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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Rohrventillatoren in Serie


Autor: User123 (Gast)
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Hallo!

Ich baue eine Absaugung für Lötdämpfe.

Leider konnte ich nur ein Rohr mit 32mm ins Freie legen, das Rohr ist 
ca. 2m lang. Das lässt sich auch nicht ändern!

Nun möchte ich drei 100mm Rohrventillatoren, je 15W benutzen, um eine 
ordentliche Strömung zu erzielen.
Es sind ganz normale aus dem Baumarkt, die man benutzt, um z.B. die Luft 
aus dem Bad oder WC zu saugen.

Übergang von 100mm auf 32mm erfolgt über einen ca 25cm langen Trichter.

Meine Frage ist, ob ich nun die drei einfach hintereinander schalten 
kann oder einen bestimmten Mindestabstand oder ähnliches einhalten muss, 
damit die Luft wieder wirbelfrei ist o.ä.

Danke im Voraus!!

Autor: Mani W. (e-doc)
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User123 schrieb:
> Meine Frage ist, ob ich nun die drei einfach hintereinander schalten
> kann oder einen bestimmten Mindestabstand oder ähnliches einhalten muss,
> damit die Luft wieder wirbelfrei ist o.ä.

Du meinst sicher mit "hintereinander schalten" die räumliche
Anordnung, nicht aber die Serienschaltung der Lüfter...

Autor: User123 (Gast)
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Ich meine damit, dass ich die drei einfach nacheinander ins Rohr 
einfüge, in Serie. Und meine Frage wäre, ob ich zwischen zwei Lüftern 
einen Abstand brauche, also ein Stück Rohr und wenn ja, wie lang.

Autor: Turbine (Gast)
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Konfus, mache mal bitte eine Zeichnung.

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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> Meine Frage ist, ob ich nun die drei einfach hintereinander schalten
> kann oder einen bestimmten Mindestabstand oder ähnliches einhalten muss,
> damit die Luft wieder wirbelfrei ist o.ä.


1. Ja, die Ventilatoren (ich nehme an es sind Axiallüfter) benötigen 
untereinander einen Mindestabstand oder sogar ein Leitsystem bei einer 
Reihenschaltung.

2. Warum willst du eine Reihenschaltung realisieren? Diese ist u.a. dann 
notwendig, wenn die Druckdifferenz zu niedrig ist oder der 
Strömungswiderstand der folgenden Komponenten zu hoch.

Autor: Dirk S. (Firma: Messtechnik Mittelstand) (schabadu)
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32mm Lichte Weite??
Da wird es sehr schwierig einen halbwegs vernünftigen Durchsatz zu 
realisieren.
Die 3 Lüfter hintereinander werden nicht viel mehr bringen als einer, 
das Druckgefälle eines solchen Axiallüfters ist einfach zu gering.
Die sind auf große Fördermenge bei geringem Druckunterschied 
konstruiert.
Bei deiner starken Verengung am Auslass hilft dir nur ein starker 
Radialverdichter Aussen (Turbolader).

Autor: User123 (Gast)
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Also es ist so, dass ich im Moment einen Axiallüfter und einen anderen 
Lüfter (auch 15W, ist wie ein PC-Lüfter, nur größer (110mm)) in Serie 
habe. Der Durchsatz ist natürlich nicht sehr hoch, aber jetzt schon 
brauchbar.

Nur ist der PC-Artige-Lüfter einfach zu laut. Drum will ich den durch 
einen weiteren Rohrlüfter ersetzen. Dann will ich noch mit einem dritten 
den Durchsatz verbessern.

Es soll ja kein Taifun werden. Er soll nur den Lötdampf absaugen...

Autor: Dirk S. (Firma: Messtechnik Mittelstand) (schabadu)
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User123 schrieb:
> Er soll nur den Lötdampf absaugen...

...aber der duftet doch so herlich, besser als Fichtennadeln.

Autor: Thorsten Legat (Gast)
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User123 schrieb:
> Nur ist der PC-Artige-Lüfter einfach zu laut.

