für die Darstellung einer sehr großen Zahl bin ich auf der Suche nach einem 12 digit 7-Segment-LCD (die Displays von alten Taschenrechnern wären von den Abmessungen und der Funktionalität genau das was ich suchen würde). Kennt da jemand vielleicht etwas? Das größte 7-Segment-LCD was ich gefunden hab, ist leider nur ein 8-digit Display.
Der Grund warum ich explizit nach nem 7-Segment-LCD suche, ist der extrem geringe Stromverbrauch. ePaper Displays hab ich als Alternative auch ins Auge gefasst, aber die sind mir leider etwas zu langsam. Ansonsten würde mir noch ein Sharp Memory LCD einfallen - aber das fühlt sich irgendwie wie mit Kanonen auf Spatzen schießen an. Denn eigentlich möchte ich auf dem Display nur ne Zahl anzeigen, die sich recht oft ändert. Und das Ganze möglichst stromsparend, da batteriebetrieben.
Es gibt Displays die man anreihen kann. So wird aus 2 x 6 Digit
ein 12 Digit Display. Glyn vertreibt(/vertrieb?) LCDs in Deutschland.
Vielleicht mal dort fragen.
Oder in den Digikeykatalog gucken. :)
Edith:
U.U. musst du dich aber z.B. mit 14 Segmenten anfreunden.
Solche 14 Segment/8 Digit LCD habe ich mal bei Glyn bezogen.
Die ganze Displayzeile hatte dann 40 Zeichen.
Hat das schon mal jemand von euch gemacht? Ich kann mir schwer
vorstellen, dass das reverse engineering da so einfach ist
Ja, dauernd, für selbstgebaute Thermometer oder sonstige Anzeigen guckt man nach einem billigen Fertiggerät, baut das Display aus, misst welche Spannungen vom Steuerschaltkreis angelegt werden, und Überraschung: es tut dasselbe wenn man dieselben Spannungen anlegt.
Ja, es sind Wechselspannungen mit bis zu 4 Leveln und man braucht viele I/O, oder einen dedizierten Steuerschaltkreis wie PCF85176T
Wenn du ganz krass drauf bist, nimmst du ein Flipdot Display. Das ist wie epaper nur gröber. Könnte dir die entsprechenden Module bereitstellen. (vielfaches von 7x14 dots) + Treiber. Kann direkt über UART oder SPI mit Bilddaten gefüttert werden.
Aber bei Glyn oder Clover mal nach einem 12 Digit COG zu fragen
kostet ja nichts. Auch die Taschenrechnerdisplay wachsen ja nicht
an Baeumen. Die haben aber keine Pins. :)
Trotz 3D Drucker und dadurch vernünftige Passung für ein Zebra-Display durch Gehäuse nach Maß schreckt mich persönlich das auch davon ab auf Verdacht mal bei den 40 Räubern ein Billiggerät zum Ausschlachten zu kaufen. Und was ist, wenn das Display über Folie verklebt ist?
Ja, wenn man wuesste wie die Montage gedacht ist.
Ich weiss es nicht. Moegliche Szenarien:
#1) Im schlimmsten Fall muss der Kleber mit einer beheizten Pressschiene
aufgeschmolzen und das Kabel angepresst werden.
#2) Im einfachsten Fall muss man nur eine Schutzfolie entfernen, und
kann mit einem Roller/Rakel den Anschluss aufrollen/montieren.
Pins fand ich deshalb auch besser, :) weil es wird wohl eher #1 sein.
Vielleicht finde ich von den damals benutzten LCD noch ein Exemplar.
Edith:
Wenn man ein so verklebtes Display "herausrupft", hat man vermutlich
nur Schrott produziert. Weil Teile der Kontaktierung haengen bleiben.
Hi Bernhard, ich habe eine ganze Kiste solcher Displays, uralt aber ungebraucht, als LCD und VFD. Die LCD sind ungetestet, von den VFD habe ich schon einige genutzt: sind ok.
Versand gegen frankierten Rückumschlag mit 5€ drin.
Ja, dauernd, für selbstgebaute Thermometer oder sonstige Anzeigen guckt
man nach einem billigen Fertiggerät, baut das Display aus, misst welche
Spannungen vom Steuerschaltkreis angelegt werden, und Überraschung: es
tut dasselbe wenn man dieselben Spannungen anlegt.
ok, da sind unsere Definitionen von "einfach" wohl etwas verschieden ;-). Aber Respekt dafür!
Aber bei Glyn oder Clover mal nach einem 12 Digit COG zu fragen
kostet ja nichts.
Stimmt, das könnte ich echt mal machen - danke!
Ca. 0,5mA für ein DOT-Matrix-Display 1*16 ist zu viel?
jep, leider.
Hi Bernhard, ich habe eine ganze Kiste solcher Displays, uralt aber
ungebraucht, als LCD und VFD.
Die VFD würden mir (ebenso wie die uralten Bubble Displays) von der Form und dem Stil extrem gut gefallen - aber die brauchen leider viel zu viel für meinen Anwendungsfall. Die LCDs sind aber echt interessant. Hättest du vielleicht auch noch die Höhe von einem Segment bei der Hand?
