Hallo,
ich habe mir in LTSpice ein ein Potentiometer gebastelt.
Nun ergeben sich in der Simulation Probleme.
Ich verwende mein Poti mit als einstellbaren Basisspannungsteiler eines
Transistors.
Der subckt des Potis lautet:
.subckt Poti 1 2 3
R1 1 3 R= R_ges * w
R2 3 2 R= R_ges * (1-w)
.ends
w ist die Weite wie weit das Potiaufgedreht wird.
Wenn ich beliebige Werte zwischen 0 und 0.99 für w einsetze, dann
funktioniert das Poti wie gewünscht.
Verwende ich nun für w den Wert 1, die Basis somit auf Masse, dann
funktioniert die Simulation nicht mehr.
LTSpice rechnet und rechnet und rechnet, meist brech ich nach ca 5
Minuten ab.
Kennt jemand das Problem? Liegt es an meinem Modell?
Wenn w 1 ist, hat das zur Folge, dass der R2 null wird. In Spice müssen
aber Widerstände immer Größer als null sein (bei w=0 sollte deswegen
eigentlich auch probleme machen).
Du musst die Formel nur etwas erweitern, so dass R1 und R2 eben nie ganz
null werden.
Alternativ kann man ein Poti aber auch mit gesteuerten Quellen
nachbilden, dann hat man das Problem nicht und man hat zusätzlich die
Möglichkeit den Wert während der Laufzeit zu ändern.
In SPICE darf ein Widerstand nicht 0 Ohm haben.
Um das sicherzustellen könntest du w auf einen Wert > 0 begrenzen.
* This is the potentiometer
* ___
* 1--|_____|--2
* |
* 3
*
.SUBCKT potentiometer 1 2 3
.param w=limit(wiper,1m,.999)
R0 1 3 {Rtot*(1-w)}
R1 3 2 {Rtot*(w)}
.ENDS
Franz F. schrieb:> Ich hätte noch ne kleine Frage an dich..> Kenn mich noch nicht besonders aus, wie kannst du das Poti in das> Programm einbinden?>> mfg
Hi, :-)
das würde mich auch sehr interressieren.
Hat jemand vielleicht ein asc-File mit einem Poti?
Hallo,
Hier mal ein Beispiel.
Einfach in irgend ein Verzeichnis entpacken.
Helmut
PS: Es gibt ein internationales Forum für LTspice.
http://tech.groups.yahoo.com/group/LTspice/
helmuts schrieb:> Hallo,>> Hier mal ein Beispiel.> Einfach in irgend ein Verzeichnis entpacken.
Hab's mal ein bisschen umgestrickt (dem europäischen Widerstandssymbol
angepasst und die Pins beschriftet).
Hallo,
Ein Modell einbinden geht ganz einfach!
1. LTSpiceIV öffnen
2. Modell z.B. potentiometer.sub in das Fenster ziehen.
3. Mit dem Cursor auf die Zeile ".SUBCKT potentiometer 1 2 3" gehen
4. Rechte Maustaste drücken -
Es erscheint ein Menü, darunter der Menüpunk "Create Symbol"
5. F E R T I G!!
Das Symnbol, ein Rechteck mit allen erforderlichen Anschlüssen, braucht
nur noch umgezeichnet zu werden. Dazu können das Menü "Draw" undd auch
die üblichen Funktionen zum ziehen, verschieben, kopieren verwendet
werden. Dabei mussen unbedingt die im Modell festgelegten
Anschlussnummern beibehalten werden!
Mittels "Edit Attributes Edit Attributes" kann dann noch in der sich
öffnenten Eingabebox neben "Description" eine Erläuterung eingegeben
werden, welche bei der Auswahl für die Schaltung dann sichtbar wird z.B.
<Potentiometer, .incl potentiometer.sub verwenden!>
Vielleicht war das eine Hilfe für künftiges Einfügen von neuen Modellen?
Gruss
Ottmar
Thomas Neumann schrieb:> Von wegen "fertig". Da hast du zwar ein neues Symbol, das du in deine> Schaltung einfügen kannst. Nur leider noch ohne jede Funktion. :-)
Bei mir funktioniert es - das Modell ist nach o.g. Verfahren bereits
fertig mit dem Symbol verbunden. Natürlich muss LTSpice neu gestartet
werden, damit das Programm das Symbol "lernt"
Ottmar
Leider hat's die wichtigste Funktionalität nicht übernommen:
SYMATTR Value Rtot=10K wiper=.5
Also dass du den Wert in der Schaltung noch verändern kannst. So steht
er eben auf 10k, wenn überhaupt.
Intelligenter Beitrag von Davis !
Aber im Ernst
Es ist eigenartig:
Macht man zwei Spannungsteiler mit Poti (R=1K w=0.34) und einmal
mit Festwiderstand 340 Ohm dann stimmts !
Gruß Peter
Hallo Peter, wenn du die x-Achse auf 1-w stellst, dann bekommst du genau
bei 1-w=0,34=340Ohm den Schnittpunkt. Das passt doch alles.
Wenn man dann noch mit den Einheiten multipliziert, dann bekommt man
Ohm.
(1-w)*1k*1V/1A
Nachtrag: Da ich keinen BF245A habe, habe ich den 2N4416 zum simulieren
genommen.
Peter Petrov schrieb:> Ja-Danke Du hast recht - ich "Id.." hab die X-Achse auf 1K*w gehabt
Wie du siehst, braucht man nur nachzudenken, schon kommt die
Erleuchtung.