Dagegen spricht, dass da nicht Weller draufsteht.
Die roten "Hobbystationen" gibt es auch schon für unter 100 €.
Das wichtigste an einer Lötstation ist nicht ein Display, welches einem
alle möglichen Infos liefert, sondern die Qualität der Lötspitzen. Und
da ist Weller nun mal erste Wahl.
Eine "analoge" Einstellung ist volkommen ausreichend. Das stellt man
einmal ein und gut ist. Da reicht eine blinkende Leuchtdiode, die einem
anzeigt, dass die Temperatur erreicht ist, vollkommen aus.
mfg.
empfehlenswert für günstig und fürs hobby: die teile von pollin.
entweder für 39euros nur lötstation oder für nen hunni mit
entlötstation.
ich hab erstere und bin absolut zufrieden.
Thomas Eckmann schrieb:> Dagegen spricht, dass da nicht Weller draufsteht.
Das ist so eine Sache ... Weller ist soetwas wie ein Philosophie. Manche
sagen: ohne Weller geht nix; andere leben auch mit Löstationen abderer
Hersteller gut. Es gibt Banausen die behaupten die Pollinlötstationen
für 9,90€ seien ideal geeignet. Ich persönlich bin ein kleiner Wellerfan
- meine Station lebt seit Jahrzehnten mit alle paar Jahre ein
Spitzenwechsel.
Hallöchen,
hatte da mal ein Lötstation-Erlebnis. Muß ich hier mal runtertippen.
Ist schon `ne Weile hehr, Mitte 90er etwa.
Bei mir zu Hause stand schon seit Jahren eine Weller, ich voll zufrieden
damit. Fing in einer Firma an, die nur Billigteile, Name bekannt, aber
unwichtig, hatten. Anfangs habe ich mich mit dem Plunder stillschweigend
rumgequält und leise des Öfteren vor mich hingeflucht. Irgendwann fragte
jemand was los ist. Ich natürlich erzählt, daß das Löten mit diesem
Gerümpel für mich eine Zumutung ist und Weller gepriesen. Das waren
Profis(!), konnten aber nicht verstehen, was ich mit ihren
Murksstationen hatte.
Irgendwann platzte mir der Kragen und ich brachte meine eigene
Wellerstation von zu Hause mit und arbeitete auch damit. Plötzlich
setzte ein großes Rumschleichen um meinen Arbeitsplatz ein, man war ja
neugierig. Der Kollege, der mich vorher am dämlichsten angemacht hatte,
wollte nun doch mal mit der Weller löten! Ich werde die Reaktion nie
vergessen: Der hat getan, als ob ich da ein Werkzeug von einem anderen
Stern hätte.
Nach einem halben Jahr waren sämtliche Lötplätze mit Wellerstationen
ausgerüstet!!!
Weller kann also nicht nur eine Philosophie sein. Da steckt mehr
dahinter.
Das Beste: Mein Station läuft nun schon seit damals immer noch ohne
Zicken.
Gut, inwieweit die Anderen da aufgeholt haben, kann ich nicht
beurteilen.
Man müßte wieder vergleichen können. Aber Weller wird ja in den letzten
15 Jahren auch nicht gepennt haben.
Und bräuchte ich mal was Neues, na, was würde das sein? Richtig!
Weller!!
Gruß, unikum.
Ich würde mich nicht am Name orientieren.
Im Hobby und Labor braucht man keine Markenstation. Wenn man aber Stunde
für Stunde und Tag für Tag Produktion macht, sollte man genau hinsehen.
Ich habe seit über 10 Jahren in der Fa. und privat die gute alte LS-50.
Nur gute Erfahrung damit.
Für das Labor zu Hause reichen auch 50W vollkommen. Für große Arbeiten
liegt da noch ein 200W Kolben.
Thomas Eckmann schrieb:> Das wichtigste an einer Lötstation ist nicht ein Display, welches einem> alle möglichen Infos liefert, sondern die Qualität der Lötspitzen. Und> da ist Weller nun mal erste Wahl.
Ich finde auch die Zuleitung wichtig. An meiner alten ELV Lötstation war
die Zuleitung zum Lötkolben einfach nur sterrig.
Das ist mal echt scheiße!
Also schau auch darauf dass die Leitung dünn und weich (flexiebel)
ist...
Hallo,
muß auch mal meinen Senf dazugeben...
Mein Weller hat mich vor 14 Tagen tatsächlich im Stich gelassen. Ich
weis nicht mehr die Typenbezeichnung aber er war in einem bläulichen
Acryl Gehäuse eingebaut. Mit Temperaturregelung und 24V AC
Betriebsspannung.
Nach ganzen 21 Jahren habe ich mich nun schweren Herzens wegen defektem
Thermoelement von ihm trennen müssen. Ich habe mir die WSD81 von Weller
zugelegt. Ich bin wie immer hoch zufrieden und kann die Station nur
weiterempfehlen.
Gruß,
Tubie
Michael_ schrieb:> Ich habe seit über 10 Jahren in der Fa. und privat die gute alte LS-50.> Nur gute Erfahrung damit.
Genau die meinte ich - ist für ein bischen Leitungen zusammenkokeln das
richtige - für Leiterplatten (SMD) viel zu sperrig.
Ich löte nur noch mit Weller (privat) oder Metcal (geschäftlich)
ohne zweifel sind weller lötstationen sehr sehr gute geräte. das lässt
sich nicht abstreiten, ich denke darum geht es hier auch garnicht.
mein vadder hat auch seit mehr als 2 jahrzehnten ne weller, ich hab nie
was robusteres und langlebigeres gesehen. das ding liegt im
werkstattwagen und wird auf baustellen usw eingesetzt.
doch möchte nicht jeder der anfängt oder nur alle wochen mal ne runde
lötet ein heiden geld ausgeben.
da tuts halt einfach auch was günstigeres.
ich denke wir sollten den zu genüge geführten glaubenskrieg einstellen
und uns wieder aufs thema konzentrieren. alles andere hilft dem OP nicht
weiter.
Hi,
ich arbeite jetzt seit 1982 mit Weller. Seit letztem Jahr mit einer WD1M
+ WP120 Kolben, meine 3. Weller-Station.
Vorher hatte ich eine WS50 + LR21 und davor eine Magnastat-Station. Die
funktionieren alle noch einwandfrei.
Im Zeitalter des bleifreien Lötens brauchte ich einfach eine Station,
die nach kurzer Lötpause die Temperatur des Kolbens automatisch absenkt.
Verlängert die Lebensdauer der Spitzen um ein vielfaches. Und auch für
Reparaturen an Multilayer-Platinen mit mehreren Masselagen und dicken
Stubs kann ich die größere Leistung des Kolbens sehr gut gebrauchen.
Was ich wärmstens empfehlen kann, ist der Umstieg vom nassen Schwamm auf
Metallwolle zum Spitzenreinigen. Gerade bei Temperaturen > 400°C hebt
diese Maßnahme die Lebensdauer der Spitzen.
Carsten
Moin,
Weller oder Ersa oder sonst was ist ja Geschmackssache. Meine
Arbeitgeber (Bundebehörden bzw. Bundesoberbehörden) haben immer Weller
gekauft. Dort habe ich immer die mit Temperaturregelung.
Privat habe ich seit den 80ern mehrere Ersa-Selbstbaustationen mit
Lötkolben TE-50 und TFKU1606BS-Chip im Einsatz. Gab es als
Bausatz/Bauanleitung in der ELO und ELV. Eine habe ich mit
Temperaturanzeige ausgestattet.
Beide Hersteller sind aus meiner Sicht gleichwertig; beide haben ~80
Watt. Wichtig ist aber vor allem, dass man auch die ganz feinen Spitzen
gut mit Wärme versorgen kann und nicht beim Berühren eines
Bauteilbeinchens auskühlen und dass eine breite Auswahl an Spitzen zur
Verfügung stehen, die man auch leicht beschaffen kann.
Achso, bei meinen Ersa-Selbstbaustationen brennt so alle 5 Jahre mal ein
U106BS durch. Habe aber Reserven ;-)
Gruß
Cheffe
someone schrieb:> ohne zweifel sind weller lötstationen sehr sehr gute geräte. das lässt> sich nicht abstreiten, ich denke darum geht es hier auch garnicht.>> doch möchte nicht jeder der anfängt oder nur alle wochen mal ne runde> lötet ein heiden geld ausgeben.>> da tuts halt einfach auch was günstigeres.
Wer billig kauft, kauft doppelt!
Es muß sicher nicht gleich eine Station für 500€ sein.
Gerade beim Löten kommt es sehr darauf an, sich anständiges Werkzeug
zuzulegen. Mit einem Spielzeuglötkolben kommt man vielleicht auch zum
Ziel, ab der Weg dahin ist "Pain in the ass!". Das fängt schon mit der
Wahl der Spitze an: Oft heißt es "Lang und spitz muß sie sein, damit man
feine Sachen machen kann!" Blödsinn. Kurz muß sie sein, damit man die
Wärme auch in die Platine, ans Bauteil und ans Lot bekommt. Wenn das
Bauteil und/oder die Platine beim Herumbraten erst ruiniert sind, kann
man das gesparte Geld gleich in Ersatzteile umsetzen.
