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Forum: Platinen Was spricht gegen oder für den Kauf einer dieser Lötstationen?


Autor: Lötstation (Gast)
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Hi,
ich habe vor mir eine Lötstation zu kaufen. Was spricht für oder aber 
gegen eine dieser Stationen:

1. 
http://www.conrad.de/ce/de/product/588999/ST80-D-L...

2. 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=D23...;
3. 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=D23...;

Dank im Voraus

: Verschoben durch Admin
Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Dagegen spricht, dass da nicht Weller draufsteht.

Die roten "Hobbystationen" gibt es auch schon für unter 100 €.

Das wichtigste an einer Lötstation ist nicht ein Display, welches einem 
alle möglichen Infos liefert, sondern die Qualität der Lötspitzen. Und 
da ist Weller nun mal erste Wahl.

Eine "analoge" Einstellung ist volkommen ausreichend. Das stellt man 
einmal ein und gut ist. Da reicht eine blinkende Leuchtdiode, die einem 
anzeigt, dass die Temperatur erreicht ist, vollkommen aus.


mfg.

Autor: someone (Gast)
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empfehlenswert für günstig und fürs hobby: die teile von pollin. 
entweder für 39euros nur lötstation oder für nen hunni mit 
entlötstation.
ich hab erstere und bin absolut zufrieden.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Thomas Eckmann schrieb:
> Dagegen spricht, dass da nicht Weller draufsteht.

Das ist so eine Sache ... Weller ist soetwas wie ein Philosophie. Manche 
sagen: ohne Weller geht nix; andere leben auch mit Löstationen abderer 
Hersteller gut. Es gibt Banausen die behaupten die Pollinlötstationen 
für 9,90€ seien ideal geeignet. Ich persönlich bin ein kleiner Wellerfan 
- meine Station lebt seit Jahrzehnten mit alle paar Jahre ein 
Spitzenwechsel.

Autor: someone (Gast)
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da ich der einzige war der pollin ausgeschrieben hat, möchte ich darauf 
hinweisen das es hier um folgende lötstationen ging:
1) 
http://www.pollin.de/shop/dt/NTQ5OTUxOTk-/Werkstat...

2) 
http://www.pollin.de/shop/dt/NjA5OTUxOTk-/Werkstat...

die wurden hier auch schon öffter besprochen und sind für ihr geld 
absolut tauglich. jeder der anderes behauptet ist ein egozentrischer 
dummschwätzer.

Autor: roboter (Gast)
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nr 3 habe ich schon mehrere jahre und ist immer noch io..

Autor: unikum (Gast)
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Hallöchen,
hatte da mal ein Lötstation-Erlebnis. Muß ich hier mal runtertippen.
Ist schon `ne Weile hehr, Mitte 90er etwa.
Bei mir zu Hause stand schon seit Jahren eine Weller, ich voll zufrieden 
damit. Fing in einer Firma an, die nur Billigteile, Name bekannt, aber 
unwichtig, hatten. Anfangs habe ich mich mit dem Plunder stillschweigend 
rumgequält und leise des Öfteren vor mich hingeflucht. Irgendwann fragte 
jemand was los ist. Ich natürlich erzählt, daß das Löten mit diesem 
Gerümpel für mich eine Zumutung ist und Weller gepriesen. Das waren 
Profis(!), konnten aber nicht verstehen, was ich mit ihren 
Murksstationen hatte.
Irgendwann platzte mir der Kragen und ich brachte meine eigene 
Wellerstation von zu Hause mit und arbeitete auch damit. Plötzlich 
setzte ein großes Rumschleichen um meinen Arbeitsplatz ein, man war ja 
neugierig. Der Kollege, der mich vorher am dämlichsten angemacht hatte, 
wollte nun doch mal mit der Weller löten! Ich werde die Reaktion nie 
vergessen: Der hat getan, als ob ich da ein Werkzeug von einem anderen 
Stern hätte.
Nach einem halben Jahr waren sämtliche Lötplätze mit Wellerstationen 
ausgerüstet!!!
Weller kann also nicht nur eine Philosophie sein. Da steckt mehr 
dahinter.
Das Beste: Mein Station läuft nun schon seit damals immer noch ohne 
Zicken.
Gut, inwieweit die Anderen da aufgeholt haben, kann ich nicht 
beurteilen.
Man müßte wieder vergleichen können. Aber Weller wird ja in den letzten 
15 Jahren auch nicht gepennt haben.
Und bräuchte ich mal was Neues, na, was würde das sein? Richtig! 
Weller!!

Gruß, unikum.

Autor: Michael_ (Gast)
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Ich würde mich nicht am Name orientieren.
Im Hobby und Labor braucht man keine Markenstation. Wenn man aber Stunde 
für Stunde und Tag für Tag Produktion macht, sollte man genau hinsehen.
Ich habe seit über 10 Jahren in der Fa. und privat die gute alte LS-50.
Nur gute Erfahrung damit.
Für das Labor zu Hause reichen auch 50W vollkommen. Für große Arbeiten 
liegt da noch ein 200W Kolben.

Autor: Blafux (Gast)
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Thomas Eckmann schrieb:
> Das wichtigste an einer Lötstation ist nicht ein Display, welches einem
> alle möglichen Infos liefert, sondern die Qualität der Lötspitzen. Und
> da ist Weller nun mal erste Wahl.

Ich finde auch die Zuleitung wichtig. An meiner alten ELV Lötstation war 
die Zuleitung zum Lötkolben einfach nur sterrig.
Das ist mal echt scheiße!

Also schau auch darauf dass die Leitung dünn und weich (flexiebel) 
ist...

Autor: Tubie (Gast)
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Hallo,
muß auch mal meinen Senf dazugeben...

Mein Weller hat mich vor 14 Tagen tatsächlich im Stich gelassen. Ich 
weis nicht mehr die Typenbezeichnung aber er war in einem bläulichen 
Acryl Gehäuse eingebaut. Mit Temperaturregelung und 24V AC 
Betriebsspannung.

Nach ganzen 21 Jahren habe ich mich nun schweren Herzens wegen defektem 
Thermoelement von ihm trennen müssen. Ich habe mir die WSD81 von Weller 
zugelegt. Ich bin wie immer hoch zufrieden und kann die Station nur 
weiterempfehlen.


Gruß,
Tubie

Autor: Blafux (Gast)
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Michael_ schrieb:
> Ich habe seit über 10 Jahren in der Fa. und privat die gute alte LS-50.
> Nur gute Erfahrung damit.

Genau die meinte ich - ist für ein bischen Leitungen zusammenkokeln das 
richtige - für Leiterplatten (SMD) viel zu sperrig.

Ich löte nur noch mit Weller (privat) oder Metcal (geschäftlich)

Autor: someone (Gast)
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ohne zweifel sind weller lötstationen sehr sehr gute geräte. das lässt 
sich nicht abstreiten, ich denke darum geht es hier auch garnicht.

mein vadder hat auch seit mehr als 2 jahrzehnten ne weller, ich hab nie 
was robusteres und langlebigeres gesehen. das ding liegt im 
werkstattwagen und wird auf baustellen usw eingesetzt.

doch möchte nicht jeder der anfängt oder nur alle wochen mal ne runde 
lötet ein heiden geld ausgeben.

da tuts halt einfach auch was günstigeres.

ich denke wir sollten den zu genüge geführten glaubenskrieg einstellen 
und uns wieder aufs thema konzentrieren. alles andere hilft dem OP nicht 
weiter.

Autor: Carsten Wille (eagle38106)
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Hi,

ich arbeite jetzt seit 1982 mit Weller. Seit letztem Jahr mit einer WD1M 
+ WP120 Kolben, meine 3. Weller-Station.

Vorher hatte ich eine WS50 + LR21 und davor eine Magnastat-Station. Die 
funktionieren alle noch einwandfrei.

Im Zeitalter des bleifreien Lötens brauchte ich einfach eine Station, 
die nach kurzer Lötpause die Temperatur des Kolbens automatisch absenkt. 
Verlängert die Lebensdauer der Spitzen um ein vielfaches. Und auch für 
Reparaturen an Multilayer-Platinen mit mehreren Masselagen und dicken 
Stubs kann ich die größere Leistung des Kolbens sehr gut gebrauchen.

Was ich wärmstens empfehlen kann, ist der Umstieg vom nassen Schwamm auf 
Metallwolle zum Spitzenreinigen. Gerade bei Temperaturen > 400°C hebt 
diese Maßnahme die Lebensdauer der Spitzen.

Carsten

Autor: Cheffe (Gast)
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Moin,

Weller oder Ersa oder sonst was ist ja Geschmackssache. Meine 
Arbeitgeber (Bundebehörden bzw. Bundesoberbehörden) haben immer Weller 
gekauft. Dort habe ich immer die mit Temperaturregelung.
Privat habe ich seit den 80ern mehrere Ersa-Selbstbaustationen mit 
Lötkolben TE-50 und TFKU1606BS-Chip im Einsatz. Gab es als 
Bausatz/Bauanleitung in der ELO und ELV. Eine habe ich mit 
Temperaturanzeige ausgestattet.

Beide Hersteller sind aus meiner Sicht gleichwertig; beide haben ~80 
Watt. Wichtig ist aber vor allem, dass man auch die ganz feinen Spitzen 
gut mit Wärme versorgen kann und nicht beim Berühren eines 
Bauteilbeinchens auskühlen und dass eine breite Auswahl an Spitzen zur 
Verfügung stehen, die man auch leicht beschaffen kann.

Achso, bei meinen Ersa-Selbstbaustationen brennt so alle 5 Jahre mal ein 
U106BS durch. Habe aber Reserven ;-)

Gruß
Cheffe

Autor: Carsten Wille (eagle38106)
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someone schrieb:
> ohne zweifel sind weller lötstationen sehr sehr gute geräte. das lässt
> sich nicht abstreiten, ich denke darum geht es hier auch garnicht.
>
> doch möchte nicht jeder der anfängt oder nur alle wochen mal ne runde
> lötet ein heiden geld ausgeben.
>
> da tuts halt einfach auch was günstigeres.

