Forum: Haus & Smart Home Welches Smart Home System zum selbst erweitern ?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Marcel B. (gigi)


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Hallo zusammen,

ich nutze derzeit Alexa und möchte gerne das System erweitern und zwar 
mit Geräten welche nicht von der Stange kommen, da es bald nicht nur um 
eine Wohnung sondern ein Haus inklusive Garten gehen soll.

Ich habe bereits einige Experimente mit Alexa und ESP durchgeführt,
allerdings wird immer nur eine Phillips Hue emuliert.
Habe nichts gefunden um eigene Funktionen zu realisieren, es geht nur 
an/aus. Natürlich lässt sich das Softwareseitig lösen irgendwie, 
allerdings ist das ein ziemliches Gebastel.

Könnt ihr mir ein System empfehlen, wo ich später relativ einfach 
DIY-Lösungen integrieren kann ?

Ich habe bei all den verfügbaren Systemen einfach keinen Überblick.

Mein Wunsch wäre ein zentrales System, zB. mit  Node-Red, was dann 
ebenfalls von einem Sprachassistent gesteuert werden kann.
Bei Alexa ist ja immer irgendwie alles mit irgendwelchen komischen Apps 
im System integriert, das hätte ich gerne alles auf einem zentralen 
Server oder Hub, welchen ich dann eventuell zusätzlich mit Alexa oder 
Google steuern kann.

LG,
Gigi

: Bearbeitet durch User
von Christian W. (orikson)


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Marcel B. schrieb:
> Könnt ihr mir ein System empfehlen, wo ich später relativ einfach
> DIY-Lösungen integrieren kann

Home Assistant mit ESPHome

von Cyblord -. (cyblord)


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openHAB
IOBroker

von Tim (timgabinski)


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Ich habe eine KNX-Installation, die ja von Haus aus nicht DIY-freundlich 
ist. In Verbindung mit OpenHAB kann ich alles mögliche andere einbinden, 
sowohl andere Bussysteme als auch selbstgebautes. Fällt der server aus, 
funktioniert natürlich nur noch der KNX-Teil; ich integriere also nur 
den Spielkram per OpenHAB.

von Jan (dunno)


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Gefühlt ist HomeAssistant mittlerweile der Platzhirsch?

Jedenfalls wenn's um DIY Lösungen einbinden geht, gerade wenn es 
MQTT-basiert ist, großartig.

Auch sonst haben die mittlerweile ein gigantisches Ökosystem, und die 
(Test) Installation auf nem RPI ist sehr schnell gemacht.

Definitiv einen Blick wert.

von Le X. (lex_91)


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Bei Neubau und wenn Geld keine Rolle spielt: KNX

Ich selber nutze in der Wohnung und im EFH ioBroker.
Daran hängen diverse Tasmota-Geräte, Zigbee-Zeugs (via Zigbee2MQTT), 
WLEDs, früher noch Homematic-Aktoren und noch einiges mehr.
Ich bin damit sehr zufrieden.
Du kriegst alles eingebunden und das Skripting ist sehr mächtig.

Würde ich nochmal neu starten könnte ich mir aber vorstellen Home 
Assistant zu nutzen.
Scheint mittlerweile den ioBroker überholt zu haben was Features und 
Kompatiblität betrifft.
Außerdem ist die Community größer und internationaler, das ist mir bei 
OSS-Projekten auch wichtig.

ESPhome hat auch einen sehr guten Ruf.
Aber man kann halt nicht dauernd alles umstellen, deshalb setze ich auch 
weiterhin auf ioBroker und Tasmota.

: Bearbeitet durch User
von Christian W. (orikson)


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Le X. schrieb:
> ESPhome hat auch einen sehr guten Ruf.

Ich weiß nicht obs das bei alternativen Lösungen auch gibt, aber bei 
ESPhome ist hald genial, dass du deine Sensor-Nodes ganz einfach 
over-the-air updaten kannst. D.h. du hast auf deinem lokalem Home 
Assistant Server ESPhome laufen und auf irgendwelchen ESP32 o.ä. als 
Sensorknoteneine ESPhome Firmware. Falls du jemals die Firmware auf 
diesen ESP32 ändern/updaten musst, kannst du das komplett über Home 
Assistant machen und musst dich nicht explizit mit jedem ESP32 einzeln 
verbinden

von Le X. (lex_91)


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Christian W. schrieb:
> Ich weiß nicht obs das bei alternativen Lösungen auch gibt, aber bei
> ESPhome ist hald genial, dass du deine Sensor-Nodes ganz einfach
> over-the-air updaten kannst.

Natürlich unterstützt Tasmota OTA.
Aber ich halte es für müßig, sich da auf Details zu versteifen.
Wahnsinnig gute Systeme sind beides.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Christian W. schrieb:
> Le X. schrieb:
>> ESPhome hat auch einen sehr guten Ruf.
>
> Ich weiß nicht obs das bei alternativen Lösungen auch gibt, aber bei
> ESPhome ist hald genial, dass du deine Sensor-Nodes ganz einfach
> over-the-air updaten kannst. D.h. du hast auf deinem lokalem Home
> Assistant Server ESPhome laufen und auf irgendwelchen ESP32 o.ä. als
> Sensorknoteneine ESPhome Firmware. Falls du jemals die Firmware auf
> diesen ESP32 ändern/updaten musst, kannst du das komplett über Home
> Assistant machen und musst dich nicht explizit mit jedem ESP32 einzeln
> verbinden

Das können fast alle Cloud Systeme einer Plattform. Shelly Cloud z.B. 
auch.

Nur wer will sich auf eine einzige HW Plattform festlegen? Und nur dann 
kann es das ja geben.
Normalerweise will man verschiedene Systeme haben. Da fällt ein 
einheitliches OTA schon mal flach.

Ich lege z.B. keinen Wert auf Smart Home selbst basteln, aber ich will 
Shellys, HUE und Homematic nutzen können. Und das geht mit openHAB z.B. 
sehr gut.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Die Frage war ja nach einer Integration von Alexa ohne viele spezielle 
Skills benutzen zu müssen. Das geht mit ioBroker sehr gut, im ioT 
Adapter legt man praktisch virtuelle Alexa Geräte an die dann an 
irgendwelche Datenpunkte gebunden werden. Die Datenpunkte kommen von 
beliebigen anderen Geräten, können also KNX, Zigbee, MQTT oder sonstige 
Dienste sein. Auch NodeRed Variablen, weil NR ebenfalls gut und 
transparent integriert ist.
So habe ich das schon mehrere Jahre laufen und es funktioniert gut 
zuverlässig. Der Alexa Adapter wurde allerdings schon häufig 
aktualisiert, auch weil Amazon da gerne am API bastelt und das für die 
ja mittlerweile ein Zuschussgeschäft ist. Deshalb ist das bei mir nur 
eine von mehreren Möglichkeiten z.B. Szenen zu schalten, es geht auch 
über Smartphone App oder Zigbee Buttons oder KNX verkabelte Schalter.
Ich weiß allerdings nicht wie viele Schaltvorgänge über Alexa in der 
freien Version erlaubt, da gibt es eine Aboversion die auch mit 
Fernzugang gekoppelt werden kann. Ist bezahlbar und sorgt auch dafür das 
die Entwickler das in Zukunft weiterpflegen können.
Ja, HA ist inzwischen das beliebtere System wie es aussieht, aber bei 
mir genau wie bei  Le X. ist eben ioB gewachsen und läuft gut.

: Bearbeitet durch User
von Marcel B. (gigi)


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Guten morgen und vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten!

Ich werde mir ioBroker, homeAssistant und Openhab mal genauer anschauen. 
Die beiden schauen ziemlich vielversprechend aus.

Wichtig ist das ich gekaufte, sowie selbstgebastelte Sachen vernünftig 
eingebunden bekomme und es später gut nachrüstbar ist.

Nun muss ich das neue Haus eh komplett renovieren und kann viele 
Datenleitungen, etc. schon legen, doch wenn es später erweitert werden 
soll, wäre natürlich ein Vorteil nicht wieder alles aufreissen zu 
müssen.
Ich denke das hat aber eher mit den Aktoren, Sensoren an sich zu tun, 
nicht mit dem Hauptserver.

Wie gesagt bis auf Alexa und einige Spielereien mit NodeRed in der 
Mietwohnung bin ich auf diesem Gebiet blutiger Anfänger.

Edit:
Ich habe gerade gesehen openHAB scheint die meisten Systeme zu 
unterstützen.


LG,
Gigi

: Bearbeitet durch User
von Joe J. (j_955)


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Marcel B. schrieb:
> Nun muss ich das neue Haus eh komplett renovieren und kann viele
> Datenleitungen, etc. schon legen, doch wenn es später erweitert werden
> soll, wäre natürlich ein Vorteil nicht wieder alles aufreissen zu
> müssen.

Meine Installation im Haus(Basis KNX/Spielerei über Openhab und Funk 
aussen vor) pro Zimmer:
*5x1,5mm2 für Beleuchtung
*5x2,5mm2 für Steckdosen
*Klingeldraht
*KNX in von Zimmer zu Zimmer, wenn möglich sonst von HV zu Zimmer

Verteilung im Zimmer:
*KNX/Schalter + Reserver in UP Dosen an gegenüber liegenden Wänden
*Klingeldraht Reed Kontakte Fenster
*Dosen nach Bedarf

Damit kann ich eig. alles erschlagen.

Der Aufbau/HV kannst planen lassen(meine bei Voltus) online für ein paar 
Kröten und mit dem Eli aufbauen oder dort komplett bauen/verdrahten 
lassen. Installtion mit Eli deines Vertrauens durchführen.


KNX ist nicht unbedingt kompliziert und so viel teuerer fürs Eigenheim 
bei Eigenleistung.

: Bearbeitet durch User
von Christian W. (orikson)


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Le X. schrieb:
> Natürlich unterstützt Tasmota OTA.
Es geht nicht um OTA an sich. Es geht darum alle Geräte von einem 
zentralen Server aus updaten zu können. Tasmota kenne ich nur so, dass 
man sich bei jedem einzelnen Sensor lokal verbinden muss um das Update 
zu machen. Bei der ESPHome Integration muss man sich nur mit dem Home 
Assistant Server verbinden, kann über diese Oberfläche seinen 
Programcode anpassen und direkt compilieren und an den Sensor schicken 
lassen. Gerade wenn man dann mal 20 Sensoren hat ist das ein großer 
Komfortgewinn!

Cyblord -. schrieb:
> Cloud Systeme einer Plattform. Shelly Cloud
Pfui, die Cloud. Wir wollen doch die Sachen lokal behalten, oder?

Cyblord -. schrieb:
> Normalerweise will man verschiedene Systeme haben. Da fällt ein
> einheitliches OTA schon mal flach.
Man kann ja immernoch verschiedene propritäre Systeme nutzen und in jede 
Home Automation Software über Integrationen einbinden, da nehmen sich 
die bekannten Lösungen nicht viel. Die meisten Systeme (z.B. auch die 
Shellys) nutzen intern aber auch ESPs, welche man mit einer eigenen 
ESPHome Firmware überschreiben kann. Dann hat man den gleichen 
Funktionsumfang oder mehr, volle Kontrolle über seine Daten, 
einheitliches OTA und spart sich den Großteil der Hardwareentwicklung 
(soweit es schon etwas passendes gibt)!

von Cyblord -. (cyblord)


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Christian W. schrieb:
> Pfui, die Cloud. Wir wollen doch die Sachen lokal behalten, oder?

Oder

von Chris V. (nagut)


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Ich hab' seit mehreren Jahren ioBroker auf einer Synology-NAS im Keller 
laufen, allerdings hauptsächlich um der Heizung auf die Finger zu 
schauen und etwas Licht- und Stromverbrauchs-Gedöns mit Shellys.

Bin mit der Zuverlässigkeit und der Integrationsmöglichkeit von 
Basteleien sehr zufrieden. Allerdings nutze ich kein Alexa und das Zeug 
ist bewusst nicht aus dem Internet erreichbar.

Mit Firmware-Updates der einzelnen Aktoren habe ich eher schlechte 
Erfahrung. Da wird offenbar schnell mal was "kaputtgespielt" zugunsten 
eines Bugfixes, den ich wegen fehlender Cloudanbindung gar nicht 
unbedingt brauche.

Etwas arg umständlich fand ich beim ioBroker die Visualisierung (vis). 
Man bekommt schon hin was man will, aber es frisst unglaublich Zeit.

Bei Neuverkabelung würde ich pro Etage einen zentralen Schalter für 
sämtliche Shelly-Lichtinstallationen vorsehen. Ich finde die Shellys 
klasse, aber kann mir nicht vorstellen, das bei ~20..60 verbauten 
Dingern nicht doch mal einer innerhalb der nächsten 10 Jahre im wahrsten 
Sinne des Wortes abraucht. Lichtinstallationen bei Tag und in der Nacht, 
wenn niemand mehr wach ist, komplett vom Netz zu trennen gefällt mir 
daher trotz Smart-Home gut. Wenn man wirklich mal Licht an/aus braucht, 
ohne dass jemand da ist, weil man z.B. während einer Reise Hausbewohner 
vortäuschen will, kann man sich immer noch überlegen, ob man den 
besagten zentralen Schalter dann einfach eingeschaltet lässt.


Edit: Thema Shelly-Cloud: Damit war/bin ich sehr unzufrieden. Ich hatte 
es eine Zeitlang mal testweise laufen, aber das war nie zuverlässig. 
Nachdem ich alle Shellys auf den ioBroker umgezogen hatte, funktioniert 
das System sehr viel besser.

: Bearbeitet durch User
von Obelix X. (obelix)


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Marcel B. schrieb:
> Mein Wunsch wäre ein zentrales System, zB. mit  Node-Red, was dann
> ebenfalls von einem Sprachassistent gesteuert werden kann.
> Bei Alexa ist ja immer irgendwie alles mit irgendwelchen komischen Apps
> im System integriert, das hätte ich gerne alles auf einem zentralen
> Server oder Hub, welchen ich dann eventuell zusätzlich mit Alexa oder
> Google steuern kann.

Dann mach das doch so. Habe ich so am laufen mit Node-Red  Alexa  MQTT 
 Tasmota  openHasp.

von Thomas R. (thomasr)


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Wer Funk kennt, nimmt Draht.

Hat sich immer wieder bestätigt. Auch nach Wechsel des Wohnortes/neues 
Haus  habe ich immer wieder Funkprobleme. Dabei ist das jetzige Haus 
komplett aus Holz und trotzdem führen einzelne "Besonderheiten" zu 
Funkproblemen. Trotz kompletter Busverkabelung mußte ich leider ein paar 
Aktoren per Funk anbinden und hasse diese Lösungen wie die Pest.

von David G. (Firma: 10.08.1985) (follow2000)


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Ich habe damals bei meinem Neubau zu jedem Raum eine Zuleitung 5x1,5mm2 
verlegt und zusätzliche eine KNX Leitung. Die KNX Leitung kostet fast 
nichts und darf mit der Zuleitung zusammen verlegt werden. Die Leitungen 
starten am Sicherungskasten und enden immer am ersten Lichtschalter. Die 
Dose ist am Lichtschalter ist eine Elektrodose mit Bauraum für KNX 
Aktoren. Im Raum selber habe ich alles mit Kaiser Installationsrohr 
verbunden und nur tiefe Dosen verbaut. Dadurch ist man maximal flexibel. 
Ich kann sowohl Aktoren im Raum unterputz verbauen so wie REG Geräte im 
Schaltschrank. Der Schaltschrank sollte gross genug sein um die Aktoren 
zu beherbergen. KNX gibt es schon seit 30 Jahren und es ist Hersteller 
übergreifend. Auch wenn es teuer ist kann man sicher sein das man auch 
in Zukunft noch Aktoren bekommt. Bestes NegativBeispiel wenn man nur auf 
einen Hersteller setzt (Shelly usw) ist RWE SmartHome. Hat sich nicht 
gelohnt und die Leute die darauf gesetzt haben gucken jetzt in die 
Röhre. Zusätzlich habe ich noch einen Gira Smart Home Server. Damit kann 
ich durch Programmierung eigentlich alles andere einbinden. Z.b. 
Wechselrichter, WLED, Wallbox, Heizung, Belüftungsanlage was am netzwerk 
hängt. Die System SMA Wechselrichter, Wallbox usw arbeiten hier als 
eigenständige Systeme. Der Homeserver ruft hier erstmal nur Daten ab und 
stellt sich übersichtlich auf einer Seite da. Wenn der Homeserver oder 
teile der Anlage ausfallen läuft der Rest, auch auf KNX ebene, einfach 
weiter. Die Leute die auf Loxone setzen haben ein grosses Problem was 
diese "SPS" mal ausfällt geht bei denen meist nichts mehr.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Marcel B. schrieb:
> Könnt ihr mir ein System empfehlen, wo ich später relativ einfach
> DIY-Lösungen integrieren kann ?

Ja. Ein eigenes DIY System.
Du kannst doch E-Basteln.
So ein eigenes System ist aus ein paar Controllern, die über ein 
einfaches Funknetzwerk kommunizieren auch selber machbar.
Dann bist Du maximal unabhängig und am preiswertesten.
Und mehr Bastel-Zeit kostet nichts sondern macht Spaß.

Thomas R. schrieb:
> Wer Funk kennt, nimmt Draht.
> Hat sich immer wieder bestätigt.

Unfug. Solange es nicht auf Reaktionszeiten im Zehntelsekundenbereich 
und große Datenmengen ankommt. Im Smarthome Bereich ist das eher selten.
Funk macht's maximal flexibel, leicht entfernbar und seriell einfach 
ansteuerbar. Jeglicher Kabel Verhau adé!

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Gerhard H. schrieb:
> Ja. Ein eigenes DIY System.
> Du kannst doch E-Basteln.
> So ein eigenes System ist aus ein paar Controllern, die über ein
> einfaches Funknetzwerk kommunizieren auch selber machbar.

Oje.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> So ein eigenes System ist aus ein paar Controllern, die über ein
> einfaches Funknetzwerk kommunizieren auch selber machbar.

Nur solange bis man es wirklich versucht und dann auf die 1001 Details 
stößt. Erweiterbarkeit, Adressierung, Synchronisierung, Protokoll, 
Inbetriebnahme usw. usw.
Tausend Probleme die eben von bestehenden Systemen schon gelöst sind und 
die man dann in mühsamer Arbeit selbst lösen muss. Die meisten geben 
vorher auf.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Nur solange bis man es wirklich versucht und dann auf die 1001 Details
> stößt. Erweiterbarkeit, Adressierung, Synchronisierung, Protokoll,
> Inbetriebnahme usw. usw.
> Tausend Probleme die eben von bestehenden Systemen schon gelöst sind

Man kann es sich natürlich unnötig kompliziert machen.

> Die meisten geben vorher auf

von Thomas R. (thomasr)


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Gerhard H. schrieb:
>
> Thomas R. schrieb:
>> Wer Funk kennt, nimmt Draht.
>> Hat sich immer wieder bestätigt.
>
> Unfug. Solange es nicht auf Reaktionszeiten im Zehntelsekundenbereich
> und große Datenmengen ankommt. Im Smarthome Bereich ist das eher selten.
> Funk macht's maximal flexibel, leicht entfernbar und seriell einfach
> ansteuerbar. Jeglicher Kabel Verhau adé!

Leider ist es aber so. Für unser Haus leider durch Hinzuziehung von 
echten Funkern und Hardwarentwicklern aus dem Funkbereich bestätigt.

Ein Sender mit Stabantenne in einem komplett freistehenden Holzhaus 
strahlt toroidförmig ab und das Signal verliert sich mit der Entfernung 
irgendwann. Wären da Nachbarn, würde das reflektiert und diese 
Reflektion vom Empfänger gehört. Das ist das übliche Szenario in einer 
dicht besiedelten Gegend.

Hier reicht jetzt ein Warmwassertank zwischen Sender und Empfänger um 
einen hochwirksamen Funkschatten zu produzieren. Aber auch die 
Blechverkleidung einer Markise etc.

Bei einem System mit eingebauter Repeaterfunktion in jedem Aktor mag das 
anders aussehen.....

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Man kann es sich natürlich unnötig kompliziert machen.

Der sehr einfache Lösung funktioniert nicht mal bis zum ersten echten 
Gedankenexperiment.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Thomas R. schrieb:
> einen hochwirksamen Funkschatten zu produzieren.

Das mag gut sein.
Was allerdings nur bedeutet daß ein Funknetzwerk unter fehlender 
Berücksichtigung solcher Hindernisse nicht fachgerecht ausgeführt ist.
In Fällen wo ein Zielort partout nicht via Funk erreichbar ist (was 
i.d.R. die Ausnahme ist) fällt niemandem ein Zacken aus der Krone, 
dorthin eine gesonderte Leitung (bis ggf.zu einem erreichbaren 
Funkmodul) zu legen.

Cyblord -. schrieb:
> Der sehr einfache Lösung funktioniert nicht mal bis zum ersten echten
> Gedankenexperiment.

Du kannst Dir bei der Komplexität manchen industriellen Angebots nur 
nicht vorstellen, daß man die Architektur einer eigenen Lösung deshalb 
viel einfacher gestalten kann weil sie nur die eigenen und nicht 
hochflexibel alle möglichen Ansprüche erfüllen muss.
Natürlich hätte ich die System-Alternative DIY nicht erwähnt, wenn es 
bei mir beim Gedankenexperiment geblieben wäre. Das kannst Du Dir doch 
sicher vorstellen. Mag aber gut sein daß es für den TO nicht infrage 
kommt. Ich möchte auch gerne zugeben, daß es in Gedanken sehr oft 
einfacher ausschaut als es dann wird. Das darf man aber als 
unlangweilige Herausforderung betrachten. Ein Hobbyist kann das lösen- 
mehr bin ich nämlich auch nicht.

von Le X. (lex_91)


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Anekdote hierzu:
Anfang der 10er-Jahre hat ein ehemaliger Arbeitskollege (sehr fitter 
HW-Entwickler mit ebenfalls guten Embedded-SW-Kenntnissen) zusammen mit 
anderen begonnen, offene Hausautomatisierungs-Komponenten zu entwicklen.
Wenn ich mich recht erinnere gab es eine funk- und drahtbasierte 
Variante, natürlich kompatibel. Eigene Protokolle, eigene Zentrale usw.
Die haben da sehr viel Zeit reingesteckt und waren auf einem guten Weg.

Tja, dann kamen die großen Open-Source-Projekte, Tasmota, ioBroker, 
Zigbee2MQTT, die ganzen ESP32-Frameworks, you name it.
Plötzlich konnte jeder alles mit allem verbinden. Diese Entwicklung hat 
deren Arbeit mit einem Mal wertlos gemacht.

Ich kann mir nicht vorstellend dass der Hauptmann als Einzelkämpfer in 
der heutigen zeit noch mit vertretbarem Aufwand eine state 
of-the-art-Lösung hinbekommt.

Wenn am nächsten Tag die Müllabfuhr kommt und ich die Haustüre öffne 
erinnert mich ein Lautsprecher daran, den Müll rauszustellen.
Die Umsetzung waren für mich 10 Zeilen JS-Code. Ich stütze mich dabei 
aber auf einen Unterbau wo hunderte Leute mitgearbeitet haben. Viel Spaß 
mit der 100% DIY-Lösung.

von Cyblord -. (cyblord)


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Le X. schrieb:
> Ich kann mir nicht vorstellend dass der Hauptmann als Einzelkämpfer in
> der heutigen zeit noch mit vertretbarem Aufwand eine state
> of-the-art-Lösung hinbekommt.

Ich mir auch nicht.

Wahrscheinlich sind das zwei Controller, die ab und zu, wenn die 
Temperatur und Luftfeuchtigkeit passt, Daten austauschen können. Und das 
nennt er dann seine eigene Smart Home Lösung.

Ein weiterer Nachteil ist natürlich dass niemand anders das Ding warten 
kann. Und es ist nicht möglich defekte Komponenten einfach nachzukaufen 
und auszutauschen. Für JEDE neue Komponente, für JEDEN AUSTAUSCH muss er 
ran, HW aufbauen und Programmier-PC und Adapter rauskramen, Hex Datei 
suchen und Aufspielen. Wie waren dann gleich noch die Fuses/Option 
Bytes? Natürlich gibts kein OTA und kein ordentlichen Buildsystem. Alles 
zu Fuß aus dem Gedächtnis. In 10 Jahren weiß er selbst nicht mehr was da 
gemacht hat und der Programmieradapter lässt sich nicht mehr 
installieren auf dem aktuellen PC.
So sieht eben leider die Realität aus.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Thomas R. schrieb:
> Das ist das übliche Szenario in einer dicht besiedelten Gegend.

