Wärmeentstehung Kupfer

Gast #2313988
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Hallo Jungs,

Ich benötige eine Formel, die mir sagt wieviel deltaKelvin in einem 
KupferWürfel mit 1mm³ entstehen, wenn 1W Verlustleistung an diesem 
Abfallen.
V=1mm³
P=1W
-> deltaT=?

Es geht um folgende Problemstellung:
Eine Kupferleitung mit
l=100mm
d=18µm
b=0.1mm
Wie warm wird diese Leitung wenn z.B. 7W daran abfallen.

Bei Transistoren gibts hierfür ja die "Thermal Restitance Junction Case" 
mit z.B. 1.5°C/W. Ich bräuchte das ganze für Kupfer mit einem bestimmten 
Volumen.

(Ich habe eine Menge bezüglich Wärmewiderstand etc. gefunden.
Wie zum Beistpiel Thermal Conductivity [W/(m·K)].
Wobei ich nicht verstehe wieso man die in meter angibt - man braucht 
doch zumindest eine Fläche also m²...)

Grüße
Gast #2313995
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Aus dem Bauch raus würde ich sagen, dass du mehr Angaben brauchst.
Bei Transistoren ist der Wärmewiderstand zwischen "Leistungsquelle" und 
Fläche für den Kühlkörper gemeint, da hierüber die meiste Wärme 
abgeführt wird. Die Luft aussen rum führt relativ wenig Wärme ab.

Ich gehe davon aus, deine Kupferbahn ist Teil einer Platine und wird 
nicht frei in der Luft hängen?
Gast #2314019
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Huber5498 schrieb:
> Und warum benötigst du dafür das Volumen? Oberfläche dürfte
> interessanter sein.

Ja, zuerst muss ich aber wissen wieviel Wärme denn überhaupt entsteht.

tasG schrieb:
> Ich gehe davon aus, deine Kupferbahn ist Teil einer Platine und wird
>
> nicht frei in der Luft hängen?

Doch, das ist die Grundannahme. Wie heiß würde die Leitung dann?

Gerade ist mir eingefallen, dass das ganze wohl auch Zeitabhängig ist...
Gast #2314023
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Steffi schrieb:
> (Ich habe eine Menge bezüglich Wärmewiderstand etc. gefunden.
>
> Wie zum Beistpiel Thermal Conductivity [W/(m·K)].
> Wobei ich nicht verstehe wieso man die in meter angibt - man braucht
> doch zumindest eine Fläche also m²...)

Die Wärmeleitfähigkeit [W/(m·K)], eigentlich [W·m/(m²·K)], wird 
benötigt, um zu berechnen, wieviel Wärmeleistung durch eine Fläche 
strömen kann, d.h. Wärmeleitfähigkeit multipliziert mit Flächengröße 
getreilt durch Temperaturdifferenz und Schichtdicke. Die Einheit sieht 
nur etwas komisch aus, weil einmal m gekürzt ist.
Gast #2314027
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Steffi schrieb:
> Ja, zuerst muss ich aber wissen wieviel Wärme denn überhaupt entsteht.

Wenn 7W abfallen, würde ich einmal schätzen, dass 7W "Wärme" entsteht.

> Gerade ist mir eingefallen, dass das ganze wohl auch Zeitabhängig ist...

Klar. Aber wenn das deine Hausübung ist, dann wird wohl "in 
eingeschwungenem Zustand" (also nach unendlich langer Zeit) gemeint 
sein.
#2314041
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Theoretisch wird der Würfel unendlich warm.

Steffi schrieb:
> (Ich habe eine Menge bezüglich Wärmewiderstand etc. gefunden.
> Wie zum Beistpiel Thermal Conductivity [W/(m·K)].
> Wobei ich nicht verstehe wieso man die in meter angibt - man braucht
> doch zumindest eine Fläche also m²...)

Die Fläche steckt da schon implizit drin, nur ein wenig rausgekürzt.
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmewiderstand
A/l = m²/m = m/1


Eine Einfache Formel gibts für dein Vorhaben wohl leider nicht.
Ich rate dazu, es auszuprobieren.
Gast #2314045
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> Wie warm wird diese Leitung wenn z.B. 7W daran abfallen.