Carsten
Ob es unbedingt eine Weller sein muss, ist so eine Frage, nicht zuletzt
des Geldbeutels. Das Weller-Gegenstück zu Nummer 1 kostet über 300€.
Wenn man das Geld hat ist es sicher gut angelegt. Beruflich nutze ich
eine Weller WSD81 und bin damit sehr zufrieden. Allenfalls die Spitzen
könnten etwas langlebiger sein. Privat verwende ich das analoge
Gegenstück zu Nummer 1 (ST80-A) und finde es durchaus ausreichend. Der
Lötkolben ist ähnlich dem von Weller mit kurzen Lötspitzen. Somit ist
eine gute Wärmeübertragung sichergestellt. 80W Heizleistung reichen auch
für größere Sachen. Zur Langlebigkeit kann ich noch nichts sagen, meine
vorherige Stat ion (LS-60 Digi)vom C hat aber auch schon 10 Jahre auf
dem Buckel. Allerdings war mir irgendwann der Lötkolben zu groß.
Fazit: Wenn es keine Frage des Geldes ist, eine Weller, ansonsten kann
man mit der ST80-D auch vernüftig arbeiten.
Als letztes Jahr die Weller WS81 mal für 190€ bei Reichelt angeboten
wurde, habe ich zugeschlagen und es bisher nicht bereut.
Wenn man Elektronik als Hobby richtig macht, landet man früher oder
später bei einer "richtigen" Station.
Der Unterschied zu billigen Noname Stationen fängt beim mäßigen Kabeln
an, geht über die maue Heizleistung hin zur Haltbarkeit... usw.
Ich kann nur empfehlen eine richtige Weller oder Ersa neu oder gebraucht
zu kaufen.
Carsten Wille schrieb:> Wer billig kauft, kauft doppelt!
grundsätzlich stimme ich dem zu. doch hier kann ich guten gewissens
widersprechen.
hab das teil seit 4 oder 5 jahren. erfüllt noch heute ausgezeichnet
seinen zweck. sagen wir 4 jahre / 40 euro = 10 euro/jahr. hat sich für
mich mehr als gelohnt.
wie ich bereits sagte, wer behauptet das taugt nicht ist ein
egozentrischer dummschwätzer.
Meine Weller WECP, Lt. Typenschild BJ 12/78 tut heute
ihren Dienst wie zu Beginn. Die Lötspitzen bekomme ich
nach wie vor. (Gekauft für Anfertigung der Diplom-Arbeit).
Da möchte ich mal bei den Billig-Heimern sehen wie lange es
da Ersatzteile gibt.
also ich bekomm nach 4-5 jahren bei den billigheimern noch überall
lötspitzen. bei conrad, reichelt und pollin. meine anforderungen sind
erfüllt.
doch werden hier einfach äpfel und birnen verglichen und mal ganz
entspannt am thema vorbeigeredet um glauben und nutzen aufzuzwingen. es
nervt und langweilt.
vorallem weil man immer das gleiche schreibt. merkt das hier keiner?
es geht nicht um glauben/vorlieben sondern um konkrete fragen vom
original poster.
aber stimmt ist ja egal. wir reden weiter am thema vorbei :)
Hallo!
Für Gelegenheitslöter und für den "Universaleinsatz" schwör ich seit
Jahren auf den Ersa Multitip mit 15W bzw. 25W, ne Lötstation ist da zu
nervig.
Und da es das meist geklaute Werkzeug bei uns in der Firma ist, sehen
das andere wohl auch so.
gruß,
Bjoern
someone schrieb:> also ich bekomm nach 4-5 jahren bei den billigheimern noch überall> lötspitzen. bei conrad, reichelt und pollin. meine anforderungen sind> erfüllt.
4-5 Jahre sind nicht besonders viel für eine Lötstation. Ich habe u.A.
noch ein paar Lötpistolen von Engel die jetzt 30 Jahre alt sind und die
noch immer verkauft werden. Die Ersa Analog Stationen gibt es auch schon
geraume Zeit und die Spitzen wird es denke ich noch sehr lange weiter
geben. Ob solche Zeiträume von den preiswerteren nicht so bekannten
Stationen zu erwarten sind wage ich zu bezweifeln. Insofern ist das Geld
in Ersa oder Weller noch immer am besten investiert.
Hallo, ich nochmal.
Zu den unqualifizerten und qualitätsbewustseinsfremden Absonderungen
eines
Herrn "someone" ist, denke ich, nichts mehr hinzu zu fügen. Einfach
grausam.
Aber, viele, ich kann mich da nicht ganz ausschließen, bemerken bei
Weller nur die erstaunliche Langlebigkeit des Produktes, Sicher, ist bei
dem Preis auch nicht ganz unwichtig.
In der kleinen Geschichte weiter oben war das auch nicht
ausschlaggebend.
Der Hammer war, das direkte Erleben eines Unterschiedes mit dem damals
niemand gerechnet hatte. Plötzlich hatte mann ohne Mühe ein sicheres,
qualitätsgerechtes Ergebnis. Da lag der Teufel im Detail.
Ich habe mir die favorisierten Produkte des Themeneröffners mal
angesehen.
Ich mußte mehrfach hinsehen bevor ich selbst glauben konnte, daß ich
dort
gewisse gestalterische Kleinigkeiten entdeckte, die mir noch sehr gut
aus obiger Geschichte negativ in Erinnerung sind. Ich muß also vermuten,
daß der selbe - oder die selben Hersteller immer noch ihr Unwesen
treiben.
Deshalb erst mal Finger weg!
Gut, bei dem heutigen Preisniveau ist es zu überlegen, ob Weller im
Hobby noch akzeptabel ist.
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß andere, auch renomierte,
Hersteller im mittleren Preissegment gute bis sehr gute Produkte am
Markt haben.
Etwas für`s Hobby kaufen, nur weil es billig ist, ist ja wohl der
übelste Weg. Irgendwo muß man doch eine Sicherheit, eine Referenz haben,
auf die man sich verlassen kann.
Gutes, funktionierendes und verläßliches Werkzeug ist doch lohnende
Basis dafür.
Also, lieber Themeneröffner, ich kenne die drei Geräte nur vom Foto,
habe sie nicht auf dem Tisch und nie damit gearbeitet. Der Anblick hat
mir gereicht.
Vielleicht tue ich den Produkten auch Unrecht, vielleicht sind die nach
mehr als 15 Jahren doch schon zu gebrauchen.
Probier es aus oder lege ein paar Teuros drauf und fange z.B. wenigstens
bei ERSA an, oder so.
Gruß, unikum.
Blafux schrieb:> Ich finde auch die Zuleitung wichtig. An meiner alten ELV Lötstation war>> die Zuleitung zum Lötkolben einfach nur sterrig.>> Das ist mal echt scheiße!>>>> Also schau auch darauf dass die Leitung dünn und weich (flexiebel)>> ist...
Absolut richtig. Solche Details machen natürlich auch den Preis. Und
wenn man die Leitung nicht ankokelt, hält die auch ewig. Die kostet
nämlich als Ersatzteil schon fast soviel wie eine der oben genannten
Stationen.
Sepp schrieb:> Meine Weller WECP, Lt. Typenschild BJ 12/78 tut heute>> ihren Dienst wie zu Beginn.
Wenn jemand von seiner über 30 Jahre alten Lötstation erzählt, ist es
immer Weller.
Alles in allem kann ich mir billiges Werkzeug nicht leisten.
mfg.
someone schrieb:> bla bla bla.>> wer absichtlich aussagen von mir überliest outet sich als ignorant.>> damit zufrieden zu sein ist gelinde gesagt traurig.
Eigentlich ist dieser Thread ja ganz interessant und sachlich. Im
Gegensatz zu so manchen anderen, die sich mit solchen
Glaubenskriegsthemen befassen.
Nur ein Kasperkopp schlägt hier wieder mal voll aus der Reihe.
mfg.
man kann sagen, will man einmal was basteln reicht ein billigteil.
will man jedoch was langlebiges was keine probleme macht ist Weller oder
ERSA die 1. Wahl.
nachdem meine Weller auch den geist aufgegeben hat, bin ich auf ERSA
umgestiegen und auch damit vollkommen zu frieden.
ob man nun Weller oder ERSA nimmt ist eigentlich egal, ist ein bisschen
so wie zwischen den PICs und AVRs, NVIDIA und ATI usw. alles hat seine
vor und nachteile und seine anhänger. wie gesagt, geschmacksache.
Seit ca. einem Jahr benutze ich privat Toolcraft ST-100D (wie 1. nur
100W) und ST-50 (analog, 50W). Das ist quasi zufällig zustande gekommen
- eigentlich wollte ich eine Weller, dann brauchte ich aber dringend was
zum Löten. So rannte ich zum großen C und schnappte mir eine einfache
analoge ST-50 (das einzige, was 5 Minuten vom Ladenschluss noch zu
kriegen war).
Danach habe ich in der Bucht ziemlich günstig die ST-100D ersteigert.
