Hohen Strom Schalten

OP #4034772
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Hallo Elektronikprofis!

Ich suche eine Lösung für folgendes Problem:

Ich möchte mittels Taster einen Gleichstrommotor schalten. Der Motor 
benötigt allerdings bis zu 40A. Die Schaltung sollte ab 2,5V 
Steuerspannung laufen. Geht sowas?

Ich hoffe, ich langweile euch nicht mit dieser Frage und sage schonmal 
herzlichen Dank an alle die sich die Mühe machen mir zu antworten!!!

Vielen Dank! :)
#4034781
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@ Matthias Saalfrank (hubsi12)

>Ich möchte mittels Taster einen Gleichstrommotor schalten. Der Motor
>benötigt allerdings bis zu 40A.

Nennstrom oder Kurzschlußstrom? Bei welcher Spannung? 12V?

> Die Schaltung sollte ab 2,5V Steuerspannung laufen. Geht sowas?

Sicher. Mit einem Komparator.

Was für ein Motor ist es denn und was treibt er an?
Gast #4034813
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Hallo Falk!

Danke dass du mir hilfst!

Der Motor hat eine Leistung von 196 Watt. Spannung ware eine LiIon 
Zelle, also 3,7Volt Nennspannung. An dem Motor wird eine Exzenterwelle 
angebracht, die ein beweglich gelagertes Kugellager nach oben bewegen 
soll.

Es ist der LRP Spec5 V10 10x2. Ich habe ihn wegen seiner besonders hohen 
Drehzahl ausgewählt.

Habe sowas schon mit kleineren Motoren mittels Relais gemacht, hat auch 
gut funktioniert. Allerdings gibt es für so große Ströme nur Relais mit 
12V...

Danke!
#4034835
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@ Matthias (Gast)

>Der Motor hat eine Leistung von 196 Watt. Spannung ware eine LiIon
>Zelle, also 3,7Volt Nennspannung.

Wer macht denn so was? Das sind ttheoretisch 52A Nennstrom! Der 
Anlaufstrom wird so im Bereich von 100-150A liegen.

> An dem Motor wird eine Exzenterwelle
>angebracht, die ein beweglich gelagertes Kugellager nach oben bewegen
>soll.

Fensterheber?

>Habe sowas schon mit kleineren Motoren mittels Relais gemacht, hat auch
>gut funktioniert. Allerdings gibt es für so große Ströme nur Relais mit
>12V...

Darunter gibt es praktisch nichts, ist auch kein Beinbruch. Ein 12V 
Relais schaltet auch 3,7V. Bei der eher kleinen Spannung kann man sich 
auch keine großen Spannungsabfälle leisten, wenn man nicht größere 
Leistungsverluste haben will. Besorg dir ein FETTES KFZ-Relais, das die 
geschätzen 150A beim Einschalten aushält. Ach so. Für die Spule brauchst 
du natürlich 12V. Hmm. Da musst du entweder einen kleinen DC-DC Wandler 
besorgen oder ein paar AAA Batterien in Reihe schalten. Ein dicker 
MOSFET von dem Kaliber braucht auch 12V am Gate, um sauber 
durchzusteuern.
Gast #4034902
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Matthias Saalfrank schrieb:
> Aufzeichnen könntest du mir so eine Schaltung mit Taster und Motor
> nicht, oder? :)

Aus dem Hut nicht, müsste ich selbst recherchieren.
Was auch gänge wäre einen der üblichen "aus einer Zelle" Step up Drivern 
aus der Bucht zu verwenden, die haben dann 5V Ausgang. Damit könntest 
direkt einen LL-FET schalten. Auf hohe Schaltfrequenz kommt es ja nicht 
an, oder?
Gast #4034930
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!RC schrieb:
> 
http://www.reichelt.de/IRL-640/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=41763&artnr=IRL+640&SEARCH=n-log

