Niedervolt (< 60V) Röhrenverstärker bzw. Röhrenschaltungen

OP #5886071
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Hallo Community!

Bin auf ein Buch von Elektor gestoßen, dass Schaltungen mit Röhren 
beschreibt die mit max. 60V Anodenspannung arbeiten.

Hier die Beschreibung vom Buch:
https://www.elektor.de/roehren-projekte-von-6-bis-60-v-pdf

Kennt wer dieses E-Book und kann es wer empfehlen?

Habe an der TU derzeit das Buch "Verstärker in Röhrentechnik", auch von 
Elektor ausgeliehen. Allerdings schreckt mich bei den Schaltungen die 
hohe Anodenspannung als Neuling in Röhrentechnik etwas ab, um frisch ans 
Werk zu gehen. Brauch also derzeit eher etwas für Softies. :)
Gast #5886078
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Johannes K. schrieb:
>Allerdings schreckt mich bei den Schaltungen die
>hohe Anodenspannung als Neuling in Röhrentechnik etwas ab, um frisch ans
>Werk zu gehen. Brauch also derzeit eher etwas für Softies. :)

Dann experimentiere erst mal mit D-Röhren, die sind extra
für kleine Anodenspannungen (90V) und Bateriebetrieb
konstruiert worden.

Zum Beispiel dies hier:

https://www.gfgf.org/GFGF-Schaltplandienst/FunkwerkHalle_Ilona_sch.pdf
OP #5886085
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Karl K. schrieb:
> Das Inhaltsverzeichnis sieht nicht schlecht aus, und bei einigen der
> Röhren hättest Du gute Chancen, die noch zu bekommen.

Das Inhaltsverzeichnis würde mich auch ansprechen. Aber ich warte mal 
auf weitere Kommentare hier ab. Vielleicht hat das E-Book ja wer.

> Ich mein, muss man wissen, ob man sich noch mit Röhren abgeben will.
> Sinnvoll ist es nicht, aber Hobby muss ja nicht sinnvoll sein.

Derzeit wäre es echt nur ein Hobby. Aber ich habe mir voriges Jahr einen 
Röhrenamp für E-Gitarre gegönnt und muss echt sagen, der Klang ist 
einfach harmonischer und klarer. Zwar nicht bei geringen Lautstärken 
(hier war mein alter Transistorverstärker besser) aber desto mehr man 
den Lautstärkeregler aufdreht, desto besser wird der Klang. Gut, mag 
zwar jetzt subjektiv sein,  aber mir gefällt der Röhrensound deutlich, 
im speziellen die Verzerrung in Verbindung mit einer E-Gitarre besser. 
War vorher auch skeptisch gegenüber.

Gut, mag vielleicht vom Preis etwas unfair sein, meinen alten 300€ 
Transistorverstärker (Marshall MG30GFX Combo) mit einen 800€ 
Röhrenverstärker (ENGL MetalMaster 20 Combo) zu vergleichen. Bei dem 
Preisunterschied sollte die Röhre schon besser klingen. :)
#5886113
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Hallo Johannes

Fast alle Röhrenschaltungen können auch mit Kleinspannung betrieben 
werden, also < 48V und manchmal ist das sogar von Vorteil. Aber wenn 
Anodenstrom fließt (>50mA), kommen viele Verstärkerröhren bei der 
negativen Halbwelle micht mehr unter 20-40V runter. Von 60V 
Betriebsspannung bleiben zum Arbeiten also nur noch 30V übrig.

Faustformel für die Ausgangsleistung Po
Po ~= U  I  0,6
Po ~= 30V  50mA  0,6
Po ~= 0,9 Watt

IMO bisschen wenig für einen Gitarrenverstärker. Mit 250V 
Betriebsspannung wären es 7 Watt, was ungefähr einer EL84 entspricht.
Fazit: Wer Leistung will, benötigt Strom UND Spannung!

Fang also erst mal mit was anderem an, z.B. mit einem Verzerrer.