Die Lötspitzen (für je 5.95€) sind kompatibel für alle ST. Ich habe mir
insg. 4 in verschiedenen Formen zugelegt + 2 bleistiftförmige (eine
davon selbst gekürzt), die standardmäßig mit dem Kolben kommen. Bis
jetzt deckte das ziemlich alles ab (von TQFP-100 bleifrei bis
Röhrenverstärker) und die Ergebnisse waren stets bestens. Und zwei
Kolben auf dem Tisch griffbereit zu haben hat auch sein Charme - kein
Umschalten, Spitzenwechsel, Fingerverbrennen etc. Zu der Langlebegkeit
der Spitzen kann ich noch nichts bestimmtes sagen. Nach ca. 1 Jahr (2-3
Mal die Woche benutzt und gelegentlich gepflegt) sind sie immer noch wie
neu, nur etwas dunkler.
Obwohl ich selbst eher die Qualität von Weller bevorzugen würde, hat das
Experiment für mich die These bestätigt, dass für Zuhause/Hobby eine
vernünftige Noname mehr als ausreichend ist.
Hi,
was vielleicht hier noch nicht wirklich berücksichtigt wurde, ist die
Unterscheidung verbleit oder bleifrei zu löten.
Dann trennt sích sehr wohl die Billig-Spreu vom Ersa/Weller-Weizen. Wenn
die Lötkolbentemperatur von 350 (verbleit) auf 400-450°C (bleifrei)
steigt, dann sind die billigen Spitzen ganz schnell im Eimer. Die guten
halten bei sorgfältiger Pflege länger durch.
Ich habe als Bastler in den 70gern auch mit diversen no-name Lötkolben
angefangen. Die waren eigentlich zu allem zu gebrauchen, nur nicht zum
Löten von elektronischen Schaltungen. Und die Spitzen haben in der Regel
kein Jahr überlebt.
Als minimale Anforderungen für eine Lötstation würde ich folgende
Kriterien aufstellen:
- Temperatur-Regelung bis 450°C
- Erhältlichkeit von sinnvollen kurzen Spitzen
- -"- einer Gullwing-Spitze für SMD-Löten von vielpoligen ICs
- > 50W Heizleistung, besser mind. 80W
- Lötfestes Silikon-Anschlußkabel, hochflexibel
- Zinnabstreifer mit Metallwolle, kein Schwamm
- Automatische Temperaturabsenkung bei längerer Nichtbenutzung
Carsten
Ich hatte früher Ersa analog. War sehr gut aber ich verstehe auch nicht
ganz die Diskussion über die Lötspitzenprobleme. Hatte noch nie Probleme
und selbst wenn: was kostet denn so eine Spitze?
Ich nutze jetzt die ZD-987
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=90912;PROVID=2402
Ist wohl baugleich zu ZD-917
http://www.pollin.de/shop/dt/NjA5OTUxOTk-/Werkstatt/Loettechnik/Loetgeraete/Loet_Entloetstation_ZD_917.html
oder übersehe ich da was?
Mit war die (preiswerte) Entlötstation wichtig und ich bin sehr
zufrieden damit. Ich würde das jedem raten auch gleich mitzunehmen und
nicht nur den Lötkolben. Und damit scheidet Wella/Ersa aus, denn das ist
ja selbst für gewerbliche Anwender kaum bezahlbar.
Die Zuleitung zum Lötkolben ist etwas starrer als bei meiner alten Ersa,
aber auch damit kann ich gut leben.
BTW: Einen Lötspitzenreiniger habe ich noch nie gemocht. Ich favorisiere
ein einfaches Papiertaschentuch.
Jetzt mal im Ernst - wozu braucht man hobbymäßig Zuhause 450°C ? Das ist
doch Unsinn! Eine hohe/höhere Temperatur ist kein Ersatz für die
fehlende Leistungsreserve und schadet mehr als nutzt! Zum Nachdenken für
die "bleifrei mit voller Power"-Anhänger: im Datenblatt für
Sn95Ag3.8Cu0.7 ist Schmelzpunkt mit 217°C angegeben...
Wer viel mit Kupferlackdraht unterschiedlicher Sorten, HF-Litze usw
arbeitet (und das ist auch oder gerade im Hobby zu finden) hat von der
450 Grad-Einstellung was.
Ausserdem taugt es mitunter um eigentlich thermisch zu massive
Loetstellen mit "Anlauf" zu loeten ohne dazu extra ein weiteres Geraet
anheizen zu muessen.
380-400 fuer schnelles Arbeiten mit Bleifrei, wieso nicht... 450 -
ausser fuer Sonderfaelle wie ich eben welche aufgelistet habe - verascht
allerdings wirklich nur das Flussmittel und schmilzt im weiten Umkreis
Plastik kaputt.
Ralf Moshage schrieb:> Also Weller selbst meint hier> [[]]http://www.griederbauteile.ch/download/Manuals/Wel...]]> das bei bleifrei 385 Grad die richtige Temperatur ist.
eben! Ich kann mich nicht daran erinnern, je über 400 gehen zu müssen.
Ob das mit "Anlauf" eine gute Idee wäre, wage ich mich zu bezweifeln.
Eine solche Lötstelle ist ja sowieso ein Risikofaktor mehr. Und selbst
für den Kupferlackdraht-Ansatz bringt die Chemie deutlich bessere
Ergebnisse, als eine thermische Gewalt... zur Not sogar eine Tablette
Azetylsalizylsäure (Aspirin). Für alles anderes würde ich einfach zu
einem größeren Lötkolben greifen, nie aber meine Lötstation - sei es
Weller oder JBC - auf 450 stellen. Vielleicht deswegen habe ich so
verdächtig wenig Probleme mit meinen "nicht Weller" Lötspitzen?.. :)
PI314 schrieb:> Ralf Moshage schrieb:>> Also Weller selbst meint hier>> [[]]http://www.griederbauteile.ch/download/Manuals/Wel...]]>> das bei bleifrei 385 Grad die richtige Temperatur ist.
385° mag bei dünnen Leitungen zum SMD-Pad noch gehen, bei
Durchkontaktierungen in doppelseiten Platinen oder Multilayer mit kurzen
Massestubs reicht das definitiv nicht. Da ist der Wärmeabfluß so groß,
daß man nur rumkokelt, aber nie die Schmelztemperatur des Lotes
erreicht.
Mit 400-450° ist viel mehr Wärmeenergie vorhanden, die wg. des größen
Delta-Theta zwischen Zinn-Schmelztemperatur und Kolben-Temperatur
schneller übertragen wird. Deshalb kann man auch viel schneller löten
und die Bauteile werden schonender behandelt.
Und ehrlich gesagt, dieser Meßaufbau in dem oben genannten
Weller-Artikel, der ist genauso aussagekräftig wie der Euro-Zyklus bei
der KFZ-Verbrauchsermittlung. Die Standzeiten zwischen den Lötvorgängen
werden nicht berücksichtigt. :-(
Tishima schrieb:
>Für Gelegenheitslöter und für den "Universaleinsatz" schwör ich seit>Jahren auf den Ersa Multitip mit 15W bzw. 25W, ne Lötstation ist da zu>nervig.
Sehe ich ähnlich. Für Bauteile (bedrahtet oder SMD), die auf eine
Leiterplatten gelötet werden, habe ich einen 24V/16W Lötkolben (Delta)
aus der Vorwendezeit (also > 20-30 Jahre alt) mit einer 4mm Lötspitze,
welche mit einer Feile zu einer feinen Spitze geformt wurde.
Damit kann man sogar problemlos auch LQFP- Gehäuse im 0,5mm RM (MSP430)
löten.
Nachteilig ist:
a) die ungeregelte Temperatur führt zu einem rel. schnellen Verschleiß
der Lötspitze, sodass man von Zeit zu Zeit die Spitze nachfeilen muss.
Ersatzspitzen sind aber rel. leicht zu beschaffen. (ca. alle 5 - 10
Jahre)
b) wahrscheinlich kann man bleifreies Lötzinn nicht verwenden. Mein
Vorrat an bleihaltigem Lötzinn reicht aber bis an mein Lebensende.
So, nun könnt ihr mich in der Luft zerreißen.
MfG
Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber ich habe diese hier von
Reichelt im Einsatz:
STATION ZD-931 :: Digital-Lötstation ZD-931, 48 Watt
Also die Nr. 3 vom TS
Auf Arbeit, nutze ich eine JBC Station. Ganz ehrlich ... man merkt nur
in der Aufwärmphase oder halt beim Wechseln der Spitze den Unterschied.
Gut, der Lötkolben an sich ist schon um einiges leichter. Aber beim
löten ist der ZD-931 schon für Hobby Sachen sehr sehr gut geeignet.
Also mein Tipp: ZD-931 - da macht man nix verkehrt.
> mit einer Feile zu einer feinen Spitze geformt wurde.
Egentlich feilt man an Lötspitzen nicht herum, da sie in der Regel mit
einem Metall überzogen sind, die das Verzundern verhindern soll. Ist
zumindest bei meinen Wellerspitzen so.
Privat habe ich die ZD-931 mit feiner Spitze. Ich bin auch zufrieden
damit.
