Guten Abend,
ich bin am Verzweifeln.
Ich wollte endlich mal einen Verstärker bauen, der dann auch wirklich
funktioniert.
Bei ebay habe ich einen schönen 10W Class A mit zwei 2N3055 Transistoren
gefunden und habe diesen Bausatz mit viel Sorgfalt zusammengebaut.
Die Transistoren sind isoliert und alle eingesetzen Werte stimmen.
Mein Plan war es, die 24V DC anzulegen und dann am Poti 1, die Hälfte
der am Koppelkondensator anliegenden Spannung einzustellen, und dann am
zweiten Poti den Strom einzustellen.
Lege ich jetzt die 24V an, wird lediglich der Transistor Q3 heiß.
(2N1711)
Aus dem Lautsprecher kommt ein Brummen.
Ein Schaltplan ist leider nicht vorhanden... :/
Wo und was kann ich messen? Den Aufbau habe ich schon gründlichst
überprüft. ;)
Viele Grüße
Flo :-)
florian1998kl schrieb:> Ein Schaltplan ist leider nicht vorhanden... :/
Den selber zu zeichnen sollte kein Problem sein. Die 2N3055 sind die
isoliert montiert? Es sieht so aus, als seien die Schrauben nicht
isoliert vom Gehäuse, so als seien Unterlegscheiben aus Metall
vorhanden.
florian1998kl schrieb:> Bei ebay habe ich einen schönen 10W Class A mit zwei 2N3055 Transistoren> gefunden
Wie willst Du ohne Schaltplan wissen, daß er schön ist?
"Mein Plan war es, die 24V DC anzulegen und dann am Poti 1, "
Niemals sollte man an unerprobte Schaltungen die volle Betriebsspannung
ohne Strombegrenzung schalten! Jetzt bist Du um eine Erfahrung reicher.
Es muß nicht unbedingt etwas defekt sein deswegen, aber trotz Sorgfalt
stimmt trotzdem etwas nicht.
Der Aluwinkel ist wirklich schön, die sparsame Schaltung wohl eher
nicht.
Nur 8 Min Suche, fündig aufgrund des Namens geworden:
https://www.ebay.de/i/282065055002?rt=nc
ription:Features:
Notice: Products as shown in my main picture, one channel price. so if
you need stereo channels,please you buy 2pcs. thank you!
This is an assembled, adjusted and tested amplifier boards of the
classic JLH( John-Linsey Hood) 1969 class A amplifier. While JLH 1969 is
a simple design, it is still one of the best transistor amplifier.
This incarnation features :
1. Double-sided , thick copper PCB. Most of the JLH 1969 boards in the
market are single-sided. This one is doubled-sided so the copper pad
durability is greatly enhanced by plated-through hole ( PTH) process.
2. Hermetically sealed metal casing transistors used on both small
signal and power stage.
3. High quality electrolytic capacitors.
4. High quality solder with silver content is used in soldering.
5. ERO film capacitors for audio coupling.
6. Thick & heavy aluminum plates already mounted on the board( as in the
pictures) for easy to interface with heatsink.
Material at a glance:
* Shen Jin-sided PCB, gold, gold Balloon
* Import Panasonic black gold fever high frequency low-impedance
capacitor
* Import pale blue ruby capacitance
* Import the new Motorola / 2N1711
* Import the new Motorola / 2N2907
* Disassemble MOT / 2N3055
* The new ERO green film coupling capacitors
* New Taiwan LELON axial audio output capacitance
* Panasonic foot blister chunill low drift resistor error thousandth,
sweet vocals
* Customized industrial grade aluminum angle, fast heat transfer, corner
store to buy an aluminum alloy aluminum not generally comparable
* Lead-free solder containing silver bass / midrange has lifting effect
Specifications:
Operating voltage: DC 12V-35V (corresponding to 9-26V transformer)
Output sound power: 10-15W or so.
It can be pushed 3-8 inches, 120 watts of power bookshelf box,
full-range boxes. Sensitivity to be higher than 83db.
Board size: with angle aluminum long 10cm, width 8cm, height 3.8cm
Adjustable between quiescent current 0.3-1.8A, recommended 1.2 Ann
(radiators need more than 0.7 kg, it is recommended to listen to the
sound quality, I feel satisfied to buy aluminum heat sink chassis,
because to buy a separate radiator is not cheap).
The midpoint of their own adjustments / quiescent current method:
Tune midpoint: universal table hit voltage profile, black pen then the
red pen then GND TP1 test holes (TP1 at the output capacitor positive)
board, the adjustable resistance KT1 it is 1/2 of the supply voltage.