Sie wird wärmer wenn sie im Vakuum ist als wenn sie im kalten 
Nordweststurm hängt.

Es geht also nicht um die Leitung, es geht um den Wärmewiderstand zur 
Umgebung, und der hängt von vielem ab.
#2314048
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Steffi schrieb:

> Ja, zuerst muss ich aber wissen wieviel Wärme denn überhaupt entsteht.

1W wenn du mit Wärme die Wärmeleistung meist.

Gegen unendlich, wenn du damit die Wärmeenergie nach ebensolanger Zeit 
meinst. Ebenso für die Endtemperatur ohne (unspezifizierte) 
Wärmeableitung.

> Gerade ist mir eingefallen, dass das ganze wohl auch Zeitabhängig ist...

Eben.
Gast #2314050
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Andreas K. schrieb:
> Theoretisch wird der Würfel unendlich warm.
Das ist schon mal ziemlicher Unfug. Sonst wäre das der Erde in ihren 4 
Mrd Jahren schon lange so ergangen.

Auch im Vakuum straht das Ding Energie in Form von Infrarot- und 
Mikrowellenstrahlung ab. In Luft kommt als Kühleffekt noch der direkte 
Wärmetransport dazu.
#2314052
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Matthias schrieb:

> Auch im Vakuum straht das Ding Energie in Form von Infrarot- und
> Mikrowellenstrahlung ab. In Luft kommt als Kühleffekt noch der direkte
> Wärmetransport dazu.

Yep, aber ich glaube auch nicht, dass Steffi wissen wollte, wie lange es 
dauert, bis ihr Würfel im Vakuum schmilzt und folglich keiner mehr ist. 
;-)

Sowas ist eher als Ansporn zu lesen, die Aufgabenstellung noch mal zu 
überdenken.
Gast #2314054
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>> Theoretisch wird der Würfel unendlich warm.
>Das ist schon mal ziemlicher Unfug.

Das Wort "Modell" ist Dir offenbar unbekannt. Selbstverständlich wird 
das Kupfer im adiabaten Fall THEORETISCH unendlich warm.

dT/dt = dQ/dt / (m * Cp(t))

Wenn du möchtest, kannst du gerne noch die Schmelzenthalpie und die 
Verdampfungsenthalpie an den Phasenübergängen korrigierend einfügen.
Gast #2314057
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Matthias schrieb:
> Steffi schrieb:
>> (Ich habe eine Menge bezüglich Wärmewiderstand etc. gefunden.
>>
>> Wie zum Beistpiel Thermal Conductivity [W/(m·K)].
>> Wobei ich nicht verstehe wieso man die in meter angibt - man braucht
>> doch zumindest eine Fläche also m²...)
>
> Die Wärmeleitfähigkeit [W/(m·K)], eigentlich [W·m/(m²·K)], wird
> benötigt, um zu berechnen, wieviel Wärmeleistung durch eine Fläche
> strömen kann, d.h. Wärmeleitfähigkeit multipliziert mit Flächengröße
> getreilt durch Temperaturdifferenz und Schichtdicke. Die Einheit sieht
> nur etwas komisch aus, weil einmal m gekürzt ist.

Ok, bin aufgeklärt?
Also auf den Würfel mit 1mm³ und 1W umgedacht:
1W*0.001m/(0.001m*0.001m*K)=240 ->
K=1W*0.001m/(240*0.001m*0.001m)=~4.16°C pro sekunde 
Temperaturunterschied der dann abgebaut gehört(z.B. durch die 
Leiterplatte)
Richtig?

Huber5498 schrieb:
> Wenn 7W abfallen, würde ich einmal schätzen, dass 7W "Wärme" entsteht.

Ach ne, echt? :D
Gast #2314059
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Wenn deine Leitung im Vakuum hängt, kann die Verlustleistung von 7W nur 
in Form von Wärmestrahlung, im Idealfall 
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rper, abgestrahlt werden. 
Wenn du die richtige Temperatur für 7W gefunden hast, weißt du, wie wie 
warm der Draht wird.

Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass der Draht den 
Aggregatszustand wechseln wird und deshalb der Zustand für t -> 
unendlich deltaT=0 sein wird.

Ist das ganze eine Physikhausaufgabe? Die Aufgabenstellung geht völlig 
an der Realität vorbei.
Gast #2314061
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Also:

Es wird Wärme zugeführt:     Pzu
Es wird Wärme abgegeben: Pab

Die DIfferenz Pin verbleibt im Medium und wärmt dieses auf:

Pzu + Pab + Pin = 0

Pzu  = 7W

Pab = a  A  deltaT      a: Wärmeübergangskoeffizien,
                                         A: Fläche für Wärmaustausch
                                         deltaT: Temperaturdifferenz

Pin = c  V  R * d(deltaT)/dt    c: Wärmekapazität
                                                     V: Volumen
                                                     R: rho, 
Wärmekapazität
=>
Pab(t) = a  A  deltaT(t) + c  V  R * d/dt deltaT

Pin(s) = deltaT ( a * A + s  c  V * R )


Pzu           1                                                c V R
------- *  --------   = deltaT(s)      mit T = ---------
a * A      1+ T s                                            a  A

Das sollte als Zeitfunktion das ergeben:

                    Pzu                 - (t/T)
deltaT(t) = -------- * ( 1 - e            )
                     a * A

Es ergibt sich also eine klassische Ausgleichskurve. Der 
Temperaturunterschied (t=>unendlich) gleich Pzu/aA und ist abhängig von 
der zugeführten Leistung und dem Wärmeabstrahlvermögen mal Fläche. Macht 
ja auch Sinn.


Ich hoffe, ich hab mich nicht vermehrt...
Gast #2314072
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> Andreas K. schrieb:
> Auch im Vakuum straht das Ding Energie in Form von Infrarot- und
> Mikrowellenstrahlung ab.

Ja, und genau das ist was mich interessiert.
Irgendwie muss ja die Energie (W) doch ein gewisses Material(Kupfer oder 
in deinem Fall sogar das beinahe-Vakuum) erwärmen.

1mm³ Kupfer fliegt in einem 10mm³ Luftgefäß herum. Zeitfunktion zwischen 
Kupfererwärmung und Lufterwärmung?

...und hier auch schon die Antwort vom Matthias mit Stichwort


---Wärmekapazität-----

Matthias Lipinsky schrieb:
> Pin = c  V  R * d(deltaT)/dt    c: Wärmekapazität

Thx an alle
#2314084
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Die 7W Dauerleistung kannst du bestimmt knicken. Da brennt die Leitung 
weg.

Hier gibt es die "Weltformel".

http://www.elektronikpraxis.vogel.de/waermemanagement/articles/145562/

Damit ergibt sich eine statische Temperaturerhöhung von ca. 50° bis 100° 
bei 1A. Bei 3A sind es dann 500° bis 1000° Erhöhung.

Das sieht natürlich besser aus, wenn dieser Strom nur 100us durchfließt 
und dann ein lange Pause kommt.
Gast #2314208
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>Es geht um folgende Problemstellung:
>Eine Kupferleitung mit
>l=100mm
>d=18µm
>b=0.1mm
>Wie warm wird diese Leitung wenn z.B. 7W daran abfallen.
es fehlen noch wichtige Angaben:
a) Umgebungsmedium
b) senkrechter oder waagerechter Aufbau
c) Abstand zu umgebenden Wänden
d) Temperatur der Wände

unter Einbeziehung dieser Angaben kann man analog zu einem Heizkörper 
die Wärmeübertragung durch Konvektion und Strahlung  berechnen, wobei 
der Anteil durch Strahlung  vernachlässigbar sein sollte.
einfach mal suchen nach Wärmeübertragung duch Konvektion der Bauform 
Zylinder.
was wird mit b=0,1mm bezeichnet?
MfG
Gast #2314242
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Backflow schrieb:
> Das Wort "Modell" ist Dir offenbar unbekannt. Selbstverständlich wird
> das Kupfer im adiabaten Fall THEORETISCH unendlich warm.

