Hallo,
Wisst ihr was für Motoren in modernen Auto-Armaturen verbaut sind und wo
man solche bekommt (Farnell?) ?
Diese werden ja mittlerweile nichtmehr direkt mit einer Kurbelwelle
versorgt, sondern Elektronisch gesteuert.
Ich würde mir gerne für mein Cockpit zuhause ein paar Armaturen bauen,
momentan sind diese mit Servos ausgerüstet, welche jedoch einen
ziemlichen Krach machen.
Grüße
Hans
Hans schrieb:> Hallo,>> Wisst ihr was für Motoren in modernen Auto-Armaturen verbaut sind und wo> man solche bekommt (Farnell?) ?> Diese werden ja mittlerweile nichtmehr direkt mit einer Kurbelwelle> versorgt, sondern Elektronisch gesteuert.>> Ich würde mir gerne für mein Cockpit zuhause ein paar Armaturen bauen,> momentan sind diese mit Servos ausgerüstet, welche jedoch einen> ziemlichen Krach machen.>> Grüße>> Hans
Schrittmotoren sind das, gibts in sämtlichen Shops ;-)
Ah, vielen Dank! Wie ist denn die Kontrolle der Zeigerposition
realisiert? Oder wird einfach angenommen das der Zeiger beim Start auf
der 0 Position liegt und kein Schritt verloren geht?
Vermutlich werden die Zeiger hart auf Anschlag gefahren (vgl.
Diskettenlaufwerk). Bei den kleinen Motörchen hört man das im Auto aber
nicht. Die Scheinwerfer-Höhenverstellung macht ja auch nichts anders.
Warum sollte nach der Initialisierung ein Schritt verloren gehen, so
lange die Mechanik nicht beschädigt wurde?
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
"Moderne" Auto-Instrumente führen ihr Leben rein virtuell auf einem
Bildschirm. Warum sollte man "Motoren" und "Zeiger" und sonst noch
irgendwelchen vorgestrigen Kram verbauen? Schon mal das Cockpit eines
"Tesla" gesehen? DAS ist modern.
Ich dachte die verwenden immer noch "Open Core" Aktuatoren die mit einem
Sinus und Kosinus Strom angesteuert werden. Es existieren spezielle
Ansteuer IS. Es gab sie mal früher sogar mit SPI Ansteuerung von
Motorola.
Bei diesen Akuatoren ist die Null Position durch die Art der Ansteuerung
immer bekannt.
Frank E. schrieb:> Warum sollte man "Motoren" und "Zeiger" und sonst noch> irgendwelchen vorgestrigen Kram verbauen? Schon mal das Cockpit eines> "Tesla" gesehen? DAS ist modern.
Lieber fällt mir ein einzelnes Instrument aus, als gleich das ganze
Display. Und eine Warnleuchte leuchtet auch, wen andere Komponenten des
KI ausgefallen sind, es sei denn, die Masse fehlt, deren sind aber bei
einem KI mindestens doppelt vorhanden.
Der alte Kram hat schon auch Vorteile, kann man notfalls auch modular
austauschen.
Frank E. schrieb:> "Moderne" Auto-Instrumente führen ihr Leben rein virtuell auf einem> Bildschirm. Warum sollte man "Motoren" und "Zeiger" und sonst noch> irgendwelchen vorgestrigen Kram verbauen? Schon mal das Cockpit eines> "Tesla" gesehen? DAS ist modern.
Es ist leicht mit der vollen Hose zu...
Was ich meine damit ist, es mag ja recht schön und modern anzusehen sein
und mag auch zufriedenstellend funktionieren, aber als Benutzer besitze
ich hiermit ein ultrateures, propriatäres, high-tech Stück von
Elektronik mit dem mich die Auto Mafia durch überteuerte Ersatzteile
erpressen kann wenn jenes unersetzliche Stück Autoelektronik ausfällt.
Ein Tesla mag ja einigen Leuten das Herz höher schlagen lassen und soll
angeblich ja auch recht beeindruckend sein. Trotzdem hätte ich das selbe
Gefühl wie bei Software Installation, auf das "I agree" drücken zu
müssen, damit ich so ein Fahrzeug benutzen darf. Es gehört mir nicht
wirklich und meine Rechte sind nur die begrenzte Benutzung.
Es ist bedauerlich, daß neue Automobile in der Art hingezüchtet werden
wie man sie heute sieht. Es kotzt mich an zu wissen, daß ich wichtige
Fahrzeugfunktion bald (schon) nicht mehr ohne Touchscreen Interface auf
einem TFT mehr bedienen kann.
Es tut mir leid für solche Sachen nicht begeisterbar zu sein. Diese Art
von Fortschritt verachte ich weil ich nur mehr ein Benutzer solcher
Technik sein kann und mir nicht mehr selber mittels meines Fachwissens
helfen kann wenn es aufhört zu funktionieren. Um Austausch dem
Privatmann schwierig wenn nicht unmöglich zu machen, werden alle
möglichen DRM Maßnahmen, unter Vorheuchlung es diene ja nur zum erhöhten
Schutz gegen Diebstahl, integriert. Austausch wichtiger Komponenten ist
nur mehr durch den Autohändler mittels DRM Konfigurationsgeräten.
So sieht die Welt der heutigen Technik aus. Da kann man sich wirklich
nur mehr den Staub von den Stiefeln schütteln.
Kein Argument der Fahrzeugindustrie kann mich überzeugen, dass ihre
technischen "Errungenschaften" mir wirklich zum Vorteil dienen.
Naja, jeder mag für sich selber entscheiden ob wir wirklich solch
überzüchtete Fahrzeugtechnik wirklich brauchen.
Wer sich auf die automatisierte Fahrzeug Technik verläßt und verlernt
selber achtsam zu sein wird eines Tages sehr überrascht sein wenn diese
wunderbare Technik auf der sich nun mittlerweile ohne Gedanken verlassen
hat, ohne Warnung ausfällt und ihn bedauerlicherweise umbringt.
Mfg,
Grumpy old man
Noch etwas:
Um etwas zum Denken anzuregen. Auf kanadische Verhältnisse bezogen kann
überzüchtete Fahrzeugtechnik oft sogar lebensgefährlich sein. Bei uns
sind die Strecken oft sehr einsam. Da gibt es oft keine Cellphone
Infrastruktur und Ansiedlungen können oft weit auseinanderliegen. Im
Winter sind Temperaturen unter -40 Grad keine Seltenheit.
Ich würde es bedauerlich finden wenn mich mein Auto eines Tages durch
fehlerhafte Elektronik umbringt.
Hier ein wahres Beispiel: Vor ein paar Jahren wurde ich von meinem Auto
bei laufenden Motor unerwartet ausgesperrt weil die Zentralverriegelung
aus irgendeinen Grund die Schlösser aller Türen sperrte . Das passierte
weil ich meiner Mutter die Tür auf der anderen Seite aufmachen wollte.
Es war -25 Grad kalt und ich mußte 1 km weit gehen um mir
Ersatzschlüssel zu holen. Wenn mir das in der Wildnis passiert wäre,
hätte das unter Umständen ernste Folgen haben können wenn ich vielleicht
20km oder mehr in der Kälte marschieren hätte müssen. (wahrscheinlich
hätte ich dann ein Fenster eingeschlagen)
Jedenfalls sollte man sich als Fahrzeugentwickler Gedanken machen.
Gerhard O. schrieb:
(...)
Das erinnert mich an eine Geschichte, welche mir ein Bekannter
(BMW-Mitarbeiter) mal erzählte(es war ca. um 2000):
Der Besitzer eines Oberklasse BMWs hatte es geschafft sich in seiner
Limousine einzusperren. Er war im Besitz seines Zündschlüssels, konnte
aber weder den Motor starten, noch die (verriegelten) Türen öffnen, noch
irgendeinen Fensterheber betätigen.
Besagter BMW-Besitzer musste dann über Handy Hilfe herbeirufen. Die
Türen konnten nur mehr durch altmodisches Aufsperren von außen (man
stecke den Zündschlüssel in das Türschloss und drehe das Ganze in die
richtige Richtung) geöffnet werden.
Aber: Wie bekommt man den Zündschlüssel von innen nach außen? Jöpp, man
suche sich das "billigste" Fenster aus, schlage es ein, reiche den
Schlüssel nach draußen zum Helfer, welcher wiederum die Tür von außen
aufsperrt.
Lang lebe der technische Fortschritt!
Full Ack. Wobei meiner Meinung nach, das Problem noch tiefer geht.
Zum Beleg führe ich mal die Frage nach einem Verfahren zur
Wasserrestmengenbestimmung beim Fahrradfahren an!
Beitrag "Sensor für Trinkblase" Schon wenn ich
"Trinksystem" lese, kräuseln sich mir die Fussnägel.
Des weiteren führe ich den USB-Tassenwärmer mit Sensor an:
Beitrag "µCoaster: Untersetzter mit berührungsloser Temperaturmessung"
Ganz zu schweigen von "Fly-By-Wire"!
Vom technikverliebten Konsum-Schnickschnack, über effiziente
Programmierparadigmen zu Fliegen für Idioten; das scheint mir alles von
dem selben knickrig-hedonistischen Geist beseelt. Das Paradox deutet
meiner Meinung nach an sich schon auf etwas "Unschönes".
Und wenn ich dann erlebe, das viele "erfahrene alte Säcke" dazu
tendieren, so etwas extrem kritisch zu sehen, fühle ich mich bestätigt.
Im Moment werfe ich eine Menge raus, dass nicht mit Strom laufen muß.
Z.B. Waage, Uhren, Küchentimer, etc.
Natürlich bin ich da auch - von einem anderen Standpunkt aus -
inkonsequent. Mein Kalender ist ein Smartphone (das ich aber nicht als
Mobiltelefon benutze). Und eine DCF-Referenz habe ich auch. Aber ich
will nur Beispiele für die beabsichtigte Richtung bringen.
Den abschätzigen Blick auf "russische Raumfahrttechnik" habe ich mir
inzwischen abgewöhnt. Die fliegen jedenfalls tatsächlich und nicht nur
virtuell. Und die lieben Sibirier machen unter ihren Dieseln dann auch
mal ein kleines Feuerchen, wenn's kalt wird. Das hält unserer
Schnickschnack gar nicht aus.
Ich bin wirklich technikbegeistert. Ich liebe KI und so etwas. Aber in
Grenzen und mit Urteilsvermögen; so gut es eben geht.
Wie sagt man so schön? Das wichtige ist das Maß. Und das haben wir schon
lange verloren, weil wir meinen, wir hätten alles im Griff.
Nachtrag:
Das komische ist, mein Fahrzeug spielte mir diesen Streich nur ein
einziges Mal. Aber trotzdem. Wenn ich eine weite Winterreise antreten
würde, dann ist es hier selbstverständlich sich so zu bekleiden, dass
man es lange draußen aushält und man wichtige Überlebensmittel wie
Schlafsack, Decken, Essen im Auto mitführt. Auch Amateurfunk ist nicht
zu verachten weil wir sehr weitreichendes 2-m Ukw Umsetzernetz haben.
Bei uns sind die meisten Leute im Allgemeinen in der Beziehung ziemlich
praktisch veranlagt.
Seit ich in der Schule Jack Londons im Unterricht "To build a fire"
gelesen hatte, bin ich vorsichtig.
Gerhard
Klaus schrieb:> Natürlich bin ich da auch - von einem anderen Standpunkt aus -> inkonsequent. Mein Kalender ist ein Smartphone (das ich aber nicht als> Mobiltelefon benutze). Und eine DCF-Referenz habe ich auch. Aber ich> will nur Beispiele für die beabsichtigte Richtung bringen.
Ist das komisch! Ich habe mir auch kürzlich zum selben Zweck ein
billiges, gebrauchtes iPhone 4 von einem Kollegen zugelegt und verwende
es in gleicher Weise und mit Wi-Fi als nützliches Gerät wie Kamera,
Calculator, kompass, usw. Die Kamera ist das nützlichste daran.
Gerhard O. schrieb:> Nachtrag:
[...]
> Seit ich in der Schule Jack Londons im Unterricht "To build a fire"> gelesen hatte, bin ich vorsichtig.
Ein sehr erhellender Text, auf den ich aber zuerst in Form eines Videos
gestossen bin. Lief, glaube ich, vor 30 Jahren mal in der Glotze.
Klaus schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Nachtrag:> [...]>> Seit ich in der Schule Jack Londons im Unterricht "To build a fire">> gelesen hatte, bin ich vorsichtig.>>> Ein sehr erhellender Text, auf den ich aber zuerst in Form eines Videos> gestossen bin. Lief, glaube ich, vor 30 Jahren mal in der Glotze.
Wußte gar nicht, daß es das als Film gibt.
Habe eigentlich alles im Auto dabei. Solarpanel auf dem Dach, CB-Funk,
was aber immer enger wird, da durch Mobilfunkt ersetzt, Bett im Auto, TV
und Radio. Kühlbox mit Essen und Standheizung.
Multivan eben. Damit kann man mit vollem Tank zumindest 1...4 Tage
komfortabel überleben, Komfort lässt danach aber dann nach, bei -40 °C
viel schneller.
Als gelegentlicher Wintercamper geht das dennoch, eben gutes Bettzeug im
Bus, nur das aufstehen ist dann kalt.
Magnus M. schrieb:> (BMW-
Dazu kann ich auch eine reale Story zum Besten geben:
Meine Frau hatte 2002 einen neuen Wagen von der Firma bei der sie damals
arbeitet bekommen. Da die Firma in Baden-Württemberg beheimatet ist, war
es selbstverständlich ein Mercedes. Eine E-Klasse, mit allem was die
Aufpreisliste hergegeben hat. Also auch jede Menge elektronischer
Schnickschnack.
Nach 50 km, nach dem sie den Wagen in der Mannheimer Niederlassung von
MB abgeholt hatte, ging die Kiste bei 130 km/h auf der Autobahn einfach
aus.
Nix, einfach alles aus. Da tat sich garnix mehr.
Und so etwas schimpft sich dann HighTech. Ein Auto für fast 70.000,-
Euro und nach 50 km ist Feierabend.
Drei Tage hatte die Werkstatt damals gebraucht, um den Fehler zu finden.
Ich finde, dass es immer schlimmer wird wie die Elektronik den Fahrer
beherrscht. Eigentlich sollte es genau umgekehrt sein. Oder?
Heute fahren wir rauhbeinige NISSAN Pickups mit dem QD32T Motor.
Mechanische Einspritzpumpe, einfachste Technik und gut ist.
Die funktionieren einfach. Egal ob es 50 Grad im Schatten oder 0 Grad
hat.
OldMan schrieb:> Nix, einfach alles aus. Da tat sich garnix mehr.> Und so etwas schimpft sich dann HighTech. Ein Auto für fast 70.000,-> Euro und nach 50 km ist Feierabend.
Was war denn die Ursache? Hat man sich da geäußert?
Gerhard O. schrieb:>> Es ist leicht mit der vollen Hose zu...>> Was ich meine damit ist, es mag ja recht schön und modern anzusehen sein> und mag auch zufriedenstellend funktionieren, aber als Benutzer besitze> ich hiermit ein ultrateures, propriatäres, high-tech Stück von> Elektronik mit dem mich die Auto Mafia durch überteuerte Ersatzteile> erpressen kann wenn jenes unersetzliche Stück Autoelektronik ausfällt.
Das haben die Pferdekutscher anno-quark auch gesagt. Wo sollten sie denn
Benzin her bekommen? Wo eine Ersatzkurbelwelle...?
Für ihre Gäule wuchs das Futter am Wegesrand.
> Kein Argument der Fahrzeugindustrie kann mich überzeugen, dass ihre> technischen "Errungenschaften" mir wirklich zum Vorteil dienen.
Dann kauf das doch nicht. Wer zwingt Dich?
Old-Papa
(Der noch keinen Tesla hat)
Hans schrieb:> Wisst ihr was für Motoren in modernen Auto-Armaturen verbaut sind und wo> man solche bekommt (Farnell?) ?> Diese werden ja mittlerweile nichtmehr direkt mit einer Kurbelwelle> versorgt, sondern Elektronisch gesteuert.
Ein halbes Dutzend Schrittmotoraktoren aus Bosch Kombiinstrumenten
kannst Du gerne haben. Die werden von hinten in die Platine gelötet, die
Welle ist ca 17 mm lang und hat 1 mm Durchmesser. Passende Zeiger habe
ich jedoch nicht.
Bei Interesse --> pn
Gerhard O. schrieb:> Klaus schrieb:>> Gerhard O. schrieb:>>> Ich dachte schon ich wäre wirklich ein "Grumpy Old Man">>>> Das bist Du!>>>> Ich wohl auch.>> Das kommt mit dem Alter.
Glaube nicht, daß die "Meckerei" altersbedingt ist oder (zwangsläufig)
mit dem Alter kommt.
Denke, das hängt wohl eher damit zusammen, daß viele alte Menschen
lebenslange Erfahrungen sowohl mit Zuverlässigem, als auch mit
Unzuverlässigem gemacht haben.
Und sich von daher gesehen locker flockig in vielen Fällen auch ein
Urteil dann erlauben können, wenn sie heutzutage z.B. (zunehmend) mit
unzuverlässiger Technik konfrontiert sind/werden.
Das hat auch keineswegs etwas mit "nostalgischen Anwandlungen" oder der
"Unaufgeschlossenheit" bzgl. neuerer Technik zu tun, sondern nur damit,
daß bei ihnen der selbstverständliche Anspruch vorhanden ist, daß
Technik auch zu funktionieren hat, wie gewünscht. :D
Wozu sollte denn sonst Technik gestaltet werden, wenn nicht dazu, den
Menschen das Leben zu erleichtern??
Tendenziell sieht die Entwicklung der Technik derzeit aber (leider) ganz
anders aus:
Die Menschen haben (zunehmend) nur noch mit DRECKS-Technik zu tun, die
nicht mal mehr die elementarsten Anforderungen an Zuverlässigkeit
erfüllen KANN.
Zwar "trötet" man an sie (permanent) den "technischen Fortschritt" hin,
aber (zuverlässig) bereitstellen kann man den (in vielen Fällen)
offensichtlich nicht mehr.
Als "Dinosaurier" erinnere ich mich noch an Werbung der DB:
"Alle reden vom Wetter - wir nicht".
Auf dem Plakat war eine E-Lok in der Winterlandschaft zu sehen.
Ich erinnere mich auch noch an den Dampflok-Betrieb bei der DB:
Die Züge fuhren und hielten die Fahrpläne ein!
Hatten vielleicht im Winter bei klirrendem Frost (unter minus 20 °C)
Verspätung.
Aber sie fuhren und fielen nicht einfach aus!
Heutzutage fällt das "fortschrittlichste" Material einfach aus.
Das ist bei Autos so und auch bei Zügen usw. usw.
Man kann nur staunen, wenn man z.B. liest, daß ein ICE einfach stehen
bleibt.
