IC-Pin abgerissen

Gast #5137480
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Hallo,

bei der mech. Nachbearbeitung eines Gehäuses ist der Bohrer abgerutcht 
und auf die Platine geschlagen.
Jetzt sind an einem SMD-IC zwei Beinchen direkt am Gehäuse abgebrochen.

Besteht die Chance, das noch zu retten?

Müsste ich das IC-Gehäuse um den abgebrochenen Pin herum abschleifen, so 
dass genug vom Restpin zum Vorschein kommt, um einen Draht anlöten zu 
können?

Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit?

Ich kann das IC nicht tauschen, da die Software vom Hersteller 
programmiert wurde. Der Hersteller würde das machen, kostet dann aber 
fast soviel wie ein Neugerät.

Danke und Gruß
Sören
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Ich habe auch schon (SMD-)IC-Gehäuse abgeknubbelt, um wieder an das 
Metall zu kommen. Die äusseren Pins sind soweit vom Die und den 
Bond-Drähten entfernt, das ist kein Problem!

Aber zeig doch mal ein Bild!

Gruss Chregu
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Sören schrieb:
> Müsste ich das IC-Gehäuse um den abgebrochenen Pin herum abschleifen, so
> dass genug vom Restpin zum Vorschein kommt, um einen Draht anlöten zu
> können?

Ich würde zumindest einen Teil eines Millimeters mit einem Skalpell vom 
Gehäusekunststoff wegkratzen. Ich nehme mal an, dass da nur Logiksignale 
drüber gehen, bei einem Stromversorgungspin wäre eine Litzenader ev. zu 
dünn.
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Sören schrieb:

> Den Leadframe freizulegen geht wahrscheinlich nur mit Spezialausrüstung.

Genau: https://shop.dremeleurope.com/de/de/produkte :-)

Wenn man am Gehäuse rumfräst, ist aber die Lebensdauer dieses ICs
verkürzt. Verkaufen würde ich sowas nicht. Eigentlich sollte die
Herstllerfirma ein neues IC für Preis des ICs & Programmierkosten
(ca. 20EUR) & Versand verkaufen, wenn Du das defekte IC zurück-
sendest. Alles was darüber liegt, ist m.E. Abzocke.
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Sören schrieb:

> Müsste ich das IC-Gehäuse um den abgebrochenen Pin herum abschleifen, so
> dass genug vom Restpin zum Vorschein kommt, um einen Draht anlöten zu
> können?

Das dürfte am einfachsten sein. Mit einem Dremel-ähnlichen Werkzeug 
einen halben Millimeter Epoxy wegfräsen und einen Fädeldraht anlöten.

Funktioniert eigentlich immer problemlos. Die Lebensdauer hängt 
natürlich von der Anwendung ab, in Autos oder Schienenfahrzeuge würde 
ich sowas nicht einbauen ;-)
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Es geht um ein kleines Zusatzgerät für ein Autoradio. Also muss ich 
schon mit Erschütterungen, Temperaturschwankungen etc. rechnen.
Der Hersteller will übrigens 150 EUR haben...

Mit dem Dremel hätte ich tatsächlich Sorge, dass sonst noch was kaputt 
geht, weil bei der Bearbeitung schon heftige Vibrationen auftreten.
Mir ist aber nicht klar, ob hier eher der IC und sein Innenleben in 
Gefahr ist oder die Platine an und für sich.
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Sören schrieb:

> Mit dem Dremel hätte ich tatsächlich Sorge, dass sonst noch was kaputt
> geht, weil bei der Bearbeitung schon heftige Vibrationen auftreten.
> Mir ist aber nicht klar, ob hier eher der IC und sein Innenleben in
> Gefahr ist oder die Platine an und für sich.

Es geht nicht um Vibrationen bei der Bearbeitung.

Erschütterungen im Betrieb wirken auf den am IC-Stummel angelöteten 
Draht und lassen den irgendwann brechen. Kannst Du durch Verguss 
natürlich optimieren, aber grundsätzlich haben solche Aufbauten im Auto 
nichts verloren.
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Harald W. schrieb:
> ist m.E. Abzocke.

Da pellen sich die Firmen ein Ei drauf, weil man an Reparaturen
gut verdienen kann, mehr als am Produkt selbst. Das ist nämlich ein
verbreitetes geschätztes Geschäftsmodell. Wenn die Reparatur mangels
Spezialausrüstung scheitert, kann man auch versuchen sich
ein identisches Gerät mit einem anderen Defekt zu besorgen
und aus zwei Defekten ein Intaktes machen.
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Sören schrieb:
> Es geht um ein kleines Zusatzgerät für ein Autoradio. Also muss ich
> schon mit Erschütterungen, Temperaturschwankungen etc. rechnen.
> Der Hersteller will übrigens 150 EUR haben...

man kann mit einem bisschen biegen die Lötung überprüfen und mit 2K oder 
notfalls heißkleber fixieren..

ein bisschen an der Stelle kratzen bis man etwas mehr sieht tut auch 
nicht weh.
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Den Leiterbahnen nach sind es normale Signalpins, die Leitungen für die 
Versorgung sind deutlich dicker.
Da das Gerät jetzt nicht mehr funktioniert, darf man annehmen, dass die 
durchtrennten Verbindungen für die Funktion benötigt werden.
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Sören schrieb:
> Da das Gerät jetzt nicht mehr funktioniert, darf man annehmen, dass die
> durchtrennten Verbindungen für die Funktion benötigt werden.

Es ist bestimmt eine "gute" Idee, zu gucken, welche Folgen es hat, wenn 
irgendwelche Steuersignale fehlen - einfach um zu testen, ob das Gerät 
gegen sämtlichen groben Unfug gut geschützt ist, oder ob man nicht noch 
mehr kaputt bekommt :-(
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite
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Sören schrieb:
> an einem SMD-IC
Was macht dieses IC und was kostet es?
Wenn es ein simpler nicht programmierbarer Baustein ist, dann tausche 
ihn aus.

Sören schrieb:
> Der Hersteller will übrigens 150 EUR haben...
Wenn das defekte IC ein programmierbarer Baustein ist:
Kauf das Gerät für 150€. Es ist die billigste und sicherste Methode.
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Auch wenn kein Bild vorhanden ist, ich habe es schon so gemacht wie 
andere beschrieben.
Freilegen soweit wie möglich, dünnen Draht anlöten.
Es ist ja schon kaputt schlimmer kanns bei etwas Vorsicht nicht werden.

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