Wien oszillator

OP #5373619
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Hallo allerseits,

ich will einen Wien Robinson Oszillator bauen. Der Frequenzbereich soll 
bis max. 5 MHz reichen.

Ich suche nun einen OpAmp dafür. Im Regal liegen noch LF356 (fg = 6 MHz)
und NE5534 (fg=10 MHz, kompensiert)

Ich würde gerne wissen, was 'kompensiert' heißt und welchen ich dafür 
nehmen soll. Auch Vorschläge anderer Operationsverstärker sind 
willkommen.

Frohe Ostern


Robert
#5373753
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> Ich würde gerne wissen, was 'kompensiert'

"Kompensiert" bedeutet, dass intern an der Stelle die eh schon die 
tiefste Grenzfrequenz verursacht zuätzlich eine Kapapzität hinzufügt 
wurde um die Gesamtbandbreite so weit zu drücken, dass eine gewünschte 
minimale Verstärkung (z. B. x1) mittels externer Gegenkopplung möglich 
wird.  Würde man das nicht machen, dann würden die meisten Verstärker 
bei Gegenkopplung für Verstärkung x1 schwingen.

Für den Wien-Robinson Oszillator benötigt man die Verstärkung 3. Damit 
müsste ein OpamAmp ein GBW´von mindestens 6MHz*3 = 18MHz haben. Damit 
das Ganze stabiler wird müsste man deutlich mehr GBW haben. Mit 
GBW=100MHz wäre das schon brauchbarer aber immer noch nicht besonders 
stabil.
Gast #5373848
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R. F. schrieb:
> ich habe Anwendungen bis ca 2 MHz. Die 10 MHz des NE5534 würden also
> gehen

2MHz bedeutet wegen Vu=3 ein GBP von 6MHz, aber dort darf der OPV noch 
keine merkliche Phasendrehung machen, macht der NE5534 aber, deswegen 
schrieb Helmut: anderer OPV mit 100MHz.

> wie die Kompensation Einfluss nimmt, weiss ich nicht.

Kompensation bedeutet, dass der OPV intern so beschaltet ist, dass er 
für bestimmte außen eingestellte Verstärkungen (1 oder 2 oder 5 oder 10, 
je nach Typ) stabil arbeitet und nicht von selbst schwingt. Je kleiner 
die Verstärkung, umso kritischer die Sache und umso langsamer der OPV. 
Deine OPVs sind beide für Vu=1 kompensiert und ungeeignet.
Gast #5373901
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R. F. schrieb:

> ich will einen Wien Robinson Oszillator bauen. Der
> Frequenzbereich soll bis max. 5 MHz reichen.

Ist nicht sinnvoll.

Der GF21 (Sinusgenerator 1Hz-3MHz) arbeitet bis 1MHz
als Wien-Oszillator (Abstimmung mit Doppeldrehko); der
Bereich 1MHz...3MHz ist als LC-Oszillator realisiert.

Davon ab: Ich würde Transistoren verwenden. Selbst ein
räudiger 2N3904 schafft 300MHz; bei OPVs ist das schon
ein ganz heisses Teil.
Gast #5374696
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R. F. schrieb:
> Aber richtig sinusähnlich sieht das nicht aus, was muss ich ändern, um
> mehr sinus zu erhalten?

Die Verstärkung der Schaltung muss genau so groß sein, dass sie die 
Dämpfung des Wien-Netzwerks gerade ausgleicht, nicht mehr und nicht 
weniger. Das geht nur mit Verstärkungsregelung.

Außerdem würde ich eine andere und bessere Verstärkerschaltung nehmen, 
siehe Anhang.
Angehängte Dateien:
Gast #5376169
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R. F. schrieb:
> Bider kann man aber nicht sinulieren.
> *.asc -files aber schon.
>
> Und sollte ich verlangen, dass jeder das selbst eingibt?

Ich sagte doch:

ArnoR schrieb:
> Bild zeigen, nicht nur die *.asc

d.h. Bild und *.asc. Nur die Datei anzuhängen schließt doch etliche 
Interessierte aus, das sieht man an den Downloadzahlen oben. Die Bilder 
80x und 50x, die *.asc nur 6x oder 10x.

Ist das so schwer zu verstehen? Hier Hilfe haben wollen, aber kein 
Entgegenkommen zeigen; der Sinn eines Forums ist das nicht.
Gast #5376185
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R. F. schrieb:
> aber trotzdem...

Toll, was du für einen großen Monitor hast.

Was ist denn das? Du machst einen AC-Sweep über die Versorgung? Was 
willst du uns damit sagen? Die Betriebsspannungsunterdrückung ermitteln?

Mike B. schrieb:
> Wieso switched du auf Arnos Schaltung um?
> Ich hab doch deine auch zum Schwingen gebracht.

Ja bei NF, und mit dem doppelten Aufwand. Bei HF schwingt die doch nach 
deiner Aussage gar nicht.
Gast #5376268
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R. F. schrieb:
> Was soll ich ändern? Ich will eine Aussage der Arbeitsfrequenz über die
> Werte, die ich in der step- Anweisung genannt habe.

Du könntest eine Transienten-Analyse der Ausgangsspannung machen (nicht 
den AP berechnen lassen, sondern von "0" aus starten). Die zeigt den 
zeitlichen Verlauf, so wie in meinen Bildern oben. Natürlich geht das 
nicht sinnvoll in einem Zug über einen Bereich von 1:1000.
Gast #5376577
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Possetitjel schrieb:
> Nun ja, in der Realität spielt oberhalb 1MHz der
> mechanische Aufbau schon eine wesentliche Rolle.

Ich weiß, deswegen bin ich ja auch bis ~200MHz gekommen.

R. F. schrieb:
> Die Schaltung schwingt, aber ist das ein sinus? Das ist der eigentliche
> Grund, warum ich einen Wienoszillator will.

Das Problem hatten wir schon angesprochen:

Beitrag "Re: Wien oszillator"

Nur "einfach so" macht der Wien-Oszillator keinen guten Sinus. Auch 
andere selbstschwingende Schaltungen nicht. Lies mal hier:

Beitrag "Dimensionierung Sinusozillator"

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