+Messk%F6pfen

73!
Gast #4663710
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Frank W. schrieb:
> Das Gerät sollte folgendes können:
> Frequenzbereich ca. 1KHz bis 500MHz,

Wie ernst meinst du das?

Also, der vom FA vertriebene Wobbler (jaja, es ist halt ein Wobbler, 
bloß "Netzwerktester" klingt großartiger) war für den Bereich bis so 
etwa 160 MHz konzipiert. Der DDS darin läuft mit 400 MHz und hat nen 14 
Bit DAC. Das ist gut für die Meßgenauigkeit. Ebenso der Log-Detektor, 
der m.W. nur bis ca. 300 MHz geht, aber dafür eben nen weiten 
Dynamikbereich hat.

Wenn du hingegen wirklich bis 500 MHz willst, dann mußt du nen anderen 
DDS verwenden und selbigen übertakten - so wird das von einigen gemacht. 
Also einen 1 GHz-Typ mit 1.2 GHz getaktet und als Detektor muß man sich 
wohl was Anderes suchen. Also: Der Ur-NWT bis 160 MHz ist in 
niederfrequenteren Bereichen schlichtweg besser. Das solltest du 
berücksichtigen.

Ich hab das seinerzeit anders gemacht: Die Firmware im NWT hab ich durch 
was Eigenes ersetzt, 2 zusätzliche externe Meßköpfe vorgesehen 
(HF+ZF+Demodulator gleichzeitig) und mir meine eigene PC-Software 
geschrieben. Dann hab ich mir nen gänzlich anderen Wobbler konzipiert, 
der auf zwei UHF-VCO+PLL's und nem Mischer beruht. Ein VCO fest bei 2 
GHz, der andere abgestimmt von 2 bis 4.4 GHz. Macht nen benutzbaren 
Bereich bis ca. 1.8 GHz und von 2.2 bis 4.4 GHz aus. Da ich mir zuvor 
ein handfesteres Protokoll als Andreas ausgedacht habe, läuft der zweite 
Wobbler mit dem gleichen PC-Programm. So hab ich für beide Fälle (HF und 
NF..) was Passendes.

Wenn du nicht wirklich im VHF/UHF-Bereich baust, dann würde ich dir 
allemal zum Nachbau der 160 MHz Version raten. Für so ziemlich alles, 
was es an ZF gibt, reicht der bestens aus. Nun ja.. mit Ausnahme der 
243.95 MHz OFW. Und für so richtig UHF reichen 500 MHz auch bloß nicht 
aus. Also würdest du dafür wie ich was Anderes brauchen.

W.S.
Gast #4667773
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Erstens: wofür?
und zweitens: nein.

Es ist Selbermachen angesagt. Das ist nicht wirklich schlimm, denn die 
Schaltung des FA-Wobblers ist ja offengelegt.

Aber: SMD ist Pflicht - von wegen "Bausätze nehme ich auch außer SMD 
löten das kann ich nicht."

Doch, das kannst auch du. Du mußt bloß wollen.

W.S.
#4967854
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Hallo Frank,

Glückwunsch.

Ist da ein Atmel µC oder ein PIC µC verbaut ?

Wenn es eine Atmel ist, dann ist es eher eine NWT500 Clone, mit nicht 
lizenzierter Firmware.

Siehe: http://dl4jal.eu/

Hast Du schon das Buch zum FA-NWT erstanden ?
Sonst wird es Dir schwer fallen, die Hard und Software nutzen zu können.

HF-Messungen mit dem Netzwerktester - Das neue Buch zum FA-NWT
http://www.box73.de/product_info.php?products_id=2402


Frank W. schrieb:
> Hallo,
> ich habe nun den NWT500 gekauft:
>
> Ebay-Artikel Nr. 262038633113
>
> Gruß Frank
Gast #4968031
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Uwe S. schrieb:
> Liegt dann wohl an der Zollfreigrenze, die man so aushebeln möchte.