Ich lebe in einem üblichen Szenario: Mehrfamilienhaus. Inkl. 
WLAN/Bluetooth/Verbrauchsleserfunk Dickicht.
In diesem habe ich (historisch gewachsen) 2 separate "Netzwerke" auf 
433MHz und eines auf 2,4GHz sehr stabil in Betrieb. Die Architektur der 
damit verbundenen Sensoren/Aktoren ist so robust ausgelegt, daß eine 
kurzfristige Funkstörung keine Auswirkungen auf die Funktion hat. So ein 
smartes Home ist sowieso eine Angelegenheit, die es überall gemächlich 
angehen lässt. Ob diese Temperatur nun in dieser Sekunde gelesen oder 
jene Lampe genau in einer anderen geschaltet wird ist unwichtig.

Le X. schrieb:
> Ich kann mir nicht vorstellend dass der Hauptmann als Einzelkämpfer in
> der heutigen zeit noch mit vertretbarem Aufwand eine state
> of-the-art-Lösung hinbekommt.

Brauchst Du nicht weil es mir egal ist.
Wollen wir nun nicht weiter über eigene Lösungen diskutieren (derjenige 
darf gerne einen ernstgemeinten separaten Thread aufmachen) sondern dem 
TO weitere Lösungen anbieten. Meine hatte ich genannt. Basta :)

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Meine hatte ich genannt.

Hast du nicht. Nur wage Andeutungen.

Wie viele Knoten?
Wie kommunizieren die? Funk/Kabel? Protokoll?
Basis?
Konnektivität an PC/Displays?
Firmwareupdates?
Konfiguration der Knoten?
Kommissionierung neuer Knoten?

DAS wären nützliche Infos zu deinem System.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Hast du nicht. Nur wage Andeutungen.

Richtig beobachtet. Wenn der TO mehr wissen möchte kann er gerne 
nachfragen.

von Thomas R. (thomasr)


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Gerhard H. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> einen hochwirksamen Funkschatten zu produzieren.
>
> Das mag gut sein.
> Was allerdings nur bedeutet daß ein Funknetzwerk unter fehlender
> Berücksichtigung solcher Hindernisse nicht fachgerecht ausgeführt ist.
> In Fällen wo ein Zielort partout nicht via Funk erreichbar ist (was
> i.d.R. die Ausnahme ist) fällt niemandem ein Zacken aus der Krone,
> dorthin eine gesonderte Leitung (bis ggf.zu einem erreichbaren
> Funkmodul) zu legen.

Das mag ja auf dem grünen Tisch so sein.

Hausautomationssysteme leben aber davon, daß sie erweiterbar sind und 
tatsächlich erweitert werden. Wenn das Haus aber fertig ist bleiben eben 
nur Funklösungen. Man kann nicht überall ein grünes Kabel haben oder 
nachträglich legen ;-))

Das wollte ich dem TO vermitteln. Mein System ist übrigens das alte 
HomeMatic Wired mit Funk erweitert (nur für die außenliegenden 
Raffstores).

Und es ist NICHT lustig wenn der Befehl "Sturmwarnung, alle Raffstores 
SOFORT HOCH" per Funk einfach nicht ankommt.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Thomas R. schrieb:
> Hausautomationssysteme leben aber davon, daß sie erweiterbar sind und
> tatsächlich erweitert werden.

Genau das ermöglicht gerade Funk ganz hervorragend.

Thomas R. schrieb:
> Und es ist NICHT lustig wenn der Befehl "Sturmwarnung, alle Raffstores
> SOFORT HOCH" per Funk einfach nicht ankommt.

Die kommt schon an. Denn selbst in diesem Fall muss keine genaue Sekunde 
garantiert werden.

von Cyblord -. (cyblord)


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Thomas R. schrieb:
> Und es ist NICHT lustig wenn der Befehl "Sturmwarnung, alle Raffstores
> SOFORT HOCH" per Funk einfach nicht ankommt.

Allerdings sendet das (aktuelle) Homematic Befehle im Fehlerfall 
mehrmals und wartet natürlich auf ein Ack. Wenn das dauerhaft 
fehlschlägt wird in der Zentrale eine Diagnose ausgelöst die man 
wiederum auch auswerten und sichtbar machen kann.

von Thomas R. (thomasr)


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Cyblord -. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Und es ist NICHT lustig wenn der Befehl "Sturmwarnung, alle Raffstores
>> SOFORT HOCH" per Funk einfach nicht ankommt.
>
> Allerdings sendet das (aktuelle) Homematic Befehle im Fehlerfall
> mehrmals und wartet natürlich auf ein Ack. Wenn das dauerhaft
> fehlschlägt wird in der Zentrale eine Diagnose ausgelöst die man
> wiederum auch auswerten und sichtbar machen kann.

Und wen schicke ich aus dem Urlaub im Ausland dann los die Raffstores 
von Hand zu fahren? Da hilft auch keine "Auswertung".

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> In 10 Jahren weiß er selbst nicht mehr was da gemacht hat und der
> Programmieradapter lässt sich nicht mehr installieren auf dem aktuellen
> PC.
> So sieht eben leider die Realität aus.

In 10 Jahren kann ebenso der Support mancher Kauflösung ausgelaufen 
sein. Genauso Realität. Der Selberbauer aber ist unabhängig und kann 
sich jederzeit bei allem selber helfen. Ein paar Ersatzteile sollten 
hierfür zurückgelegt werden, denn selbstverständlich kann immer was 
kaputtgehen. Natürlich bleibt es Sache einer guten Dokumentation, sich 
nach Jahren noch auszukennen. Das gelingt zusätzlich umso besser je mehr 
man davon einst selber konstruiert hat. Am besten trägt dazu allerdings 
ein einfacher Aufbau inkl. möglichst leichter Erreichbarkeit aller 
Teile bei.

Alle Funktionalität schließlich ist fürs Hier und Heute gedacht. Was in 
30 Jahren einmal sein könnte ist belanglos und kommt sowieso anders. 
Der Aspekt des immer möglichen Total-Ausfalls ist allerdings auch Hier 
und Heute wichtig: Darum sollte wirklich konsequent alles Wichtige 
manuell bedienbar bleiben. Von Tür bis Fenster.

Thomas R. schrieb:
> Und wen schicke ich aus dem Urlaub im Ausland dann los die Raffstores
> von Hand zu fahren? Da hilft auch keine "Auswertung".

Immerhin hilft Fernzugriff, und sei es nur für die Info, daß ein Problem 
besteht. Vielleicht kann man ja dann doch jemand vorort helfen.
Im übrigen kann immer was in Abwesenheit kaputt gehen. Ob mit oder ohne 
Smarthome. Mit aber hat man immerhin einen Informations-Vorteil sicher. 
Solange es nicht der Router oder die Steuerung selber ist.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> In 10 Jahren kann ebenso der Support mancher Kauflösung ausgelaufen
> sein. Genauso Realität.

Aber nicht wenn das Smart Home System Herstellerübergreifend ist. Alten 
Knoten rausreißen, neuen Knoten kaufen und rein. Fertig.

Das hast du bei Bastellösungen nicht.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Marcel B. schrieb:
> Ich habe bereits einige Experimente mit Alexa und ESP durchgeführt,
> allerdings wird immer nur eine Phillips Hue emuliert.
> Habe nichts gefunden um eigene Funktionen zu realisieren, es geht nur
> an/aus. Natürlich lässt sich das Softwareseitig lösen irgendwie,
> allerdings ist das ein ziemliches Gebastel.

Ja das war auch bei mir ein ziemlicher Zirkus.
Eigenes Zeug ist da denkbar schlecht integrierbar.
Eigene Skills sind eine Wissenschaft.

Eine Weile ließ sich erfolgreich die Software HA-Bridge zur 
Entgegennahme von HTTP-Requests verwenden, die mit dem in Alexa 
eingebauten Hue-Interface interagieren konnte.

Meine aktuelle Lösung sind schließlich zwei verwendbare 
(zweckentfremdete) Skills
https://esp8266-server.de/Alexa.html oder
https://meinradio.esp8266-server.de

Freilich braucht Dein Smarthome-System dafür ein HTTP-Server Interface, 
welches die Requests von Alexa über diese Skills dann empfangen kann.
Mit einem Netzwerk>Seriell Interface lässt sich das auch selber 
programmieren. Alles kein Hexenwerk.

Grundsätzlich bieten auch viele Fertig-Lösungen für Selberbauer 
Alexa-Integration an. Hier gilt es aber genau hinzuschauen, ob das nicht 
mit (monatlichen) Extra-Kosten verbunden ist.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber nicht wenn das Smart Home System Herstellerübergreifend ist. Alten
> Knoten rausreißen, neuen Knoten kaufen und rein. Fertig.

Gewiss Cyblord. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär... Der Teufel liegt 
stehts im Detail. Grundsätzlich ist die Entwicklung ja auf diesem Wege- 
Stichwort Matter. Die Sache macht Fortschritte. Noch aber ist der ganze 
Markt schwer zersplittert. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und hat 
eigene Einschränkungen. Schwer, da den Überblick zu behalten. 
Insbesondere, wenn man schon über eine eigene, zufriedenstellend 
funktionierende Lösung verfügt. Mich interessiert das alles nicht mehr 
wirklich.

von Marcel B. (gigi)


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Guten Morgen zusammen!
Erstmal vielen lieben Dank für die vielen Anregungen!

Ich denke ich werd' ein Weilchen brauchen bis ich mir das alles genauer 
angeschaut habe. Momentan habe ich auch einen kleinen Mangel an Zeit.
(Arbeit, Hauskauf, Planung, Kinder, Frau) Deswegen kann eine Antwort 
meinerseits, so wie jetzt ein wenig dauern, kommt aber.

Gerhard H. schrieb:
> Ja. Ein eigenes DIY System.

Das geht so in meine Richtung, was ich mir vorgestellt habe!
Mein Problem war die Einbindung von Alexa. Hier fungiert sie ja als 
Bridge zu Node-Red, Home-Assistant, OpenHab, Io Broker.

Welches von den dreien in Frage kommt weiß ich nicht.
Ich würde gerne das mit der größten Community und Kompatibilität nehmen 
wollen. Die Angaben sind aber unterschiedlich.

In die Nähere Auswahl kommen HA und IO, denke ich. NodeRed fand ich 
jetzt nicht so prickelnd. Lief hier in der Mietwohnung schon mit 
selbstgebauten Heizungsthermostaten und 'ner automatischen Klospülung.

Hier stellt sich aber die Frage nach Funk und Kabel.
Ich würde gerne, solange die Wände noch nicht im Endzustand sind 
vorbereitend Kabel verlegen. Wenn sie nicht gebraucht werden, fein.

Ich habe vergeblich versucht nach Bussystemen zu suchen und ich sehe 
wohl den Wald vor lauter Bäumen nicht. Brauche ich nun Kabel zu allen 
Fenstern zum zentralen Knoten für Sensoren z.B. ? Wenn ja welches 
Protokoll ?

Welche Stromversorgung lege ich für Sensoren und Aktoren vorsorglich mit 
UP-Dosen? Was ist hier ein Standard ?


Ich würde gerne vieles selbst basteln, eben weil ich dran Spaß habe und 
ne Menge lernen kann, sowie jederzeit in der Lage bin, entsprechende 
Defekte selbst zu beheben.

Gerhard H. schrieb:
> Richtig beobachtet. Wenn der TO mehr wissen möchte kann er gerne
> nachfragen.

In diesem Sinne: Bitte mehr Infos.

Am Ende soll halt ein System stehen bei dem ich mir denke : Oh, da fehlt 
ne Steuerung, Sensorik für XY, bauen wir mal eben und integrieren das.
Ohne dass ich halt überlegen muss was womit kompatibel ist, et cetera.


LG,
Gigi

von Gerhard H. (hauptmann)


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Marcel B. schrieb:
> Gerhard H. schrieb:
>> Ja. Ein eigenes DIY System.
>
> Das geht so in meine Richtung, was ich mir vorgestellt habe!
> In diesem Sinne: Bitte mehr Infos.

Ich glaube Du hast mich nicht ganz verstanden.
Eigenes DIY-System meint: Von der Pike auf. Nur mit Chips und Grips 
quasi. Das dürfte allerdings schwer mit

> habe ich auch einen kleinen Mangel an Zeit.
> (Arbeit, Hauskauf, Planung, Kinder, Frau)

kollidieren. Insofern bräuchtest Du in der Tat etwas auf dem Du aufbauen 
kannst.

Marcel B. schrieb:
> Am Ende soll halt ein System stehen bei dem ich mir denke : Oh, da fehlt
> ne Steuerung, Sensorik für XY, bauen wir mal eben und integrieren das.

Welches fertige System das aktuell so völlig uneingeschränkt bieten 
können soll entzieht sich meiner Kenntnis. Ohne tiefere Fachkenntnisse 
gehts da glaube ich auch beim besten System nicht. Zum Glück lässt sich 
mit Geld aber alles regeln :)

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Marcel B. schrieb:
> Gerhard H. schrieb:
>> Ja. Ein eigenes DIY System.
>
> Das geht so in meine Richtung, was ich mir vorgestellt habe!
> Mein Problem war die Einbindung von Alexa. Hier fungiert sie ja als
> Bridge zu Node-Red, Home-Assistant, OpenHab, Io Broker.

Ich glaube nicht dass das was der Hauptmann vorschlägt in deine Richtung 
geht. Seine DIY-Lösung ist nämlich 100% DIY, d.h. er bastelt alle 
Sensoren und Aktoren selbst und vernetzt sie über ein selbst erdachtes 
Protokoll.
Kompatiblität mit dem Rest der Welt = 0.

> Welches von den dreien in Frage kommt weiß ich nicht.
> Ich würde gerne das mit der größten Community und Kompatibilität nehmen
> wollen. Die Angaben sind aber unterschiedlich.

Installier dir die Systeme in eine VM und spiel damit herum :-)

> Hier stellt sich aber die Frage nach Funk und Kabel.
> Ich würde gerne, solange die Wände noch nicht im Endzustand sind
> vorbereitend Kabel verlegen. Wenn sie nicht gebraucht werden, fein.

Dann ist KNX das Mittel der Wahl.
Sauteuer, aber kabelbasiert und industrietauglich. Die 
DIY-Nachrüstlösungen arbeiten so gut wie alle über Funk (Wifi, Zigbee, 
proprietär auf 2,4GHz).
Es gibt noch kabelbasierte Lösungen für Nischenanwendungen (DMX, Dali), 
aber der einzige kabelbasierte Allrounder ist KNX.

> Ich habe vergeblich versucht nach Bussystemen zu suchen und ich sehe
> wohl den Wald vor lauter Bäumen nicht. Brauche ich nun Kabel zu allen
> Fenstern zum zentralen Knoten für Sensoren z.B. ? Wenn ja welches
> Protokoll ?
>
> Welche Stromversorgung lege ich für Sensoren und Aktoren vorsorglich mit
> UP-Dosen? Was ist hier ein Standard ?

Puh, diese Fragen sprengen den Rahmen dessen, was man in einem 
Forenthread diskutieren kann.
Lies dich z.B. mal im KNX-Forum ein. Du musst deswegen kein KNX 
verwenden, aber die Grundprinzipien von Smarthome lernst du da ganz gut.

> Am Ende soll halt ein System stehen bei dem ich mir denke : Oh, da fehlt
> ne Steuerung, Sensorik für XY, bauen wir mal eben und integrieren das.
> Ohne dass ich halt überlegen muss was womit kompatibel ist, et cetera.

Dann scheidet KNX aus, denn KNX ist mit KNX kompatibel.

Der Mittelweg ist die Verwendung von DIY-Lösungen.
Aber nicht "Marke Eigenbau" sondern auf Basis der großen 
Opensource-Communities. Tasmota als Firmware für sämtliche Aktoren ist 
hier das Mittel der Wahl.
Oder Zigbee2MQTT um beliebige Zigbee-Geräte an die Zentrale anzubinden.
Da hast du Bastelmöglichkeiten für die nächsten 100 Jahre.

Dadurch ist auch die Austauschbarkeit gegeben.
Selbst wenn es in 10 Jahren keine Shellys mehr geben sollte, dann nimmst 
du einen beliebigen anderen Aktor auf ESP-Basis und spielst Tasmota 
drauf.
Wenn deine Zigbee-Fernbedienung kaputt geht und es den Hersteller in 10 
Jahren nicht mehr gibt bindest du halt eine andere Fernbedienung am 
Zigbee2MQTT-Server an.

von J. S. (jojos)


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Selber basteln kannst du beim Hausbau vergessen. Da bist du mit der 
Bauüberwachung beschäftigt, wenn du da nicht alles über einen 
Architekten machst.
Für eine professionelle Planung der Automatisierung, was beim Hausbau 
Sinn macht, kann ich nur immer wieder empfehlen mal mit 
Systemintegratoren zu sprechen. Die Kümmern sich um nichts anderes und 
kennen den Markt und die Systeme. Nachträglich was nachzustricken oder 
zu ändern wird viel teurer und ärgerlicher. Hast du dich mal mit Planung 
und Raumbuch beschäftigt? Ein paar Lampen fernsteuerbar zu machen ist 
noch lange kein Smarthome.
Ich habe bei einem größeren Umbau auch KNX als Basis verbaut, und 
teilweise mit Funk (Zigbee und WLan) für weniger wichtige Funktionen 
erweitert. Wobei man diese auch liebgewinnt und nicht mehr missen 
möchte.
Mit Selbstbau Funk über RFM69 Module habe ich auch mal angefangen, das 
lohnt sich heute nicht die Bohne, gegen günstiges und vielseitiges 
Zigbee kannst du nicht anstinken. Trotzdem funken einige dieser DIY 
Module noch bei mir mit: die senden/empfangen über einen RPi als Brücke 
nach MQTT und sind damit wieder in ioB integriert. Und wie geschrieben 
kann Alexa damit auch Lampen an diesem DIY Funk einschalten weil es 
komplett egal ist an welchem Bus die hängen.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Le X. schrieb:
> Kompatiblität mit dem Rest der Welt = 0.

Naja nicht übertreiben Le X.
HTTP-Requests sind die gemeinsame Sprache.
Die Kompatibilität wird dann maximal auf Bauteil-Ebene :)

von Joe J. (j_955)


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Marcel B. schrieb:
> Ich würde gerne vieles selbst basteln, eben weil ich dran Spaß habe und
> ne Menge lernen kann, sowie jederzeit in der Lage bin, entsprechende
> Defekte selbst zu beheben.

Lass mal den Scheiss. Hauskauf, Familie, etc. Frag dich, wie viel Zeit 
du am Ende dafür haben wirst, neben den weiteren Vorstellungen und 
Wpnschen und Arbeiten die dann anfallen(zb Moderniesierung und Umbau). 
Mach's dir nicht so schwer. Schon mal was vom WAF gehört? Lichter und 
Rolladen sollten funktionieren bei Einzug.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, ich nehme mir gerne zu viel vor. Mit 
etwas Glück wird es dann schon was, dennoch.

Zurück zum Thema:
Wartbar sollte das ganze sein, falls du mal den Abgang machst. Und 
dokumentiert. Damit jemand anders das warten kann. Und das Haus wieder 
verkäuflich, da eine Ehe manchmal nicht mal bis zum Verfallsdatumg vom 
Bier in der Abstellkammer hält.

Joe J. schrieb:
> Meine Installation im Haus(Basis KNX/Spielerei über Openhab und Funk
> aussen vor) pro Zimmer:
> *5x1,5mm2 für Beleuchtung
> *5x2,5mm2 für Steckdosen
> *Klingeldraht
> *KNX in von Zimmer zu Zimmer, wenn möglich sonst von HV zu Zimmer
>
> Verteilung im Zimmer:
> *KNX/Schalter + Reserver in UP Dosen an gegenüber liegenden Wänden
> *Klingeldraht Reed Kon

Sonderlocken kannst du dann IMMER über zusätzliche Open-Source Lösungen 
erschlagen und zusätzliche, auch fremde Komponenten anbinden. Da ist die 
Basis dann egal, aber diese funktioniert dann eben IMMER.

Gibt auch einschlägige Foren, du wirst dich wohl als Techniker 
einarbeiten können.

Ciao. Jo.

: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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Auf der Basis von KNX mit Busleitungen planen und ausführen. Das kann 
man den Bauleuten gut vermitteln. KNX kann auch von anderen Systemen 
angesprochen werden und der Bus dient im Extremfall halt nur noch als 
Spannungsversorgung für ein Gerät eines völlig anderen Systems.

Und entsprechend meiner Erfahrung auch Busleitungen dahin legen wo sie 
"eigentlich" nicht gebraucht werden.

Mein HomeMatic hatte den Vorteil, daß man das auch als "Eltakoschaltung" 
verwenden kann, also stumpf mit normalen Tastern und ohne jede 
Intelligenz. Gerade nach dem Hausbau und als junge Familie hat Mann 
nicht soo viel Zeit zum "Programmieren". Das kann dann später wachsen.

Dumm nur wenn der Hersteller eines proprietären Systems das dann 
einstellt.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Thomas R. schrieb:
> Dumm nur wenn der Hersteller eines proprietären Systems das dann
> einstellt.

Diesen fiesen Abhängigkeiten gilt es aus dem Wege zu gehen.
Wie Cyblord oben betonte: Wenn schon Kauf-Lösung  dann aber Wert auf 
herstellerübergreifende Kompatibilität legen.

Joe J. schrieb:
> Marcel B. schrieb:
>> Ich würde gerne vieles selbst basteln, eben weil ich dran Spaß habe und
>> ne Menge lernen kann, sowie jederzeit in der Lage bin, entsprechende
>> Defekte selbst zu beheben.
>
> Lass mal den Scheiss.

Was bitte? Was er gern täte und Spaß dran hat soll er lassen?
Dann kann ich dem TO aber nur ans Herz legen besonders darauf zu achten, 
daß eigene Beiträge möglich bleiben! Oben genannte teure KNX-Lösungen 
gehören glaube ich nicht dazu. Die gehören eher zur Kategorie "Mit viel 
Geld alles lösen lassen"...

von Christian B. (luckyfu)


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Le X. schrieb:
> Bei Neubau und wenn Geld keine Rolle spielt: KNX

So viel teurer sind die Komponenten auch nicht unbedingt. Hauptproblem 
bei KNX sind die 1000Euro Softwarekosten für die Installationssoftware 
(Oder man bestellt halt immer einen entsprechenden Elektriker) bzw waren 
es bei mir. Deshalb hab ich mich für Homematic IP wired entschieden und 
steuere dieses mittels Home assistant. Außerdem kann ich so die 
bestehenden Schalter weiternutzen, was eine Vorgabe meiner Frau war. Die 
Verkabelung war vorher schon entsprechend angelegt und steuerte bis dato 
Stromstoßschalter in Stockwerkverteilern. (Die direkten Zuweisungen sind 
im Homematic schon erledigt, sodass Home assistant nur aufsetzt und 
Sachen steuert, die nicht zwingend nötig sind (z.B. Licht nur dann 
gekoppelt schalten, wenn die PV Anlage unter einem Schwellwert Leistung 
produziert) Das spart einen Helligkeitssensor. Wenn das nicht 
funktioniert, ist das kein Problem. Aber wenn ein Schalter direkt 
gekoppelt ist, funktioniert das, solange Strom da ist.

Thomas R. schrieb:
> Dumm nur wenn der Hersteller eines proprietären Systems das dann
> einstellt.
Naja, dann hat man genau 2 Möglichkeiten: erstens auf ein neues System 
wechseln oder sich mit den verbauten Komponenten eindecken, was 
allerdings nur funktioniert, wenn es keine Cloudanbindung braucht (für 
Einrichtung und / oder Betrieb), sonst hat man verloren. auf jeden Fall 
würde ich Funklösungen immer nur für Spielkram verwenden und die 
Hausinstallation komplett wired ausführen. Funk kann immer gestört 
werden, ich sehe das z.B. an dem Raspberrymatic. Dessen USB Stick hat 
normalerweise eine Auslastung von 0%, weil ich kein funk verwende, 2 mal 
am Tag aber geht dort die Auslastung auf 100% hoch. Wann genau und wie 
muss ich mal mitloggen. Irgendwas scheint da das System massiv zu 
stören, keine Ahnung was und wo das Modul sitzt. Hat man dann in solch 
einem Moment ein Funksystem am start ist die Wahrscheinlichkeit hoch, 
dass in dem Moment gar nichts mehr geht.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Hat man dann in solch
> einem Moment ein Funksystem am start ist die Wahrscheinlichkeit hoch,
> dass in dem Moment gar nichts mehr geht.

Die Momente mag es geben.
Einem ordentlichen Smarthome System macht das aber NULL aus.
Das steht da völlig drüber.

