Beleuchtung zentral steuern

OP #7657515

Hallo

Ich möchte bei uns daheim alle Lampen in Gängen, Zimmern aus Außenbereich, sowie alle Schalter und Bewegungsmelder zentral steuern und somit die Flexibiltät haben, einen Schalter oder einen Taster per Software einer oder mehreren Lampen zuzuordnen. Ebenso konfigureieren können, dass am Abend im Außenbereich die Belecuhtung angeht oder etwa dass wenn sich niemand in den Gängen aufhält das Licht dort abgeschalten wird.

Kann hier jemand ein geeignetes System bzw. Platform empfehlen?

#7657580

Kann man alles machen, solange man selbst das System beherrscht! Wenn die Frau jedoch mal Licht einschalten möchte, wenn Du auf Dienstreise bist, sollte es auch noch funktionieren. Ein hergelaufener Elektriker wird an Deiner Erfindung verzweifeln und das Haus entkernen.

#7657647

Alle Taster, Schalter, Steckdosen und Lampen zentral in einen Schaltschrank verkabeln. (gibt nebenbei nett dick Estrich, weil Kupfer leider nicht als Armierung für Beton geeignet ist.) Da drin dann eine fette SPS neben den hunderten von Automaten, die alle Taster und Schalter auf Eingänge gelegt hat, die Ausgänge auf Schütze und über die Schütze die Stromkreise versorgt. Solaranlage, Akku, Wechselrichter und E-Auto nicht vergessen. Das kann ein fähiger Elektriker auch in Jahren noch warten, wenn es denn noch ein PG zu der SPS gibt. Das sollte man also selber machen und auf Papier als Schaltplan dokumentieren.

Oder: alles mit Homematic IP, aber da brauchts rundum Busleitung, und evtl. auch noch Cloudanbindung.

Oder: KNX. Mit ähnlichen Nebenwirkungen.

Oder: das ganze Haus mit ordentlich WLAN ausstatten und dann überall Tasmota oder Shelly einbauen. Plus ein MQTT-basiertes Smarthomeserverlein, mit Node-RED oder einem der anderen Smarthome-Projekte. Braucht dann halt 24/7 mehrere hundert Watt Standbyleistung. Spart aber Gas in dem Fall.

Gast #7657694

Slade C. schrieb:

wenn sich niemand in den Gängen aufhält das Licht dort abgeschalten wird.

Also inklusive Bewegungsmeldern. Ja, kann man machen. Man investiere erhebliche Summen in Technik und Zeit. In die eigene oder die bezahlte Zeit eines Technikers. Genug Geld und Zeit vorrausgesetzt bekommt man damit ein funktionierendes System, bei dem hin und wieder irgendwas kaputtgeht, weil high tech das nunmal tut. Der Standbyverbrauch ist hoch, der Wartungsaufwand auch, nach ein paar Jahren sind die Geräte nicht mehr ersetzbar und das 'zukunftssichere' System von Heute ist Morgen völlig veraltet und verlacht. Das 'billige' DIY System stirbt mit seinem Installateur, weil kein anderes es versteht und anfassen will, das teure KNX o.ä. muss man sich leisten wollen.

Aber hey, wer möchte nicht mit 1000€ Einsatz die 0,1KW im Jahr sparen die eine Flur LED Beleuchtung 'umsonst' verbraucht hätte. Wer mag nicht dieses beklemmende Parkhausgefühl wenn hinter einem das Licht ausgeht und vor einem noch alles dunkel ist?

Jeder wie er mag.

#7657701

Bei all den schönen Träumen sollte man nicht vergessen, was geschieht, wenn die Steuerung ausfällt. Dass man dann nicht im Dunkeln sitzt.

Ein ausfallsicheres Konzept sind Stromstoßrelais für die Lampen, die parallel von Tastern und Impulsen der Steuerung geschaltet werden können. Die Taster müssen von der Steuerung nicht abgefragt werden, aber der Zustand der Relais.

#7659948

Lu schrieb:

Kann man alles machen, solange man selbst das System beherrscht! Wenn die Frau jedoch mal Licht einschalten möchte, wenn Du auf Dienstreise bist, sollte es auch noch funktionieren. Ein hergelaufener Elektriker wird an Deiner Erfindung verzweifeln und das Haus entkernen.

Jobst Q. schrieb:

Bei all den schönen Träumen sollte man nicht vergessen, was geschieht, wenn die Steuerung ausfällt. Dass man dann nicht im Dunkeln sitzt.

genau deshalb Shellys, Tasmota uns als Stromstossrelais

Bei Ausfall der Steuerung bleibt alles lokal schaltbar

Sollte in ein paar Jahren einer dieser Shellys defekt sein kann ihn der Dorfelektriker im Notfall gegen einen normalen Eltako tauschen, dann ist es halt nicht mehr smart, aber leuchtet wieder

#7661233

Heinz R. schrieb:

Sollte in ein paar Jahren einer dieser Shellys defekt sein kann ihn der Dorfelektriker im Notfall gegen einen normalen Eltako tauschen, dann ist es halt nicht mehr smart, aber leuchtet wieder

FALLS er bereit ist, da überhaupt ran zu gehen. "Mein Mann hat da irgendwas gebastelt und nun geht das Licht nicht mehr!", das ist nichts, was die mangelden Fachkäfte in Scharen anzieht.

#7661283

Michael schrieb:

Wer mag nicht dieses beklemmende Parkhausgefühl wenn hinter einem das Licht ausgeht und vor einem noch alles dunkel ist?

In Krimis wirft sich der Hauptdarsteller in diesem Moment auf den Boden und rollt sich seitlich weg. Gerade noch rechtzeitig bevor die Bösen Buben aus dem Dunkeln mit Maschinenpistolen auf ihn feuern :)

Kann man dann schon mal zu hause üben :)

#7661377

Wenn du die ganzen Bedenkenträger mal ignorierst, kann man dir auch helfen. Aber vorher muss etwas mehr Information kommen: Was sind deine Vorraussetzungen (Eigenes Haus oder Mietwohnung oder Eigentümergesellschafter?) Wie ist die Elektroanlage derzeit aufgebaut? Soll und wenn ja wann, da was erneuert werden? Wer soll das aufbauen und pflegen? Wie viel darf das kosten?

Wenn du das beantwortest, dann kann man schauen, wie man das gelöst bekommt. Unmöglich ist es nicht, es gibt sogar eine ganze Menge Möglichkeiten das zu realisieren. Alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Im groben hast du 2 Optionen: Alles hart verdrahtet (dann bist du bwei KNX, Homematic IPwired, Loxone oder ähnlichen) oder via Funk, das würde dann entweder über zigbee, WLAN oder 868MHz laufen (Homematic IP in der Funkvariante zum Beispiel.) Selbstbau in Form von eigenen Aktoren und sensoren und einer eigenen Zentrale ist vollkommener Unsinn, da gibt es heute alles fertig was dann auch notfalls jemand anders noch warten kann. Billiger ist das auch nicht mehr, sodass das prinzipiell keinerlei Vorteile mehr hat.

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