L293D Motor entfaltet nicht die volle Leistung

Gast #3737196
Lesenswert?

Moin,
ich möchte mit einem L293D(NE) und einem Arduino, später einem AtTiny, 
einen Carrera-E200 Motor steuern.
Das funktioniert auch ganz gut, aber der Motor dreht nie voll.
Auch wenn ich an den Eable-Pin und den CTRL1-Pin die Arduino 5V und an 
den CTRL2-Pin den Ground gebe, dreht der Motor nicht voll.

Hat jemand eine Idee, warum das so ist?
Gast #3737222
Lesenswert?

Ja habe ich.

Schau mal ins Datenblatt nach 'High-level output voltage' und 'Low-level 
output voltage'.

Um welche Betriebsspannung geht es überhaupt? Meine Glaskugel ist grad 
in der 100-Vorhersagen-Inspektion...
Gast #3737253
Lesenswert?

Das Datenblatt gibt mir das Gefühl, dass an die Motoranschlüsse 
Poll-Up-Widerstände oder Kondensatoren müssen.
Geht das in die richtige Richtung?
Ich würde jetzt spontan einen Poll-Up von jedem MotorPin zum GND 
"spannen".
3k3? 100k?
Gast #3737986
Lesenswert?

mos schrieb:
> mos schrieb:
>> Ist das die Lösung:
>> http://www.mikrocontroller.net/articles/Motoranste...
>>
>> Geht das mit einem IRF7319?
>> Kann ich für T2 den P-Kanal-Teil/Mosfet vom IRF7319 nehmen?
>
> Was ist denn damit?

Wenn du dich dann per Software um die Erzeugung der Totzeiten kümmerst 
und einen passenden Treiber einsetzt...
Einfacher wäre die Lösung von Falk, einen L6202 einzusetzen.
Gast #3738002
Lesenswert?

> Allerdings liegen die wirtklichen Problem noch vor dir: Der Motor
> produziert Störungen, Funkstörungen, die Bahn wirkt als Antenne und dein
> Arduino stürzt ab.
>
> Mindestens die Motoren ordentlich entstören,
> aber besser Arduino und Bahn per Optokoppler voneinander trennen.

Über die Bahn kommen Strom und Daten. Nix Optokoppler!! Aber wo sollen 
Probleme entstehen? Bei den komerziellen D132-Decodern passiert doch 
auch nichts derartiges.
Gast #3738015
Lesenswert?

npn schrieb:
> mos schrieb:
>> mos schrieb:
>>> Ist das die Lösung:
>>> http://www.mikrocontroller.net/articles/Motoranste...
>>>
>>> Geht das mit einem IRF7319?
>>> Kann ich für T2 den P-Kanal-Teil/Mosfet vom IRF7319 nehmen?
>>
>> Was ist denn damit?
>
> Wenn du dich dann per Software um die Erzeugung der Totzeiten kümmerst
> und einen passenden Treiber einsetzt...
> Einfacher wäre die Lösung von Falk, einen L6202 einzusetzen.

Kommt doch sowieso ein Chip dran.
Gast #3738040
Lesenswert?

mos schrieb:
> Kommt doch sowieso ein Chip dran.

Was für ein Chip?
Falls du einen µC meinst, dann kannst du damit die Totzeiten 
realisieren.
Aber ordentliche FET-Treiber brauchst du trotzdem noch. Und das alles 
zusammen ist in meinen Augen bedeutend mehr Aufwand als einfach den 
L6202 einzusetzen. Der ist ähnlich wie der L293, aber eben moderner und 
hat weniger Verluste.
Aber das ist deine Entscheidung. Wenn du den Aufwand treiben willst, 
dann tu es :-)
Gast #3738139
Lesenswert?

Ich will möglichst kleine und EINFACH Slotcars steuern. Mit Chip meine 
ich einen AtTiny85. Und groß Probekaufen kann ich nicht, weil ich in 
diesem Kaff, in dem ich lebe, ewig auf Bauteile warten muss.
Gast #3738145
Lesenswert?

mos schrieb:
> Und groß Probekaufen kann ich nicht, weil ich in
> diesem Kaff, in dem ich lebe, ewig auf Bauteile warten muss.

Genau deswegen war die Empfehlung vom Falk, den L6202 zu nehmen. Damit 
hast du NULL Aufwand. PWM drauf und fertig.
Aber wie gesagt, das ist deine Entscheidung. Empfehlungen und Tipps hast 
du bekommen...
Gast #3738182
Lesenswert?

npn schrieb:
> mos schrieb:
>> Und groß Probekaufen kann ich nicht, weil ich in
>> diesem Kaff, in dem ich lebe, ewig auf Bauteile warten muss.
>
> Genau deswegen war die Empfehlung vom Falk, den L6202 zu nehmen. Damit
> hast du NULL Aufwand. PWM drauf und fertig.
> Aber wie gesagt, das ist deine Entscheidung. Empfehlungen und Tipps hast
> du bekommen...

Nur nochmal zur Sicherheit:
Der L6202 hat jetzt keine Nachteile gegenüber MaWin's MOSFET-Lösung?
Und der Motor dreht auch voll?
#3738918
Lesenswert?

@ mos (Gast)

>Da das passende Netzteil 350mA ausspuckt (bei 14.8V), wird der Motor
>eher weniger schlucken. 300mA?

Kein Multimet zur Hand? Egal. Der L6202 hat MOSFETs mit ca. 1 Ohm drin, 
macht bei 0,3A ~0,3V Spannungsabfall.

>Ich will möglichst kleine und EINFACH Slotcars steuern.

Dafür braucht man keine H-Brücken, denn die Dinger fahren ja nicht 
rückwärts. Wenn man nicht aktiv bremsen will, reicht sogar ein einfacher 
MOSFET als 1 Quadrantensteller. Ein kleiner 2A MOSFET im SOT-23Gehäuse 
reicht. Wenn man aktiv bremsen will, braucht man einen Halbbrücke, 
sprich einen Kanal vom L6202/L293. Oder man nimmt einen starken 
MOSFET-Treiber im SO8-Gehäuse. Einfacher und kleiner geht es nicht mehr.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren