Moin!
50 Germanium Dioden kann man massenweise im Elektronikhandel kaufen. Bei
ebay bekommt man 50 Stück für 3 Euro.
https://www.ebay.de/itm/152895575997?hash=item23994957bd%3Ag%3AXpwAAOSwicpaeMOj&LH_BIN=1
Vergleichsweise sind dort Germanium Transistoren recht teuer, die alle
aus Altbeständen zu kommen scheinen. Hingegen könnten die billig und
reichlich verfügbarenen Dioden darauf hindeuten, dass sie aktuell noch
hergestellt werden.
Ich kenne nur aktuelle Sizium Transistoren mit einer Basis
Schwellenspannung von 0,7 Volt, während Germanium Transistoren nur 0,3
Volt benötigen. Gibt es auch aktuelle Transistoren, die schon mit
deutlich weniger als 0,7 Volt oder gar 0,3 Volt funktionieren?
Wenn nein, warum stellt man dann keine Germanium Transistoren mehr her?
Gerade bei den immer niedriger werdenden Spannungen wäre das doch
hilfreich. Das wäre beispielsweise ein Polungsdetektor bei aktiven
Gleichrichtern für niedrige Spannungen z.B. beim Fahrrad.
Germi schrieb:> Wenn nein, warum stellt man dann keine Germanium Transistoren mehr her?
Weil sie niemand wirklich braucht. Jedenfalls niemand, dessen Lösungen
irgendeine Massenrelevanz erwarten lassen. Warum also sollte irgendein
Halbleiterhersteller sowas noch herstellen?
> Gerade bei den immer niedriger werdenden Spannungen wäre das doch> hilfreich. Das wäre beispielsweise ein Polungsdetektor bei aktiven> Gleichrichtern für niedrige Spannungen z.B. beim Fahrrad.
Nun, du hast einfach nicht genug Kenntnisse über modernes
Schaltungsdesign, nur deswegen kommt es dir so vor, als würdest du
Ge-Transistoren benötigen...
Das waren schon immer nur Notlösungen. Heute völlig unnötig.
Germi schrieb:> Gibt es auch aktuelle Transistoren, die schon mit> deutlich weniger als 0,7 Volt oder gar 0,3 Volt funktionieren?
Transistoren heißen schon eine ganze Weile MOSFETs
> Wenn nein, warum stellt man dann keine Germanium Transistoren mehr her?
Zu viel Leckstrom. Zu temperaturempfindlich.
> Gerade bei den immer niedriger werdenden Spannungen wäre das doch> hilfreich.
Nein.
Germi schrieb:> Das wäre beispielsweise ein Polungsdetektor bei aktiven> Gleichrichtern für niedrige Spannungen z.B. beim Fahrrad.
Entweder schneller fahren oder Schottky-Transistoren nehmen;-)
Silizium ist eines der am häufigsten vorkommenden Elemente der
Erdkruste, überall verfügbar, billig - Sand. Stinknormaler Sand.
Germanium ist seltener und teurer.
Siliziumsperrschichten (Dioden, Transistoren) vertragen dramatisch
höhere Arbeitstemperaturen als Ge.
Axel S. schrieb:> Germi schrieb:>> Gibt es auch aktuelle Transistoren, die schon mit>> deutlich weniger als 0,7 Volt oder gar 0,3 Volt funktionieren?>> Transistoren heißen schon eine ganze Weile MOSFETs
Nö. MOSFETs sind ein Teil der großen Familie der Transistoren
Metal
Oxide
Field
Efffect
Transistor
Germi schrieb:> Hingegen könnten die billig und reichlich verfügbarenen Dioden darauf> hindeuten, dass sie aktuell noch hergestellt werden.
Nein.
Du bekommst auch noch Bauteile die in der DDR hergestellt wurden.
Irgendwer scheint irgendwo gigantische Vorratsberge aufgetürmt zu haben.
https://www.ramser-elektro.at/produkt-kategorie/germaniumtransistoren/
Niemand braucht Germaniumtransistoren. Ich hab noch eine Schachtel voll,
die liegen auch schon 30 Jahre.