Gruß, Bernd
#5886139
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Vergiß diesen 6-60V Quatsch. Röhren betreibt man optimal an den im 
Datenblatt angegebenen Arbeitpunkten.
NF-Endstufen möchten auch schonmal 800V und höher. Da ist Vorsicht und 
sorgfältiger Aufbau angesagt.

Außer, daß sie groß, schwer, gefährlich sind und viel Abwärme erzeugen, 
haben Röhrenschaltungen keine weiteren Vorteile.
Heutzutage nimmt man vorzugsweise OPVs und ICs für die 
NF-Signalverarbeitung. Diskrete Transistoren nimmt man nur noch in den 
Endstufen.
Gast #5886177
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Achim B. schrieb:
> Der Klangunterschied hat mit Röhre/Transistor erstmal garnix zu tun

Doch, das siehst Du schon an den Ausgangskennlinienfeldern.

Vielleicht bringen die ja mal ein Buch,
Transistor-Projekte von 60- bis 600V, raus.

Johannes K. schrieb:
> Allerdings schreckt mich bei den Schaltungen die
> hohe Anodenspannung als Neuling in Röhrentechnik etwas ab, um frisch ans
> Werk zu gehen.

Aha, warum das? Wer hat Dir diese Angst eingeredet?
Die Spannung an Deinen Steckdosen beträgt übrigens bis zu 325Vs.
Ich hoffe, Du gerätst jetzt nicht in Panik.


LG
old.
(Firma: SVK) #5886204
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zu geil übrigens..fragt hier einer was zum Anschluss an der Steckdose 
etc kommen alle aus den Löchern gekrochen und kapern den Thread mit 
sinnlosen Sicherheitshinweisen und das er besser die Finger davon lassen 
sollte.
Sagt wiederum einer er fühlt sich unsicher bei hohen Spannungen  und 
will lieber klein anfangen, labern alle rum, das das alles gar kein 
Problem sei und er sich nicht so anstellen solle köstlich dieses Forum
Das Motto lautet stehts "dagegen" ahahahhahahah
OP #5886223
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Aus der W. schrieb:

> Aha, warum das? Wer hat Dir diese Angst eingeredet?
> Die Spannung an Deinen Steckdosen beträgt übrigens bis zu 325Vs.
> Ich hoffe, Du gerätst jetzt nicht in Panik.

Weil ich das Gefühl kenne? Bin schon mal unverhofft in den ~380V 
Stromkreis geraten. War hier selber schuld. Dafür regelmäßig mit ~230V 
in Berührung gekommen, weil unsere Techniker unfähig waren und die Phase 
auf Erde geklemmt haben. Beides was nicht lustig. Gut, man wird wieder 
munter. Wirkt definitiv besser als Red Bull. ;)
OP #5886236
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Peter D. schrieb:
> Einer schrieb:
>> Und wieso macht das dann keiner.
>
> Irgendwo habe ich das schonmal gesehen, EL95 + Trafo vor eine neutrale
> Transistorendstufe einschleifbar für den Röhrensound.
> Man kann aber auch mit DSPs den Röhrensound emulieren.

Das ist natürlich korrekt. Es gibt auch Effektgeräte bei der man 
bestimmte Röhrenampmodelle emulieren kann. Nur ist das Effektgerät 
meistens teurer (~3000€) als ein normaler Verstärker.
#5886241
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Achim B. schrieb:
> Der Klangunterschied hat mit Röhre/Transistor erstmal garnix zu tun,
> sondern ist dem Schaltungsdesign geschuldet. Mann könnte also aus
> Transen Verstärker bauen, die genau so klingen wie dein Röhrenamp, und
> umgekehrt.

Hi,
bei Röhrenverstärkern mit Ausgangsübertragern ist dieser der eigentliche 
Knackpunkt.
Er "lebt" vom Wechsel des Stromes bzw. der Spannungen und der damit 
verbundenen Ummagnetisierung, um damit wieder etwas in die Sekundärspule 
induzieren zu können.
Hier sind besonders "nach unten" gewisse Grenzen gesetzt. (Es gibt dafür 
Lösungen, das würde zu weit führen, das hier auszuwalzen.)

