Guten Abend zusammen,
hoffendlich ist dies auch das richtige Forum (Themenbezogen), für meine
frage.
Um mich in das TCP/IP-Model einzuarbeiten (von 4ten zur 1ten schicht),
gehe alle schichten durch.
Jetzt bin ich bei Internet-Schicht hängen geblieben.
Wie der IP-Header aufgebaut ist, habe ich soweit verstanden. Wie sich
die IP-Adresse zusammen setzt auch (Netzanteil und Hostanteil). Das die
subnetmaske die "Grenze" zwischen Netz und hostteil ist und durch eine
AND-Operation ermittelt wird.
Meine frage ist wo ist die Subnetzmaske definiert?
mfg
TCP/IP-Ahnungslos
TCP/IP-Ahnungslos schrieb:>> Meine frage ist wo ist die Subnetzmaske definiert?>> mfg>> TCP/IP-Ahnungslos
Im IP Header nicht.
Die wird nur dafür verwendet welches Interface benutzt wird um das Pakt
zu versenden und das passiert auf Schicht 3 im OSI Modell.
Je nach Datenweg in deinem Netz ändert sich auch die Netzmaske.
TCP/IP-Ahnungslos schrieb:> Meine frage ist wo ist die Subnetzmaske definiert?
Die wird bei der IP-Konfiguration des Rechners festgelegt.
Also entweder per DHCP übermittelt oder fest im Rechner eingetragen. Bei
Windows in der Systemsteuerung > Netzwerk > Adaptereigenschaften > IPv4.
Danke für die Antworten, aber irgend wie bringt mir das kein licht ins
dunkel.
Wo ich die Subnetmaske in Windows steht weiss ich.
Aber im welchem Header ist die Subnetmaske definiert?
MfG
TCP/IP-Ahnungslos
Ja klar wenn ich drüber nachdenke ist das auch logisch.
Weil wofür braucht eine Webseite, meine anzahl Rechnern im Netzwerk.
Stimmt das?
Das muss ich doch nur am Access Point einstellen, wieviele Rechner ich
brauche. Dann kann ich davon ausgehen, die Subnetmaske intersiert mich
nur in meinem Netwerk?
Ist meine denke weisse richtig
So wie ich das verstehe, schön langsam ist dir klar für was die
Subnet-Maske gehört.
Alle Rechner die im gleichen Netz sind, können direkt miteinander
kommunizieren. Wird ein Rechner ausserhalb des Netzes über IP
angesprochen, so geht man z.B. über einen Router.
Mit Hilfe der Subnet-Maske kann man die mögliche Anzahl der Rechner im
Netz bestimmen, aber man muss nicht alles ausschöpfen... Auch wird die
Subnet-Maske nirgends mitgeschickt. Nur der Rechner benötigt diese
Information, um festzustellen über welchen Weg die IP-Adresse erreichbar
ist.
TCP/IP-Ahnungslos schrieb:> Das muss ich doch nur am Access Point einstellen, wieviele Rechner ich> brauche. Dann kann ich davon ausgehen, die Subnetmaske intersiert mich> nur in meinem Netwerk?> Ist meine denke weisse richtig
Das kommt schon in die Richtung.
Jetzt denke mal das dein Router nur eine öffentliche IP hat.
Dieser ist jetzt in im Netz deines Providers. Im einfachsten Fall hat
dieses Netz auch nur eine Subnetzmaske. Und das kamm man weiter so
vereinfachen bis du denn auf Länder bzw. Kontinetenebene kommst.
z.B.
244.244.244.244 deine IP
244.244.244.244/16 dein Provider
244.244.244.244/12 dein Land
244.244.244.244/3 dein Kontinent
ABER leider ist es nicht so einfach.
Ein Provider kann mehrere Netze haben und die Routingentscheidungen
werden auch anhand der Kosten entschieden.
TCP/IP-Ahnungslos schrieb:> Dann kann ich davon ausgehen, die Subnetmaske intersiert mich> nur in meinem Netwerk?
Die Subnetz-Maske ist "nur" für diejenigen Geräte (Netzteilnehmer)
interessant, welche innerhalb eines Netzwerk (Segments) dieses auswerten
wollen oder müssen.
Ganz spontan wird dir die Bedeutung der Subnetz-Maske vermutlich klar,
wenn du das mal mit den Telefonnummern vergleichst.
bei folgenden Rufnummern ist (immer unterschiedlich) ein Teil der Nummer
der "Netz" Anteil (=Ortsnetz) und ein Teil ist der "Host" Anteil
(=Teilnehmer).
08141345678 eine Rufnummer in Fürstenfeldbruck
08211345678 eine Rufnummer in Augsburg
08911345678 eine Rufnummer in München
Von außen sehen die Nummern alle recht ähnlich aus. Wenn du in München
wohnst, weißt du jedoch, welcher Teil der Netzanteil ist (Wieviele
Ziffern du dem Netzanteil zuordnen mußt) und welcher Anteil die
Teilnehmernummer ist
In der Rufnummer selber wird das nirgendswo direkt übertragen. Die
Netzteilnehmer (also du oder die Vermittlungsstelle) "wissen" das "von
sich aus" (weil das irgendwie mitgeteilt wurde) wie die
Subnetz-Maskierung von z.B. München ist, d.h. was von der Ziffernfolge
die Ortnstez-Vorwahl ist, und welche Nummer dem Teilnehmer entspricht
--> Für München ist also die Subnetzmaske 0NNHHHHHHHH
(Die 0 als Sonderziffer habe ich jetzt mal mit reingefummelt, sie ist
natürlich kein Teil der Netzmaske, formal noch nicht mal ein Teil der
Rufnummer)
TCP/IP-Ahnungslos schrieb:> Das muss ich doch nur am Access Point einstellen, wieviele Rechner ich> brauche.
Ja, wenn du DHCP hast und alle Geräte IP und Maske von dort beziehen.
Sonst musst du eine passende Subnetmaske an deinen Netzteilnehmern
selbst eingeben. IP-Adresse UND Subnetmaske sind zum Betrieb einer
Netzwerk-Schnittstelle notwendig. Am zweckmässigsten wählt man alle
IP-Adressen verschieden (muss so sein) und alle Subnetmasken gleich
(muss nicht unbedingt sein, ist aber einfacher). Beides ist auch nicht
im Internet sichtbar, normalerweise verbirgt der Router das lokale Netz
völlig.
Gruss Reinhard
Die Subnetzmaske ist für den TCP/IP Stack interessant um zu wissen,
wohin das eigentliche IP Paket gesendet werden soll. Im Fall Ethernet
können Pakete nur an MAC Adressen geschickt werden, dass der Inhalt
eines Ethernet-Frames ein IP Paket ist interessiert dort nicht.
Also schaut der Stack nach, ob bei einem zu sendenden IP Paket das IP
Ziel im selben Subnetz ist. Wenn ja, wird es an die MAC von dem Rechner
adressiert, der diese IP Adresse hat. Wenn nicht, wird es an die MAC
adressiert, die die IP Adresse des eingestellten Gateways hat (damit
dieser es dann in andere Netzwerke weiterleitet). Und woher weiß der
Stack, auf welcher MAC Adressen eine bestimmte IP Adresse erreichbar
ist? Er erfragt es mit ARP über ein Broadcast auf dem Netzwerk.
Deshalb gibt es keinen Grund, die Maske irgendwie in das Paket mit
reinzupacken, sobald das Paket schon im Netz übertragen wird braucht die
Information niemand mehr.