Tiefpass und Summierer kombinieren

Gast #6856214
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Hallo,

ich will nicht ausschliessen, dass ich auf dem Schlauch stehe, aber, 
kann ich folgendes machen:
Ich habe um einen Opamp einen Tiefpass 1.Ordnung als invertierende 
Schaltung. In diese Schaltung möchte ich nun mit zwei Signalen reingehen 
die dann auch summiert werden. Anstatt jetzt einen zusätzlichen 
Summierer davor zu bauen, dachte ich, dass ich das zweite Signal einfach 
über einen weiteren Widerstand auf den invertierenden Eingang des Opamps 
gebe. Über den zusätzlichen Widerstand könnte ich sogar dem zweiten 
Signal eine andere Verstärkung geben. Das müsste doch so funktionieren, 
oder?

Michael
Gast #6856354
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michael80 schrieb:
> Über den zusätzlichen Widerstand könnte ich sogar dem zweiten
> Signal eine andere Verstärkung geben. Das müsste doch so funktionieren,
> oder?

Dann hast du aber auch eine andere Grenzfrequenz, jedenfalls wenn der 
Kondensator vom Tiefpass in der Gegenkopplung sitzt.

Bau die Schaltung in LTSpice nach und guck dir Verstärkung und 
Frequenzgang an.
#6856428
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Durch Anwendung des Überlagerungsverfahrens und nach dem Prinzip der 
virtuellen Masse für den invertierenden OPV kannst Du das machen,

* ohne dass die beiden Grenzfrequenzen (die unterschiedlich sein können) 
sich gegenseitig beeinflussen, und
* ohne irgendwelche Einschränkungen bei der Widerstandswahl.

Die Schaltung verhält sich so, als ob Du die Ausgänge von zwei einzelnen 
TP-Stufen addieren würdest. Dazu brauchst Du keine Simulation - nur das 
Verständnis für die Arbeitsweise des OPV.
(Simulieren sollte man sowieso nur zur Überprüfung und Verfeinerung der 
auf anderem Wege - Rechnung und/oder Nachdenken - bereits ermittelten 
Ergebnisse)
Gast #6856520
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Lutz V. schrieb:
> Durch Anwendung des Überlagerungsverfahrens und nach dem Prinzip der
> virtuellen Masse für den invertierenden OPV kannst Du das machen,
>
> * ohne dass die beiden Grenzfrequenzen (die unterschiedlich sein können)
> sich gegenseitig beeinflussen, und
> * ohne irgendwelche Einschränkungen bei der Widerstandswahl.

Die Verstärkung legt das Widerstandverhältnis fest. Bei einem 
gemeinsamen Kondensator in der Gegenkopplung ist damit auch das 
Verhältnis der Grenzfrequenzen definiert. Nix ist da unabhängig.

Von welcher Schaltung ist eigentlich die Rede?
#6856533
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Wolfgang schrieb:
> Die Verstärkung legt das Widerstandverhältnis fest. Bei einem
> gemeinsamen Kondensator in der Gegenkopplung ist damit auch das
> Verhältnis der Grenzfrequenzen definiert. Nix ist da unabhängig.
>
> Von welcher Schaltung ist eigentlich die Rede?

Ich sehe vor mir den klassischen TP 1. Ordnung mit R2||C in der 
Rückkopplung.
Dazu zwei Widerstände R11 und R12 an dem inv. Eingang und den beiden 
Eingangsspannungen.

* Verstärkung TP1 ist dann R2/R11
* Verstärkung TP2 ist dann R2/R12.

Beide sind unabhängig voneinander, oder?
Die Grenzfrequenz ist in beiden Fällen fo=1/T=1/(R2*C)

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