Elliot schrieb:> Und können wir bitte die Diskussion zu der Schaltung in diesem Thread> weiterführen
Ja machen wir. Gibt mir Zeit, es auszuprobieren. Bis dahin habe ich mich
auch wieder auf ein angemessenes Niveau beruhigt.
Beim Bauteile einsparen, wie ich das vorgeschlagen hatte, ging es darum:
Es wird ein virtueller Nullpunkt erzeugt, nach V+ und V- abgestützt. Für
den reichts aus, wenn der nur irgendwo im Gleichtaktbereich des OPV
bleibt.
Über der Mikrofonspule entsteht keine Gleichspannung, die kann also
direkt ohne Kondensator dazwischen an diese Masse und an den
Spannungsteiler für die Verstärkung gehen.
Entkopplung: Dem Ausgang kann man noch einen Kondensator spendieren,
falls der Audioeingang vom Ghettoblaster oder wasauchimmer Spannung für
Elektretmikros liefern sollte.
Frequenzgang: Das Mikrofon schneidet <55Hz ab und betont Höhen ab ca.
2kHz. Mit Klangregelung (oder Filternetzwerk) läßt sich das ausgleichen,
egal ob im Mikro-Vorverstärker oder später.
Verstärkungseinstellung: Die ließe sich begrenzen, z.B. Verstärkung X1
bis X50: Mikro -> 3k9 -> Poti 100k -> Widerstand 100k zum OPV-Ausgang.
Mit Poti 1M wärs X0,1 bis X500.
Fred S. schrieb:> Sobald ich das auf der Platine und in einem Gehäuse habe, mache ich ein> Bild von der Schaltung! Z.Zt. Steckt alles noch auf dem Breadboard.
Hi @Fred,
warte schon gespannt auf das Ergebnis. Breadboard ist nicht so optimal.
Ich arbeite damit garnicht mehr. Seitdem die
Lochrasteplatinenbezugsquelle
billiger geworden ist, löte ich schnell 'was zusammen. Habe aber die
Vakuumentlötpumpe auch schon parat.;)
Wie gesagt, der Diskussionsfaden splittet sich jetzt endlich.
Die "Schaltungsentwickler" kaspern da besser im neu aufgemachten Thread
unter sich weiter.
Sollten aber bei Deiner Schaltung noch Probs auftreten, nur her damit.
Hier gibt es genug Poster, die ELA- und Bühnenerfahrung haben.
ciao
gustav
Nichtverzweifelter schrieb:> Mit Beleidigungen hast im gesamten Thread - soweit ich das sehe - exakt> Du angefangen.
Das will ich jetzt aber wissen, wo habe ich denn angefangen Andere zu
beleidigen?
rhf
P.S.: Da das hier nicht hin gehört, gerne auch per PM.
https://forum.allaboutcircuits.com/threads/operational-amplifier-tl081-used-for-audio.158630/
Zitat (automatisch ins deutsche übersetzt):
# Wenn Sie auf das TL081 Datenblatt schauen, werden Sie sehen, dass die
# empfohlene minimale Versorgungsspannung ± 5 Volt ist ...
Zitat Ende
gerade die TL08x-typen, benötigen, bedingt durch ihren JFET Eingang,
eine relativ hohe Betriebsspannung, damit die Konstantstromquellen am
Eingang auch "ordentlich" arbeiten. der 06er hat einen wesentlich
geringeren Konstantstrom in den Vorstufen. Das hat zwar den Vorteil,
dass der Ruhestrom deutlich kleiner ist und man auch mit der
Betriebsspannung weiter runter gehen kann. Dem Rauschverhalten, dem
Klirrfaktor und der Power-Bandwidth spielt das natürlich nicht wirklich
in die Karten.
Hier empfehle ich (ungeachtet dessen, dass der TL081 schon an einer
vollen 9V Batterie arbeiten wird), mit einem bipolar-OpAmp zu arbeiten,
welcher auch bei 5Volt noch sauber läuft und sich bei der Gelegenheit
auch hier was rauscharmes auszusuchen.
---
Zum Theater hier:
ich verstehe nicht, weshalb hier über NPN/PNP oder über Elektret-Kapseln
diskutiert wird.
