Kann mir jemand diese Schaltung erklären (Vorverstärker mit Kondensator-Mikrofon)

OP #2254718
Lesenswert?

Hey Leute :)

Ich muss bis spätestens morgen diesen Schaltplan erklären können, aber 
das verwirrt mich total!
Ich hoffe jemand kann mir den ausführlich erklären, wäre super nett.

Ihr wisst ja bestimmt auch wie ich meine:
z.B.: Der Strom fließt über den 10kΩ Widerstand....
Und, was da dann eben passiert.

Freue mich schon auf eure Antworten
Vielen Dank im Voraus
Lg Janosch :)
Gast #2254741
Lesenswert?

Tipp die Schaltung einfach in einen Simulator wie beispielsweise TINA 
von Texas Instruments ein und schau dir an, welche Signale du an den 
verschiedenen Punkten erhälst, wenn du ein 1kHz/1mV-Signal auf den 
Eingang gibst.
Gast #2254747
Lesenswert?

Janosch Krieger schrieb:
> Ich muss bis spätestens morgen diesen Schaltplan erklären können
  oha...

Janosch Krieger schrieb:
> aber das verwirrt mich total!
  was das du das machen musst?

Janosch Krieger schrieb:
> Ich hoffe jemand kann mir den ausführlich erklären
>> Ich muss bis spätestens morgen diesen Schaltplan erklären können

Du bist sicherlich kein Steinversetzungstechniker das du gar nichts 
weisst, oder? Stell kokrete Fragen!!! Siehe 
http://www.mikrocontroller.net/articles/Netiquette


Knut
Gast #2254761
Lesenswert?

Knut schrieb:
> Würd mich aber auch mal interessieren warum man die Basis von T1 mit der
> Gegekopplung von T2 vorspannt und nicht mit nem "normalen"
> Spannungsteiler?

Minimierung des Einflusses von Temperatur (Ube Transistor) und 
Betriebsspannungsänderungen auf den Arbeitspunkt.
Gast #2254764
Lesenswert?

Knut schrieb:
> Würd mich aber auch mal interessieren warum man die Basis von T1 mit der
> Gegekopplung von T2 vorspannt und nicht mit nem "normalen"
> Spannungsteiler? MaWin? Ina schon zusammen geklickt?

Dadurch hat man eine Gleichstromgegenkopplung über beide Trensistoren. 
Das dient der Temperatur- und Verstärkungsfaktortoleranzkompensation.
Man spart sich damit ein Koppel-C zwischen T1 und T2.

Nächste Frage bitte.
Gast #2254765
Lesenswert?

Die eine Seite des Mikrofonkondensators schwingt durch die Auftreffenden 
Tonschwingungen.
Die Kapazität ändert sich, so dass die vorher durch R1 aufgebrachte 
Ladung(Q=constant) eine Spannungsänderung am Kondensator zur Folge hat. 
(Q=C*U)

Diese Spannungsänderung wird bei NF eingespeist und ohne 
Gleichspannungsanteil durch C1 auf die Basis von T1 übertragen. Die 
Spannung am Emiter von T1 ist ~Basisspannung(sänderung), so dass an R5 
auch eine entsprechende Stromänderung dI entsteht.

Die gleiche Stromänderung (1/ß-Anteil an der Basis kann vernachlässigt 
werden) findet man auch an R2. Die Spannung am Kollektor ändert sich 
somit um R2*dI Daraus ergibt sich eine Spannungsverstärkung von R2/R1.

T2 verstärkt um den Faktor R3//R6||Rc). Der Widerstand R4 ist wichtig. 
Darüber wird der Arbeitspunkt von T1 und somit auch der ganzenSchaltung 
stabilisiert. Die 10pF-kondensatoren unterdrücken HF.

Das Poti P1 dient als Lautstärkeregler.
Gast #2254766
Lesenswert?

Knut schrieb:
> Würd mich aber auch mal interessieren warum man die Basis von T1 mit der
> Gegekopplung von T2 vorspannt und nicht mit nem "normalen"
> Spannungsteiler?

Weil dadurch der Gleichstromarbeitspunkt der direkt gekoppelten Stufen 
stabilisiert werden kann.
Gast #2254779
Lesenswert?

Die Schaltung eignet sich nur für Elektret-Mikrofone, deren 
Ausgangsgleichspannung grösser wie die Basisgleichspannung von T1 ist.
Das erkennt man an der Polarität von C1.
OP #2254786
Lesenswert?

Ok, das stimmt, was ich geschrieben habe kann ziemlich verwirren!

Mich verwirrt natürlich der Schaltplan!!
Bekommt das einer von euch hin, den zu erklären?

Und was ich noch vergessen habe war, dass ich ihn nicht auswendig können 
muss, sondern die Erklärung des Schaltplans bis morgen auf dem Blatt 
haben sollte, aber bis übermorgen würde auch noch gerade so reichen.

Ich bin mir sicher, dass es nicht so schwer zu erklären ist, wenn man 
genug Vorwissen hat, aber das habe ich leider nicht!

Hoffe es bekommt einer hin, sie zu erklären!
Wie gesagt, wäre echt dankbar!
Lg Janosch
Gast #2254827
Lesenswert?

Janosch Krieger schrieb:
> Bin echt verzweifelt deswegen, würde es ja auch gern selbst machen!!
> Bleibt mir eine Alternative?

Vor 30 Jahren hatte ich die gleichen Probleme.
Da gabs kein Internet.
Also habe ich mich damals durchgebissen.
Das hilft mir noch heute.

Warum forderst du nicht gleich eine Youtube-Erklärungs-Präsentation über 
die Schaltung und schickst deinem Lehrer den Link?
Gast #2254956
Lesenswert?

>Bin echt verzweifelt deswegen, würde es ja auch gern selbst machen!!
>Bleibt mir eine Alternative?

Hör doch auf zu jammern. Hier gibt es TINA zum Downloaden, völlig 
kostenlos:

http://focus.ti.com/docs/toolsw/folders/print/tina-ti.html

Hack deine Schaltung rein und simuliere. Bis übermorgen hast du noch 
jede Menge Zeit!

Wenn du beim Simulieren ein Problem hast, helfen wir dir. Aber du mußt 
auch schon selbst was tun.
Moderator #2256312
Lesenswert?

Ina schrieb:
>>Davor wurde auch darauf hingewiesen, dass dieses Programm nicht für
>>Studenten/Schüler gedacht ist!
>
> Und solche Hinweise nimmst du Ernst??

Wozu würde TI wohl solche Klauseln hinschreiben, wenn sie nicht dazu
gedacht sind, ernstgenommen zu werden?

Ich verstehe zwar auch nicht, warum TI die Nutzung des Programms für
Ausbildungszwecke ausschließt, aber vielleicht sollte man diesen Wunsch
einfach mal respektieren.

Janosch K. schrieb:
> Hey, wollte mir gerade das Programm (TINA) downloaden, und da musste man
> seinen Company Name eingeben!

D.h. du hast die Lizenzbestimmungen mit einem entsprechenden Mausklick
schon akzeptiert? Ok, dann darfst du das Programm halt nicht für die
Ausbildung, sondern höchstens für's Hobby benutzen.

Um weiterhin auf dem Pfad der Tugend zu bleiben, beantworte die Frage
nach der Firma einfach wahrheitsgemäß, z.B. mit "none", "n/a", "private"
oder was immer dir einfällt und von der Eingabemaske akzeptiert wird.

Bei mir kommt die Frage nach dem Namen und der Firma beim Download
übrigens nicht. Oder wirst du das erst beim ersten Programmstart
gefragt?

Beim "Konkurrenzprodukt" LTspice von Linear Technology

  http://www.linear.com/designtools/software/

(was hier im Forum auch viele einsetzen) musst du nur eine einzige Frage
beantworten, nämlich ob du dich bei Linear registrieren willst oder
nicht. Als Antwort wird auch "No Thanks, just download the software"
vorgeschlagen.
Gast #2256449
Lesenswert?

>Wozu würde TI wohl solche Klauseln hinschreiben, wenn sie nicht dazu
>gedacht sind, ernstgenommen zu werden?
>
>Ich verstehe zwar auch nicht, warum TI die Nutzung des Programms für
>Ausbildungszwecke ausschließt, aber vielleicht sollte man diesen Wunsch
>einfach mal respektieren.

Wahrscheinlich, weil "Design Soft", also die Mutter von TINA, ihre 
eigene Studentenversion vermarkten will und TI die Lizens nur unter 
dieser Einschräkung erhalten hat.

