Hallo!
Ich baue eine Absaugung für Lötdämpfe.
Leider konnte ich nur ein Rohr mit 32mm ins Freie legen, das Rohr ist
ca. 2m lang. Das lässt sich auch nicht ändern!
Nun möchte ich drei 100mm Rohrventillatoren, je 15W benutzen, um eine
ordentliche Strömung zu erzielen.
Es sind ganz normale aus dem Baumarkt, die man benutzt, um z.B. die Luft
aus dem Bad oder WC zu saugen.
Übergang von 100mm auf 32mm erfolgt über einen ca 25cm langen Trichter.
Meine Frage ist, ob ich nun die drei einfach hintereinander schalten
kann oder einen bestimmten Mindestabstand oder ähnliches einhalten muss,
damit die Luft wieder wirbelfrei ist o.ä.
Danke im Voraus!!
User123 schrieb:> Meine Frage ist, ob ich nun die drei einfach hintereinander schalten> kann oder einen bestimmten Mindestabstand oder ähnliches einhalten muss,> damit die Luft wieder wirbelfrei ist o.ä.
Du meinst sicher mit "hintereinander schalten" die räumliche
Anordnung, nicht aber die Serienschaltung der Lüfter...
Ich meine damit, dass ich die drei einfach nacheinander ins Rohr
einfüge, in Serie. Und meine Frage wäre, ob ich zwischen zwei Lüftern
einen Abstand brauche, also ein Stück Rohr und wenn ja, wie lang.
> Meine Frage ist, ob ich nun die drei einfach hintereinander schalten> kann oder einen bestimmten Mindestabstand oder ähnliches einhalten muss,> damit die Luft wieder wirbelfrei ist o.ä.
1. Ja, die Ventilatoren (ich nehme an es sind Axiallüfter) benötigen
untereinander einen Mindestabstand oder sogar ein Leitsystem bei einer
Reihenschaltung.
2. Warum willst du eine Reihenschaltung realisieren? Diese ist u.a. dann
notwendig, wenn die Druckdifferenz zu niedrig ist oder der
Strömungswiderstand der folgenden Komponenten zu hoch.
32mm Lichte Weite??
Da wird es sehr schwierig einen halbwegs vernünftigen Durchsatz zu
realisieren.
Die 3 Lüfter hintereinander werden nicht viel mehr bringen als einer,
das Druckgefälle eines solchen Axiallüfters ist einfach zu gering.
Die sind auf große Fördermenge bei geringem Druckunterschied
konstruiert.
Bei deiner starken Verengung am Auslass hilft dir nur ein starker
Radialverdichter Aussen (Turbolader).
Also es ist so, dass ich im Moment einen Axiallüfter und einen anderen
Lüfter (auch 15W, ist wie ein PC-Lüfter, nur größer (110mm)) in Serie
habe. Der Durchsatz ist natürlich nicht sehr hoch, aber jetzt schon
brauchbar.
Nur ist der PC-Artige-Lüfter einfach zu laut. Drum will ich den durch
einen weiteren Rohrlüfter ersetzen. Dann will ich noch mit einem dritten
den Durchsatz verbessern.
Es soll ja kein Taifun werden. Er soll nur den Lötdampf absaugen...
User123 schrieb:> Nur ist der PC-Artige-Lüfter einfach zu laut.User123 schrieb:> Nun möchte ich drei 100mm Rohrventillatoren, je 15W benutzen, um eine> ordentliche Strömung zu erzielen.> Es sind ganz normale aus dem Baumarkt, die man benutzt, um z.B. die Luft> aus dem Bad oder WC zu saugen.>> Übergang von 100mm auf 32mm erfolgt über einen ca 25cm langen Trichter.
Merkste Was?
Wenn die Dinger nicht frei heinzeln können, machen die einen Höllenlärm.
Da kannst du gleich einen Staubsaugermitor vor den Ausgang an die Wand
flanschen. Ist bei reduzierter Leistung leiser.
Thorsten Legat schrieb:> Da kannst du gleich einen Staubsaugermitor vor den Ausgang an die Wand> flanschen. Ist bei reduzierter Leistung leiser.
Und DEUTLICH effektiver!
User123 schrieb:> Drum will ich den durch> einen weiteren Rohrlüfter ersetzen. Dann will ich noch mit einem dritten> den Durchsatz verbessern.
Dein Ansatz funktioniert nicht ganz. Wenn du den Durchsatz
(Volumenstrom, Massestrom) verbessern (vergrößern) möchtest, musst du
die Lüfter parallelschalten. Eine Reihenschaltung der Lüfter bewirkt
eine Druckerhöhung bei gleichem Volumenstrom.
P.S.: Mein Modell ist auch nicht ganz korrekt, die Lüfterkennlinien sind
quadratisch und im Arbeitspunkt verschoben. Aber für einen einfachen
Überschlag reicht die obige Annahme.
User123 schrieb:> Also es ist so, dass ich im Moment einen Axiallüfter und einen anderen> Lüfter (auch 15W, ist wie ein PC-Lüfter, nur größer (110mm)) in Serie> habe. Der Durchsatz ist natürlich nicht sehr hoch, aber jetzt schon> brauchbar.>> Nur ist der PC-Artige-Lüfter einfach zu laut. Drum will ich den durch> einen weiteren Rohrlüfter ersetzen. Dann will ich noch mit einem dritten> den Durchsatz verbessern.>> Es soll ja kein Taifun werden. Er soll nur den Lötdampf absaugen...
Welchen Druck schafft denn dein Lüfter bei welchem Volumenstrom bzw,
welchen maximalen Druck bei Null Volumenstrom? Wahrscheinlich ist der
Scythe Lüfter Ultra Kaze 120x120x38mm 3000rpm bei weitem stärker und
trotzdem leiser als dein Lüfter.
Was die Reihenschaltung angeht, da brauchst wie schon erwähnt
Leitschaufeln. Dein Lüfter erzeugt einen Luftstrom mit einem
Drallanteil, während die Schaufeln des Lüfters darauf ausgelegt sind
drallfreie Luft "anzusaugen". Du musst den Drallanteil also wieder
"geradebiegen" mit Leitschaufeln. Idealerweise wären diese auch passend
zum Drallanteil geformt damit dieser ganz sachte umgelenkt wird, aber
auch schon einfach parallel zur Strömungsachse ausgeführte Lamellen sind
effektiv bzw. ausreichend um mehrere axiale Lüfter in Reihe schalten zu
können.
Damit können schon 3 einfache 120mm PC-Lüfter locker durch einen
Industrie-AKF saufen oder drücken. Aber 32mm Rohrweite über 2m ist schon
eine Herausforderung was den Druckanfall angeht, je nach gewünschten
Volumenstrom.
User123 schrieb:> Leider konnte ich nur ein Rohr mit 32mm ins Freie legen, das Rohr ist> ca. 2m lang. Das lässt sich auch nicht ändern!
Das ist ein typisches Staubsaugerrohr, da musst Du halt ein 800 W
Staubsaugergebläse einsetzen. Bei einer Küchen-Dunstabzugshaube (ca 200
W) kommt mit so einem Rohr schon nicht mehr viel durch, aber vielleich
reicht es noch für Lötdämpfe. Aber Axiallüfter sind sinnlos.
Also mit technischen Daten wie Druck und Durchsatz kann ich leider nicht
dienen, da mir einfach die Messgeräte dazu fehlen...
Ich kann nur sagen, dass ich sogar schon mit dem "PC-artigen-Lüfter"
(15W) so viel saugen konnte, dass wenn ich eine Kerze ausgeblasen hab,
der Rauch abgesaugt wurde. Nun würde ich 3x 15W Rohrventillatoren
einbauen.
Ich sage ganz ehrlich, dass ich mich mit Strömungsmechanik so gut wie
gar nicht auskenne.
Meine Idee war, dass ein Rohrlüfter ja Druck aufbaut. Natürlich braucht
ein 32mm Rohr mehr Druck, als ein 100mm-Rohr, damit da ausreichend durch
geht.
Wenn jetzt der erste Lüfter einen Druck aufbaut, hat der nächste Lüfter
schon mal einen höheren Druck, den er dann weiter erhöht und der dritte
hat einen noch höheren Druck und den erhöht er noch weiter, sodass am
Anfang des Trichters ein entsprechend hoher Druck entsteht.
Bei einer Parallelschaltung müsste ja der Druck nur so hoch sein, wie
nach einem einzigen, nicht?
