12V Motor mit ESP32 schalten

Gast #7090091
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Hallo zusammen,

ich möchte mit einem ESP32 mehrere 12V Motoren (Aufdruck: 12V, AMPS: 
1.6A, MAX.AMPS: 2.5A) schalten (nur an / aus. Kein PWM).

Das Ganze möchte ich NICHT mit Relais, sondern mit Mosfets lösen.
Hab zwar schon ein Paar "Projekte" umgesetzt, jedoch bisher noch nie mit 
Mosfets gearbeitet.

Würde die Schaltung im Anhang so funktionieren?
Danke! :)
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Gast #7090164
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Matthias S. schrieb:
> micha schrieb:
>> Der ESP hat nur 3.6 V, schaltet der MosFet damit durch?
>
> Es sollte so gerade klappen, aber richtig geeignet ist er nicht. Man
> benötigt einen LLL Mosfet (LowLogicLevel), der auch bei 3,3V richtig
> durchschaltet. Alternative ist ein Treiber.

Kannst du uns einen nennen?
Gast #7090198
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Entweder nimmst du einen Logic Level MosFet oder einen BJT.
BJTs haben typischerweise geringere Durschaltverluste und den kriegst du 
mit einem uC auch in Sättigung. Schnelles Schalten brauchst du hier ja 
nicht.
Gast #7090214
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Müllerpin schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> micha schrieb:
>>> Der ESP hat nur 3.6 V, schaltet der MosFet damit durch?
>>
>> Es sollte so gerade klappen, aber richtig geeignet ist er nicht. Man
>> benötigt einen LLL Mosfet (LowLogicLevel), der auch bei 3,3V richtig
>> durchschaltet. Alternative ist ein Treiber.
>
> Kannst du uns einen nennen?

IRF7401
Gast #7090341
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H. H. schrieb:
> Oster schrieb:
>> Wenn du die AOD4184A schon gekauft hast, kannst du einfach als Treiber
>> einen PNP Transistor zwischen 12V und Gate hängen.
>
> Unsinn!

Da muss ich Hinz zustimmen. War leider ein wenig durchdachter 
Schnellschuss, da damit der ESP Pin über die B-E Strecke an die 12V 
gelegt würde. Zwar durch den Basiswiderstand strombegrenzt, aber einfach 
keine gute Idee.
Gast #7090358
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Danke für die ganzen Antworten :)

Oster schrieb:
> Wenn du die AOD4184A schon gekauft hast

Bisher hab ich noch nichts gekauft. Bin gerade am Planen der Platine - 
die würde ich gerne die Tage bestellen.

Oster schrieb:
> Falls nicht käme auch der IRF3708 in Frage

Den bekomme ich leider bei TME nicht. Und auch bei Reichelt gibt's den 
nur als TO-220. SMD fänd ich cooler, da später die Platinenunterseite 
sichtbar sein wird.
#7090402
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Ich hatte letztens für etwas ähnliches einen IRF7413 ausgesucht. 
Momentan muss man aber eher schauen was es denn beim Distributor 
überhaupt gibt.
Du kannst dir noch überlegen eine 3A-Sicherung o.ä. in den Strompfad zu 
bauen.
Ich würde vorschlagen, filtere bei deinem Distributor nach Mosfet die 
auf Lager sind, schaue nach niedriger VGSth, überprüfe die Diagramme im 
Datenblatt und stelle den ausgesuchten Typ vor. Entweder du bekommst 
sofort Widerspruch, weil du etwas falsch gemacht oder nicht bedacht 
hast, oder es meldet sich vielleicht niemand, dann ist es ziemlich 
sicher richtig (man lernt das hier mit der Zeit richtig zu 
interpretieren).
Gast #7090463
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Oster schrieb:
> der IRF3708 in Frage, dessen RDSon ist bei 2,8V noch spezifiziert.
> https://www.reichelt.de/mosfet-n-ch-30v-62a-87w-to-220ab-irf-3708-p90229.html

Auah ... Anhang.

Stefan ⛄ F. schrieb:
>> Da würde ich vorher prüfen, ob der Motor tatsächlich auch im
>> Anlauf-/Blockierfall mit den angegebenen 2.5A zufrieden ist.
>
> +1 für die erste und bisher einzig sinnvolle Antwort

War Dein Bier schlecht? Übliche FETs haben genug Reserve für den Anlauf.
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#7090499
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Benjamin Probst schrieb:
> Und den Gate-Widerstand? Wie berechnet man den?

MosFETs sind spannungsgesteuert, insofern braucht's den nicht. Weder zum 
Schutz des FETs noch zum Schutz von normalen CMOS-Ausgängen.

Kann man aber einbauen, um z.B. die Schaltflanken abzuflachen und das 
EMV-Verhalten zu verbessern.
Nachdem du nur schaltest, und keine PWM verwendest, ist der ziemlich 
egal. 100 Ohm passen genauso wie 0 Ohm oder 10 Ohm. 1 kOhm wär auch noch 
OK, wenn du den Pull-Down entsprechend vergrößerst (Spannungsteiler...)
Aber da schaltet der FET schon recht langsam, bleibt also lange im 
verlustreichen Linearbetrieb.

Kannst ihn als "Angstwiderstand" sehen. Wenn z.B. dein Oszi-Tastkopf am 
Gate abrutscht und es gegen Source kurzschließt, hat der µC-Ausgang 
keinen Kurzschluss.
Gast #7090660
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Matthias S. schrieb:
> Da du keine PWM machst, ist das völlig wursch

Εrnst B. schrieb:
> MosFETs sind spannungsgesteuert, insofern braucht's den nicht.

Die Spannung ist wegen der Gatekapazität aber ladungsgesteuert. Deshalb 
legt der Widerstand - zusammen mit der Ansteuerimpedanz - die 
Flankensteilheit fest, auch ohne PWM.
Bei PWM findet die Schalterei nur häufiger statt, d.h. nur thermisch ist 
er hier egal, EMV-mäßig hängt es von der Bewertung der Störungen ab.
Gast #7090737
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Matthias S. schrieb:
> Was möchtest uns damit sagen? Getewiderstand kannste machen oder eben
> nicht. Ist also wurscht.

Damit möchte ich sagen, dass der Umladestrom für die Gatekapazität und 
damit auch der Gatewiderstand eben genau nicht wurscht sind.
Es kommt drauf an, ob einen Störungen durch steile Schaltflanken stören.
Gast #7090988
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>>> Da würde ich vorher prüfen, ob der Motor tatsächlich auch im
>>> Anlauf-/Blockierfall mit den angegebenen 2.5A zufrieden ist.
>> +1 für die erste und bisher einzig sinnvolle Antwort

Manfred schrieb:
> War Dein Bier schlecht? Übliche FETs haben genug Reserve für den Anlauf.

Ohne konkrete Zahlen lasse ich mich zu einer solch mutigen pauschalen 
Aussage verleiten.

>> Und den Gate-Widerstand? Wie berechnet man den?

Εrnst B. schrieb:
> MosFETs sind spannungsgesteuert, insofern braucht's den nicht.
> Kannst ihn als "Angstwiderstand" sehen.

Es geht eher darum, den Mikrocontroller und dessen Spannungsversorgung 
nicht zu überfordern. Das Gate ist immerhin ein Kondensator. Ohne 
Strombegrenzung fließt ein unendlich hoher Strom bei jedem 
Umlade-Vorgang. Das steuernde IC wird wohl nicht unendlich viel Strom 
fließen lassen, aber sehr wahrscheinlich mehr als dessen absolute 
maximum ratings erlauben.

Meine Erfahrung aus der Praxis ist, dass man den Widerstand bei 
Schaltfrequenzen < 10 Hz meistens weg lassen kann. Dennoch würde das 
Weglassen nicht empfehlen.
#7091119
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Ohne
> Strombegrenzung fließt ein unendlich hoher Strom bei jedem
> Umlade-Vorgang.

jaja... unendlicher Strom erzeugt ein unendlich starkes Magnet- und 
Gravitationsfeld was alles unendlich stark beschleunigt, was zur 
kompletten Zerstörung des Universums führt...

Damals, vorm Krieg, als CMOS noch frisch und neu war, wurde als große 
Verbesserung zum bipolaren TTL angeführt dass man nicht mehr auf den 
Fan-Out achten muss weil jeder CMOS-Ausgang quasi unbegrenzt viele 
parallelgeschaltete CMOS-Eingänge (=Gates) treiben kann.
Und ettliche Jahrzehnte wurden Mosfet-Gates ohne großes 
Strombegrenzungs-Trara direkt an CMOS-Ausgänge angeschlossen.

Keine Ahnung wo in den letzten paar Jahren plötzlich diese "Gate-Phobie" 
hergekommen ist. Youtube? Arduino?

Schau nochmal genau in die Absolute Maximum Ratings. Da steht dann 
(z.B.) "30mA DC current per I/O pin"
Das "DC" steht da nicht nur Spaßeshalber, auf die kurzen Pulse beim 
Gate-Umladen kannst du diese Tabellenzeile nicht anwenden.

Was in beiden Fällen das eigentlich limitierende ist, ist die 
Verlustleistung in den µC-internen Ausgangs-FETs. Und die kann man im 
PWM-Betrieb zumindest grob abschätzen, und weit, weit unter der 
Verlustleistung bei 30 oder 20mA DC bleiben.

Sauberes Abblocken der Versorgung ist natürlich trotzdem Pflicht.

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Meine Erfahrung aus der Praxis ist, dass man den Widerstand bei
> Schaltfrequenzen < 10 Hz meistens weg lassen kann.

Meine Erfahrung ist, dass ein AVR das auch mit 125kHz PWM und 25nC Total 
Gate Charge ganz problemlos mitmacht. (ohne auf EMV zu achten)
(Firma: matzetronics) #7091270
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Wolfgang schrieb:
> Nur weil du die Auswirkungen nicht verstehst, ist es noch lange nicht
> wurscht.

Ja genau, das wirds sein. Falls du in der Lage bist, das Ausgangsposting 
zu lesen, wirst du allerdings bemerken, das nur ein Motor ab und zu an- 
und abgeschaltet wird. Es ist nach wie vor keine Rede von PWM.
Ein Gatewiderstand ist nach wie vor optional, also wurscht. Um den 
linearen Bereich und Miller schnell zu überfahren, ist ein 
Gatewiderstand hier u. U. sogar kontraproduktiv.
Gast #7091460
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Εrnst B. schrieb:
> als CMOS noch frisch und neu war, wurde als große
> Verbesserung zum bipolaren TTL angeführt dass man nicht mehr auf den
> Fan-Out achten muss weil jeder CMOS-Ausgang quasi unbegrenzt viele
> parallelgeschaltete CMOS-Eingänge (=Gates) treiben kann.
> Und ettliche Jahrzehnte wurden Mosfet-Gates ohne großes
> Strombegrenzungs-Trara direkt an CMOS-Ausgänge angeschlossen.

Wieviel Gateladung nehmen CD40xx-Eingänge auf, wie viel hat ein IRLZ34?

> Keine Ahnung wo in den letzten paar Jahren plötzlich diese "Gate-Phobie"
> hergekommen ist. Youtube? Arduino?

Dafür braucht es keine Idiotenvideos, das ist simple elektrotechnische 
Theorie. Der µC-Ausgang gegen den leeren Kondensator Gate-Source 
schaltet quasi gegen einen Kurzschluß. Selbst, wenn dieser nach ein paar 
dutzen Nanosekunden wieder weg ist (weil C geladen), ist das unnötiger 
Streß.

Ich meckere Stefan oft genug an, aber diesen Fall hat er zutreffend 
beschrieben:

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Es geht eher darum, den Mikrocontroller und dessen Spannungsversorgung
> nicht zu überfordern. Das Gate ist immerhin ein Kondensator. Ohne
> Strombegrenzung fließt ein unendlich hoher Strom bei jedem
> Umlade-Vorgang.

Stefan, diesen Rückzieher verstehe ich nicht:
> Meine Erfahrung aus der Praxis ist, dass man den Widerstand bei
> Schaltfrequenzen < 10 Hz meistens weg lassen kann. Dennoch würde das
> Weglassen nicht empfehlen.

Ich habe fast nur langsame Schaltvorgänge, da kommt immer ein 
Widerstand ans Gate.
Beitrag #7091461 wurde von einem Moderator gelöscht.

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