Hier geht es um den kleinen Bruder des SM58, dessen Anschluss an den
Chinch (rot/weiss) eines Ghetto-Blasters.
wenn der MC33201 etwas "ruhiger" wäre, würde ich den vorschlagen. Auch
vielleicht unter dem Gesichtspunkt, dass es den im DIP8 gibt.
https://www.onsemi.com/pdf/datasheet/mc33201-d.pdfhttps://www.onsemi.com/pdf/datasheet/mc34071-d.pdf
evtl. wäre ein MC33178 (sind zwei in einem Gehäuse) die zu
geschnittenere Wahl...
https://www.onsemi.com/pdf/datasheet/mc33178-d.pdf
Zu Allerletzt natürlich wohl der meistgenutzte OP-Amp, mein persönlicher
Favorit.
https://www.onsemi.com/pdf/datasheet/ne5534-d.pdf
Hier wäre lediglich zu beachten, dass man die Verstärkung nicht zu weit
absenkt, um da nicht viel rumkompensieren zu müssen.
Das Poti zur Einstellung der Verstärkung ist nun richtig angeschlossen?
Kommt denn nun schon was nennenswertes raus?
Meinetwegen kann mich der TO gern kontaktieren, ich kann ihm das soweit
vorbereiten, dass wenigstens mal was rauskommt und er den Spaß an der
Sache nicht verliert. Wäre ja schon schade ...
Axel R. schrieb:> Kommt denn nun schon was nennenswertes raus?
Schon längst:
Beitrag "Re: Bewertung Schaltplan Mikrofonverstärker"
Die Nummer ist also erstmal gelöst. Der NE5534 ist sicher ein guter
OpAmp, aber auch hungrig. Da der TE die Schaltung vermutlich mit einem
9V Block betreibt, wären die 4mA des Chips schon ganz schön viel. Man
kann sicher immer noch den TL081 durch was anderes ersetzen, scheint
aber erstmal nicht nötig zu sein.
Jaja, 9V sind wenig, aber für den gewünschten Ausgangspegel reicht es
erstmal. Immerhin arbeiten rund 90% aller Stompboxen mit TL0xx und 9V
Block.
Hi,
der 4558 ist zwar Doppel IC, soll aber nur 3 mA laut Dabla "ziehen".
Also, den hab ich noch nicht kaputtgekriegt. Findet man wer weiß wo
noch.
(Auch weiter links auf der "Schrottplatine".)
Es kommt eine Frage auf:
Die Doppel ICs, wenn man nur einen OPV braucht, sollte man dann so
beschalten, dass der zweite, unbenutzte OPV nicht in der Luft hängt?
Also Ausgang und - Eingang, und GND mit + Eingang kurzschließen.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Die Doppel ICs, wenn man nur einen OPV braucht, sollte man dann so> beschalten, dass der zweite, unbenutzte OPV nicht in der Luft hängt?
Ja, er soll nicht schwingen und nicht auf Radiowellen reagieren, weil
das wegen der gemeinsamen Stromversorgung und Nähe den anderen OP-Amp
unnötig stören würde.
Karl B. schrieb:> und GND mit + Eingang kurzschließen
Wenn sie schon vorhanden ist, schadet es nicht, den (+) Eingang an die
virtuelle Masse bei Single Supply anzuschliessen.
Matthias S. schrieb:> den (+) Eingang an die virtuelle Masse bei Single Supply anzuschliessen.
Man kann es evtl. auch so wie auf dem Bild machen. Aber nicht jeder OPV
verträgt das!
Beitrag "Re: Bewertung Schaltplan Mikrofonverstärker"
keine Wunder, wenn das am Ende dann untergeht. Ich hab's nicht bemerkt.
Schön, dass es nun doch geht. dann lass es so. 47pF noch an die
Kompenstionsanschlüsse -> fertig.
Axel R. schrieb:> Zum Theater hier:> ich verstehe nicht, weshalb hier über NPN/PNP [...]> diskutiert wird.
Weil diskrete Transistorverstärker (manchmal) besser
sind als ihr Ruf.