Misstrauen gegen Funk ist wohl ziemlich schwer zu bekämpfen.
Es "könnte" ja gestört werden. Fakt ist, wenn sowas einmal läuft führt 
die Informationsübertragung darüber nicht minder kausal zum Ergebnis als 
über jeden Draht. In irgendwelchen Extremfällen nicht bestätigte 
Aussendungen werden schlicht wiederholt - so einfach ist das, 
Punkt,Ende,Aus. Kommt dann immer noch nichts liegts eigentlich immer am 
Gerät das nicht antwortet.
Ich habe selber viel Funk über viele Jahre mit vielen bereits versandten 
Informationen in Betrieb. Klappt.
Das geordnete Kreuz und Quer unterschiedlichster Funkdienste im 
täglichen Leben beweist im Gegenteil, wie robust Funkkommunikation 
mittlerweile geworden ist.

Ich will auch mal dran erinnern daß man sich in einem Drahtverhau ganz 
nette Störungen einfangen kann. Insbesondere Gewitter machen sich da 
hervorragend. Funk hat da ein super Feature zu bieten: Es isoliert die 
Komponenten voneinander.

: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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Meine SmartHome Erfahrungen sind auch schon alt, angefangen mit 
einfachen Fernbedienungen aus dem Baumarkt über FS10, dann FS20 
(stockwerkübergreifend mit ca. 40 Geräten) und dann HomeMatic Wired (das 
alte) mit jetzt 80 Geräten und ca. 160 Kanälen.

Im alten Haus war so viel Stahl verbaut, daß selbst einfache Anwendungen 
wie die FS20 Rollladenempfänger innerhalb des Rollladenkastens um x cm 
verschoben werden mußten bis der Funk irgendwann durch die Lücken im 
Stahl hindurchkonnte. Das geht aber bei UP Dosen nicht! Wenn du dann 
keine Ausweichmöglichkeit hast bist du mit Funk angeschissen.

Und der "Beweis" kam beim Abriss des Hauses: (wir sind 
Braunkohlenumsiedler, das alte Haus hat RWE gekauft und ich war beim 
Abriß dabei)

Der Erbauer des Hauses war damals ein polnischer Bauunternehmer, der das 
für sich selbst gebaut hatte: der Baggerführer sagte beim Abriss daß er 
noch nie soviel Stahlbewehrung in einem EFH gesehen hätte, nur Bunker 
wären ähnlich gebaut. Die "Terrasse" hat der Bauunternehmer wohl mit 
"Restbeton" gemacht: an manchen Stellen bis zu 1m dick!

Klar ist das ein Extremfall, aber es kann passieren.

Und meine Kollegen sind Hardwareentwickler die damals für ca. 20% aller 
europäischen Fahrzeughersteller die Funkschlüssel entwickelt haben, 
ähnliche Frequenzen. Und die waren mit ihren professionellen Geräten vor 
Ort, kein Spielzeug (die EMV Meßkammer natürlich nicht ;-))

Daher kam beim Neubau nur noch Kabel in Frage. KNX kannte ich aus der 
Firma, war aber in 2013 noch zu teuer für privat. Heute würde ich sofort 
KNX nehmen!

von Gerhard H. (hauptmann)


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Thomas R. schrieb:
> der Baggerführer sagte beim Abriss daß er noch nie soviel Stahlbewehrung
> in einem EFH gesehen hätte, nur Bunker wären ähnlich gebaut

Extreme Verhältnisse erfordern extreme Lösungen. In dem Fall halt Kabel. 
Muss daraus aber die Erkenntnis

> Daher kam beim Neubau nur noch Kabel in Frage.

folgen? Wohl doch nur weil Du KNX bevorzugst- und bezahlen kannst.

: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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Ja, aber wir sind dann zum anderen Extrem gewechselt, Holzhaus. In der 
Erwartung daß damit Ruhe sei.

Und dann kommt die Erfahrung daß es ohne Nachbarn trotzdem zu 
Funkproblemen führt, Grr...

von Gerhard H. (hauptmann)


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Gut, was alleinstehendes Holzhaus nun für Funk impliziert da fehlt mir 
die Erfahrung. Ich hätte gemeint das müsste doch am problemlosesten 
sein. Als Wanderer zwischen den Extremen wirst Du nun das nehmen müssen 
was noch funktioniert. Dann ist die Auswahl eben eingeschränkter.

Generell kann man davon ableiten sich vor dem Entscheid für irgend eine 
Lösung mit den örtlichen Voraussetzungen vertraut zu machen. Zweiter 
wichtiger Schritt ist die Analyse und Festlegung der eigenen Wünsche und 
Ansprüche.

von Thomas R. (thomasr)


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Völlig d'accord aber manche Dinge geschehen halt auch bei sorgfältigster 
Planung. Mir war auch nicht klar daß ein Holzhaus für Funk nicht ideal 
ist. Zumal da noch weitere "Kleinigkeiten" reinspielen (können). So ist 
das Flachdach (unter der sichtbaren Folie und der Aufdachdämmung) mit 
einer Bitumenfolie als Notdach direkt vollflächig auf die letzte Lage 
der Holzdecke versehen. Diese Bitumenfolie ist aber Aluminiumkaschiert 
womit wir von oben in einem Faradayschen Käfig sitzen. Für jedwede 
Funkanwendung der Tod schlechthin. Das war mir vor der Ausführung durch 
den Dachdecker nicht bewußt.

Und die 100m² Glasscheiben haben auf der inneren der drei Scheiben eine 
IR Reflektionsschicht die auch fast alles funktechnische zu blockieren 
scheint: um meinen Mähroboter in 5m Entfernung mit Sichtkontakt durch 
die Scheibe erreichen zu können mußte ein Access Point im Garten gesetzt 
werden! Ein direkter WLAN Kontakt ist unmöglich. Auch so etwas "fällt 
vom Himmel", denkt man nicht dran. Glücklicherweise hatte ich zumindest 
mit einer Trasse für die erforderlichen Leitungen vorgesorgt.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Thomas R. schrieb:
> Auch so etwas "fällt vom Himmel", denkt man nicht dran.

Tückisch.
Doch typischerweise wird heute in bestehendem Wohnraum nachgerüstet.
Der ist genauso typischerweise WLAN-fähig und damit für Smarthome-Funk 
geeignet. Ich kenne auch keinen EFH Besitzer der auf WLAN verzichten 
müsste.

Eine Funkstrecke ist schnell getestet. Und man hat noch die Möglichkeit, 
das auf verschiedenen Frequenzen zu tun.

Für einen solchen, abgeschirmten Spezialfall hab ich allerdings selber 
noch keine befriedigende Lösung: Einen simplen Briefkasten-Melder aus 
der entsprechenden Metallboxenanlage vom MFH Eingangsbereich über ein 
paar dutzend Meter quer durch Wände nach oben. Ohne bitteschön jedwede 
äußere Veränderung...

: Bearbeitet durch User
von Joe J. (j_955)


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Christian B. schrieb:
> So viel teurer sind die Komponenten auch nicht unbedingt. Hauptproblem
> bei KNX sind die 1000Euro Softwarekosten für die Installationssoftware

Genau, soviel teuerer sind die Komponenten nicht. Und sehr verlässlich.

Die Installationssoftware -> das ist ein Trugschluss.

Ein Ein-Familien-Haus lässt sich mit der Lite Version für 200€ 
problemlos programmieren, die Beschränkung ist eigentlich keine. Diese 
nutzen die meisten Self-Made-Knx-Home-Automatisierer. Sehe gerade, es 
gibt inzwischen sogar eine Home-Version(mit Cloud Lizenz, würde 
allerdings dennoch Lite wählen wegen dem Dongle). Habe für die Lite 
Version anno damals 150€ bezahlt.

Muss ja nicht das selbe Zeug sein, das der Elektriker nutzt.
https://my.knx.org/de/shop/ets

von Gerhard H. (hauptmann)


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Joe J. schrieb:
> würde allerdings dennoch Lite wählen

"Maximal 20 KNX-Geräte in einem einzigen Projekt"

Über solche Scherze lacht der Selber-Bauer natürlich. Die 64 der 
Standardversion für 350€ sind nicht viel besser. Zu allen Preisen dann 
noch zusätzlich MWSt.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Bis der Selberbauer auch nur annähernd so viele richtig funktionierend 
hat, habe ich schon eine ganze Insel bevölkert.

Mit dem Nutzen der ganzen Funktionen und planen der smarten Funktionen 
auf höherem Level hat man immer noch genug DIY Spielraum.

von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> Bis der Selberbauer auch nur annähernd so viele richtig funktionierend
> hat, habe ich schon eine ganze Insel bevölkert.

Wiegesagt, mit Geld lässt sich alles machen. Einen funktionierenden 
Sensor ins selber fabrizierte Smarthome einzubinden kostet nach 
entsprechender Erfahrung und Vorarbeit kaum mehr als ein Augenzwinkern 
:)

> hat man immer noch genug DIY Spielraum.

Ich glaube das war nicht jener Spielraum den sich der TO vorstellte.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Doch, Alexa für Geräte die nicht von der Stange kommen. Wobei das ein 
weiter Begriff ist, es geht eben gut vom Übergeordneten System aus, ohne 
das Sensor/Aktor Frau Alexa kennen müssen.

von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> Doch, Alexa für Geräte die nicht von der Stange kommen

Dazu hatte ich bereits weiter oben ein paar sehr konkrete Hinweise für 
Selberbauer gegeben.

von J. S. (jojos)


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Und wenn man es sich leisten kann auf das fertige Haus nur warten zu 
müssen, dann sind die 1 k€ für die ETS Software auch ein Klacks.

von J. S. (jojos)


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Gerhard H. schrieb:

> Dazu hatte ich bereits weiter oben ein paar sehr konkrete Hinweise für
> Selberbauer gegeben.

Ja, irgendwelche Zweckentfremdeten Skills. Super Tipp.

von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> auf das fertige Haus nur warten zu müssen, dann sind die 1 k€ für die
> ETS Software

Es bleibt auch nicht viel anderes übrig als einen solchen Maßstab zu 
wählen damit die Software unter Portokasse läuft :)
Nein,  ich will KNX hier nicht schlechtmachen. Sicher ein 
professionelles System. Aber alles hat eben seinen Preis. Vor allem aber 
gilt hier wie bei jedem Kauf-System:

Gerhard H. schrieb:
> daß man die Architektur einer eigenen Lösung deshalb viel einfacher
> gestalten kann weil sie nur die eigenen und nicht hochflexibel alle
> möglichen Ansprüche erfüllen muss

Und das macht sich eben ziemlich deutlich in Preis und Systemkomplexität 
bemerkbar.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> Ja, irgendwelche Zweckentfremdeten Skills. Super Tipp.

Super Tipp, Du sagst es.
Weils funktioniert, einfach umzusetzen und kostenlos ist. Ich weiß, 
wovon ich rede. Die Suche einer solchen funktionierenden Lösung für 
X-Beliebiges war eine Plage. So ist das eben mit Kauf-Systemen: 
Einschränkung und Bevormundung soweit das Auge reicht! Dabei wäre es für 
Amazon das Einfachste, die Versandmöglichkeit von HTTP Requests gleich 
in die Alexa-Software zu integrieren.

"Zweckentfremdet" kann man übrigens nur den Radio-Skill nennen. Der 
Autor war selber überrascht als ich ihm diesen Einsatz eröffnete :)

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> "Maximal 20 KNX-Geräte in einem einzigen Projekt"
>
> Über solche Scherze lacht der Selber-Bauer natürlich. Die 64 der
> Standardversion für 350€ sind nicht viel besser. Zu allen Preisen dann
> noch zusätzlich MWSt.

Das kommt halt drauf an. Wenn ich nur UV Aktoren nutze, ist das kein 
Problem. Will ich aber auch die Lichtschalter umrüsten, sind 20 als 
Limit sehr schnell erreicht. Ich hab allein 8 Homematic IPw Geräte in 
den UV verteilt. Das würde somit ebenfalls mit KNX gehen. Wenn ich nun 
aber auch die Schalter noch dazu nehmen würde, allein für den 
Wohnbereich (Keller mal außen vor) kämen da nochmal 12 dazu, wobei ich 
jetzt Doppeltaster als ein Gerät ansehe, da man mit den Busschaltern 
mehrere Dinge schalten kann. Dann währe ich hier schon am Limit und da 
hab ich noch nicht einen Sensor im System. Mit der 64-er hat man etwas 
mehr Luft, dann kommt irgendwann der Garten noch mit ins System und die 
Garage, der Pool, der Keller. Da wird dann auch die 64 schnell am Ende 
sein. Momentan bin ich mit meiner Wahl zufrieden. Sollte es sich in 
einigen Jahren als Fehler herausstellen, dann ist das eben so. Aber bis 
dahin spare ich mir die Softwarekosten. Und wenn ich den anderen Weg 
gehe, und für die aktuell 8 Geräte die Software mit einrechne, wird es 
halt deutlich teurer und damit unattraktiv.

Natürlich ist die Homematic Oberfläche ein Graus. Aber die Einrichtung 
der Geräte macht man ja nur einmal. Automatisierungen mache ich 
anschließend im Home Assistant, da bin ich frei in der Wahl der 
Sensoren, ich erwähnte es bereits, dass ich die Leistungsabgabe der PV 
Anlage als Helligkeitssensor für helligkeitsabhängige Automationen mit 
nutze. Nur als Beispiel. Auch kann ich auf so Zigbee Sensoren mit 
Homematic Aktoren reagieren. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos.

Und wer will kann dann auch Sprachassistenten mit anbinden. Derzeit habe 
ich das noch nicht, weil der Nutzen bis dato eher gering war. Aber 
möglicherweise ergibt sich ja jetzt ein anderes Bild.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos.

Ob sich dann aber just das Gesuchte ohne Umständlichkeiten umsetzen 
lässt ist damit noch lange nicht gesagt.

> Und wer will kann dann auch Sprachassistenten mit anbinden

Mit normalem Homematic nur über kostenpflichtige Dienste.
Homematic IP hat den Nachteil nur mit Onlineverbindung zu funktionieren.
Kurzum, es ist immer dasselbe: Schaut man genauer hin zeigen sich die 
Beschränktheiten. Damit muß man bei Kaufsystemen immer und überall 
rechnen.
Ärgerlich ist getätigtes Investment in passende Gerätschaften, wenn sich 
diese Beschränktheiten dann erst nach und nach in Salamitaktik 
herauskristallisieren.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Homematic IP hat den Nachteil nur mit Onlineverbindung zu funktionieren.

Wie kommst du auf diesen Unsinn?

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Wie kommst du auf diesen Unsinn?

Nun, glücklicherweise gibts das Netz und darin Erfahrungsberichte, damit 
man all die vorhandenen Beschränktheiten nicht leidvoll alle selber 
durchmachen muss...
Zu Homematic IP etwa fand ich die Feststellung Zitat:

"Der Access Point nutzt die Homematic IP Cloud Server
Bedeutet: Wenn das Internet weg ist, lassen sich auch die Geräte nicht 
mehr steuern"

oder

"Automatisierungen hingegen benötigen eine Internetverbindung"

Wenn Du das hier als Unsinn bezeichnest sorge bitte für Aufklärung...

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> "Der Access Point nutzt die Homematic IP Cloud Server
> Bedeutet: Wenn das Internet weg ist, lassen sich auch die Geräte nicht
> mehr steuern"

Ja nun ja, so ist das wenn man ohne Ahnung einfach was liest.

Die klassische Basis für Homematic ist die CCU2 bzw. CCU3. Und damit 
funktioniert das alles rein lokal und offline. Auch Automatisierungen.

Die AP Lösung ist quasi Homematic Light für App-Only Nutzer und damit 
ist alles Cloud basiert.

Da ich Homematic mit CCU3 im Einsatz habe, brauche ich keine 
Erfahrungsberichte um zu wissen was Phase ist.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Da ich Homematic mit CCU3 im Einsatz habe, brauche ich keine
> Erfahrungsberichte um zu wissen was Phase ist.

Phase ist, mit den Beschränktheiten seines Kauf-Systems leben zu lernen.

> Die klassische Basis für Homematic ist die CCU2 bzw. CCU3. Und damit
> funktioniert das alles rein lokal und offline. Auch Automatisierungen.

Ja. Und die Alexa-Integration ist hier kostenpflichtig.

> Die AP Lösung ist quasi Homematic Light für App-Only Nutzer und damit
> ist alles Cloud basiert.

Eben. Und damit brauchts das Netz.
Also alles wie beschrieben und kein Unsinn. Es sollte sicher IP Lösung 
heißen...

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Da ich Homematic mit CCU3 im Einsatz habe, brauche ich keine
>> Erfahrungsberichte um zu wissen was Phase ist.
>
> Phase ist, mit den Beschränktheiten seines Kauf-Systems leben zu lernen.

Mein System ist Herstellerunabhängig. Wie schon geschrieben. Die 
Heizungen und Thermostate laufen aber über Homematic. Andere Dinge über 
Shelly oder Hue.
Alles integriert in ein offenes Smart Home, natürlich mit Alexa 
Unterstützung.

Von so einem System kann deine beschränkte Bastellösung nur Träumen.

>
>> Die klassische Basis für Homematic ist die CCU2 bzw. CCU3. Und damit
>> funktioniert das alles rein lokal und offline. Auch Automatisierungen.
>
> Ja. Und die Alexa-Integration ist hier kostenpflichtig.

Juckt mich nicht.

>
>> Die AP Lösung ist quasi Homematic Light für App-Only Nutzer und damit
>> ist alles Cloud basiert.
>
> Eben. Und damit brauchts das Netz.
> Also alles wie beschrieben und kein Unsinn. Es sollte sicher IP Lösung
> heißen...

Nein wenn ich AP schreibe meine ich AP. Und damit ist dein Geschreibsel 
Unsinn. Wie gehabt. Homematic kann über CCU oder den (Smartphone)-AP 
betrieben werden. CCU ist die Prof. Lösung. AP die Einstiegslösung.
Du musst auch VERSTEHEN was geschrieben wird. Sonst bleibst du am Ende 
noch so dumm.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Von so einem System kann deine beschränkte Bastellösung nur Träumen.

Glaubst Du. Ich sag Dir: Eigene Vorstellungen, Wünsche, Träume erfüllen 
sich passgenau ausschließlich durch eigene Lösungen. Mit einer 
Unabhängigkeit, von der DU nur träumen kannst. Mit einer Sicherheit 
durch Einzigartigkeit, die wirklich beruhigt. Zu Preisen, bei denen man 
sich noch manches andere leisten kann im Leben.
Mit irgendwelchen Fertiglösungen kann man ja trotzdem immer noch 
ergänzen wo es gerade sinnvoll erscheint. Wichtig ist nur: Man selber 
bleibt Herr und Herrscher. Auf nichts und niemand angewiesen. CCU123, 
IP, AP, LIGHT Version... wen MUSS das interessieren?

Wirklich

> VERSTEHEN

sollte man letztlich nur die Grundlagen der Elektronik- und etwas 
programmieren und löten können. Ein bischen Daten-Funk zwischen 
einzelnen Sensoren, Aktoren und einer Zentrale ist längst kein Buch mit 
sieben Siegeln und grundsätzlich schnell auf die Beine gestellt.
Auf Basis dieser Kleinteiligkeit wachsen die Möglichkeiten, kann man 
Kreativität erst wirklich ausleben. Der unbestreitbare zeitliche 
Mehraufwand wird so zum Genuß. Ich bin gaaaanz sicher: Das VERSTEHST DU 
nur zu genau!

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Mit normalem Homematic nur über kostenpflichtige Dienste.
> Homematic IP hat den Nachteil nur mit Onlineverbindung zu funktionieren.

offensichtlich nicht. Ich hab das ausprobiert: Die fest zugewiesenen 
Funktionen arbeiten auch ohne Internetverbindung problemlos.

Gerhard H. schrieb:
> Ob sich dann aber just das Gesuchte ohne Umständlichkeiten umsetzen
> lässt ist damit noch lange nicht gesagt.

ist es bei keinem System.

Cyblord -. schrieb:
> Die AP Lösung ist quasi Homematic Light für App-Only Nutzer und damit
> ist alles Cloud basiert.

Wenn man aber auf die Wired Lösung setzt, und somit den DRAP als 
Accesspoint, so ist auch dort die Möglichkeit gegeben, die einzelnen 
aktoren den entprechenden Sensoren fix zuzuweisen. Das einzige, was 
nicht geht ist, den DRAP direkt ins Home Assistant System zu 
integrieren, weshalb ich mir noch eine Raspberrymatic organisiert habe, 
welche als CCU3 clone fungiert. Damit komme ich nun auch ins Home 
Assistant system und kann auf Sensoren und Aktoren in beliebiger Weise 
zugreifen.

Gerhard H. schrieb:
> Ja. Und die Alexa-Integration ist hier kostenpflichtig.

nicht, wenn man sie über Home Assistant oder andere, gleichwertige 
Systeme realisiert.

Gerhard H. schrieb:
> Ich sag Dir: Eigene Vorstellungen, Wünsche, Träume erfüllen
> sich passgenau ausschließlich durch eigene Lösungen.

Das sicher, die haben aber auch den höchsten Individualisierungsgrad und 
damit ein Problem: Wenn der Ersteller diese Systeme nicht mehr warten 
kann, aus welchen Gründen auch immer, wird das System problematisch. 
Jedes Kaufsystem hat hier den Vorteil, dass man irgendwie noch die 
Chance hat, Support von außen zu bekommen. Wie verbreitet diese Chance 
ist, kommt auf die Verbreitung des verwendeten Systems an. Je häufiger, 
desto leichter.

Ich hab auch so angefangen und dann ganz schnell über genau diesen Punkt 
sinniert. Anschließend bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich das 
meiner Frau nicht antun möchte und ich selbst nicht so viel Zeit dafür 
zu investieren bereit bin, wie das gebraucht hätte. Rudimentär 
funktionierte das alles bereits, aber wie gesagt: Die Wartung ist ein 
nicht zu unterschätzender Kraftakt. Es ist ja auch nicht mit der reinen 
Erstellung getan. Es kann immer mal was kaputt gehen und dann muss man 
das neu erstellen, Teilweise mit Bauteilen, welche zu dem Zeitpunkt 
vielleicht nicht mehr erhältlich sind oder man hat keinen zugriff mehr 
auf die dafür notwendige Technik. In meinen Augen ist ein solches System 
definitiv abzulehnen.

von Thomas R. (thomasr)


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Homematic IP kann man mit oder ohne Internet nutzen. Wobei ich nicht 
weiß wo der Mehrwert sein soll? Aufbauend auf dem alten „Wired“ System 
das mit dem Netz nichts zu tun hatte musste ich im Laufe der Jahre auch 
mit „IP“ Geräten aufrüsten (da entweder neue Funktion oder schlicht 
nicht mehr lieferbar).

Die „IP“ Geräte KANN man im Netz anmelden, muss man aber nicht. Es 
reicht definitiv die eigene Zentrale, ob nun CCU3 oder Raspberry etc.

Internet gebundene Geräte sind für mich Teufelszeug, gerade erst wieder 
bestätigt bei der Insolvenz von GIGASET deren Server einfach 
abgeschaltet wurden.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Die fest zugewiesenen Funktionen arbeiten auch ohne Internetverbindung
> problemlos.

Wenn dem so ist prima. Alles andere

Thomas R. schrieb:
> Internet gebundene Geräte sind für mich Teufelszeug

wäre wirklich ätzend. Wobei eine Internet-Anbindung zum Fernzugriff 
wiederum Pflichtprogramm ist!

Christian B. schrieb:
> nicht, wenn man sie über Home Assistant oder andere, gleichwertige
> Systeme realisiert.

Nach dem was man im Netz so liest sind damit meistens Kosten verbunden. 
Nach meiner Erfahrung mit dem Thema hat es Amazon mit seiner Sperrigkeit 
für Ideen außerhalb seines Kauf-Universums geradezu darauf angelegt. Die 
einst super funktionierende kostenlose HA-Bridge war bei mir von einem 
zum anderen Alexa-Update auch ganz plötzlich funktionsunfähig. 
Anderslautenden Berichten zum Trotz.

> Wenn der Ersteller diese Systeme nicht mehr warten kann, aus welchen
> Gründen auch immer, wird das System problematisch

Das theoretische Argument liest man immer wieder.
Ich antworte mit Wahrscheinlichkeiten: In der überwiegenden Zahl der 
Fälle bleibt der Ersteller dem System ganz praktisch erhalten. Darüber 
hinaus hatte ich ja schon betont: Alles manuell bedienbar halten. 
Funklösungen sind schneller abgebaut als jeder Drahtverhau. Mit 
letzterem begann ich leider auch dereinst und musste selber erst die 
Nachteile spüren.