Ich stelle mit den Lüfter wie eine Spannungsquelle vor und das Rohr wie
einen Widerstand. Ist aber nur so ein Bauchgefühl bei mir. Wie gesagt,
Strömungsmechanik ist nicht meine Stärke, ich bin Elektroniker.
Wie viele Lamellen müsste ich einbauen, um den Drall aus der Luft zu
bekommen?
(Bei 100mm Durchmesser) Wie lange müsste diese Strecke sein??
Danke im Voraus!
PS. Ein Staubsauger am Fenster, wo das Rohr hinausgeleitet wird, kommt
natürlich nicht in Frage :) Es soll aber auch nicht so viel Luft gesaugt
werden, ich will ja nur den Rauch und nicht die Bauteile, die ich Löte,
absaugen :D
Oberhalb einer gewissen Länge wird das Ganze absurd.
Da schlägt sich der in der Abluft enthaltene Dampf an der Innenseite des
Schlauches/Rohrs nieder.
Dagegen wiederum hilft nur eine sehr hohe Strömungsgeschwindigkeit.
Ich würde also sagen: "Vergiss es" und bitte die Abluft sich mal einen
Filter von innen anzusehen.
Frag Deinen Staubsauger, der kennt sich damit aus.
User123 schrieb:> Wenn jetzt der erste Lüfter einen Druck aufbaut, hat der nächste Lüfter> schon mal einen höheren Druck, den er dann weiter erhöht und der dritte> hat einen noch höheren Druck und den erhöht er noch weiter, sodass am> Anfang des Trichters ein entsprechend hoher Druck entsteht.>
Ist ja auch im Prinzip so bei einem idealen Lüfter, nur erzeugen reale
Axiallüfter auch einen Drallanteil (Strömungsvektor steht senkrecht zur
eigentlichen Strömungsrichtung) welcher dann die nachfolgende Stufe
behindert. Daher braucht man Leitbleche um diesen Drallanteil wieder
unter Druckgewinn aufzurichten.
> Wie viele Lamellen müsste ich einbauen, um den Drall aus der Luft zu> bekommen?> (Bei 100mm Durchmesser) Wie lange müsste diese Strecke sein??>> Danke im Voraus!
Sternförmig aufgebaut würde ich 8 Lamellen einbauen die etwa der Strecke
eines Lüfters entsprechen. Sprich du setzt ein Kreuz ein welches den
Querschnitt vierteilt und dann um 45° verdreht ein weiteres ein, sodass
du deinen Querschnitt dann wie eine Pizza in 8 kleine Kanäle geteilt
hast. Das ist der einfachste Aufbau und funktioniert in der Praxis schon
sehr gut, wobei es natürlich noch weit von einem idealen Aufbau entfernt
ist.
Ansonsten wie gesagt vielleicht mit dem empfohlenen Scythe Ultrakaze
versuchen.
User123 schrieb:> PS. Ein Staubsauger am Fenster, wo das Rohr hinausgeleitet wird, kommt> natürlich nicht in Frage :) Es soll aber auch nicht so viel Luft gesaugt> werden, ich will ja nur den Rauch und nicht die Bauteile, die ich Löte,> absaugen :D
Und warum wirfst du >142 Jahre Erfahrung mit solchen Systemen einfach
über den Haufen?!
Nimm einen Radiallüfter vor dem Auslass und gut is.
Einen Kärcher MV3 (der noch billigere MV2 hat keinen
"Blasausgang/Anschluss") gibt es schon unter 60€. Fix und fertig mit
Ein- und Auslass im etwa passenden Duchmesser.
Die Leistung anzupassen ist nicht schwer:
Beitrag "Wie kann ich beim Staubsauger (Elektromotor) Leistung drosseln?"http://nothart-rohde.de/media/Downloads/staub.pdf
Ausserdem kann man mit den Dingern prima den Basteltisch abräumen!
Und wenn doch mal etwas reinhuscht, kann man es im Eimer noch halbwegs
wiederfinden.
Ob die Dämpfe nun im Rohr Kondensieren dürfte doch recht egal sein, da
muss eben hin und wieder ein 32mm Pfeifenputzer durch!
>Ob die Dämpfe nun im Rohr Kondensieren dürfte doch recht egal sein, da>muss eben hin und wieder ein 32mm Pfeifenputzer durch!
Stimmt prinzipiell!