Bei Transistorverstärkern geht das zunächst ohne Ausgangsübertrager bei 
+ - Spannungsversorgung ohne Elko etwas einfacher. Nur kommen da wieder 
andere Schwierigkeiten hinzu. (Schwingneigung).

ciao
gustav
OP #5886246
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Tonja S. schrieb:
> Bei Reichelt gibt es ja auch Röhren unter 12V

Hab derweil nur mal bei Conrad kurz geschaut, aber danke für die Info.

Was haltet ihr übrigens von dieser "Einstiegsröhre"?
https://www.conrad.at/de/p/dl-96-3-c-4-elektronenroehre-endpentode-64-v-3-5-ma-polzahl-7-sockel-miniatur-inhalt-1-st-156822.html

Eine DL96. Ist nicht wirklich teuer. Würde ja für eine Versuchsschaltung 
reichen, oder?
Gast #5886254
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Johannes K. schrieb:
> Okay, hab es nicht erwarten können. Habe das E-Book jetzt gekauft.

Gute Entscheidung. Hier im Forum werden meiner Ansicht nach Dir auch 
geholfen werden um die Schaltungen fuer moderne Roehren mit kleiner 
Anodenspannung abzuaendern.

Die unsauberen Klaenge bei kleiner Lautstaerke liessen sich beseitigen 
mit etwas Zusatzaufwand.

Mit Halbleitern koennten auch sehr harmornisch klingende Verstaerker 
gebastelt werden. Es gibt wirklich keinen Kommerziellen (und 
Schaltplaene im Netz), die das wirklich konsequent beherzigt haben.
#5886264
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Johannes K. schrieb:
> Eine DL96. Ist nicht wirklich teuer. Würde ja für eine Versuchsschaltung
> reichen, oder?

Hi,
da gibt es schon wieder Probleme. In der C* Beschreibung steht 1,4V 
Heizspannung.
In anderen Publikationen findet man die Angabe 2,8 V.
Und Heizfaden mit Mittelanzapfung.

Dann wirft C* die amerikanische Variante mit der anderen Bezeichnung in 
einen Topf. Die kann auch eine andere Sockelbeschaltung haben.

Rückfragen bei C* wären IMHO sinnvoll, bevor man böse Überraschungen 
erlebt.

ciao
gustav
Gast #5886297
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Udo S. schrieb:
> Und da ist wieder der Widerspruch in sich. Ein Verstärker soll möglichst
> breitbandig linear und neutral verstärken mit möglichst geringen
> Klirrfaktor und nicht "klingen".
> Sonst ist es ein verstärkender Verzerrer.

Da ist kein Widerspruch. Selbst wenn Du in Serie zu einem
"idealen Verstärker" einen Widerstand schaltest, wirkt
sich diese klanglich aus.

Dieser Einfluss des Widerstandes lässt sich nicht durch
eine Vorverzerrung nachbilden. Deshalb ist diese Aussage

Johannes K. schrieb:
> Peter D. schrieb:
>> Einer schrieb:
>>> Und wieso macht das dann keiner.
>>
>> Irgendwo habe ich das schonmal gesehen, EL95 + Trafo vor eine neutrale
>> Transistorendstufe einschleifbar für den Röhrensound.
>> Man kann aber auch mit DSPs den Röhrensound emulieren.
>
> Das ist natürlich korrekt. Es gibt auch Effektgeräte bei der man
> bestimmte Röhrenampmodelle emulieren kann. Nur ist das Effektgerät
> meistens teurer (~3000€) als ein normaler Verstärker.

falsch.

Johannes K. schrieb:
> weil unsere Techniker unfähig waren

Klar. Wenn man unfähig ist, sollte man das lassen.

Übrigens liegt die Gefahr im Strom.

LG
old.
#5886331
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Achim B. schrieb:
> Jo, und wenn man die Heizfäden parallel legt, sinds 1,4V.

Und schließe sie naiverweise dem Datenblatt blind trauend so dann an 2,8 
V an, wofür ich vielleicht extra meinen Netztrafo umgewickelt habe.;-)

Sockel anschauen. Pinout korrekt?
In den Tester stecken.
Was kann da eventuell noch falsch laufen?
Emission der Katode nicht den Specs. entsprechend.
Vakuumverlust.

