Hallo
Ich experimentiere gerade mit einer
Praezisionszweiweggleichrichterschaltung.
Diese habe ich mit einem lmc7101q OP und 2 Shottkydioden, die ich gerade
zur Hand hatte, aufgebaut. Die Diodentypen habe ich gerade nicht im
Kopf. Da muss ich morgen nochmals nachgucken.
Der Schaltungsaufbau mit den Widerstaenden entspricht genau der im
folgenden Link.
https://www.elektroniktutor.de/analogverstaerker/aktivglr.html
Zuerst habe ich die Einweggl. Schaltung aufgebaut und richtigerweise
das Signal wie abgebildet gemessen.
Nun habe ich diese zur Zweiweggl. erweitert und messe nun irgend einen
Stuss und ich weiss nicht warum. Eigentlich muesste ich ja lauter
positive Halbwellen, bei denen das Signal immer wieder sinkt 0v
erreicht und wieder steigt messen. Also die neg. Halbwellen einfach in
den pos. Bereich hochgeklappt messen.
Speisung der OPs mit 5V.
Eingangssp. 5Vpp
Was mkennte ich falsch gemacht haben?
Wieso messe ich jetzt bereits eine Gleichspannung mit Brummspannung?
Am Augang haengt ja noch kein SiebKondensator.
Ich waere um Hilfe sehr dankbar
Ich würde auch mal schauen, wie hoch der Leckstrom der Dioden ist.
Ich kenne die Grundschaltung aus meiner Ausbildung ein bisschen anders,
damals hatten wir einen TL072 verwendet.
Die angehängte Schaltung verstärkt den Pegel, das brauchten wir damals
in der konkreten Anwendung so. Ich glaube, du musst den Widerstand
(Poti) am Eingang auf 220kΩ ändern, damit der Verstärkungsfaktor 1 wird.
An "Ref" hatten wir damals eine virtuelle Masse gelegt.
Solche Schaltungen kann man sehr schön mit dem Programm LtSpice
durchspielen, bevor man sie tatsächlich aufbaut.
Helmut S. schrieb:> Der von dir gewählte Opamp ist um mindestens Faktor 20 zu langsam.> Nimm mal ein Signal mit 1kHz oder weniger.Helmut S. schrieb:> Der von dir gewählte Opamp ist um mindestens Faktor 20 zu langsam.> Nimm mal ein Signal mit 1kHz oder weniger.
Die Dioden heissen STPS3L40UF
Der OP LMC7101
Bei 1kHz funktioniert die Schaltung bei mir auch nicht, immer das
gleiche Signal.
Wo liest man das genau ab im Datenblatt, dass der OP zu langsam ist? Am
Gain?
Es wäre gescheiter als Schulaufgabenstellung sich zuerst mit der
Operationsverstärkerauswahl zu beschäftigen anstatt gleich so eine
Schaltung zu analysieren.
Ich habe im Moment nämlich das Problem, dass ich das Datenblatt richtig
interpretiere.
@stefan
Wenn 220k einsetze, habe ich mit 10k ganz sicher nicht 1:1 Verstaerkung
nach der ersten Stufe oder wie meinst du das?
Schueler schrieb:> Hier das richtige Bild, sorry fuer BMP.
Statt dich zu entschuldigen, hättest du es besser gleich z.B. in ein
vernünftig komprimiertes PNG umwandeln und dann hochladen können.
Da Schottkydioden, speziell wenn sie warm sind, einen erstaunlich hohen
Leckstrom haben, sind sie hier fehl am Platz - besser Silizium 1N4148.
Aber poste mal deine tatsächliche Schaltung.
Du scheinst ein D-C-Glied angehängt zu haben.
Das muss zwischen OPA-Ausgang und Gegenkopplungswiderstand rein, damit
die Schwellspannung der Diode kompensiert wird.
Hier noch zwei Schaltungen aus dem Datenblatt des LM3915. LF35x ist ein
alter, aber gar nicht so langsamer OpAmp. Wie man sieht, werden auch
hier normale gute Si-Dioden benutzt.
Schueler schrieb:> Speisung der OPs mit 5V.
Hast du nur +5V? Du brauchst mindestens +5V und -5V, besser noch mehr,
wenn am Ausgang auch "echte" 5V herauskommen soll.