Aber, wenn sich das iGitt an der Schlauchinnenseite abgesetzt hat, wozu
dann die saubere Luft noch nach draußen befördern?
Ein Filter lässt sich auch besser handhaben wie die Innenseite eines
Schlauches.
Noch schlimmer ist eigentlich nur ein innen rauer Schlauch.
Oh hoppla! Ich habe Gerüchte gehört, nach denen das auf die Schläuche
von Staubsaugern zutrifft.
Sebastian S. schrieb:> Ich habe Gerüchte gehört, nach denen das auf die Schläuche> von Staubsaugern zutrifft.
Ich hab aber nix davon gelesen, dass ihm jemand einen
Staubsaugerschlauch empfohlen hat...
Statt über Staubsauger und Schläuche zu spekulieren, kann man ja mal
ruhig rechnen.
Wir nehmen mal einen DC-Axiallüfter [1] mit den folgenden Parametern:
Druckdifferenz 75 Pa
Volumenstrom 100 m³/h
dazu das Rohr:
D = 32 mm
L = 2m
Wie man leicht nachrechnen kann, beträgt der Druckabfall bei diesem Rohr
522 Pa. Der Lüfter würde es also nicht schaffen. Auch nicht 2 Lüfter
oder 3 Lüfter ideal in Reihe. Welcher Volumenstrom stellt sich nun mit
einem Lüfter ein? Genau 29.1 m³/h. Wenn das reicht, ist alles OK.
Mittels des Skriptes (siehe Anlage) kann man nun bequem mit 2 oder 3
Lüftern in Reihe oder Parallel (wie es beliebt) rechnen.
[1]
http://www.ebmpapst.com/media/content/products_1/product_news/4400_fn/downloads_1/4400_FN_Datenblatt_DE.pdf
Thorsten Legat schrieb:> Wegen solchen Ignoranten stehen die USA heute am Abgrund...
Und wegen solchen wie du das Forum. Ich habe geschrieben, dass ein
Staubsauger nicht in Frage kommt. Aus vielen Gründen. (Stromverbrauch,
Platzbedarf, Lautstärke, Unhandlichkeit, Überdimensioniertheit, etc.)
Vor der Einsaugung wird auh noch ein Aktivkohlefilter eingebaut. Ein
einfacher von Reichelt. Der hält das Übelste ab. Trotzdem ist die Luft
nicht 100% sauber, daher die Beförderung ins Freie.
Für alle die wirklich geholfen haben, ein herzliches Danke! Werde über
Ergebnisse berichten!
User123 schrieb:> Leider konnte ich nur ein Rohr mit 32mm ins Freie legen, das Rohr ist> ca. 2m lang. Das lässt sich auch nicht ändern!
Dann kannst Du es eigentlich auch gleich sein lassen. Oder Du
installierst einen Staubsaugermotor (ja, so ein Ding mit > 1 kW
Leistung), dann bekommst Du durch den Strohhalm wenigstens etwas Luft
bewegt.
Jede sinnvolle Lösung braucht mehr Querschnitt. Viel mehr Querschnitt.
Wenn Du aber eh' einen Aktivkohlefilter vorsiehst, warum willst Du dann
noch nach außen blasen? Spar den Aufriss, nimm einen besseren
Aktivkohlefilter und blase die gefilterte Luft wieder in Deinen
Arbeitraum zurück.
Solange Du nicht vorhast, 32 Stunden am Tag dort rund um die Uhr zu
löten, und dazu obskures Giftlot verwendest, reicht das.
Rufus Τ. F. schrieb:> Dann kannst Du es eigentlich auch gleich sein lassen. Oder Du> installierst einen Staubsaugermotor (ja, so ein Ding mit > 1 kW> Leistung), dann bekommst Du durch den Strohhalm wenigstens etwas Luft> bewegt.
Ich weiß gar nicht wie man hier immer auf die Mähr mit dem Staubsauger
kommt? Warum eine Leistung von >1 kW? Ich dachte hier sind Techniker
unterwegs. Da wird nicht spekuliert, sondern gerechnet.