Du kannst sicher sein, daß TI als größter Gigant unter den 
Chipherstellern eine ordentliche Summe für die kostenlose Verbreitung 
von TINA (oder genauer, einer stark eingeschränkten Version von TINA) 
berappt und Design Soft sicherlich nicht daran zugrunde gehen wird, wenn 
jetzt auch noch der kleine Schüler Janosch aus Germany dieses 
abgespeckte TINA downlädt.
Gast #2256460
Lesenswert?

@Janosch:
Als totaler Simulations-Neuling wirst du es wohl nicht schaffen, die 
Schaltung innerhalb der Frist professionell zu simulieren.
Das wäre wohl etwas zu viel verlangt.
Erkläre einfach deinem Publikum, wie du die Aufgabe angegangen bist:
1. nix wissen
2. im Forum nett und anständig um Hilfe gebeten
3. Simulationsprogramme empfohlen bekommen
4. damit angefangen, aber nicht fertig geworden

Von mir würdest du für deine Vorgehensweise jede Menge Lob kriegen.
OP #2265243
Lesenswert?

Schuhplattler Sepp, Oberammergau schrieb:
> @Janosch:
> Als totaler Simulations-Neuling wirst du es wohl nicht schaffen, die
> Schaltung innerhalb der Frist professionell zu simulieren.
> Das wäre wohl etwas zu viel verlangt.
> Erkläre einfach deinem Publikum, wie du die Aufgabe angegangen bist:
> 1. nix wissen
> 2. im Forum nett und anständig um Hilfe gebeten
> 3. Simulationsprogramme empfohlen bekommen
> 4. damit angefangen, aber nicht fertig geworden
>
> Von mir würdest du für deine Vorgehensweise jede Menge Lob kriegen.


So hab ich es gemacht und mein Lehrer war begeistert, vielen Dank ;)

Aber das ganze fand ich so interessant, dass ich gerade dabei bin, die 
Schaltung in TINA zu simulieren.
Allerdings habe ich Probleme mit den Ein- und Ausgängen!
Ich mache gleich mal einen Screenshot und zeige euch wie weit ich bin 
und was noch fehlt.
Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen?!
Gast #2265434
Lesenswert?

>Wie mache ich beim Programm TINA denn Ein- und Ausgänge?

An den gedachten Eingang deiner Schaltung hängst du einen geeigneten 
Generator aus den "Sources" und an den gedachten Ausgang eine "Open 
Circuit" aus den "Meters", so wie im Beispiel im Anhang.
Angehängte Dateien:
Gast #2338825
Lesenswert?

muss ich dann ja wohl , wär aber einfacher für mich, wenn mir jemand 
gleich eine Schaltung zeigt, welche für kondenser funzt. Dann bräuchte 
ich nicht rumexperimentieren.
Wenn hier schon jemand sagt, die Schaltung funzt nur für elektretmikros, 
dann kann er es doch auch erklären oder nicht?
Gast #2338873
Lesenswert?

Die Schaltung ganz oben hat einen eher kleinen Eingangswiderstand und 
ist damit nicht gut für Kondensatormikrofone geeignet. Außerdem ist die 
Schaltung recht groß, passt also nicht so gut in den Griff.
Gast #2338916
Lesenswert?

> muss ich dann ja wohl , wär aber einfacher für mich, wenn mir jemand
> gleich eine Schaltung zeigt, welche für kondenser funzt. Dann bräuchte
> ich nicht rumexperimentieren.

Simuliers doch mit INA, dann musste nicht löten/stecken...

duck und weg
Gast #2339067
Lesenswert?

>muss ich dann ja wohl , wär aber einfacher für mich, wenn mir jemand
>gleich eine Schaltung zeigt, welche für kondenser funzt. Dann bräuchte
>ich nicht rumexperimentieren.

Was hast du denn für ein Kondensatormikrofon? Typ? Datenblatt?
Gast #2339077
Lesenswert?

ok danke
hab leider noch nicht viel ahnung von elektronik.
löten kann ich und plan lesen auch, deshalb wäre mir ein schaltplan ganz 
recht.
wie schon gesagt, würde gerne 2 oder 2 akg mics zuammen betreiben.
gruß

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren