JFETs wofür? Anwendung? JFET vs MosFET

Gast #6306636
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Guten Morgen zusammen,

ich habe mich immer schon gefragt, bei welchen Anwendungen JFETs 
eingesetzt werden. Selbst hier in der Forumssuche findet man nur 5 
Einträge zum Bgefriff JFET.

Hintergrund der Frage ist, dass ich aus logischen Gründen einen 
selbstleitenden N-Fet benötige. Sollte meine Wahl nun auf einen N-Mosfet 
als Verarmungstyp oder auf einen JFET als obligatorischen Verarmungstyp 
fallen?

Danke
#6306699
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Dominic schrieb:

> ich habe mich immer schon gefragt, bei welchen Anwendungen JFETs
> eingesetzt werden.

JFET werden dort eingesetzt, wo man die Eigenschaften von JFET braucht. 
Wenn du nicht weißt, welche das sind und worin sich ein JFET von einem 
MOSFET unterscheidet, dann nimm ein Lehrbuch und lies es nach. Notfalls 
auch bei Wikipedia.

> Hintergrund der Frage ist, dass ich aus logischen Gründen einen
> selbstleitenden N-Fet benötige. Sollte meine Wahl nun auf einen N-Mosfet
> als Verarmungstyp oder auf einen JFET als obligatorischen Verarmungstyp
> fallen?

Kommt drauf an. Eventuell würden beide passen. Oder auch nicht. Wir 
kennen deine Schaltung nicht.

Wenn ein Autovergleich erlaubt ist: das ist wie der Unterschied zwischen 
Benzinmotor und Elektromotor. Sehr oberflächlich betrachtet, tun die 
etwas vergleichbares: sie erzeugen mechanische Arbeit in Form einer 
Rotationsbewegung. Und man kann mit jedem der beiden Motoren ein Auto 
bauen. Direkt austauschbar sind sie trotzdem nicht.
#6306750
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https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1101211.htm

Wie gesagt benutzt man JFETs als:
-Schalter für Analogsignale
-Eingangsverstärker/Buffer in hochwertigen Multimetern zum erreichen der 
notwendigen spezifizierten Eingangsimpedanz, Linearität, 
Eigenrauschen...
-simple Konstantstromquelle
-Diodenersatz mit extrem niedrigen Leckstrom

Bei näherer Betrachtung ergeben sich dann auch noch andere 
Einsatzzwecke, die aber Applikationsabhängig sind.
Gast #6306757
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mosfet hat seine Stärken  beim Digitalbetrieb. Er leitet deutlich besser 
als jfet im "ein"-Zustand. Und sperrt auch deutlich besser im 
"aus"-Zustand. bringt daher eindeutige on-off-Pegel und kann große 
Leistungen schalten.
Nur wenn extrem hoher Eingangswiderstand gebraucht wird ist er dem jfet 
vorzuziehen.

jfet hat geringeres Rauschen und stetigere Kennlinien bringt daher 
geringere Signalverzerrungen, hat seine Stärken bei Analoganwendungen, 
für Leistungsstufen aber kaum verwendbar.
Gast #6306773
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Dominic schrieb:
> Hintergrund der Frage ist, dass ich aus logischen Gründen einen
> selbstleitenden N-Fet benötige. Sollte meine Wahl nun auf einen N-Mosfet
> als Verarmungstyp oder auf einen JFET als obligatorischen Verarmungstyp
> fallen?

Weder-noch, sondern eine vernünftige Schaltung entwerfen.

Ein JFET leitet, wenn die Gate-Spannung relevant positiv wird. Das macht 
den Einsatz oft schwierig.

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Der BF245 und BF256 eignet sich zum Beispiel vorzüglich als
> Konstantstromquelle

Vergiss vorzüglich. Die Dingef kosten satte 3V bevor die überhaupt in 
die Region des konstanten Stroms kommen, und dann ist bei 20V meist 
schon Schluss. Zudem liefern die meisten nur geringe Ströme unter 20mA 
und das noch sehr ungenau. Es ist halt der Krampf von 1970.