> Es kann immer mal was kaputt gehen und dann muss man das neu erstellen,
> Teilweise mit Bauteilen, welche zu dem Zeitpunkt vielleicht nicht mehr
> erhältlich sind

Gerade auf Bauteil-Ebene hat man fast immer Alternativen. Z.B. bei den 
bei mir eingesetzten Funkmodulen kommt es nur darauf an, daß sich damit 
1:X Netze aufbauen lassen und serielle Daten 1:1 übertragbar sind. Die 
Auswahl dafür ist eher wie Sand am Meer. Ich selber setze aktuell auf 
XBee. Wo Bauteile selten wären hält man Ersatz vor. Ich darf Dir aber 
mitteilen daß mir, von einem Gewitterschaden abgesehen dem ich nicht 
hinreichend mit Überspannungsschutz begegnet bin, in 20 Jahren normalem 
Betrieb gerade mal ein LM35 Temperatursensor und ein falsch ausgelegtes 
Relais defekt gingen. Elektronik ist eigentlich sehr langlebig; meine 
Zentrale arbeitet seit 18 Jahren durchgängig (mit ATMega128).

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Gerhard H. schrieb:
> Meine aktuelle Lösung sind schließlich zwei verwendbare
> (zweckentfremdete) Skills
> https://esp8266-server.de/Alexa.html oder
> https://meinradio.esp8266-server.de
>
> Freilich braucht Dein Smarthome-System dafür ein HTTP-Server Interface,
> welches die Requests von Alexa über diese Skills dann empfangen kann.
> Mit einem Netzwerk>Seriell Interface lässt sich das auch selber
> programmieren. Alles kein Hexenwerk.

Ich hoffe du willst hier nicht ernsthaft empfehlen wie in den Beispielen 
eine Portfreigabe auf http ohne s einzurichten. Ist security auch zu 
kompliziert?

Das Alexa bei einigen Geld kostet ist gut, nur so kann ein Dienst 
überleben. Genau wie bei KNX, das kostet aber so können die Hersteller 
davon leben und auch weiter entwickeln.

von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> Ich hoffe du willst hier nicht ernsthaft empfehlen wie in den Beispielen
> eine Portfreigabe auf http ohne s einzurichten. Ist security auch zu
> kompliziert?

Bei Kaufsystemen und gängigen Standards empfielt sich HTTPS. Mit dem 
Nachteil, daß es die Dinge natürlich verkompliziert.
Generell aber, und das wollte ich dem letzten Beitrag noch hinzufügen, 
vernebelt allzu überzogenes theoretisches Bedenkenträgertum zu gerne die 
Sicht auf die praktische Wirklichkeit. Immer die Relationen wahren und 
den maximal möglichen Schaden für die ganz konkrete Situation im Blick 
haben! Allermeistens ist es diese nämlich nicht wert, daraus ein Fort 
Knox zu machen. Allzu neugieriges Interesse von außen auf sein smartes 
Home zu vermuten ist in Wahrheit nur allzuoft verkapptes 
SichFürWichtigHalten.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Also du meinst das alte Prinzip 'Security through obscurity' wäre heute 
noch sicher genug? In welcher heilen Welt lebst du? Du weißt hoffentlich 
schon das unzählige Bots per IP/Port scanning das Internet abgrasen? Am 
besten noch übers Smartphone und fremden Access Point ins Netz gehen, da 
freuen sich die Gauner über jeden unverschlüsselten Datenverkehr.

Wenn es für dich sicher genug ist, dann bitte. Aber anderen sowas auch 
noch als goldene Lösung anpreisen zu wollen, OMG.

von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> In welcher heilen Welt lebst du?

In der gleichen wie Du.
Mein Ethernet/WLAN Netzwerk ist nicht gefährdeter als jedes andere. 
Erfolgversprechende Hack-Versuche bislang: Fehlanzeige.

J. S. schrieb:
> Aber anderen sowas auch noch als goldene Lösung anpreisen zu wollen

Worin das Gold einer eigenen Smarthome-Lösung bestehen kann ist hier 
noch gar nicht zur Sprache und in Deinen geschätzten Sinn gekommen. Kein 
Wunder, wenn man nur in Kategorien gebräuchlicher Standards denkt. Mein 
Smarthome ist nämlich nicht direkt über Netzwerk erreichbar und das 
Kommandosystem individuell + geschützt. Du willst Details? Dem 
widerspricht leider

J. S. schrieb:
> Security through obscurity

:)

> da freuen sich die Gauner über jeden unverschlüsselten Datenverkehr.

Hand aufs Herz: Verschlüsselter ist doch viel interessanter.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Gerhard H. schrieb:
> Du willst Details?

Nein Danke. Ich fühle mich bei Leuten die etwas von Sicherheit verstehen 
und in einem System in dem zig Mannjahre Entwicklung mit einer großen 
Community stecken besser aufgehoben als bei einer Frickellösung.
Das hat nichts mit 'Kategorien gebräuchlicher Standards' zu tun, an 
einem System mit dokumentierter Basis können viele mitarbeiten und 
entsprechend gibt es für die 'großen' jede Menge Anbindung beliebiger 
Geräte/Dienste. Das möchte ich never ever alles selber erfinden wollen.
Einbindung von PV Daten, Müllkalender, persönliche Kalender, mehrere 
Bussysteme inkl. Funk von Fremdsystemen und IR, hoffentlich bald 
eFlitzer Daten (dafür ist jetzt der Tankerkönig überflüssig geworden), 
Fritzbox Anrufer, 3D-Drucker Status,  Waschmaschine/Trockner Status, 
Datenbanken, Backup mit verschiedenen Zielen, WLED Steuerung, usw. Und 
alles per Script  oder Blockly oder NodeRed logisch kombinierbar. Für 
alles haben sich Entwickler viele Gedanken gemacht und die Integration 
ist bei den meisten in wenigen Minuten erledigt. Da maße ich mir nicht 
an das alles besser können zu wollen. Und wenn doch, die Systeme sind 
OpenSource und man kann überall mitmachen oder Code selber modifizieren.

von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> Da maße ich mir nicht an das alles besser können zu wollen

OMG! Um Himmels willen!
Dazu will ich Dich weißgott nicht verleiten. Und ja doch- man darf 
nutzen was immer möglich. Ich füge jedoch einschränkend hinzu: Solange 
es die Ansprüche erfüllt, keine unnötigen Angriffspunkte und 
Abhängigkeiten schafft, zu teuer ist und die Dinge nicht unnötig 
verkompliziert. Das darf jeder für sich bewerten und die Freiheit sollte 
man auch jedem lassen. Freiheit dient immer der Anpassung an die 
eigene Situation.

: Bearbeitet durch User
von Tim (timgabinski)


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>> Wenn der Ersteller diese Systeme nicht mehr warten kann, aus welchen
>> Gründen auch immer, wird das System problematisch
>
> Das theoretische Argument liest man immer wieder.
> Ich antworte mit Wahrscheinlichkeiten: In der überwiegenden Zahl der
> Fälle bleibt der Ersteller dem System ganz praktisch erhalten. Darüber
> hinaus hatte ich ja schon betont: Alles manuell bedienbar halten.

Wie machst Du das ganz praktisch, manuelle Bedienbarkeit parallel zu 
SmartHome? Ich habe mir das für meine Installation gerade überlegt, und 
sehe nur zwei Räume (ein Wandschrank und ein WC), wo das einfach ginge, 
weil da eigentlich nur Licht geschaltet wird. Alles andere erfordert 
viel Aufwand. Beispiele:

- Veluxrollo und Motorbedienung: grüne KNX-Leitung führt zu 
24V-Verteilung unter dem Dach in der Nähe der Fenster - da müsste ich 
Unmengen an Leitungen ziehen. In der Doppeldose unten kommt ja nur die 
grüne Leitung an.
- Ditto Lichtszenenschalter im Wohnzimmer, gleiche grüne Leitung, die zu 
Unterverteilung führt
- Schalter für Zentral-Aus im oberen Stockwerk und Zentralfunktionen für 
Rolläden (wir nennen es den "Putzfrauenschalter") - könnte man nur 
stillegen und eine Blende auf die Schalterdose setzen.

Ok, dass die Komfortfunktionen wegfallen, geht in Ordnung. Aber Licht 
und Jalousien?

von J. S. (jojos)


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KNX braucht keine Sternförmige Verteilung, so ein Aufwand macht da 
keinen Sinn. Ein Ring mit Stichleitungen ist sicher einfacher zu 
realisieren. Die geringe Geschwindigkeit auf dem Bus ist hier von 
Vorteil und macht ihn sehr gutmütig.

von Tim (timgabinski)


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Völlig richtig! Aber worauf bezieht sich Deine Aussage? Ich habe auch 
einen Ring mit mehreren Stichleitungen, um den Aufwand, wie Du sagst, 
minimal zu halten.

von Le X. (lex_91)


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Tim schrieb:
> Wie machst Du das ganz praktisch, manuelle Bedienbarkeit parallel zu
> SmartHome? Ich habe mir das für meine Installation gerade überlegt, und
> sehe nur zwei Räume (ein Wandschrank und ein WC), wo das einfach ginge,
> weil da eigentlich nur Licht geschaltet wird. Alles andere erfordert
> viel Aufwand. Beispiele:

Bei den Bastellösungen (ich nutze selber welche) ist halt meistens eine 
klassische Hausinstallation die Grundlage und das Smartzeugs sitzt 
on-top.
Wenn bei mir das Netzwerk oder die Zentrale ausfallen ist alles 
weiterhin bedienbar. Natürlich auch die Rollos.
Shellys degenerieren in diesem Fall zu dummen Stromstoßschalter und tun 
weiter ihren Dienst.
Automatismen, Szenen usw. gehen dann halt nicht mehr.

Bei KNX erfolgt die Planung halt meist vor Baubeginn und ist 
fundamentaler Bestandteil der Installation, oder war das bei dir anders?
Das hat aber natürlich zur Folge dass z.B. Rollos nicht mehr klassisch 
bedienbar sind als Rückfallebene.

Ich sag das völlig wertungsfrei.
Sind halt zwei grundlegend verschiedene Konzepte.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Tim schrieb:
> Wie machst Du das ganz praktisch, manuelle Bedienbarkeit parallel zu
> SmartHome?

Ganz praktisch BLEIBT manuelle Bedienbarkeit einfach dort wo sie 
zusätzlich nur automatisiert wurde. Das betrifft etwa die Überbrückung 
von Schalterfunktionen, die Beibehaltung mechanischer Schlösser, das 
mechanische Entfernen von Kippfenster-Öffnern.
Le X. hat das Nötige dazu ganz richtig zusammengefasst. Inklusive einem 
weiteren handfesten Nachteil von KNX. Da sollte man schon Mut zur 
Wertung aufbringen.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Jaja, die Wahrscheinlichkeit ist nur ein Argument wenn es um dein 
unsicheres System geht. Mein KNX fällt nicht aus, aber der Strom kann 
mal weg sein. Dann kann ich für diese Zeit die elektrischen Rolladen 
nicht bewegen. Aber das war in den letzten 35 Jahren auch kein Problem 
hier.
Bzw wenn Strom da ist und der Bus nicht laufen sollte, dann ist immer 
noch manuelle Bedienung am REG Modul möglich.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> Aber das war in den letzten 35 Jahren auch kein Problem hier.

Prima. Oder nur Glück gehabt?
Deshalb bleibt die Preisfrage bei KNX natürlich trotzdem im Vordergrund.

> wenn es um dein unsicheres System geht

Tja das wird durch Wiederholung leider nicht richtiger. Es sei denn Du 
wüsstest das mal ordentlich zu begründen. Das allerdings scheitert ja 
schon an ordentlichem Unwissen.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Das theoretische Argument liest man immer wieder.
> Ich antworte mit Wahrscheinlichkeiten: In der überwiegenden Zahl der
> Fälle bleibt der Ersteller dem System ganz praktisch erhalten.

Nun, wie wahrscheinlich ist es, dass deine Frau dich überlebt? Überhaupt 
ist die Todeswahrscheinlichkeit von dir 100%. Im idealfall überlebt dich 
dein System und ist dann eben nicht mehr wartbar. Ich bleib bei meiner 
Meinung: Eine Haussteuerung sollte auf kommerziell erhältlichen und 
supporteten Geräten basieren. Man kann sicher eine Temperaturmessung 
dazufrickeln, gern auch per funk. Aber die komplette Steuerung damit 
aufzubauen? Grenzwertig.
Es gibt sicher auch einen Grund, weshalb professionelle Systeme nahezu 
ausschließlich auf wired setzen mit teilweise funk Sensoren.

Gerhard H. schrieb:
> J. S. schrieb:
>> Aber das war in den letzten 35 Jahren auch kein Problem hier.
>
> Prima. Oder nur Glück gehabt?

Du kannst deine Rollläden also ohne Strom bewegen? Schön. wenn man einen 
Rohrmotor verbaut hat, ist das de facto unmöglich, ohne diesen 
auszubauen, was wiederum nahezu unmöglich ist, wenn der Rollladen in der 
oberen Position, also aufgewickelt ist. Und ganz ehrlich: wenn 
Stromausfall ist, was sowieso nur einmal alle x Jahre kurz vorkam 
bisher, sind die Rollläden das letzte, was mich interessieren würde.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Le X. schrieb:
> Ich kann mir nicht vorstellend dass der Hauptmann als Einzelkämpfer in
> der heutigen zeit noch mit vertretbarem Aufwand eine state
> of-the-art-Lösung hinbekommt.

So ist es.

von Steve van de Grens (roehrmond)


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Gerhard H. schrieb:
> In 10 Jahren kann ebenso der Support mancher Kauflösung ausgelaufen
> sein. Genauso Realität. Der Selberbauer aber ist unabhängig und kann
> sich jederzeit bei allem selber helfen.

In 10 Jahren bin ich 60. Wer weiß, ob ich dann noch die kleinen Bauteile 
löten kann?

> Was in 30 Jahren einmal sein könnte ist belanglos

Typischerweise hat nan micht mal 10 Jahre Herstellersupport. Aber lass 
uns mal so tun, als seien es 30. Das reicht mir nicht, um ein ganzes 
Haus davon abhängig zu machen. Elektroinstallation hat gefälligst >50 
Jahre zu halten (incl. Austausch verschlissener Komponenten).

: Bearbeitet durch User
von Alfred P. (paaalm07)


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> KNX ist nicht unbedingt kompliziert und so viel teuerer fürs Eigenheim
> bei Eigenleistung.


Stimmt! Ich hatte gut 90% Eigenleistung. Quasi nur die offizielle 
Abnahme war dann eben offiziell.
Hat etwa 30% mehr gekostetet im Vergleich zu konventioneller 
Installation - dafür ist jetzt natürlich ALLES möglich.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Überhaupt ist die Todeswahrscheinlichkeit von dir 100%

Aha. Das sollte man wirklich berücksichtigen!

> Im idealfall überlebt dich dein System und ist dann eben nicht mehr
> wartbar.

Soso. "Ideal" wäre das also.

> Du kannst deine Rollläden also ohne Strom bewegen?

Natürlich. In meinem Fall sind das elektrische Aufputz-Gurtwickler. 
Deren Auf/Ab Tasten einfach relais-überbrückt.

> Aber die komplette Steuerung damit aufzubauen? Grenzwertig.
> Es gibt sicher auch einen Grund, weshalb professionelle Systeme nahezu
> ausschließlich auf wired setzen mit teilweise funk Sensoren.

Dann mach das so. Immer schön ein Auge drauf was "alle" machen. Da bist 
Du auf der sicheren (teuren abhängigen) Seite :)

Steve van de Grens schrieb:
> Le X. schrieb:
>> Ich kann mir nicht vorstellend dass der Hauptmann als Einzelkämpfer in
>> der heutigen zeit noch mit vertretbarem Aufwand eine state
>> of-the-art-Lösung hinbekommt.
>
> So ist es.

Was interessieren hier modische "State of the Art" Lösungen? Interessant 
ist allein, seine Ansprüche realisiert zu bekommen. Das bitteschön 
möglichst einfach, robust, günstig, unabhängig.

> In 10 Jahren bin ich 60. Wer weiß, ob ich dann noch die kleinen Bauteile
> löten kann?

Haar-herbeigezogenes Bedenken Nummer 141. Sicher nicht das 
scharfsinnigste.

> Typischerweise hat nan micht mal 10 Jahre Herstellersupport. Aber lass
> uns mal so tun, als seien es 30. Das reicht mir nicht, um ein ganzes
> Haus davon abhängig zu machen.

Aha. Du redest also von fertigen Kauflösungen. Insoweit passt es doch.

Alfred P. schrieb:
> dafür ist jetzt natürlich ALLES möglich.

Na sicher. Kommt bloß drauf an was man unter "Alles" verstehen möchte. 
Und hatte ich schon erwähnt, daß sich mit viel Geld "Alles" lösen lässt?

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
>> Im idealfall überlebt dich dein System und ist dann eben nicht mehr
>> wartbar.
>
> Soso. "Ideal" wäre das also.

Natürlich. Wenn du noch nichtmal davon ausgehst, dass das System dich 
selbst überlebt, na dann erst recht gute Nacht.

Gerhard H. schrieb:
> Dann mach das so. Immer schön ein Auge drauf was "alle" machen. Da bist
> Du auf der sicheren (teuren abhängigen) Seite :)

Ja, vielleicht will ich aber bei Problemen nicht vollkommen hilflos 
sein? Bzw. will nicht, dass meine Frau das ist (Wenn ich vielleicht doch 
mal zumindest temporär längere Zeit ausfalle). Momentan könnte ich das 
sicher auch selbst bauen, wenn ich dem Priorität von vielen Stunden 
Erstprogrammierung und nochmal so viel Fehlersuche, einräumen würde. 
Aber dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade, wenn es dafür fertige 
Lösungen gibt, die das Leisten können und bei denen ich mindestens eine 
online comunity habe, die ich um Rat fragen kann, wenn etwas nicht so 
funktioniert, wie ich mir das Vorstelle. Als Einzelkämpfer sucht man 
manchmal Tagelang einen Fehler. Und in dem Fall in Hard- und Software. 
Ganz spannend wird es, wenn man dann noch fertige Geräte anderer 
Hersteller einbinden möchte. Der Geschirrspüler z.B. kann mit Home 
assistant reden und von diesem Gesteuert werden. Ebenso meine PV Anlage. 
Beide kann man so kombinieren, dass der Geschirrspüler, bei fertig 
Meldung durch den Benutzer, erst das Spülprogramm beginnt, wenn genug 
Strom vom Dach kommt, gern auch mit passender Hysterese. Sicher gibt es 
irgendwo in den Weiten des Internetzes für diese Geräte die 
Busbeschreibung. Aber die muss man erstmal finden, einbinden und testen. 
Oder man lädt sich die Integration einfach herunter von anderen, die das 
getan haben, einer für den Geschirrspüler, ein anderer für den 
Hybridwechselrichter. Kombinieren kann man das dann mit wenigen Klicks 
selbst. Oder ich möchte, dass im Schlafzimmer das Licht mit 40% 
eingeschaltet wird aber nur an Arbeitstagen und nicht im Urlaub und nur, 
wenn der Zeitpunkt vor Sonnenaufgang liegt. Das geht ebenso relativ 
einfach mit Home Assistant umzusetzen. Wie geht das bei dir? Nur als 
Beispiel. die Rollläden kann man natürlich zeitsteuern, oder man steuert 
sie nach dem Sonnenauf- und untergang. Das kann Homematik schon von sich 
aus, auch mit Hysterese (z.B. Schließen 20 Minuten nach Sonnenuntergang, 
Öffnen 10 davor.)

Wenn ich mir überlege, wieviel Zeit mich das kosten würde all diese 
Funktionen umzusetzen, wenn ich das allein programmieren müsste. Und wie 
gesagt: Wenn was kaputt geht oder nicht so funktioniert ist man halt 
tatsächlich mindestens mal einige Stunden beschäftigt.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Wenn du noch nichtmal davon ausgehst, dass das System dich selbst
> überlebt

Wer was überlebt ist hier ungefähr so wichtig wie der berühmte Sack Reis 
im China.
Wichtig ist der tägliche Nutzen hier und heute,  morgen und nächste 
Woche.
Wer zum Maßstab macht was jederzeit passieren könnte fängt besser mit 
nichts mehr an. Wird Dir der Unsinn Deiner Befürchtungen vielleicht so 
plausibler?

> Ja, vielleicht will ich aber bei Problemen nicht vollkommen hilflos
> sein?

Selbst ist der Mann. Hilflos machen in erster Linie Abhängigkeiten und 
mangelnde Erfahrung.

> Aber dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade, wenn es dafür fertige
> Lösungen gibt

Nun überleg mal. Wie käme ich dazu Dir vorzugeben, für was Du 
sinnvollerweise Deine Zeit verwendest?

> Der Geschirrspüler z.B. kann mit Home assistant reden und von diesem
> Gesteuert werden. Ebenso meine PV Anlage. Beide kann man so kombinieren,
> dass

Wenn das Deine Sorgen und Deine Geräte sind und diese Lösung die 
einfachste dann bin ich der Letzte der Dir anderes einreden wollte.

> Wie geht das bei dir?

Bei mir geht genau das was ich brauche. 40% Schlafzimmerlicht gehört 
nicht dazu.
Und wenn ich es bräuchte hätte ich dafür eine passende Dimmerschaltung 
eingesetzt. Rollläden und Kippfensteröffnung zum Lüften werden bei mir 
nach vielfältigsten Kriterien, vor allem aber nach meinen Prioritäten 
gesteuert.

> z.B. Schließen 20 Minuten nach Sonnenuntergang, Öffnen 10 davor

So eingeschränkt stupide läuft das bei mir definitiv nicht ab. Wer damit 
zufrieden ist- bitteschön.

> Wenn ich mir überlege, wieviel Zeit mich das kosten würde all diese
> Funktionen umzusetzen, wenn ich das allein programmieren müsste

Tja. Wie bereits ausgeführt sollte Bastelzeit schon Hobby und Genuß 
sein. Vieles kostet auch Zeit weil Erfahrung und die geeignete/ zu 
schaffende Hard&Softwarebasis fehlt. Die zu erwerben kann Dir niemand 
abnehmen. Wenn Du sie aber einmal hast kann Dir niemand mehr einreden, 
daß es ohne sie besser wäre :)

Nach diesen Ratschlägen fürs tägliche Leben siehst Du hoffentlich 
klarer.

: Bearbeitet durch User
von Tim (timgabinski)


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Ich habe im wesentlichen zwei Motive:

o Wenn ich ausfalle, muss meine Frau die Bude reparieren lassen können. 
Dank KNX geht das. Die kleinen Basteleien von mir (wie der 
Luftfeuchtesensor im Bad, der die Lüftung schaltet) können dabei gerne 
ausfallen. Das Wesentliche läuft.

o Beim Wiederverkauf der Immobilie muss die Elektroinstallation 
funktionieren. Bei einer Bastellösung sagt der Handwerker: Alles neu, 
80k-120k.

von Christian B. (luckyfu)


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Tim schrieb:
> Alles neu,
> 80k-120k.

Naja, wir wollen ja keinen Straßenzug ausstatten. Für 80-120k kann man 
ein gesamtes Haus komplett sanieren. Zumindest konnte man das vor 14 
Jahren, incl. FBH und WDF und mit viel Eigenleistung. Hab ich nämlich 
gemacht und lag damit ziemlich genau in dem Kostenrahmen, aber eher am 
unteren Ende, heute wird es wohl eher das obere sein. Die 
Elektroinstallation, selbst mit KNX, schätze ich für ein EFH, wenn man 
alles machen lässt mit 10k-15k mehr sollte das nicht sein.

Gerhard H. schrieb:
>> z.B. Schließen 20 Minuten nach Sonnenuntergang, Öffnen 10 davor
>
> So eingeschränkt stupide läuft das bei mir definitiv nicht ab. Wer damit
> zufrieden ist- bitteschön.

Es gibt ja so viele Möglichkeiten nicht: entweder man steuert sie 
stupide zeitabhängig oder man steuert sie helligkeitsabhängig (eben mit 
dem Sonnenauf- Untergang gekoppelt).
Die Alternative ist, irgendwo einen Schalter zu haben, den man betätigt, 
das hat aber dann mit Smart Home nichts zu tun (Wobei man nat. im 
Smarthome auch noch einen Schalter zur Manuellen Bedienung hat). Smart 
ist ein Smart Home nicht, weil man es (auch) mit dem Smartphone bedienen 
kann sondern, weil man es, im besten Fall, gar nicht bedienen muss. In 
der finalen Ausbaustufe umfasst sowas dann diverse Sensoren, um Personen 
zu erkennen und entsprechend z.B. die Lichter zu steuern.