Funktioniert, zumindest in der Theorie, nicht. Der Zoll muss auch auf 
die Versandkosten bezahlt werden.
Man könnte aber vermuten, dass da jemand auf einen unerfahrenen Zöllner 
spekuliert. Der Otto-Normal-Zöllner kann den Preis von so einem Gerät 
vermutlich nicht richtig einschätzen. Die meisten Bastelplatinen dieser 
Größe sind ja billiger...
Gast #4969958
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Uwe S. schrieb:
> Liegt dann wohl an der Zollfreigrenze, die man so aushebeln möchte.

Ziemlich dumme Idee, zu glauben man könne so irgendwas "aushelbeln"

Der Zollwert einer eingeführten Ware setzt sich zusammen aus dem 
Warenwert (tatsächlich gezahlter Preis) UND den Versandkosten.

Abgaben wie die Einfuhrumsatzsteuer von 19% werden vom Zollwert 
berechnet. Es macht also überhaupt keinen Sinn, einen niederigen 
Warenwert und hohe Versandkosten zu deklarieren. Letztendlich werden die 
Abgaben immer auf die Summe von Beidem erhoben.
Gast #4969982
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Marc Oni schrieb:
> Ziemlich dumme Idee, zu glauben man könne so irgendwas "aushelbeln"

In der Theorie korrekt, in der Praxis...

Marc Oni schrieb:
> Der Zollwert einer eingeführten Ware setzt sich zusammen aus dem
> Warenwert (tatsächlich gezahlter Preis) UND den Versandkosten.

...muss der Zöllner erstmal das Päckchen auspacken und den Wert von der 
Platine erkennen. Der Chinese wird sicher nur die 20€ Verkaufspreis ohne 
Versandkosten angegeben haben. Die Versandkosten muss der Zöllner ja 
erstmal kennen.

Einziges Problem: Der Zöllner darf in seiner Schicht eine halbe 
LKW-Ladung Briefe, Päckchen und sonstiges Kleinzeug abfertigen.

Vorgehen des Zöllners:
alles aufs Förderband vom Röntgengerät kippen, durchlaufen lassen und 
noch einmal mit dem Rauschgiftspürhund vobeigehen. Anschließend auf 
alles, das nicht sofort auffällt, den grünen Aufkleber und fertig.
Gast #4970043
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Schreiber schrieb:
> Vorgehen des Zöllners:
> alles aufs Förderband vom Röntgengerät kippen, durchlaufen lassen und
> noch einmal mit dem Rauschgiftspürhund vobeigehen. Anschließend auf
> alles, das nicht sofort auffällt, den grünen Aufkleber und fertig.

Alle Sendungen aus dem nicht-EU Ausland landen erst mal im IPZ = 
internationales Postzentrum.

Die Kriterien, wann die Post im IPZ eine Sendung ohne Verzollung direkt 
durchwinken darf oder es zur zollamtlichen Abfertigung an den Zoll 
weiterleiten muss, sind vom Empfänger schwer zu durchschauen. Da spielt 
auch ein Quäntchen Glück und Zufall eine Rolle.

Denn ist auf der Sendung keine außen angebrachte Pro-Forma Rechnung 
angebracht, aus der der Zollwert ermittelt werden kann, wird die Sendung 
an das für den Empfänger zuständige Zollamt weitergeleitet. Von dort 
erhält der Empfänger eine Nachricht, dass er die Sendung dort abholen 
kann. Im örtlichen Zollamt wird bei der Abholung die Sendung im Beisein 
des Empfängers geöffnet und dann der Zollwert vom Zollbeamten 
festgesetzt. In der Regel verlangt der Zoll den Nachweis der Zahlung 
(z.B. Paypal oder Bankbeleg) Abhängig vom Zollwert werden die Abgaben 
(ggf. Zoll und Einfuhrumsatzsstuer) bestimmt.


Wenn man Glück hat, gehen kleine Sendungen oft direkt durch. Aber 
verlassen kann man sich darauf nicht.

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