@oldeurope hat da bestimmt noch ein paar mehr Tips und Bezugsquellen auf 
Lager.

ciao
gustav
Gast #5886755
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Hallo, folgendes habe ich mal nachgebaut, als es noch die Mittelwelle 
gab.

Du kannst den Empfangsteil ja weglassen und nur die Endstufe aufbauen, 
hast eine DL96 und den kompletten Schaltplan dazu. Viel Spaß!

http://www.jogis-roehrenbude.de/Bastelschule/Kofferradio/Kofferradio.htm

Als Übertrager habe ich damals einen für EL95 genommen, der lag noch 
rum. Hat viele Jahre gut funktioniert.

Grüße, Serge
Gast #5886780
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Hallo,

aus der DL96 kommen bei Ua=85V nur 200mW raus, bei k=10%.
Das mit den 500mW ist die DL94, aber auch nur bei Ua=120V.

Schaltungsaufbau mit Batterieröhren lohnt sich eigentlich so richtig 
nicht. Bessere Ergebnisse und größere Freiheiten hat man bei höheren 
Anodenspannungen.
Vor 250V Anodenspannung muß man auch keine Angst haben, wenn man 
verständig zu Werke geht. Man muß ja nicht unbedingt ein Monsternetzteil 
mit hoher Stromlieferfähigkeit nehmen, welches dann einen fehlerhaften 
Aufbau gleich verdampft.


MfG
Willi
Gast #5886824
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Willi schrieb:
> aus der DL96 kommen bei Ua=85V nur 200mW raus, bei k=10%.

Ja, es braucht schon einen Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad und 
Tiefbass kann man nicht erwarten. Aber bei einem Mittelwellenradio auch 
nicht nötig. Im Alltagsgebrauch reichen die 200mW, das ist lauter als 
man denkt.

Grüße!

PS: Wie bereits gesagt wurde, als Einstieg und um Röhren 
"kennenzulernen" würde ich auch keine D-Röhren empfehlen. Aber der TO 
möchte ja nicht über 60V gehen. Bei 250V und den Allerweltsröhren EL84 + 
ECC8x könnte man wesentlich mehr Spaß haben. Aber ich verstehe den TO. 
Wobei auch 60V durchaus "zwicken" können!
#5886845
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Serge W. schrieb:
> "Sowohl der Einzelwiderstand R2 als auch die Kombination C4 R5
> dienen dem Erzeugen der erforderlichen Gittervorspannung."

Ach, weil die Anodenbatterie mit Minus nicht auf Masse hängt, sondern 
über R5 geführt wird. Das ist dann die Gittervorspannung für Rö2.

Aber für Rö1 liegen Gitter und Katode auf gleichem Potential. 
Gittervorspannung durch Gitterstrom? Macht man das?
OP #5886859
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Aus der W. schrieb:
> Johannes K. schrieb:
>> Peter D. schrieb:
>>> Einer schrieb:
>>>> Und wieso macht das dann keiner.
>>>
>>> Irgendwo habe ich das schonmal gesehen, EL95 + Trafo vor eine neutrale
>>> Transistorendstufe einschleifbar für den Röhrensound.
>>> Man kann aber auch mit DSPs den Röhrensound emulieren.
>>
>> Das ist natürlich korrekt. Es gibt auch Effektgeräte bei der man
>> bestimmte Röhrenampmodelle emulieren kann. Nur ist das Effektgerät
>> meistens teurer (~3000€) als ein normaler Verstärker.
>
> falsch.

Inwiefern falsch?
#5886871
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Matthias S. schrieb:
> Aber der Heizfaden ist die Kathode und die liegt nicht auf Masse,
> sondern auf + der Heizspannung.

Also ist das in dem Moment wirklich ein offenliegender Heizfaden und 
nicht wie bei den E-Röhren ein Röhrchen mit innenliegenden und einseitig 
angeschlossenen Heizfaden. Damit hätte die Katode im Schnitt 0.7V über 
Masse und Gitterspannung.