Gerhard H. schrieb:
> Wie bereits ausgeführt sollte Bastelzeit schon Hobby und Genuß
> sein. Vieles kostet auch Zeit weil Erfahrung und die geeignete/ zu
> schaffende Hard&Softwarebasis fehlt.

Natürlich. Aber ich bastel lieber an meinen RC Modellen und programmiere 
dafür Steuerungen, als das im Haus zu tun, denn dort kann ich nicht 
einfach das Projekt schließen, wenn ich keine Lust mehr habe und 
irgendwann weiter machen, das Haus muss funktionieren, immer. Esseidenn 
man lebt allein und es ist einem egal, wenn z.B. das Licht mal ne Woche 
nicht geht. Meine Frau würde mir jedenfalls etwas erzählen, wenn das 
passieren würde. Aber die Ansprüche sind halt unterschiedlich. Praktisch 
ist eine selbst gebastelte Haussteuerung aber eher nicht, eben wegen der 
Wartungsproblematik. Wenn man wenigstens eine Analoge Rückfallebene hat, 
die auch dann funktioniert, wenn man das System komplett abschaltet, 
dann mag das noch akzeptabel sein. Geht das auch nicht, sehe ich (und 
dabei pflichten mir sicher sehr viele bei) das als extrem problematisch 
an.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Tim schrieb:
> Beim Wiederverkauf der Immobilie muss die Elektroinstallation
> funktionieren

So schauts aus.
Immer auf leichte Abbaubarkeit eigener smarter Ergänzungen und das 
uneingeschränkte Weiterbestehen der Basics achten.
Mobile Funklösungen erleichtern das enorm. Beim Investment in KNX bin 
ich mir da nicht so sicher. Es geht ja nicht nur ums Datennetz an sich 
sondern möglicherweise auch um Geräte, die nur noch via KNX angesprochen 
werden können !?

State of the Art ist ein (unfreiwilliger) Test des eigenen Systems durch 
Stromausfall (öffentliches Netz). Gut, wenn hier fließend auf Akku-Strom 
umgeschaltet werden könnte und die Steuerung samt aller verbundenen 
Sensoren/Aktoren unbeeindruckt weiterläuft. Daneben wär ein alternativer 
Zugangs-Kanal für den Fernzugriff (z.B. aus dem Mobilfunknetz) 
anzuraten.

Ausfälle dieser Art sind (noch) zu selten daß leider meist der Druck 
fehlt, an dieser Front genügend aktiv zu werden.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Ausfälle dieser Art sind (noch) zu selten daß leider meist der Druck
> fehlt, an dieser Front genügend aktiv zu werden.

Und was lässt dich glauben, dass dies in Zukunft anders sein sollte?
Wie war das mit dem Reissack?


Und selbst wenn der Strom mal weg ist, für ein paar Stunden: das sollte 
man auch in der heutigen Zeit noch problemlos ohne Elektrizität 
überbrücken können. Ich hätte, ausgewählte Stromkreise, auch Autark mit 
Notstrom über die PV Anlage ausrüsten können. (das gesamte Haus geht 
nicht, da der Akku nur 3,4kW abgeben kann) Ich hab mich dagegen 
entschieden. Nicht nur wegen der Kosten, sondern vor allem weil ich 
nicht daran glaube, dass wir in Zukunft deutlich häufigere Stromausfälle 
haben werden als das derzeit der Fall ist. Die, welche ich mitbekommen 
habe in meinem bisherigen Leben, kann ich an einer Hand abzählen.

Gerhard H. schrieb:
> Wichtig ist der tägliche Nutzen hier und heute,  morgen und nächste
> Woche.

Eine Haussteuerung, welche gerade 2 Wochen am Stück störungsfrei läuft, 
ohne eingriffe seines Erbauers, ist definitiv ein Sanierungsfall.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Eine Haussteuerung, welche gerade 2 Wochen am Stück störungsfrei läuft,
> ohne eingriffe seines Erbauers, ist definitiv ein Sanierungsfall.

Du hast den Sinn meiner Aussage in keinster Weise erfasst.

> Und was lässt dich glauben, dass dies in Zukunft anders sein sollte?

Ein weites Feld. Dazu müssten wir verbotenerweise hier politisch werden.

> sondern vor allem weil ich nicht daran glaube, dass wir in Zukunft
> deutlich häufigere Stromausfälle haben werden als das derzeit der Fall
> ist.

Ein Wort für Gottes Ohr.

Christian B. schrieb:
> Es gibt ja so viele Möglichkeiten nicht: entweder man steuert sie
> stupide zeitabhängig oder man steuert sie helligkeitsabhängig (eben mit
> dem Sonnenauf- Untergang gekoppelt).

Ob sie geöffnet werden oder nicht kann man natürlich von einigen 
Bedingungen mehr abhängig machen. Neben der maßgeblichen Helligkeit 
dürfen gerne Faktoren wie An/Abwesenheit, Schlafmodus, Wind/Sturmmelder 
oder Temperaturen eine Rolle beim Rollladen spielen.

> Smart ist ein Smart Home nicht, weil man es (auch) mit dem Smartphone
> bedienen kann sondern, weil man es, im besten Fall, gar nicht bedienen
> muss

Das könntest Du von mir abgeschrieben haben :)

> In der finalen Ausbaustufe umfasst sowas dann diverse Sensoren, um
> Personen zu erkennen und entsprechend z.B. die Lichter zu steuern

Je smarter das Home desto ausgefeilter muß die Sensor-Basis im 
Hintergrund sein. Hier wird die Abwägung von Aufwand und Nutzen sehr 
diffizil. Selbst-redend ist der Selber-bauer hier sehr viel flexibler.

> Aber ich bastel lieber an meinen RC Modellen und programmiere dafür
> Steuerungen, als das im Haus zu tun

Seine Zeit (und sein Geld) kann man eben nur 1mal ausgeben. Leider. 
Hinter der Prioritäts-Vergabe steht dann meistens der persönliche 
Spaß-Faktor.

> Praktisch ist eine selbst gebastelte Haussteuerung aber eher nicht, eben
> wegen der Wartungsproblematik

Wie diese "Problematik" einzuschätzen ist hab ich ja nun hinreichend 
durchgekaut. Und ob die Steuerung "praktisch" ist- oh, das lass mal 
meine Sorge sein.
In fremden Unterkünften wirds für mein Gefühl meist sehr spartanisch. 
Wenn wieder Lichtschalter oder Schlüssel zu suchen sind, der Wasserhahn 
nicht automatisch läuft oder der Gang zum Fenster nötig wird, um mal zu 
lüften... An Komfort kann man sich sehr schnell gewöhnen! Dazu muß man 
ihn freilich erstmal erlebt haben.

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Der Kerl erinnert mich an Moby.

von Cyblord -. (cyblord)


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Le X. schrieb:
> Der Kerl erinnert mich an Moby.

Total. Und es ist eben auch interessant dass er auf konkrete Fragen zu 
seinem System nicht eingeht. Aber es kann alles, ist super, hat Security 
by Obscurity und ist billig.

Die Nachrage nach:
Wie viele Knoten?
Wie kommunizieren die? Funk/Kabel? Protokoll?
Basis?
Konnektivität an PC/Displays?
Firmwareupdates?
Konfiguration der Knoten?
Kommissionierung neuer Knoten?

Verschweigt er natürlich lieber.

Man fragt sich wie lange es dauert bis er EINEN neuen Knoten da rein 
gefrickelt hat.

Auch frage ich mich welche Knotentypen er kann. Das summiert sich 
nämlich: Schaltausgang, Schalteingang, Dimmer, RGB Dimmer, Thermostate 
(Wand), Thermostate (Heizkörper), Fenstersensoren, FBH Aktoren, 
Stromzähler.
Das ist allein was ICH verbaut habe.

Da hat er das meiste davon nicht.

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Gerhard H. schrieb:
> Immer auf leichte Abbaubarkeit eigener smarter Ergänzungen und das
> uneingeschränkte Weiterbestehen der Basics achten.

Nö. Bei Eigentum im EFH/MFH ist die Installation fest eingebaut und da 
wird nichts zurückgebaut. KNX ist nicht für Mietwohnungen gedacht wie es 
deine ja offensichtlich ist. Da macht Funk natürlich mehr Sinn, aber da 
auch immer noch fraglich ob ein Selbstbau noch einen Hauch von Vorteil 
bietet. Die Palette an fertigen Zigbee oder Wifi Lösungen ist riesig. Um 
eine Lampe 'smart' zu machen reicht es die dumme aus dem E27 Sockel zu 
schrauben und eine Hue rein, fertig ohne da irgendeine Elektronik dran 
basteln zu müssen.

Ich habe schon von einigen gehört die aus Kostengründen erst mal 
konventionell verkabeln und sich KNX oder ähnliches offen halten wollen. 
Da wird aber mit Sicherheit kaum was nachträglich geändert weil es ein 
großer Aufwand bleibt wenn man es nicht sofort einbaut. Durch KNX 
erspart man eine Menge Kabel und damit auch die Arbeit die zu verlegen. 
An der Tür habe ich eine Bedieneinheit mit Display, ein Kabel, ein Loch. 
Und damit wird alles gesteuert alles was in dem Raum nötig ist.

Gerhard H. schrieb:
> Gut, wenn hier fließend auf Akku-Strom
> umgeschaltet werden könnte und die Steuerung samt aller verbundenen
> Sensoren/Aktoren unbeeindruckt weiterläuft.

Bei KNX ist das Netzteil ein Single point of Failure. Dafür gibt es dann 
redundante Varianten oder gleich mit eingebauter USV. Ich habe für ein 
Testbrett ein zweites Netzteil und ein defektes kann in wenigen Minuten 
getauscht werden. Nur wenn der Strom auf allen Phasen weg ist, dann 
schalten zwar die Relais, aber ohne Strom kein Licht und keine Rolläden. 
Also fraglich was es bringen soll.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> konkrete Fragen

Rede ich gegen Wände?
Passt das hierher?

Gerhard H. schrieb:
> derjenige darf gerne einen ernstgemeinten separaten Thread aufmachen

...

> Auch frage ich mich welche Knotentypen er kann

Erstens: Du denkst viel zu kompliziert.
Zweitens: Deine Anforderungen müssen nicht meine sein.

> Da hat er das meiste davon nicht.

Drittens: Was Du glaubst muss nicht unbedingt was mit der Realität zu 
tun haben.

Viertens: Äußer Dich lieber mal zum Anliegen des TO. Bei Abhängigen von 
Kaufsystemen bist doch Du der Experte.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:

> Rede ich gegen Wände?

Nein nein ich verstehe genau was du sagst und meinst. Keine Sorge. Dein 
System, falls es so überhaupt existiert, wird frickelig, minimal und 
schlecht sein. In jeder Hinsicht. Das hast du deutlich gemacht.

> Erstens: Du denkst viel zu kompliziert.

Nur für jemanden der vielleicht gar nicht weiß was man alles mit Smart 
Home machen kann und will.

> Zweitens: Deine Anforderungen müssen nicht meine sein.

Natürlich. Du kannst ja gar keine Anforderungen haben, weil dein System 
das alles nicht könnte. Was du nicht kannst, brauchst du nicht. Wie 
gesagt: Minimal und schlecht. So ist dein System.

> Drittens: Was Du glaubst muss nicht unbedingt was mit der Realität zu
> tun haben.

Realität ist so ne Sache. In eben jener glaube ich tatsächlich nicht 
dass du mal schnell komplexe Knoten bauen kannst die das alles abdecken.

> Viertens: Äußer Dich lieber mal zum Anliegen des TO. Bei Abhängigen von
> Kaufsystemen bist doch Du der Experte.

Habe ich bereits getan.

von Le X. (lex_91)


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Cyblord -. schrieb:
> Man fragt sich wie lange es dauert bis er EINEN neuen Knoten da rein
> gefrickelt hat.

Oder wie neue Funktionen umgesetzt werden können, denn:
Gerhard H. schrieb:
> meine Zentrale arbeitet seit 18 Jahren durchgängig (mit ATMega128).

Angenommen ich möchte Lampe A immer dann einschalten wenn Sensor B etwas 
erkennt, aber nur wenn es dunkel ist, aber nicht am Wochenende oder wenn 
im Kalender Urlaub eingetragen ist.
Muss man sich dann allen ernstes sich hinsetzen und C-Code hacken, 
kompilieren, irgendwie flashen und, mangels offline-Testmöglichkeit, 
hoffen dass danach noch irgendwas tut?

In gängigen OpenSource-Systemen klickt man das in ein paar Minuten 
zusammen.
Ich selber würde das in Javascript umsetzen.

@ Hauptmann: wie schaut bei dir der Workflow aus wenn du neue Funktionen 
umsetzen möchtest?

von Gerhard H. (hauptmann)


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Le X. schrieb:
> @ Hauptmann: wie schaut bei dir der Workflow aus wenn du neue Funktionen
> umsetzen möchtest?

Hatte ich mich bzgl. Fragen zu meinem System nicht klar ausgedrückt?

Cyblord -. schrieb:
> Dein System, falls es so überhaupt existiert, wird frickelig, minimal
> und schlecht sein. In jeder Hinsicht.

Oh da sprüht aber jemand Gift und Galle. Dabei sollte Dir schon die 
Begeisterung zwischen meinen Zeilen zu denken geben...

Bei der Gelegenheit muß ich gleich mal zu Hause nach dem Rechten sehen. 
Bin ja gerade auf Reisen :)

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Le X. schrieb:
>> @ Hauptmann: wie schaut bei dir der Workflow aus wenn du neue Funktionen
>> umsetzen möchtest?
>
> Hatte ich mich bzgl. Fragen zu meinem System nicht klar ausgedrückt?

Doch doch. Du hast klar gemacht dass du dich nicht traust Details zu 
nennen.

> Oh da sprüht aber jemand Gift und Galle.

Wieso sollte das so sein? Ich sage dir lediglich wie die Realität 
aussieht. Aber ich würde dir zugestehen dass du vielleicht gar nicht 
weißt was du nicht hast und wirklich denkst dein System wäre gut.

> Bei der Gelegenheit muß ich gleich mal zu Hause nach dem Rechten sehen.
> Bin ja gerade auf Reisen :)

Soll das jetzt irgendwie beeindruckend sein?

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich sage dir lediglich wie die Realität aussieht.

Du machst Dich höchstens lächerlich.
Schwelge lieber in Deinen erlernten Begrifflichkeiten und Standards, 
kauf weiter teuer ein und achte dabei unbedingt auf 
herstellerübergreifende Kompatibilität :)

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> kauf weiter teuer ein

Weißt du was ein Shelly kostet?

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Weißt du was ein Shelly kostet?

Ist auf diesem einen etwa Dein System aufgebaut? Hängt das etwa unsicher 
in bekannten Netzwerken? Mein Beileid. Jeder wie er vedient.

von J. S. (jojos)


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Was ist am eigenen WLan ein bekanntes unsicheres System?
Dein Geschwurbel wird immer absurder.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Weißt du was ein Shelly kostet?
>
> Ist auf diesem einen etwa Dein System aufgebaut?

Wie (schon mehrmals gesagt) ist es NICHT auf einem System aufgebaut. 
Aber Shellys nutze ich oft. Natürlich.

> Hängt das etwa unsicher
> in bekannten Netzwerken? Mein Beileid. Jeder wie er vedient.

Da ist nichts unsicher.

von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> Was ist am eigenen WLan ein bekanntes unsicheres System?

Das weiß man meistens selber nicht.
Aber natürlich ist klar daß sich jeder Hacker und Geheimdienst auf 
Schwächen eines bekannten Standards stützt und stürzt!

Cyblord -. schrieb:
> Aber Shellys nutze ich oft.

Oh. Die Kosten multiplizieren sich.

Cyblord -. schrieb:
> Soll das jetzt irgendwie beeindruckend sein?

Stimmt. Das kannst Du dank fremder Lösungen ja gar nicht nachvollziehen. 
Die eigene Realisierung der Server-Funktionalitäten zum Fernzugriff aufs 
eigene Smarthome als unstudierter Hobbyist hinbekommen zu haben macht 
schon ein wenig stolz. Da brauch ich Deine Bestätigung ganz sicher 
nicht.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Oh. Die Kosten multiplizieren sich.

Ich würde ja fragen was du für Kosten pro Knoten hast, Aber du kannst 
die Shelly Funktionalität ja gar nicht abbilden. Deine Knoten können ja 
gar nichts. Darum nicht vergleichbar.

> Stimmt. Das kannst Du dank fremder Lösungen ja gar nicht nachvollziehen.
> Die eigene Realisierung der Server-Funktionalitäten zum Fernzugriff aufs
> eigene Smarthome als unstudierter Hobbyist hinbekommen zu haben macht
> schon ein wenig stolz. Da brauch ich Deine Bestätigung ganz sicher
> nicht.

Ist sicher alles total beeindruckend wenn du das am Stammtisch und 
deinem Frisör erzählst. Aber am Ende geht es eben um eine gute sinnvolle 
Funktion und um gute Erweiterbarkeit und Wartbarkeit. Fleißkärtchen 
zählen im täglichen Einsatz nicht.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber am Ende geht es eben um eine gute sinnvolle Funktion und um gute
> Erweiterbarkeit und Wartbarkeit

Exakt das liefert der Eigenbau.
Das ist Dir glaub ich gar nicht im nötigen Maß bewusst.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Aber am Ende geht es eben um eine gute sinnvolle Funktion und um gute
>> Erweiterbarkeit und Wartbarkeit
>
> Exakt das liefert der Eigenbau.

Nein eben nicht. Bzw. eben nur mit extrem großem Aufwand. Den du sicher 
nicht realisiert hast. Da sind wir wieder am Anfang der Diskussion und 
übrigens auch bei meinen Fragen.

Du kannst ja nicht mal sagen wie du eine einfache 
Automatisierungsaufgabe erstellen würdest: Also z.B. schalte jeden Abend 
um 18 Uhr die Außenbeleuchtung ein. Wie wäre dein Workflow hier?

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Na dann Bau mal eine E27 LED Lampe mit Elektronik zum Einstellen der 
Helligkeit und Farbtemperatur. Zu einem Preis der besser ist als etwas 
gekauftes. Oder einen Shelly mit Strommessung.

von Cyblord -. (cyblord)


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J. S. schrieb:
> Oder einen Shelly mit Strommessung.

Ja, für meine Wechselrichter nutze ich aktuell den Shelly Mini 
Stromzähler. 16A präzise Messung in beide Richtungen. Für 12-15 EUR. Das 
ist Wahnsinn.

> Bau mal eine E27 LED Lampe mit Elektronik zum Einstellen der
> Helligkeit und Farbtemperatur.

Er schweigt sich über seine Knotentypen ja aus. Aber er hat da schlicht 
nichts vergleichbares. Einfach gar nichts. Aber die Ausrede ist: Brauch 
ich nicht.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Cyblord -. schrieb:
> Also z.B. schalte jeden Abend
> um 18 Uhr die Außenbeleuchtung ein. Wie wäre dein Workflow hier?

Ich mache auch gerne den Anfang. Ich nutze openHAB als zentrales System 
auf einem Raspi.
Dort kann man Rules erstellen. Drei grundlegende Möglichkeiten:
1. Einfach: Liste mit Triggern, Actions, Conditions: Trigger wäre hier 
die Uhrzeit, Action: Schalte Lampe ein, Condition: Nicht im Urlaub.

2. Blockly: Blöcke grafisch anordnen

3. Script: Klassisches Script in Textform.

Dabei ist es völlig egal ob die Lampe über HUE gesteuert wird oder über 
einen Shelly oder über die Homematic CCU. Spielt keine Rolle. Alle Items 
funktionieren, wenn sie einmal im System sind, gleich.

von J. S. (jojos)


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Gerhard H. schrieb:
>> Aber Shellys nutze ich oft.
>
> Oh. Die Kosten multiplizieren sich.

Du bist von deinem System zu sehr verblendet und zu technikverliebt in 
deine AVRs. Oder kannst du das genauer vorrechnen?

Ein LAN hat jeder im Haus, Shelly oder Sonoff verursachen da keine 
zusätzlichen Kosten. Null, bis auf die Betriebskosten.

Wenn man keine heterogenen Netze bedienen kann, dann muss man die 
natürlich schlecht reden. Aber alle ordentliche Systeme wie die schon 
genannten können das.
Ich habe auch erst mit WLan Komponenten erweitert, dann aber mehr auf 
ZigBee gesetzt. Es kostet ca. 30 € für den sog. Koordinator, quasi den 
Master Funkadapter. Mehr nicht, das ist ein Offset und kein Faktor. Das 
wird aber kompensiert durch günstigere Komponentenkosten und geringeren 
Strombedarf. Und durch das Mesh sind keine Repeater nötig, die Lampen im 
Garten erweitern das Netz automatisch.

Dann habe ich nochmal ca. 40 € investiert in eine WLan-RF/IR Brücke. Die 
spricht proprietäre Funkprotokolle für eine Terassenbeschattung und 
Beleuchtung. Die Motoren für den Sonnenschutz sind kompakte Einheiten 
mit Funk, das müsste mühselig entschlüsselt werden. Mit dem Funkadapter 
kann ich die Original Bedienung anlernen und das Aulösen ist dann ein 
Klacks weil die Funkbrücke im ioB unterstützt wird. In die Szenen für 
morgens und abends kommt einfach der Schaltbefehl mit rein und fertig. 
Auch das kann ich aus der Ferne programmieren weil das GUI dafür 
Webbasiert ist.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Bzw. eben nur mit extrem großem Aufwand

Keine Ahnung was Dir da vorschwebt.
Ich seh meine Aufgabe auch nicht darin irgendwelche Funktionalitäten von 
Shellys nachzubasteln. Entscheidend ist die Grundfunktion Messen oder 
Schalten und eine Connection zum Gerät.

Cyblord -. schrieb:
> 16A präzise Messung in beide Richtungen.

Ja  wirklich Wahnsinn. Du meine Güte.
Und nun schau hier mal was es für Eigen-Bauer gibt und zu welchem Preis:

Beitrag "Akku-Strom mit ATTiny messen"

Ist das nicht viel wahnsinniger?

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Keine Ahnung was Dir da vorschwebt.

Wurde dir ja nun schon oft gesagt was es so am Markt gibt.

Und ich habe meine Fragenliste ja nicht aus Spaß geschrieben. Da drauf 
sind eben genau die wichtigen Punkte die man für so ein System braucht. 
DAS ist die Komplexität am Ende. Dumm stellen hilft nicht.

Es gibt eben noch mehr Anwendungen als nur Stupide etwas zu schalten.

> Ja  wirklich Wahnsinn. Du meine Güte.
> Und nun schau hier mal was es für Eigen-Bauer gibt und zu welchem Preis:

Es ist doch kein Problem Shellys und ihre Funktion nachzubauen. Aber der 
AUFWAND bis das alles auch nur annährend so läuft ist groß. Die ganze 
Konnektivität, Netzwerkstack, Web Oberfläche, IOT Funktionen.

Wie lange brauchst du um auch nur diesen einen 16A Energiezähler mit 
WLAN und GUI zu machen? Tipp: Mit nem Atmega wirst du da nicht weit 
kommen.

Deshalb kaufe ich das gerne für ein paar Euro fertig ein. Du wirst nicht 
lange genug leben um alle Shellys von null nachzubauen.

Dein Ansatz ist dann halt Verzicht. Du hast die ganzen Funktionen nicht. 
Du hast so gut wie keine Funktionen und damit auch eigentlich gar kein 
Smart Home. Ein paar gefrickelte Funkschalter sind kein SmartHome.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber der AUFWAND bis das alles auch nur annährend so läuft ist groß. Die
> ganze Konnektivität, Netzwerkstack, Web Oberfläche, IOT Funktionen.

Das ist genau das was Du nicht zu begreifen scheinst: Vieles ist davon 
im Einzelfall verzichtbar. Konnektivität muß eben bei weitem nicht so 
komplex aufgeblasen werden. Das Gleiche gilt für Web-Oberflächen. Daß 
diese gekauft hübscher sein mögen will ich ja gern einräumen. Da lege 
ich aber keinen gesteigerten Wert drauf. Sehr viel wichtiger, und auch 
wichtiger als der letztliche Preis, ist daß die Dinge in der eigenen 
Hand bleiben!

Cyblord -. schrieb:
> Du hast so gut wie keine Funktionen und damit auch eigentlich gar kein
> Smart Home. Ein paar gefrickelte Funkschalter sind kein SmartHome.