Heute gibt es weit bessere Lösungen, aber wer 50 Jahre nichts 
hinzugelernt hat..

https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.8
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6306774
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Dominic schrieb:
> Hintergrund der Frage ist, dass ich aus logischen Gründen einen
> selbstleitenden N-Fet benötige.
Da solltest du unbedingt die Ursache für diese Notwendigkeit 
hinterfragen.
Das mache ich immer dann, wenn ich etwas brauche, das es nicht gibt.

> einen selbstleitenden N-Fet benötige.
Wofür?
Was (Spannung/Strom) soll damit geschaltet werden?

> Selbst hier in der Forumssuche findet man nur 5 Einträge zum Bgefriff JFET.
Naja, nicht unbedingt: https://www.mikrocontroller.net/search?query=jfet
Aber es sind viele dabei, die so ein ähnliches Problem hatten wie du.
Gast #6306777
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MaWin schrieb:
> Heute gibt es weit bessere Lösungen, aber wer 50 Jahre nichts
> hinzugelernt hat..

Du versaust dir deine fachlich guten Beiträge immer wieder mit solchen 
unangemessenen Seitenhieben.

Der TO hat nicht nach einer optimalen Konstantstromquelle gefragt, 
sondern nach Anwendungsbeispielen für J-FET. Ich habe ihm ein gängiges 
Beispiel genannt. Jeder Elektronik-Händler (für Endkunden) hat diese 
Dinger als Modul/Board im Programm.
#6306782
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Dominic (Gast) schrieb:

>ich habe mich immer schon gefragt, bei welchen Anwendungen JFETs
>eingesetzt werden. Selbst hier in der Forumssuche findet man nur 5
>Einträge zum Bgefriff JFET (z.B. UJ3N120070K3S und natürlich viele andere).

Vornehmlich analoge Schaltungen im Kleinsignalbetrieb. Was aber nicht 
Großsignalbetrieb und Digitalbetrieb ausschließt, was man gerade im 
jetzigen SiC-Zeitalter sehen kann (SiC-JFets).

>Hintergrund der Frage ist, dass ich aus logischen Gründen einen
>selbstleitenden N-Fet benötige. Sollte meine Wahl nun auf einen N-Mosfet
>als Verarmungstyp oder auf einen JFET als obligatorischen Verarmungstyp
>fallen?

Vielleicht ist auch einfach Deine Schaltung Kacke, und Du könntest das 
gleiche auch mit normalen Mosfets oder BJTs realisieren.


Peter R. (Gast) schrieb:

>mosfet hat seine Stärken  beim Digitalbetrieb. Er leitet deutlich besser
>als jfet im "ein"-Zustand. Und sperrt auch deutlich besser im

Nur weil Mosfets seit eins/zwei Jahrzehnten auf Digitalbetrieb hin 
optimiert wurden, heist das nicht, daß Mosfets grundsätzlich schlecht 
Analog können, oder besser als JFets sind.
Seit der SiC-Ära gibt es auch verstärkt Normally-On-JFets mit super 
Digital-Eigenschaften, so daß man nicht gerade behaupten kann, das 
Mosfets im Digitalen pauschal besser sind als JFets.
#6306790
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Ich zitierte:

>>ich habe mich immer schon gefragt, bei welchen Anwendungen JFETs
>>eingesetzt werden. Selbst hier in der Forumssuche findet man nur 5
>>Einträge zum Bgefriff JFET (z.B. UJ3N120070K3S und natürlich viele >>andere).

hatte aus Versehen das Beispiel mit dem UJ3N120070K3S ins Zitat 
reinkopiert - sollte natürlich in meine Antwort rein
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6306820
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Der TO hat nicht nach einer optimalen Konstantstromquelle gefragt,
> sondern nach Anwendungsbeispielen für J-FET.
Nein, er hat nach einem Bauteil gefragt, mit dem sein Problem zu lösen 
ist. Allerdings weiß mangels Informationen keiner, was das Problem ist.

Aber wenn ich mir die anderen Threads des TO so ansehe, dann ist das mit 
dem Informationsmangel da genau gleich...
Gast #6306829
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Du versaust dir deine fachlich guten Beiträge immer wieder mit solchen
> unangemessenen Seitenhieben.