Wie wirkt sich denn so ein unterschiedliches Katodenpotential (1.4V bis 
0V) auf das Verhalten aus?
Gast #5886924
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Karl K. schrieb:
> Also ist das in dem Moment wirklich ein offenliegender Heizfaden und
> nicht wie bei den E-Röhren ein Röhrchen mit innenliegenden und einseitig
> angeschlossenen Heizfaden.

Ja. Und die Schaltung funktioniert sehr gut. Hab damit jahrelang den DLF 
auf 576KHz gehört (Sender Mühlacker).

Beispiel so einer Heizung ist hier mit Bild:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektronenr%C3%B6hre#Direkte_und_indirekte_Heizung
Gast #5886975
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Ein sehr interresantes Thema, da möchte ich euch einmal kurz um eine 
Abschätzung zur Machbarkeit fragen ob ihr abschätzen könnt wieviel 
Ausgangsleistung ein Gitarrenverstärker mit EL84 bei 48V Anodenspannung 
ungefähr erreichen könnte.
Gast #5886999
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Schrämmm schrieb:
> abschätzen könnt wieviel
> Ausgangsleistung ein Gitarrenverstärker mit EL84 bei 48V Anodenspannung
> ungefähr erreichen könnte.

Das kann man ausrechnen und auf dem Datenblatt nachschauen. Es sind ca. 
0,3 Watt möglich, sprich 300mW aber warum nur 48V? Da fühlt sich die 
Röhre alles andere als wohl.

Wenn ihr schon unter 60V/48V bleiben wollt, dann seid ihr bei den 
Class-D Verstärker IC's besser aufgehoben.

Der Umgang mit Röhren erfordert nun mal prinzipbedingt hohe Spannungen.
Mit allen Nachteilen und Gefahren.

Grüße, Serge
Gast #5887050
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Karl K. schrieb:
> Brauchen die D-Röhren keine Gittervorspannung? Komisch...

Nicht komisch!
Viele Bleistiftröhren brauchen keine Gittervorspannung.

Schrämmm schrieb:
> ob ihr abschätzen könnt wieviel
> Ausgangsleistung ein Gitarrenverstärker mit EL84 bei 48V Anodenspannung
> ungefähr erreichen könnte.

Auch die normale Ausgangsleistung von 4-5W ist für einen 
Gitarrenverstärker zu wenig.
#5887159
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Serge W. schrieb:
> Hallo, folgendes habe ich mal nachgebaut, als es noch die Mittelwelle
> gab.

Die Bilder kenne ich, das Bastelbuch hatte ich auch. Allerdings gab es 
zu meiner Zeit schon keine Anodenbatterien mehr zu kaufen.
22,5V Batterien scheint es aber noch zu geben:
https://www.accuswiss.ch/product_info.php?info=p22666_Fotobatterie-22-5V-100mAh-V72PX--MN122--15F20--15LR43--NN412.html
Gast #5887513
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Peter D. schrieb:
> Allerdings gab es
> zu meiner Zeit schon keine Anodenbatterien mehr zu kaufen.

Zu meiner Zeit auch nicht mehr. Hab halt mehrere 9V Blöcke in Reihe 
geschaltet. Viel Anodenstrom fließt ja nicht, also hält das schon eine 
Weile.

Karl B. schrieb:
> Habe mal einen Fernseher repariert, der war voll mit Röhren bestückt
> bis auf die Ton-Endstufe. Diese wurde auch mit Anodenspannung versorgt.
> Hatte keine Extra-Spannungsversorgung. Mit Hochvolt Transistoren geht
> das.

Ja, kenne ich auch noch so. Aber um den Ausgangsübertrager kommt man 
halt trotzdem nicht herum.

Grüße!
Gast #5887533
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Serge W. schrieb:
> Ja, kenne ich auch noch so.

Welcher Fernseher soll denn das gewesen sein?
Ich kann mich an kein solches Gerät erinnern.