User123 schrieb:
> Nun möchte ich drei 100mm Rohrventillatoren, je 15W benutzen, um eine
> ordentliche Strömung zu erzielen.
> Es sind ganz normale aus dem Baumarkt, die man benutzt, um z.B. die Luft
> aus dem Bad oder WC zu saugen.
>
> Übergang von 100mm auf 32mm erfolgt über einen ca 25cm langen Trichter.

Merkste Was?
Wenn die Dinger nicht frei heinzeln können, machen die einen Höllenlärm.

Da kannst du gleich einen Staubsaugermitor vor den Ausgang an die Wand 
flanschen. Ist bei reduzierter Leistung leiser.

Autor: Dirk S. (Firma: Messtechnik Mittelstand) (schabadu)
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Thorsten Legat schrieb:
> Da kannst du gleich einen Staubsaugermitor vor den Ausgang an die Wand
> flanschen. Ist bei reduzierter Leistung leiser.

Und DEUTLICH effektiver!

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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User123 schrieb:
> Drum will ich den durch
> einen weiteren Rohrlüfter ersetzen. Dann will ich noch mit einem dritten
> den Durchsatz verbessern.

Dein Ansatz funktioniert nicht ganz. Wenn du den Durchsatz 
(Volumenstrom, Massestrom) verbessern (vergrößern) möchtest, musst du 
die Lüfter parallelschalten. Eine Reihenschaltung der Lüfter bewirkt 
eine Druckerhöhung bei gleichem Volumenstrom.

P.S.: Mein Modell ist auch nicht ganz korrekt, die Lüfterkennlinien sind 
quadratisch und im Arbeitspunkt verschoben. Aber für einen einfachen 
Überschlag reicht die obige Annahme.

Autor: E. S. (pbr85)
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User123 schrieb:
> Also es ist so, dass ich im Moment einen Axiallüfter und einen anderen
> Lüfter (auch 15W, ist wie ein PC-Lüfter, nur größer (110mm)) in Serie
> habe. Der Durchsatz ist natürlich nicht sehr hoch, aber jetzt schon
> brauchbar.
>
> Nur ist der PC-Artige-Lüfter einfach zu laut. Drum will ich den durch
> einen weiteren Rohrlüfter ersetzen. Dann will ich noch mit einem dritten
> den Durchsatz verbessern.
>
> Es soll ja kein Taifun werden. Er soll nur den Lötdampf absaugen...

Welchen Druck schafft denn dein Lüfter bei welchem Volumenstrom bzw, 
welchen maximalen Druck bei Null Volumenstrom? Wahrscheinlich ist der 
Scythe Lüfter Ultra Kaze 120x120x38mm 3000rpm bei weitem stärker und 
trotzdem leiser als dein Lüfter.

Was die Reihenschaltung angeht, da brauchst wie schon erwähnt 
Leitschaufeln. Dein Lüfter erzeugt einen Luftstrom mit einem 
Drallanteil, während die Schaufeln des Lüfters darauf ausgelegt sind 
drallfreie Luft "anzusaugen". Du musst den Drallanteil also wieder 
"geradebiegen" mit Leitschaufeln. Idealerweise wären diese auch passend 
zum Drallanteil geformt damit dieser ganz sachte umgelenkt wird, aber 
auch schon einfach parallel zur Strömungsachse ausgeführte Lamellen sind 
effektiv bzw. ausreichend um mehrere axiale Lüfter in Reihe schalten zu 
können.

Damit können schon 3 einfache 120mm PC-Lüfter locker durch einen 
Industrie-AKF saufen oder drücken. Aber 32mm Rohrweite über 2m ist schon 
eine Herausforderung was den Druckanfall angeht, je nach gewünschten 
Volumenstrom.

: Bearbeitet durch User
Autor: Stefan (Gast)
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User123 schrieb:
> Leider konnte ich nur ein Rohr mit 32mm ins Freie legen, das Rohr ist
> ca. 2m lang. Das lässt sich auch nicht ändern!