>Jetzt mal im Ernst - wozu braucht man hobbymäßig Zuhause 450°C ? Das ist>doch Unsinn! Eine hohe/höhere Temperatur ist kein Ersatz für die
Dann hast du noch nie Elkos auf einer Hauptplatine gewechselt. 430°C ist
da das mindeste. Da muß ich auch zugeben, das da meine LS-50 und
ähnliche an der Grenze sind.
Dann wird die Lötsptze nach ein paar Lötstellen krumm. Es ist schon eine
Langlebensdauerspitze.
Bei solchem Dauergebrauch sollte man sich dann nach etwas besseren
umsehen.
> Dann wird die Lötsptze nach ein paar Lötstellen krumm. Es ist schon eine> Langlebensdauerspitze.
Dazu nimmt man auch eine dickere, evtl. kürzere Spitze, die mehr
Wärme/Zeit zuführen kann, als die Kupferschicht von der Lötstelle
wegtransportiert.
Michael_ schrieb:> Da muß ich auch zugeben, das da meine LS-50 und> ähnliche an der Grenze sind.
Durchaus möglich... das liegt aber wohl an "50W" und gar nicht an
"430°C". Gerade gestern habe ich aus einer "Hauptplatine" von dem alten
CRT-Fernseher einen dicken Trafo und einen geschirmten Tuner vorbildlich
rausoperiert, in Vergleich zu denen ein Elko fast ein Witz wäre. Mit 50W
wäre das sicherlich ein Kopfstand gewesen. Mit 100W ging das mit 385°C
wie im Buch steht :) Entscheidend ist nicht die Temperatur, sondern die
Leistung, sprich wie schnell/zuverlässig die Station Temperaturabfall
ausgleiche kann.
>Durchaus möglich... das liegt aber wohl an "50W" und gar nicht an>"430°C". Gerade gestern habe ich aus einer "Hauptplatine" von dem alten>CRT-Fernseher einen dicken Trafo und einen geschirmten Tuner vorbildlich>rausoperiert, in Vergleich zu denen ein Elko fast ein Witz wäre. Mit 50W
Rede nicht von Sachen, die du nicht kennst. Ein TV ist einlagig, bzw.
selten zweilagig. Nicht zu vergleichen mit PC-Hauptplatinen. Außerdem
war das sicher noch Bleilot.
Und die LS-50 macht 450°C. Und um dummen Gequatsche vorzubeugen, die
Temperatur ist echt und kalibriert.
Michael_ schrieb:> Rede nicht von Sachen, die du nicht kennst.
Okay... ich werde Toshiba Bescheid sagen - vielleicht layouten die dann
tatsächlich eine einlagige Platine und lassen sie mit Blei löten... Ich
berichte also über die Erfahrungen, wenns soweit ist :)
Michael_ schrieb:>>Durchaus möglich... das liegt aber wohl an "50W" und gar nicht an>>"430°C". Gerade gestern habe ich aus einer "Hauptplatine" von dem alten>>CRT-Fernseher einen dicken Trafo und einen geschirmten Tuner vorbildlich>>rausoperiert, in Vergleich zu denen ein Elko fast ein Witz wäre. Mit 50W> Rede nicht von Sachen, die du nicht kennst. Ein TV ist einlagig, bzw.> selten zweilagig. Nicht zu vergleichen mit PC-Hauptplatinen. Außerdem> war das sicher noch Bleilot.> Und die LS-50 macht 450°C. Und um dummen Gequatsche vorzubeugen, die> Temperatur ist echt und kalibriert.
ICh finde es immer lustig wenn Leute im glauben sie seine Allwissend
diejenigen die es tatsächlich wissen korrigieren wollen.
Die Kreisszahl hat ABSOLUT Recht.
Hast du eigendlich schon mal Datenblätter hinsichtlich den Specs beim
Lötvorgang gelesen? Da ist oft eine maximale Verarbeitungstemperatur
vorgegeben die deutlich unter 400C liegt. Das ist im Normalfall VIEL zu
heiß.
Lötzinn wird bei 2xx Grad flüssig, mit ein wenig Reserve ist man bei ca.
330-360 C (meine Löttemperatur). Das reicht in jedem Fall locker.
DAs ist auch ganz einfach zu begründen, Niveau Mittelstufenphysik
Entscheident ist einzig das ich das Lot auf eine Temperatur von über 300
Grad bekomme. Im Normalfall ist es so vorgesehen das es in der Art
geschieht das man mehr Wärmeenergie zuführt als von der Lötstelle
abgeleitet werden kann. Idealerweise ist das Verhältniss "Energie ZU /
Energie AB" So groß das die Löttemperatur schnell erreicht wird und der
Lötvorgang beendet ist bevor sich das Innere des Bauteils nennenswert
erwärmt.Und ein Lötkolben mit 100 Watt kann nun einmal deutlich
schneller Energie nachliefern als ein Lötkolben mit 50 Watt.
Wenn man aber tatsächlich an die Leistungsgrenzen seines Lötkolbens
gerät, zum Beispiel weil man eine Multilayerplatine hat und ein Pin des
Bauteils satt auf einer großen MAssefläche sitzt, DANN kann man sich
vieleicht noch dadurch behelfen das man die Temperatur nach oben Regelt.
Durch die höhere Spitzentemperatur hat man in diesem Fall einen größeren
Wärmeenergievorrat in der Spitze, der nicht erst "nachproduziert" werden
muss. Dies "simuliert" daher in den ersten Sekunden einen stärkeren
Lötkolben. Wenn man nun Glück hat reicht dieser zusätzliche
Energievorrat aus um trotz des eigendlich für diese Aufgabe zu schwachen
Gerätes doch noch zum Erfolg zu kommen -Also eine Temperatur von ca.
300C an der Lötstelle zu erreichen-
Gerät man aber nun mit einer derart überheizten Lötspitze aber an ein
Bauteil was die Energie nicht so ohne weiteres Abführen kann - zum
Beispiel einen Beliebigen CMOS LOGIK IC als Schalter für reine
Spannungspegel mit ganz dünnen Leiterbahnen - ist dieses Bauteil sehr
schnell im Halbleiterhimmel da es mit über 400C durchgeglüht wird.
Daher MUSS das Löten mit zu hohen Temperaturen immer die Ausnahme
bleiben. Halt wenn die Station im Grenzbereich eingesetzt wird.
Für die ganz uneinsichtigen kann man es damit vergleichen einen Nagel in
die Wand zu schlagen. Einen dünnen Nagel ins Holz zu schlagen kann man
mit wenig aufwand. Wenn ich aber einen Dickeren Nagel in Stein/Betaon
schlagen will brauche ich wesentlich mehr Kraft (Leistung) pro Schlag.
Wenn man nun zu Schwach ist um mehr Kraft aufzuwenden kann man versuchen
es zu kompensieren in dem man weiter Ausholt. (höhere Temperatur).
Allerdings läuft man dann größere GEfahr das etwas schiefgeht und man
kann auch nicht unendlich weit ausholen.
Natürlich könnte man auch einen Dickeren Hammer versuchen, das währe
dann das gegenstück zur dickeren Lötspitze als Energiespeicher. Aber
auch das ist ja begrenzt ;-)
Gruß
Carsten
P.S. Selbst habe ich eine 60Watt Weller EC2002-Antistatik mit 60Watt.
Reicht normalerweise aus, selten muss ich mal die Temp hochdrehen.
Ich habe allerdings selbst JAhrelang mit einem Ersa Multitip bzw. dessen
Vorläufer gelötet, selbst größere Projekte. Nur das 220V Anschlusskaberl
habe ich gegen ein Hochflexibles ausgetauscht. Geht Einwandfrei.
Es muss für den Anfänger sicher nicht sofort die Superstation sein.
Natürlich hät eine Weller/Ersa meist länger und ist Kompfortabler. Aber
wenn ich überlege wie hoch mein Monatbudget als Elektronikanfänger
war...
Schon die Ersatzlötspitze für den älteren Ersa Elektroniklötkolben den
mein Pa aus der Firma mitgebracht hat hätte da mein Wochentaschengeld
bedeutet. Alter war ja einstellig. (Ok, die erste hat er gesponsert)
Zwar fangen längst nicht mehr so viele so früh an, aber die meisten sind
doch eher Schüler oder Studenten, bestenfalls Auszubildende (mit ein
wenig mehr Geld) und keine Ings. mit 3000+ Eur. Netto.
Und ein Lötkolben ist bei weiten ja nicht die einzige Investition. Da
sind 100 Eur. mehr oder weniger schon ein riesen Unterschied! Zudem gibt
es -hoffentlich- ja neben der Elektronik auch noch andere Interessen mit
mehr sozialer Interaktion (und ebenfalls Kosten)
Das wir anscheinend oft vergessen.
wenn man die Beiträge hier liest, kommt man sich vor als wäre man unter
Weller-Vertretern :)
Eigentlich ist es furzegal womit man lötet, wenn man weiß wie man zu
löten hat. Wenn man fürs Hobby eine Station bestellt, bestellt man sich
gleich 30 Spitzen mit, und damit hat man für sehr lange Zeit ausgesorgt.
Das einzige was dann noch eine Rolle spielt, ist die Haltbarkeit der
Stationen+Kolben. Wobei man da nicht sagen kann, das Weller besser ist,
als ein Noname.
Michael_ schrieb:>>Jetzt mal im Ernst - wozu braucht man hobbymäßig Zuhause 450°C ? Das ist>>doch Unsinn! Eine hohe/höhere Temperatur ist kein Ersatz für die> Dann hast du noch nie Elkos auf einer Hauptplatine gewechselt. 430°C ist> da das mindeste. Da muß ich auch zugeben, das da meine LS-50 und> ähnliche an der Grenze sind.
In den letzten Jahren habe ich mit meiner LS50 immer wieder Elkos auf
Mainboards gewechselt, und ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen,
dass ich mehr Wärme bräuchte. In letzter Zeit schlachte ich schon mal
Mainboards aus, und da werden vor der Behandlung mit der Heißluftpistole
bei 280°C erst mal alle Elkos, TO-92 Teile, etc.. mit der LS50 bei 310°C
ausgelötet.
> Dann wird die Lötsptze nach ein paar Lötstellen krumm. Es ist schon eine> Langlebensdauerspitze.> Bei solchem Dauergebrauch sollte man sich dann nach etwas besseren> umsehen.
"Dauergebrauch" ist gut. Klingt eher nach Kraftakt. Entlöten hat nichts
mit Kraft zu tun, sondern eher mit der Verwendung von reichlich Lötzinn.
PI314 schrieb:> Mit 50W> wäre das sicherlich ein Kopfstand gewesen. Mit 100W ging das mit 385°C> wie im Buch steht :)
Ich hatte noch nie Probleme, mit der LS50 z.B. HF-Gehäuse oder den
Rahmen der Fernseher-Hauptplatine zu entlöten. Bei den Trafos auf
solchen Platinen nehme ich die Entlötpumpe, ebenfalls ein Billigteil für
einen einstelligen Betrag.
> Entscheidend ist nicht die Temperatur, sondern die> Leistung, sprich wie schnell/zuverlässig die Station Temperaturabfall> ausgleiche kann.
Überlege doch einfach mal, wie lange Dein Kolben braucht, um auf
Betriebstemperatur zu kommen. Ein Löt- oder Entlötvorgang sollte in
Sekunden abgeschlossen sein, wenn man keine Elkos kochen, Halbleiter
braten, und Lötschutzlack oder gar Leiterbahnen entfernen will. In den
paar Sekunden hat kein noch so starker Kolben die Chance, sein
Heizelement zu erwärmen und diese Wärme über den Schaft der Lötspitze
bis zum vordersten Ende zu transportieren. Bis sich die Spitze vom
Kolben nach einem Wärmeeinbruch durch eine Lötstelle mit hohem
Volumen/hoher Wärmekapazität wieder erwärmt hat, sollte der Lötvorgang
längst vorbei sein. Der Trick liegt nicht in hoher Leistung, sondern
darin, viel Lötzinn zu verwenden, da das für eine gute Wärmeübertragung
zur (Ent-)Lötstelle sorgt. Außerdem ist eine flache Spitze
(Schraubenzieherform) von Vorteil, damit löte ich Abschirmfolie für
8Kg-Ringkerntrafos oder TQFP-32. (Früher, in meiner Zeit bei einem
taiwanesischen Mainboardhersteller habe ich mit so etwas auch feinere
TQFPs (Chipsets und so) gelötet.
Zum Thema bleifrei: Ich weiß nicht, wo das Problem liegt. Probiert
einfach mal niedrigere Temperaturen, ich habe den Eindruck das Zeug ist
etwas empfindlich, wenn es zu warm wird, weil es schneller oxidiert bzw.
der Oxidfilm irgendwie widerspenstiger ist.
>Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)>Datum: 22.02.2011 03:16
Wenn ich noch mal auf die Welt kommen sollte, werde ich als erstes
10-Finger Maschinenschreiben lernen.
>"Dauergebrauch" ist gut. Klingt eher nach Kraftakt. Entlöten hat nichts>mit Kraft zu tun, sondern eher mit der Verwendung von reichlich Lötzinn.
Ja, es war ein Kraftakt. Es waren 15 Industrie-PC-Platinen, bei welchen
die C gewechselt werden mußten. Schätzungsweise 20 C pro Platine.
>Zum Thema bleifrei: Ich weiß nicht, wo das Problem liegt. Probiert>einfach mal niedrigere Temperaturen, ich habe den Eindruck das Zeug ist
Bei Hauptplatinen kann man es sich nicht aussuchen. Aber der Trick mit
Zugabe von Bleilot geht das meist gut.
Und noch etwas zur Geschichte der Lötstationen. Vor etwa 12 Jahren stand
ich vor der Aufgabe etwas neues anzuschaffen. Damals gab es neu die
LS-50 von ELV. Bis dahin hatten wir ein kleines Kästchen mit Drehknopf
und einem Lötkolben und einer SMD Lötnadel. Wohl von ERSA/Weller. Nach
der Anschaffung der LS-50 hat das Ding niemand mehr angefasst.
Die Programmierung und die drei Kanäle der LS-50 ist genial. Seitdem
wurde sie von CO... und weiteren verkauft. Und auch ERSA und WELLER
haben das Konzept übernommen. Natürlich verfeinert mit ihrer
Technologie, aber auch mit dem horrenten Preis.
Hihi. Bei mir ist es auch etwa 12 Jahre her. Damals hatte sich bei
meinem Siemens "Outdoor-Handy" :-D M35 nach einem Sturz aus 2 m Höhe auf
Teppichboden ein SMD C gelöst, und den wollte ich nicht mit einem
einfachen Lötkolben wieder einsetzen. Ich ging also in einen
Elektronikladen und fragte nach einer Lötstation mit gutem
Preis-Leistungsverhältnis. (Ich hatte keine Ahnung.) Das ganze war in
Wolfsburg, und so verglichen wir die Modelle mit Autos. Die LS50 wurde
mir als Audi beschrieben, langlebig aber kein Mercedes, preiswert aber
kein Daihatsu. Damals Audi fahrend entschied ich mich für die LS50, und
die Entscheidung habe ich nie bereut.
Der SMD C flog übrigens beim ersten Versuch ihn mit einer Stecknadel zu
platzieren, in den Grobwuschelteppich meiner angemieteten Bude. Damals
erfuhr ich telefonisch bei Siemens, dass kein Mensch bei Siemens
Schaltpläne hätte oder Auskünfte zu Bauteilen geben könne, da alles in
Fernost gefertigt würde. Das war mein letztes Siemens Handy gewesen.
Michael_ schrieb:> Aber der Trick mit> Zugabe von Bleilot geht das meist gut.
Bleihaltiges Lot geht genauso gut. Ich merke jedenfalls keinen
Unterschied. Ich glaube, hier spielt oft eine Art Placebo-Effekt eine
Rolle, wie auch bei besonders exklusiven Lötstationen.
Carsten Sch. schrieb:> Es muss für den Anfänger sicher nicht sofort die Superstation sein.> Natürlich hät eine Weller/Ersa meist länger und ist Kompfortabler. Aber> wenn ich überlege wie hoch mein Monatbudget als Elektronikanfänger> war...
Genau so ist es.
Was bringt es, wenn man noch kein Geld hat um sich eine Weller zu
leisten?
Soll man dann 1-3 Jahre warten und einfach diese Jahre verschwenden?
Das ist Zeit in der man schon mit Billiggerät hätte Löten können?
Daher meine Empfehlung, wer sich Weller leisten kann, der sollte das
tun, wer aber dazu erst sparen müßte, der sollte sich lieber JETZT was
billiges kaufen, denn Zeit zum Experimentieren, die man später nicht
mehr hat, ist auch etwas wert.
Es gibt so viele Hobbybastler die erst mit 65 ihre Hobbywerkstatt Top
ausgerüstet haben, aber dann ist es meist wieder zu spät um wirklich
noch etwas zu bauen.
Die Frage ist halt ob man 2x die Woche 3 Stunden lötet. Oder ob das Teil
5 Tage die Woche von 8-17 Uhr 80% läuft. Je nachdem muss es billig oder
teuer sein. Auch mal schauen was es so an Spitzen zur Auswahl gibt.
Ausreichen tut eine einfache, nicht digitale Lötstation zwischen 50W und
100W. Temperatur sollte auch mal auf 450°C einstellbar sein. Manchmal
braucht mal auch mal etwas mehr Hitze (nicht für SMD, aber vielleicht
möchte man wirklich mal ein Kunstwerk mit 2,5mm2-Kupfderdrähten
zusammenbrutzeln).
Man sollte aber drauf achten, dass es eine größere Auswahl an Lötspitzen
dafür gibt (Spitz, Meissel, Hohlkehle).
Auch ist die Länge der Lötspitze (Abstand Hand -> Spitze) nicht
unwichtig. Ich mag zum Beispiel gerne kürzere Spitzen, um mehr Gefühl zu
haben (in meinem alter bekommt man schon manchmal einen Tatterig).
Das Anschlusskabel sollte ein Silikonkabel sein. Das kann man zur Not
aber auch selber austauschen.
Auch sollte die Firma so bekannt sein, dass es auch noch in mehreren
Jahrzehnten Ersatzteile dafür gibt. Meist halten private Lötstationen
viel länger als gewerblich eingesetzte (aufgrund der kleineren
Nutzungszeiten).
Bei Ersa und Weller ist das gewährleistet (ich kenne aber nur die alten
Lötgeräte und weiß nicht, wie es bei den neueren ist). Ich bekomme immer
noch Ersatzspitzen für meinen 25 Jahre alten Lötkolben.
Leute, ihr stellt euch echt an. Es kommt nicht auf das Werkzeug an,
sondern wie man damit umgeht.
Ich habe vor ca. 35 Jahren meine ersten Pertinax Platinen mit diesem
Lötkolben (60W) gelötet (mit Lötfett). Ein paar davon habe ich immer
noch, sie sehen noch rel. gut aus und funktionieren auch noch.
Aluminium-Becher-Elkos mit grosser Massefläche auf einseitigen
TV-Platinen habe ich damit auch problemlos auslöten können :-).
Elektronikschlosser schrieb:> Leute, ihr stellt euch echt an. Es kommt nicht auf das Werkzeug an,> sondern wie man damit umgeht.> Ich habe vor ca. 35 Jahren meine ersten Pertinax Platinen mit diesem> Lötkolben (60W) gelötet (mit Lötfett). Ein paar davon habe ich immer> noch, sie sehen noch rel. gut aus und funktionieren auch noch.> Aluminium-Becher-Elkos mit grosser Massefläche auf einseitigen> TV-Platinen habe ich damit auch problemlos auslöten können :-).
Ich würde wetten, daß man mit diesem Schnellöter keinen Elko auf einem
Multilayer Mainboard wechseln kann. Kurze Thermals mit ein bis zwei
Masselagen im Innern und aus ist die Maus.
Hatte auch mal eine Engel Löter. Aber der ist schon lange Geschichte.
Hat 'nen Sturz mit dem Fahrrad nicht überlebt.
Nun ich habe mir das alles mal durchgelesen.
Das ähnelt ja mehr einem Glaubenskrieg als einer Werkzeug Diskussion.
So: Als ich ca. 12 Jahre alt war hat mir meine Schwester eine Station
geschenkt "Conrad Elektronik Lötstation 30 W" die gibt es sogar immer
noch:
http://www.conrad.de/ce/de/product/811181/ELECTRONIK-LOeTSTATION-30W
Lötspitzen habe ich bei Reichelt vor kurzem auch immer noch bekommen.
Nun wackelt das Kabel und diese Lebenszeit sehe ich als legitim an.
Bis heute ist diese im Einsatz. Mit etwas Stolz kann ich sagen das ich
mit dieser Station sogar Atmega8 SMD gelötet habe. Mein UsbAsp ist so
erweitert worden.
Das ist also mein "Hintergrund". Ich sehe mich ganz klar im
Hobbybereich. Sonst hätte ich vermutlich auch nicht so gefragt.
Mittlerweile plane ich 80 € - 120 € für die Station ein. Dies entspricht
meiner Erwartung.
Mein Resümee bis jetzt:
* Es sollten 80/100 Watt sein. Reserve ist wichtig.
Es gesellt sich bis jetzt zu den Stationen meiner Wahl die
* ZD-917.
Danke für die vielen Beiträge bis jetzt.
Moin!
Nun ja, als Glaubenskrieg muss man das nicht unbedingt bezeichnen.
Aber jeder halt halt so seine Erfahrungen mit dem einen oder anderen
Hersteller gemacht. Das prägt halt.
Ich bin jetzt privat über einen Zeitraum von 35 Jahren beim 9. Lötkolben
bzw. Lötstation angekommen. Seit Anfang der 80er habe ich selber nur
noch Weller gekauft, weil ich damit sehr zufrieden bin. Von dieser Marke
habe ich 2010 die dritte Station gekauft und ich habe für unterwegs noch
einen Pyropen. Für die Weller Stationen gibt es Schwallspitzen bzw.
Gullwing-Spitzen. Damit kann man auch 0.5er Feinpitch verlöten, ohne
hinterher mit der Lötsauglitze alle Kurzschlüsse beseitigen zu müssen.
Klar, die Teile kosten ein Schweinegeld. Aber sie halten und halten ...
Und man kann damit schnell & schonend für die Bauteile löten und erzielt
sehr gute Ergebnisse. Die vier Weller habe ich heute noch, der Rest ist
schon lange entsorgt worden.
Mit Ersa habe ich mich als Schüler mal schwer an der Hand verletzt: Die
Schnappfederhalterung der Spitze ist abgesprungen und die herunter
gerutschte Spitze hat mir ordentlich die Hand verbrannt.
In der Firma haben wir im Moment noch eine Ersa i-Con Station (neben
zahlreichen anderen alten Ersa-Stationen). Dort ist uns am Kolben schon
mehrfach der Überwurf zum Befestigen der Spitzen gerissen. Ist zu billig
konstruiert. Die SMD-Pinzette geht so la lala.
Die Metcal Stationen haben mit ca. 40W Leistung am Kolben nicht genug
Dampf um bleifrei an Multilayer-PCBs löten zu können. Die Spitzen sind
sehr teuer und verschleißen zu schnell. Der Zeitpunkt der automatischen
Abschaltung bei diesen Stationen ist nicht immer vorhersagbar.
In der Firma fliegen Ersa und Metcal nächsten Monat raus und werden
durch Weller Stationen ersetzt.
Pauschal kann man sagen: Je teurer der Lötkolben / die Station, desto
kürzer ist der Abstand vom Griff zur Spitze. Gerade was das Löten von
0603 und viel kleiner anbelangt, kann dieser Abstand nicht klein genug
sein. Eine Station sollte auf jeden Fall regelbar sein. Ein Knopf zum
Einstellen genügt. Sie muss keine digitale Anzeige haben.
Viele Teilnehmer hier im Forum haben sich noch mit verbleitem Lot
eingedeckt und wollen auf absehbare Zeit auch noch verbleit löten. Hatte
ich für mich privat auch mal gedacht. Jetzt habe ich ein gutes Kilo Zinn
in der Ecke liegen und werde es im Leben nicht mehr aufbrauchen. Warum
ich umgestiegen bin: Ich habe nach längeren Versuchen endlich das
"richtige" bleifreie Lötzinn gefunden, mit dem man fast so gut Löten
kann wie mit bleihaltigem Lot: Sn99.3Cu0.7 von Elsold. Siehe auch
angehängtes Bild.
Das ist halt meine subjektive Meinung die sich aus meiner Erfahrung
heraus gebildet hat. Ich komme halt aus der Profi-Liga und habe da
andere Ansprüche.
Carsten
Moin, ich hab auch Senf:
In der Firma, in meiner so heiß geliebten Elektrowerkstatt, hab ich die
Wahl zwischen einer ELV LS-50 und einer steinalten Weller mit
Magnastat-Lötspitzen.
Mit der Weller lässt sich deutlich Präziser und schneller löten, selbst
mit einer langen, dünnen Spitze drin.
Hallo zusammen,
na dann von mir auch einen Beitrag.
Habe aber auch eine Weller Lötstation, kommt aber nur wenig zum Einsatz.
Ich benutze seit einigen Jahren überwiegend die
AOYUE-968 3in1 Rework-Löt-Station
http://shop.wiltec.info/product_info.php/info/p2995_AOYUE-968-3in1-Rework-Loet-Station.html
War damals aber noch teurer. Nun für ca. 120 EUR zu haben
- Da ich viel löte (auch SMD), möchte ich die integrierte
Lötdampfabsaugung am Lötkolben nicht mehr missen. Dies trägt sehr zur
Gesundheit bei! Kann ich nur empfehlen.
- Die Lötspitzen sind einfach super. Ich hatte mir Ersatzspitzen
mitbestellt. Diese aber bis heute noch nicht gebraucht.
- Werde mir demnächst wohl auch noch die Entlöt-Station
AOYUE - 474 zulegen....
LG Kalle
Hallo,
als Geheimtip gibt es noch Selektra:
http://www.selektra-loettechnik.de/Home/tabid/85/Default.aspx
Die werden gern von Leuten verwendet, die mit Weller Probleme haben,
werden m.W. auch vom Elektor Labor verwendet.
Sind nicht sehr verbreitet, hat ein Jahr gedauert, bis die ebay-Suche
eine gefunden hat.
MfG
> Hallöchen,> hatte da mal ein Lötstation-Erlebnis. Muß ich hier mal runtertippen.> Ist schon `ne Weile hehr, Mitte 90er etwa.> Bei mir zu Hause stand schon seit Jahren eine Weller, ich voll zufrieden> damit. Fing in einer Firma an, die nur Billigteile, Name bekannt, aber> unwichtig, hatten. Anfangs habe ich mich mit dem Plunder stillschweigend> rumgequält
Jetzt wurde hier schon von mehreren Leuten gegen temperaturgeregelte
Billiglötstationen gewettert. Allerdings habe ich jetzt noch keine
Aussage gefunden, die beschreibt, wo denn nun der Mangel an den
Billigstationen ist. Es geht dabei ja durchaus um gewaltige
Preisdifferenzen. Könnte bitter jemand seine Aussage präzisieren?
mike schrieb:> ... Allerdings habe ich jetzt noch keine> Aussage gefunden, die beschreibt, wo denn nun der Mangel an den> Billigstationen ist. ...
Ein große Unterschied besteht zwischen "Temperatur einstellbar" und
"Temperatur geregelt". Die billigen mit einstellbarer Temperatur haben
einen Knopf mit dem bestenfalls die Heizleistung geregelt wird, d.h. die
Station merkt nicht, wenn die Lötung zum Konstanthalten der Temperatur
eine höhere Leistung erfordert. Das äußert sich auch meist in gefühlt
endloser Aufheizzeit.
Die echt temperaturgeregelten messen die Temperatur mindestens vom
Heizelement, besser noch von der Lötspitze und können entsprechen
Leistung nachschieben, ohne das die Spitze in der Ablage mangels
Wärmeabfuhr hochheizt.
Andere Dinge sind Handlichkeit (leicht, hochflexibles Kabel),
programmierbare Temperaturwahl, Nachlieferbarkeit von Ersatzteilen, ...
Volker S. schrieb:> als Geheimtip gibt es noch Selektra:> http://www.selektra-loettechnik.de/Home/tabid/85/D...
Bei der Länge der Bauform - soweit man das aus den Abbildungen
abschätzen kann - hätte ich Bedenken, dass das Löten von SMD damit Spaß
macht.
Der Griff scheint sehr weit weg von der Lötspitze.
>> ... Allerdings habe ich jetzt noch keine>> Aussage gefunden, die beschreibt, wo denn nun der Mangel an den>> Billigstationen ist. ...>Ein große Unterschied besteht zwischen "Temperatur einstellbar" und>"Temperatur geregelt". Die billigen mit einstellbarer Temperatur haben>einen Knopf mit dem bestenfalls die Heizleistung geregelt wird, d.h. die>Station merkt nicht, wenn die Lötung zum Konstanthalten der Temperatur>eine höhere Leistung erfordert. Das äußert sich auch meist in gefühlt>endloser Aufheizzeit.
Das ist mir durchaus bewusst. Deshalb habe ich auch bewusst von
temperaturgeregelten Billiglötstationen gesprochen. Und wenn man sich
die hier genannten Produkte ansieht, kann man davon ausgehen, dass
Lötstationen der Preisklasse ab 40 EUR eine Temperaturregelung haben.
Für eine Ersa oder Weller bezahlt man aber gut das 3 oder 4-fache.
mike schrieb:>> Hallöchen,>> hatte da mal ein Lötstation-Erlebnis. Muß ich hier mal runtertippen.>> Ist schon `ne Weile hehr, Mitte 90er etwa.>> Bei mir zu Hause stand schon seit Jahren eine Weller, ich voll zufrieden>> damit. Fing in einer Firma an, die nur Billigteile, Name bekannt, aber>> unwichtig, hatten. Anfangs habe ich mich mit dem Plunder stillschweigend>> rumgequält>> Jetzt wurde hier schon von mehreren Leuten gegen temperaturgeregelte> Billiglötstationen gewettert. Allerdings habe ich jetzt noch keine> Aussage gefunden, die beschreibt, wo denn nun der Mangel an den> Billigstationen ist. Es geht dabei ja durchaus um gewaltige> Preisdifferenzen. Könnte bitter jemand seine Aussage präzisieren?
Ganz einfach: So eine Lötstation soll eine Zeit lang halten. Die
Lötspitzen sind aber Verschleißteile. In 10 Jahren wirst du aber von der
Ramschmarke sicher keine Lötspitzen mehr bekommen, wenn die Lötstation
überhaupt so lange durchhält.
Dann ist die Lötstation komplett nutzlos.
mike schrieb:> Und wenn man sich die hier genannten Produkte ansieht, kann man davon> ausgehen, dass Lötstationen der Preisklasse ab 40 EUR eine> Temperaturregelung haben.
Wenn man sich z.B. die häufig verkaufte ZD-931 ansieht, kommen da viele
Details zusammen, wie Billig(st)bauform des LCDs, schwächliche
Folientastatur, mangelnde Entstörung (kräftige Netzstörung beim
Ausschalten), klobiger Kolben, etwas widerspenstiges Kabel, Abstand
Handgriff-Lötspitze über 10cm, nicht sonderlich wertiges Gehäuse,
Ersatzteilbeschaffung fraglich, keine Temperatur-PreSets, usw.
Man kann damit Löten. Aber man sollte sich nicht daran stört, wenn sich
beim Abschalten so manches USB-Device am Rechner neu anmeldet oder lt.
Berichten im I-Net das Heizelement ab- und zu mal stirbt.
Bei mir war die Verarbeitung so schlecht, dass sich am Stecker die
letzen Litzenreste des Temperaturfühlers nach relativ kurzem Gebrauch
verabschiedet haben, was dann zu gnadenlosem Hochheizen geführt hat.
Fail-Safe Konstruktion ist etwas anderes.
Guten Tag,
Nachdem hier schon Einiges geschrieben wurde möchte ich auch kurz meine
Meinung dazu geben :
Wie schon die Meisten gesagt haben denke ich auch das eine Weller
Station die beste ist, auf Grund der wirklich guten Spitzen und soliden
Heizelemente. Meine Weller Station die ich oft 5-7 h nutze habe ich mit
einem Alter von ca 15 Jahren inkl. Spitzen bekommen. Außer das ich eine
Spitze durch runterfallen kaputt gemacht habe ist bis jetzt nichts
ausgefallen (ca. 5 Jahre). Ich löte damit SMD bis 0402 runter oder auch
mal NiMH Zellen aneinander.
Auf der Arbeit habe ich eine Ersatz Station und dort gehen trotz extrem
teuren Dauerlötspitzen andauernd die Spitzen kaputt. Für mich sind die
Ersatz eher was für den hin und wieder lötenden Hobbybastler mit max 1 h
Betriebszeit in der Woche.
Welche Stationen irgendwo dazwischen liegen sind Oki Stationen, diese
sind meist nicht regelbar aber halten sehr lange und die Spitzen sind
auch nicht schlecht.
Sooo das war es schon.
Gruß Martin
Mal ne dumme Frage: Wie relevant ist die Diskussion über Preis und
Haltbarkeit von Lötspitzen überhaupt? Mir scheint das alles ziemlich an
den Haaren herbeigezogen. Wie oft müsst ihr denn eure Lötspitzen
erneuern?
brutzler schrieb:> Mal ne dumme Frage: Wie relevant ist die Diskussion über Preis und> Haltbarkeit von Lötspitzen überhaupt? Mir scheint das alles ziemlich an> den Haaren herbeigezogen. Wie oft müsst ihr denn eure Lötspitzen> erneuern?
Na ja, bei uns im Laborbetrieb halten die Weller Magnastat Spitzen etwa
ein viertel Jahr, dann sind die abgekaut und am Ende ihrer Lebenszeit.
Ok, der Thread ist zwar schon etwas älter, aber da ich mir auch für den
Privatgebrauch eine Toolcraft ST100-D gekauft hab, will ich auch meinen
Senf hier abgeben.
Wie oben schon erwähnt arbeite ich im Labor überwiegend mit Weller.
Sowohl noch mit älteren Magnastaten, als auch mit jüngeren elektronisch
geregelten Löt- und Entlötstationen. Allerdings ist Weller mit den neuen
HF-Mulilayerplatinen völlig überfordert. Und so haben wir nach einigen
Tests nun Ersa i-con Vario4 gekauft für alle Arbeitsplätze gekauft. Mit
knapp 2kEuro nicht gerade ein Schnäppchen.
Somit habe ich einige Vergleichsmöglichkeiten.
Die ST100-D ist digital geregelt und mit einem Keramik-Heizelement
ausgestattet. So wie die Ersa auch. Leider ist die Spitze nicht
formschlüssig mit dem Heizelement verbunden (3,7mm Heitzelement mit
Temp-fühler, 4mm Loch in der Spitze). Damit fehlt der thermische Kontakt
zum Temperaturfühler. Und damit ist die Regelung der Spitzentemperatur
mangelhaft.
Die mitgelieferte Spitze erscheint mir als Behelf. Ist der Spitzenkörper
heiss genug, so fehlts am eigentlichen Arbeitspunkt vorne an der Spitze.
Der Kolben ansich liegt gut in der Hand, das Kabel weich genug um
ordentlich arbeiten zu mönnen.
Der Lötkolbenständer erscheint mir positv, sowohl die Ablage des
Kolbens, als auch die metallische Reinigungswolle.
Auch die Digitalstation ist dem Preis entsprechend ordentlich
verarbeitet.
Fazit:
Wer damit hobbymäßig arbeiten will ist gut bedient.
Wer jedoch öfter mal dicke Multilyerplatinen gewerblich bearbeiten muss,
der sollte sich unbedingt nach besserem orientieren.
Rainer Dresselhaus schrieb:> Leider ist die Spitze nicht> formschlüssig mit dem Heizelement verbunden (3,7mm Heitzelement mit> Temp-fühler, 4mm Loch in der Spitze).
Interessante Info.
Kannst Du vielleicht noch ein Bild dazu hochladen?
Lötstation schrieb:> Was spricht für oder aber gegen eine dieser Stationen:
Die ZD-931 ist Murks, da gehen dir reihenweise die Lötkolben kaputt, das
Ding hatte ich selbst mal.