Also nochmals:
Rohr D=32mm
L=2m
Nehmen wir mal tatsächlich einen Volumenstrom eines 1 kW Staubsaugers
an, also ca. 100m³/h dann benötigen wir bei diesem Rohr eine
Druckdifferenz von 864 Pa. Das ergibt eine Fluidleistung von 24 W. Bei
einem unterirdischen Wirkungsgrad eines Axiallüfters von 20% sind das
also eine maximale elektrische Aufnahmeleistung von 120 W und nicht 1
kW! Kein Lüftungstechniker würde einen Staubsauger verwenden. Man nimmt
einen geeigneten Hochdruckventilator [1]
[1]
http://www.ventilatoren-belueftung.de/ventilatoren-rohrventilatoren-rohrventilatoren-hochdruckventilator-c-231_1607_1619/hochdruckventilator-ger-uscharm-100mm-p-15757
Hallo
lass es mal so sagen:
Wenn es mit kleinen Durchmesser und gleichzeitig leisen Lüftern
funktionieren würde, warum macht es dann nicht auch die Industrie oder
der Imbiss um die Ecke?
Große Mauerdurchbrüche, Kernbohrungen welche nur mit teuren und nicht
einfach zu handhabbaren Werkzeugen, also letztendlich nur durch einen
kostspieligen Handwerkbetrieb, gemacht werden können, sich dabei
zwangsweise ergebene Probleme mit den typischen Überraschungen die sich
bei so großen Bohrungen ergeben(Harte einzelne Steine, Stahlamierung,
Versorgungsleitungen)...
Das alles ist nicht Lustig, teuer und bringt zusätzlich auch noch
garantiert Probleme wenn man in der bescheidenen Situation ist nur ein
Mieter oder Besitzer einer Eigentumswohnung (die genau all die Negativen
Eigenschaften aus den beiden Welten aus Miete und Eigentum bietet -
"super" Sache...) zu sein.
Nein leider funktioniert es halt nicht, wie schon einige hier recht gut
erklärt haben.
Ich würde die Moschee im Dorf lassen und einfach "normal" löten - also
bei schönen Wetter einfach Fenster auf und einen natürlichen Durchzug
erzeugen, oder halt bei Kälte, nach der Lötaktion die Fenster
"aufreißen" sich einige schöne Minuten außerhalb des Zimmers machen und
dann wieder alle Fenster schließen und Heizung an - hat den Vorteil das
der Raum gleichzeitig gelüftet wurde.
mfg
Jemand
Hallo, du hast leider nicht geschrieben, ob das für eine gewerbliche
Geschichte ist. Wenn ja, dann würde ich es ganz schnell vergessen. Bei
der nächsten Begehung durch die Berufsgenossenschaft mußt du das doch eh
wieder abbauen. Von versicherungstechnischen Fragen will ich hier mal
ganz absehen.
Wenn privat, so hätte ich schon Sorgen, drei 100mm Rohre in eines von
100mm zusammenzuführen. An eine Reduzierung auf 32mm, selbst wenn es nur
die 30cm durch die Wand wären, würde ich im Traum nicht dran denken.
Aber Versuch macht kluch...
Viel Spass beim Saugen oder war es Saugblasen??
Rainer
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_von_Hagen-Poiseuille
Der Volumenstrom hängt linear von der Länge des Rohrs und von der
Druckdifferenz ab.
Und in der 4. Potenz!!!! vom Radius des Rohrs.
Also bringt "parallelschalten" von Lüftern die eh schon für einen
größeren Rohrdurchmesser gedacht sind genau nix!
In Reihe schalten erhöht zumindest den Gesamtdruck.
Aber die einzig sinnvolle Lösung hier dürfte eine Umluftfilterung sein,
zumal eh ein Aktivkohlefilter vorgesehen ist.
Warum dann auch noch nach aussen blasen?
Benutzt du auch Gürtel und Hosenträger um sicherzugehen?
Der Andere schrieb:> Und in der 4. Potenz!!!! vom Radius des Rohrs.
Wenn deine 4 Ausrufezeichen ein Synonym für die 4. Potenz sein sollen,
dann sind sie an dieser Stelle korrekt. Ansonsten sind die 4
Ausrufezeichen wenig hilfreich. Warum?
1.Dein zitiertes Gesetz von Hagen-Poiseuille gilt nur für laminare
Strömungen (linearer Strömungswiderstand). Eine einfache Berechnung der
Reynoldszahl zeigt, dass es sich um eine turbulente Strömung handelt.