Anno schrieb:> Da Schottkydioden, speziell wenn sie warm sind, einen erstaunlich> hohen> Leckstrom haben, sind sie hier fehl am Platz - besser Silizium 1N4148.> Aber poste mal deine tatsächliche Schaltung.> Du scheinst ein D-C-Glied angehängt zu haben.> Das muss zwischen OPA-Ausgang und Gegenkopplungswiderstand rein, damit> die Schwellspannung der Diode kompensiert wird.Anno schrieb:> Da Schottkydioden, speziell wenn sie warm sind, einen erstaunlich> hohen> Leckstrom haben, sind sie hier fehl am Platz - besser Silizium 1N4148.> Aber poste mal deine tatsächliche Schaltung.> Du scheinst ein D-C-Glied angehängt zu haben.> Das muss zwischen OPA-Ausgang und Gegenkopplungswiderstand rein, damit> die Schwellspannung der Diode kompensiert wird.
Hier ist meine Schaltung die Dioden sind bei mir Shottky Dioden und sind
bei mir anders eingebaut.
Dietrich L. schrieb:> Schueler schrieb:>> Speisung der OPs mit 5V.>> Hast du nur +5V? Du brauchst mindestens +5V und -5V, besser noch mehr,> wenn am Ausgang auch "echte" 5V herauskommen soll.
Du meinst wohl eher, dass ich die negativen Halbwellen gar nicht
registriere, weil die untere Betriebsspannungsgrenze 0V beträgt?
Ist das der Fehler?
> Hier ist meine Schaltung die Dioden sind bei mir Shottky Dioden und sind
bei mir anders eingebaut.
In der Schaltung benötigt man auch eine negative Spannungsversorgung für
die Opamps, weil das Eingangssignal positiv und negativ gegenüber Masse
ist.
Harald W. schrieb:> Lothar M. schrieb:>>>> Shottky Dioden>> Gibt es nicht.>> Walter hieß Schottky mit Nachnamen:>> ...und Du heisst eigentlich Lotchar? :-)
Der mit Sh war doch doch Shokley oder so ähnlich, oder nicht?
Lothar M. schrieb:> Schüler schrieb:>> Shottky Dioden> Gibt es nicht.> Walter hieß Schottky mit Nachnamen:> https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Schottky
... und liegt hier um die Ecke in Pretzfeld begraben.
Wenn jemand mal hin will - geradeaus rein, ein großes Familiengrab links
des Hauptweges.
Unweit des Friedhofs ist ein Bierkeller (so heißen hier in Oberfranken
die Biergärten - man sitzt traditionell auf dem Bier. Man geht "auf den
Keller"). Vielleicht könnte man im Sommer mal ein MC.net Treffen dort
veranstalten. Leider bin ich im nächsten Vierteljahr die meiste Zeit im
Ausland, sonst würde ich das mal in Offtopic anstoßen.
J. T. schrieb:> Harald W. schrieb:>> Lothar M. schrieb:>>>>>> Shottky Dioden>>> Gibt es nicht.>>> Walter hieß Schottky mit Nachnamen:>>>> ...und Du heisst eigentlich Lotchar? :-)>> Der mit Sh war doch doch Shokley oder so ähnlich, oder nicht?
Der Mann wiederum hat irgendeinen Stromverstärkungseffekt mit entdeckt.
Siehe Wikipedia "Bipolartransistor / Erfinder".
Lothar ist hier im Forum für den sehr positiven Miller-Effekt zuständig.
Nicht zu verwechseln mit Miller-Plateau, Miller-Kapazität und
Miller-Effekt bei Transistoren.
Marcus H. schrieb:>> Walter hieß Schottky mit Nachnamen:>> ... und liegt hier um die Ecke in Pretzfeld begraben.> Wenn jemand mal hin will - geradeaus rein, ein großes Familiengrab links> des Hauptweges.>> Unweit des Friedhofs ist ein Bierkeller (so heißen hier in Oberfranken> die Biergärten - man sitzt traditionell auf dem Bier. Man geht "auf den> Keller"). Vielleicht könnte man im Sommer mal ein MC.net Treffen dort> veranstalten.