Du versaust dir deine Beiträge durch zur Schaustellung von Unkundigkeit. 
Ich muss verhindern, daß jemand auf diese Aussagen reinfällt.

> Der TO hat nicht nach einer optimalen Konstantstromquelle gefragt,

Du hast ihm aber eine 'vorzügliche' genannt. Und genau das zeigt deine 
fachliche Unkenntnis. Vielleicht eine 'leidliche' oder eine 'veraltete'

Wenn es wenigstens selektierte JFET in 2-pol Gehäuse als 
Konstantstromdioden wie
http://www.semitec.co.jp/uploads/english/sites/2/2017/03/P22-23-CRD.pdf
oder
https://datasheet.datasheetarchive.com/originals/library/Datasheets-A1/DSAUTAZ004895.pdf
gewesen wären, aber Nein, es mussten genau diese steinalten nicht mehr 
hergestellten JFETs sein.
Beitrag #6306831 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6306838
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Verarmter Typ schrieb im Beitrag #6306831:
> Hinweis: Wenn NIEMAND solche Transistoren bräuchte, dann würde auch
> NIEMAND welche herstellen.
> (alte japanische Volksweisheit)

Hmm, warum stellt eigentlich niemand selbstleitende P-Kanal FETs her ?
Beitrag #6306933 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6306943 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6306957
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Eines Tages ist es soweit schrieb im Beitrag #6306943:
> Hinweis: Wenn NIEMAND solche Transistoren bräuchte, dann würde auch
> NIEMAND welche herstellen.
> (alte japanische Volksweisheit)

Erinnerung:
"Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf." 
(Europäische Staatsdoktrin)

--
Bzgl. Transistoren, wenn bestimmte Typen immer noch verfügbar sind, 
heisst es noch lange nicht, das es keine Ersatztypen gäbe. Auch für 
ganze Schaltungsklassen gilt "Nicht empfohlen für neue Designs"... 
besser man schneidet alte Zöpfe ab, bevor sie sich als Schlinge um den 
Hals legen.
Beitrag #6306966 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6306977
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MaWin Schrieb:

>Wenn es wenigstens selektierte JFET in 2-pol Gehäuse als
>Konstantstromdioden wie
>http://www.semitec.co.jp/uploads/english/sites/2/2017/03/P22-23-CRD.pdf
>oder
>https://datasheet.datasheetarchive.com/originals/library/Datasheets->A1/DSAUTAZ004895.pdf
>gewesen wären, aber Nein, es mussten genau diese steinalten nicht mehr
>hergestellten JFETs sein.

Auch die können ziemlich krumm werden, wie normale JFets eben ...
#6307054
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Sprücheklopfer schrieb:

> Bzgl. Transistoren, wenn bestimmte Typen immer noch verfügbar sind,
> heisst es noch lange nicht, das es keine Ersatztypen gäbe. Auch für
> ganze Schaltungsklassen gilt "Nicht empfohlen für neue Designs"...
> besser man schneidet alte Zöpfe ab, bevor sie sich als Schlinge um den
> Hals legen.

So einfach kann man es sich allerdings auch nicht machen.
Manche Schaltungen ersetzt man eben mal nicht so einfach gegen was 
Neues. Das hat ganz klar klangliche Gründe. Einfaches Beispiel: 
SK170/SJ74.
Gast #6307144
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Ludwig K. schrieb:
> Manche Schaltungen ersetzt man eben mal nicht so einfach gegen was
> Neues. Das hat ganz klar klangliche Gründe. Einfaches Beispiel:
> SK170/SJ74.

Ersetze diese Steinzeittransistoren (gegen 
MJL3281A/1302A=2SC3281A/2SA1302A=2SC5200/2SA1943 in angemessener 
Schaltung) und der Klang wird besser.

Ein Verstärker soll schliesslich kein Effektgerät sein.
Beitrag #6307174 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6307216 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6307223
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Sven S. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Hmm, warum stellt eigentlich niemand selbstleitende P-Kanal FETs her ?
>
> Die werden doch hergestellt. Und zum Teil teuer verkauft.
> Irgendjemand braucht die eben doch.