Mit zwei BC550 kommt man mit 6V Betriebsspannung aus
(statt 9V), er schluckt nur weniger als 1mA Ruhestrom
(statt 4mA) und rauscht schätzungsweise 10dB weniger
als ein TL084.
Dieter D. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Mit zwei BC550 kommt man mit 6V Betriebsspannung aus>> Mit drei Transistoren und 1,5V Betriebsspannung:> Beitrag "Re: Einfacher Elektret-Mikro-Vorverstärker"
Direktlink:
https://www.elektronik-labor.de/Labortagebuch/Tagebuch0917.html#mic
Kenne ich, diese Schaltung.
Ist dem "Elektronikbausatz 20 NV-Vorverstärker" verwandt.
Habe sie früher mehrfach verwendet; mag sie aber nicht.
Hohe Verstärkung; koppelt man stärker gegen, um die
Verstärkung zu reduzieren, wird man mit Schwingneigung
bestraft, die sich als heftiges Rauschen äußert.
(Ach so: Ich rede von der Varianten mit Über-Alles-
Gegenkopplung.)
Egon D. schrieb:> rauscht schätzungsweise 10dB weniger> als ein TL084.INA217. Kann man selber nicht billiger bauen. Einzig die Speisespannung
für die Electret-Kapsel wäre anzupassen. Das Beste ist nach wie vor eine
Serie von Akkus und ein Linearregler mit ausreichender kapazitiver
Gegenkopplung, damit nichts schwingt. Dann eine Drossel in den
Versorgungszweig. Bei Belastung geht dann zwar die Spannung in die Knie
aber sie tut es mit dem Signal und das bischen macht die Verstärkung
wett.
Andi schrieb:> Egon D. schrieb:>> rauscht schätzungsweise 10dB weniger>> als ein TL084.> INA217. Kann man selber nicht billiger bauen.
Mag sein -- braucht aber laut DaBla 9V und 10mA
Ruhestrom. Nicht optimal für Batteriebetrieb.
Man kann in jedem EINZELNEN Kennwert (Betriebs-
spannung, Ruhestrom, Rauschen) leicht besser werden
als ein diskreter Transistorverstärker -- in allen
dreien gleichzeitig ist das aber gar nicht so einfach.
**Matthias S. schrieb:**
> Für den Eingangkondensator und den Eingangkondensator kannst du übrigens> auch gepolte Elkos benutzen, denn am Opamp liegt ja an allen Pins etwa> die halbe Betriebsspannung. Zeigen also die Pluspole der Kondensatoren> zum Opamp, stimmt das in der Polung und du sparst erheblich Platz, denn> Elkos sind ja viel kleiner als entsprechende ungepolte Kondensatoren.
Habe ich gemacht, ebenso wie die Vergrößerung der Widerstände R6 und R7.
Funktioniert nach wie vor einwandfrei! Unter welchen Umständen kann ich
ungepolte Kondensatoren durch Elkos ersetzen?
Nur zur Klärung: An den Versorgungspins des Opamp liegt eine
Betriebsspannung von etwa 7,3 V an (die Differenz fällt an D1 und R5
ab), an den übrigen beschalteten Pins etwa die Hälfte, wie Du gesagt
hast. Ich glaube mal irgendwo gelesen zu haben, die Signalqualität ist
besser, je höher man die Versorgungsspannung am Opamp wählt. Der TL081
hat ein Spektrum von 5 bis 15 V an Vcc+ und mit 7,3 V liege ich etwas
über dem Minimum. Mit z.B. 9 V müßte es nach der Theorie also besser
sein, mit 6 V schlechter, oder?
Ich frage deshalb, weil ich in der endgültigen Schaltung noch eine LED
zur Betriebsanzeige einbauen möchte. Dann fällt die Versorgungsspannung
wg LED und Vorwiderstand noch weiter ab.