Wenn du so scharf auf einen großen Kühlkörper bist... Nur mal als 
Hinweis: Wenn man einen FET mit dem Maximum an Strom belastet, brauchts 
schon sehr gute Kühlkörper damit der nicht schmilzt. Vielleicht lieber 
einen, der ein bisschen mehr verkraftet (bzw, einen deutlich geringeren 
Rson hat)?

http://www.reichelt.de/IRL-IRFZ-Transistoren/IRLU-8743/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=90380&GROUPID=2896&artnr=IRLU+8743

Der kostet weniger, braucht definitiv keinen KK (4 mOhm bei 4,5 V Ugs) 
und ist sogar noch kleiner. Und die Gate-Kapazität ist in dem Fall recht 
egal, da der TO ja schließlich keine PWM betreiben möchte...
Gast #4034960
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qwertzuiopü+ schrieb:
> 
http://www.reichelt.de/IRL-IRFZ-Transistoren/IRLU-8743/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=90380&GROUPID=2896&artnr=IRLU+8743
>
> Der kostet weniger, braucht definitiv keinen KK (4 mOhm bei 4,5 V Ugs)
> und ist sogar noch kleiner. Und die Gate-Kapazität ist in dem Fall recht
> egal, da der TO ja schließlich keine PWM betreiben möchte...

1.6W @ 40A, da brauchst du noch nen kleinen KK. Nimm 2-3, ist einfacher. 
Denke dran, bei 40A kann du den Kupferwiderstand nicht ignorieren. 
Breite kurze Leiterbahnen.

Als Ansteuerung: MAX3232. Den Tx Out-Pin auf das Gate. Der erzeugt 
ausreichend Spannung aus 3.3V und steuert dir gleich den Fet an. 
Verwende aber lieber 1uF, statt 100nF. Geht leider nur runter bis 3.0V 
:/
Gast #4034962
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Matthias Saalfrank schrieb:
> Mein Problem ist eher, dass es für mich als Laie eh schon das höchste
> aller Gefühle ist, ein Relais mit Taster zu schalten. Die Mosfet
> Geschichte ist da wohl noch ein ganz anderes Thema... :)

Eventuell wäre ein Infineon Power-PROFET was für dich. Gibt auch fertige 
Module/Boards.

Weil zum Schalten von Motoren (= induktive Last) ist es nicht damit 
getan den Stromkreis zu unterbrechen. Denn wenn der Motor noch läuft hat 
der Strom keinen Strompfad mehr und zerschießt dann deinen Schalter.
Gast #4035069
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So ein FET braucht am Gate eine gewisse Spannung damit er so arbeiten 
kann wie er soll. Sprich, weniger Spannung, höherer Widerstand, größerer 
Verlust am FET bis hin zur Zerstörung. Typisch werden da über 10V 
gebraucht. Es gibt aber extra diese Logic Level Typen die mit 5V und 
weniger hinkommen.
Du brauchst nun einen extrem niedrigen Ri bei bis zu 2,5V runter. Und 
weil es dafür keinen passenden FET gibt, muss man eben die Spannung 
erhöhen.
Wenn mans "richtig" machen will eben mit entsprechenden ICs und Standard 
FETs. In diesem Fall, weils schnell und einfach sein soll, mit den 
empfohlenen Bauteilen.
#4035163
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Was passiert wenn du den Taster wieder los lässt? Langsames entladen der 
Gatekapazität. Linearbereich.
Taster prellen. Auch nicht gut, noch ne Entprellung rein, is besser.

Unterspannungsabschaltung. Wird schon aufwendiger da im Einschaltmoment 
die Spannung evtl.
Kurz unter die Schwelle von 3?V fällt?(Ich würde 3,6V nehmen. Dein Liion 
dankts dir)
#4035241
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!RC schrieb:
> Du brauchst nun einen extrem niedrigen Ri bei bis zu 2,5V runter. Und
> weil es dafür keinen passenden FET gibt, muss man eben die Spannung
> erhöhen.