Und Du hast davon nach wie vor keine Ahnung, sooft Du hier Deinen 
Glauben noch ausbreiten magst.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:

> Das ist genau das was Du nicht zu begreifen scheinst: Vieles ist davon
> im Einzelfall verzichtbar.

Aber vieles eben auch nicht. Verzicht ist deine einzige Lösung. ICH will 
hingegen Funktionalität. Und nicht Verzicht aus Ideologischen Gründen. 
Oder weil man intellektuell gar nicht in der Lage ist was besseres 
einzusetzen.
Du schriebst ja selbst:
> Jeder kocht sein eigenes Süppchen und hat
> eigene Einschränkungen. Schwer, da den Überblick zu behalten.

D.h. du bist schlicht gar nicht in der Lage ein herstellerübergreifendes 
System zu verstehen und einzusetzen.

> Konnektivität muß eben bei weitem nicht so
> komplex aufgeblasen werden. Das Gleiche gilt für Web-Oberflächen. Daß
> diese gekauft hübscher sein mögen will ich ja gern einräumen.

Von Hübsch war nie die Rede. Ich bezweifle dass du sowas überhaupt hast.

> Und Du hast davon nach wie vor keine Ahnung, sooft Du hier Deinen
> Glauben noch ausbreiten magst.

Nunja du rückst ja nicht raus was dein System kann. Damit ist klar dass 
es sehr wenig kann. Und du weißt das genau.
ICH habe dir mein System erläutert. Ich beantworte gerne dein Fragen 
dazu.

Das wäre ja auch nicht schlimm. Nur empfiehlst du so eine Null-Lösung 
auch noch einem Fragesteller. DAS ist das eigentliche Problem. Am Ende 
glaubt so jemand noch deinen Schmarrn.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Verzicht ist deine einzige Lösung.

Nennen wir es zur Güte Verzicht auf Dinge die vielleicht Dir 
vorschweben. Daß ein Smarthome sehr individuelle Ansprüche zu 
realisieren hat ist Dir bekannt? Meine Automatisierungs-Wünsche werden 
erfüllt- wenngleich sowas in der Gesamtheit natürlich nie fertig wird.

> Und du weißt das genau.

Wie Du es auch anstellst und meinen Hinweis ignorierst- mein System ist 
hier NICHT das Threadthema. Hilf mal lieber dem TO- wenn Du kannst.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Wie Du es auch anstellst und meinen Hinweis ignorierst- mein System ist
> hier NICHT das Threadthema.

Naja du hast deinen Ansatz explizit dem TE empfohlen. Natürlich muss man 
dich da einbremsen und aufzeigen dass ein 100% Selbstbauansatz eben nur 
Mist sein kann.
Das geht nur wenn man auf alles verzichtet, ganz fest die Augen zu macht 
und sich einredet man brauche das alles nicht und man wäre der coole 
Frood weil man selbst zwei Funkaktoren programmiert hat.
Nur DAS muss einem dann auch reichen zum Glück.

> Hilf mal lieber dem TO- wenn Du kannst.

Habe ich schon. Habe schon Systeme empfohlen. Damit geht das alles ohne 
Probleme. Dem TE ist geholfen.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Am Ende glaubt so jemand noch deinen Schmarrn.

Schmarrn hast Du gerade von Dir gegeben.
Womöglich schaffen es solche "Experten" wie Du aber, Leute die es 
könnten und Bastelzeit hätten mit martialischen Appellen abzuschrecken.

Cyblord -. schrieb:
> Natürlich muss man dich da einbremsen und aufzeigen dass ein 100%
> Selbstbauansatz eben nur Mist sein kann

Unbedingt, wenn ein Cyblord das festlegt :)

von Le X. (lex_91)


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Gerhard H. schrieb:
> Das Gleiche gilt für Web-Oberflächen. Daß
> diese gekauft hübscher sein mögen will ich ja gern einräumen. Da lege
> ich aber keinen gesteigerten Wert drauf. Sehr viel wichtiger, und auch
> wichtiger als der letztliche Preis, ist daß die Dinge in der eigenen
> Hand bleiben!

Ich glaube du sitzt dem Irrglauben auf dass wir hier nur Lösungen eines 
Herstellers kaufen, diese im Originalzustand belassen und dann genau die 
Usecases, die der Hersteller vorgibt, umsetzen.

Es ist in der Smarthome-Szene (abseits von KNX und Ähnlichem) aber eher 
so dass die zugekauften Bauteile erstmal mit einer Opensource-SW 
bespielt und dann nach belieben untereinander vernetzt werden (über eine 
OpenSource-Zentrale wie ioBroker, HomeAssistant usw.)
Und ja, bei dieser Lösung "bleiben alle Dinge in der eigenen Hand".

Wenn ich heute hergehe und mir irgendwas von Shelly kaufe dass ist 
Shelly hier für mich ein reiner HW-Lieferant. Die Shelly-Firmware, deren 
Cloud und Weboberfläche interessiert mich nicht. Das fliegt noch vorm 
ersten Booten vom Device und wird durch Tasmota ersetzt (ESPhome wäre 
hier eine neue Alternative). Und wenn Shelly mal ausfällt dann wird eben 
der Aktor von Sonoff, Tuya oder sonstwem eingesetzt und mit exakt der 
selben OS-Software bespielt.

Das schöne ist halt dass man getestete, funktionierende Hardware in 
einem sauberen, familientauglichen Gehäuse (siehe WAF) nutzt und sofort 
mit der Umsetzung der Logik beginnen kann wärend du noch Fädeldrähte an 
den Atmel klebst und rumrätselst mit welchen Optionen du den avrdude 
aufrufen musst.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Offensichtlich fühlen sich die "Experten" hier von einem Selbermacher 
dermaßen herausgefordert daß sie sich nicht mehr einkriegen... Melde 
mich wieder!

von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Sehr viel wichtiger, und auch
> wichtiger als der letztliche Preis, ist daß die Dinge in der eigenen
> Hand bleiben!

Wozu? Was ist der Mehrwert davon? Baust du dir dein Auto auch selbst aus 
Normteilen zusammen? Druckst du dir die Schalter und 
Steckdosenabdeckungen selbst oder nimmst du dafür fertige? Warum?
Nun räumst du auch noch ein, dass dein System nicht billiger ist, als 
ein Kaufsystem, obwohl das gerade vorher das Hauptargument für dein 
System war. Und nein, Wichtigster Punkt bei einer Hausinstallation ist, 
dass diese leicht wartbar ist, nicht der Preis. Ersteres ist in deinem 
System definitiv nicht gegeben und damit ist es auch für niemanden zu 
empfehlen. (Du darfst das gern verteidigen, steckt ja ne Menge 
Arbeitszeit drin, wie gesagt, ich habe selbst sowas angefangen, aber 
schnell eingesehen, dass das eine sinnlose Zeitverschwendung ist. Dir 
steht diese Erkenntnis noch bevor. An deiner Stelle würde ich mich nicht 
darauf freuen.)

Ob eine komplette Automation auf Shellys aufgebaut diesen Anspruch 
erfüllen kann, da bin ich mir nicht sicher. Gleiches gilt für Zigbee. 
Damit habe ich auch durchwachsene Erfahrungen gemacht. Einmal bei einer 
Lampe in Berlin im Einsatz, dort mussten wir ein anderes System 
einsetzen, weil die Lampe ab und an ein Eigenleben entwickelte und ich 
selbst habe im Freigehege der Landschildkröten einen Zigbee Temp sensor. 
Der nächste repeater ist eine Zigbee Außensteckdose, 1,5m entfernt. Ich 
sehe im Log, dass dieser Temperatursensor Tagelang problemlos 
funktioniert aber dann gibt es auch immer mal Tage, da kommt stundenlang 
keine Aktualisierung des Wertes. Darauf eine Automation zu setzen wäre 
mehr als Fahrlässig. Ich muss das mal mit dem CCU RF Stick 
synchronisieren, möglicherweise werden beide Systeme vom selben Störer 
gestört.

In einer Mietwohnung hat man aber praktisch keine andere Wahl, als auf 
Shellys oder Zigbee Module zu setzen, darf man ja nichts an der 
Installation an sich verändern. Aber darum geht es hier ja nicht. Der TO 
will ja sogar eine wired Lösung, die Frage ist nur: welche.

von J. S. (jojos)


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Und der TO sprach von Haus mit Garten. Das ist eine andere Dimension als 
die Mietwohnung. Mit PV und Heizung kommen da z.B. viel eher wichtige 
Fremdsysteme hinzu die man anbinden möchte.
Und bei KNX kann man auch DIY Module anbauen, die Zahl der 
Selbstbaulösungen ist auch da gewachsen.

von Cyblord -. (cyblord)


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J. S. schrieb:
> Mit PV und Heizung kommen da z.B. viel eher wichtige
> Fremdsysteme hinzu die man anbinden möchte.

Deshalb würde ich ja gerne mal dem Hauptmann seine 
Selbstbau-Smarten-Heizungsventile sehen.
Hat er natürlich nicht. Braucht er dann aber auch nach eigener Aussage 
natürlich nicht. Viel zu komplex gedacht.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Cyblord -. schrieb:
> Hat er natürlich nicht. Braucht er dann aber auch nach eigener Aussage
> natürlich nicht. Viel zu komplex gedacht.

Kommt aufs Heizsystem an. Ich hab die auch nicht und werde die auch 
nicht einbauen. Bringt bei meiner hydraulisch sehr gut abgeglichenen FBH 
einfach gar nichts, wenn da noch irgendwas versucht drüber zu regeln.

von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> zu technikverliebt in
> deine AVRs

8Bitter im allgemeinen und AVR als eines ihrer Beispiele im speziellen 
sind gut geeignet für den Selberbau: Einfach genug im Design und 
trotzdem leistungsfähig genug für Automatisierungen aller Art; Als 
Sensor, Aktor und selbst als Zentrale.

> Und durch das Mesh sind keine Repeater nötig, die Lampen im
> Garten erweitern das Netz automatisch.

Derlei Funktionalitäten benötige ich dank großer Reichweite nicht. Und 
wenn sie benötigt würde könnte ein Funkmodul auf dem Weg locker 
weiterleiten.

> proprietäre Funkprotokolle für eine Terassenbeschattung und
> Beleuchtung. Die Motoren für den Sonnenschutz sind kompakte Einheiten
> mit Funk, das müsste mühselig entschlüsselt werden.

Solche Gerätschaften sind halt in dieser Form für die Ansteuerung durch 
eigenkonzipierte Technik kaum geeignet. Andere wählen. Das wär in diesem 
Fall schon das ganze Geheimnis.

J. S. schrieb:
> Na dann Bau mal eine E27 LED Lampe mit Elektronik zum Einstellen der
> Helligkeit und Farbtemperatur. Zu einem Preis der besser ist als etwas
> gekauftes

Gleiches in grün. Wer solche Lampen kauft muss mit den Folgen leben. In 
dem Fall mit ihrer fehlenden Ansteuerbarkeit durch eigene Technik. Eine 
helligkeits- wie farbgesteuertes LED Licht ist wiederum im Selberbau 
kein Problem.

Le X. schrieb:
> wärend du noch Fädeldrähte an den Atmel klebst und rumrätselst mit
> welchen Optionen du den avrdude aufrufen musst

Daß es wesentlich bequemere Alternativen zu AVRDUDE gibt oder die 
Realisierung eigener PCBs kein Hexenwerk ist scheint an Dir 
vorbeigegangen zu sein.
Im übrigen bleiben schnelle Realisierungen in THT Technik dank 
Controllern die es noch in DIP gibt (AVR :) im Portfolio des 
Selberbauers.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Hat er natürlich nicht. Braucht er dann aber auch nach eigener Aussage
>> natürlich nicht. Viel zu komplex gedacht.
>
> Kommt aufs Heizsystem an. Ich hab die auch nicht und werde die auch
> nicht einbauen.

Du glaubst doch nicht etwa, den Cyblord eines Besseren belehren zu 
können?

Cyblord -. schrieb:
> Deshalb würde ich ja gerne mal dem Hauptmann seine
> Selbstbau-Smarten-Heizungsventile sehen.
> Hat er natürlich nicht. Braucht er dann aber auch nach eigener Aussage
> natürlich nicht. Viel zu komplex gedacht.

Wer sagt denn daß es keine durch eigene Technik ansteuerbare Ventile 
gibt? Warum sollte ich die selber bauen? Wenn ich hier von Selberbau 
rede geht es immer um die Elektronik und ihre Programmierung, passend 
dazu kann man sich geeignete Fertigsachen zukaufen. Sie müssen nur 
vollständig nach meiner Pfeife tanzen können!

J. S. schrieb:
> Und der TO sprach von Haus mit Garten. Das ist eine andere Dimension als
> die Mietwohnung. Mit PV und Heizung kommen da z.B. viel eher wichtige
> Fremdsysteme hinzu die man anbinden möchte.

Das ist endlich mal ein Argument.
Gerätschaften die man partout nicht anbinden kann, die aber 
unverzichtbar wären müssten in meinem Smarthome halt für sich alleine 
arbeiten. Irgendeine Art Interface ist denke ich aber meistens möglich.

Christian B. schrieb:
> Was ist der Mehrwert davon? (Eigenbau)

Die Dinge passender, kleiner, günstiger konstruieren zu können. Da fehlt 
es Dir an Vorstellungskraft? Müssen wir da jetzt unbedingt einen 
gemeinsamen Nenner finden wenn doch die individuelle Situation so 
unterschiedlich ist?

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Naja du hast deinen Ansatz explizit dem TE empfohlen.

Wo nimmst Du das "explizit" her?
Und ja, die Möglichkeit besteht.
Ob Du dazu Deinen Segen erteilst oder nicht.

> Dem TE ist geholfen

Das war der Witz des Tages.

Le X. schrieb:
> aber eher so dass die zugekauften Bauteile erstmal mit einer
> Opensource-SW bespielt und dann nach belieben untereinander vernetzt
> werden (über eine OpenSource-Zentrale wie ioBroker, HomeAssistant usw.)
> Und ja, bei dieser Lösung "bleiben alle Dinge in der eigenen Hand".

Sie bleiben immer noch in der Hand der verwendeten Systeme, ihrer 
Möglichkeiten, ihrer Komplexität. Um die an einem Beispiel mal ganz 
plastisch zu machen:
Eine Automatisierungsfunktion soll anhand des CO2 Wertes (Sensor) einen 
Aktor (Fensteröffner) schalten. Deine Lösung schaltet für diese Aufgabe 
einen Wust an Software, Broker, Protokollen und was weiß ich für Technik 
dazwischen. Erfordert Firmwarewechsel und andere Kopfstände. Eine 
einfache Aufgabe wird zur wahren Wissenschaft aufgeblasen. Meine 
Hauptsteuerung empfängt den Sensorwert, wertet aus und sendet einen Wert 
an den Aktor. Auf direktem Wege. Das dürfte was die Systemkomplexität 
anbetrifft um den Faktor 1000 simpler sein. Sicherer und prinzipiell 
auch schneller kommt hinzu.

Tatsächlich ist diese Aufgabe bei mir noch ein wenig ausgefeilter und 
prioritätsgesteuert von weiteren Faktoren abhängig gelöst.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Das dürfte was die Systemkomplexität
> anbetrifft um den Faktor 1000 simpler sein. Sicherer und prinzipiell
> auch schneller kommt hinzu.

für eine Anwendung mag das stimmen. Aber ein smart home besteht aus 
einer Fülle von Anwendungen. und da wird es dann wieder beliebig 
komplex. Denn wenn das Fenster geöffnet werden soll, aber der Rollladen 
davor geschlossen bleibt, ist das natürlich ziemlich sinnlos. Schon 
wieder ein Aktor mehr, der angesprochen werden muss, der aber 
möglicherweise dahingehend kollidiert, dass er lieber geschlossen 
bleiben sollte, damit der Benutzer weiter schlafen kann. Ich hab das 
Problem nicht, weil ich in den Schlafzimmern keine elektrischen 
Rollläden habe, die sind bei mir nur im EG verbaut und da würde das 
freilich gehen.

Gerhard H. schrieb:
> Deine Lösung schaltet für diese Aufgabe
> einen Wust an Software, Broker, Protokollen und was weiß ich für Technik
> dazwischen.

Mag sein, nur bekommt man als Nutzer ja nur die oberste Schicht dieser 
ganzen Kette zu Gesicht, in dem Fall das Assistenzsystem, ob nun IO 
Broker, Home Assistant oder vergleichbares. Man muss sich so schlicht 
damit nicht herumärgern, welches Protokoll welches neue Teil verwendet. 
Es wird einfach eingebunden und fertig. Ab da kann man es ganz bequem 
verwenden. Aber wo Licht ist, ist natürlich auch schatten, denn so 
bringen alle Gerätschaften unzählige Sonderfunktionen mit. Ich kann mir 
z.B. von meinem Geschirrspüler den Zustand des Klarspülbehälters 
anzeigen lassen, ebenso den Tonerstatus des Druckers. Ich kann mit 
wenigen Klicks aus solch einer Meldung eine Push Nachricht aufs Handy 
erstellen, die mich sofort informiert, wenn z.B. der Cyan Toner auf 10% 
gefallen ist, wenn das so relevant für mich wäre. Das macht das Ganze 
aber eben auch etwas unübersichtlich, wenn ein Drucker auf einmal 30 
Statuswerte mitbringt, alles eigene Entitäten, die dann in einer großen 
Liste zusammengestellt werden. Da die richtige zu finden ist manchmal 
etwas kompliziert, auch weil die Namensgebung nicht immer intuitiv ist.

Gerhard H. schrieb:
> Du glaubst doch nicht etwa, den Cyblord eines Besseren belehren zu
> können?

Muss ich hier nicht. Wir haben ja im Grunde die selbe Meinung zu dem 
System.

Man sollte vielleicht dazu sagen, dass eine Lösung mit Home Assistant 
z.B. auch am Ende eine Bastellösung ist, nur eben auf einer viel höheren 
Abstraktionsebene als das bei einem kompletten Selbstbau der Fall ist 
sowie deutlich besser dokumentiert und das ist der Punkt. Das System 
kann ein Externer auch nicht so einfach warten, allerdings gibt es hier 
eine große Community, welche eine Person, die sich darin einarbeiten 
muss, aus welchen Gründen auch immer, unterstützen kann. Du kannst gar 
nicht alles so sinnvoll kommentieren, dass das einem Außenstehenden mit 
ähnlich wenig Aufwand gelingen würde. Ja ich weiß, du bist ja 
unsterblich und wirst dich immer voller Freude mit deiner Technik 
beschäftigen, sodass das für dich irrelevant ist und wenn du dann doch 
irgendwann mal nicht mehr bist, kann der Nachnutzer, oder die 
Nachnutzerin, das System immer noch raus reisen, wenn es beginnt Amok zu 
laufen, weil es z.B: durch einen Sensorausfall der Meinung ist, die 
Rollläden und Fenster müssten jetzt geöffnet werden, weil der CO2 Gehalt 
des Innenraums das erfordert obwohl es Mitten in der Nacht im Winter bei 
-20°C Außentemperatur ist. Ein schlechtes Beispiel? Laut Murphys Law 
genau das, was früher oder später passieren wird und natürlich bist du 
in dem Moment gerade 3 Tage auf einer Reise und kannst nicht Eingreifen, 
weil die dafür nötige Schnittstelle schlicht nicht existiert, denn du 
hast sie nicht implementiert, weil du diesen Fall nicht überblickt hast. 
Und komme mir jetzt nicht damit, dass du sämtliche Fehler abfangen 
kannst. Das ist, zumal für einen Einzelkämpfer, bei einer so komplexen 
Geschichte schlicht unmöglich und so bleiben die Rollläden und Fenster 
eben geöffnet, bis der Herr der Anlage sie zurücksetzen kann und den 
defekten Sensor, ja auch das gibt es, ausgetauscht hat. Vielleicht ist 
er so schlau und programmiert dann einen Timeout für diese Funktion ein, 
aber das ist nur ein Flicken für eine Baustelle, daneben gibt es 
garantiert noch etliche weitere.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> für eine Anwendung mag das stimmen. Aber ein smart home besteht aus
> einer Fülle von Anwendungen. und da wird es dann wieder beliebig komplex

Sicherlich kann man Smarthome unterschiedlich umfassend definieren. Da 
sind wir wieder bei persönlichen Ansprüchen. Grundlegende Ansprüche sind 
aber, alle jenen monotonen Abläufe zu automatisieren die man sonst 
manuell tätigen würde, Informationen (fernabfragbar) zu erhalten 
/weiterzugeben und diese nachverfolgbar zu machen. Das Reduzieren der 
nötigen Komplexität wiederum gelingt wunderbar Marke Eigenbau. Da sind 
eben gerade keine Fülle unterschiedlicher Anwendungen unterschiedlicher 
Hersteller nötig. Sie fasst alles wunderbar unter einem Dach. 
Selbstverständlich ist sie auf eine Reihe von (funkenden) Zuträgern und 
Ausführern angewiesen, die zwar entsprechend konstruiert werden wollen, 
dafür aber passgenau das tun was sie sollen. Grundlegende Teile dieser 
Einheiten können aber praktischerweise gleich bleiben (Controller, 
Kommunikation), nur die angeschlossenen Sensoren/Aktoren wechseln.

> Ich kann mit wenigen Klicks aus solch einer Meldung eine Push Nachricht
> aufs Handy erstellen, die mich sofort informiert, wenn z.B. der Cyan
> Toner auf 10% gefallen ist

Braucht man das?
Für alle Nicht-Informations-Junkies gilt eigentlich, den 
Informationslevel aufs Wesentliche zu beschränken. Nichts ist sinnvoll 
nur weil es machbar ist.

> Du kannst gar nicht alles so sinnvoll kommentieren, dass das einem
> Außenstehenden mit ähnlich wenig Aufwand gelingen würde

Will man das? Braucht man das?
So individuell wie das Smarthome ist der Anwenderkreis (allenfalls 
Familie).
Den Fall daß da ein "Außenstehender" was warten würde hast Du vielleicht 
in seltenen Fällen. Am ehesten noch bei teuren Systemen wie KNX, wenn 
man den Fans dort glauben mag. Wiederum als teure Service-Angelegenheit.

> Nachnutzer, oder die Nachnutzerin

gibts nicht. Das System, für MEINE Ansprüche entworfen, wird abgebaut. 
Fertig. Warum sollte man sich dazu Gedanken machen? Das System soll 
JETZT und MIR dienen, nicht für die Ewigkeit und sich dort definitiv 
ändernden Techniken und Ansprüche. Das ist doch total illusorisch. Ist 
das so schwer zu verstehen?

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Braucht man das?

Wenn du den Satz komplett zitiert hättest, hättest du die Antwort auf 
deine Gegenfrage.

Gerhard H. schrieb:
> Will man das? Braucht man das?

Du ja nun, nach mehrmaligem Bekunden, nicht. Andere denken halt über 
Ihren aktuellen Horizont hinaus und wollen es nachfolgenden Nutzern 
nicht unnötig schwer machen. Ist halt eine Frage des Anspruchs.

Gerhard H. schrieb:
> Das System wird abgebaut. Fertig.

DAS ist nun definitiv keine Werbung für ein Hausautomationssystem, was 
definitiv mit seinem Erbauer sterben soll. Sorry. Das disqualifiziert 
dich vollständig.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Wenn du den Satz komplett zitiert hättest, hättest du die Antwort auf
> deine Gegenfrage.

Es kommt auf die gleiche Antwort raus: NEIN.

> wollen es nachfolgenden Nutzern nicht unnötig schwer machen

Das Argument ist wirklich albern.
Das solltest Du einsehen.

> DAS ist nun definitiv keine Werbung für ein Hausautomationssystem, was
> definitiv mit seinem Erbauer sterben soll

Du meinst es sollte beworben und weiterverwendet werden? Schon wieder 
hast Du die Individualität und zeitliche Begrenztheit solcher Lösungen 
nicht auf dem Schirm.

Und vielleicht sollte ich an dieser Stelle nochmal (und wohl nicht zum 
letzten Mal) in Erinnerung bringen daß

Gerhard H. schrieb:
> man die Architektur einer eigenen Lösung deshalb viel einfacher
> gestalten kann weil sie nur die eigenen und nicht hochflexibel alle
> möglichen Ansprüche erfüllen muss

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Du meinst es sollte beworben und weiterverwendet werden? Schon wieder
> hast Du die Individualität und zeitliche Begrenztheit solcher Lösungen
> nicht auf dem Schirm.

Der Witz einer Hausinstallation ist ja nun gerade, dass die zeitlich 
unbegrenzt arbeiten sollte und nicht von vornherein auf eine begrenzte 
Lebensdauer ausgelegt ist. Davon unbeeindruckt ist es sicherlich 
sinnvoll, die Anlage in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu 
erneuern oder den geänderten Anforderungen anzupassen. Aber generell ein 
Verfallsdatum mit einzubauen? Ich weiß ja nicht.