Das ist ein typisches Staubsaugerrohr, da musst Du halt ein 800 W 
Staubsaugergebläse einsetzen. Bei einer Küchen-Dunstabzugshaube (ca 200 
W) kommt mit so einem Rohr schon nicht mehr viel durch, aber vielleich 
reicht es noch für Lötdämpfe. Aber Axiallüfter sind sinnlos.

Autor: User123 (Gast)
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Also mit technischen Daten wie Druck und Durchsatz kann ich leider nicht 
dienen, da mir einfach die Messgeräte dazu fehlen...

Ich kann nur sagen, dass ich sogar schon mit dem "PC-artigen-Lüfter" 
(15W) so viel saugen konnte, dass wenn ich eine Kerze ausgeblasen hab, 
der Rauch abgesaugt wurde. Nun würde ich 3x 15W Rohrventillatoren 
einbauen.

Ich sage ganz ehrlich, dass ich mich mit Strömungsmechanik so gut wie 
gar nicht auskenne.

Meine Idee war, dass ein Rohrlüfter ja Druck aufbaut. Natürlich braucht 
ein 32mm Rohr mehr Druck, als ein 100mm-Rohr, damit da ausreichend durch 
geht.

Wenn jetzt der erste Lüfter einen Druck aufbaut, hat der nächste Lüfter 
schon mal einen höheren Druck, den er dann weiter erhöht und der dritte 
hat einen noch höheren Druck und den erhöht er noch weiter, sodass am 
Anfang des Trichters ein entsprechend hoher Druck entsteht.

Bei einer Parallelschaltung müsste ja der Druck nur so hoch sein, wie 
nach einem einzigen, nicht?

Ich stelle mit den Lüfter wie eine Spannungsquelle vor und das Rohr wie 
einen Widerstand. Ist aber nur so ein Bauchgefühl bei mir. Wie gesagt, 
Strömungsmechanik ist nicht meine Stärke, ich bin Elektroniker.


Wie viele Lamellen müsste ich einbauen, um den Drall aus der Luft zu 
bekommen?
(Bei 100mm Durchmesser) Wie lange müsste diese Strecke sein??

Danke im Voraus!

Autor: User123 (Gast)
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PS. Ein Staubsauger am Fenster, wo das Rohr hinausgeleitet wird, kommt 
natürlich nicht in Frage :) Es soll aber auch nicht so viel Luft gesaugt 
werden, ich will ja nur den Rauch und nicht die Bauteile, die ich Löte, 
absaugen :D

Autor: ths (Gast)
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Wird das Rechnen schwierik, versuch es mit Empirik.

Autor: Sebastian S. (amateur)
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Oberhalb einer gewissen Länge wird das Ganze absurd.
Da schlägt sich der in der Abluft enthaltene Dampf an der Innenseite des 
Schlauches/Rohrs nieder.
Dagegen wiederum hilft nur eine sehr hohe Strömungsgeschwindigkeit.

Ich würde also sagen: "Vergiss es" und bitte die Abluft sich mal einen 
Filter von innen anzusehen.
Frag Deinen Staubsauger, der kennt sich damit aus.

Autor: E. S. (pbr85)
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User123 schrieb:


> Wenn jetzt der erste Lüfter einen Druck aufbaut, hat der nächste Lüfter
> schon mal einen höheren Druck, den er dann weiter erhöht und der dritte
> hat einen noch höheren Druck und den erhöht er noch weiter, sodass am
> Anfang des Trichters ein entsprechend hoher Druck entsteht.
>

Ist ja auch im Prinzip so bei einem idealen Lüfter, nur erzeugen reale 
Axiallüfter auch einen Drallanteil (Strömungsvektor steht senkrecht zur 
eigentlichen Strömungsrichtung) welcher dann die nachfolgende Stufe 
behindert. Daher braucht man Leitbleche um diesen Drallanteil wieder 
unter Druckgewinn aufzurichten.


> Wie viele Lamellen müsste ich einbauen, um den Drall aus der Luft zu
> bekommen?
> (Bei 100mm Durchmesser) Wie lange müsste diese Strecke sein??
>
> Danke im Voraus!