Gibt es schon:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/csd16342q5a.pdf

Nur eben als SMD

Und dann gibt es noch die OptiMos von Infineon:
http://www.infineon.com/dgdl?folderId=5546d4694909da4801490a07012f053b&fileId=db3a30433e9d5d11013e9e0f382600c2

Die gehen deutlich unter 1 mOhm bei etwa 3V Vgs
OP #4035256
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Vielen Dank!!

Wie würde dann die Unterpannungsabschaltung ab 3,6 V aussehen?

Was nehme ich als Entprellung?

@Bernd
Mit dem von dir verlinkten Power Mosfet kann ich auf den Step Up 
verzichten??

Sorry Leute wenn ich nervig bin aber ich bin gerade dabei mir ein 
Grundwissen im Bereich der Elektronik zu erfragen ??

Danke für eure Geduld!!
Gast #4039118
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So! Jetz habe ich noch ein paar Frage zu dem Thema.

Wenn ich diesen Mosfet benutze (Vgs von 2,5 Volt) funktioniert das dann 
so wie in meinem angehängten Schaltplan?

-Brauche ich einen Kühlkörper?
-Wozu genau sind die Wiederstände gut und wie finde ich heraus, welche 
Wiederstände ich benutzen muss?

Vielen Dank für eure Hilfe!
Angehängte Dateien:
#4039265
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Der Widerstand vom Schalter zum Gate soll den Einschaltstrompeak
begrenzen, der entsteht, wenn man eine Spannung an einen Kondensator
(Gate-Kapazität) anlegt. Kann hier 10-100 Ohm gewählt werden.

Der Widerstand vom Gate zu GND ist hier sehr wichtig. Einmal darf
ein Gate niemals offen sein. Und hier muss das Gate entladen werden,
wenn der Schalter geöffnet wird. Kann hier 1-10 kOhm gewählt werden.

Bezüglich MOSFET rate ich doch zu einem deutlich niederohmigen Typ:
http://www.ti.com/general/docs/lit/getliterature.tsp?genericPartNumber=csd17312q5&fileType=pdf

Zwar sind die Parameter nur für 3V angegeben. Aber im ersten Diagramm
erkennt man, dass bei 2,5V Vgs und selbst bei hoher Temperatur der
Rdson nur bei 3 mOhm liegt. Das ergibt bei 50A eine Verlustleistung
von 7,5W und das ist mit einem mittleren Kühlkörper abführbar.
Wobei dieser Wert eher nur bei Worst-Case-Spitzenleistung auftritt.
Gast #4039302
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Matthias schrieb:
> Wenn ich diesen Mosfet benutze (Vgs von 2,5 Volt)

Üblicherweise haben elektronische Bauteile Typenbezeichnungen mit deren 
Hilfe man dann ein zugehöriges Datenblatt findet in dem genau steht 
welche Eigenschaften das entsprechende Bauteil hat.

Matthias Saalfrank schrieb:
> Du schreibst bei den Wiederständen von/bis. Kann ich mir da einfach was
> aussuchen?

Den Widerstand zum Entladen würde ich etwas kleiner machen um den 
Linearbetrieb so kurz wie möglich zu halten.

Matthias Saalfrank schrieb:
> Ist bei der Schaltung eine Entprellung des Tasters notwendig?

Nein.
#4039643
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Eine Entprellung ist nicht erforderlich. Die braucht man nur, wenn
ein Einzelimpuls für das Funktionieren einer Schaltung wichtig ist.
Ist hier nicht der Fall.

Und zu den Widerständen: Nimm die Kombination 10 Ohm / 1 kOhm.
Das ist schnell genug bei dem niedrigen Qg Wert von <28nC
bei dem genannten Typ.

Die Unterspannungsabschaltung kann z.B ein ICL7665 erledigen:
http://datasheets.maximintegrated.com/en/ds/ICL7665.pdf

Geht allerdings nur sinnvoll mit Hysterese, indem der Abschaltpunkt
bei etwa 2,5V liegt und der Wiedereinschaltpunkt bei etwa 3,5V.
Sonst oszilliert die Schaltung durch die Wiedererholung des Akkus.