2.Wie die Kennlinien eines Axialgebläses zeigen, können sie durch eine
Spanungsquelle mit linearem Innenwiderstand abgebildet werden. Diese
sind hier nicht zu vernachlässigen und tragen erheblich zur
Gesamtströmung bei.
3.Der Strömungswiderstand eines Rohres ist nichtlinear (in erster
Näherung quadratisch), so dass eine Abschätzung ob Reihen- oder
Parallelschaltung diese Eigenschaft berücksichtigen muss.
Lange Rede kurzer Sinn, wir rechnen wieder (LT-Spice, siehe Anhang):
geg. D=32mm, L = 2m, Axiallüfter aus [1]
2 Lüfter Reihenschaltung: 36.7 m³/h
2 Lüfter Parallelschaltung: 30.6 m³/h
1 Lüfter: 28 m³/h
Joe G. schrieb:> 3.Der Strömungswiderstand eines Rohres ist nichtlinear (in erster> Näherung quadratisch)
Zu welchen Eingangsparameter? Es gibt mehrere
Joe G. schrieb:> Lange Rede kurzer Sinn, wir rechnen wieder (LT-Spice, siehe Anhang)
Und du meinst daß man sich ggf. auf den Firmanrechner jetzt LT-Spice
installiert um die Rechnung irgendwie nachzuvollziehen.
Es wäre einfacher wenn du angeben würdest auf welche Gesetzmäßigkeiten
sich deine Rchnung beruft, zumal du Ergebnisse bis zur 3. Stelle
postest, was für mich impliziert daß man so genau rechnen kann.
Joe G. schrieb:> Ansonsten sind die 4> Ausrufezeichen wenig hilfreich. Warum?
Um nochmal deutlich zu machen, daß der am meisten begrenzende Faktor
hier der Durchmesser ist.
Zumal das eigentlich Problem nach Meinung einiger sowiso obsolet ist:
Rufus Τ. F. schrieb:> Wenn Du aber eh' einen Aktivkohlefilter vorsiehst, warum willst Du dann> noch nach außen blasen? Spar den Aufriss, nimm einen besseren> Aktivkohlefilter und blase die gefilterte Luft wieder in Deinen> Arbeitraum zurück.
Der Andere schrieb:> Zu welchen Eingangsparameter? Es gibt mehrere
Rohr: D=32mm L=2m
Fluiddichte: 1.2 kg/m³
Volumenstrom: 100 m³/h
Druckdifferenz: 75 Pa
Das ergibt eine Reynoldszahl von 72994 also > 2320 und somit deutlich
turbulent.
Der Andere schrieb:> Es wäre einfacher wenn du angeben würdest auf welche Gesetzmäßigkeiten> sich deine Rchnung beruft, zumal du Ergebnisse bis zur 3. Stelle> postest, was für mich impliziert daß man so genau rechnen kann.
Meine Berechnung des Strömungswiderstandes habe ich schon hier [1]
angegeben. In LT-Spice verwende ich für den Lüfter eine Spannungsquelle
mit Innenwiderstand. Dieser kann aus der Kennlinie [2] entnommen werden.
Das nichtlineare Widerstandsgesetzt beruht einfach auf dem dynamischen
Druckanteil der Bernoulli-Gleichung.
[1] Beitrag "Re: Rohrventillatoren in Serie"
[2]
http://www.ebmpapst.com/media/content/products_1/product_news/4400_fn/downloads_1/4400_FN_Datenblatt_DE.pdf
Wenn es klein und kompakt sein soll:
Kurz vor dem Auslass ein dünnes Rohr mit 6-8mm Durchmesser in den
Schlauch einbauen, so daß dessen Ende mittig etwa 20cm vor dem Ende des
32mm Rohres liegt und in die gleiche Richtung zeigt.
So wie im Anhang gezeigt.
Durch dieses dünne Rohr dann Pressluft blasen (6-10 Bar sollten schon
reichen)
Wenn es effektiv sein soll, kann man auch noch eine Verengung in dem
Bereich anbringen in dem das dünne Rohr endet.
SCNR
Frank
Frank B. schrieb:> Durch dieses dünne Rohr dann Pressluft blasen (6-10 Bar sollten schon> reichen)
Ja bestimmt, so einen Druckluftgenerator stellt sich doch jeder gern
neben seinen Arbeitsplatz...