Sternförmig aufgebaut würde ich 8 Lamellen einbauen die etwa der Strecke 
eines Lüfters entsprechen. Sprich du setzt ein Kreuz ein welches den 
Querschnitt vierteilt und dann um 45° verdreht ein weiteres ein, sodass 
du deinen Querschnitt dann wie eine Pizza in 8 kleine Kanäle geteilt 
hast. Das ist der einfachste Aufbau und funktioniert in der Praxis schon 
sehr gut, wobei es natürlich noch weit von einem idealen Aufbau entfernt 
ist.

Ansonsten wie gesagt vielleicht mit dem empfohlenen Scythe Ultrakaze 
versuchen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Thorsten Legat (Gast)
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User123 schrieb:
> PS. Ein Staubsauger am Fenster, wo das Rohr hinausgeleitet wird, kommt
> natürlich nicht in Frage :) Es soll aber auch nicht so viel Luft gesaugt
> werden, ich will ja nur den Rauch und nicht die Bauteile, die ich Löte,
> absaugen :D

Und warum wirfst du >142 Jahre Erfahrung mit solchen Systemen einfach 
über den Haufen?!

Nimm einen Radiallüfter vor dem Auslass und gut is.
Einen Kärcher MV3 (der noch billigere MV2 hat keinen 
"Blasausgang/Anschluss") gibt es schon unter 60€. Fix und fertig mit 
Ein- und Auslass im etwa passenden Duchmesser.

Die Leistung anzupassen ist nicht schwer:
Beitrag "Wie kann ich beim Staubsauger (Elektromotor) Leistung drosseln?"
http://nothart-rohde.de/media/Downloads/staub.pdf

Ausserdem kann man mit den Dingern prima den Basteltisch abräumen!
Und wenn doch mal etwas reinhuscht, kann man es im Eimer noch halbwegs 
wiederfinden.

Ob die Dämpfe nun im Rohr Kondensieren dürfte doch recht egal sein, da 
muss eben hin und wieder ein 32mm Pfeifenputzer durch!

Autor: User123 (Gast)
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Danke! Den sternförmigen aufbau werd ich versuchen!

Autor: Thorsten Legat (Gast)
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Wegen solchen Ignoranten stehen die USA heute am Abgrund...

Autor: Sebastian S. (amateur)
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>Ob die Dämpfe nun im Rohr Kondensieren dürfte doch recht egal sein, da
>muss eben hin und wieder ein 32mm Pfeifenputzer durch!

Stimmt prinzipiell!
Aber, wenn sich das iGitt an der Schlauchinnenseite abgesetzt hat, wozu 
dann die saubere Luft noch nach draußen befördern?
Ein Filter lässt sich auch besser handhaben wie die Innenseite eines 
Schlauches.

Noch schlimmer ist eigentlich nur ein innen rauer Schlauch.
Oh hoppla! Ich habe Gerüchte gehört, nach denen das auf die Schläuche 
von Staubsaugern zutrifft.

Autor: Thorsten Legat (Gast)
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Sebastian S. schrieb:
> Ich habe Gerüchte gehört, nach denen das auf die Schläuche
> von Staubsaugern zutrifft.

Ich hab aber nix davon gelesen, dass ihm jemand einen 
Staubsaugerschlauch empfohlen hat...

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Statt über Staubsauger und Schläuche zu spekulieren, kann man ja mal 
ruhig rechnen.

Wir nehmen mal einen DC-Axiallüfter [1] mit den folgenden Parametern:
Druckdifferenz 75 Pa
Volumenstrom 100 m³/h

dazu das Rohr:
D = 32 mm
L = 2m

Wie man leicht nachrechnen kann, beträgt der Druckabfall bei diesem Rohr 
522 Pa. Der Lüfter würde es also nicht schaffen. Auch nicht 2 Lüfter 
oder 3 Lüfter ideal in Reihe. Welcher Volumenstrom stellt sich nun mit 
einem Lüfter ein? Genau 29.1 m³/h. Wenn das reicht, ist alles OK. 
Mittels des Skriptes (siehe Anlage) kann man nun bequem mit 2 oder 3 
Lüftern in Reihe oder Parallel (wie es beliebt) rechnen.

[1]
http://www.ebmpapst.com/media/content/products_1/p...

Autor: User123 (Gast)
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Thorsten Legat schrieb:
> Wegen solchen Ignoranten stehen die USA heute am Abgrund...

Und wegen solchen wie du das Forum. Ich habe geschrieben, dass ein 
Staubsauger nicht in Frage kommt. Aus vielen Gründen. (Stromverbrauch, 
Platzbedarf, Lautstärke, Unhandlichkeit, Überdimensioniertheit, etc.)

Vor der Einsaugung wird auh noch ein Aktivkohlefilter eingebaut. Ein 
einfacher von Reichelt. Der hält das Übelste ab. Trotzdem ist die Luft 
nicht 100% sauber, daher die Beförderung ins Freie.

Für alle die wirklich geholfen haben, ein herzliches Danke! Werde über 
Ergebnisse berichten!

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Wie groß ist denn die Elektronik-Fertigung, wenn man sich eine Absaugung 
mit Aussenanschluss bauen muss?

Autor: Stefan (Gast)
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User123 schrieb:
> Vor der Einsaugung wird auh noch ein Aktivkohlefilter eingebaut.

Dann geht erst recht nichts mehr durch!

Autor: daniel_düsentrieb (Gast)
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Der neugierige Bastler experimentiert hier mit einem Turbolader,
den man oft günstig beim Schrotthändler erwerben kann. Der dürfte
dann ordentlich was wegziehen!

https://de.wikipedia.org/wiki/Verdichter#/media/Fi...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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User123 schrieb:
> Leider konnte ich nur ein Rohr mit 32mm ins Freie legen, das Rohr ist
> ca. 2m lang. Das lässt sich auch nicht ändern!

Dann kannst Du es eigentlich auch gleich sein lassen. Oder Du 
installierst einen Staubsaugermotor (ja, so ein Ding mit > 1 kW 
Leistung), dann bekommst Du durch den Strohhalm wenigstens etwas Luft 
bewegt.

Jede sinnvolle Lösung braucht mehr Querschnitt. Viel mehr Querschnitt.

Wenn Du aber eh' einen Aktivkohlefilter vorsiehst, warum willst Du dann 
noch nach außen blasen? Spar den Aufriss, nimm einen besseren 
Aktivkohlefilter und blase die gefilterte Luft wieder in Deinen 
Arbeitraum zurück.

Solange Du nicht vorhast, 32 Stunden am Tag dort rund um die Uhr zu 
löten, und dazu obskures Giftlot verwendest, reicht das.

Autor: oszi40 (Gast)
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Aufwand und Nutzen?
1. Die 3 Rohrlüfter kosten mehr als ein Staubsauger
2. Wenn ein Lüfter zu wenig Luft bekommt, wird er auch zu wenig gekühlt.

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Dann kannst Du es eigentlich auch gleich sein lassen. Oder Du
> installierst einen Staubsaugermotor (ja, so ein Ding mit > 1 kW
> Leistung), dann bekommst Du durch den Strohhalm wenigstens etwas Luft
> bewegt.

Ich weiß gar nicht wie man hier immer auf die Mähr mit dem Staubsauger 
kommt? Warum eine Leistung von >1 kW? Ich dachte hier sind Techniker 
unterwegs. Da wird nicht spekuliert, sondern gerechnet.

Also nochmals:
Rohr D=32mm
L=2m

Nehmen wir mal tatsächlich einen Volumenstrom eines 1 kW Staubsaugers 
an, also ca. 100m³/h dann benötigen wir bei diesem Rohr eine 
Druckdifferenz von 864 Pa. Das ergibt eine Fluidleistung von 24 W. Bei 
einem unterirdischen Wirkungsgrad eines Axiallüfters von 20% sind das 
also eine maximale elektrische Aufnahmeleistung von 120 W und nicht 1 
kW! Kein Lüftungstechniker würde einen Staubsauger verwenden. Man nimmt 
einen geeigneten Hochdruckventilator [1]

[1] 
http://www.ventilatoren-belueftung.de/ventilatoren...

Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

lass es mal so sagen:

Wenn es mit kleinen Durchmesser und gleichzeitig leisen Lüftern 
funktionieren würde, warum macht es dann nicht auch die Industrie oder 
der Imbiss um die Ecke?
Große Mauerdurchbrüche, Kernbohrungen welche nur mit teuren und nicht 
einfach zu handhabbaren Werkzeugen, also letztendlich nur durch einen 
kostspieligen Handwerkbetrieb, gemacht werden können, sich dabei 
zwangsweise ergebene Probleme mit den typischen Überraschungen die sich 
bei so großen Bohrungen ergeben(Harte einzelne Steine, Stahlamierung, 
Versorgungsleitungen)...
Das alles ist nicht Lustig, teuer und bringt zusätzlich auch noch 
garantiert Probleme wenn man in der bescheidenen Situation ist nur ein 
Mieter oder Besitzer einer Eigentumswohnung (die genau all die Negativen 
Eigenschaften aus den beiden Welten aus Miete und Eigentum bietet - 
"super" Sache...) zu sein.

Nein leider funktioniert es halt nicht, wie schon einige hier recht gut 
erklärt haben.

Ich würde die Moschee im Dorf lassen und einfach "normal" löten - also 
bei schönen Wetter einfach Fenster auf und einen natürlichen Durchzug 
erzeugen, oder halt bei Kälte, nach der Lötaktion die Fenster 
"aufreißen" sich einige schöne Minuten außerhalb des Zimmers machen und 
dann wieder alle Fenster schließen und Heizung an - hat den Vorteil das 
der Raum gleichzeitig gelüftet wurde.

mfg

Jemand

Autor: guest...Rainer (Gast)
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Hallo, du hast leider nicht geschrieben, ob das für eine gewerbliche 
Geschichte ist. Wenn ja, dann würde ich es ganz schnell vergessen. Bei 
der nächsten Begehung durch die Berufsgenossenschaft mußt du das doch eh 
wieder abbauen. Von versicherungstechnischen Fragen will ich hier mal 
ganz absehen.
Wenn privat, so hätte ich schon Sorgen, drei 100mm Rohre in eines von 
100mm zusammenzuführen. An eine Reduzierung auf 32mm, selbst wenn es nur 
die 30cm durch die Wand wären, würde ich im Traum nicht dran denken.
Aber Versuch macht kluch...
Viel Spass beim Saugen oder war es Saugblasen??
Rainer

Autor: Der Andere (Gast)
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https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_von_Hagen-Poiseuille

Der Volumenstrom hängt linear von der Länge des Rohrs und von der 
Druckdifferenz ab.
Und in der 4. Potenz!!!! vom Radius des Rohrs.

Also bringt "parallelschalten" von Lüftern die eh schon für einen 
größeren Rohrdurchmesser gedacht sind genau nix!
In Reihe schalten erhöht zumindest den Gesamtdruck.

Aber die einzig sinnvolle Lösung hier dürfte eine Umluftfilterung sein, 
zumal eh ein Aktivkohlefilter vorgesehen ist.
Warum dann auch noch nach aussen blasen?
Benutzt du auch Gürtel und Hosenträger um sicherzugehen?

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Der Andere schrieb:
> Und in der 4. Potenz!!!! vom Radius des Rohrs.

Wenn deine 4 Ausrufezeichen ein Synonym für die 4. Potenz sein sollen, 
dann sind sie an dieser Stelle korrekt. Ansonsten sind die 4 
Ausrufezeichen wenig hilfreich. Warum?

1.Dein zitiertes Gesetz von Hagen-Poiseuille gilt nur für laminare 
Strömungen (linearer Strömungswiderstand). Eine einfache Berechnung der 
Reynoldszahl zeigt, dass es sich um eine turbulente Strömung handelt.

2.Wie die Kennlinien eines Axialgebläses zeigen, können sie durch eine 
Spanungsquelle mit linearem Innenwiderstand abgebildet werden. Diese 
sind hier nicht zu vernachlässigen und tragen erheblich zur 
Gesamtströmung bei.