Die Endtemperatur von dem Ding ist dadurch bedingt, dass die Differenz 
aus abgestrahlter Leistung und aufgenommener Leistung (Strahlung aus der 
Umgebung+elektrische Heizung) im Gleichgewicht stehen.
Im Vakkuum strahlt das Ding im wesentlichen als Grauer Strahler, d.h. 
epsilon < 1. Im Vakuum geht die Energie einfach als elektromagnetische 
Strahlung in den Raum.

Da wird nichts unendlich warm, auch theoretisch nicht, jedenfalls wenn 
die Theorie stimmt bzw. das verwendete Modell den Prozess vernünftig 
beschreibt.
Gast #2314334
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>weil selbst im Vakuum ein Energieaustausch über Strahlungstransport
>stattfindet.

Da du jetzt bewiesen hast, daß der Begriff des adiabaten Verhaltens auch 
in der Theorie falsch ist, bist Du für mich zum größten Thermodynamiker 
unter der Sonne geworden.
Gast #2314491
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Andreas K. schrieb:
> Das is das einzig verbliebene Modell, mit dem sich mit den Angaben was
> anfangen lässt, ohne weitere Variablen durch schätzen hinzuzufügen.

Echt adiabatisch geht in der realen Welt IMHO nicht und der Planck'sche 
Strahler hat über die Temperatur einen so kräftigen Hebel, dass es bei 
der kleinsten Abweichung von epsilon=0 mit "adiabatisch" vorbei ist.
Gast #2314600
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Andreas K. schrieb:
> Welche Temperatur nimmt der Würfel denn dann ein?

Jedenfalls nicht unendlich. Wiki gibt für Kupfer je nach Oberflächengüte 
und Temperatur einen Emissionsgrad zwischen 0.012 und 0.92 an. Bis auf 
diese Unsicherheit ist der Strahlungsteil damit gut berechenbar.
Sorgen machen mir eher die Berechnung der Kühlung durch die 
Umgebungsluft.
Gast #2314656
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Andreas K. schrieb:
> Eine Unsicherheit um den Faktor 1...76 nennst du also gut berechenbar?

Ja, jedenfalls besser als ein falsches Modell.
Es reicht jedenfalls, um zu folgender praxisbezigenen Aussage zu kommen: 
Egal, welchen Wert man einsetz, kann man mit dem Planck'schen 
Strahlungsgesetz schnell abschätzen, dass die Temperatur bei 
Strahlungsgleichgewicht deutlich über dem Schmelzpunkt von Kupfer liegen 
würde, da eine Leistung von 160 MW pro m² abgestrahlt werden muß.
Persönliche Seite #2314818
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Warum geht ihr eigentlich nicht systematisch vor?
Zunächst könnte doch mal die Aufgabe von Steffi als „ideal“ betrachtet 
werden. Dann können Schritt für Schritt Strahlung, Konvektion, Leitung 
usw. hinzugefügt werden. Dazu muß man jedoch im ERSTEN Schritt wirklich 
mal rechnen und nicht nur reden.

Bei der Aufgabenstellung Kupferleitung würde „ideal“ eine 
Temperaturdifferenz von 1.296 E6 Kelvin auftreten.
#2314969
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> Warum geht ihr eigentlich nicht systematisch vor?

Der Einwurf war gut. Steffi will doch gar nichts von dem Kupferwürfel 
wissen. Es geht in Wirklichkeit um eine 0,1mm breite und 19um dicke 
Leiterbahn auf dem PCB-Board. Vermutlich wurde versehentlich die 
Haupstromversorgung so dünn gelayoutet und jetzt steht die Frage im Raum 
ob die Leitung nur heiß wird, glüht oder verdampft.
Gast #2315218
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Steffi möchte wissen, wie warm ihre Leiterbahn wird, wenn da 7 W dran 
abfallen.
Und wofür braucht man dabei den thermische Widerstand der Leiterbahn 
bzw. die spez. Wärmeleitfähigkeit von Kupfer? Die Wärme entsteht 
gleichmäßig verteilt auf der ganzen Länge und ist quasi sofort an der 
Oberfläche. Im stationären Fall wird die Temperatur alleine durch 
Verlustleistung und die Energieabgabe an die Umgebung bestimmt.
Persönliche Seite #2315250
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Matthias schrieb:
> Und wofür braucht man dabei den thermische Widerstand der Leiterbahn
> bzw. die spez. Wärmeleitfähigkeit von Kupfer?

