Taster mit zu wenig Wetting Current

OP #5398494
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Dummerweise nicht dran gedacht und nur den internen Pull-UP des PIC18 
verwendet. :(
Tut natürlich nicht mehr richtig.
Zerlegen will ich dieses 3D Puzzle auf keinen Fall!

Also einen kleinen Kondensator an den Taster. Nur hab ich so gar keine 
Erfahrung/Einschätzung wie dimensionieren, 10nF...100nF oder sogar noch 
mehr?

Hier der 0815 Taster von Pollin.
https://www.pollin.de/p/miniatur-drucktaster-420009
Gast #5398514
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Hallo,

was für ein "3D Puzzle", ich sehe keines!

Was sollen mit Kondensatoren gemacht werden?

10nf-100nF können problemlos an die Versorgungsspannungen - Masse 
verschaltet werden.

Ein Entprellen von Tastern macht man per Software, siehe Pedas 
Entprellroutine, die schon gefühlt 12000 mal besprochen wurde.
Gast #5398531
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Teo D. schrieb:
> Also einen kleinen Kondensator an den Taster. Nur hab ich so gar keine
> Erfahrung/Einschätzung wie dimensionieren, 10nF...100nF oder sogar noch
> mehr?

Ich denke, mit der Dimensionierung liegst du nicht ganz falsch, 
allerdings würde ich noch einen Widerstand zur Begrenzung des 
Spitzenstromes hinzufügen. Du willst ja den C mit dem Taster 
kurzschließen.
Mit dem Widerstand darf es auch mehr C sein, bis halt deine Schaltzeit 
zu langsam wird ...

Michael B. schrieb:
> Diese Taster sind übrigens wirklich absolut übel,

Ja, das ist meine Erfahrung auch.
OP #5398549
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Karl M. schrieb:
> Hallo, .....

Wenn du den Begriff "Wetting Current" nicht kennst, würde ich erst mal 
danach Googeln, antat hier großspurig klug scheißen!

Michael B. schrieb:
> Nö, einen passenderen pull up extern dranlöten.

Nö, solange das Ding sonnst noch Tut, werd ich das keinesfalls zerlegen!
Ich komm also nur an den Schalter ran.

> Ein Kondensator (ohne weiteren Widerstand) ruiniert die Kontakte nur
> noch mehr.

Soll er ihn halt nach 5-10k mal zerstören, egal. Hauptsache der 
Kondensator hält ihn erstmal sauber, so das er wieder richtig funst.

HildeK schrieb:
> Ich denke, mit der Dimensionierung liegst du nicht ganz falsch,
> allerdings würde ich noch einen Widerstand zur Begrenzung des
> Spitzenstromes hinzufügen.

OK, der Groschen ist gefallen. (Zahnschmerzen/Schmerzmittel...)
Natürlich kann ich da auch 1F dranhängen und den Strom auf ~5mA 
begrenzen.... Sorry für diese saublöde Frage. :}


PS: Ich kenn mich aus, das mit 1F war nur übertrieben dargestellt und ja 
natürlich ist der Taster (rein) SW entprellt.
5mA für ~0,3s sollten reichen.... Sch... Billigmüll ich geb im 10mA :)
Gast #5398627
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Mit diesen Tastern bin ich noch nie glücklich geworden. Die machen so 
oft Ärger, dass ich bei jeder Gelegenheit von ihnen abrate.

Ich denke, dass sie aufgrund der schiebenden Bewegung genug Reibung 
haben, dass sie keinen Wetting Current benötigen.
OP #5398655
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Stefanus F. schrieb:
> Ich denke, dass sie aufgrund der schiebenden Bewegung genug Reibung
> haben, dass sie keinen Wetting Current benötigen.

Ne, glaub ich nicht. Hab alles ausprobiert, um da mechanisch was 
abzutreiben. Scheint nicht bei den Kontakten an zu kommen.
Möglich wäre natürlich auch, das dieses Kontaktproblem schon vom 
Hersteller mit eingebaut wurde. :)

Ich glaub ich tausche den aus, sicher ist sicher. Sonnst sinken noch 
meine WAF-Punkte. :)
Beitrag #5398679 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5398691 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5398716 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #5398874
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Peter D. schrieb:
> Beschreib mal genau, was was nicht mehr tut.

