Was du brauchst ist erst einmal viel Papier, Bleistifte und einen Sack
voller Radiergummis.
Dann setzt du dich hin und schreibst für dich selbst einmal auf, was in
die Black Box rein geht an Signalen und was da wieder raus soll.
Wenn du das schön ausformuliert hast, ist schon viel gewonnen.
Dann mach dir grundlegende Gedanken über das, was dazwischen passieren
soll. Analoge Messwerte digitalisieren, Rechenoperationen, Abfragen,
Umwandlungen und so weiter.
Dann nimmst du den großen Stapel mit leerem Papier (ich persönlich
bevorzuge das A3 Format) und fängst an, die logischen Strukturen zu
skizzieren. Diese Skizzen zerlegst du Schritt für Schritt in feinere
Strukturen. Wenn du sorgfältig arbeitest und gründlich dabei nachdenkst,
wird dir klar, was ein Controller, und was eine analoge Schaltung
übernehmen kann. Anhand dieser Basis entwickelst du den Schaltplan und
kommst dem Code für einen eventuellen Controller näher.
Für die Controllerwahl schaust du, wieviel Ein- und Ausgänge du brauchst
und wieviel ADC Kanäle nötig sind. Anhand vom Rechenaufwand und der
geforderten Geschwindigkeit, mit der das ganze dann ablaufen soll,
kannst du dich auf die Controllersuche machen. Vielleicht was aus der
8051 Familie, Atmel AVR, ARM, PIC von Microchip, 8Bit, 16Bit 32Bit,
Sprachunterstützung (Assembler, Pascal, Basic C, C++). Diese
Überlegungen wollen sorgfältig gemacht sein, da man sich mit dem
falschen Controller hässliche Löcher in die Kniee schießen kann
(metaphorisch gemeint).
Wenn du dem Schaltplan näher kommst, vergiss das Dimensionieren der
Bauteile nicht. Wenn du so weit bist, einen Schaltplan mit den
Bauteilwerten zu haben, starte den Eagle und zeichne erst einmal den
Schaltplan und definiere eventuell die noch nicht vorhandenen Bauteile.
Von dort aus geht es zur Leiterplatte weiter. Bei Analogen Signalen und
Schaltreglern denke bei der Bauteilanordnung und bei den Leiterbahnen
drei mal nach. Wenn das Board fertig ist, lass es z.B. bei PCB-Pool
fertigen.
Wenn du das Board fertig bestückt hast und es nicht abraucht, kommt der
zweite große Teil, das programmieren.
Je nach dem, wie fein aufgelöst und gründlich du die vorherigen
Überlegungen/Aufzeichnungen gemacht hast fällt das programmieren
schwerer oder leichter.
Unterschätze dabei nicht den Aufwand für Zeit, Nerven, Geduld, Kaffee
und lange Nächte.
Je früher du gründlich nachdenkst, um so leichter haast du es in den
späteren Schritten.
Good luck und viel Erfolg!
:-) Johannes