Modulated current: 10A universal table hit stalls, a pen then positive
power supply, the other one pen then VCC terminal, adjust the adjustable
resistance KT2 change the current board size.
Weight: about 400g
Package Contents
100% Brand New
1x2016 NEW finished 1969 class A amplifier HIFI Board high quality MOT
2N3055
MfG
Hallo, schon so viele Antworten. :O
Danke schoneinmal für die Schaltung! Hatte immer nur ähnliche gefunden.
Die Spannungen an Q4 betragen bei 12V Betriebsspannung (1,4V , 8V ,
9,4V).
Bei 12V liegt die Stromaufnahme bei nur 300mA und nichts wird heiß.
Wo könnte denn der Fehler liegen, die Endtransistoren sind isoliert.
Viele Grüße
Flo :)
florian1998kl schrieb:> Die Spannungen an Q4 betragen bei 12V Betriebsspannung (1,4V , 8V ,> 9,4V).>> Bei 12V liegt die Stromaufnahme bei nur 300mA und nichts wird heiß.
Es wäre natürlich schön, wenn du geschrieben hättest, an welchen
Elektroden des Transistors du diese Spannungen gemessen hast, und wo
der zweite Draht deines Meßgeräts angeschlossen war, aber vermutlich
sieht das nicht so schlecht aus.
florian1998kl schrieb:> Wo könnte denn der Fehler liegen,
Gehts denn überhaupt nicht?
Du solltest eine Signalquelle und einen Lautsprecher anschliessen, damit
du merkst, wenn Leben reinkommt.
Sonst eben noch mehr Spannungswerte messen und am besten im Schaltbild
an die betreffenden Punkte dranschreiben.
(1,4V , 8V , 9,4V)
Dann dürften die unteren beiden NPN-Transistoren noch nicht genügend
leiten und die Schaltung ist noch nicht im linearen Bereich.
Man könnnte vorsichtig den Spannungsteiler am Eingang verändern oder
einige andere Widerstände.
Nur weiß niemand, welche Werte konkret verbaut sind.
MfG
florian1998kl schrieb:> Die Spannungen an Q4 betragen bei 12V Betriebsspannung (1,4V , 8V ,> 9,4V).
Also bei den Spannungen muss was faul sein. Schließlich können sich
Basis- und Emitterspannung nur um ~0,7V unterscheiden.
Diese Behelfsschaltung kenne ich aus frühen DDR-Zeiten, wo die
Beschaffung von Komplementärtransistoren schwer war.
Sie hat einen recht hohen Klirrfaktor und ist auch problematisch in der
Arbeitspunkteinstellung. Die DDR-Schaltungen hatten noch einen
Thermistor und Emitterwiderstände, da sonst der Arbeitspunkt mit
steigender Temperatur hochlaufen kann, bis die Transistoren
durchbrennen.
Also ich dann mal ein Komplementärpärchen AD161/AD162 (Tungsram, Ungarn)
in die Finger bekam, war ich verblüfft über den glasklaren Klang.
Absolut klirrfrei, kein Vergleich zu dieser nichtkomplementären
Schaltung.
Wenn man sich die Schaltung mal anschaut, wird man große Ähnlichkeit mit
einem TTL-IC SN7400 erkennen. Ich würde daher diese Schaltung auch für
Schaltanwendungen preferieren und nicht für analoge Stufen.
Auch ist die Benennung A-Stufe schlichtweg gelogen, ein A-Verstärker
zieht immer einen konstanten Strom unabhängig von der Aussteuerung. Das
hier ist aber eine AB-Endstufe mit erhöhten Ruhestrom, d.h. der
Strombedarf steigt mit der Aussteuerung.
Die klassische A-Endstufe (z.B. EL84) benutzt außerdem einen
Energiespeicher (Ausgangstrafo) und kommt so auf einen Wirkungsgrad von
50% bei Vollaussteuerung. D.h. der Arbeitspunkt liegt bei 250V und 48mA.
Bei Aussteuerung können an der Anode sowohl 50V (negative Halbwelle),
als auch 450V (positive Halbwelle) anliegen. Daher auch die 550V als
Maximalwert.
Ohne Speicherbauteil, d.h. mit Konstantstromquelle sind bestenfalls 25%
Wirkungsgrad möglich, d.h. man verheizt für 10W dann 30W
(Vollaussteuerung) bzw. 40W (Leerlauf) an den Transistoren.
Bei der Angabe "von 1969" würden bei mir auch eher alle Alarmglocken
angehen, als daß ich das ein Zeichen für Qualität ansehen würde. Daß die
Entwicklung so extrem lange stehen bleibt, kommt wirklich nur äußerst
selten vor.