OK. Anfänglich keinerlei Probleme, die sich dann ~exponentiell 
steigerten....

Peter D. schrieb:
> Ich hätte erstmal das PIC-Programm in Verdacht.

Vergiss es. :)

Peter D. schrieb:
> Mit den internen Pullups hatte ich noch bei keinem Taster Probleme.

Bei Kurzhubtaster für Printmontage, ich auch nicht.
Taster mit Zuführung, haben bei mir bisher immer Filter/Entprellung in 
HW spendiert bekommen.
Ich dachte 'In dem Kisterl passt das scho'. Zu den ~40kOhm an PullUp, 
dachte ich mir leider nichts, gar nichts.... :(

Mein Verdacht, die Taster sind schei...
#5398944
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Teo D. schrieb:
> HildeK schrieb:
>> Michael B. schrieb:
>>> Diese Taster sind übrigens wirklich absolut übel,
>>
>> Ja, das ist meine Erfahrung auch.
>
> Den Eindruck hab ich mittlerweile auch. :(

Es gibt auch positive Fälle:

Ich war zunächst auch skeptisch, habe einen dieser Taster aber 
inzwischen seit ca. 5 Jahren in der Garage als Garagenöffner in Betrieb. 
Dürfte schon ein paar Tausend Betätigungen hinter sich haben und 
funktioniert immer noch 1a.

Viele Grüße

Igel1
OP #5398975
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So getauscht, nicht hübsch aber funst (erst mal).

Taster mit MM getestet.
Im kOhm Bereich (~0,5mA) fängt er an Schwierigkeiten zu machen.
Ein paar mal im Ohmbereich (~1,5mA) betätigt, tut er's wieder.

Andreas S. schrieb:
> Ich war zunächst auch skeptisch, habe einen dieser Taster aber
> inzwischen seit ca. 5 Jahren in der Garage als Garagenöffner in Betrieb.

Ja, so ab 2mA aufwärts, scheinen er es zuverlässig zu tun.
Also doch ein Wetting-Current Problem.
#5399223
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Teo D. schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Ich war zunächst auch skeptisch, habe einen dieser Taster aber
>> inzwischen seit ca. 5 Jahren in der Garage als Garagenöffner in Betrieb.
>
> Ja, so ab 2mA aufwärts, scheinen er es zuverlässig zu tun.
> Also doch ein Wetting-Current Problem.

Ufff - damit hatte ich als Hobby-Elektroniker noch nie Probleme.
Sehr interessant, dass Du das reproduzierbar nachstellen konntest.

Wieder was gelernt ...

Viele Grüße

Andreas
Gast #5399295
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Wo ist denn der Typ, der Anfang letzter Woche diesen Wetting Current als 
Bullshit bezeichnet hatte? Jetzt haben wir innerhalb der selben Woche 
schon den zweiten Fall, der die Notwendigkeit des Wetting Currents 
anhand eines konkreten Problems verdeutlicht. Da ist der Cowboy ganz 
still geworden.
Beitrag #6790237 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6790245
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Peter K. schrieb im Beitrag #6790237:
> der Eingang der Schaltung gegen
> Störspannungen besser geschützt.

Na komm, da tun die zwei Klemmdioden hinter dem R, auch nich mehr weh! 
Das schützt dann nicht "besser", sondern richtig gut.

Peter K. schrieb im Beitrag #6790237:
> Eine gute Alternative können auch kapazitive Touch-Keys wie der TIP223
> sein.

Haste noch einen ADC-Eingang frei, kannst Du dir den Sparen. Das funst 
in SW wirklich gut.... Sagt "Unser" Peter D. Ich selbst habs noch nich 
gebraucht, ich konnte bisher immer spezielle HW-Module des µCs dafür 
nutzen.


Zurück zu Wetting Current: Bei Drehgebern, soll das ja wegen dem 
Schleifen, nicht nötig sein....
Ich dachte erst, mein Restposten Alps aus der Bucht seien gefälscht, da 
sie bereits nach kurzer Zeit, so stark prellten/kratzten, das der Zufall 
es wollte, das es doch häufiger zu gültigen Sequenzen kam und das Ding 
mehrere Zählschritte pro Rastung ausspuckte.
Meine PullUps zogen nur 0,6mA. Hab das nun auf ~3mA erhöht. Drei Runden 
kurbeln und er funst wieder neu.
Und trotz all mein Unken, dass dies nicht nötig sei, hab ich nun doch 
eine SW-Entprellung, in meiner Routine eingebaut. Den Jünger werden die 
Teile ja auch nich und das "gelegentliche" verzählen um eine Stufe is 
auch wech. :)
Gast #6790251
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Teo schrieb:
> Zurück zu Wetting Current: Bei Drehgebern, soll das ja wegen dem
> Schleifen, nicht nötig sein....

Teo schrieb:
> Ich dachte erst, mein Restposten Alps aus der Bucht seien gefälscht, da
> sie bereits nach kurzer Zeit, so stark prellten/kratzten,

Schau dir mal an, wie sie aufgebaut sind. Ich habe mal welche gesehen, 
die wie eine einfache PC Tastatur aus zwei Folien bestanden, die durch 
einen gefederten Nupsi zusammen gedrückt werden. Die Reibung findet dort 
nicht auf den Kontakten statt, sondern der Rückseite der Kontaktfolie.
Beitrag #6790270 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6790517 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6790576
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Spät, aber hoffentlich nicht nutzlos:

Teo D. schrieb:
> HildeK schrieb:
>> Michael B. schrieb:
>>> Diese Taster sind übrigens wirklich absolut übel,
>>
>> Ja, das ist meine Erfahrung auch.
>
> Den Eindruck hab ich mittlerweile auch. :(
Musste ich vor dreissig Jahren auch lernen, wer mehrmals kauft, kauft 
öfter!
Um den Dingern (damals äusserlich dieser Bauform sehr ähnlich) 
nenneswerten Strom (also niederohmig) zu entlocken muss man _abartig 
kraftvoll_ draufdrücken. Dies funzt einmal, dann ist der mechanisch 
anschlagbegrenzte Kontaktteller deformiert; in Folge muss man nit noch 
abartigeren Kräften draufknallen um die KIR 
("korrosionsschutz-interne-rostsschicht") zum leiten zu bekommen. 
Reinigungsstrom/Frittspannung sind selbst nach vollpumpen mit Vaseline 
nicht wirklich unter Kontolle zu bringen. Totaler Schrott, aber billig.

SCNR für diesen hinkenden Vergleich:
Einwegfeuerzeuge sind heute Standard, Einmalfeuerzeuge noch nicht. Die 
Feuerzeugindustrie hinkt hinterher, hat das Wissen um Streichhölzer 
vergessen :D


Andreas S. schrieb:
> Es gibt auch positive Fälle:
>
> Ich war zunächst auch skeptisch, habe einen dieser Taster aber
> inzwischen seit ca. 5 Jahren in der Garage als Garagenöffner in Betrieb.
> Dürfte schon ein paar Tausend Betätigungen hinter sich haben und
> funktioniert immer noch 1a.
Wahrscheinlich fragst du das Teil extrem hochohmig (Bereich >>100k) und 
hinter einem Tiefpass (oder Software)-(wegen Netzbrummen und Händis 
neuerdings) ab; auf diese Weise "optimiere" auch ich solche vorgegebenen 
Qualitäten. Zwar ungern, aber mit genügend Kraft gehts immernoch.... 
siehe oben.


Einen Reim zum Ende... und zum mitrappen:
+Am Ende des Liedes enden solche Taster immer im deseaster
+Willst du einen guten Taster dann nehme einen Knachfroschtaster
+Hast du keinen Knachfroschtaster nehme einen mit weniger deseaster
/Reim #klappt heute nicht, zu früh zu viel Frühschoppen :D

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