Gerhard H. schrieb:
> Du meinst es sollte beworben und weiterverwendet werden?

Warum sonst schreibst du es in einem Thread, welcher sich um die Frage 
nach dem besten Hausautomatiksystem dreht, wenn nicht, um dein System 
anzupreisen um es nachzubauen oder meinst du, das Forum hier wird in 
Ehrfurcht vor deiner Bastelei verfallen und dir als neuem Forengott 
huldigen?

Das wird nicht passieren.

Gerhard H. schrieb:
>> Wenn du den Satz komplett zitiert hättest, hättest du die Antwort auf
>> deine Gegenfrage.
>
> Es kommt auf die gleiche Antwort raus: NEIN.

Das ist zu kurz gedacht. Wenn es diese Möglichkeit gibt, dann nur, weil 
es jemand eben doch als, für sich relevant, entschieden hat. Man könnte 
das z.B. in einem Statusbildschirm einbinden, mit Balkendiagramm und so 
rechtzeitig für Nachschub sorgen und nicht erst, wenn der Drucker selbst 
merkt, dass seine Pixel für die Druckanforderung nicht ausreichend sind. 
Außerdem ist das nur eines der vielen Optionen, die muss man nicht alle 
nutzen, sie sind aber immer nur wenige Klicks entfernt. Und das ohne, 
dass man sich da um eine Schnittstelle oder ein Protokoll kümmern muss, 
welches vorher beschafft und analysiert sowie programmiert werden muss, 
wie das in deinem Fall der Fall wäre. Oder man akzeptiert es einfach und 
macht damit gar nichts, so wie ich das aktuell handhabe, aber ich bin 
auch noch nicht so erfahren mit Home Assistent, ich muss mich halt auch 
noch einarbeiten. Aber ich kann schon abschätzen, dass es jedweder 
Selbstbastellösung überlegen ist.

Gerhard H. schrieb:
> Das Argument ist wirklich albern.
> Das solltest Du einsehen.

Nein, ich baue doch das Haus nicht aus um nur allein für mich was davon 
zu haben. Wenn das so währe, hätte ich einziehen können ohne irgendwas 
dran zu machen, dann hätten wir jetzt immer noch die Guss Heizkörper 
anstatt der FBH, hätten im EG 3 Räume anstatt einem (und damit auch 
keinen Beamer), hätten kein Wärmedämmsystem an der Wand und hätten uns 
kein Geld bei der Bank leihen müssen um die Sanierung zu finanzieren. 
Mit dem Effekt, dass wir die Bude abgewohnt hätten und uns dann den 
Protesten hätten anschließen können, die gegen das Heizungsgesetz 
losgetreten wurden, auch weil unsere Gasrechnung vermutlich noch um den 
Faktor 3 gestiegen wäre. Anstatt dessen konnte ich mich entspannt 
zurücklehnen, weil ich weiß, dass der Einbau einer Wärmepumpe nur ein 
kleiner Eingriff sein wird und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese 
dann ebenfalls Problemlos ins Home Assistant zu integrieren ist, ganz 
ohne eine Zeile Quellcode dafür schreiben zu müssen.

von Le X. (lex_91)


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J. S. schrieb:
> Na dann Bau mal eine E27 LED Lampe mit Elektronik zum Einstellen der
> Helligkeit und Farbtemperatur.

Hallo J. S., aus aktuellem Anlass: welche kannst du da empfehlen? CCT 
reicht.

von J. S. (jojos)


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Le X. schrieb:
> J. S. schrieb:
>> Na dann Bau mal eine E27 LED Lampe mit Elektronik zum Einstellen der
>> Helligkeit und Farbtemperatur.
>
> Hallo J. S., aus aktuellem Anlass: welche kannst du da empfehlen? CCT
> reicht.

https://www.zigbee2mqtt.io/devices/9290030514.html
https://www.hornbach.de/p/philips-hue-led-lampe-filament-white-dimmbar-klar-e27-7w50w-550-lm-2100-k-warmweiss-a60-kompatibel-mit-smart-home-by-hornbach/10152696/

Diese sind das, wie gesagt in Gartenlaternen eingebaut. Da muss ich 
nicht darum kümmern das eine DIY Elektronik da auch noch wasserdicht und 
Kondenswassersicher untergebracht werden muss.

von J. S. (jojos)


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Gerhard H. schrieb:
> Solche Gerätschaften sind halt in dieser Form für die Ansteuerung durch
> eigenkonzipierte Technik kaum geeignet. Andere wählen. Das wär in diesem
> Fall schon das ganze Geheimnis.

'Tut mir leid Schatz, dieser Sonnenschutz ist zwar perfekt, aber den 
kann ich mit meinem Mega328 nicht ansteuern'.
Ich weiß nicht in welchem Universum du lebst, aber ich möchte mir nicht 
von einer Bastellösung vorschreiben lassen welche Komponenten ich 
einsetzen darf. Der Sonnenschutz ist genial, auf den möchte ich nicht 
verzichten.

Ist das mit der Angst vor Komplexität so eine Art Autismus?
Ein gutes System das ich weiterempfehle ist eines mit einer großen 
aktiven Entwicklergemeinde und das für viele Anwendungen Lösungen 
bietet. Jedes Heim ist individuell und ein System das nur aus 
Beschränkungen besteht und nur das zulässt was man selber auf die Kette 
kriegt würde ich niemals jemanden anders empfehlen.

Noch zur Gartenlaterne:
Die hat noch so Blinkmodi, das nutze ich als Signal das jemand an der 
Tür geklingelt hat. Eine Zeile Script zusätzlich in der 
Türklingelprozedur die auf mehre Arten signalisiert.

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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J. S. schrieb:
> Le X. schrieb:
>> J. S. schrieb:
>>> Na dann Bau mal eine E27 LED Lampe mit Elektronik zum Einstellen der
>>> Helligkeit und Farbtemperatur.
>>
>> Hallo J. S., aus aktuellem Anlass: welche kannst du da empfehlen? CCT
>> reicht.
>
> https://www.zigbee2mqtt.io/devices/9290030514.html
> 
https://www.hornbach.de/p/philips-hue-led-lampe-filament-white-dimmbar-klar-e27-7w50w-550-lm-2100-k-warmweiss-a60-kompatibel-mit-smart-home-by-hornbach/10152696/

Wenn ich das richtig sehe sind das aber keine CCT, mit Einstellen der 
Farbtemperatur ist hier nichts?
Laut Beschreibung haben die fixe 2100K.

von J. S. (jojos)


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von Le X. (lex_91)


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J. S. schrieb:
> ja, es gibt noch weitere Versionen, mit Ambiance im Namen:
> 
https://www.hornbach.de/p/philips-hue-lampe-white-ambiance-dimmbar-gold-filament-a60-e27-7w40w-550-lm-2200k-6500-k-kompatibel-mit-smart-home-by-hornbach/10476573/

Danke, habe ich glatt übersehen.

@ Topic:
Es ist schon schön wenn man, Zigbee2MQTT sei Dank, nahezu jedes Gerät 
eines jeden Herstellers in die Zentrale integriert bekommt. Das Gerät 
dann anzusteuern oder mit anderen Geräten zu verknüpfen sind dann nur 
noch eine handvoll Zeilen Code (oder ein paar zusammengeklickte Blöcke).
Bei der verlinkten Lampe steht zwar irgendwas von "SMART HOME by 
Hornbach", das kann man aber getrost ignorieren.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Aber generell ein Verfallsdatum mit einzubauen?

Was fantasierst Du Dir da bloß zusammen!

> um dein System anzupreisen um es nachzubauen

Keineswegs. Sonst hätte ich es hier doch mit allen Details zum Thema 
gemacht. Hier geht es um die Frage "Welches Smarthome-System zum Selbst 
erweitern" Dazu gehören Eigenbau-Lösungen unbedingt. Nicht mehr, nicht 
weniger.

> Man könnte das z.B. in einem Statusbildschirm einbinden, mit
> Balkendiagramm und so rechtzeitig für Nachschub sorgen und nicht erst,
> wenn der Drucker selbst merkt, dass seine Pixel für die Druckanforderung
> nicht ausreichend sind

Man könnte vieles. Sollte man auch?

> Problemlos ins Home Assistant zu integrieren ist, ganz ohne eine Zeile
> Quellcode dafür schreiben zu müssen.

Wenn der Home Assistant tut was Du willst undoder Du ungern Code 
schreibst ist er das Mittel Deiner Wahl! Nur ändert das nichts an 
Alternativen dazu.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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J. S. schrieb:
> 'Tut mir leid Schatz, dieser Sonnenschutz ist zwar perfekt, aber den
> kann ich mit meinem Mega328 nicht ansteuern'

Perfekt kann er dann nicht sein :)

> aber ich möchte mir nicht von einer Bastellösung vorschreiben lassen
> welche Komponenten ich einsetzen darf

Ich auch nicht. Normalerweise besteht aber Auswahl und normalerweise 
findet sich ein Weg der Ansteuerung.

> Jedes Heim ist individuell und ein System das nur aus Beschränkungen
> besteht und nur das zulässt was man selber auf die Kette kriegt würde
> ich niemals jemanden anders empfehlen.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Eigenbau sprengt die Fesseln die Dir 
Kauflösungen auferlegen. Machbar ist fast alles im Selberbau. Die Frage 
wäre höchstens: Bin ich bereit die nötige Zeit für die nötigen 
Erfahrungen zu investieren? Bei Spaß an der Sache vorzugsweise mit Ja zu 
beantworten.
Ich kann diese Ängste wirklich nur noch amüsiert zur Kenntnis nehmen. 
Denn die hinter dem Eigenbau stehende Technik ist vergleichsweise 
einfach.
Gewohnt an die Komplexitäten von Kauflösungen halten das wohl viele für 
irgendeine Art Geheimwissenschaft.

Le X. schrieb:
> @ Topic:
> Es ist schon schön wenn man, Zigbee2MQTT sei Dank, nahezu jedes Gerät
> eines jeden Herstellers in die Zentrale integriert bekommt

Daß sich die Technik auf dieser Schiene weiterentwickelt ist doch nur zu 
begrüßen. Leider bleiben die Abhängigkeiten. Von dem was die Hersteller 
an Funktionalität zulassen.
Von deren Clouds, von deren Service, von deren Goodwill. Und daß 
mindestens bis heute nix richtig zusammenpasst zeigt der Druck, mit dem 
Matter entwickelt wird.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Von deren Clouds, von deren Service, von deren Goodwill.

Du hast keine Ahnung was Le X mit MQTT sagen wollte, richtig?

Gerade die vielen Schnittstellen (die du ja ablehnst) ermöglichen eine 
völlig Herstellerunabhängige Integration, auch in eigene Lösungen.
Da ist eben nichts mit deren Clouds oder deren Service. Aber wie soll 
das jemand verstehen, der über atmega nie hinausgekommen ist?

Für dich ist alles was mit Netzwerk und IOT zu tun hat unwirklich und 
hat immer irgendwas mit Cloud zu tun.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Wer von Kauflösungen abhängig bleibt mag natürlich nicht zugeben, daß es 
besser ginge. Das verstehe ich bestens. Das kann schon mal zu Frust 
führen.
Zuweilen fühlen sich gewisse Experten hier auch fachlich hintergangen. 
Es kann einfach nicht sein was nicht sein darf ?!

Cyblord -. schrieb:
> Du hast keine Ahnung was Le X mit MQTT sagen wollte, richtig?
> Gerade die vielen Schnittstellen (die du ja ablehnst) ermöglichen eine
> völlig Herstellerunabhängige Integration, auch in eigene Lösungen.

Ich wusste es doch. Mein altes Zitat wird schon wieder benötigt:

Gerhard H. schrieb:
> man die Architektur einer eigenen Lösung deshalb viel einfacher
> gestalten kann weil sie nur die eigenen und nicht hochflexibel alle
> möglichen Ansprüche erfüllen muss

Cyblord -. schrieb:
> Für dich ist alles was mit Netzwerk und IOT zu tun hat unwirklich und
> hat immer irgendwas mit Cloud zu tun.

Nö. Nur ist der Trend doch offensichtlich, möglichst alles in Clouds und 
monatliche Abos zu verlagern.
Ist doch nur logisch daß Hersteller von Abhängigkeiten gut leben.

von Le X. (lex_91)


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Gerhard H. schrieb:
> Leider bleiben die Abhängigkeiten. Von dem was die Hersteller
> an Funktionalität zulassen.
> Von deren Clouds, von deren Service, von deren Goodwill. Und daß
> mindestens bis heute nix richtig zusammenpasst zeigt der Druck, mit dem
> Matter entwickelt wird.

Solche Aussagen lassen mich massiv zweifeln daran zweifeln, ob es 
sinnvoll ist hier weiter zu diskutieren. Dir fehlt es an den Basics.

Ich bin von niemanden abhängig.
Ich kombiniere Hersteller- und Standard-Übergreifend alles mit allem und 
setze damit Funktionen um die sich kein Hersteller auch nur ausmalen 
kann.
Und natürlich bin ich von keiner Cloud abhängig, läuft alles lokal.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Nö. Nur ist der Trend doch offensichtlich, möglichst alles in Clouds und
> monatliche Abos zu verlagern.

Wie gesagt, du siehst du solche Modelle von denen du mal gelesen hast. 
Du hast von der tatsächlichen Technik und den Möglichkeiten gar keine 
Ahnung. Deshalb ist diese Diskussion mit dir sinnlos. Du weißt zu wenig 
und du hast zu viel Meinung.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Le X. schrieb:
> Dir fehlt es an den Basics.

Dir fehlt es dran diese unsägliche Zersplitterung des Smarthome Marktes 
zuzugeben. Da liegt der Teufel noch zu oft im Detail. Als Selberbauer 
lehne ich mich da entspannt zurück. Ich KANN alles selber lösen weil ich 
alles selber in der Hand habe.

> Ich bin von niemanden abhängig.

"Das muß man sich nur immer wieder einreden" Zitat Johann König

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Dir fehlt es dran diese unsägliche Zersplitterung des Smarthome Marktes
> zuzugeben.

Verstehst du nicht dass eine "Zersplitterung" gar kein Nachteil ist? 
Durch unabhängige Protokolle können alle Produkte aber trotzdem 
kombiniert werden.
Du willst doch gerade NICHT von einem Hersteller abhängig sein.
Die Zersplitterung ist in Wirklichkeit eine riesige Auswahl an Hardware.


> Ich KANN alles selber lösen weil ich
> alles selber in der Hand habe.

Tja weißt du, ICH kann das auch. Und sehr viele hier können das auch. 
Aber damit kommt man in einem ganzen Leben eben NICHT auf ein gutes 
Smarthome System. D.h. am Ende hat man eben das was DU hast. Fast 
nichts. Außer große Klappe in einem Forum.

Darum ist deine Überheblichkeit unangebracht. Denkst du du kannst hier 
etwas das andere nicht können? Ausgerechnet du?

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Verstehst du nicht dass eine "Ziersplitterung" gar kein Nachteil ist?

Na jetzt schlägts 13! Verkauf jemand anders für dumm.

> ein gutes Smarthome System

ist das was die eigenen Ansprüche erfüllt. Ein System Marke Eigenbau 
kann das perfekt bieten.

> Deshalb ist diese Diskussion mit dir sinnlos.

Das codiert doch nur: "Ich weiß nicht mehr weiter". Ja Cyblord, dieses 
Ende habe ich natürlich kommen sehen. Was solls. Wichtig ist doch nur, 
daß ein jeder mit seiner Lösung glücklich ist.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Na jetzt schlägts 13! Verkauf jemand anders für dumm.

Nun ich habe diese Einschätzung ja sogar begründet. Was ist deine 
Begründung? Warum stört dich eine Zersplitterung? Möchtest du einen 
einzigen Hersteller für alles haben?

von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Nun ich habe diese Einschätzung ja sogar begründet. Was ist deine
> Begründung? Warum stört dich eine Zersplitterung? Möchtest du einen
> einzigen Hersteller für alles haben?

Mach's nicht noch schlimmer.
Gaaaanz dünnes Eis :)

von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> Dir fehlt es dran diese unsägliche Zersplitterung des Smarthome Marktes
> zuzugeben

Deshalb gibt es oben drüber eine Smarthome-Zentrale wie zB Home 
Assistant, mit denen ALLE, wirklich ALLE nur denkbaren Geräte, Gadgets 
eingebunden werden können. Die Auswahl an Geräten ist quasi so groß wie 
der Markt. Ja, es gibt welche, die von der Cloud abhängig sind, aber die 
kann man meiden, und es ist immer noch ein unendlich großer Markt, von 
denen ich für jeden Zweck das beste Gerät auswählen kann. Und ohne jede 
Mühe quasi in die Oberfläche reinklicken.
Davon kannst Du als Selberbauer nicht mal träumen und kommst an ein 
echtes Smarthome noch nicht mal ansatzweise heran.

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Mach's nicht noch schlimmer.
> Gaaaanz dünnes Eis :)

Damit bist du bei mir als Troll abgestempelt.
So blöd kann niemand wirklich sein.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Klaus schrieb:
> Deshalb gibt es oben drüber eine Smarthome-Zentrale wie zB Home
> Assistant, mit denen ALLE, wirklich ALLE nur denkbaren Geräte, Gadgets
> eingebunden werden können

Das sind Lösungen aus der Not geboren.
Die Frage ist, welcher Aufwand der Einbindung "ALLER möglichen Geräte" 
gegenübersteht. Unter dem Strich bleibts Mehraufwand. Mein System 
händelt ein kleiner ATMega, beim HomeAssitant muß schon was viel 
größeres laufen. Nicht wahr?

> Ja, es gibt welche, die von der Cloud abhängig sind

Ach was. Das werden natürlich immer weniger, stimmts?

> Davon kannst Du als Selberbauer nicht mal träumen und kommst an ein
> echtes Smarthome noch nicht mal ansatzweise heran.

Meine Träume sind erfüllt.
Alle Grundfunktionen laufen wie sie sollen. Mit allen Vorteilen. Kann 
man mehr wollen?

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Mein System
> händelt ein kleiner ATMega

Wir warten immer noch auf einen einfachen Beispiel-Workflow für ein 
Standardproblem. Warum kommt da wohl nichts? Das Schweigen sagt alles: 
Geht nicht. Geht alles nicht.
Der kleine AtMega kann nix bei dir.

Wie wäre es wenn du jetzt mal die Erwachsenen hier über Smart Home reden 
lässt und mit deinem Spielzeug woanders trollst?

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Damit bist du bei mir als Troll abgestempelt.

Stemple wen oder was Du willst.
Warum sollte mich das tangieren?

> Wir warten immer noch auf einen einfachen Beispiel-Workflow für ein
> Standardproblem. Warum kommt da wohl nichts?

Warum nun schon wieder sorum?
Weißt Du nicht was Du willst?
So unsicher?

Wenn Du meine Hinweise wie und wo das zu diskutieren wäre konstant 
ignorierst kann ich Dir wirklich nicht helfen.
Vermutlich willst Du mein System nicht unnötig aufwerten. Lieber hier 
herabwürdigen und große Klappe vorwerfen (und dabei selber eine 
haben)...

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerhard H. schrieb:
> Vermutlich willst Du mein System nicht unnötig aufwerten.

Genau. Deshalb frage ich ständig nach Details.

von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> Das sind Lösungen aus der Not geboren.

Wenn also die ganzen großen Smarthome-Systeme aus der Not geboren sind, 
was ist dann Deines? Das leuchtende Beispiel, wie man mit viel Aufwand 
vergleichsweise gar nichts auf die Reihe bekommt? Doch, dafür mag es 
taugen.

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Cyblord -. schrieb:
> Deshalb frage ich ständig nach Details.

Sinnlos. Der Typ ist mit seinem AVR auf dem technischen Stand vor 20 
Jahren stehengeblieben und seither hat er den Anschluss an jegliche 
technische Entwicklung verloren. Dass er sich das selbst und erst recht 
anderen gegenüber nicht eingestehen kann, zeigt dieser Thread.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Cyblord -. schrieb:
> Deshalb frage ich ständig nach Details.

Der TO darf fragen wenn er meint daß es hierhergehört. Du aber darfst 
einen Thread dafür aufmachen wenn Dir mein System so schrecklich 
ernsthaft am Herzen liegt wie Du vorgibst :)

Erwarte nur keine Offenlegung der gesamten Dokumentation. "Security 
through obscurity" ist das bekannte Motto.

Klaus schrieb:
> seither hat er den Anschluss an jegliche technische Entwicklung
> verloren.

Du meinst den Anschluß an eine Entwicklung, alles immer komplexer zu 
lösen? Nun, da muß man als Eigenbauer nicht unbedingt hinterherhecheln. 
Nicht daß man seine ureigensten Wünsche noch aus dem Auge verliert :)

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> Du meinst den Anschluß an eine Entwicklung, alles immer komplexer zu
> lösen?

Danke für die Bestätigung, dass Du aktuelle Systeme intellektuell nicht 
mehr durchdringen kannst und deshalb bei deinem Kinderspielzeug bleibst.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Klaus schrieb:
> und deshalb bei deinem Kinderspielzeug bleibst

Soll mich die Taktik jetzt irgendwie reizen? Komm, denk Dir was anderes 
aus.
Die ist höchstens Kinder-Niveau.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Das sind Lösungen aus der Not geboren.

Nein, deine Lösung ist aus der Not geboren. Ich schreib jetzt mal eine 
Geschichte:

Eines Tages denkt sich ein findiger Bastler. So eine Haussteuerung, das 
währe schon cool. Dann recherchiert er etwas und sieht die gesalzenen 
Preise dafür. Dann denkt er sich: Das kann ich selbst genauso gut aber 
billiger und mit Standardkomponenten! Also beginnt er, sich einen Plan 
zu machen, was das System alles können soll. Je nachdem, wie erfahren 
der Bastler ist, sind das dann mehr oder weniger Luftschlösser, die nur 
theoretisch erreichbar sind oder tatsächlich real erreichbare Ziele. 
Dann geht's frisch ans Werk: Es werden Controller gesucht, mit denen man 
sich gut auskennt, dann nimmt man aus der Familie den Potentesten und 
designed die Hardware dafür. Ist diese dann fertig, setzt man sich hin 
und programmiert das alles erstmal auf dem Schreibtisch, zumindest die 
Basisfunktionen, wie ein Licht schalten von einem Schalter aus. Man kann 
dafür z.B. Stromstoßschalter mit 2 gleichsinnig schaltenden Kontakten 
und einer Niederspannungsspule verwenden. Das hat zwar ein paar Probleme 
im Gepäck(1), aber im Großen und Ganzen geht das so. Nun kann man mit 
einem stink normalen Lichtschalter den Stromstoßschalter betätigen. Über 
den Parallelkontakt kann die Steuerung ermitteln, dass sich da etwas 
geändert hat und den Status aktualisieren. Natürlich kann sie selbst den 
Stromstoßschalter ebenfalls betätigen. Dazu ist sie parallel zum Taster 
in der Wand angeschlossen. Et voilá: Das Grundgerüst steht. Es 
funktioniert autark, kann aber auch selbst steuern. Nun gibt es 2 
Optionen: die erste ist: man schaut sich nach einer Weile wieder um und 
stellt fest, dass es mittlerweile nicht nur Open HAB, sondern auch 
Systeme wie IO Broker oder Home Assistant gibt. Dann kann man die 
Reisleine ziehen und alles auf dieses System umrüsten oder man bleibt in 
seiner kleinen tiny Welt und schaut sich nicht mehr nach Alternativen 
um. Dann kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass alles, was man machen 
will, schonmal geht. Die daraus folgende Erkenntnis ist, dass man nun 
nichts mehr weiter machen muss. Und damit steht man auf einem fixen 
Stand und das wars. Da kommt dann auch nichts mehr.

Ich hab übrigens Pfad 1 gewählt. Ich vermute, du hast Pfad 2 genommen 
und steckst nun in einer Sackgasse, die dir aber, bedingt durch deinen 
Tunnelblick, als Autobahn erscheint. Das führt zur Selbstüberschätzung, 
dass dein System perfekt ist, obwohl es nur einen Bruchteil einer 
professionellen Lösung erreichen kann. Denn einer allein hat gar nicht 
so viel Lebenszeit, um das mit einem Bruchteil der Funktionalität 
aufzubauen, wie das ein Home Assistant kann, wo nicht nur eine Community 
fleißig mitarbeitet, sondern auch professionelle Programmierer Vollzeit 
beschäftigt sind.