Wer billig kauft, kauft doppelt!

Es muß sicher nicht gleich eine Station für 500€ sein.

Gerade beim Löten kommt es sehr darauf an, sich anständiges Werkzeug 
zuzulegen. Mit einem Spielzeuglötkolben kommt man vielleicht auch zum 
Ziel, ab der Weg dahin ist "Pain in the ass!". Das fängt schon mit der 
Wahl der Spitze an: Oft heißt es "Lang und spitz muß sie sein, damit man 
feine Sachen machen kann!" Blödsinn. Kurz muß sie sein, damit man die 
Wärme auch in die Platine, ans Bauteil und ans Lot bekommt. Wenn das 
Bauteil und/oder die Platine beim Herumbraten erst ruiniert sind, kann 
man das gesparte Geld gleich in Ersatzteile umsetzen.

Carsten

Autor: Jens (Gast)
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Ob es unbedingt eine Weller sein muss, ist so eine Frage, nicht zuletzt 
des Geldbeutels. Das Weller-Gegenstück zu Nummer 1 kostet über 300€. 
Wenn man das Geld hat ist es sicher gut angelegt. Beruflich nutze ich 
eine Weller WSD81 und bin damit sehr zufrieden. Allenfalls die Spitzen 
könnten etwas langlebiger sein. Privat verwende ich das analoge 
Gegenstück zu Nummer 1 (ST80-A) und finde es durchaus ausreichend. Der 
Lötkolben ist ähnlich dem von Weller mit kurzen Lötspitzen. Somit ist 
eine gute Wärmeübertragung sichergestellt. 80W Heizleistung reichen auch 
für größere Sachen. Zur Langlebigkeit kann ich noch nichts sagen, meine 
vorherige Stat ion (LS-60 Digi)vom C hat aber auch schon 10 Jahre auf 
dem Buckel. Allerdings war mir irgendwann der Lötkolben zu groß.

Fazit: Wenn es keine Frage des Geldes ist, eine Weller, ansonsten kann 
man mit der ST80-D auch vernüftig arbeiten.

Autor: tt (Gast)
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Als letztes Jahr die Weller WS81 mal für 190€ bei Reichelt angeboten 
wurde, habe ich zugeschlagen und es bisher nicht bereut.
Wenn man Elektronik als Hobby richtig macht, landet man früher oder 
später bei einer "richtigen" Station.
Der Unterschied zu billigen Noname Stationen fängt beim mäßigen Kabeln 
an, geht über die maue Heizleistung hin zur Haltbarkeit... usw.

Ich kann nur empfehlen eine richtige Weller oder Ersa neu oder gebraucht 
zu kaufen.

Autor: someone (Gast)
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Carsten Wille schrieb:
> Wer billig kauft, kauft doppelt!

grundsätzlich stimme ich dem zu. doch hier kann ich guten gewissens 
widersprechen.

hab das teil seit 4 oder 5 jahren. erfüllt noch heute ausgezeichnet 
seinen zweck. sagen wir 4 jahre / 40 euro = 10 euro/jahr. hat sich für 
mich mehr als gelohnt.

wie ich bereits sagte, wer behauptet das taugt nicht ist ein 
egozentrischer dummschwätzer.

Autor: someone (Gast)
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kurzer nachtrag zur klarstellung: "wer behauptet das taugt nicht" 
bezieht sich auf qualität+leistung/preis

Autor: Sepp (Gast)
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Meine Weller WECP, Lt. Typenschild BJ 12/78 tut heute
ihren Dienst wie zu Beginn. Die Lötspitzen bekomme ich
nach wie vor. (Gekauft für Anfertigung der Diplom-Arbeit).
Da möchte ich mal bei den Billig-Heimern sehen wie lange es
da Ersatzteile gibt.

Autor: someone (Gast)
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also ich bekomm nach 4-5 jahren bei den billigheimern noch überall 
lötspitzen. bei conrad, reichelt und pollin. meine anforderungen sind 
erfüllt.

doch werden hier einfach äpfel und birnen verglichen und mal ganz 
entspannt am thema vorbeigeredet um glauben und nutzen aufzuzwingen. es 
nervt und langweilt.

vorallem weil man immer das gleiche schreibt. merkt das hier keiner?

es geht nicht um glauben/vorlieben sondern um konkrete fragen vom 
original poster.
aber stimmt ist ja egal. wir reden weiter am thema vorbei :)

Autor: Tishima (Gast)
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Hallo!

Für Gelegenheitslöter und für den "Universaleinsatz" schwör ich seit 
Jahren auf den Ersa Multitip mit 15W bzw. 25W, ne Lötstation ist da zu 
nervig.
Und da es das meist geklaute Werkzeug bei uns in der Firma ist, sehen 
das andere wohl auch so.

gruß,
Bjoern

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
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someone schrieb:

> also ich bekomm nach 4-5 jahren bei den billigheimern noch überall
> lötspitzen. bei conrad, reichelt und pollin. meine anforderungen sind
> erfüllt.

4-5 Jahre sind nicht besonders viel für eine Lötstation. Ich habe u.A. 
noch ein paar Lötpistolen von Engel die jetzt 30 Jahre alt sind und die 
noch immer verkauft werden. Die Ersa Analog Stationen gibt es auch schon 
geraume Zeit und die Spitzen wird es denke ich noch sehr lange weiter 
geben. Ob solche Zeiträume von den preiswerteren nicht so bekannten 
Stationen zu erwarten sind wage ich zu bezweifeln. Insofern ist das Geld 
in Ersa oder Weller noch immer am besten investiert.

Autor: unikum (Gast)
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Hallo, ich nochmal.
Zu den unqualifizerten und qualitätsbewustseinsfremden Absonderungen 
eines
Herrn "someone" ist, denke ich, nichts mehr hinzu zu fügen. Einfach 
grausam.
Aber, viele, ich kann mich da nicht ganz ausschließen, bemerken bei 
Weller nur die erstaunliche Langlebigkeit des Produktes, Sicher, ist bei 
dem Preis auch nicht ganz unwichtig.
In der kleinen Geschichte weiter oben war das auch nicht 
ausschlaggebend.
Der Hammer war, das direkte Erleben eines Unterschiedes mit dem damals 
niemand gerechnet hatte. Plötzlich hatte mann ohne Mühe ein sicheres, 
qualitätsgerechtes Ergebnis. Da lag der Teufel im Detail.
Ich habe mir die favorisierten Produkte des Themeneröffners mal 
angesehen.
Ich mußte mehrfach hinsehen bevor ich selbst glauben konnte, daß ich 
dort
gewisse gestalterische Kleinigkeiten entdeckte, die mir noch sehr gut 
aus obiger Geschichte negativ in Erinnerung sind. Ich muß also vermuten, 
daß der selbe - oder die selben Hersteller immer noch ihr Unwesen 
treiben.
Deshalb erst mal Finger weg!
Gut, bei dem heutigen Preisniveau ist es zu überlegen, ob Weller im 
Hobby noch akzeptabel ist.
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß andere, auch renomierte, 
Hersteller im mittleren Preissegment gute bis sehr gute Produkte am 
Markt haben.
Etwas für`s Hobby kaufen, nur weil es billig ist, ist ja wohl der 
übelste Weg. Irgendwo muß man doch eine Sicherheit, eine Referenz haben, 
auf die man sich verlassen kann.
Gutes, funktionierendes und verläßliches Werkzeug ist doch lohnende 
Basis dafür.
Also, lieber Themeneröffner, ich kenne die drei Geräte nur vom Foto, 
habe sie nicht auf dem Tisch und nie damit gearbeitet. Der Anblick hat 
mir gereicht.
Vielleicht tue ich den Produkten auch Unrecht, vielleicht sind die nach
mehr als 15 Jahren doch schon zu gebrauchen.
Probier es aus oder lege ein paar Teuros drauf und fange z.B. wenigstens 
bei ERSA an, oder so.

Gruß, unikum.

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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Blafux schrieb:
> Ich finde auch die Zuleitung wichtig. An meiner alten ELV Lötstation war
>
> die Zuleitung zum Lötkolben einfach nur sterrig.
>
> Das ist mal echt scheiße!
>
>
>
> Also schau auch darauf dass die Leitung dünn und weich (flexiebel)
>
> ist...

Absolut richtig. Solche Details machen natürlich auch den Preis. Und 
wenn man die Leitung nicht ankokelt, hält die auch ewig. Die kostet 
nämlich als Ersatzteil schon fast soviel wie eine der oben genannten 
Stationen.

Sepp schrieb:
> Meine Weller WECP, Lt. Typenschild BJ 12/78 tut heute
>
> ihren Dienst wie zu Beginn.

Wenn jemand von seiner über 30 Jahre alten Lötstation erzählt, ist es 
immer Weller.

Alles in allem kann ich mir billiges Werkzeug nicht leisten.

mfg.

Autor: someone (Gast)
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bla bla bla.
wer absichtlich aussagen von mir überliest outet sich als ignorant. 
damit zufrieden zu sein ist gelinde gesagt traurig.

Autor: Thomas Eckmann (Firma: Thomas Eckmann Informationst.) (thomase)
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someone schrieb:
> bla bla bla.
>
> wer absichtlich aussagen von mir überliest outet sich als ignorant.
>
> damit zufrieden zu sein ist gelinde gesagt traurig.

Eigentlich ist dieser Thread ja ganz interessant und sachlich. Im 
Gegensatz zu so manchen anderen, die sich mit solchen 
Glaubenskriegsthemen befassen.

Nur ein Kasperkopp schlägt hier wieder mal voll aus der Reihe.

mfg.

Autor: mr. mo (Gast)
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man kann sagen, will man einmal was basteln reicht ein billigteil.
will man jedoch was langlebiges was keine probleme macht ist Weller oder 
ERSA die 1. Wahl.

nachdem meine Weller auch den geist aufgegeben hat, bin ich auf ERSA 
umgestiegen und auch damit vollkommen zu frieden.

ob man nun Weller oder ERSA nimmt ist eigentlich egal, ist ein bisschen 
so wie zwischen den PICs und AVRs, NVIDIA und ATI usw. alles hat seine 
vor und nachteile und seine anhänger. wie gesagt, geschmacksache.

Autor: PI314 (Gast)
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Seit ca. einem Jahr benutze ich privat Toolcraft ST-100D (wie 1. nur 
100W) und ST-50 (analog, 50W). Das ist quasi zufällig zustande gekommen 
- eigentlich wollte ich eine Weller, dann brauchte ich aber dringend was 
zum Löten. So rannte ich zum großen C und schnappte mir eine einfache 
analoge ST-50 (das einzige, was 5 Minuten vom Ladenschluss noch zu 
kriegen war).
Danach habe ich in der Bucht ziemlich günstig die ST-100D ersteigert.

Die Lötspitzen (für je 5.95€) sind kompatibel für alle ST. Ich habe mir 
insg. 4 in verschiedenen Formen zugelegt + 2 bleistiftförmige (eine 
davon selbst gekürzt), die standardmäßig mit dem Kolben kommen. Bis 
jetzt deckte das ziemlich alles ab (von TQFP-100 bleifrei bis 
Röhrenverstärker) und die Ergebnisse waren stets bestens. Und zwei 
Kolben auf dem Tisch griffbereit zu haben hat auch sein Charme - kein 
Umschalten, Spitzenwechsel, Fingerverbrennen etc. Zu der Langlebegkeit 
der Spitzen kann ich noch nichts bestimmtes sagen. Nach ca. 1 Jahr (2-3 
Mal die Woche benutzt und gelegentlich gepflegt) sind sie immer noch wie 
neu, nur etwas dunkler.

Obwohl ich selbst eher die Qualität von Weller bevorzugen würde, hat das 
Experiment für mich die These bestätigt, dass für Zuhause/Hobby eine 
vernünftige Noname mehr als ausreichend ist.

Autor: Carsten Wille (eagle38106)
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Hi,

was vielleicht hier noch nicht wirklich berücksichtigt wurde, ist die 
Unterscheidung verbleit oder bleifrei zu löten.

Dann trennt sích sehr wohl die Billig-Spreu vom Ersa/Weller-Weizen. Wenn 
die Lötkolbentemperatur von 350 (verbleit) auf 400-450°C (bleifrei) 
steigt, dann sind die billigen Spitzen ganz schnell im Eimer. Die guten 
halten bei sorgfältiger Pflege länger durch.

Ich habe als Bastler in den 70gern auch mit diversen no-name Lötkolben 
angefangen. Die waren eigentlich zu allem zu gebrauchen, nur nicht zum 
Löten von elektronischen Schaltungen. Und die Spitzen haben in der Regel 
kein Jahr überlebt.

Als minimale Anforderungen für eine Lötstation würde ich folgende 
Kriterien aufstellen:

- Temperatur-Regelung bis 450°C
- Erhältlichkeit von sinnvollen kurzen Spitzen
-     -"- einer Gullwing-Spitze für SMD-Löten von vielpoligen ICs
- > 50W Heizleistung, besser mind. 80W
- Lötfestes Silikon-Anschlußkabel, hochflexibel
- Zinnabstreifer mit Metallwolle, kein Schwamm
- Automatische Temperaturabsenkung bei längerer Nichtbenutzung

Carsten

Autor: Florian (Gast)
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Ich hatte früher Ersa analog. War sehr gut aber ich verstehe auch nicht 
ganz die Diskussion über die Lötspitzenprobleme. Hatte noch nie Probleme 
und selbst wenn: was kostet denn so eine Spitze?
Ich nutze jetzt die ZD-987 
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=90912;PROVID=2402
Ist wohl baugleich zu ZD-917 
http://www.pollin.de/shop/dt/NjA5OTUxOTk-/Werkstat... 
oder übersehe ich da was?
Mit war die (preiswerte) Entlötstation wichtig und ich bin sehr 
zufrieden damit. Ich würde das jedem raten auch gleich mitzunehmen und 
nicht nur den Lötkolben. Und damit scheidet Wella/Ersa aus, denn das ist 
ja selbst für gewerbliche Anwender kaum bezahlbar.
Die Zuleitung zum Lötkolben ist etwas starrer als bei meiner alten Ersa, 
aber auch damit kann ich gut leben.
BTW: Einen Lötspitzenreiniger habe ich noch nie gemocht. Ich favorisiere 
ein einfaches Papiertaschentuch.

Autor: PI314 (Gast)
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Jetzt mal im Ernst - wozu braucht man hobbymäßig Zuhause 450°C ? Das ist 
doch Unsinn! Eine hohe/höhere Temperatur ist kein Ersatz für die 
fehlende Leistungsreserve und schadet mehr als nutzt! Zum Nachdenken für 
die "bleifrei mit voller Power"-Anhänger: im Datenblatt für 
Sn95Ag3.8Cu0.7 ist Schmelzpunkt mit 217°C angegeben...

Autor: faustian (Gast)
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Wer viel mit Kupferlackdraht unterschiedlicher Sorten, HF-Litze usw 
arbeitet (und das ist auch oder gerade im Hobby zu finden) hat von der 
450 Grad-Einstellung was.

Ausserdem taugt es mitunter um eigentlich thermisch zu massive 
Loetstellen mit "Anlauf" zu loeten ohne dazu extra ein weiteres Geraet 
anheizen zu muessen.

Autor: faustian (Gast)
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380-400 fuer schnelles Arbeiten mit Bleifrei, wieso nicht...  450 - 
ausser fuer Sonderfaelle wie ich eben welche aufgelistet habe - verascht 
allerdings wirklich nur das Flussmittel und schmilzt im weiten Umkreis 
Plastik kaputt.

Autor: Ralf Moshage (ego)
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Also Weller selbst meint hier 
[[]]http://www.griederbauteile.ch/download/Manuals/Wel...]]
das bei bleifrei 385 Grad die richtige Temperatur ist.

Autor: PI314 (Gast)
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Ralf Moshage schrieb:
> Also Weller selbst meint hier
> [[]]http://www.griederbauteile.ch/download/Manuals/Wel...]]
> das bei bleifrei 385 Grad die richtige Temperatur ist.

eben! Ich kann mich nicht daran erinnern, je über 400 gehen zu müssen. 
Ob das mit "Anlauf" eine gute Idee wäre, wage ich mich zu bezweifeln. 
Eine solche Lötstelle ist ja sowieso ein Risikofaktor mehr. Und selbst 
für den Kupferlackdraht-Ansatz bringt die Chemie deutlich bessere 
Ergebnisse, als eine thermische Gewalt... zur Not sogar eine Tablette 
Azetylsalizylsäure (Aspirin). Für alles anderes würde ich einfach zu 
einem größeren Lötkolben greifen, nie aber meine Lötstation - sei es 
Weller oder JBC - auf 450 stellen. Vielleicht deswegen habe ich so 
verdächtig wenig Probleme mit meinen "nicht Weller" Lötspitzen?.. :)

Autor: Carsten Wille (eagle38106)
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PI314 schrieb:
> Ralf Moshage schrieb:
>> Also Weller selbst meint hier
>> [[]]http://www.griederbauteile.ch/download/Manuals/Wel...]]
>> das bei bleifrei 385 Grad die richtige Temperatur ist.

385° mag bei dünnen Leitungen zum SMD-Pad noch gehen, bei 
Durchkontaktierungen in doppelseiten Platinen oder Multilayer mit kurzen 
Massestubs reicht das definitiv nicht. Da ist der Wärmeabfluß so groß, 
daß man nur rumkokelt, aber nie die Schmelztemperatur des Lotes 
erreicht.

Mit 400-450° ist viel mehr Wärmeenergie vorhanden, die wg. des größen 
Delta-Theta zwischen Zinn-Schmelztemperatur und Kolben-Temperatur 
schneller übertragen wird. Deshalb kann man auch viel schneller löten 
und die Bauteile werden schonender behandelt.

Und ehrlich gesagt, dieser Meßaufbau in dem oben genannten 
Weller-Artikel, der ist genauso aussagekräftig wie der Euro-Zyklus bei 
der KFZ-Verbrauchsermittlung. Die Standzeiten zwischen den Lötvorgängen 
werden nicht berücksichtigt. :-(

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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Tishima schrieb:

>Für Gelegenheitslöter und für den "Universaleinsatz" schwör ich seit
>Jahren auf den Ersa Multitip mit 15W bzw. 25W, ne Lötstation ist da zu
>nervig.
Sehe ich ähnlich. Für Bauteile (bedrahtet oder SMD), die auf eine 
Leiterplatten gelötet werden, habe ich einen 24V/16W Lötkolben (Delta) 
aus der Vorwendezeit (also > 20-30 Jahre alt) mit einer 4mm Lötspitze, 
welche mit einer Feile zu einer feinen Spitze geformt wurde.
Damit kann man sogar problemlos auch LQFP- Gehäuse im 0,5mm RM (MSP430) 
löten.
Nachteilig ist:
a) die ungeregelte Temperatur führt zu einem rel. schnellen Verschleiß 
der Lötspitze, sodass man von Zeit zu Zeit die Spitze nachfeilen muss. 
Ersatzspitzen sind aber rel. leicht zu beschaffen. (ca. alle 5 - 10 
Jahre)
b) wahrscheinlich kann man bleifreies Lötzinn nicht verwenden. Mein 
Vorrat an bleihaltigem Lötzinn reicht aber bis an mein Lebensende.

So, nun könnt ihr mich in der Luft zerreißen.
MfG

Autor: Rene K. (draconix)
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Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber ich habe diese hier von 
Reichelt im Einsatz:

STATION ZD-931 :: Digital-Lötstation ZD-931, 48 Watt
Also die Nr. 3 vom TS

Auf Arbeit, nutze ich eine JBC Station. Ganz ehrlich ... man merkt nur 
in der Aufwärmphase oder halt beim Wechseln der Spitze den Unterschied. 
Gut, der Lötkolben an sich ist schon um einiges leichter. Aber beim 
löten ist der ZD-931 schon für Hobby Sachen sehr sehr gut geeignet.

Also mein Tipp: ZD-931 - da macht man nix verkehrt.

Autor: Knilch (Gast)
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> mit einer Feile zu einer feinen Spitze geformt wurde.
Egentlich feilt man an Lötspitzen nicht herum, da sie in der Regel mit 
einem Metall überzogen sind, die das Verzundern verhindern soll. Ist 
zumindest bei meinen Wellerspitzen so.
Privat habe ich die ZD-931 mit feiner Spitze. Ich bin auch zufrieden 
damit.

Autor: Michael_ (Gast)
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>Jetzt mal im Ernst - wozu braucht man hobbymäßig Zuhause 450°C ? Das ist
>doch Unsinn! Eine hohe/höhere Temperatur ist kein Ersatz für die
Dann hast du noch nie Elkos auf einer Hauptplatine gewechselt. 430°C ist 
da das mindeste. Da muß ich auch zugeben, das da meine LS-50 und 
ähnliche an der Grenze sind.
Dann wird die Lötsptze nach ein paar Lötstellen krumm. Es ist schon eine 
Langlebensdauerspitze.
Bei solchem Dauergebrauch sollte man sich dann nach etwas besseren 
umsehen.

Autor: Knilch (Gast)
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> Dann wird die Lötsptze nach ein paar Lötstellen krumm. Es ist schon eine
> Langlebensdauerspitze.
Dazu nimmt man auch eine dickere, evtl. kürzere Spitze, die mehr 
Wärme/Zeit zuführen kann, als die Kupferschicht von der Lötstelle 
wegtransportiert.

Autor: PI314 (Gast)
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Michael_ schrieb:
> Da muß ich auch zugeben, das da meine LS-50 und
> ähnliche an der Grenze sind.

Durchaus möglich... das liegt aber wohl an "50W" und gar nicht an 
"430°C". Gerade gestern habe ich aus einer "Hauptplatine" von dem alten 
CRT-Fernseher einen dicken Trafo und einen geschirmten Tuner vorbildlich 
rausoperiert, in Vergleich zu denen ein Elko fast ein Witz wäre. Mit 50W 
wäre das sicherlich ein Kopfstand gewesen. Mit 100W ging das mit 385°C 
wie im Buch steht :) Entscheidend ist nicht die Temperatur, sondern die 
Leistung, sprich wie schnell/zuverlässig die Station Temperaturabfall 
ausgleiche kann.

Autor: Michael_ (Gast)
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>Durchaus möglich... das liegt aber wohl an "50W" und gar nicht an
>"430°C". Gerade gestern habe ich aus einer "Hauptplatine" von dem alten
>CRT-Fernseher einen dicken Trafo und einen geschirmten Tuner vorbildlich
>rausoperiert, in Vergleich zu denen ein Elko fast ein Witz wäre. Mit 50W
Rede nicht von Sachen, die du nicht kennst. Ein TV ist einlagig, bzw. 
selten zweilagig. Nicht zu vergleichen mit PC-Hauptplatinen. Außerdem 
war das sicher noch Bleilot.
Und die LS-50 macht 450°C. Und um dummen Gequatsche vorzubeugen, die 
Temperatur ist echt und kalibriert.

Autor: PI314 (Gast)
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Michael_ schrieb:
> Rede nicht von Sachen, die du nicht kennst.

Okay... ich werde Toshiba Bescheid sagen - vielleicht layouten die dann 
tatsächlich eine einlagige Platine und lassen sie mit Blei löten... Ich 
berichte also über die Erfahrungen, wenns soweit ist :)

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Michael_ schrieb:
>>Durchaus möglich... das liegt aber wohl an "50W" und gar nicht an
>>"430°C". Gerade gestern habe ich aus einer "Hauptplatine" von dem alten
>>CRT-Fernseher einen dicken Trafo und einen geschirmten Tuner vorbildlich
>>rausoperiert, in Vergleich zu denen ein Elko fast ein Witz wäre. Mit 50W
> Rede nicht von Sachen, die du nicht kennst. Ein TV ist einlagig, bzw.
> selten zweilagig. Nicht zu vergleichen mit PC-Hauptplatinen. Außerdem
> war das sicher noch Bleilot.
> Und die LS-50 macht 450°C. Und um dummen Gequatsche vorzubeugen, die
> Temperatur ist echt und kalibriert.

ICh finde es immer lustig wenn Leute im glauben sie seine Allwissend 
diejenigen die es tatsächlich wissen korrigieren wollen.

Die Kreisszahl hat ABSOLUT Recht.
Hast du eigendlich schon mal Datenblätter hinsichtlich den Specs beim 
Lötvorgang gelesen? Da ist oft eine maximale Verarbeitungstemperatur 
vorgegeben die deutlich unter 400C liegt. Das ist im Normalfall VIEL zu 
heiß.
Lötzinn wird bei 2xx Grad flüssig, mit ein wenig Reserve ist man bei ca. 
330-360 C (meine Löttemperatur). Das reicht in jedem Fall locker.
DAs ist auch ganz einfach zu begründen, Niveau Mittelstufenphysik

Entscheident ist einzig das ich das Lot auf eine Temperatur von über 300 
Grad bekomme. Im Normalfall ist es so vorgesehen das es in der Art 
geschieht das man mehr Wärmeenergie zuführt als von der Lötstelle 
abgeleitet werden kann. Idealerweise ist das Verhältniss "Energie ZU / 
Energie AB"  So groß das die Löttemperatur schnell erreicht wird und der 
Lötvorgang beendet ist bevor sich das Innere des Bauteils nennenswert 
erwärmt.Und ein Lötkolben mit 100 Watt kann nun einmal deutlich 
schneller Energie nachliefern als ein Lötkolben mit 50 Watt.

Wenn man aber tatsächlich an die Leistungsgrenzen seines Lötkolbens 
gerät, zum Beispiel weil man eine Multilayerplatine hat und ein Pin des 
Bauteils satt auf einer großen MAssefläche sitzt, DANN kann man sich 
vieleicht noch dadurch behelfen das man die Temperatur nach oben Regelt.
Durch die höhere Spitzentemperatur hat man in diesem Fall einen größeren 
Wärmeenergievorrat in der Spitze, der nicht erst "nachproduziert" werden 
muss. Dies "simuliert" daher in den ersten Sekunden einen stärkeren 
Lötkolben. Wenn man nun Glück hat reicht dieser zusätzliche 
Energievorrat aus um trotz des eigendlich für diese Aufgabe zu schwachen 
Gerätes doch noch zum Erfolg zu kommen -Also eine Temperatur von ca. 
300C an der Lötstelle zu erreichen-
Gerät man aber nun mit einer derart überheizten Lötspitze aber an ein 
Bauteil was die Energie nicht so ohne weiteres Abführen kann - zum 
Beispiel einen Beliebigen CMOS LOGIK IC als Schalter für reine 
Spannungspegel mit ganz dünnen Leiterbahnen - ist dieses Bauteil sehr 
schnell im Halbleiterhimmel da es mit über 400C durchgeglüht wird.
Daher MUSS das Löten mit zu hohen Temperaturen immer die Ausnahme 
bleiben. Halt wenn die Station im Grenzbereich eingesetzt wird.

Für die ganz uneinsichtigen kann man es damit vergleichen einen Nagel in 
die Wand zu schlagen. Einen dünnen Nagel ins Holz zu schlagen kann man 
mit wenig aufwand. Wenn ich aber einen Dickeren Nagel in Stein/Betaon 
schlagen will brauche ich wesentlich mehr Kraft (Leistung) pro Schlag. 
Wenn man nun zu Schwach ist um mehr Kraft aufzuwenden kann man versuchen 
es zu kompensieren in dem man weiter Ausholt. (höhere Temperatur). 
Allerdings läuft man dann größere GEfahr das etwas schiefgeht und man 
kann auch nicht unendlich weit ausholen.
Natürlich könnte man auch einen Dickeren Hammer versuchen, das währe 
dann das gegenstück zur dickeren Lötspitze als Energiespeicher. Aber 
auch das ist ja begrenzt ;-)

Gruß
Carsten

P.S. Selbst habe ich eine 60Watt Weller EC2002-Antistatik mit 60Watt.
Reicht normalerweise aus, selten muss ich mal die Temp hochdrehen.

Ich habe allerdings selbst JAhrelang mit einem Ersa Multitip bzw. dessen 
Vorläufer gelötet, selbst größere Projekte. Nur das 220V Anschlusskaberl 
habe ich gegen ein Hochflexibles ausgetauscht. Geht Einwandfrei.
Es muss für den Anfänger sicher nicht sofort die Superstation sein. 
Natürlich hät eine Weller/Ersa meist länger und ist Kompfortabler. Aber 
wenn ich überlege wie hoch mein Monatbudget als Elektronikanfänger 
war...
Schon die Ersatzlötspitze für den älteren Ersa Elektroniklötkolben den 
mein Pa aus der Firma mitgebracht hat hätte da mein Wochentaschengeld 
bedeutet. Alter war ja einstellig. (Ok, die erste hat er gesponsert)
Zwar fangen längst nicht mehr so viele so früh an, aber die meisten sind 
doch eher Schüler oder Studenten, bestenfalls Auszubildende (mit ein 
wenig mehr Geld) und keine Ings. mit 3000+ Eur. Netto.
Und ein Lötkolben ist bei weiten ja nicht die einzige Investition. Da 
sind 100 Eur. mehr oder weniger schon ein riesen Unterschied! Zudem gibt 
es -hoffentlich- ja neben der Elektronik auch noch andere Interessen mit 
mehr sozialer Interaktion (und ebenfalls Kosten)
Das wir anscheinend oft vergessen.

Autor: Maik M. (myco)
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wenn man die Beiträge hier liest, kommt man sich vor als wäre man unter 
Weller-Vertretern :)

Eigentlich ist es furzegal womit man lötet, wenn man weiß wie man zu 
löten hat. Wenn man fürs Hobby eine Station bestellt, bestellt man sich 
gleich 30 Spitzen mit, und damit hat man für sehr lange Zeit ausgesorgt. 
Das einzige was dann noch eine Rolle spielt, ist die Haltbarkeit der 
Stationen+Kolben. Wobei man da nicht sagen kann, das Weller besser ist, 
als ein Noname.

Autor: bitte löschen (Gast)
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Michael_ schrieb:
>>Jetzt mal im Ernst - wozu braucht man hobbymäßig Zuhause 450°C ? Das ist
>>doch Unsinn! Eine hohe/höhere Temperatur ist kein Ersatz für die
> Dann hast du noch nie Elkos auf einer Hauptplatine gewechselt. 430°C ist
> da das mindeste. Da muß ich auch zugeben, das da meine LS-50 und
> ähnliche an der Grenze sind.

In den letzten Jahren habe ich mit meiner LS50 immer wieder Elkos auf 
Mainboards gewechselt, und ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, 
dass ich mehr Wärme bräuchte. In letzter Zeit schlachte ich schon mal 
Mainboards aus, und da werden vor der Behandlung mit der Heißluftpistole 
bei 280°C erst mal alle Elkos, TO-92 Teile, etc.. mit der LS50 bei 310°C 
ausgelötet.

> Dann wird die Lötsptze nach ein paar Lötstellen krumm. Es ist schon eine
> Langlebensdauerspitze.
> Bei solchem Dauergebrauch sollte man sich dann nach etwas besseren
> umsehen.

"Dauergebrauch" ist gut. Klingt eher nach Kraftakt. Entlöten hat nichts 
mit Kraft zu tun, sondern eher mit der Verwendung von reichlich Lötzinn.

PI314 schrieb:
> Mit 50W
> wäre das sicherlich ein Kopfstand gewesen. Mit 100W ging das mit 385°C
> wie im Buch steht :)

Ich hatte noch nie Probleme, mit der LS50 z.B. HF-Gehäuse oder den 
Rahmen der Fernseher-Hauptplatine zu entlöten. Bei den Trafos auf 
solchen Platinen nehme ich die Entlötpumpe, ebenfalls ein Billigteil für 
einen einstelligen Betrag.

> Entscheidend ist nicht die Temperatur, sondern die
> Leistung, sprich wie schnell/zuverlässig die Station Temperaturabfall
> ausgleiche kann.

Überlege doch einfach mal, wie lange Dein Kolben braucht, um auf 
Betriebstemperatur zu kommen. Ein Löt- oder Entlötvorgang sollte in 
Sekunden abgeschlossen sein, wenn man keine Elkos kochen, Halbleiter 
braten, und Lötschutzlack oder gar Leiterbahnen entfernen will. In den 
paar Sekunden hat kein noch so starker Kolben die Chance, sein 
Heizelement zu erwärmen und diese Wärme über den Schaft der Lötspitze 
bis zum vordersten Ende zu transportieren. Bis sich die Spitze vom 
Kolben nach einem Wärmeeinbruch durch eine Lötstelle mit hohem 
Volumen/hoher Wärmekapazität wieder erwärmt hat, sollte der Lötvorgang 
längst vorbei sein. Der Trick liegt nicht in hoher Leistung, sondern 
darin, viel Lötzinn zu verwenden, da das für eine gute Wärmeübertragung 
zur (Ent-)Lötstelle sorgt. Außerdem ist eine flache Spitze 
(Schraubenzieherform) von Vorteil, damit löte ich Abschirmfolie für 
8Kg-Ringkerntrafos oder TQFP-32. (Früher, in meiner Zeit bei einem 
taiwanesischen Mainboardhersteller habe ich mit so etwas auch feinere 
TQFPs (Chipsets und so) gelötet.

Zum Thema bleifrei: Ich weiß nicht, wo das Problem liegt. Probiert 
einfach mal niedrigere Temperaturen, ich habe den Eindruck das Zeug ist 
etwas empfindlich, wenn es zu warm wird, weil es schneller oxidiert bzw. 
der Oxidfilm irgendwie widerspenstiger ist.

Autor: Michael_ (Gast)
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>Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
>Datum: 22.02.2011 03:16
Wenn ich noch mal auf die Welt kommen sollte, werde ich als erstes 
10-Finger Maschinenschreiben lernen.
>"Dauergebrauch" ist gut. Klingt eher nach Kraftakt. Entlöten hat nichts
>mit Kraft zu tun, sondern eher mit der Verwendung von reichlich Lötzinn.
Ja, es war ein Kraftakt. Es waren 15 Industrie-PC-Platinen, bei welchen 
die C gewechselt werden mußten. Schätzungsweise 20 C pro Platine.
>Zum Thema bleifrei: Ich weiß nicht, wo das Problem liegt. Probiert
>einfach mal niedrigere Temperaturen, ich habe den Eindruck das Zeug ist
Bei Hauptplatinen kann man es sich nicht aussuchen. Aber der Trick mit 
Zugabe von Bleilot geht das meist gut.
Und noch etwas zur Geschichte der Lötstationen. Vor etwa 12 Jahren stand 
ich vor der Aufgabe etwas neues anzuschaffen. Damals gab es neu die 
LS-50 von ELV. Bis dahin hatten wir ein kleines Kästchen mit Drehknopf 
und einem Lötkolben und einer SMD Lötnadel. Wohl von ERSA/Weller. Nach 
der Anschaffung der LS-50 hat das Ding niemand mehr angefasst.
Die Programmierung und die drei Kanäle der LS-50 ist genial. Seitdem 
wurde sie von CO... und weiteren verkauft. Und auch ERSA und WELLER 
haben das Konzept übernommen. Natürlich verfeinert mit ihrer 
Technologie, aber auch mit dem horrenten Preis.

Autor: bitte löschen (Gast)
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Hihi. Bei mir ist es auch etwa 12 Jahre her. Damals hatte sich bei 
meinem Siemens "Outdoor-Handy" :-D M35 nach einem Sturz aus 2 m Höhe auf 
Teppichboden ein SMD C gelöst, und den wollte ich nicht mit einem 
einfachen Lötkolben wieder einsetzen. Ich ging also in einen 
Elektronikladen und fragte nach einer Lötstation mit gutem 
Preis-Leistungsverhältnis. (Ich hatte keine Ahnung.) Das ganze war in 
Wolfsburg, und so verglichen wir die Modelle mit Autos. Die LS50 wurde 
mir als Audi beschrieben, langlebig aber kein Mercedes, preiswert aber 
kein Daihatsu. Damals Audi fahrend entschied ich mich für die LS50, und 
die Entscheidung habe ich nie bereut.
Der SMD C flog übrigens beim ersten Versuch ihn mit einer Stecknadel zu 
platzieren, in den Grobwuschelteppich meiner angemieteten Bude. Damals 
erfuhr ich telefonisch bei Siemens, dass kein Mensch bei Siemens 
Schaltpläne hätte oder Auskünfte zu Bauteilen geben könne, da alles in 
Fernost gefertigt würde. Das war mein letztes Siemens Handy gewesen.

Michael_ schrieb:
> Aber der Trick mit
> Zugabe von Bleilot geht das meist gut.

Bleihaltiges Lot geht genauso gut. Ich merke jedenfalls keinen 
Unterschied. Ich glaube, hier spielt oft eine Art Placebo-Effekt eine 
Rolle, wie auch bei besonders exklusiven Lötstationen.

Autor: Massa (Gast)
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Carsten Sch. schrieb:
> Es muss für den Anfänger sicher nicht sofort die Superstation sein.
> Natürlich hät eine Weller/Ersa meist länger und ist Kompfortabler. Aber
> wenn ich überlege wie hoch mein Monatbudget als Elektronikanfänger
> war...

Genau so ist es.

Was bringt es, wenn man noch kein Geld hat um sich eine Weller zu 
leisten?

Soll man dann 1-3 Jahre warten und einfach diese Jahre verschwenden?
Das ist Zeit in der man schon mit Billiggerät hätte Löten können?



Daher meine Empfehlung, wer sich Weller leisten kann, der sollte das 
tun, wer aber dazu erst sparen müßte, der sollte sich lieber JETZT was 
billiges kaufen, denn Zeit zum Experimentieren, die man später nicht 
mehr hat, ist auch etwas wert.


Es gibt so viele Hobbybastler die erst mit 65 ihre Hobbywerkstatt Top 
ausgerüstet haben, aber dann ist es meist wieder zu spät um wirklich 
noch etwas zu bauen.

Autor: der Egon (Gast)
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Guten Morgen zusammen,

ich stand vor kurzem auch vor der Entscheidung welche Lötstation ich mir 
nun kaufen sollte. Ausschlaggebend war, das ich hobbymäßig ein paar 
Platinen mit SMD- Bauteilen bestücken wollte, siehe hier: 
http://www.elektor.de/forum/foren-ubersicht/foren-...
Da meine "Alte" Lötstation bestimmt schon 20 Jahre alt war wurde mir 
empfohlen mir was richtiges anzuschaffen. Ich habe mich dann für die 
Weller WHS 40 für 59,85 € entschieden, guckst du hier: 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=D23...
Die hatte für mich das beste Preis- / Leistungsverhältnis und ich bin 
sehr zufrieden damit. Die Aufheitzzeit ist sehr kurz im Vergleich zu 
meiner "Alten" und die eingestellte Temperatur wird konstant gehalten.


Alles wird gut

Egon

Autor: Thomas (Gast)
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Die Frage ist halt ob man 2x die Woche 3 Stunden lötet. Oder ob das Teil 
5 Tage die Woche von 8-17 Uhr 80% läuft. Je nachdem muss es billig oder 
teuer sein. Auch mal schauen was es so an Spitzen zur Auswahl gibt.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Ausreichen tut eine einfache, nicht digitale Lötstation zwischen 50W und 
100W. Temperatur sollte auch mal auf 450°C einstellbar sein. Manchmal 
braucht mal auch mal etwas mehr Hitze (nicht für SMD, aber vielleicht 
möchte man wirklich mal ein Kunstwerk mit 2,5mm2-Kupfderdrähten 
zusammenbrutzeln).

Man sollte aber drauf achten, dass es eine größere Auswahl an Lötspitzen 
dafür gibt (Spitz, Meissel, Hohlkehle).

Auch ist die Länge der Lötspitze (Abstand Hand -> Spitze) nicht 
unwichtig. Ich mag zum Beispiel gerne kürzere Spitzen, um mehr Gefühl zu 
haben (in meinem alter bekommt man schon manchmal einen Tatterig).

Das Anschlusskabel sollte ein Silikonkabel sein. Das kann man zur Not 
aber auch selber austauschen.

Auch sollte die Firma so bekannt sein, dass es auch noch in mehreren 
Jahrzehnten Ersatzteile dafür gibt. Meist halten private Lötstationen 
viel länger als gewerblich eingesetzte (aufgrund der kleineren 
Nutzungszeiten).

Bei Ersa und Weller ist das gewährleistet (ich kenne aber nur die alten 
Lötgeräte und weiß nicht, wie es bei den neueren ist). Ich bekomme immer 
noch Ersatzspitzen für meinen 25 Jahre alten Lötkolben.

Autor: Elektronikschlosser (Gast)
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Leute, ihr stellt euch echt an. Es kommt nicht auf das Werkzeug an, 
sondern wie man damit umgeht.
Ich habe vor ca. 35 Jahren meine ersten Pertinax Platinen mit diesem 
Lötkolben (60W) gelötet (mit Lötfett). Ein paar davon habe ich immer 
noch, sie sehen noch rel. gut aus und funktionieren auch noch. 
Aluminium-Becher-Elkos mit grosser Massefläche auf einseitigen 
TV-Platinen habe ich damit auch problemlos auslöten können :-).

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Ahhh, ein Engelmacher. Sowas hatte ich auch mal in den "Kinder"-Händen.

Autor: Carsten Wille (eagle38106)
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Elektronikschlosser schrieb:
> Leute, ihr stellt euch echt an. Es kommt nicht auf das Werkzeug an,
> sondern wie man damit umgeht.
> Ich habe vor ca. 35 Jahren meine ersten Pertinax Platinen mit diesem
> Lötkolben (60W) gelötet (mit Lötfett). Ein paar davon habe ich immer
> noch, sie sehen noch rel. gut aus und funktionieren auch noch.
> Aluminium-Becher-Elkos mit grosser Massefläche auf einseitigen
> TV-Platinen habe ich damit auch problemlos auslöten können :-).

Ich würde wetten, daß man mit diesem Schnellöter keinen Elko auf einem 
Multilayer Mainboard wechseln kann. Kurze Thermals mit ein bis zwei 
Masselagen im Innern und aus ist die Maus.

Hatte auch mal eine Engel Löter. Aber der ist schon lange Geschichte. 
Hat 'nen Sturz mit dem Fahrrad nicht überlebt.

Autor: Lötstation (Gast)
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Nun ich habe mir das alles mal durchgelesen.
Das ähnelt ja mehr einem Glaubenskrieg als einer Werkzeug Diskussion.

So: Als ich ca. 12 Jahre alt war hat mir meine Schwester eine Station 
geschenkt "Conrad Elektronik Lötstation 30 W" die gibt es sogar immer 
noch:
http://www.conrad.de/ce/de/product/811181/ELECTRON...

Lötspitzen habe ich bei Reichelt vor kurzem auch immer noch bekommen.
Nun wackelt das Kabel und diese Lebenszeit sehe ich als legitim an.

Bis heute ist diese im Einsatz. Mit etwas Stolz kann ich sagen das ich 
mit dieser Station sogar Atmega8 SMD gelötet habe. Mein UsbAsp ist so 
erweitert worden.

Das ist also mein "Hintergrund". Ich sehe mich ganz klar im 
Hobbybereich. Sonst hätte ich vermutlich auch nicht so gefragt. 
Mittlerweile plane ich 80 € - 120 € für die Station ein. Dies entspricht 
meiner Erwartung.

Mein Resümee bis jetzt:
 * Es sollten 80/100 Watt sein. Reserve ist wichtig.

Es gesellt sich bis jetzt zu den Stationen meiner Wahl die
* ZD-917.

Danke für die vielen Beiträge bis jetzt.

Autor: Carsten Wille (eagle38106)
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Moin!

Nun ja, als Glaubenskrieg muss man das nicht unbedingt bezeichnen.
Aber jeder halt halt so seine Erfahrungen mit dem einen oder anderen 
Hersteller gemacht. Das prägt halt.

Ich bin jetzt privat über einen Zeitraum von 35 Jahren beim 9. Lötkolben 
bzw. Lötstation angekommen. Seit Anfang der 80er habe ich selber nur 
noch Weller gekauft, weil ich damit sehr zufrieden bin. Von dieser Marke 
habe ich 2010 die dritte Station gekauft und ich habe für unterwegs noch 
einen Pyropen. Für die Weller Stationen gibt es Schwallspitzen bzw. 
Gullwing-Spitzen. Damit kann man auch 0.5er Feinpitch verlöten, ohne 
hinterher mit der Lötsauglitze alle Kurzschlüsse beseitigen zu müssen. 
Klar, die Teile kosten ein Schweinegeld. Aber sie halten und halten ... 
Und man kann damit schnell & schonend für die Bauteile löten und erzielt 
sehr gute Ergebnisse. Die vier Weller habe ich heute noch, der Rest ist 
schon lange entsorgt worden.

Mit Ersa habe ich mich als Schüler mal schwer an der Hand verletzt: Die 
Schnappfederhalterung der Spitze ist abgesprungen und die herunter 
gerutschte Spitze hat mir ordentlich die Hand verbrannt.

In der Firma haben wir im Moment noch eine Ersa i-Con Station (neben 
zahlreichen anderen alten Ersa-Stationen). Dort ist uns am Kolben schon 
mehrfach der Überwurf zum Befestigen der Spitzen gerissen. Ist zu billig 
konstruiert. Die SMD-Pinzette geht so la lala.

Die Metcal Stationen haben mit ca. 40W Leistung am Kolben nicht genug 
Dampf um bleifrei an Multilayer-PCBs löten zu können. Die Spitzen sind 
sehr teuer und verschleißen zu schnell. Der Zeitpunkt der automatischen 
Abschaltung bei diesen Stationen ist nicht immer vorhersagbar.

In der Firma fliegen Ersa und Metcal nächsten Monat raus und werden 
durch Weller Stationen ersetzt.

Pauschal kann man sagen: Je teurer der Lötkolben / die Station, desto 
kürzer ist der Abstand vom Griff zur Spitze. Gerade was das Löten von 
0603 und viel kleiner anbelangt, kann dieser Abstand nicht klein genug 
sein. Eine Station sollte auf jeden Fall regelbar sein. Ein Knopf zum 
Einstellen genügt. Sie muss keine digitale Anzeige haben.

Viele Teilnehmer hier im Forum haben sich noch mit verbleitem Lot 
eingedeckt und wollen auf absehbare Zeit auch noch verbleit löten. Hatte 
ich für mich privat auch mal gedacht. Jetzt habe ich ein gutes Kilo Zinn 
in der Ecke liegen und werde es im Leben nicht mehr aufbrauchen. Warum 
ich umgestiegen bin: Ich habe nach längeren Versuchen endlich das 
"richtige" bleifreie Lötzinn gefunden, mit dem man fast so gut Löten 
kann wie mit bleihaltigem Lot: Sn99.3Cu0.7 von Elsold. Siehe auch 
angehängtes Bild.

Das ist halt meine subjektive Meinung die sich aus meiner Erfahrung 
heraus gebildet hat. Ich komme halt aus der Profi-Liga und habe da 
andere Ansprüche.

Carsten

Autor: löt (Gast)
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was ist besser Weller oder ERSA?

Wahrscheinlich eine Glaubensfrage, ich habe derzeit 390 Euro im Budget.

Leider reicht das für meine Wunsch-Station Weller WD2M nicht ganz aus.
Es sei denn es gibt einen Anbieter der ca. 140 Euro weniger will als 
Conrad,
so dass noch der Kolben mit bei ist.
Momentan ist das nur die Basisstation ohne Kolben,
auch ein Witz:
http://www.conrad.de/ce/ProductDetail.html?hk=WW1&...

Autor: F.H. (Gast)
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Moin,ich benutze eine JBC Advanced, Aufheizzeit 2 sec. mfg F.H.

Autor: Andreas K. (derandi)
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Moin, ich hab auch Senf:
In der Firma, in meiner so heiß geliebten Elektrowerkstatt, hab ich die 
Wahl zwischen einer ELV LS-50 und einer steinalten Weller mit 
Magnastat-Lötspitzen.
Mit der Weller lässt sich deutlich Präziser und schneller löten, selbst 
mit einer langen, dünnen Spitze drin.

Autor: Kalle S. (kallebmw)
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Hallo zusammen,

na dann von mir auch einen Beitrag.

Habe aber auch eine Weller Lötstation, kommt aber nur wenig zum Einsatz.

Ich benutze seit einigen Jahren überwiegend die
AOYUE-968 3in1 Rework-Löt-Station
http://shop.wiltec.info/product_info.php/info/p299...
War damals aber noch teurer. Nun für ca. 120 EUR zu haben


- Da ich viel löte (auch SMD), möchte ich die integrierte 
Lötdampfabsaugung am Lötkolben nicht mehr missen. Dies trägt sehr zur 
Gesundheit bei! Kann ich nur empfehlen.

- Die Lötspitzen sind einfach super. Ich hatte mir Ersatzspitzen 
mitbestellt. Diese aber bis heute noch nicht gebraucht.

- Werde mir demnächst wohl auch noch die Entlöt-Station
AOYUE - 474 zulegen....

LG Kalle

Autor: Volker S. (sjv)
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Hallo,

als Geheimtip gibt es noch Selektra:
http://www.selektra-loettechnik.de/Home/tabid/85/D...

Die werden gern von Leuten verwendet, die mit Weller Probleme haben, 
werden m.W. auch vom Elektor Labor verwendet.

Sind nicht sehr verbreitet, hat ein Jahr gedauert, bis die ebay-Suche 
eine gefunden hat.

MfG

Autor: mike (Gast)
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> Hallöchen,
> hatte da mal ein Lötstation-Erlebnis. Muß ich hier mal runtertippen.
> Ist schon `ne Weile hehr, Mitte 90er etwa.
> Bei mir zu Hause stand schon seit Jahren eine Weller, ich voll zufrieden
> damit. Fing in einer Firma an, die nur Billigteile, Name bekannt, aber
> unwichtig, hatten. Anfangs habe ich mich mit dem Plunder stillschweigend
> rumgequält

Jetzt wurde hier schon von mehreren Leuten gegen temperaturgeregelte 
Billiglötstationen gewettert. Allerdings habe ich jetzt noch keine 
Aussage gefunden, die beschreibt, wo denn nun der Mangel an den 
Billigstationen ist. Es geht dabei ja durchaus um gewaltige 
Preisdifferenzen. Könnte bitter jemand seine Aussage präzisieren?

Autor: Werner (Gast)
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mike schrieb:
> ... Allerdings habe ich jetzt noch keine
> Aussage gefunden, die beschreibt, wo denn nun der Mangel an den
> Billigstationen ist. ...

Ein große Unterschied besteht zwischen "Temperatur einstellbar" und 
"Temperatur geregelt". Die billigen mit einstellbarer Temperatur haben 
einen Knopf mit dem bestenfalls die Heizleistung geregelt wird, d.h. die 
Station merkt nicht, wenn die Lötung zum Konstanthalten der Temperatur 
eine höhere Leistung erfordert. Das äußert sich auch meist in gefühlt 
endloser Aufheizzeit.
Die echt temperaturgeregelten messen die Temperatur mindestens vom 
Heizelement, besser noch von der Lötspitze und können entsprechen 
Leistung nachschieben, ohne das die Spitze in der Ablage mangels 
Wärmeabfuhr hochheizt.
Andere Dinge sind Handlichkeit (leicht, hochflexibles Kabel), 
programmierbare Temperaturwahl, Nachlieferbarkeit von Ersatzteilen, ...

Autor: Wolfgang (Gast)
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Volker S. schrieb:
> als Geheimtip gibt es noch Selektra:
> http://www.selektra-loettechnik.de/Home/tabid/85/D...

Bei der Länge der Bauform - soweit man das aus den Abbildungen 
abschätzen kann - hätte ich Bedenken, dass das Löten von SMD damit Spaß 
macht.
Der Griff scheint sehr weit weg von der Lötspitze.

Autor: mike (Gast)
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>> ... Allerdings habe ich jetzt noch keine
>> Aussage gefunden, die beschreibt, wo denn nun der Mangel an den
>> Billigstationen ist. ...

>Ein große Unterschied besteht zwischen "Temperatur einstellbar" und
>"Temperatur geregelt". Die billigen mit einstellbarer Temperatur haben
>einen Knopf mit dem bestenfalls die Heizleistung geregelt wird, d.h. die
>Station merkt nicht, wenn die Lötung zum Konstanthalten der Temperatur
>eine höhere Leistung erfordert. Das äußert sich auch meist in gefühlt
>endloser Aufheizzeit.

Das ist mir durchaus bewusst. Deshalb habe ich auch bewusst von 
temperaturgeregelten Billiglötstationen gesprochen. Und wenn man sich 
die hier genannten Produkte ansieht, kann man davon ausgehen, dass 
Lötstationen der Preisklasse ab 40 EUR eine Temperaturregelung haben. 
Für eine Ersa oder Weller bezahlt man aber gut das 3 oder 4-fache.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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mike schrieb:
>> Hallöchen,
>> hatte da mal ein Lötstation-Erlebnis. Muß ich hier mal runtertippen.
>> Ist schon `ne Weile hehr, Mitte 90er etwa.
>> Bei mir zu Hause stand schon seit Jahren eine Weller, ich voll zufrieden
>> damit. Fing in einer Firma an, die nur Billigteile, Name bekannt, aber
>> unwichtig, hatten. Anfangs habe ich mich mit dem Plunder stillschweigend
>> rumgequält
>
> Jetzt wurde hier schon von mehreren Leuten gegen temperaturgeregelte
> Billiglötstationen gewettert. Allerdings habe ich jetzt noch keine
> Aussage gefunden, die beschreibt, wo denn nun der Mangel an den
> Billigstationen ist. Es geht dabei ja durchaus um gewaltige
> Preisdifferenzen. Könnte bitter jemand seine Aussage präzisieren?

Ganz einfach: So eine Lötstation soll eine Zeit lang halten. Die 
Lötspitzen sind aber Verschleißteile. In 10 Jahren wirst du aber von der 
Ramschmarke sicher keine Lötspitzen mehr bekommen, wenn die Lötstation 
überhaupt so lange durchhält.
Dann ist die Lötstation komplett nutzlos.

Autor: Werner (Gast)
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mike schrieb:
> Und wenn man sich die hier genannten Produkte ansieht, kann man davon
> ausgehen, dass Lötstationen der Preisklasse ab 40 EUR eine
> Temperaturregelung haben.
Wenn man sich z.B. die häufig verkaufte ZD-931 ansieht, kommen da viele 
Details zusammen, wie Billig(st)bauform des LCDs, schwächliche 
Folientastatur, mangelnde Entstörung (kräftige Netzstörung beim 
Ausschalten), klobiger Kolben, etwas widerspenstiges Kabel, Abstand 
Handgriff-Lötspitze über 10cm, nicht sonderlich wertiges Gehäuse, 
Ersatzteilbeschaffung fraglich, keine Temperatur-PreSets, usw.

Man kann damit Löten. Aber man sollte sich nicht daran stört, wenn sich 
beim Abschalten so manches USB-Device am Rechner neu anmeldet oder lt. 
Berichten im I-Net das Heizelement ab- und zu mal stirbt.

Bei mir war die Verarbeitung so schlecht, dass sich am Stecker die 
letzen Litzenreste des Temperaturfühlers nach relativ kurzem Gebrauch 
verabschiedet haben, was dann zu gnadenlosem Hochheizen geführt hat.
Fail-Safe Konstruktion ist etwas anderes.

Autor: Martin H. (martin_h85)
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Guten Tag,

Nachdem hier schon Einiges geschrieben wurde möchte ich auch kurz meine 
Meinung dazu geben :

Wie schon die Meisten gesagt haben denke ich auch das eine Weller 
Station die beste ist, auf Grund der wirklich guten Spitzen und soliden 
Heizelemente. Meine Weller Station die ich oft 5-7 h nutze habe ich mit 
einem Alter von ca 15 Jahren inkl. Spitzen bekommen. Außer das ich eine 
Spitze durch runterfallen kaputt gemacht habe ist bis jetzt nichts 
ausgefallen (ca. 5 Jahre). Ich löte damit SMD bis 0402 runter oder auch 
mal NiMH Zellen aneinander.

Auf der Arbeit habe ich eine Ersatz Station und dort gehen trotz extrem 
teuren Dauerlötspitzen andauernd die Spitzen kaputt. Für mich sind die 
Ersatz eher was für den hin und wieder lötenden Hobbybastler mit max 1 h 
Betriebszeit in der Woche.

Welche Stationen irgendwo dazwischen liegen sind Oki Stationen, diese 
sind meist nicht regelbar aber halten sehr lange und die Spitzen sind 
auch nicht schlecht.

Sooo das war es schon.


Gruß Martin

Autor: brutzler (Gast)
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Mal ne dumme Frage: Wie relevant ist die Diskussion über Preis und 
Haltbarkeit von Lötspitzen überhaupt? Mir scheint das alles ziemlich an 
den Haaren herbeigezogen. Wie oft müsst ihr denn eure Lötspitzen 
erneuern?

Autor: Rainer Dresselhaus (rainer4x4)
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brutzler schrieb:
> Mal ne dumme Frage: Wie relevant ist die Diskussion über Preis und
> Haltbarkeit von Lötspitzen überhaupt? Mir scheint das alles ziemlich an
> den Haaren herbeigezogen. Wie oft müsst ihr denn eure Lötspitzen
> erneuern?
Na ja, bei uns im Laborbetrieb halten die Weller Magnastat Spitzen etwa 
ein viertel Jahr, dann sind die abgekaut und am Ende ihrer Lebenszeit.

Ok, der Thread ist zwar schon etwas älter, aber da ich mir auch für den 
Privatgebrauch eine Toolcraft ST100-D gekauft hab, will ich auch meinen 
Senf hier abgeben.
Wie oben schon erwähnt arbeite ich im Labor überwiegend mit Weller. 
Sowohl noch mit älteren Magnastaten, als auch mit jüngeren elektronisch 
geregelten Löt- und Entlötstationen. Allerdings ist Weller mit den neuen 
HF-Mulilayerplatinen völlig überfordert. Und so haben wir nach einigen 
Tests nun Ersa i-con Vario4 gekauft für alle Arbeitsplätze gekauft. Mit 
knapp 2kEuro nicht gerade ein Schnäppchen.
Somit habe ich einige Vergleichsmöglichkeiten.

Die ST100-D ist digital geregelt und mit einem Keramik-Heizelement 
ausgestattet. So wie die Ersa auch. Leider ist die Spitze nicht 
formschlüssig mit dem Heizelement verbunden (3,7mm Heitzelement mit 
Temp-fühler, 4mm Loch in der Spitze). Damit fehlt der thermische Kontakt 
zum Temperaturfühler. Und damit ist die Regelung der Spitzentemperatur 
mangelhaft.
Die mitgelieferte Spitze erscheint mir als Behelf. Ist der Spitzenkörper 
heiss genug, so fehlts am eigentlichen Arbeitspunkt vorne an der Spitze.
Der Kolben ansich liegt gut in der Hand, das Kabel weich genug um 
ordentlich arbeiten zu mönnen.
Der Lötkolbenständer erscheint mir positv, sowohl die Ablage des 
Kolbens, als auch die metallische Reinigungswolle.
Auch die Digitalstation ist dem Preis entsprechend ordentlich 
verarbeitet.

Fazit:
Wer damit hobbymäßig arbeiten will ist gut bedient.
Wer jedoch öfter mal dicke Multilyerplatinen gewerblich bearbeiten muss, 
der sollte sich unbedingt nach besserem orientieren.

Autor: Kolbenfresser (Gast)
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Rainer Dresselhaus schrieb:
> Leider ist die Spitze nicht
> formschlüssig mit dem Heizelement verbunden (3,7mm Heitzelement mit
> Temp-fühler, 4mm Loch in der Spitze).

Interessante Info.

Kannst Du vielleicht noch ein Bild dazu hochladen?

Autor: Rainer Dresselhaus (rainer4x4)
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Kolbenfresser schrieb:>
> Kannst Du vielleicht noch ein Bild dazu hochladen?

Hab da was im WWW gefunden:
http://forum.conrad.pl/attachment.php?attachmentid...

Autor: Atmega8 Atmega8 (atmega8) Benutzerseite
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Lötstation schrieb:
> Was spricht für oder aber gegen eine dieser Stationen:

Die ZD-931 ist Murks, da gehen dir reihenweise die Lötkolben kaputt, das 
Ding hatte ich selbst mal.

Die LF-2000 scheint auch nur so eine ganz billige China-Station zu sein.

Hier gibt es eine interessante Station die einen Lötkolben und die 
Möglichkeit für Heißluftlöten besitzt.
Preis: 52 Euro
Ebay-Artikel Nr. 281192218199

Autor: Atmega8 Atmega8 (atmega8) Benutzerseite
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Rainer Dresselhaus schrieb:
> Die ST100-D ist digital geregelt und mit einem Keramik-Heizelement
> ausgestattet. So wie die Ersa auch. Leider ist die Spitze nicht
> formschlüssig mit dem Heizelement verbunden

Ja, das war auch bei der ZD-931 so und deshalb sind die Heizdrähte da 
gerne mal im Keramikelement durchgebrannt.

Wenn das bei der ST-80D auch so ist sollte er sich etwas anderes kaufen.

Autor: Frank (Gast)
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Naja will meine gebraucht erstandene Metcal Rework-Station nicht mehr 
missen ;)

Autor: Kolbenfresser (Gast)
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Rainer Dresselhaus schrieb:
> Kolbenfresser schrieb:>
>> Kannst Du vielleicht noch ein Bild dazu hochladen?
>
> Hab da was im WWW gefunden:
> http://forum.conrad.pl/attachment.php?attachmentid...

Dankeschön.

Atmega8 Atmega8 schrieb im Beitrag #4131041:
> Hier gibt es eine interessante Station die einen Lötkolben und die
> Möglichkeit für Heißluftlöten besitzt.
> Preis: 52 Euro
> Ebay-Artikel Nr. 281192218199

Besser nicht, denn der *Tod des Benutzers ist bei diesem 
lebensgefährlichen Schrott* leider auch mit eingebaut!
Beitrag "Re: Welche Pollin Lötstation ist besser"

Atmega8 Atmega8 schrieb im Beitrag #4131041:
> Die ZD-931 ist Murks, da gehen dir reihenweise die Lötkolben kaputt, das
> Ding hatte ich selbst mal.

Das folgende hast Du gelesen? Hier geht es um das große Kolbensterben
bei der ZD-931 und was dagegen zu tun sei:
Beitrag "Lötstation ZD-931 von Pollin"

Autor: Christian N. (mugen2013)
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Ja ja die böse Löstationen aus China führen zum Tod des Benutzers, 
wenn du meinst)  Wenn man aber die elementare Sicherheitshinweise 
befolgt,  wird es nicht passieren.

Ich habe übrigens auch die im Einsatz und ich weiß,  dass im oberen 
Bereich auf beiden Pins 230v anliegt und was solls.  Warum soll ich da 
an den Stecker  rumfummeln,  wenn die Station schon eingeschaltet wurde?

Interessanterweise sind sowohl der Trafo als auch das Gehäuse (inkl. 
Fönbüchse) von Werk aus geerdet, obwohl einer oder andere behaupten, 
dass es nicht so wäre.

Wenn man so einen Sicherheitsfetischist ist, kann man doch entweder eine 
"gute"  Büchse einbauen oder direkt den Fön anschließen,  wie es z. B. 
bei ATTEN der Fall wäre.

Bezüglich die Langlebigigkeit der Spitzen kann ich vor erst nicht sagen, 
wahrscheinlich nicht wirklich sehr lange. Für die Qualität muss man 
zahlen. Das steht außer Frage,  aber als Zwischenlösung von billigen 
Lötkolben mit geringeren Spitzenauswahl zu teueren Weller oder Ersa 
reicht so ein Ding vollkommen aus.

PS: Ich bin z. B. von einem Toolcraft (15-30w) Lötkolben auf 8586 von 
Youyue umgestigen.  Ich wollte eigentlich nur Heißluftfön haben,  aber 
da das Preisunterschied nur ca. 10€ war,  habe ich mich doch für Combi 
entschieden.
Wenn ich jetzt das Löten von Toolcraft Lötkolben und 8586 vergleiche, 
versagt der Lötkolben auf der ganzen Linie.

Autor: Lötnix (Gast)
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Och jööö, gut zu wissen, aber dann macht man halt ne Abdeckung drüber, 
wenn der Heisluftfön abgestöpselt ist. BNC-Kappe dürfe in etwa passen. 
Vermutlich hatten die Chinesen nur den Stecker als Schraubversion, daher 
ist die Konstruktion, so wie sie ist.

Genau wegen solchen Idioten, die wegen jedem kleinen bischen rumheulen, 
von wegen Gefährlich, verboten etc. bekommt man keine anständigen Dinge 
mehr zu kaufen. Man muss eben seine Finger nicht überall reinstecken. 
Ansonsten kannste auch mal nen Schraubenzier in die Steckdose stecken 
oder von ner Brücke auf die Bahnoberleitung pissen und dich gleichzeitig 
am Stahlgeländer festhalten.

Autor: Marcel Papst (phpmysqlfreak)
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Ich habe damals vor meiner Ausbildung mit einem ungeregelten 
25W-Lötkolben von Weller problemlos meine Sachen erledigen können. Auch 
heute habe ich den noch in der Garage liegen, man weiß ja nie.
Während der Ausbildung hatte ich hauptsächlich mit den 
80W-Weller-Geräten zu tun - analog, als auch digital. Magnastat waren 
auch noch in der Fertigung vertreten.
Alternativ standen auch noch ein paar Ersa-Stationen in der Entwicklung 
oder der Ausbildungswerkstatt zur Verfügung. Ich weiß nicht mehr genau, 
welche es waren, aber die hatten auch um die 80W.

Mein persönlicher Favorit vom Handling hatte eigentlich nichts mit einer 
Station zu tun, sondern einem Kolben an sich - dem WSP80 von Weller.
Durch ein eBay-Schnäppchen konnte sehr günstig an den WSP80 dran kommen, 
sodass ich mir die Regelung dann selbst gebaut habe. Prima Lerneffekt, 
und was nützliches ist es auch noch.

Da es unheimlich Spaß machte, habe ich das ganze dann "etwas" erweitert. 
Heizung nicht mehr mit AC sondern DC befeuert. Fünf verschiedene 
voreinstellbare Regelkurven für 12V bis 24V.
Wahlweise Betrieb über Netzteil oder LiIon-Akkus (Std.: 19V 
Notebook-Netzteil). Zusätzlich lässt sich der PID-Regler noch komplett 
selbst einstellen. Nach etwa 15 Minuten Leerlauf wird die Temperatur auf 
etwa 150°C abgesenkt. Und weil nichts so gut hält, wie ein Provisorium, 
ist die aktuelle Version noch immer auf Lochraster zu finden. Eine 
Vorversion habe ich mal in einem "Kunstwerke"-Thread vorgestellt. 
Vielleicht erscheint da demnächst auch die aktuelle Version.

Der nächste Schritt wird eventuell ein StepUp auf 24V sein, der 12V bis 
24V Eingang verkraftet und 3.5A liefert. Damit entfallen die 
verschiedenen, Spannungsabhängigen Regelkurven und ich habe immer 80W 
zur Verfügung, wenn ich die denn brauche. Ist aber eher Komfort und 
nicht für die Lochraster-Version. ;)

Das Originalkabel des Kolbens habe ich getauscht, um es an meine 
Bedürfnisse an zu passen (Für Arbeiten im KFZ etwas kurz.) Bei 
Lötspitzen habe ich bisher keine Aussetzer gehabt. Messing-Schwamm als 
Abstreifer. Selbst beim "Testen" der Regelung verziehen mir Heizelement, 
PT20-Sensor und Lötspitze die Rotglut. Normale Arbeitstemperatur bei mir 
ist 325°C Blei und 375°C Bleifrei, 1.6mm Meißel-Spitze. (z. Bsp. 
Farnell: 1961331)

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