Im Sommer.
Seine Türen gehen nicht mehr auf, die Fenster lassen sich sowieso nicht
mehr öffnen, und die Klimaanlage funktioniert auch nicht mehr.
Sieht so technischer Fortschritt aus?
Was für ein erbärmliches Armutszeugnis für diejenigen, die dafür
verantwortlich sind.
Die solches DRECKS-Zeug auf Schienen stellen.
Und weiterhin:
Welches Armutszeugnis für die Menschen, die dann im sich bis zu 40 °C
erwärmenden Zug "hilflos"(?) verharren.
Auf die Idee, die Scheiben des Zuges einfach zu zerschlagen, scheint ja
mangels Zivilcourage keiner mehr zu kommen.
"Meckerei"?
Nein - es ist alles nur noch ein endloses Trauerspiel.
"Schöngeredet" und weiter gar nichts. :D
L. H. schrieb:> Sieht so technischer Fortschritt aus?> Was für ein erbärmliches Armutszeugnis für diejenigen, die dafür> verantwortlich sind.> Die solches DRECKS-Zeug auf Schienen stellen.
Puls und Atmung noch ok?
Aber Du hast schon recht:Wenn von millionen von stoerungsfreien
gefahrenen Kilometern 100km danebengehen ist dies schon eine
unglaubliche "Sauerei".
Falls es jemand interessiert, sind hier einige Informationen und Fotos
zu Air Core Anzeigen.
Es würde mich interessieren ob solche Air Core Anzeige Motoren noch in
Fahrzeugen verwendet werden oder sich wirklich nur noch richtige Schritt
Motoren stützen. Sofern sich solche Anzeiger noch finden lassen wären
diese für Selbstbauprojekte meiner Ansicht nach noch von Interesse.
Die abgebildete Platine ist ein Surplus Tachometer und funktioniert mit
12V ausgezeichnet. Der Drehwinkelbereich ist über 270 Grad.
Der CS4122 hat zur Steuerung eine SPI-Schnittstelle und kann
gleichzeitig bis zu drei Anzeigen steuern.
Der CS9190 dagegen ist noch vollkommen analog. Man kann sowohl mit
Frequenz- als auch mit DC-Eingangsspannung arbeiten.
Das letzte Bild zeigt meine Versuchsplatinen mit dem CS4122 zu dem ich
noch keine Zeit zum Aufbau hatte.
http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/CS8190-D.PDFhttp://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/CS4122-D.PDF
mfg,
Gerhard
Toxic schrieb:> L. H. schrieb:>> Sieht so technischer Fortschritt aus?>> Was für ein erbärmliches Armutszeugnis für diejenigen, die dafür>> verantwortlich sind.>> Die solches DRECKS-Zeug auf Schienen stellen.>> Puls und Atmung noch ok?> Aber Du hast schon recht:Wenn von millionen von stoerungsfreien> gefahrenen Kilometern 100km danebengehen ist dies schon eine> unglaubliche "Sauerei".
Da hast Du schon recht. Was aber eine wirkliche Sauerei ist, wenn sich
die Passagiere scheinbar nicht aus so einer Klemme ohne weiteres mehr
befreien können und hilflos auf Hilfskräfte warten müssen. Ich finde es
bedauerlich, daß es scheinbar keine "Unverrieglungen" gibt. Wo sind die
Handräder oder ähnliche mechanische Vorrichtungen womit man die
elektronisch bedingten Verrieglungen überwinden kann? Hat man nicht
daran gedacht? Und falls sie existierten, waren sie entsprechend
gekennzeichnet und markiert mit Instruktionen im Falle des Falles?
https://www.google.ca/search?q=ice+zug+ausfall&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=oMV4VqXdJ8qBU-XxgvAF#safe=active&q=ice+zug+ausfall+im+sommer
Sicher, ich habe von der Zugtechnik nicht die geringste Ahnung und weiß
nicht von was ich rede. Trotzdem ist es sehr befremdend daß es solche
Lücken überhaupt gibt. Das stärkt aber in mir nicht das Vertrauen zur
totalen elektronischen Steuerung von Verkehrsmittel. Wenn Du so redest
wünsche ich Dir so etwas mal selber mitmachen müssen. Was würdest Du
sagen wenn Deine Großmutter bei 40 Grad Hitze drin schmachten und
ausharren müßte bis Rettung kommt.
Noch besser; wie würde es Dir gefallen bei -45 Grad Kälte in Alaska oder
Kanada in Deinem 70K-Euro Mercedes SUV in der Wildnis 100km oder mehr
von der nächsten Ansiedlung entfernt stecken zu bleiben und keine
Cellphone Verbindung zu haben und Du führst kein SAT-Phone mit? Du
kommst gerade von einem Besuch zurück und es ist Zwei Uhr Nachts.
Da bist Du jetzt ganz alleine mit Deinem Hightech Fahrzeug welches ganz
plötzlich 50km von Deinem Besuchsziel entfernt jetzt einfach so ausfiel
und die Werkstätte später drei Tage nach dem Fehler suchen muß.
Stundenlang kommt kein anderes Fahrzeug vorbei und da sitzt Du nun bei
der extremen Kälte frierend und zähneklappernd in Deinem Auto. Oh ja, Du
kannst nicht mal heraus weil die Elektronik alles verriegelt hat.
(Beitrag "Re: Motor aus modernen Auto-Instrumenten gesucht") Du
bist ganz auf Dich gestellt. OK. Du brichst das Fenster. Was nun? Bist
Du gut genug bekleidet, daß Du stundenlang in der Kälte überleben
kannst? Hast Du Vorräte? Wie gefällt Dir so etwas? Wenn Du es überlebst
mußt Du das Fahrzeug vielleicht 1000km abschleppen lassen weil kein
altmodischer Mechaniker in einem kleinen Nest so ein Fahrzeug reparieren
könnte weil man dazu teure Hightech Diagnostik Werkzeuge braucht und
sich die nächste Fachwerkstätte nur in der nächsten Großstadt befindet.
Hier geht es um Leben und Tod - Es ist keine Bequemlichkeitssache. Dein
Hightech Auto läßt Dich im Stich und Du stirbst. So einfach ist das.
Aber ich weiß ja nicht wirklich von was ich rede. Ich bin ja nur ein
vertrottelter Autokäufer. Und daß ich mir die obige Geschichte nicht aus
den Fingern gezogen habe, beweist diese wahre Geschichte:
Beitrag "Re: Motor aus modernen Auto-Instrumenten gesucht"
Lese mal das Buch von Jack London "To Build a Fire" Jack London erfaßte
das was selbstverständlich sein sollte, schon vor langer Zeit und passt
gut in unsere Technik dominanten Welt.
Meiner Meinung gehen totale Technikautonomie und Kostensparen nicht Hand
in Hand. Wenn wir als moderne Zivilisation unbedingt moderne Technik
verwenden wollen dürfen Kosten nur eine zweitrangige Rolle spielen und
es genug Redundanz vorgesehen werden und unabhängige
Sicherheitsmechanismen.
Toxic schrieb:> Puls und Atmung noch ok?
Als "alter Dackel" bin ich "abgebrüht" genug, daß mich derlei Sums im
Grunde genommen nicht sonderlich "tangiert":
Es geht nur um Feststellungen unsäglicher Zustände.
Die auch noch als "normal" deklariert werden.
Toxic schrieb:> Wenn von millionen von stoerungsfreien> gefahrenen Kilometern 100km danebengehen ist dies schon eine> unglaubliche "Sauerei".
Du versuchst damit etwas zu relativieren, was m.E. am wahren Sachverhalt
vorbei geht. ;)
Technik HAT zu funktionieren!
Und zwar unter allen menschenmöglich vorhersehbaren Umständen.
Um das zu realisieren, sind Techniker da.
Die aber heutzutage nichts mehr zu "melden" haben, weil sie von
Kaufleuten "dominiert" werden.
Komme w.u. darauf zurück.
Und Technik funktioniert nur dann (zuverlässig), wenn dieser Zielsetzung
ausnahmslos alles andere untergeordnet wird.
Schau Dir doch mal vergleichsweise den Zustand der heutigen Bahn an.
Verspätungen sind gang und gäbe.
Züge fallen einfach aus. Die kommen einfach nicht.
Klimaanlagen fallen aus.
Seit über 100 Jahren werden Klimaanlagen gebaut, die funktionieren.
Und in einem ICE, der ja immerhin per Schleifkontakt an der
Stromversorgung "hängt", sollten dann Klimaanlagen - selbst bei
Stillstand des ICE - auf einmal nicht mehr funktionieren können.??
Nein - der "Hund ist viel tiefer begraben".
Weil nämlich aus "Kostengründen" allenthalben nur noch DRECKS-Zeug
verbaut wird.
Es ist ja nicht so, daß Techniker keine zuverlässigen Lösungen "parat"
hätten.
Doch sie werden inzwischen - wie gesagt - von Kaufleuten "dominiert".
Die ihnen "vorschreiben" was "nur" verbaut werden darf.
Was dabei dann herauskommt, wird uns gelegentlich berichtet.
Jedoch ohne auf die "Versagens-Ursachen" näher einzugehen.
Gerhard O. schrieb:
[...]
> Lese mal das Buch von Jack London "To Build a Fire" Jack London erfaßte> das was selbstverständlich sein sollte, schon vor langer Zeit und passt> gut in unsere Technik dominanten Welt.
Wie hat Dir denn der Film gefallen?
Klaus schrieb:> Gerhard O. schrieb:> [...]>> Lese mal das Buch von Jack London "To Build a Fire" Jack London erfaßte>> das was selbstverständlich sein sollte, schon vor langer Zeit und passt>> gut in unsere Technik dominanten Welt.>> Wie hat Dir denn der Film gefallen?
Bin noch nicht dazugekommen ihn fertig anzuschauen. Zur Zeit ist einfach
zu viel los.
Gruß,
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> Wenn Du so redest> wünsche ich Dir so etwas mal selber mitmachen müssen. Was würdest Du> sagen wenn Deine Großmutter bei 40 Grad Hitze drin schmachten und> ausharren müßte bis Rettung kommt.
Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass ein ICE mit
ausgefallener Klimaanlage im Sommer auch durchaus höhere
Innentemperaturen erreicht als "nur" 40°C...
Das Problem ist ja nicht, dass die Kühlung der Klimaanlage ausfällt. Die
Älteren unter uns kennen ja noch die Zeiten, wo Klimaanlagen schierer
Luxus waren und es sie in Zügen und Autos normalerweise nicht gab. Da
machte man dann eben das Fenster auf, um den Inneraum an die
Außentemperatur anzunähern - und genau das geht im ICE nicht. Das wäre
auch Murks, weil bei einer Tunneleinfahrt bei 240 Km/h wahrscheinlich
ein paar Trommelfelle in Mitleidenschaft gezogen würden. Dass die
Fenster nicht geöffnet werden können, ergibt also Sinn. Aber dass der
Ausfall der Klimaanlage uch die aktive Belüftung lahmlegt, das ist ein
Armutszeugnis!
Matthias L. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Wenn Du so redest>> wünsche ich Dir so etwas mal selber mitmachen müssen. Was würdest Du>> sagen wenn Deine Großmutter bei 40 Grad Hitze drin schmachten und>> ausharren müßte bis Rettung kommt.>> Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass ein ICE mit> ausgefallener Klimaanlage im Sommer auch durchaus höhere> Innentemperaturen erreicht als "nur" 40°C...>> Das Problem ist ja nicht, dass die Kühlung der Klimaanlage ausfällt. Die> Älteren unter uns kennen ja noch die Zeiten, wo Klimaanlagen schierer> Luxus waren und es sie in Zügen und Autos normalerweise nicht gab. Da> machte man dann eben das Fenster auf, um den Inneraum an die> Außentemperatur anzunähern - und genau das geht im ICE nicht. Das wäre> auch Murks, weil bei einer Tunneleinfahrt bei 240 Km/h wahrscheinlich> ein paar Trommelfelle in Mitleidenschaft gezogen würden. Dass die> Fenster nicht geöffnet werden können, ergibt also Sinn. Aber dass der> Ausfall der Klimaanlage uch die aktive Belüftung lahmlegt, das ist ein> Armutszeugnis!
Interessant!
Ds ich leider keinen Zugang zu Fakten habe kann ich nur meine Gedanken
dazu äussern.
Ich verstehe nicht, dass bei diesen hochkomplexen Systemen scheinbar
keine Notfallsschaltungen vorgesehen sind um zumutbare Verhältnisse
unter manueller Kontrolle ermöglichen können. Alles auf die Elektronik
uns Steuersoftware zu setzen scheint mir eher gefährlich. Irgendwie
scheinen mir diese Horrorstories fast unglaublich und dass so etwas
sogar möglich ist.
Bei uns in Edmonton kämpft man schon über zwei Jahre um die Software der
Kreuzungskontrolsysteme eines neues Abschnitts des LRT* System fertig zu
stellen. Es ist ein Mords Skandal.
*) LRT = Light Rail Transit
https://www.google.ca/search?sclient=tablet-gws&site=&source=hp&q=edmonton+lrt+software+problems&oq=edmonton+lrt+software+problems&gs_l=tablet-gws.3...2405.14762.0.15497.30.22.0.8.8.0.244.2265.15j6j1.22.0....0...1c.1.64.tablet-gws..12.18.1253.P0CmQ_-xIWo
Wie zuverlässig im Vergleich war früher die DBB?
Hat zwar nichts mehr mit dem Thema "Instrumentenmotor" zu tun, aaaber...
Vor ein paar Wochen stand ich vor einer Waschanlage und drinnen wirbelte
eine Frau aufgeregt um ihr Auto. Warum?
Nun, die Karre sprang nicht mehr an und die Handbremse ist komplett
elektrisch, natürlich automatisch festgestellt, rausschieben unmöglich.
(Opel Corsa oder Astra, neues Baujahr). Wir haben uns durch das Handbuch
gewühlt, zunächst nichts gefunden. Dann meinen Sohn angerufen
(Autofritze), er kennt aber nur Toyota und Nissan. Entweder muss
irgendwo ein Schalter sein oder irgendwas ist beim Zündung einschalten
zu halten/zu drücken.
Erst ein weiterer Fahrer wusste irgendwie Rat, die Karre lies sich
rausrollen.
Für mich völlig unverständlich, das im Gefahrenfall die Handbremse
blockieren kann und der Hersteller das so will.
Old-Papa
Thomas S. schrieb:> Lieber fällt mir ein einzelnes Instrument aus, als gleich das ganze> Display.
Ich hatte mal ein Problem mit einer Airbag Warnlampe. Das Auto war
Baujahr 2002, also noch nicht mit modernen Display. Das ganze Modul
musste getauscht werden, kostete WIMRE ~800 €.
Klaus P. schrieb:> Thomas S. schrieb:>> Lieber fällt mir ein einzelnes Instrument aus, als gleich das ganze>> Display.>> Ich hatte mal ein Problem mit einer Airbag Warnlampe. Das Auto war> Baujahr 2002, also noch nicht mit modernen Display. Das ganze Modul> musste getauscht werden, kostete WIMRE ~800 €.
Auto Mafia!
Wie unfair das ist! Der Kunde trägt überhaupt nicht an der Abnutzung
solcher Teile bei und muß trotzdem die Kosten falscher weise tragen die
durch Versagen des Herstellers durch unzuverlässige Herstellerteile
verursacht werden. Leider kann man solche Sachen wegen TÜV (und eigener
Sicherheitsüberlegungen) nicht gut ignorieren. Solche Sicherheitsteile
müßten Lebenszeit Garantie haben müssen.
Old P. schrieb:> Hat zwar nichts mehr mit dem Thema "Instrumentenmotor" zu tun, aaaber...> Vor ein paar Wochen stand ich vor einer Waschanlage und drinnen wirbelte> eine Frau aufgeregt um ihr Auto. Warum?> Nun, die Karre sprang nicht mehr an und die Handbremse ist komplett> elektrisch, natürlich automatisch festgestellt, rausschieben unmöglich.> (Opel Corsa oder Astra, neues Baujahr). Wir haben uns durch das Handbuch> gewühlt, zunächst nichts gefunden. Dann meinen Sohn angerufen> (Autofritze), er kennt aber nur Toyota und Nissan. Entweder muss> irgendwo ein Schalter sein oder irgendwas ist beim Zündung einschalten> zu halten/zu drücken.> Erst ein weiterer Fahrer wusste irgendwie Rat, die Karre lies sich> rausrollen.> Für mich völlig unverständlich, das im Gefahrenfall die Handbremse> blockieren kann und der Hersteller das so will.>> Old-Papa
Pityful! Der Kaiser ist pudel splitternackt. Und keiner sieht es.
mfg,
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> Es würde mich interessieren ob solche Air Core Anzeige Motoren noch in> Fahrzeugen verwendet werden
Weiß jemand etwas darüber? Sind die Hersteller tatsächlich auf Stepper
Motoren umgestiegen?
Old P. schrieb:> Nun, die Karre sprang nicht mehr an und die Handbremse ist komplett> elektrisch, natürlich automatisch
Ein Paradebeispiel von überzüchteteter Technik und Konsumer Babying.
Wieder mal ein Beispiel von "Because we can, and not, because it is
necessary"
Kopfschüttelnd...
Gerhard O. schrieb:> Old P. schrieb:>> Nun, die Karre sprang nicht mehr an und die Handbremse ist komplett>> elektrisch, natürlich automatisch>> Ein Paradebeispiel von überzüchteteter Technik und Konsumer Babying.>> Wieder mal ein Beispiel von "Because we can, and not, because it is> necessary"
Man mag herstellerseitig sehr gute Gründe für viele uns unverständliche
Besonderheiten in unseren Konsumerguetern haben. Nur erschließt sich oft
nicht Solches dem Normalsterblichen. Vielleicht sollten gewisse
Charakteristiken moderner Technik besser im Manual dokumentiert werden
und der Kunde angehalten werden, es auch zu lesen und verstehen wenn
solche Technik benutzt werden soll die ohne Doku keinen Sinn hat.
>> Kopfschüttelnd...
Gerhard O. schrieb:> Weiß jemand etwas darüber? Sind die Hersteller tatsächlich auf Stepper> Motoren umgestiegen?
Ich habe mal eins aufgeknackt, siehe Foto. Da sind zwei Spulen drin, die
über Ankerbleche (die waren original so krumm) eine kleine
Magnet-Trommel bearbeiten. Diese treibt dann über Zahnräder den Zeiger
an. Die beiden Achsen sitzen im Deckel, deshalb hängen die Räder jetzt
etwas schief.
Nullpunkt suchen geht wie beim Floppy: zwei Sekunden nach links bis auf
Anschlag.
soul e. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>>> Weiß jemand etwas darüber? Sind die Hersteller tatsächlich auf Stepper>> Motoren umgestiegen?>> Ich habe mal eins aufgeknackt, siehe Foto. Da sind zwei Spulen drin, die> über Ankerbleche (die waren original so krumm) eine kleine> Magnet-Trommel bearbeiten. Diese treibt dann über Zahnräder den Zeiger> an. Die beiden Achsen sitzen im Deckel, deshalb hängen die Räder jetzt> etwas schief.>> Nullpunkt suchen geht wie beim Floppy: zwei Sekunden nach links bis auf> Anschlag.
Vielen Dank! Hochinteressant! Dein Motor ist ja sehr mit einem Quarz
Uhrwerksschrittmotoraufbau ähnlich nur daß mit den zwei Spulen Rechts-
und Linkslauf bewirkt wird. Man scheint also die Air Cores aufgegeben zu
haben.
Die muß ich mir besorgen. Ich könnte die auch gebrauchen weil diese
wahrscheinlich vollen 360 Grad Drehwinkel haben. Ist da ein mechanischer
Anschlag im Motor eingebaut oder wird das extern gemacht? Wenn kein
Anschlag vorhanden ist, dann könnte man noch viel mehr damit machen. Ich
nehme allerdings an, daß der Drehmoment ähnlich wie bei einem Quarzuhr
Werk relativ schwach ist.
Sind die Spulen fuer 5V oder 12V ausgelegt? Weisst Du zufaellig auch
wieviele Schritte fuer 180 Grad notwendig sind?
mfg,
Gerhard
soul e. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>>> Weiß jemand etwas darüber? Sind die Hersteller tatsächlich auf Stepper>> Motoren umgestiegen?>> Ich habe mal eins aufgeknackt, siehe Foto. Da sind zwei Spulen drin, die> über Ankerbleche (die waren original so krumm) eine kleine> Magnet-Trommel bearbeiten. Diese treibt dann über Zahnräder den Zeiger> an. Die beiden Achsen sitzen im Deckel, deshalb hängen die Räder jetzt> etwas schief.>> Nullpunkt suchen geht wie beim Floppy: zwei Sekunden nach links bis auf> Anschlag.
Was macht man bei der Abschaltung des Fahrzeugs mit diesen Motoren?
Werden die Zeiger noch schnell auf Null gesteuert?
Ist da möglicherweise eine Rueckszugfeder?
Bei einem erwarteten Stromausfall würden sonst die Zeiger bei der
letzten Stellung verharren.
Gerhard O. schrieb:> Bei einem erwarteten Stromausfall würden sonst die Zeiger bei der> letzten Stellung verharren.
wo soll im Auto der Stromausfall herkommen? Und wenn es wirklich mal
passiert, hat der Fahrer andere sorgen als Zeiger die merkwürdig stehen.
Peter II schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Bei einem unerwarteten Stromausfall würden sonst die Zeiger bei der>> letzten Stellung verharren.>> wo soll im Auto der Stromausfall herkommen? Und wenn es wirklich mal> passiert, hat der Fahrer andere sorgen als Zeiger die merkwürdig stehen.
Es war nicht provokativ gemeint. Hat mich nur interessiert. Es ist ja
selbstverstaendlich, dass die Zeiger beim Neustart wieder in
Referenzposition gebracht werden.
Klaus schrieb:> Schon wenn ich "Trinksystem" lese, kräuseln sich mir die Fussnägel.
Nun, das im Menschen installierte "Trinksystem" finde ich recht
praktisch. Das schafft es immerhin, im Mund befindliches Wasser
in den Magen zu befördern, selbst wenn man auf dem Kopf steht. :-)
Ich glaube, z.B. Hühner könnten in der Schwerelosigkeit nicht trinken.
OldMan schrieb:> Nach 50 km, nach dem sie den Wagen in der Mannheimer Niederlassung von> MB abgeholt hatte, ging die Kiste bei 130 km/h auf der Autobahn einfach
Sprit alle?
Ich weiss, ich bin jetzt völlig fremd. Habe den link von einem
Verwandten, und es ist doch eigentlich sehr schön, wenn sich soviele -
wie hier - Gedanken über sinnvolle Anwendungen von hochgezuechteter
Technik machen.
Ich selber bin neben einer Mühle aufgewachsen, das mechanische Wirrwarr
klebt heute noch in meinem Kopf. Einfach nur faszinierend, zumal man
auch immer selber alles unter die Lupe nehmen konnte. Dies ist
modernerweise ja nicht mehr wichtig; i.A. ich will autofahren und nicht
Autotechnik studieren.
In Häusern werden neben Fahrstühlen, wohl reineweg zur Sicherheit, immer
noch Treppenhäuser verbaut - was sollen diese teueren Dinger da
eigentlich?
Die paar Unfaelle bei fehlendem Treppenhaus werden wir dann als
technischen Kollateralschaden eben hinnehmen muessen. Wir leben mom ja
auch mit 10 000 Verkehrstoten pro Jahr usw...
Muss ich gleich mal auf avaazadingsbumsda ne Petition starten, dass in
jeglicher elektronisch betriebener Baugruppe auch eine mechanische
Sicherheit (wie Treppenhäuser) einzubauen ist. Dem Menschen und seiner
Sicherheit zuliebe - fröhliche Weihnacht und ein entspanntes Leben
zwischen den Jahren.
PS: Wer hat denn noch Kerzen am W-Baum?
Jesusi schrieb:> PS: Wer hat denn noch Kerzen am W-Baum?Harald W. schrieb:> Ja, elektrische. :-)
Ich habe gleich einen Kabelbaum hingestellt. Die Beleuchtung wird mit
Nadel impulsen angesteuert.
MfG Paul
Paul B. schrieb:> Jesusi schrieb:>> PS: Wer hat denn noch Kerzen am W-Baum?>> Harald W. schrieb:>> Ja, elektrische. :-)>> Ich habe gleich einen Kabelbaum hingestellt. Die Beleuchtung wird mit> Nadel impulsen angesteuert.>> MfG Paul
Welche Farbe haben die "Nadel" Impulse?
Paul B. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Welche Farbe haben die "Nadel" Impulse?>> Auf dem Bildschirm des Oszis sind sie grün...> ;-)> MfG Paul
Genau wie ich mir gedacht habe;-)
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> Die muß ich mir besorgen. Ich könnte die auch gebrauchen weil diese> wahrscheinlich vollen 360 Grad Drehwinkel haben. Ist da ein mechanischer> Anschlag im Motor eingebaut oder wird das extern gemacht?