Karl B. schrieb:
> https://www.radiomuseum.org/forum/roehrenersatz_durch_transistoren.html

Der letzte Beitrag da ist genial.
Dieser JFET-Trioderizer. Eben mal in ltspice geworfen,
auch da funktioniert das.
Erinnert an eine Triode mit direkt geheizter Reinmetallkatode.
Ich werde mal ein "Sousafon" simulieren und bauen …

LG
old.
#5887675
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Aus der W. schrieb:
> Da ist der Wirkungsgrad aber schlechter als mit einer
> P- bzw. EL95 inclusive Heizung.

Wen interessiert bei einem Röhrenfernseher der Wirkungsgrad der 
Audioendstufe...?

Peter D. schrieb:
> Allerdings gab es
> zu meiner Zeit schon keine Anodenbatterien mehr zu kaufen.
> 22,5V Batterien scheint es aber noch zu geben:

Der Trend geht zu 80V Geräteakkus. Damit läuft so eine Röhre dann 2 
Wochen nonstop durch.

https://www.boerger-motorgeraete.eu/Akku-WELT/Stiga-Akku-Programm-80-Volt-Voltage/

Wobei die 80V wahrwscheinlich 20S sind und auch nur 72V in Echt.
Gast #5888030
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Aus der W. schrieb:
> Danke für die Info, diese Endstufe kannte ich nicht.
> Da ist der Wirkungsgrad aber schlechter als mit einer
> P- bzw. EL95 inclusive Heizung.

Karl K. schrieb:
> Wen interessiert bei einem Röhrenfernseher der Wirkungsgrad der
> Audioendstufe...?

Den Sinn hinter dieser Schaltung hab ich auch nie verstanden. Warum 
nimmt man da keine PL84/PL95, die hohe Spannung liegt doch sowieso an. 
Vielleicht eine reine Machbarkeitsstudie, denn Strom sparen mit einem 
(echten) Röhrenfernseher ist ja eher nicht der Schwerpunkt.

Es gab ja Versuche, in der Horiz. Ablenkung die PL504/509 durch einen 
Thyristor zu ersetzen, was zum Teil gut ging und zum Teil nicht. Aber 
wenn ich ein Gerät auf Halbleiter umstellen möchte, ist die Tonendstufe 
sicher nicht mein erster Gedanke. Aber wir werden es wohl nie erfahren, 
was sich die Techniker damals dabei gedacht haben.

Frohes Schwitzen noch,
Serge
Gast #5888336
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Peter D. schrieb:
> Vergiß diesen 6-60V Quatsch.

Nein, vergiß lieber diesen Peter D. Niedervoltröhren waren und sind 
Standard in einem gewissen mobilen MIL Bereich, den vielleicht nicht 
jeder kennt, der sich in diesem Reichsdeppenelektronikerforum 
herumtreibt.

Hab da ein Collins Kommunikationsempfänger für 24 Volt Batterien (LKW, 
Jeeps)
aus den 50-ern, also älter als ich und: (google nach URR392) 
unverwüstbar!
Gast #5888767
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Styrol schrieb:
> Reichsdeppenelektronikerforum

Nicht übertreiben. Nicht jeder hier ist reich an Deppentum.

Was aber der Fall ist hier: Der TO will ganz einfach etwas
mit diesen Niedervolt-Röhren machen.

Ihn auf bestimmte Nachteile hinzuweisen, ist schon ok.

Aber was Peter gemacht hat (so zu tun, als sei die Frage,
"wie man heutzutage Amps baut") ist natürlich Quatsch.

Den Inhalt und Sinn eines Threads nicht zu erkennen, ist
allerdings auch etwas heftiger, als eben das hier

Styrol schrieb:
> Niedervoltröhren waren und sind Standard in einem gewissen
> mobilen MIL Bereich, den vielleicht nicht jeder kennt

nicht zu kennen.

Für beides kann das_Forum aber nichts, also laß das bitte.
#5889558
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> ein Collins Kommunikationsempfänger für 24 Volt

In der NF-Gegentaktendstufe sitzt eine 26A7 "Double Beam Power Output 
Tube". Die maximale Ausgangsleistung beträgt 0,5 Watt. Die gönnt sich 
mit 26,5V und 0,6A eine Heizleistung von 16 Watt. Das ist schon heftig, 
selbst eine PL519 wird mit "nur" 12 Watt beheizt.

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