Germi schrieb:> Das wäre beispielsweise ein Polungsdetektor bei aktiven Gleichrichtern> für niedrige Spannungen z.B. beim Fahrrad.
Das geht mit moderner Schaltungstechnik viel besser. Der Germane taugt
dazu nicht, oder warum meinst du, gab es vor 70 Jahren keine aktiven,
germaniumtransistorgeführten Gleichrichter ?
Nichtverzweifelter schrieb:> Silizium ist eines der am häufigsten vorkommenden Elemente der
Ja.
> Erdkruste,
überall verfügbar, billig - Sand. Stinknormaler Sand.
Nein. Das ist eine Legende. Für halbleitertaugliches Silizium braucht es
schon spezellen Sand, da geht nicht jeder X-beliebige. Ebenso zum
Betonmischen. Da geht niciht jeder Sand, auch kein Wüstensand. Es gibt
schon eine weltweite Sandkrise!
https://www.dw.com/de/sand-krise-mafia-profitiert-von-drohendem-sandmangel-wichtigster-baustoff-l%C3%B6sungen-korruption/a-57178419> Germanium ist seltener und teurer.
Nö. Es hat als das klassische Germanium einfach deutlich schlechtere
Eigenschaften. Nur als SiGe Mischung ist besser, aber dort auf Exoten
beschränkt. Silizium ist das Eisen der Halbleiterwelt. Preiswert, gut
und vielfälltig einsetzbar!
Hach, der Falk wieder.
Schreib doch bitte in Zukunft "effect" nur mit zwei "f", wenn Du schon
kein Englisch kannst.
Siliziumdioxid ist der häufigste vorkommende Sand, weltweit. Nichts ist
es mit "spezieller Sand", geheimnisumwoben, nur Dir bekannt...
Germanium kommt eben nicht weltweit vor, was zu Zeiten des kalten Kriegs
ein Thema war.
Was ist denn ein 'Schottky-Transistor'? Gemeint ist vermutlich ein
Transistor, bei dem eine Schottky-Diode von C nach B liegt
(Schottky-Logik). Diese verhindert daß der Transistor in Sättigung geht.
Die Ube ist aber trotzdem 0,6-0,7V.
Mohandes H. schrieb:> Was ist denn ein 'Schottky-Transistor'? Gemeint ist vermutlich ein> Transistor, bei dem eine Schottky-Diode von C nach B liegt
Das wird unter dem Begriff verstanden. Aber es gab früher tatsächlich
einen Kleinsignaltransistor BC2xx, da war die Basis-Emitter-Diode fast
wie eine Schottky-Diode und kam damit GE-Transistoren schon recht nahe.
Glücklicherweise funktionieren zwei Si-Transistoren in Reihe (in einem
IC) auch noch mit einer einfachen Batterie, wie die Armbanduhren
beweisen. Bei <1,2 V ist dann aber Schluß, also wenn die Batterie
sowieso praktisch leer ist.
Für Ge-Transistoren gibt es eigentlich nur eine einzige brauchbare
Anwendung: ein Joule-Thief mit Sperrschwinger. Funktioniert bis 0,2 V
runter, da aber schlecht. Bei 0,3 V noch brauchbar. Die
Mikro-Energie-Harvester-Klicke wird es freuen...
Hier mal ein Artikel, der die Vor- und Nachteile von Germanium und
Silizium vergleicht:
https://spectrum.ieee.org/germanium-can-take-transistors-where-silicon-cant
Ein Nachteil von Ge ist die kleinere Bandlücke, was zu einer höheren
intrinsischen Leitfähigkeit bei Zimmertemperatur führt.
Germaniumtransistoren haben erheblich höhere Sperrströme als ihre
Kollegen aus Silizium. Außerdem ist die Wärmeleitfähigkeit deutlich
schlechter.
„Irgendwer scheint irgendwo gigantische Vorratsberge aufgetürmt zu
haben.“
Da kann ich was beitragen.
