HD44780 14char ohne Backlight gegen 16char mit Backlight

Gast #5177639
Hi,

ich habe ein Instrument von Kawai, welches eine Dotmatrix ohne 
Hintergrundbeleuchtung verwendet. Gerne würde ich diese zwecks besserer 
Lesbarkeit gegen eine mit Beleuchtung tauschen.

Der Chip dieser Matrix besitzt die Bezeichnung HD44780A00. Die Platine 
hat 14 Eingänge, von welcher alle belegt/verdrahtet sind.

Nun möchte ich diese Matrix gerne gegen folgende tauschen: 
https://www.amazon.de/Zeichen-Display-HD44780-Backlight-Arduino-Blau/dp/B009GEPZRE

Laut einer Website für den Raspi sind die ersten beiden Pins GND und 
5v+. Das meine Platine im Instrument nur 14 Pins besitzt, führe ich 
daher auf die fehlende Beleuchtung zurück, da Pin 15 und 16 ebenfalls 
GND und +5V für die LED sind (Anode/Kathode). LinK: 
https://www.schnatterente.net/technik/raspberry-pi-32-zeichen-hitachi-hd44780-display

Frage nun: Kann ich mittels Verbindung von Pin 2 und 15 diese Matrix 
nutzen, oder könnte dies Probleme in irgendeiner FOrm bereiten? Ich habe 
dazu einmal ein paar Fotos der Originalplatine beigefügt.

vG
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics)
Julian schrieb:
> Ich habe
> dazu einmal ein paar Fotos der Originalplatine beigefügt.

Mit Hilfe des HD44780 Datenblattes kannst du ja einfach die Belegung des 
Originals rausschreiben und dann mit dem neuen Display vergleichen. Die 
Reihenfolge von rechts nach links ist nämlich ab und zu mal verdreht.

Wenn du das hast, vergleiche die Position der Schraubenlöcher. Die 
müssen natürlich auch passen.
Dann kannst du das Display von der Versorgung des LCD mit beleuchten, 
wenn du die im DB des neuen Displays vorgeschlagenen etwaigen 
Vorwiderstände verbaust. Anode = Plus, Kathode = Minus/Masse.
Die Hintergrundbeleuchtung der HD44780 Displays besteht oft aus den 
blanken LEDs an den genannten Pins, ohne Widerstand zur Strombegrenzung. 
Einfach mit VCC/GND verbinden tötet die LEDs dann. Welcher Strom 
erforderlich ist steht im Datasheet vom Display. Hat man kein 
Datasheet...

Der Strom für die LEDs kann recht beträchtlich sein, je nach Display und 
gewünschter Helligkeit. Bei Umbau eines bestehenden Gerätes ist das zu 
beachten.
Gast
Hi

>Mit Hilfe des HD44780 Datenblattes kannst du ja einfach die Belegung des
>Originals rausschreiben und dann mit dem neuen Display vergleichen.

Was hat das Datenblatt vom HD44780 mit de Beleuchtung des Displays zu 
tun?

Einfach VCC mit Anode und GND mit Kathode der Beleuchtung verbinden. In 
eine der Verbindungen den Vorwiderstand für die Beleuchtung einfügen. Da 
braucht es kein Datenbatt des Displaycontrollers.

>https://www.schnatterente.net/technik/raspberry-pi...

Auf Schnatterinchen würde ich da nicht vertrauen.

MfG Spess
spess53 schrieb:
> Was hat das Datenblatt vom HD44780 mit de Beleuchtung des Displays zu
> tun?

Die Pins der Beleuchtung sind die einzigen, die nicht am HD enden. ;-)

Aber hier gehts wohl eher um die Frage, ob die 14 Pins des bestehenden 
Displays der üblichen Belegung entsprechen. Ich habe ein paar mit 
zweireihigem Anschluss. Da hängt das davon ab, ob man von oben oder 
unten rangeht. Von unten ists wimre verkehrt herum. ;-)
Gast
HI

>Das Modul benötigt noch einen 50K Trimmer für den Kontrast...

Üblich sind 10...15k.

>Das LCD das du ersetzen möchtest... ist das Einzeilig mit 16 Zeichen?

Eigentlich sind es meist 2x8 zweizeilig.

MfG Spess
Gast
Michael B. schrieb:
> Julian schrieb:
>> Kann ich mittels Verbindung von Pin 2 und 15 diese Matrix nutzen
>
> Die Hintergrundbeleuchtung will selten 5V direkt sondern meist 5V über
> einen Vorwiderstand sehen.

Das ist ja leicht zu sehen, ob bereits ein Vorwiderstand verbaut ist.
Ich vermute mal, dass (fast) alle heute produzierten Module direkt von 
5V laufen, speziell die mit "coolen" Farben und stromsparendem 
Side-Backlight.  Mit einem Zusatz-Widerstand sind solche Displays dann 
zu dunkel.

http://www.artronic.com.pl/o_produkcie.php?id=1092

Wie der Kollege sagte, schau mal ob bei LED_A/LED_K ein Widerstand zu 
sehen ist.

Dein Display ist ein "Fake-16x1" (2x8 nebeneinander). Das hat man so 
gemacht um sich den zusätzlichen Spaltentreiber zu sparen.   So gut wie 
alle heute verkauften 16x1 Display sind von diesem Typ.

