Spannungsversorgung mitführen oder Sternförmig, RS485 Bus

OP #4690083
Hallo,

ich möchte mir einen Bus aufbauen wo viele µC per RS485 verbunden sind. 
Der wird ja durchgeschleift. Dafür nehme ich Netzwerkkabel. Nun müssen 
die µC auch mit Spannung versorgt werden. Und da weis ich nicht recht 
wie ich es machen soll. Die Spannung im Netzwerkkabel mitführen was 
viele Kontaktübergänge einschließt oder die Spannungsversorgung per 
Stern vom Netzteil an alle µC verteilen.

Per Stern würde ich 5V direkt verteilen. Mittels Netzwerkkabel würde ich 
12V mitführen und jeder µC macht daraus selbst seine 5V vor Ort auf der 
Platine. Um 5V Spannungsverluste bis zum letzten zu vermeiden.

Wie nun richtig machen?
Wie macht ihr das?
Persönliche Seite
Moin
Nun dazu solltes du erstmal Wissen wieviel Ampere jedes deiner Module 
braucht wodurch du den Querschnitt und die Leitungslänge Berechnen 
kannst für den zulässigen Spannungsabfall.
Dazu die Gesammtzahl der Leistung die deine Module in Aufnehmen Maximal 
und ob dafür noch die Netzwerkkabel Ausgelegt sind bei x Meter.
Stecker/Buchsen haben auch Übergangswiderstände wenn diese auch nicht 
Richtig Kontakt haben.

Aber als Leitung wäre ggfs auch das EIB Kabel 2x1,5mm² da dies 
"Massenware" ist und daher Günstig zu Beziehen ist.
Als Verbinder könntest du zb XLR Stecker nehmen.

Aber 12V bzw 24V wäre je nach Länge ect Besser da du so noch andere 
Sachen Versorgen kannst zb Realis und per Regler die 5V vor Ort 
erzeugst.
Gast
Veit D. schrieb:
> Um 5V Spannungsverluste bis zum letzten zu vermeiden.

Wenn du kleine Schaltwandler einsetzt, vermeidest du damit nicht nur 
Spannungsverluste bis zum letzten µC, sondern auch Leitungsverluste auf 
den Zuleitungen, weil wesentlich weniger Strom fließt.
Gast
Ich hab das mit 24Volt und ganz normalem Telefonkabel gemacht.
Kleine Schaltreglermodule aus Japan vor den µC und ein zentrales 
24Volt-Netzteil beim Server.
OP
Hallo,

es werden ca. 30 bis 50 kleine µC angebunden. Viele davon liefern nur 
Sensorsignale. Ein paar wenige werden kleine Servos steuern müssen oder 
kleine Schaltaufgaben. Bei Schaltregler dachte ich an die kleinen von 
Pololu. Geht dann aber auch ganz schön ins Geld. Sternförmig an alle 
wäre dann billiger trotz mehr Kabel. Nur würde ich mir Sorgen um eine 
saubere Masse am Ende machen. Oder dickere Leitungen parallel mitführen. 
Das mit dem kleinen Querschnitt vom Netzwerkkabel ist ein Argument was 
limitiert. Also muß ich sowieso extra Kabel für die Spannungsversorgung 
legen.
Mitführen durchschleifen oder Stern?
Wie ich herauslese ist das mitführen und durchschleifen der Versorgung 
kein Problem?
Nur wird dann das Bussignal nicht verfälscht von µC zu µC ...
Veit D. schrieb:

> Per Stern würde ich 5V direkt verteilen. Mittels Netzwerkkabel würde ich
> 12V mitführen und jeder µC macht daraus selbst seine 5V vor Ort auf der
> Platine. Um 5V Spannungsverluste bis zum letzten zu vermeiden.

Im richtigen Leben (ISDN, Power Over Ethernet) nimmt man 48V als 
Spannungsversorgung. Das hat seinen guten Grund: Je höher die Spannung, 
desto mehr Leistung kannst Du bei gleichem Querschnitt übertragen. 
Deswegen werden Überland-Stromleitungen mit einigen 100000V betrieben. 
Gleichzeitig ist 48V die höchste Spannung, die noch als Kleinspannung 
und damit als ungefährlich beim Berühren gilt.

Daher: Versuche nicht, schlauer zu sein als die Profis. Mach es genauso. 
Jeder Knoten bekommt dann einen Schaltregler, der aus den 48V die lokal 
benötigten Spannungen macht.

Unter Verwendung aller 4 Adernpaare lassen sich so bei POE nach IEEE 
802.3bt über 50W über ein normales Netzwerkkabel übertragen. Damit 
kannst Du einen kleinen PC mit Monitor betreiben.

fchk
> Welche meinst du?
> 50ct/Stk. bringt einen doch nicht um (z.B. ebay 112049698843)

Diese Teile hatte ich auch mal auf dem Schirm. Was mich davon abhielt, 
ist dieser nicht zuverlässig aussehende Einstellregler. Wenn der mal 
aussetzt, geht Deine Schaltung in Rauch auf.
Gast
Torsten S. schrieb:
> Was mich davon abhielt, ist dieser nicht zuverlässig aussehende
> Einstellregler. Wenn der mal aussetzt, geht Deine Schaltung in Rauch auf.

Mit dem Lötkolben dauert es keine 30 Sekunden, einen passenden 
Festwiderstand auf den vorgesehenen Platz neben dem Trimmer zu bestücken 
und evtl. den Trimmer zu entfernen, falls es einem zu unsicher ist, den 
einfach an den Anschlag zu drehen.
OP
Hallo,

naja ich hatte bis jetzt nur die Pololu ab 4,- auf dem Schirm. Die 50 
Cent Dinger sehen verlockend aus. Nur stört mich auch das Poti, okay 
kann man tauschen gegen Festwiderstand. Aber dann fängt man auch erst 
wieder mit rumdoktern an, ausmessen usw. Alle gleich werden die nicht 
sein. Man will aber genau 5V haben. Und dann stören mich an denen noch 
die Mega Lötlöcher zum kontaktieren. Scheinbar brechen die Chinesen 
immer die kleinen Bohrer weg.   :-)  Selbst für den Preis löst das kein 
haben wollen Effekt aus. Leider. Ich guck mich weiter um. Danke.
Gast
Veit D. schrieb:
> Alle gleich werden die nicht sein.

Auch die Chinesen werden keine 10%-Widerstände mehr verwenden und die 
interne Referenzspannung des Regler-ICs streut auch nicht wild durch die 
Gegend.

> Man will aber genau 5V haben.
Wie genau hättest du es denn gerne. Eigentlich jeder gemeine µC stört 
sich nicht an abweichender Spannung. Solange man es nicht mit der 
Taktfrequenz übertreibt, ist vielen alles zwischen 1.8V und 5.5V recht.

> Und dann stören mich an denen noch die Mega Lötlöcher zum kontaktieren

Mit Goldrand wirds natürlich etwas teurer ...
Wolfgang schrieb:
> Mit dem Lötkolben dauert es keine 30 Sekunden, einen passenden
> Festwiderstand auf den vorgesehenen Platz neben dem Trimmer zu bestücken
> und evtl. den Trimmer zu entfernen, falls es einem zu unsicher ist, den
> einfach an den Anschlag zu drehen.

Das ist absolut richtig.

Aber:
1) den Widerstand muß man berechnen/ausprobieren,
2) beschaffen,
3) einlöten.

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