Irgendwer: Ministerium des Innern und Ministerium für Verteidigung aka
Bullen und Landsknechte. Irgendwo: Niederlehme bei Berlin. Zentrale
Werkstatt Nachrichten/Instandsetzung. Gesamtes Gelände mit allem
Inventar ab Währungsunion zugemacht, abgeschlossen und bewacht.
Treuhandliegenschaftsgesellschaft, Pachtvertrag für zwanzig Jahre ab
1990. Pünktlich wird wieder aufgeschlossen für die Investoren und der
Inhalt begutachtet. Fazit: Alles hoffnungslos veraltet und nur noch
kiloweise loszuwerden. Muss aber sofort raus! Wer nimmt sowas noch? Und
alles auf einmal, bis heute abend? Ruf doch mal in Pförring an!
Das einzige, was mich an der Nummer ankotzt, ist die Erinnerung an das
Kopfschütteln der Fachverkäuferinnen im volkseigenen
Elektronikfachhandel, wo ich immer wieder dieselben Typenbezeichnungen
aus meiner Liste vortrug. Hamwanich ...
MaWin schrieb:> Germi schrieb:>> Hingegen könnten die billig und reichlich verfügbarenen Dioden darauf>> hindeuten, dass sie aktuell noch hergestellt werden.>> Nein.>> Du bekommst auch noch Bauteile die in der DDR hergestellt wurden.>> Irgendwer scheint irgendwo gigantische Vorratsberge aufgetürmt zu haben.
Und die Chinesen haben das DDR Zeugs aufgekauft? Da kommen nämlich die
billigen 50er Pack Dioden her.
MaWin schrieb:> Germi schrieb:>> Hingegen könnten die billig und reichlich verfügbarenen Dioden darauf>> hindeuten, dass sie aktuell noch hergestellt werden.>> Nein.
Die Verfügbarkeit solcher Dioden bei den Chinesen deutet nicht unbedingt
darauf hin, sondern stammen sicherlich aus irgendwelchen Lagerbeständen.
Aber das Nein ist trotzdem falsch, denn die werden durchaus noch von
paar Herstellern hergestellt. Erst vor paar Monaten mal bei einem
solchen Hersteller noch Ge-Dioden gesehen - weiß aber leider nicht mehr,
wie der Hersteller hieß ... :-(
Die im Eingangspost verlinkten Germaniumdioden könnten in Wahrheit
Schottkydioden sein. Ich weiß leider nicht mehr wo ich die Diagramne
dazu sah; es ging um den Bau eines HF-Tastköpfes. Wundern würde es mich
nicht wirklich.
Werner H. schrieb:> Für Ge-Transistoren gibt es eigentlich nur eine einzige brauchbare> Anwendung:
Och, nee!
Fast alles, was im diskreten Bereich mit Si geht, geht auch mit Ge.
Im Konsumerbereich sowieso.
Begrenzung liegt meist nur im Temperaturbereich.
Mike schrieb:> Germaniumtransistoren haben erheblich höhere Sperrströme als ihre> Kollegen aus Silizium.
Ist alles beherrschbar. Kein Problem.
Götz schrieb:> Da kann ich was beitragen.> Irgendwer: Ministerium des Innern und Ministerium für Verteidigung aka> Bullen und Landsknechte. Irgendwo: Niederlehme bei Berlin.
Ach du kleiner Wichtigtuer.
Wenn, da waren sicher massenhaft auch Si dabei.
Ich glaube, Ge-Dioden wurden bei der Akku-Versorgung auf
PC-Hauptplatinen verbaut.
Daher die Bestände.
Jens G. schrieb:> http://njsemi.com/products/rectifier?page=5> hat noch eine 1N100 ...
...
Na ja, ein Händler
View
Stock
22 INTERMETALL
1 MOTOROLA
4479 NEW JERSEY SEMICONDUCTOR
42 SIGNETICS
48 TRANSITRON
14 WORLD WIDE
Bei Intermetall, Transitron, Motorola, Signetics ist schon mal klar,
dass das alte Lagerware ist, bei den anderen aber ebenso.
Christian L. schrieb:> Es gibt Zero Threshold MOSFETs.> https://www.aldinc.com/ald_zerothresholdmosfet.php
Brauchst gar nicht solche Exoten.
Ein gewöhnlicher Sperrschicht-FET, wie etwa BF246, leitet auch schon bei
0V, und der bei z.B. 0,1V fliessende Strom lässt sich mit einer um 0V
pendelnden Gatespannung leistungslos steuern.
Es ist nicht nötig, dass solch eine Stufe Spannungsverstärkung hat.
Wichtig ist, das die Stufe Leistungsverstärkung hat.
Wegen der quasi leistungslosen Ansteuerung kann man daher unter
Zuhilfename eines Übertragers oder eines Schwingkreises z.B. einen
Oszillator realisieren, der schon mit geringer Spannung läuft.
Germi schrieb:> warum stellt man dann keine Germanium Transistoren mehr her?> Gerade bei den immer niedriger werdenden Spannungen wäre das doch> hilfreich. Das wäre beispielsweise ein Polungsdetektor bei aktiven> Gleichrichtern für niedrige Spannungen z.B. beim Fahrrad.
Ist nicht nötig bzw. der falsche Weg.
Wir sind uns wohl einig, dass wir Glühlampen für die Fahrradbeleuchtung
nicht mehr zu diskutieren brauchen, aber bei den LED gehen die
Flusspannungen nicht mehr runter, weil wie ja weisses Licht haben
wollen.
Dazu braucht man einen Blauanteil und diese Photonen (450nm) haben eine
Energie von knapp 2,8eV.
Ein paar ohmsche Verluste dazu, und schon sind wir in der Gegend von 3V
Flußspannung, was ja auch etwa die Betriebsspannung von weissen LED ist.
Diese Spannung kann man problemlos mit 4 Logiklevel MOSFETs (2x p-Kanal,
2x n-Kanal) fast ohne Spannungsverlust gleichrichten.
Unter 2,5V Eingangsspannung braucht dieser Gleichrichter nicht zu
leiten, weil die LED da ohnehin keinen Strom aufnimmt.
Hp M. schrieb:> Diese Spannung kann man problemlos mit 4 Logiklevel MOSFETs (2x p-Kanal,> 2x n-Kanal) fast ohne Spannungsverlust gleichrichten.> Unter 2,5V Eingangsspannung braucht dieser Gleichrichter nicht zu> leiten, weil die LED da ohnehin keinen Strom aufnimmt.
Die Schaltung mit vier Mosfets als aktiv geschalteter Vollweg
Gleichrichter ist mir bekannt. Beim Betrieb mit LEDs am Fahraddynamo ist
sie nach meinen Erfahrungen nicht effizienter als ein Vollweg
Gleichrichter aus vier Schottky Dioden 1N5817. Die MOSFET Schaltung hat
den Nachteil, dass sie nicht mit einem Kondensator am Ausgang
funktioniert. Der Schottky Vollgleichrichter funktioniert hingegen mit
Kondensator.
Mir geht es aber nicht um einen LED Fahrrad-Scheinwerfer bei Dunkelheit,
sondern tagsüber um das Laden von Akkus, das für jedes Quentchen nicht
vergeudeter Energie dankbar ist. Dabei könnte ein Kondensator am Ausgang
helfen, um auch im Nulldurchgang die Spannung hoch genug zu halten, um
die Ladeelektronik am Laufen zu halten, der aber wie gesagt nicht an den
MOSFETS funktioniert.
Germi schrieb:> Die Schaltung mit vier Mosfets als aktiv geschalteter Vollweg> Gleichrichter ist mir bekannt.
Es gibt noch eine Schaltung mit vier aktiv geschalteten Transistoren als
Vollweggleichrichter. Die Funktioniert auch mit Elko am Ausgang. Nur
funktioniert das nicht mit der Spannung vom Dynamo, weil die
Basis-Emitter-Sperrspannung nur etwas über 6V aushält. D.h. bei 2V
Lastseitig und 2V eff Eingangsseitig vom Dynamo ist Schluss für diese
Anwendung. Daruber hast Du nur noch Elektroschrott.
Germi schrieb:> Mir geht es aber nicht um einen LED Fahrrad-Scheinwerfer bei Dunkelheit,> sondern tagsüber um das Laden von Akkus
Mit Germanium-Transistoren, LOL.
Das ist ja genau so witzig, wie die Kindergartenkinder, die ihre bei
Dämmerung so niedrige Solarzellenspannung per step up Boost Wandler
anheben wollen.
Ob Fahrrad oder Solar, beides zieht Ahnungslosigkeit offenbar an.
Ein Dynamo ist ebenso wie eine Solarzelle eine STROMQUELLE, im Gegensatz
zur Solarzelle aber Tiefpass-frequenzbegrenzt damit die 3W Glühbirne
nicht durchbrennt. Wenn sie nichtmal mehr die Nennspannung schafft,
steht schlicht nicht genug Leistung zur Verfügung.
der schreckliche Sven schrieb:> Germaniumtransistoren werden noch hergestellt und verkauft ...
Immerhin 4 verschiedene. Aber ich bezweifele, daß der AC122 von Vishay
aus aktueller Produktion ist. Das ist ein Nischenmarkt und das lohnt für
so eine Firma nicht. Also auch NOS.
MaWin schrieb:> Jens G. schrieb:>> http://njsemi.com/products/rectifier?page=5>> hat noch eine 1N100 ...> ...> Na ja, ein Händler
Klingt aber nicht so:
http://njsemi.com/
Welcome to New Jersey Semiconductor's website. New Jersey Semiconductor
has been designing, manufacturing, and producing highly reliable
electronic devices since 1957.
Wo findest Du denn die Liste von "View Stock"? Ein Link bzw. den
Einstiegsmenüpunkt würde ich schon noch gern haben wollen.
Ich gebe zu, daß NJS offensichtlich nur noch alte Dinge aus eigener
Prod. im Angebot hat (zumindest sehen die Datenblätter danach aus),
aber nach Händler sieht es nicht gerade aus.
Aber wie schon geschrieben, das war eigentlich nicht der Hersteller, den
ich eigentlich meinte.
Nichtverzweifelter schrieb:> Silizium ist eines der am häufigsten vorkommenden Elemente der> Erdkruste, überall verfügbar, billig - Sand. Stinknormaler Sand.
Selbst Sand wird inzwischen schon knapp. Wer als Tourist auf
Sardinien Sand klaut, wird mit hohen Strafen belegt.
MaWin schrieb:> Der Germane taugt> dazu nicht, oder warum meinst du, gab es vor 70 Jahren keine aktiven,> germaniumtransistorgeführten Gleichrichter ?
Doch, die gab es. Sie wurden damals wegen der niedrigeren Schwell-
spannung gegenüber Siliziumdioden beworben.
Harald W. schrieb:> Selbst Sand wird inzwischen schon knapp. Wer als Tourist auf> Sardinien Sand klaut, wird mit hohen Strafen belegt.
Na klar!
Schon immer hat sich die Halbleiterindustrie in Sardinien am Sandstrand
bedient. Heute schicken die ihre Mitarbeiter als Touristen getarnt da
hin, um Sand zu klauen. Einzeln.
In alten Heften der "Elektronik" nervten große Anzeigen eines Amis, der
sich "Oliver Germanium" nannte. Da gab es Hochstrom-Dioden und
-Transistoren. Zielgruppe war wohl auch die NAVY, Germanium als Ersatz
von Relais, die nicht Explosionsschockfest waren und wohl oft zum
Totalausfall der Elektrik bei den Generatoren führten.