Da das Display sowieso an Kabeln hängt, ist es auch egal, ob die 
Anschlüsse oben oder unten sind.

Ein passendes Display wäre z.b. das hier, falls es mechanisch passt:
https://www.aliexpress.com/item/Blue-Blacklight-1601-16x1-Character-LCD-Display-Module/32780997445.html?
Gast
Hallo zusammen,

erstmal danke für die zahlreichen Feddbacks.

Um es kurz zu machen: Natürlich weiß ich nicht, ob die Pins dort anders 
belegt sind als wie es bei der Ersatzplatine der Fall ist. Das einzige 
was ich prüfen könnte wäre +5v via Multimeter. Für die anderen Pins wäre 
trial and error angesagt. Imzweifelsfall würde halt nur Kudawelsch dort 
stehen.

Hinsichtlich der LED hatte ich auch an den Strombedarf gedacht. Ob der 
ausreicht kann ich nicht sagen. Da hilt wohl nur messen.

Das Display zeigt übrigends immer nur eine Zeile an. Ob das jetzt 2x8 
oder 1x16 sind übersteigt ebenfalls meine Kenntnisse. Das Manual aht 
auch keinen Hinweis auf die Hardware. Die Module sind jetzt auch nicht 
sooo teuer, dass einFehlkauf mich in den finanziellen Ruin treiben 
würde.

Ich denke sinnvoll wäre es, erst mal zu messen, wieviel Ampere dort 
ankommen und dann zu gucken, ob ein 2x8 Display funktioniert. Kann ich 
dann das von AMazon benutzen oder ratet ihr zu einem anderen?

Ach ja: Könnt ihr ein gutes Multimeter empfehlen? Es sollte natürlich 
kein Biligteil sein aber auch zwangsweise kein Fluke.

Gruß,
J.
Persönliche Seite
Julian schrieb:
> Das einzige was ich prüfen könnte wäre +5v via Multimeter. Für die
> anderen Pins wäre trial and error angesagt.

Nein. Du kannst auch ausmessen, welcher Anschluss des HD44780 mit den 
Anschlüssen der Displayplatine verbunden ist. Dazu musst Du Dir die 
Pinbelegung des HD44780 ansehen, Dir die relevanten Signale 'raussuchen 
und mit einer Widerstands- oder Durchgangsmessung messen.

Ist keine Raketenwissenschaft, und besser als "trial and 
error"-Gefrickel.
Julian schrieb:
> Ach ja: Könnt ihr ein gutes Multimeter empfehlen? Es sollte natürlich
> kein Biligteil sein aber auch zwangsweise kein Fluke.

Pssst!
"Sowas darfst du hier nicht frage. Willst du eine Schlägerei auslösen?"
:)


Julian schrieb:
> Das einzige
> was ich prüfen könnte wäre +5v via Multimeter.

Das und die Hintergrund LED über einen Widerstand anschließen, reicht.
Falls die Datenleitungen falsch angeschlossen sind, geht nichts kaputt. 
Selbst Kurzschlüsse sollten da keinen Schaden anrichten.


> Ich denke sinnvoll wäre es, erst mal zu messen, wieviel Ampere dort
> ankommen

Bei dem Satz, so ohne Kontext, läuft's mir kalt über den Rücken!


EDIT:
Rufus Τ. F. schrieb:
> Ist keine Raketenwissenschaft, und besser als "trial and
> error"-Gefrickel.

Wo er recht hat, hat er recht, gelle. |-}
Gast
Teo D. schrieb:

> Pssst!
> "Sowas darfst du hier nicht frage. Willst du eine Schlägerei auslösen?"
> :)

Die findet hier doch bereits statt XD


>> Ich denke sinnvoll wäre es, erst mal zu messen, wieviel Ampere dort
>> ankommen
>
> Bei dem Satz, so ohne Kontext, läuft's mir kalt über den Rücken!

Ähm, wie soll ich den Vorwiederstand denn ohne Ampere berechnen, wenn 
ich nur Betriebsspannung und Durchlasspannung kenne? Ich meinte den 
Strom, der am Display sowieso derzeit ankommt, um diesen dann von Pin 1 
bzw. 2 uf 15/16 zu überbrücken.
(Firma: matzetronics)
Rufus Τ. F. schrieb:
> Dazu musst Du Dir die
> Pinbelegung des HD44780 ansehen, Dir die relevanten Signale 'raussuchen
> und mit einer Widerstands- oder Durchgangsmessung messen.
>
> Ist keine Raketenwissenschaft, und besser als "trial and
> error"-Gefrickel.

So isses, das meinte ich mit meinem Beitrag über Belegung und 
Datenblatt. Hättest du ein weniger schattiges Foto der Chipseite des 
Displays gemacht, könnte ich dir sogar die Belegung sagen. Das sieht 
alles recht übersichtlich aus.
Gast
Kurzes Feedback:

Das 16x1 Display funktioniert einwandfrei. Musste nur von Pin 1 (GND) 
und 2 (+5V) eine Brücke nach Pin 15/16 löten. Die entsprechenden 
Wiederstände für die LEDs sind bereits auf der Platine verbaut.

Gruß,
J.
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