Die LF-2000 scheint auch nur so eine ganz billige China-Station zu sein.
Hier gibt es eine interessante Station die einen Lötkolben und die
Möglichkeit für Heißluftlöten besitzt.
Preis: 52 Euro
http://www.ebay.de/itm/281192218199
Rainer Dresselhaus schrieb:> Die ST100-D ist digital geregelt und mit einem Keramik-Heizelement> ausgestattet. So wie die Ersa auch. Leider ist die Spitze nicht> formschlüssig mit dem Heizelement verbunden
Ja, das war auch bei der ZD-931 so und deshalb sind die Heizdrähte da
gerne mal im Keramikelement durchgebrannt.
Wenn das bei der ST-80D auch so ist sollte er sich etwas anderes kaufen.
Ja ja die böse Löstationen aus China führen zum Tod des Benutzers,
wenn du meinst) Wenn man aber die elementare Sicherheitshinweise
befolgt, wird es nicht passieren.
Ich habe übrigens auch die im Einsatz und ich weiß, dass im oberen
Bereich auf beiden Pins 230v anliegt und was solls. Warum soll ich da
an den Stecker rumfummeln, wenn die Station schon eingeschaltet wurde?
Interessanterweise sind sowohl der Trafo als auch das Gehäuse (inkl.
Fönbüchse) von Werk aus geerdet, obwohl einer oder andere behaupten,
dass es nicht so wäre.
Wenn man so einen Sicherheitsfetischist ist, kann man doch entweder eine
"gute" Büchse einbauen oder direkt den Fön anschließen, wie es z. B.
bei ATTEN der Fall wäre.
Bezüglich die Langlebigigkeit der Spitzen kann ich vor erst nicht sagen,
wahrscheinlich nicht wirklich sehr lange. Für die Qualität muss man
zahlen. Das steht außer Frage, aber als Zwischenlösung von billigen
Lötkolben mit geringeren Spitzenauswahl zu teueren Weller oder Ersa
reicht so ein Ding vollkommen aus.
PS: Ich bin z. B. von einem Toolcraft (15-30w) Lötkolben auf 8586 von
Youyue umgestigen. Ich wollte eigentlich nur Heißluftfön haben, aber
da das Preisunterschied nur ca. 10€ war, habe ich mich doch für Combi
entschieden.
Wenn ich jetzt das Löten von Toolcraft Lötkolben und 8586 vergleiche,
versagt der Lötkolben auf der ganzen Linie.
Och jööö, gut zu wissen, aber dann macht man halt ne Abdeckung drüber,
wenn der Heisluftfön abgestöpselt ist. BNC-Kappe dürfe in etwa passen.
Vermutlich hatten die Chinesen nur den Stecker als Schraubversion, daher
ist die Konstruktion, so wie sie ist.
Genau wegen solchen Idioten, die wegen jedem kleinen bischen rumheulen,
von wegen Gefährlich, verboten etc. bekommt man keine anständigen Dinge
mehr zu kaufen. Man muss eben seine Finger nicht überall reinstecken.
Ansonsten kannste auch mal nen Schraubenzier in die Steckdose stecken
oder von ner Brücke auf die Bahnoberleitung pissen und dich gleichzeitig
am Stahlgeländer festhalten.
Ich habe damals vor meiner Ausbildung mit einem ungeregelten
25W-Lötkolben von Weller problemlos meine Sachen erledigen können. Auch
heute habe ich den noch in der Garage liegen, man weiß ja nie.
Während der Ausbildung hatte ich hauptsächlich mit den
80W-Weller-Geräten zu tun - analog, als auch digital. Magnastat waren
auch noch in der Fertigung vertreten.
Alternativ standen auch noch ein paar Ersa-Stationen in der Entwicklung
oder der Ausbildungswerkstatt zur Verfügung. Ich weiß nicht mehr genau,
welche es waren, aber die hatten auch um die 80W.
Mein persönlicher Favorit vom Handling hatte eigentlich nichts mit einer
Station zu tun, sondern einem Kolben an sich - dem WSP80 von Weller.
Durch ein eBay-Schnäppchen konnte sehr günstig an den WSP80 dran kommen,
sodass ich mir die Regelung dann selbst gebaut habe. Prima Lerneffekt,
und was nützliches ist es auch noch.
Da es unheimlich Spaß machte, habe ich das ganze dann "etwas" erweitert.
Heizung nicht mehr mit AC sondern DC befeuert. Fünf verschiedene
voreinstellbare Regelkurven für 12V bis 24V.
Wahlweise Betrieb über Netzteil oder LiIon-Akkus (Std.: 19V
Notebook-Netzteil). Zusätzlich lässt sich der PID-Regler noch komplett
selbst einstellen. Nach etwa 15 Minuten Leerlauf wird die Temperatur auf
etwa 150°C abgesenkt. Und weil nichts so gut hält, wie ein Provisorium,
ist die aktuelle Version noch immer auf Lochraster zu finden. Eine
Vorversion habe ich mal in einem "Kunstwerke"-Thread vorgestellt.
Vielleicht erscheint da demnächst auch die aktuelle Version.
Der nächste Schritt wird eventuell ein StepUp auf 24V sein, der 12V bis
24V Eingang verkraftet und 3.5A liefert. Damit entfallen die
verschiedenen, Spannungsabhängigen Regelkurven und ich habe immer 80W
zur Verfügung, wenn ich die denn brauche. Ist aber eher Komfort und
nicht für die Lochraster-Version. ;)
Das Originalkabel des Kolbens habe ich getauscht, um es an meine
Bedürfnisse an zu passen (Für Arbeiten im KFZ etwas kurz.) Bei
Lötspitzen habe ich bisher keine Aussetzer gehabt. Messing-Schwamm als
Abstreifer. Selbst beim "Testen" der Regelung verziehen mir Heizelement,
PT20-Sensor und Lötspitze die Rotglut. Normale Arbeitstemperatur bei mir
ist 325°C Blei und 375°C Bleifrei, 1.6mm Meißel-Spitze. (z. Bsp.
Farnell: 1961331)
Huhu
ich weiss- ein altes Thema... Dennoch- ich habe fleissig mitgelesen, da
ich als "Hobbylöter" meine Sonoffs etc. umlöten wollte. (mein alter
Lötkolben hat mir die letzten 10J gereicht- aber: war nicht
Temperaturgeregelt, Spitze abgenutzt, dunkel, nahm kein Zinn an und war
einfach zu klobig für die Arbeit, Aufwärmzeit: Kaffeeaufsetzen- danach
konnte man anfangen zu löten :) ) Kurz: es musste etwas Neues her.
Ich habe etwas "gutes" gesucht: Weller und Co sind für mich
überdimansioniert und zu teuer.
Ich habe angefanfen eine AOYUE interessant zu finden, habe dann jedoch
über Amazon (WHD) die LS-ZD937 für 40Euro geschossen.
Spitzen für 4,30Euro:
https://www.amazon.de/gp/product/B000V8IESQ/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1
Lötstation LS-ZD937:
https://www.amazon.de/gp/product/B001GF8118/ref=oh_aui_detailpage_o04_s00?ie=UTF8&psc=1
Ich wollte das hier nur posten für die Anderen "Möchtegernelöter" die
keine x00Euro ausgeben wollen und dennoch was vernunftiges haben wollen.
Ich finde die Station echt ok- ok kann schlecht vergleichen, da ich kein
Profi bin- aber sie tut was man will. Aus meiner Sicht völlig OK für den
Preis. Habe jetzt so in etwa ca 7h damit gelötet- ich bin zufrieden-
diesmal macht löten Spass. Da geht echt was. Und wenn das Ding abrauchen
sollte- ok dann kommt ggfs. etwas "professioneleres" her. :) Aber
erstmal Geld-zurück- es sei denn das Ding übersteht die kommenden 2J
dann passt es auch... Somit: keine Angst vor dem Ding! Nachdem ich mich
hier durchgelesne habe fand ich als "Grundgerät" zd931 interesant.(habe
dabei den günstigsten Hersteller gesucht) Wobei das Ding wird von vielen
"Herstellern gebaut"... Wo da die Unetrschiede sein sollen? ich glaube
es wird nur umgelabelt... Dann fand ich zd937 für den besseren Kurs und
nun habse... ;)
viele Grüße
Ike
my2ct schrieb:> ike schrieb:> Lötstation LS-ZD937:> https://www.amazon.de/gp/product/B001GF8118/ref=oh...>> Was sollen die Unfugtasten 200°C, 300°C und 400°C. Die braucht kein> Mensch. Sinnvoll wäre, wenn die Werte bei vernünftigen Löttemperaturen,> am besten vom Nutzer festlegbar, konfigurierbar wären.
Genau!
Wie bei Weller halt....
Der Lötkolben da ist Schrott. Bei seitlicher Belastung brechen die drei
Schräubchen aus.
Die einzige, wirklich gute Station für wenig Geld, die mir bisher
untergekommen ist, ist die hier:
https://www.reichelt.de/?ARTICLE=137454
Heizt sehr schnell auf --> gutes Regelverhalten auch bei bleifrei.