Harald W. schrieb:> Nichtverzweifelter schrieb:>>> Silizium ist eines der am häufigsten vorkommenden Elemente der>> Erdkruste, überall verfügbar, billig - Sand. Stinknormaler Sand.>> Selbst Sand wird inzwischen schon knapp. Wer als Tourist auf> Sardinien Sand klaut, wird mit hohen Strafen belegt.
Nur sind die Anforderungen an das Material "Sand" andere, wenn er als
Bausand verwendet werden soll (rauhe Bruchkanten, "scharfer" Sand) als
wenn er für Halbleiter verwendet werden soll (möglichst reines SiO2).
Germanium ist weitaus seltener und teurer. Aber wie gesagt: das ist
nicht der Hauptgrund, warum (reine) Germaniumbauelemente nicht mehr
hergestellt werden. Die Sperrströme sind einfach zu hoch und
temperaturabhängig und sie halten generell nur geringe Temperaturen aus.
Für geringe Spannungen verwendet man seit jeher eher MOSFET als bipolare
Transistoren. Die Welt hat sich einige Male weitergedreht seit der Zeit,
als man sich zwischen Si- und Ge-Transistoren entscheiden mußte.
Der TE ist auf dem Holzweg, wenn er deswegen Germanium-Transistoren
sucht. Hab ich aber alles schonmal gesagt. K.A. warum der Post
Negativbewertungen hat.
Axel S. schrieb:> Transistoren heißen schon eine ganze Weile MOSFETs
Geballtes MC.net Schwarmwissen mal wieder :-)
BJT braucht man noch für jede Menge Dinge die Fets nicht können oder nur
mit zusätzlicher Beschaltung.
Germi schrieb:> Das wäre beispielsweise ein Polungsdetektor bei aktiven> Gleichrichtern für niedrige Spannungen.
???
Aktive Gleichrichter oder generell ideale Dioden werden mit OPs + Fets
gebaut.
Germi schrieb:> warum stellt man dann keine Germanium Transistoren mehr her?Beitrag "Germanium Transistoren"
>Oliver Germanium
ja die Anzeigen habe ich auch schon gesucht und nicht mehr gefunden. Er
passte nicht ganz in den Bildrahmen, sondern musste seinen Kopf schief
halten.
Germanium Power Devices hieß die Firma. Wir hatten damals von denen eine
Doppel-Leistungsdiode zur Zusammenschaltung zweier Spannungsquellen.
Es soll sich (wie bei Herrn Seitenbacher-leckerleckerlecker) um den Chef
persönlich gehandelt haben.
Christoph db1uq K. schrieb:> Seite 53 das war er, Oliver (Germanium) Ward
Dann kreise mal Nummer 53 auf der "Reader Service Card" ein und frag an,
ob sie noch was verkaufen. :-)
Christoph db1uq K. schrieb:> Das letzte Mal dass ich von Germanium gehört habe, waren> Siemens-HF-Transistoren in Ge-Si Mischkristalltechnik
Ja, SiGe hatte dann nochmal die Runde gemacht, weiß gar nicht, wie
aktuell das ist. Gab sogar mal eine Firma, die sich so nannte, aber
vermutlich haben sie irgendwann gemerkt, dass das als Firmenname (bspw.
in Suchmaschinen) doof ist und haben sich in Skyworks Inc. umbenannt.
MaWin schrieb:> Germi schrieb:>> Mir geht es aber nicht um einen LED Fahrrad-Scheinwerfer bei Dunkelheit,>> sondern tagsüber um das Laden von Akkus>> Mit Germanium-Transistoren, LOL.
Wie im Ursprungsposting geschrieben, soll der Germanium Transistor nur
als Polungsdetektor dienen, der somit geringsten Strom zu schalten hat.
Die Leistung sollen natürlich im aktiv geschalteten Gleichrichter
moderne Transistoren (wahrscheinlich MOSFETs) übernehmen, die durch den
Polungsdetektor gesteuert werden. Statt des Germaniumtransistors könnte
optimalerweise auch der laut Threadüberschrift gesuchte
"Transistor mit Schwellspannung unter 0,7 Volt"
die Rolle des Polungsdetektors übernehmen.