Peter D. schrieb:> ein A-Verstärker> zieht immer einen konstanten Strom unabhängig von der Aussteuerung.
Ab Kondensator.
Peter D. schrieb:> Die klassische A-Endstufe (z.B. EL84) benutzt außerdem einen> Energiespeicher (Ausgangstrafo) und kommt so auf einen Wirkungsgrad von> 50% bei Vollaussteuerung.Peter D. schrieb:> Ohne Speicherbauteil, d.h. mit Konstantstromquelle sind bestenfalls 25%> Wirkungsgrad möglich,
Und Seriengegentakt in Klasse A gibt es bei Dir nicht?
LG
old.
Peter D. schrieb:> Diese Behelfsschaltung kenne ich aus frühen DDR-Zeiten, wo die> Beschaffung von Komplementärtransistoren schwer war.
Unsinn, eine Endstufe mit 2*BD130 findet sich schon in den
Siemens-Schaltbeispielen 1972/73. Die habe ich jahrelang betrieben, lief
gut. Das hat nichts mit DDR zu tun, zu der Zeit war die Herstellung von
PNP-Sizilium noch nicht so sicher beherrschbar wie NPN und speziell in
der Leistungsklasse sehr teuer.
hinz schrieb:> Hübsche Transistorfälschungen!
Weil? Von Motorola kennt man TO-3 mit abgerundetem Deckel aus Alu, aber
die haben auch diese kantige Bauform gefertigt, sitzt hier auf meinem
Labornetzgerät.
Manfred schrieb:> hinz schrieb:>> Hübsche Transistorfälschungen!>> Weil? Von Motorola kennt man TO-3 mit abgerundetem Deckel aus Alu, aber> die haben auch diese kantige Bauform gefertigt, sitzt hier auf meinem> Labornetzgerät.
Woher sollen so viele 20 Jahre alte NOS kommen?
Und der Aufdruck war bei den Originalen mit wischfester Farbe...
hinz schrieb:> Woher sollen so viele 20 Jahre alte NOS kommen?
Da gibt es sicher Leute, die solche Sachen gehortet haben. Einer von
denen schreibt Dir hier gerade.
MfG Paul
florian1998kl schrieb:> Wo könnte denn der Fehler liegen, die Endtransistoren sind isoliert.
Meinst du das nur, oder kannst du das belegen? Die Schraubverbindung zum
Kühlkörper sieht nicht nach Isolation aus.
Aber das wurde ja schon nachgefragt, und du bist nicht drauf
eingegangen.
Multimeter auf Durchgangstest, Strippen an Kühlkörper und
Transistor-Gehäuse halten. Wenns dann piept-Shit happens.
Markus K. schrieb:> Die Schraubverbindung zum> Kühlkörper sieht nicht nach Isolation aus.
Die muß ja auch den Kollektor anschließen. Die Isolierbuchse ist auf der
andernen Seite zwischen Kühlkörper und Leiterplatte bzw. sollte dort
sein.
Ulkiger Weise ist auf ebay keine Ansicht der Rückseite zu sehen.
Paul B. schrieb:> hinz schrieb:>> Woher sollen so viele 20 Jahre alte NOS kommen?>> Da gibt es sicher Leute, die solche Sachen gehortet haben. Einer von> denen schreibt Dir hier gerade.>> MfG PaulAus der W. schrieb:> hinz schrieb:>> Woher sollen so viele 20 Jahre alte NOS kommen?>> Lagerbestände.
Aha, und natürlich auch Lagerbestände aus einer Zeit als schon den
ONSemi Logo hätte drauf sein müssen...
https://de.aliexpress.com/item/1pc-JLH-1969-class-A-amplifier-Board-high-quality-PCB-Assembled-MOT-2N3055-diy-kit/32574679072.html
Und man kann es auch an den deutlich zu kleinen Metall-Glas
Durchführungen erkennen.
Aber ihr dürft gerne an den Weihnachtsmann glauben....
Aus der W. schrieb:> Und Seriengegentakt in Klasse A gibt es bei Dir nicht?
Für Gegentakt ist die Bezeichnung B üblich:
A = Eintakt
B = Gegentakt mit minimalem Ruhestrom.
AB = Gegentakt mit erhöhtem Ruhestrom, quasi Eintakt für geringe
Leistung.
C = Gegentakt ohne Ruhestrom
D = Gegentakt Schaltverstärker
H = Gegentakt mit Spannungsumschaltung (4 Transistoren).
Hmm kann meinen Beitrag nicht mehr editieren/erweitern.
Wie kommt der Kollektor auf die Platine, wenn der Kühlkörper isoliert
ist? Bei den Schaltungen die ich kenne, geht dann normalerweise ein
Kabel von der Transistorgehäuseverschraubung zur Platine.
Und das Foto vom TO hilft bei der Lösung nicht wirklich weiter.
Paul B. schrieb:> hinz schrieb:>> Aber ihr dürft gerne an den Weihnachtsmann glauben....>> an den und natürlich auch an Hinz und Kunz>> :)>> MfG Paul
Paul halts Maul.
Aus der W. schrieb:> Manfred schrieb:>> PNP> Es gibt Leute die können nur NPN und kommen> mit komplementärer Technik nicht klar.
Ein selten dämlicher Kommentar.
hinz schrieb:> Woher sollen so viele 20 Jahre alte NOS kommen?> Und der Aufdruck war bei den Originalen mit wischfester Farbe...
Wischfest widerspricht eigener Erfahrung.
NOS ist tatsächlich zweifelhaft! Da fallen mir direkt die I2C-Interfaces
vom Ali auf, wo die PCF8574 noch immer das Philips-Logo tragen und
innerhalb eines Nutzens auf jeder Platte einen anderen Datacode haben.
hinz schrieb:> Aha, und natürlich auch Lagerbestände aus einer Zeit als schon den> ONSemi Logo hätte drauf sein müssen...
Nee, auf dem Bild von florian Datacode 9823 war noch Mototrola, ON kam
1999.
> https://aliexpress.com/item/1pc-JLH-1969-class-A-amplifier-Board-high-quality-PCB-Assembled-MOT-2N3055-diy-kit/32574679072.html
Da sind Datacodes aus 2000 abgebildet, passt nicht mit Motorola. Auf dem
anderen Bild der runde Deckel in Alu ...
> Aber ihr dürft gerne an den Weihnachtsmann glauben....
Nicht so negativ, bitte! Die Fragestellung, woran man Fakes erkennt,
beschäftigt Viele von uns und sollte von Dir nicht als Kritik verstanden
werden.
michael_ schrieb:> Lasst das bitte hier mit den 3055! Sicher kein Original.> Egal was da drin ist, für diesen Fall hier reicht es dicke.
Oder genau das ist der Grund...
Peter D. schrieb:> Auch ist die Benennung A-Stufe schlichtweg gelogen, ein A-Verstärker> zieht immer einen konstanten Strom unabhängig von der Aussteuerung.
Jede AB-Stufe (daher der Name) arbeitet doch großteils Klasse-B, und nur
in einem bestimmten Bereich (während der Polaritätswechsel) als
Klasse-A.
Das wird gemacht, weil den Übernahmeverzerrungen durch die "Totzeiten"
bei reinem Klasse-B Betrieb auch mit 5 Tonnen Gegenkopplung nicht
beizukommen wäre - wo kein Transistor leitet (Definition Klasse-B), da
ist weder Verstärkung noch Gegenkopplung möglich.
Klasse-A sollte (!) immer leiten, das hielt ich mal für deren
Definition. Weshalb der Ruhestrom sehr viel höher als bei einer AB-Stufe
auszulegen wäre... somit "hat sich's" doch aber - oder nicht?
Ich dachte, bei linearen Audioverstärkern geht's darum, Musik, Sprache,
bzw. halt eine (frequenzvariable) Wechselspannung, zuerst in der
Amplitude zu erhöhen (Verstärkung), und dann noch niederohmig auszugeben
(Impedanzwandlung).
Vermutlich verstehe ich da einfach etwas falsch, da ich konstanten
Strombedarf (CC) gleichzeitig mit (nahezu) konstanter
Versorgungsspannung (CV) allein mit einer simplen Widerstandslast
korellieren sehe, und dabei wird in keiner Weise Audio "verarbeitet".
Klärt mich bitte jemand auf?
Auf Wikipedia steht bereits einiges gut erklärt. Zusätzlich würde ich
noch nachlesen, was beim elektronik-kompendium über Klasse A Verstärker
steht.
Der Verstärker-Bausatz ist übrigens ohne Rückkopplung nach dem
Schaltplan zu Beginn des Blogs. Wenn man möchte, konnte diese noch
ergänzt werden, aber dann wird die Empfindlichkeit geringer, dh das
Eingangssignal müßte größer werden für gleiche Lautstärke.
Für unterschiedliche Betriebsspannung sind einige Widerstände anders
auszulegen. Der Schaltplan enthält dies. Wenn man die Spannung ohne
diese Anpassung erhöht, passiert genau das was florian im ersten Beitrag
beschrieben hat. Wenn er Pech hat, ist genau einer der
Treibertransistoren vor dem Leistungstransistor hinüber.
Der gute alte Linsley-Hood-Amp. Auf Diyaudio gibts einen seitenlangen
Thread drüber.
Der Amp ist gut, allerdings brauchst du eine brummarme Versorgung dafür.
Früher hat man dafür eine L-C-L Siebung oder den sogenannten
Cap-Multiplier (Serienregler) verwendet.
Kurz zur Einstellung. Wenn die Bauteile korrekt verbunden sind stellt
man den Ruhestrom ein. Am Knoten Endtransistor/Ausgangselko sollte die
halbe Betriebsspannung anliegen.
Mit dem anderen Poti stellst du die Symmetrie ein. Dazu brauchst du
einen Sinusgenerator und ein Oszi am Ausgang geklemmt. Den Generator auf
etwa 1V aufdrehen und das Poti so einstellen daß bei höherer Spannung
der Sinus symmetrisch begrenzt wird.
Dann nochmals schauen was die Spannung am Ausgangselko macht, evtl
nachstellen.
Fertig.
Das Ding ist so einfach daß man es sich recht problemlos in Ltspice
nachmalen kann. Die Modelle der Transistoren finden sich im Netz.
Michael X. schrieb:> Der Amp ist gut, allerdings brauchst du eine brummarme Versorgung dafür.> Früher hat man dafür eine L-C-L Siebung oder den sogenannten> Cap-Multiplier (Serienregler) verwendet.Michael X. schrieb:> Der gute alte Linsley-Hood-Amp. Auf Diyaudio gibts einen seitenlangen> Thread drüber.
Und die schaffen das echt nicht ohne brummfreie Versorgung?
Man will halt Voodoo drum herum machen, dafür auch die Schreibsperren.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/353406/images.png
Wenn Du die Spannung am Knoten 39K und R1 brummfrei machst,
darf die Spannung am Collector Tr1 verbrummt sein, ohne
das der Brumm am Ausgang erscheint.
(Lautsprecher nach GND.)
Und dann gibt es ja noch die Möglichkeit den Brumm zu,
kompensieren ("Aikido").
Michael X. schrieb:> Das Ding ist so einfach daß man es sich recht problemlos in Ltspice> nachmalen kann.
Probiere das mal aus. Grüß mir Diyaudio.
LG
old.
Michael X. schrieb:> Das Ding ist so einfach daß man es sich recht problemlos in Ltspice> nachmalen kann. Die Modelle der Transistoren finden sich im Netz.
Hab schon. Das Ding geht locker bis 10MHz hoch, hat dort allerdings 360°
Phasendrehung. Sollte das nicht anfangen lustig zu schwingen?
Andererseits schwingt es in LT-Spice auch nicht...
Ja hab mich auch gewundert. Waren die mitgelieferten 2N3055er aus der
Lib. Der Frequenzgang war auch erstaunlich linear. Nur der 1kHz-Sinus
war schon sichtbar verzerrt bei etwa halber Aussteuerung.
Da ich mir dachte, dass die Simu hier nur sehr grob die Realität
wiedergibt hab ich sie leider nicht gespeichert. Hab auch nicht vor so
ein Ding nachzubauen.
Falls es dem TO nicht wörtlich um das "Ich will das aus einem Block
selbst feilen!" geht, würde ich doch zu einem integrierten Verstärker
aus der TDA-Reihe raten. Der hat dann gleich Schutzschaltungen gegen
Kurzschluss, SOA, Übertemperatur, Clipping drin. Und wenn man will kann
der auch Sterereo. Und hat eine bessere Rippleunterdrückung für die
Versorgungsspannung.
> Klasse-A sollte (!) immer leiten, das hielt ich mal für deren> Definition. Weshalb der Ruhestrom sehr viel höher als bei einer AB-Stufe> auszulegen wäre... somit "hat sich's" doch aber - oder nicht?
Class AB ist ein Kompromiß aus Class A und Class B; bei A ist der
Ruhestrom hoch und die Energieeffizienz völlig im Eimer, bei B gibt es
Verzerrungen wegen des Übernahmebereichs und bei AB ist der Arbeitspunkt
verschoben was u.a. Verluste bei der Ausgangsleistung bedeutet im
Vergleich zu reinen A Verstärkern. AB hat sich wohl durchgesetzt, da
Vollast ja nicht Sinn von Hifi ist.
Dann gibt es noch Class AA - was da verbessert wurde weiß ich nicht.