Also das fände ich ausgesprochen cool. Da könnten wir mit einem
Choppen auf Herrn Shottky anchtoßen :)
Axel S. schrieb:> Marcus H. schrieb:>>> Walter hieß Schottky mit Nachnamen:>>>> ... und liegt hier um die Ecke in Pretzfeld begraben.>> Wenn jemand mal hin will - geradeaus rein, ein großes Familiengrab links>> des Hauptweges.>>>> Unweit des Friedhofs ist ein Bierkeller (so heißen hier in Oberfranken>> die Biergärten - man sitzt traditionell auf dem Bier. Man geht "auf den>> Keller"). Vielleicht könnte man im Sommer mal ein MC.net Treffen dort>> veranstalten.>> Also das fände ich ausgesprochen cool. Da könnten wir mit einem> Choppen auf Herrn Shottky anchtoßen :)
Ich wäre in Fr 19.07. bis Fr. 02.08. im Lande und verfügbar. Danach wohl
bis Ende Oktober nicht mehr. Vielleicht sollte man den Thread doch mal
im allgemeinen Forum aufmachen (damit auch nicht-angemeldete Benutzer
mitplanen können). :)
<ot>
Um auf die eigentliche Frage einzugehen:
Einen Präzisionsgleichrichter mit Schottkydioden aufzubauen, geht
ziemlich schnell daneben, spätestens wenn die Temperatur ein bisschen
steigt.
Der nicht unerhebliche Leckstrom von Schottky-Dioden führt zu
unterschiedlichen Potentialverschiebung der beiden Halbwellen.
Schottky-Dioden sind an der Stelle ziemlich ungeeignet.
Michel M. schrieb:> Test_1_Praezisionsgleichrichtung_001.asc
Die Schaltung erfüllt aber nicht die Anforderungen des TO.
Wenn die negative Halbwelle einfach hochgeklappt werden soll, muss R6
einen Faktor 2 größer gewählt werden.
</ot>
Nun wieder zurück zur jahreszeitlich passenden Gerstenkaltschale
Ohne Negative Versorgung, und mit einigen Rail to Rail OPs gibt es noch
die Variante mit nur einer Diode: den OP als invertierenden Verstärker
mit einer Diode am Ausgang des OPs. Die negative Halbwelle invertiert
der OP und bei der positiven Halbwelle verhindert die Diode, dass der OP
in negative zieht und das Signal geht einfache über die Widerstände
vorbei am OP.
Oft wird man dann einen 2. OP als Puffer dahinter brauchen.
@TO
Single Supply ist Dein Problem. Deine Eingangsspannung ist sehr
wahrscheinlich zum Bezugspotential symmetrisch, der OPV kann aber en
negativen Anteil nicht verarbeiten , weil er nur bis "0V" ausgesteuert
werden kann.
Du kannst folgendes machen: Trenne die negative Spannungsversorgung der
OPV's von GND und schalte diese direkt an den negativen Pol der
Versorgungsspannung. Dann nimm 2 gleiche Widerstände schalte diese in
Reihe. Das eine Ende der Reihenschaltung komm an + das andere an - Der
Versorgungsspannung. Der Verbindungspunkt der beiden Widerstände kommt
an GND. Damit hast Du eine virtuelle Masse geschaffen die auf der halben
Betriebsspannung liegt - Genauigkeit hängt von der Genauigkeit der
Widerstände ab.
Beachte!: Deine Spannungsversorgung darf keine Verbindung zu GND haben!
Nimm am besten zum Experimentieren einen 9V Block.
Wolfgang schrieb:> Michel M. schrieb:>> Test_1_Praezisionsgleichrichtung_001.asc>> Die Schaltung erfüllt aber nicht die Anforderungen des TO.> Wenn die negative Halbwelle einfach hochgeklappt werden soll, muss R6> einen Faktor 2 größer gewählt werden.> </ot>
Die Schaltung von Michel M. war prinzipell schon richtig. Die
Ausgangsamplitude war halt halb so groß wie die Eingangsamplitude. Ich
habe das korrigiert. Im Anhang ist die Schaltung von Michel mit dem
Unterschied, dass ich den Widerstand R6 verdoppelt habe (R7
hinzugefügt). Zusätzlich könnte man die Spannung mit einem Kondensator
auch noch gleich glätten um den Mittelwert zu bekommen.
Die angehängten Dateien sind für LTspiceXVII.
https://www.analog.com/en/design-center/design-tools-and-calculators/ltspice-simulator.html
Helmut S. schrieb:> Die Schaltung von Michel M. war prinzipell schon richtig. Die> Ausgangsamplitude war halt ...
Die gepostete Schaltung funktioniert ja auch. Das Problem des TO ist das
er Singlesupply nutzt. Somit kann der OPV keine gegen 0 negativen
Signale verarbeiten. In Deinem Beispiel benutzt Du ja auch Dualsupply.
Singlesupply würde funktionieren, wenn er eine virtuelle Masse erzeugt,
unter der Bedingung das die Versorgungsspannung nicht mit Masse
verbunden ist.