Klingt jetzt blöd, aber ich komme gerade nicth ans Regal, auf dem oben
die Leiterplatten liegen. In meinem Arbeitszimmer ist relativ wenig
Platz und da steht gerade ein Aufbau davor :-(
Ich gucke morgen mal nach, ob die sich frei durchdrehen lassen. Falls
nicht, wird das höchstens eine Nase am Abtriebsrad sein, die liesse sich
notfalls auch entfernen.
Wenn Du mit gebrauchsten Teilen einverstanden bist, kann ich Dir ein
paar runterlöten. Ich brauche die nicht, mir geht es nur um die
CCFL-Spannungserzeugung für das TFT.
> Sind die Spulen fuer 5V oder 12V ausgelegt? Weisst Du zufaellig auch> wieviele Schritte fuer 180 Grad notwendig sind?
Vermutlich eher 5V, sonst müsste man zusätzlich noch
Spannungskompensation machen. Die Bordspannung kann ja je nach Tagesform
zwischen 8 und 16 V liegen.
soul e. schrieb:>> Sind die Spulen fuer 5V oder 12V ausgelegt? Weisst Du zufaellig auch>> wieviele Schritte fuer 180 Grad notwendig sind?>> Vermutlich eher 5V, sonst müsste man zusätzlich noch> Spannungskompensation machen. Die Bordspannung kann ja je nach Tagesform> zwischen 8 und 16 V liegen.
"Tagesform" bei der Bordspannung?
Was meinst Du damit?
Verstehe ich nicht. :)
soul e. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>>> Die muß ich mir besorgen. Ich könnte die auch gebrauchen weil diese>> wahrscheinlich vollen 360 Grad Drehwinkel haben. Ist da ein mechanischer>> Anschlag im Motor eingebaut oder wird das extern gemacht?>> Klingt jetzt blöd, aber ich komme gerade nicth ans Regal, auf dem oben> die Leiterplatten liegen. In meinem Arbeitszimmer ist relativ wenig> Platz und da steht gerade ein Aufbau davor :-(>> Ich gucke morgen mal nach, ob die sich frei durchdrehen lassen. Falls> nicht, wird das höchstens eine Nase am Abtriebsrad sein, die liesse sich> notfalls auch entfernen.>> Wenn Du mit gebrauchsten Teilen einverstanden bist, kann ich Dir ein> paar runterlöten. Ich brauche die nicht, mir geht es nur um die> CCFL-Spannungserzeugung für das TFT.>>>> Sind die Spulen fuer 5V oder 12V ausgelegt? Weisst Du zufaellig auch>> wieviele Schritte fuer 180 Grad notwendig sind?>> Vermutlich eher 5V, sonst müsste man zusätzlich noch> Spannungskompensation machen. Die Bordspannung kann ja je nach Tagesform> zwischen 8 und 16 V liegen.
Hallo Soul Eye,
Gerade zurück vom Lebensmiitel einkaufen...
Das mit den Teilen ist sehr nett von Dir, aber ich nehme es besser doch
nicht an weil ich in Kanada wohne und die Portoksten zu hoch wären. Und
es ist schwierig die Portokosten zu übermitteln. Ich danke Dir trotzdem
fürs Wollen;-)
Vielleicht finde ich sie einigermassen erschwinglich auf eBay.
Mfg,
Gerhard
Es würde mich interessieren warum man von Air Cores abgegangen ist.
Waren es nur Kostengründe oder vielleicht bessere Reproduzierbarkeit des
Drehwinkels. Die Air Core schneidet in Bezug auf Linearität und
Genauigkeit und höherer Empfindlichkeit durch Reibung wahrscheinlich
deutlich schlechter ab. Auch ist die Elektronik beim Schrittmotor viel
billiger zu realisieren. Durch den Magnetanker ist auch die Linearität
keine Frage solange durch Reibung keine Schritte verloren gehen.
Magnus M. schrieb:> Er war im Besitz seines Zündschlüssels, konnte> aber weder den Motor starten, noch die (verriegelten) Türen öffnen, noch> irgendeinen Fensterheber betätigen.
Noch einer, der noch nie was von Batterie-Reset gehört hat :-)
Hatte ich auch mal. Versucht, bei Gewitter !! rückwärts bergauf
einzuparken. Abgewürgt bzw. "ausgegangen" - das war's dann auch. Rien ne
va plus ...
Keine Kontrolleuchte mehr, die Elektrik war vollkommen "abwesend".
Der Service kam 2 Stunden später, versuchte die Daten auszulesen (nix
ging mehr, auch nicht die kleinste Led) - und hat dann aufgegeben.
Was hat er gemacht? Polklemmen von der Batterie abgemacht, 10 Sekunden
zusammengehalten: "Batterie-Reset" - und alles war wieder in Ordnung.
Fazit: Ich werde nie (NIE) einem autonomen System mein Leben anvertrauen
- es sei denn, ich kann das nicht verhindern ... (aber dann spielt es
sowieso keine Rolle mehr ...)
soul e. schrieb:> Ich gucke morgen mal nach, ob die sich frei durchdrehen lassen. Falls> nicht, wird das höchstens eine Nase am Abtriebsrad sein, die liesse sich> notfalls auch entfernen.
Wie vermutet, am Abtriebsrad sitzt eine Plastiknase, die in einer
Kulisse im Gehäuse läuft. Damit wird der Weg auf ca 300° begrenzt. Die
Nase kann man entfernen, muss den Antrieb dafür aber einmal komplett
zerlegen.
soul e. schrieb:> soul e. schrieb:>>> Ich gucke morgen mal nach, ob die sich frei durchdrehen lassen. Falls>> nicht, wird das höchstens eine Nase am Abtriebsrad sein, die liesse sich>> notfalls auch entfernen.>> Wie vermutet, am Abtriebsrad sitzt eine Plastiknase, die in einer> Kulisse im Gehäuse läuft. Damit wird der Weg auf ca 300° begrenzt. Die> Nase kann man entfernen, muss den Antrieb dafür aber einmal komplett> zerlegen.
Danke! Es ist also möglich den Antrieb als kontinuierlichen Schrittmotor
zu modifizieren. Muß sagen, dank Dir sind da wesentliche Erkenntnisse
rausgekommen und habe wieder was dazu gelernt.
Ich habe in Seiko Marine 30s Nebenuhrwerk (M501) mit genau solcher
Sulenanordnung. Bei dem kann ich durch entsprechende Wahl der gerade
aktiven Spule das Werk auch rückwerts laufen lassen (Zeitzonenangleich)