Das wäre dann Figure 5 im Datenblatt.
OP #4040408
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Vielen Dank Bernd!

Du schreibst dass man eine Entprellung nur benötigt, wenn ein 
Einzelimpuls für das Funktionieren einer Schaltung wichtig ist. Ist dies 
hier nicht der Fall? Ich möchte dass der Motor läuft wenn ich den Taster 
betätige und aufhört zu laufen wenn ich den Taster wieder loslasse.

Wie genau müsste ich den Mikroprozessor schalten damit er funktioniert 
oder wo kann ich das herauslesen?

Dankeschön! :)
#4040416
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@ Matthias (Gast)

>Wenn ich diesen Mosfet benutze

Ach DIESEN? Wie heißt denn der Kleine?

>(Vgs von 2,5 Volt)

Ich wage zu behautpen, dass es keinen MOSFET gibt, der mit 2,5V am Gate 
satte 40A schalten kann.

>funktioniert das dann
>so wie in meinem angehängten Schaltplan?

Theoretisch ja, praktisch nein.

>-Brauche ich einen Kühlkörper?

Wahrscheinlich. Dazu musst du berechnen, wieviel Leistung dein MOSFET 
verheizt.

P = I^2 * RDSON

>-Wozu genau sind die Wiederstände gut und wie finde ich heraus, welche
>Wiederstände ich benutzen muss?

Zwischen Gate und Source 1K, zwischen gate un Schalter 10 Ohm. Geht aber 
am Ende trotzdem nicht. Du braucht eine Hilfsquelle mit 10-12V.
#4040568
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Falk Brunner schrieb:
>
> Ich wage zu behautpen, dass es keinen MOSFET gibt, der mit 2,5V am Gate
> satte 40A schalten kann.

Das geht mit dem http://www.ti.com/lit/ds/symlink/csd17312q5.pdf
Sieht man auch an Figure 2 Seite 4. Tja, man lernt nie aus.

>Du schreibst dass man eine Entprellung nur benötigt, wenn ein
>Einzelimpuls für das Funktionieren einer Schaltung wichtig ist.
>Ist dies hier nicht der Fall? Ich möchte dass der Motor läuft wenn
>ich den Taster betätige und aufhört zu laufen wenn ich den Taster
>wieder loslasse.

Mist. Jetzt bin ich die ganze Zeit von einem Schalter ausgegangen.
Bei einem Taster stimmt das. Wer lesen kann, ist im Vorteil.
#4040682
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@ Bernd K. (bmk)

>> Ich wage zu behautpen, dass es keinen MOSFET gibt, der mit 2,5V am Gate
>> satte 40A schalten kann.

>Das geht mit dem http://www.ti.com/lit/ds/symlink/csd17312q5.pdf
>Sieht man auch an Figure 2 Seite 4. Tja, man lernt nie aus.

Tja, du Bernd lernst es anscheinend nie.

Diese Kurven sind, wie die Überschrift verrät, TYPISCHE Werte. Aber die 
Toleranzen eines MOSFETs bezüglich U_GS_THR sind auch dort recht groß, 
das Datenblatt sagt 1,1V typisch, hier sind keine min/max Werte 
angegeben.

https://www.mikrocontroller.net/articles/FET#Erkl.C3.A4rung_der_wichtigsten_Datenblattwerte

Bauen kann man nur auf garantierte Spezifikationen, und die stehen in 
der Zeile RDSON auf Seite 3. Da geht das Leben ab 3V UGS los, mit max. 
2.4mOhm. Macht bei 35A immmer noch 3W.