Für meinen Use Case jetzt nicht ganz so interessant, aber ich hab mir gedacht ich teile es hier trotzdem, falls den Thread mal jemand findet: https://www.youtube.com/watch?v=ZA5vlDdpbkw
Das Fertigen von Custom LCD Segmenten (Prototypen) ist gar nicht mal so teuer - hätte da mit wesentlich mehr gerechnet.
VFDs sind nun gerade der diametrale Gegenentwurf zu dem, was hier
gesucht wird, denn die verbrauchen richtig fett Strom.
Und? Ich habe ihm doch das LCD angeboten. Gelesen? Verstanden? Die VFD habe ich nur am Rande erwähnt, auch falls es sonst noch jemand interessiert. Nichts für Ungut, danke für die Belehrung!
Danke, das wird definitiv meine Backup Lösung! Die Displays die ich bisher so gefunden hab, waren vom Abstand links und rechts nicht ganz symmetrisch, da hätten zwei Displays nebeneinander wohl bisschen komisch ausgeschaut. Aber wenn man da den Rahmen runtergibt, dann könnte das glaub ich ganz gut aussehen.
Es gibt ein 12stelliges LCD, habe nur keine Bezugsquelle, aber immerhin
einen Hersteller und eine Typenbezeichnung. Guckst du hier:
Vielen Dank! Anscheinend gab es da früher einige Displays mit der Bezeichnung KTM-S1201 bei ebay (zumindest hab ich da jetzt einige alte ebay Links gefunden).
Ich hab jetzt auch mal paar Händler auf aliexpress angeschrieben, vielleicht hab ich ja dort Glück.
Das ELV-Gerät hatte stolze Preise, gerade noch in DM:
Komplettbausatz 499 DM, Fertiggerät 998 DM. Den LCD-Service habe ich in den nächsten Heften nicht entdeckt.
Vier 3-stellige Module wären ideal. So große Zahlen muss man nämlich in Dreiergruppen unterteilen. Dafür ist ein Zwischenraum praktisch genauso gut wie ein Punkt. Bonus: Der Kontrast ist viel besser als bei einem 12-stelligen mit 4 Spannungspegeln und man braucht keinen Spezialtreiber.
Man sollte dennoch einen solchen oder einen uC mit LCD Peripherie verwenden. Wenn es um Stromsparen geht, erledigt der Controller seine Arbeit mit deutlich weniger Strom als wenn der Prozessor regelmäßig aus seinem Tiefschlaf gerissen wird, nur um AC zu erzeugen. Nennt sich dann Sparen am falschen Ende. Und bei 12 Stellen zu 7 Segmenten plus Punkt sind wir bei 96 Pins bei statischer Ansteuerung. Da musst Du erstmal einen Prozessor mit so vielen IOs finden. Punkte weglassen hilft auch nicht so viel.
Auf Alibaba: Fabrik Herstellung Nach Monochrome 7 Segment 4, 5, 6,12, 20,22 Digits TN LCD Display
https://x.alibaba.com/AvNC72?ck=pdp
Kannst ja interessehalber mal nachfragen, was das kosten würde und ob die günstig über EMS nach Deutschland senden.
Man sollte dennoch einen solchen oder einen uC mit LCD Peripherie
verwenden.
Ja, natürlich. Erstens hätte ich schreiben sollen "braucht nicht unbedingt einen" und zweitens ist alles, was mit PCF85 anfängt kein Spezial-IC ;) Dann kannst du z.B. 3 bis 4 PCF85162 nehmen. Wenn's unbedingt der uC machen soll: Digikey hat alleine 24 verschiedene STM32L im LQFP-144 auf Lager :)
habe vor kurzem einen alten Telekom Receiver zerlegt, der hatte wohl keine 7 Segmente mehr aber ein komplettes Display 2x12 (5x7) und scheinbar aber Spi.
Mich wundert an der Funkschau-Anleitung, dass man die Elektroden auf dem leitfähigen Glas anlöten kann.
Und dass ein LCD je nach anliegender Spannung wechselnde Farben liefert, und außerdem die Hitze eines Diaprojektors verträgt.
Selberätzen war dafür noch nicht nötig, es hat ja nur zwei Anschlüsse.
Kurz gesagt, Glas mit Indium-Zinn-Oxid Leitbeschichtung wie eine
Kupferplatine beschichten, belichten und ätzen
Damit ein /brauchbares/ Display hinzubekommen halte ich für ... eine
Herausforderung.
Das kennen Benutzer alter Flukis gut aus eigener Erfahrung. :)
Aber mittlerweile scheint man das ja im Griff zu haben.
Und gluecklicherweise findet man sogar dauerhafteren Ersatz,
der ohne Zebras auskommt.
Problem sind heute eher abgeloeste leitfaehig verklebte Verbinder.
Edith: @TO
Wenn sich bei der Beschaffung etwas ergibt, waere das sicher auf
fuer andere interesant.