Der Körper (Kupferbahn des Querschnittes d x b und der Länge L) wird von 
einem Energiestrom vom 7 W durchflossen. Dabei ist über dem Körper eine 
Temperaturdifferenz zu messen (im stationären Fall). Der Körper hat also 
einen Wärmewiderstand der über das Fouriersches Gesetz bestimmt werden 
kann. Parameter dieses Gesetzes sind neben dem Querschnitt und der Länge 
auch die spezifische Wärmeleitfähigkeit von Kupfer.
Beispiel: Mein Zimmer hat im Winter innen 22 Grad und außen 5 Grad. Weil 
die Wand einen thermischen Widerstand hat, fließt ein Energiestrom aus 
meinem Zimmer in die Natur.

Matthias schrieb:
> Die Wärme entsteht gleichmäßig verteilt

Wärme entsteht nicht. Es fließt ein konstanter Energiestrom durch den 
Leiter. Dieser bedingt durch unterschiedliche Temperaturen einen 
unterschiedlichen Entropiestrom oder entang des Temperaturgefälles nimmt 
die Entropie zu.
Gast #2315504
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Joe G. schrieb:
> Der Körper (Kupferbahn des Querschnittes d x b und der Länge L) wird von
> einem Energiestrom vom 7 W durchflossen.

Der Energiestrom fließt da nicht durch, sondern die 7W sind die 
Verlustleistung der Leitbahn. Elektrische Energie wird dort in 
Wärmeenergie umgewandelt.

Steffi schrieb:
> Wie warm wird diese Leitung wenn z.B. 7W daran abfallen.
Persönliche Seite #2315516
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Steffi schrieb:
> Wie warm wird diese Leitung wenn z.B. 7W daran abfallen.

Nun ja, das hat sie wohl offen gelassen. Immerhin gibt es drei 
Möglichkeiten.

1. Es fließt eine Energiestrom von 7 Watt durch die Leitung.
2. Es fließt ein Energiestrom von X Watt durch die Leitung und es fallen 
über den thermischen Widerstand 7 Watt ab.
3. Es wird über den ohmschen Widerstand eine Verlustleistung von 7 Watt 
über dem gesamten Leiter erzeugt.

Fall 3 scheint jedoch auszuscheiden, da ein kontinuierlicher 
elektrischer Widerstand eine homogene Erwärmung zu Folge hätte und damit 
keine Temperaturdifferenz.

Fall 1 hatte ich gerechnet.

Fall 2 könnte man auch rechnen.
Persönliche Seite #2316594
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Falk Brunner schrieb:
> Wird sind hier aber nicht bei Jeopardy . . .

Es geht doch nicht darum fiktive Fragen auf nicht gestellte Antworten zu 
erfinden. Es geht um einen technischen Sachverhalt. Dabei gibt immer 
zwei Möglichkeiten eine Frage zu beantworten.
1. kurz, knapp, prägnant – also die Endformel ohne Erklärung
2. eine Erklärung die den Fragenden dort abholt wo er sich gerade 
befindet und dann Schritt für Schritt zur Lösung führt.

Die zweite Methode ist die didaktisch bessere Methode, weil sie den 
Fragestellenden sozusagen selbst zur Antwort führt. Auf diesem Wege 
bemerkt er auch oft, aufgrund mangelnden Wissens, Unzulänglichkeiten in 
der Fragestellung. Bisher hatte ich dieses Forum als Plattform für 
weitgehend technische Fragestellungen gesehen. Damit ist Methode 2 nicht 
die schlechteste Möglichkeit Fragen zu beantworten. Den Verweis auf eine 
Quizshow solltest du also nochmals überdenken.

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