**Karl B. schrieb:**
> Breadboard ist nicht so optimal.> Ich arbeite damit garnicht mehr. Seitdem die> Lochrasteplatinenbezugsquelle> billiger geworden ist, löte ich schnell 'was zusammen. Habe aber die> Vakuumentlötpumpe auch schon parat.;)
Das ist eine gute Idee! Das setze ich um, wenn ich im Kompaktieren von
Schaltungen etwas geübter bin. Das BB hat für mich den Vorteil, daß ich
mit Platz nicht geizen muß und wenn die endgültige Schaltung steht,
mache ich mir Gedanken darüber, wie ich sie am platzeffizientesten auf
eine Platine umsetze. Müßte ich das schon vorher machen, weil ich gleich
auf Platine löte, dauert mir das an Vorbereitung schon zu lange und ich
verliere die Lust.
**Helge schrieb:**
> Entkopplung: Dem Ausgang kann man noch einen Kondensator spendieren,> falls der Audioeingang vom Ghettoblaster oder wasauchimmer Spannung für> Elektretmikros liefern sollte.
Das verstehe ich leider nicht: Am Ausgang habe ich doch C8 mit 47 uF!
**Helge schrieb:**
> Verstärkungseinstellung: Die ließe sich begrenzen, z.B. Verstärkung X1> bis X50: Mikro -> 3k9 -> Poti 100k -> Widerstand 100k zum OPV-Ausgang.> Mit Poti 1M wärs X0,1 bis X500.
Ich habe in Ermangelung eines passenden Potis (ist aber bereits
bestellt) einen 470 kOhm-Widerstand zwischen den Pins 2 und 6 des Opamps
geschaltet (vorher 2x 470 kOhm).
Die Verstärkung wird doch hauptsächlich deshalb begrenzt, um die
Batterie zu schonen, oder?
Fred S. schrieb:> Unter welchen Umständen kann ich> ungepolte Kondensatoren durch Elkos ersetzen?
Wenn die Spannung aus Sicht der Kondensatoren niemals negativ wird. Also
wenn der DC Anteil größer ist, als der AC Anteil im Signal.
Fred S. schrieb:> Ich glaube mal irgendwo gelesen zu haben, die Signalqualität ist> besser, je höher man die Versorgungsspannung am Opamp wählt.
Die Qualität nicht unbedingt, aber die Aussteuerbarkeit steigt
natürlich. Der OpAmp bekommt eine höhere Versorgungsspannung und kann
damit auch an seinem Ausgang einen höheren Spannungshub bieten, ohne das
er die Grenze erreicht und das sogen. 'Clipping' einsetzt, bei dem der
OpAmp nicht mehr kann, obwohl er wollte - er wird übersteuert.
Es gibt heute OpAmps, die fast die Betriebsspannungsgrenzen erreichen,
das sind dann die Rail-To-Rail Typen, wobei 'Rail' für die
Versorgungsschienen steht. Der TL081 und die meisten anderen hier
genannten OpAmps sind aber keine Rail-To-Rail Typen und können das
nicht.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Fred S. schrieb:>> Unter welchen Umständen kann ich>> ungepolte Kondensatoren durch Elkos ersetzen?>> Wenn die Spannung aus Sicht der Kondensatoren niemals negativ wird. Also> wenn der DC Anteil größer ist, als der AC Anteil im Signal.
Hi,
an den Verstärkereingängen finde ich meistens, wenn schon Elkos, dann
solche mit einer weit höheren Spannung, als von Seiten der
Betriebsspannung her eigentlich nötig. Zum Beispiel 2,2 µF / 50 V.
Die Frage, warum man Folienkondensatoren durch Elkos ersetzen soll, wäre
eigentlich umgekehrt besser gestellt.
Es gab mal Zeiten, da wurde zu Elkos immer noch ein
- sagen wir mal - 0,1 µF Metallpapier parallelgeschaltet.
Wegen der unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen
Kondensatorkategorien. Nun ja, Elko nicht gleich Elko.
Der Begriff Low ESR war vor einigen Jahren noch ein Fremdwort, heute in
aller Munde.
Aber das wäre ja schon wieder eine sich abspaltende Diskussion wert.
Fasse die Frage des TO @sculla so auf, dass er bei der Bauteileauswahl
die beste Wahl treffen möchte, einerseits möglichst wenig Platzbedarf,
andererseits insgesamt für den Anwendungszweck das beste.
Dann wäre es das beste, er zeigt uns, welches Bauteil er wo einsetzen
möchte.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> an den Verstärkereingängen finde ich meistens, wenn schon Elkos, dann> solche mit einer weit höheren Spannung, als von Seiten der> Betriebsspannung her eigentlich nötig. Zum Beispiel 2,2 µF / 50 V.> Die Frage, warum
Da hat der Autor einfach das genommen, was er vorrätig hatte. Versuche
mal einen Elko für 9V zu finden, da gibt es nicht viele.
> Es gab mal Zeiten, da wurde zu Elkos immer noch ein> - sagen wir mal - 0,1 µF Metallpapier parallelgeschaltet.
Ja, weil Elkos eine gewisse Induktivität und chemische Trägheit haben.
Ich weiß nicht wie das früher war, aber heute ist dieser Effekt in der
Regel so gering, dass er für Audio Anwendungen irrelevant ist.
Egon D. schrieb:> Hohe Verstärkung; koppelt man stärker gegen, um die> Verstärkung zu reduzieren, wird man mit Schwingneigung> bestraft,
Über die Gegenkopplung soll nur den DC-Arbeitspunkt stabilisiert werden.
Bei dieser Schaltung muss die Verstärkung über Emitterwiderstände
oder/und jeweils einzelne Widerstände zwischen Basis und Kollektor
reduziert werden.
Fred S. schrieb:> Die Verstärkung wird doch hauptsächlich deshalb begrenzt, um die> Batterie zu schonen, oder?
Nur insofern, als das mehr Pegel am Ausgang etwas mehr Strom in den
folgenden Verstärker schickt und damit ein wenig mehr Strom zieht. Aber
der Stromverbrauch des OpAmps selber ist von seiner Verstärkung
unabhängig. Der bleibt so gut wie gleich, egal ob er um Faktor 10 oder
um Faktor 100 verstärkt.
Eine LED ist in deiner Schaltung übrigens ein erheblicher
Stromverbraucher, die kann durchaus genauso viel Strom ziehen wie der
OpAmp. Suche dir am besten eine, die auch bei 1mA noch gut leuchtet und
richte den Vorwiderstand darauf ein mit z.B. 8,2 kOhm oder 10kOhm.
Zu den Elkos: Selbst Geräte im Studiobereich benutzen diese im Signalweg
und sie sind zuverlässig, wenn man nicht gerade den letzten Müll
verwendet.
Matthias S. schrieb:> Suche dir am besten eine, die auch bei 1mA noch gut leuchtet und> richte den Vorwiderstand darauf ein mit z.B. 8,2 kOhm oder 10kOhm.
Hi,
bei 9V mit 15 k Ohm Vorwiderstand sind die kleinen blauen LEDs (1..2 mA
Spec.) immer noch hell genug.
Bei der Steckdosenleiste hat mich die blaue LED sogar so sehr gestört,
dass ich einen höheren Vorwiderstand einlöten musste. Ist ja fast schon
ein Scheinwerfer gewesen.
Also, auch die Farbe der LED ist wohl wichtig.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Also, auch die Farbe der LED ist wohl wichtig.
Nicht unbedingt. In meinem S/PDIF auf Analogadapter von Pollin war eine
rote LED drin, die noch bei 1mA geblendet hat. Angenehm wurde sie dann
bei etwa 200-300µA.
Axel R. schrieb:> Dann mal mal auf und mach ein helles Foto für alle interessierten.
Nun habe ich - nach vielen Verzögerungen und Ablenkungen - den kleinen
Micamp fertiggestellt. Anbei ein Bild.
Mit der Übertragung der Schaltung auf die Platine habe ich mich extrem
schwergetan, weil ich die Teile so nach wie möglich beieinander haben
wollte und wildes hin- und hergedrahte vermeiden wollte. Das hätte eine
Software (so es denn so eine gibt) vermutlich intelligenter gemacht,
aber ich habe keine zur Hand (Empfehlungen?).
Die Verstärkung liegt jetzt bei V=170 (statt Poti habe ich einen
Widerstand von 1,15 MOhm fest gesetzt, der Widerstand "C1" (ja, das soll
ein Widerstand sein) ist 6,8 kOhm => 1150/6,8 = 169.
Platine auf Korkscheibchen aufgebockt, eingebaut in eine Geschenkebox
aus kräftiger Pappe, weil der Platz in der vorgesehenen
Altoids-Bonbondose wegen der Anschlüsse zu knapp war. Ich habe der
Einfachheit halber normale Stecker und Schalter genommen und keine, die
in die Platine gesteckt werden können.
Der Micamp funktioniert mit 9V einwandfrei. Vorher hatte ich aber noch
eine LED drin gehabt, um "AN" anzuzeigen. Aber offenbar hat die soviel
Spannung gebraucht, daß die Schaltung nicht mehr funktioniert hat. Kann
das sein? Eigentlich sollte doch nur die Durchbruchspannung abfallen
(0,7 V) und keine 2 V oder so. Jedenfalls habe ich LED samt
Vorwiderstand dann weggelassen und die Sache funktioniert.
Den Schaltplan werde auch noch einstellen mit allen Modifikationen, die
hier im Forum entstanden und eingeflossen sind, damit auch andere
Anfänger das bei Bedarf nachbauen können. Einen Thread habe ich schon
gefunden, wo jemand eine Micamp-Schaltung für 9V sucht.
Fred S. schrieb:> Vorher hatte ich aber noch eine LED drin gehabt, um "AN" anzuzeigen.> Aber offenbar hat die soviel Spannung gebraucht, daß die Schaltung nicht> mehr funktioniert hat. Kann das sein? Eigentlich sollte doch nur die> Durchbruchspannung abfallen (0,7 V) und keine 2 V oder so.
Normalerweise schaltet man die BetriebskontrollLED mit ihrem
Vorwiderstand parallel zur Schaltung, dann kostet sie gar keine
Spannung, erhöht aber die Stromaufnahme.
Und erhöhte Stromaufnahme kann natürlich wieder zum Einbrechen der
Spannung führen bei schwachen Batterien.
Aber wenn die LED in Reihe zur Schaltung gelegt wird wenn die
zufälligerweise dauernd zwischen 1mA und 20mA zieht, kostet sie
natürlich 2.1V Vorwärtsspannung, und die verbleibenden 2.9 (Batterie
leer) bis 6.9V (Batterie voll) könnte natürlich zu wenig sein
Eine Altoids ist aus Blech und würde, im Gegensatz zur Geschenkbox,
abschirmend wirken. Deine schwarzen Kabel sind so lang wie
Handyantennen, das streut gut ein. Und 9V Lithium sind teuer, aber wohl
hier unnötig.
https://data.energizer.com/pdfs/l522.pdf
MaWin schrieb:> Aber wenn die LED in Reihe zur Schaltung gelegt wird wenn die> zufälligerweise dauernd zwischen 1mA und 20mA zieht, kostet sie> natürlich 2.1V Vorwärtsspannung, und die verbleibenden 2.9 (Batterie> leer) bis 6.9V (Batterie voll) könnte natürlich zu wenig sein
Hatte ich tatsächlich in Reihe geschaltet. Also kein Wunder, daß da
nicht viel lief!
> Eine Altoids ist aus Blech und würde, im Gegensatz zur Geschenkbox,> abschirmend wirken. Deine schwarzen Kabel sind so lang wie> Handyantennen, das streut gut ein. Und 9V Lithium sind teuer, aber wohl> hier unnötig.
Danke für den Hinweis mit den Leitungslängen, das hatte ich überhaupt
nicht auf dem Radar. Die Pappschachtel ist auch eher als vorübergehender
Ersatz zu sehen, bis ich die Anschlüsse auf der Platine unterbringe und
dann alles in die Altoidsdose transferieren kann. Daher sind auch
Platine und Batterie bzw. Batteriepolster zwar fest, aber schadlos
herausnehmbar eingebaut. Solange kann meine Tochter schon mal proben.
Immerhin mußte sie lange warten, bis ich den Micamp fertiggestellt habe,
da soll es an dem Gehäuse auch nicht mehr scheitern. Sie wird sich schon
rühren, wenn etwas nicht so klingt wie es soll!
Die Lithiumbatterie hatte ich von einem anderen Projekt hier noch
herumliegen, insofern war es für mich die günstigste Möglichkeit.