Das Problem bei der Stromstoßschalterlösung ist übrigens, dass die 230V 
Taster nach einigen Jahren aufgeben, weil die Kontakte von den 12V nicht 
ausreichend freigebrannt werden. (Wenigstens war ich clever genug, zu 
jedem Taster ein 2x2x0,8mm² zu legen, sodass ich nun die Tasterer weiter 
nutzen kann oder, wenn nötig, einzelne Elemente durch Busgekoppelte 
wired Geräte ersetzen kann. Dann muss ich die nur in der UV umverdrahten 
und fertig.) Man muss dann immer stärker auf die Taster hauen, bis sie 
komplett aufgeben. Als dann die Kinder kamen hatte ich keine Zeit mehr, 
mich mit dem System zu befassen und hab das so gelassen. Es gab ein 
Display, wo ich Steckdosen und Lampen ein und ausschalten konnte, (es 
zeigte ausserdem den aktuellen Wochentag und die Uhrzeit an, übermittelt 
mittels DCF,) mittels Toucheingabe, einfach drauf drücken und fertig. 
Nun ist das alles Geschichte und ich hab ein Kaufsystem. Weil ich damit 
deutlich flexibler bin und mir die gewonnene Zeit sehr zu Gute kommt, 
denn so kann ich jetzt viel schneller viel mehr Funktionen Umsetzen als 
vorher denkbar waren. Denn wie schon geschrieben: Mit jeder neuen 
Anforderung steigt der Aufwand ja nicht linear sondern exponentiell um 
das zu integrieren, wenn es noch Querverbindungen zu anderen Elementen 
gibt. Die Vorarbeit war aber die Elektroinstallation so auszulegen, dass 
damit auch eine EIB Struktur prinzipiell möglich ist, immer mit dem 
Hintergedanken, dahin später mal zu wechseln. Nun ist es Homematic IPw 
geworden. Bisher finde ich die Lösung auch nicht schlecht. Klar, die GUI 
ist grausig, wenn maan die CCU resp. Raspberrymatic hernimmt, aber die 
sehe ich ja nur zum Einrichten neuer Komponenten, direkt danach geht's 
in home Assistant weiter. Richtig nice währe, wenn Home Assistant gleich 
direkt mit dem DRAP kommunizieren könnte. Das währe für mich die 
perfekte Lösung, aber leider geht das wohl nicht so problemlos, also hab 
ich die Raspberrymatic CCU noch laufen, auch ohne Funkmodule 
einzusetzen.

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Christian B. schrieb:
> Eines Tages denkt sich ein findiger Bastler. So eine Haussteuerung, das
> währe schon cool. Dann recherchiert er etwas und sieht die gesalzenen
> Preise dafür.

Absolut nachvollziehbar. Unterschied zu heute: Es gibt keine gesalzenen 
Preise mehr, deshalb würde man heute auch nicht mehr so beginnen. 
Außer Gerhard halt, der immer noch nicht erkannt hat, in welcher 
Sackgasse er sich befindet und deshalb die Lösung "selbermachen" sogar 
dem TE empfiehlt. Nun gut, vielleicht fühlt man sich nicht mehr so 
einsam, wenn man andere auch in eine Sackgasse lotst...

: Bearbeitet durch User
von J. S. (jojos)


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Totale Verblendung durch Technikverliebtheit, das hat nichts mehr mit 
objektivem Blick zu tun.
Die gekauften Shelly braucht man übrigens auch schon lange nicht mit 
anderer Firmware flashen, in der Konfig stellt man die auf eigenen MQTT 
um und fertig. Nix Herstellercloud.
Und selbst wenn, neue Miele z.B. haben Cloudanbindung, aber auch ein API 
das man nutzen kann. Tut gar nicht weh und selbst diese Lösung wird 
länger leben als ich.
Aber Moby, sinnlos dagegen anzureden.

von Christian B. (luckyfu)


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Klaus schrieb:
> Absolut nachvollziehbar. Unterschied zu heute: Es gibt keine gesalzenen
> Preise mehr, deshalb würde man heute auch nicht mehr so beginnen.

Diese Geschichte spielt(e sich) im Jahr 2010 (ab). Da gabs noch keine 
Shellys, sonst wäre es nie dazu gekommen :)

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> Ich vermute, du hast Pfad 2 genommen und steckst nun in einer Sackgasse,
> die dir aber, bedingt durch deinen Tunnelblick, als Autobahn erscheint.

Na bloß gut daß ich Dich habe der sich da bestens auskennt :)

Klaus schrieb:
> Außer Gerhard halt, der immer noch nicht erkannt hat, in welcher
> Sackgasse er sich befindet

Daß ich das andersrum wahrnehme wird Dich jetzt sicher nicht verwundern.

J. S. schrieb:
> Totale Verblendung durch Technikverliebtheit, das hat nichts mehr mit
> objektivem Blick zu tun

Köstlich. Die realisierten Funktionalitäten scheine ich mir nur 
einzubilden... Und die Technik-Verliebtheit? Nun ja, zwingend brauchen 
tut man Smartes im Home natürlich nicht. Aber es erleichtert und 
bereichert das häusliche Leben doch ganz erheblich. Was man erst merkt 
wenn man es nicht mehr hat. Wenn dann die nächste Automatisierung aus 
eigener Feder funktioniert ist das immer ein sehr befriedigendes 
Erlebnis. Kaufen lässt sich das nicht.

Christian B. schrieb:
> Da gabs noch keine Shellys, sonst wäre es nie dazu gekommen

Glaub ich nicht. Die Sachlage heute ändert nichts.

Na viel Gegenwind scheint ja nicht mehr zu kommen. Nachdem man einen 
erfolgreichen Bastler kaum vom Gegenteil überzeugen kann helft lieber 
dem TO mit Eurer ach so ausgereiften Technikwelt. So im Vordergrund 
wollte ich mein System hier gar nicht wissen. Nur Möglichkeiten 
anreißen. Daß es manchen so dermaßen überfordern würde konnte ich ja 
nicht ahnen :)

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> Die realisierten Funktionalitäten scheine ich mir nur einzubilden...

Richtig, die realisierten Funktionalitäten existieren nur in deinem 
Kopf.
Pics, Code, Examples or it didn't happen.

Bisher kam da von dir genau nichts, und genau soviel taugt dein System.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Klaus schrieb:
> Bisher kam da von dir genau nichts, und genau soviel taugt dein System.

Etwas anderes zu behaupten bleibt Dir auch nicht. Das ist aber nicht 
weiter schlimm Klaus. Ich verstehe das. Ich verstehe jeden der lieber 
viel Geld ausgibt um sich abhängig zu machen. Beides erleichtert ja auch 
irgendwie das Leben :)

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> . Ich verstehe jeden der lieber viel Geld ausgibt um sich abhängig zu
> machen.

Einen noch besseren Beweis für die Tatsache, dass du wirklich überhaupt 
nichts verstanden hast gibt es nicht.

Obwohl, vielleicht ist es auch schlichte Trollerei bei dir.

Dumm oder Troll, kommt im Endeffekt aufs selbe raus.

von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Die mentale Armut des einen oder anderem Posters hier kotzt mich an!
Statt den Leuten ihre Ideen und Lösungen zu lassen, sich zu freuen, dass 
es auch andere Wege gibt, wird hier rumgepöbelt!
Hast du keine Telefonzelle, die du vollabern kannst?
Ja, fühle dich nur angesprochen!

von Gerhard H. (hauptmann)


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Klaus schrieb:
> Einen noch besseren Beweis für die Tatsache, dass du wirklich überhaupt
> nichts verstanden hast gibt es nicht.

Bin selber überrascht wie weit sich hier Mancher von Realitäten 
entfernt. Realitätsflucht zugunsten des Primats der eigenen 
Empfindungswelt liegt sowieso ganz im Trend der Zeit.

Nun gut, nachdem Du das Wesentliche aus Deiner Sicht festgestellt hast 
könntest Du eigentlich Ruhe geben. Offensichtlich gelingt das noch nicht 
wie gewünscht, irgendwas nagt da noch im Hinterkopf,  oder?

von J. S. (jojos)


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Ove M. schrieb:
> Die mentale Armut des einen oder anderem Posters hier kotzt mich an!
> Statt den Leuten ihre Ideen und Lösungen zu lassen,

Witzbold, da behauptet jemand nur Dinge (Name ist wohl Programm), 
schwurbelt aber auf konkrete Fragen nur rum und kann nichts konkretes 
benennen. Sein System ist sicherer als https, Details kann er aber nicht 
verraten. Genauso wenig wie zu Workflows wie ein Sensor, eine Regel oder 
sonstige Systeme eingebunden werden können. Nur pauschal Selbstbau ist 
besser weil er alle eigenen Wünsche erfüllen kann. Haha, in welcher 
Zeit? Und wenn man andere Systeme nennt, dann sind die zu kompliziert, 
also macht man das besser nicht. Was für ein Bullshit. Eine riesige 
Community ist also dämlicher als unser Einzelkämpfer?
Null Argumente, nur Geschwurbel und Psycho bla bla, Gegenfragen und 
Worte rumdrehen. Moby wie eh und je.
Ich bin raus.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Oh, J.S. scheint empfindlich angefasst. Verständlich, wenn man nichts 
entgegenzusetzen hat? Was könnte sonst so aufregend sein?

> Haha, in welcher Zeit?

Das Selbstbau ganz natürlich mehr Zeit kosten MUSS als wenn ich was 
gleich fertig im Laden kaufe ist doch logisch.
Darum dreht sich das HOBBY Elektronik aber nicht. Sondern darum Dinge 
von Nützlichkeit passgenau(er) und oft günstiger anzufertigen.

J. S. schrieb:
> Eine riesige Community ist also dämlicher als unser Einzelkämpfer?

Was für eine dämliche Unterstellung.
Natürlich wieder vor dem Hintergrund, daß keine noch so riesige 
Community der Welt individuelle Wünsche kennen kann.
Sie kann immer nur pauschale Lösungen liefern. Begreifst Du das?

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> Sie kann immer nur pauschale Lösungen liefern.

Nein, in der riesigen Welt gibt es für jedes Problem die passende 
Lösung.
Ob du das begreifst frage ich nicht, ich kenne die Antwort.

von Le X. (lex_91)


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Gerhard H. schrieb:
> Natürlich wieder vor dem Hintergrund, daß keine noch so riesige
> Community der Welt individuelle Wünsche kennen kann.
> Sie kann immer nur pauschale Lösungen liefern. Begreifst Du das?

Die riesige Community kann mich aber mit Wissen, Tools und der Vorarbeit 
von 1000 Leuten versorgen so dass ich mir selbst meine individuellen 
Wünsche erfüllen kann.
In einem Bruchteil der Zeit und mit einem Vielfachen des 
Funktionsumfanges deiner Atmels.

von Le X. (lex_91)


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Le X. schrieb:
> In einem Bruchteil der Zeit und mit einem Vielfachen des
> Funktionsumfanges deiner Atmels.

Beispiel:
Ich habe mir heute mal Zeit genommen und Tasmota+Lovelace UI auf das 
Sonoff nsPanel geflashed.
(https://templates.blakadder.com/sonoff_NSPanel.html)

Jetzt hab ich ein schickes, gut verarbeitetes Touch-Display für UP-Dosen 
welches ich mit beliebigen Daten füttern kann und von dem aus ich 
theoretisch sämtliche Aktionen ansteuern kann.
Alles streng lokal versteht sich.
Das Display bringt sogar noch zwei Hard-Buttons und zwei Relais-Ausgänge 
mit, aber die interessieren mich grade garnicht.

Und das beste ist: ich muss da nicht mal mehr was vernetzen.
Das Teil taucht einfach im ioBroker auf (weil MQTT).
Neue Views erstelle ich mit ein paar Zeilen Code und darstellen kann ich 
sämtliche Datenpunkte von Zigbee/Wlan-Geräten, der Heizung, usw.
Einfach so, ohne irgendwelchen Aufwand weil sämtliche Daten eh schon im 
ioBroker vorliegen.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Klaus schrieb:
> Nein, in der riesigen Welt gibt es für jedes Problem die passende
> Lösung.
> Ob du das begreifst frage ich nicht, ich kenne die Antwort

Klar. Du kennst die Antwort. Ja dann kenne sie halt. Meine ist eine 
andere. Damit allerdings wirst Du Dich abfinden MÜSSEN.

Le X. schrieb:
> Die riesige Community kann mich aber mit Wissen, Tools und der Vorarbeit
> von 1000 Leuten versorgen so dass ich mir selbst meine individuellen
> Wünsche erfüllen kann

Das gilt selbstverständlich auch für mich. Nur nicht im Sinne fertiger 
Lösungen, so wie Du Dir das vorstellst.

> mit einem Vielfachen des Funktionsumfanges deiner Atmels.

Ich sehe es ist schon wieder Zeit für mein berühmtes Zitat:

Gerhard H. schrieb:
> man die Architektur einer eigenen Lösung deshalb viel einfacher
> gestalten kann weil sie nur die eigenen und nicht hochflexibel alle
> möglichen Ansprüche erfüllen muss

von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:

>> man die Architektur einer eigenen Lösung deshalb viel einfacher
>> gestalten kann weil sie nur die eigenen und nicht hochflexibel alle
>> möglichen Ansprüche erfüllen muss

Keine Ansprüche, keine Funktionalität, maximal einfache Lösung mit Null 
Komplexität. Passt alles zusammen.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Le X. schrieb:
> Jetzt hab ich ein schickes, gut verarbeitetes Touch-Display für UP-Dosen
> welches ich mit beliebigen Daten füttern kann

Ich freue mich für Dich wenn es Dir gefällt. Ein richtiges Smarthome 
verlagert Bedienung aber nicht irgendwohin sondern erübrigt sie 
weitestgehend. Anzeigen sind auf mobilen Displays und als Webseite viel 
besser aufgehoben. Genau so wird wieder mal ein Schuh draus!

Klaus schrieb:
> Keine Ansprüche, keine Funktionalität, maximal einfache Lösung mit Null
> Komplexität. Passt alles zusammen.

Hast Du Dich jetzt auf abqualifizierende Phrasen verlegt? Frust-Abbau?

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> Ein richtiges Smarthome
> verlagert Bedienung aber nicht irgendwohin sondern erübrigt sie
> weitestgehend. Anzeigen sind auf mobilen Displays und als Webseite viel
> besser aufgehoben.

Na dann zeig mal was dein AVR so wunderschönes an deine verschiedenen 
Displays und Browser ausliefert, ich bin gespannt.
Der letzte Satz war eine Lüge, ich weiß ja dass Du nix lieferst, weil Du 
nix hast.

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> Hast Du Dich jetzt auf abqualifizierende Phrasen verlegt?

Ich beschreibe nur mit anderen Worten das, was Du bisher gezeigt hast.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Klaus schrieb:
> ich weiß ja

Ich weiß auch lieber Klaus.
Dann mal gute Nacht bevor es aus Deinem Mund noch zu schäumen beginnt.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Ach Gerhard...

Gerhard H. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> Ich vermute, du hast Pfad 2 genommen und steckst nun in einer Sackgasse,
>> die dir aber, bedingt durch deinen Tunnelblick, als Autobahn erscheint.
>
> Na bloß gut daß ich Dich habe der sich da bestens auskennt :)

Ja, ich kenne beide Welten und kann daher aus eigener Erfahrung 
berichten. Ich hab z.B. einen Kalender angefangen, der konnte 
automatisch die Feiertage Berechnen (was bei Ostern nicht ganz Trivial 
war) und wollte darüber dann Funktionen einbringen, dass mir das Display 
anzeigt, wann die nächste Müllabfuhr kommt, so zum Beispiel. Das Problem 
war hierbei einfach der imense Zeitbedarf das alles selbst zu 
recherchieren und zu programmieren. Mit Home Assistant ist diese Aufgabe 
in 1h erledigt, denn es gibt bereits fertige Vorlagen für genau das.

Le X. schrieb:
> Die riesige Community kann mich aber mit Wissen, Tools und der Vorarbeit
> von 1000 Leuten versorgen so dass ich mir selbst meine individuellen
> Wünsche erfüllen kann.

Das ist halt der riesige Vorteil. Und wenn etwas mal nicht funktioniert, 
hat man die Community, die man fragen kann. Man muss nicht immer im 
eigenen Saft schmoren und selbst auf die Lösung kommen. Auch gibt es so 
die Möglichkeit, Automationen zu kopieren, auf die man selbst gar nicht 
gekommen wäre.

Solange du nicht mal mit Beispielen beschreibst, was deine Lösung wie 
genau umsetzt, bist du ein Schaumschläger. Und an einem elektrischen 
Gurtwickler Relais anzubringen um die Tasten zu überbrücken, naja, kann 
man so machen, ist halt dann scheiße, weil es genug Gurtwickler mit 
einem Funk Interface gibt, auf was man mit Home Assistant oder IO Broker 
einfach zugreifen kann. Die man ergo nicht öffnen muss und wo dann keine 
Drähte heraushängen. Und oh Wunder, die sind nichtmal teurer als die, 
die das nicht bieten. Hier ist der billigste, den ich auf die Schnelle 
fand: 
https://www.reichelt.de/de/de/aqara-smarter-rollladenmotor-e1-homekit-aqara-rsdm01-p326953.html?PROVID=2788&gad_source=1&gclid=CjwKCAjwrcKxBhBMEiwAIVF8rMir7WPKrkdeT-4SGkDQ4eCAOfkoNbPJN3fx6EEEMHX3JDXf9gHAgRoCEi4QAvD_BwE&&r=1 
57Euro... Kann man einfach so einbinden und ist fertig. 3 Klicks und 
eine Automatisierung oder Gruppensteuerung ist realisiert. Wie geht das 
konkret bei dir? Sag mal. Ich bin gespannt.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Christian B. schrieb:
> dass mir das Display anzeigt, wann die nächste Müllabfuhr kommt

Dafür haben wir einen fixen Jahresplan und ich könnte jederzeit eine 
Nachricht dafür programmieren. Wenn ich das nicht habe dann nur weils 
nicht gebraucht wird. Überhaupt sollte sich der übereifrige Smarthomer 
gründlich Gedanken machen was wirklich Sinn macht. Informations-Overkill 
ist nicht das Ziel. Einprogrammiert ist übrigens seit Jahren mein 
Schichtplan mitsamt Wecker. Seitdem hab ich nicht mehr verschlafen :)

> Hier ist der billigste, den ich auf die Schnelle fand

Oh je. Inkompatibles HomeKit Zeug.

> 3 Klicks und eine Automatisierung oder Gruppensteuerung ist realisiert.

Das was es kann mag es ja bequem hinbekommen. Aber beliebiges? Frei und 
völlig entfesselt? Das geht wirklich nur

> Wie geht das konkret bei dir?

mit eigener Hard- und Software.
Sag bloß das kannst Du nicht nachvollziehen ?!

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> Aber beliebiges? Frei und
> völlig entfesselt?

Ja.

von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> Dafür haben wir einen fixen Jahresplan und ich könnte jederzeit eine
> Nachricht dafür programmieren.

Siehst du, du könntest. Wie fast jeder andere es hier auch könnte.

Ich könnte auch die Wurzel aus einer 12stelligen Zahl mit Bleistift und 
Papier berechnen. Oder alternativ mit einem selbstgeschriebenen 
Programm.
Aber ich nehme dazu lieber ein Werkzeug, dass es milliardenfach schon 
gibt.

von Christian B. (luckyfu)


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Gerhard H. schrieb:
> Dafür haben wir einen fixen Jahresplan und ich könnte jederzeit eine
> Nachricht dafür programmieren.

haben wir auch, verschiebt sich nur aufgrund von Feiertagen mal um einen 
Tag nach hinten. Nichtsdestotrotz kann man schonmal vergessen, ob es nun 
diesen oder die Folgende Woche Montag ist. Einfacher ist das, wenn man 
es im Kalender sieht, denn dann kann man auch noch den Abend vorher die 
letzte Mülltüte rausbringen, auch wenn die noch nicht ganz voll ist. Und 
da Home Assistant einfach meinen Google Kalender anzeigt, ist das 
überhaupt kein Problem. Das kann es übrigens out of the box, einfach 
so...

Gerhard H. schrieb:
> Sag bloß das kannst Du nicht nachvollziehen ?!

Nachvollziehen schon, aber ich will es von dir sehen, oder wenigstens 
detailliert beschrieben haben. Es interessiert nicht, wie ich mir das 
vorstelle, denn in meiner Vorstellung hast du Aufputz Gurtwickler mit 
Akku, aus dem mindestens 3 Drähte hängen. Meine Frau würde Amok laufen 
bei so einer Lösung. Und mein Innerer Monk auch ganz furchtbar 
rebellieren. Wenn, dann muss das mindestens unsichtbar sein.

Gerhard H. schrieb:
> Oh je. Inkompatibles HomeKit Zeug.
was ist eigentlich an:

Christian B. schrieb:
> Hier ist der billigste, den ich auf die Schnelle
> fand:
so furchtbar schwer zu verstehen? Ich schrieb nicht, dass das der einzig 
Mögliche ist, ja ich hab mich ja noch nichtmal angestrengt, danach zu 
suchen, weils mich eigentlich nicht interessiert, ich hab Rademacher 
Rohrmotoren in meinen 40mm Wellen verbaut, das weiß ich und auch, dass 
die mit einer 5 Adrigen Leitung bis in den Stockwerkverteiler 
angeschlossen sind. (Natürlich mit einer UP Dose umverdrahtet auf NYM, 
aber das sollte selbsterklärend sein.

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Christian B. schrieb:
> haben wir auch, verschiebt sich nur aufgrund von Feiertagen mal um einen
> Tag nach hinten. Nichtsdestotrotz kann man schonmal vergessen, ob es nun
> diesen oder die Folgende Woche Montag ist.

Bei uns stellt das Landratsamt einen per http(s) abrufbaren 
Müll-Kalender/(auf Gemeindeebene) im standardisierten ics-Format bereit.

Der ioBroker holt sich das, extrahiert die relevanten Termine und 
erinnert mich am Vortag, sobald ich die Wohnungstür öffne*, ans 
Müllraustragen.

Diese Funktion kann ich, genauso wie andere Komfort-Funktionen, auf der 
Weboberfläche (am Handy oder Tablet) deaktivieren. Und meine Frau kann 
das auch, ganz wichtig. Im schicken Material Design. Sie muss dazu nicht 
mal nen Compiler installieren und sich die passende avr-libc suchen ;-)

Ich werd aber in Zukunft noch das gestern verlinkte Display verbauen, 
als kleine Steuerzentrale.
Ist schon praktisch direkt im Esszimmer die Zentrale finetunen zu können 
(z.B. die Nachlaufzeit der Treppenhausautomatik usw.)

* hab dazu die erstbesten Fenstersensoren genommen und über Zigbee2MQTT 
angebunden. Die gibts von nem dutzend Herstellern.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard H. (hauptmann)


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Klaus schrieb:
> Siehst du, du könntest. Wie fast jeder andere es hier auch könnte.

Ich kann auch Klaus.
Es lohnt sich trotzdem die nachfolgenden Sätze zur Kenntnis zu nehmen.

Klaus schrieb:
> Gerhard H. schrieb:
>> Aber beliebiges? Frei und
>> völlig entfesselt?
>
> Ja.

Mit irgendwelchen Handständen und Zusatzlösungen vielleicht. Da kommt 
dann eins zum anderen. Zum Schluß mags funktionieren, aber das 
Gewurschtel kann beim nächsten Wunsch schon wie ein Kartenhaus 
zusammenbrechen.

Christian B. schrieb:
> Das kann es übrigens out of the box, einfach so...

Super. Das mag können was es will, die Frage ist obs gebraucht wird.

> denn in meiner Vorstellung hast du Aufputz Gurtwickler mit Akku, aus dem
> mindestens 3 Drähte hängen

Aus dem hängt (sowieso) nur das Netzkabel. Alles weitere hab ich intern 
gelöst. Wieder mal Funk sei Dank.

> Ich schrieb nicht, dass das der einzig Mögliche ist

Na wenn dieses inkompatible Zeug das Billigste war möchte ich nicht 
wissen was einigermaßen Brauchbares kostet.

: Bearbeitet durch User
von Klaus (feelfree)


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Gerhard H. schrieb:
> dieses inkompatible Zeug

Es gibt nur ein System, das wirklich zu gar nichts kompatibel ist und 
damit dieses Attribut verdient: Dein eigenes Gebastel.

von Gerhard H. (hauptmann)


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Klaus schrieb:
> das wirklich zu gar nichts kompatibel ist

Irrtum Klaus. Es ist zu meinen Wünschen kompatibel. Und zwar 100%ig. Ist 
es nicht das was man sich wünscht? Der Selberbauer ist da klar im 
Vorteil.

: Bearbeitet durch User
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