Ausserdem wünsche ich dem OP viel Spaß beim Kontaktieren dieses MOSFETs 
;-)

Vom Anlaufstrom von 150A++ reden wir, wenn die ersten paar MOSFETs 
abgeraucht sind.
#4041142
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Falk Brunner schrieb:
> @ Bernd K. (bmk)
>
>>> Ich wage zu behautpen, dass es keinen MOSFET gibt, der mit 2,5V am Gate
>>> satte 40A schalten kann.
>
>>Das geht mit dem http://www.ti.com/lit/ds/symlink/csd17312q5.pdf
>>Sieht man auch an Figure 2 Seite 4. Tja, man lernt nie aus.
>
> Tja, du Bernd lernst es anscheinend nie.

Eigentlich wollte ich dir damit nur sagen, dass dir der innovative
MOSFET wahrscheinlich nicht bekannt ist. Dir kam es offensichtlich
nur darauf an, mir ans Bein zu pinkeln: "Tja, du Bernd lernst es 
anscheinend nie". Ich lasse den Spruch mal unkommentiert hier im
Forum stehen. Ich mag es, wenn es fachlich bleibt. Mögen sich die 
fachkundigen Teilnehmer selbst eine Meinung hierzu bilden.
>
> Diese Kurven sind, wie die Überschrift verrät, TYPISCHE Werte. Aber die
> Toleranzen eines MOSFETs bezüglich U_GS_THR sind auch dort recht groß,
> das Datenblatt sagt 1,1V typisch, hier sind keine min/max Werte
> angegeben.
>
Ergibt leider kein fachlich fundiertes Statement zur Figure 2 Seite 4
im Datenblatt. Ich jedenfalls gehe davon aus, dass dieses Diagramm
seine Richtigkeit hat, wenn es vom Hersteller veröffentlicht wurde.

> 
https://www.mikrocontroller.net/articles/FET#Erkl.C3.A4rung_der_wichtigsten_Datenblattwerte
>
> Bauen kann man nur auf garantierte Spezifikationen, und die stehen in
> der Zeile RDSON auf Seite 3. Da geht das Leben ab 3V UGS los, mit max.
> 2.4mOhm. Macht bei 35A immmer noch 3W.

Entnommen den 'Electrical Characteristics' @Vgs = 3V. Was unterhalb
3V passiert, ist dort nicht angegeben. Kann man aber leicht in Figure 2
Seite 4 entnehmen. Und da sieht man: Es passt.

> Ausserdem wünsche ich dem OP viel Spaß beim Kontaktieren dieses MOSFETs
> ;-)

Das ist in der Tat nicht trivial. Einmal das Anbringen des Kühlkörpers.
Und dann das Löten der Anschlusspins. Könnte aber machbar sein.
>
> Vom Anlaufstrom von 150A++ reden wir, wenn die ersten paar MOSFETs
> abgeraucht sind.

Ok, das weiss man erst, wenn man es probiert hat.

@Falk: Bitte positiv denken. Wir sind keine Gegner
#4041153
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@ Bernd K. (bmk)

>Eigentlich wollte ich dir damit nur sagen, dass dir der innovative
>MOSFET wahrscheinlich nicht bekannt ist.

Ich bin nicht der MOSFET-Papst. Der MOSFET ist schon der Hammer, keine 
Frage. Aber die Physik bzw. einige technologische Dinge sind immer noch 
die gleichen.

>Ergibt leider kein fachlich fundiertes Statement zur Figure 2 Seite 4
>im Datenblatt. Ich jedenfalls gehe davon aus, dass dieses Diagramm
>seine Richtigkeit hat, wenn es vom Hersteller veröffentlicht wurde.

Es ist eine TYPISCHE Kurve. Böse Zungen würden auch behaupten, man hat 
sich ein gutes Exemplar rausgepickt und die Kurven gemessen.

GARANTIERT ist die nicht, das sind nur die Zahlen in der Tabelle.
Denn die werden in der Produktion für jeden einzelnen MOSFET gemessen. 
Die Kurve nicht.

>Das ist in der Tat nicht trivial. Einmal das Anbringen des Kühlkörpers.
>Und dann das Löten der Anschlusspins. Könnte aber machbar sein.