Germi schrieb:> soll der Germanium Transistor nur> als Polungsdetektor dienen
Bleibt auch bei Wiederholung eine blöde Idee.
Zeichne doch mal auf wie Du Dir das vorstellst.
Ich wette jeden Betrag das es ohne weiteres möglich ist das funktional
besser zu bauen ohne jemals den Bedarf an <0,7V UBE gehabt zu haben.
Germi schrieb:> Statt des Germaniumtransistors könnte optimalerweise auch der laut> Threadüberschrift gesuchte> "Transistor mit Schwellspannung unter 0,7 Volt"> die Rolle des Polungsdetektors übernehmen.
Keine Steuerschaltung für ideale Gleichrichter, und davon gibt es
Dutzende, braucht solche Exotenteile.
Das sitzen halt Ingenieure, Kombinieren aus Vorhandenem, keine Politiker
die sich was zusammenw8nschen.
Prokrastinator schrieb:> Ich wette jeden Betrag das es ohne weiteres möglich ist das funktional> besser zu bauen ...
Nur mit mehr Aufwand und unter der Voraussetzung, dass noch genügend
JFET in der Leistungsklasse BF256 gibt.
Dieter schrieb:> Nur mit mehr Aufwand und unter der Voraussetzung, dass noch genügend> JFET in der Leistungsklasse BF256 gibt.
Ach du Elend 😲
Das habe ich nicht gewusst.
Da habe ich doch jetzt glatt einen aktiven Gleichrichter für ein PoE PD
mit einem von diesen neumodischen 'IC' aufgebaut ohne auch nur einen
Jfet dafür zu benutzen.
Verdammt. Das passt man eine Sekunde nicht auf und schon ist das Ding
fertig ohne dafür eine hoffnungslos veraltete Technik zu verwenden.
Germi schrieb:> warum stellt man dann keine Germanium Transistoren mehr her?
Hoher Reststrom, temperaturabhängig, geringe Stromverstärkung, die im
Alter noch nachlässt. Es gibt kaum Vorteile, höchstens als Ersatzteil
für historische Sachen. Auge ins Radiomuseum!
prokrastinator schrieb:> Ach du Elend 😲
....
> diesen neumodischen 'IC' aufgebaut ohne auch nur einen> Jfet dafür zu benutzen.
Das glaubst auch nur Du. Da sind einige JFET (als Minderheit) in dem
neumodischen IC drinnen, die auch im Schema nicht abgedruckt sind.
Germi schrieb:> Schwellspannung unter 0,7 Volt
Das trifft nur für Basis-Emitterstrecke zu. Die Sättigungsspannung
zwischen Collektor-Emitter ist meist deutlich unter 0,2V.
Der Dynamo hat übrigens einen sehr verzerrten Sinus, so dass bereits
unterhalb der Schrittgeschwindigkeit bereits Peaks von über 1,6V
vorhandeen sind. Du mußt nur diese Peak zum Starten ausnutzen.
Dieter schrieb:> weil die> Basis-Emitter-Sperrspannung nur etwas über 6V aushält. D.h. bei 2V> Lastseitig und 2V eff Eingangsseitig vom Dynamo ist Schluss
Die Emitter-Basis Durchbruchspannung oder maximale Basis-Emitter
Sperrspannung liegt bei Si-Transistoren im Bereich von 5 Volt, bei
Ge-Transistoren nahe 20 Volt.
D.h. mit Ge ging das bis 6V lastseitig und 6V eff eingangsseitig.
Dieter schrieb:> Die Emitter-Basis Durchbruchspannung oder maximale Basis-Emitter> Sperrspannung liegt bei Si-Transistoren im Bereich von 5 Volt, bei> Ge-Transistoren nahe 20 Volt.
Naja, nicht gleich so pauschal übertreiben. Der "Standard" scheint wohl
eher bei 10V zu liegen. Aber es stimmt schon - etliche Typen behaupten,
bis zu 30V offiziell aushalten zu können ...