3.Der Strömungswiderstand eines Rohres ist nichtlinear (in erster 
Näherung quadratisch), so dass eine Abschätzung ob Reihen- oder 
Parallelschaltung diese Eigenschaft berücksichtigen muss.

Lange Rede kurzer Sinn, wir rechnen wieder (LT-Spice, siehe Anhang):
geg. D=32mm, L = 2m, Axiallüfter aus [1]
2 Lüfter Reihenschaltung: 36.7 m³/h
2 Lüfter Parallelschaltung: 30.6 m³/h
1 Lüfter: 28 m³/h

Autor: Der Andere (Gast)
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Joe G. schrieb:
> 3.Der Strömungswiderstand eines Rohres ist nichtlinear (in erster
> Näherung quadratisch)

Zu welchen Eingangsparameter? Es gibt mehrere

Joe G. schrieb:
> Lange Rede kurzer Sinn, wir rechnen wieder (LT-Spice, siehe Anhang)

Und du meinst daß man sich ggf. auf den Firmanrechner jetzt LT-Spice 
installiert um die Rechnung irgendwie nachzuvollziehen.
Es wäre einfacher wenn du angeben würdest auf welche Gesetzmäßigkeiten 
sich deine Rchnung beruft, zumal du Ergebnisse bis zur 3. Stelle 
postest, was für mich impliziert daß man so genau rechnen kann.

Joe G. schrieb:
> Ansonsten sind die 4
> Ausrufezeichen wenig hilfreich. Warum?

Um nochmal deutlich zu machen, daß der am meisten begrenzende Faktor 
hier der Durchmesser ist.

Zumal das eigentlich Problem nach Meinung einiger sowiso obsolet ist:

Rufus Τ. F. schrieb:
> Wenn Du aber eh' einen Aktivkohlefilter vorsiehst, warum willst Du dann
> noch nach außen blasen? Spar den Aufriss, nimm einen besseren
> Aktivkohlefilter und blase die gefilterte Luft wieder in Deinen
> Arbeitraum zurück.

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Der Andere schrieb:
> Zu welchen Eingangsparameter? Es gibt mehrere

Rohr: D=32mm L=2m
Fluiddichte: 1.2 kg/m³
Volumenstrom: 100 m³/h
Druckdifferenz: 75 Pa

Das ergibt eine Reynoldszahl von 72994 also > 2320 und somit deutlich 
turbulent.

Der Andere schrieb:
> Es wäre einfacher wenn du angeben würdest auf welche Gesetzmäßigkeiten
> sich deine Rchnung beruft, zumal du Ergebnisse bis zur 3. Stelle
> postest, was für mich impliziert daß man so genau rechnen kann.

Meine Berechnung des Strömungswiderstandes habe ich schon hier [1] 
angegeben. In LT-Spice verwende ich für den Lüfter eine Spannungsquelle 
mit Innenwiderstand. Dieser kann aus der Kennlinie [2] entnommen werden. 
Das nichtlineare Widerstandsgesetzt beruht einfach auf dem dynamischen 
Druckanteil der Bernoulli-Gleichung.

[1] Beitrag "Re: Rohrventillatoren in Serie"
[2] 
http://www.ebmpapst.com/media/content/products_1/p...

Autor: Frank B. (frank501)
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Wenn es klein und kompakt sein soll:

Kurz vor dem Auslass ein dünnes Rohr mit 6-8mm Durchmesser in den 
Schlauch einbauen, so daß dessen Ende mittig etwa 20cm vor dem Ende des 
32mm Rohres liegt und in die gleiche Richtung zeigt.

So wie im Anhang gezeigt.


Durch dieses dünne Rohr dann Pressluft blasen (6-10 Bar sollten schon 
reichen)
Wenn es effektiv sein soll, kann man auch noch eine Verengung in dem 
Bereich anbringen in dem das dünne Rohr endet.

SCNR

Frank

Autor: Karl (Gast)
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Frank B. schrieb:
> Durch dieses dünne Rohr dann Pressluft blasen (6-10 Bar sollten schon
> reichen)

Ja bestimmt, so einen Druckluftgenerator stellt sich doch jeder gern 
neben seinen Arbeitsplatz...

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