Und wer stellt die her?

Selbst selbstleitende n-MOSFETs sind sehr dünn gesät, Infineon hat 
noch ein paar wenige.
Beitrag #6307226 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6307230 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6307235 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6307252 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6307257
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Hallo

die Antworten erzwingen nahezu die erweiterte bzw. präzisere 
Formulierung der Frage:

Wo werden JFET in aktuellen und sinnvollen Schaltungen eingesetzt?
Konstantstromquellen für LEDS gibt es wesentlich genauer als Bauelemente 
in Größe von SMD Transistoren für kleines Geld.
Bei vielen (allen?) der Analogschaltungen bzw. Anwendungsbereiche wo 
JFET ein muss waren gibt es gute Alternativen bzw. vollintgrierte 
Schaltungen die einen JFET als Einzelbauelement obsolet machen.
Also wo sind 2020 und schon viele Jahre davor noch JFET als 
Einzelbauelemente notwendig wenn es sich nicht um reine Bastel-, 
Verlegenheits-(Bauelement liegt zufällig noch so herum), Lehrschaltungen 
oder um ein Ersatzbauelement in einer älteren Schaltung handeln sollte?

Hennes
Gast #6307261
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Hennes schrieb:
> Wo werden JFET in aktuellen und sinnvollen Schaltungen eingesetzt?
> Konstantstromquellen für LEDS gibt es wesentlich genauer als Bauelemente
> in Größe von SMD Transistoren für kleines Geld.
> Bei vielen (allen?) der Analogschaltungen bzw. Anwendungsbereiche wo
> JFET ein muss waren gibt es gute Alternativen bzw. vollintgrierte
> Schaltungen die einen JFET als Einzelbauelement obsolet machen.

Deshalb ist die Auswahl an Silizium JFETs in den letzten Jahren deutlich 
geschrumpft.

In der Leistungselektronik erfahren sie eine Renaissance, weils bei 3/5 
Halbleitern kein geeignetes Oxid gibt.
Gast #6307283
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> Also wo sind 2020 und schon viele Jahre davor noch JFET als
Einzelbauelemente notwendig wenn es sich nicht um reine Bastel-,
Verlegenheits-(Bauelement liegt zufällig noch so herum), Lehrschaltungen
oder um ein Ersatzbauelement in einer älteren Schaltung handeln sollte?

Als Stromquelle zum Starten von Schaltnetzteilen
LNK150
Beitrag #6307329 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6307418 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6307427
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hinz schrieb:
>> Die werden doch hergestellt. Und zum Teil teuer verkauft.
>> Irgendjemand braucht die eben doch.
>
> Und wer stellt die her?

Schau selber. Ich hab mal bei Mouser gekuckt, was die so an P-Kanal 
J-FETs verkaufen. Um die 60€ für ein TO18 Gehäuse ist doch nicht übel, 
oder? Ich hab zwar auch keine Ahnung, wer sowas braucht, aber nur um 
Eindruck zu schinden, werden sie diese Teile nicht auf Lager haben.
Beitrag #6307438 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6307537
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JFETs können als Rauscharme Verstärker schon recht gut sein. Das 1/f 
Rauschen ist zwar nicht ganz so gut wie mit BJTs aber i.A. deutlich 
besser als mit MOSFETs. Anders als BJTs hat man kaum Stromrauschen und 
kann daher mehr Strom für kleines Rauschen wählen, wenn es ein muss.
Der BF862 ist / war schon gut in der Kombination kleine Kapazität und 
kleine Rauschen. Für einfach nur kleine Rauschen im Audiobereich gibt es 
Alternativen (z.B. SK3557)