Dass es machbar ist, ist unbestritten. Aber nicht für den OP, der ist 
ein Laie. Elektrisch wie löttechnisch.
#4041175
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Falk Brunner schrieb:
> @ Bernd K. (bmk)
>
>>Eigentlich wollte ich dir damit nur sagen, dass dir der innovative
>>MOSFET wahrscheinlich nicht bekannt ist.
>
> Ich bin nicht der MOSFET-Papst. Der MOSFET ist schon der Hammer, keine
> Frage. Aber die Physik bzw. einige technologische Dinge sind immer noch
> die gleichen.
>
>>Ergibt leider kein fachlich fundiertes Statement zur Figure 2 Seite 4
>>im Datenblatt. Ich jedenfalls gehe davon aus, dass dieses Diagramm
>>seine Richtigkeit hat, wenn es vom Hersteller veröffentlicht wurde.
>
> Es ist eine TYPISCHE Kurve. Böse Zungen würden auch behaupten, man hat
> sich ein gutes Exemplar rausgepickt und die Kurven gemessen.
>
> GARANTIERT ist die nicht, das sind nur die Zahlen in der Tabelle.
> Denn die werden in der Produktion für jeden einzelnen MOSFET gemessen.
> Die Kurve nicht.
>
>>Das ist in der Tat nicht trivial. Einmal das Anbringen des Kühlkörpers.
>>Und dann das Löten der Anschlusspins. Könnte aber machbar sein.
>
> Dass es machbar ist, ist unbestritten. Aber nicht für den OP, der ist
> ein Laie. Elektrisch wie löttechnisch.


Hallo Falk,

deine Anwort ist sachlich und fachlich ok. Da sind wir einer Meinung.
Dann noch ein schönes Wochenende.

Gruß
Bernd
#4041760
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@ Matthias Saalfrank (hubsi12)

>Da es wohl nicht für mich als Laie machbar ist, muss ich mir wohl was
>anderes überlegen.

Machbbar schon, die Frage ist nur WIE!

Nimm ein einfaches, dickes 12V KFZ Relais und steuere es mit 12V an. Bei 
3,7V hat der Motor sowieso nur 1/4 der Nennleistung bzw. nur 1/2 des 
Nennstroms als auch des Anfahrstroms. Das Relais hält offiziell 100A 
beim EInschalten aus.

http://www.reichelt.de/Miniaturrelais/TRS-L-12V/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=101957&GROUPID=3292&artnr=TRS-L+12V

Du brauchst aber eien 12V Hilfsspannung. Oder einen DC-DC Wandler, der 
aus 3,6V 12V macht, z.B. sowas hier.

http://www.reichelt.de/Wandler-Module-DC-DC/NTE0312MC/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=140721&GROUPID=4956&artnr=NTE0312MC
#4041896
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@ Matthias Saalfrank (hubsi12)

>Würde das Relais tatsächlich funktionieren?

Ja.

>Bei 196 Watt Leistung bräuchte ich doch (bei U=3,7V) mindestens ein
>Relais, das 53A schalten kann, oder? (Zumindest Theoretisch)

Dein motor hat aber erst bei 7,2V 196W!

>Wird dann durch den Wandler der Motor auch mit 12V angesteuert oder nur
>das Relais?

Na was wohl?

facepalm
#4041956
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Mal ein ganz anderer Ansatz. Da ja keine PWM im Spiel ist und es nur ums 
Schalten mit Taster geht käme ja auch ein Photovoltaic Optokoppler in 
Frage.
Die interne LED lässt sich ja auch mit 3V und passend bemessenen 
Vorwiderstand einwandfrei ansteuern. Der Ausgang bringt dann, ohne 
zusätzliche Maßnahmen, ausreichend Spannung um den FET voll 
durchzusteuern. Somit braucht es keinen Krampf bei der MOSFET auswahl. 
Der APV1121 kann das und es gibt den sogar beim großen C und auch im DIP 
Gehäuse.

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