Die andere Anwendung sind bidirektionale Schalter. Bei MOSFETs stört da 
die parasitäre Diode. Die Typen mit separatem Substratpin werden auch 
langsam selten.
Beitrag #6307853 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6307861 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6356655
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Ich verwendet JFETs gerne zum Schalten von analogen Audio-Signalen. Dazu 
schalte ich den JFET über einen Widerstand gegen Masse. Solange am Gate 
keine Spannung anliegt, schließt er das Signal praktisch kurz. Wenn ich 
-10V anlege, dann sperrt er so richtig gut und das Signal kann 
ungehindert in die nächste (hochohmige) Stufe gelangen.
Den Vorteil darin sehe ich, dass dieser Aufbau auf der Platine extrem 
wenig Platz braucht und "vor Ort" geschehen kann. Natürlich könnte ich 
auch die Analog-Schalter ICs verwenden, aber dazu müsste ich die Signale 
erst mal zu diesen ICs rangieren.
Gast #6356738
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> BF245 (und ähnliche) taugen gut als (annähernde) Konstantstromquelle für
> LEDs. Man braucht keine weiteren Bauteile. Einfach den Vorwiderstand
> durch den Transistor ersetzen und Gate mit Source verbinden.

Das funktioniert tatsächlich gut, aber ist nur sehr begrenzt sinnvoll, 
weil zum Einen sind die JFETs mittlerweile sehr teuer, man bekommt grade 
mal 20mA, also nur eine LED Serienschaltung und Spannung hält die Sache 
auch nicht viel aus.
Da kostet eine Stromquelle mit BD140 und zwei Widerständen und einer Z 
Diode gleich viel und leistet viel mehr
#6356758
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Wenn Dir 20mA für eine normale LED nicht reichen, dann hast du wohl eine
> Parallelschaltung der LEDs im Sinn. Really?

Du denkst dabei wahrscheinlich an LEDs für Signalisierungszwecke, bei 
denen wenige mA reichen, er dagegen an LEDs für Beleuchtungszwecke, wo 
man eher mehrere hundert mA braucht.

Die Einschränkung "normale" LED (und "normal" ist auch sehr subjektiv, 
wer viel mit LED-Beleuchtung, für den sind Power-LEDs halt der 
Normalfall) wurde vorher nicht erwähnt.
Gast #6356811
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Dominic schrieb:
> ich habe mich immer schon gefragt, bei welchen Anwendungen JFETs
> eingesetzt werden.

Und da ist dir rein garnichts auf- bzw. eingefallen?

JFets findet man noch am häufigsten in klassischen Schaltungen wie dem 
Colpitts-, Clapp- und anderen Oszillatoren.

Der Grund dafür ist, daß diese Fets eine Ähnlichkeit mit der klassischen 
Röhre haben, weswegen die ebenso klassischen Oszillatorschaltungen fast 
1:1 übertragbar waren. Der Knackpunkt ist, daß durch die Sperrschicht 
eine Spitzenwertgleichrichtung stattfindet, weswegen bei steigender 
Schwingamplitude die mittlere Gatespannung negativer wird und somit der 
JFet weniger Strom für die Schwingung liefert. Also eine einfache 
Amplitudenstabilisierung des Oszillators, bei der die entnehmbare 
Schwingung noch am ehesten sinusartig ist.

Bei anderen Schaltungen, wo die Amplitude durch Clipping gemacht wird, 
ist das Ausgangssignal weniger rein.

W.S.
Gast #6356812
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Ralf D. schrieb:
> Du denkst dabei wahrscheinlich an LEDs für Signalisierungszwecke, bei
> denen wenige mA reichen, er dagegen an LEDs für Beleuchtungszwecke, wo
> man eher mehrere hundert mA braucht.

Bei einer KSQ für Beleuchtungs-LEDs wird heutzutage wohl kaum jemand 
noch auf einen Linearregler setzen.
(Firma: مهندس) #6356878
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Mal eine Frage in die Runde. (Ich bin ganz gut mit bipolaren 
Transistoren und Röhren aber mit FETs habe ich mich selten in der Praxis 
beschäftigt).

Ich suche einen n-Kanal JFET um ein Analogsignal (NF) ein- & 
auszuschalten. Sonst keine besonderen Anforderungen. Ist für den Bypass 
eines Distortion-Pedals für Gitarre.

Ibanez verwendet hier den 2SK44SP. Könnte ich hier auch einen BF245 oder 
BF256 einsetzen? Oder gibt es einen anderen, gut erhältlichen, Typen? 
9V-Versorgung, sollte also bei 3..5V schalten.

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