Hi,
meine Eltern haben zwei Lichterketten, die mit jeweils 3 AA Akkus
betrieben werden. Obwohl gute Eneloops (1900 mAh) eingesetzt werden,
halten die Akkus leider nur ca. 40h. Es ist ein ziemlicher Aufwand, die
6 AKkus alle paar Tage nach zu laden und das nervt einfach. Die Ketten
sind leider so verbaut, dass ein Kabel eines Netzteils ziemlich stören
würde. Die bevorzugte Lösung lautet daher, weiterhin auf Akkus zu
setzen. Ein weitaus größerer Akku wäre also Wünschenswert, der deutlich
seltener geladen werden muss und außerdem deutlich leichter ladbar ist,
wie z.B. durch einen DC-Anschluss wie beim Notebook ohne Herausnehmen
des Akkus etc.
Jetzt bin ich mir der Problematik anderer Akkus durchaus bewusst
(Schutzschaltungen für Tiefenentladungen, Überladungen etc.). Da ich
keine Lust und Zeit habe das selber zu bauen, ist eine fertige Lösung
notwendig. Ich habe mal kurz recherchiert, aber werde da nur schwer
fündig... Ich habe hier noch einen LiPo Akku (4 Zellen, 16Ah) rumliegen,
aber das Ding kannst ja vergessen mit einfacher Aufladeelekronik.
Weitere Optimierungen betreffen einen Helligkeitssensor, damit sich das
ganze automatisch einschaltet, sowie eine zeitliche Steuerung, damit das
Ding nicht die ganze Nacht durchbrennt. Aber das sind Punkte, die auch
erst einmal hinten angestellt werden können.
Jetzt also zu meinen Fragen:
Auf welche Art Akku würdet ihr setzen?
Würdet ihr eventuell einen ganz anderen Lösungsansatz vorschlagen? Eine
Möglichkeit, ein Kabel zu verstecken, gibt es nicht.
Gibt es fertige Systeme von Akkus mit Elektronik?
Akkus aus Notebooks sind leider von der Grundfläche zu groß, Akkus aus
Smartphones wiederum zu klein um einen echten Mehrwert darzustellen...
Und ja, ich habe mir schon Lithium Ionen Akkus im AA Format angeschaut,
aber der Vorteil zu den bisherigen AKkus ist überschaubar.
An erster Stelle steht natürlich die Sicherheit. Das ganze soll nicht
die Bude abfackeln, wenn man mal nicht Zuhause ist. Größere Elektronik
wäre kein Problem, ein passendes Gehäuse kann ich per 3D-Druck
erstellen.
Hans Peter Wurst schrieb:> Auf welche Art Akku würdet ihr setzen?
Autobatterie. Stellste inne Ecke, gut is. :-)
Alternativ hat mein Vater an eine Weihnachtsdekoration einen
USB-Anschluss gebastelt, damit man statt der dämlichen Batterien ein
billiges USB-Handyladegerät nehmen kann. Oder in deinem Fall eine
USB-Powerbank, dürfte billiger und trotzdem gut sein.
Bei einer Lichterkette ist die Stromverschwendung unerheblich.
Man nehme eine fertige USB Powerbank und eine Si Diode (1N4007 würde IMO
passen) um aus den 5V so rund 4.5V zu erzeugen. Läst sich leicht laden
und würde bei 5Ah auch deutlich länger halten.
Manchmal kann man sich echt nur an den eigenen Klopp hauen. Ich habe
nach fertigen Lösungen für Lithium Ionen Akkus mit Ladeelektronik
gesucht, aber nie auf die Idee gekommen, dass es diese ja in Form von
PowerBanks gibt...
Danke für die Anregung, dann lässt sich das ja leicht umsetzen...
Man besorgt sich eine doppel/vierfach (2x2 parallel) Monozellen
Halterung für 1,50€ und nen paar Alkali-Mangan Zellen mit 16000mah.. als
Akku haben die auch noch 12000mah.
Das ganze wird im Hause betrieben, also keine Probleme mit dem Wetter ;)
Eine Autobatterie hatte ich auch schon im Kopf, ist aber dann doch zu
groß und lässt sich nicht mehr so unauffällig verstecken.
Die simpelste Lösung ist eine PowerBank, für Akkus bräuchte mein Vater
auch ein neues Ladegerät (ziehe bald aus und nehme meins mit), da ist
P/L-technisch eine Powerbank die beste Lösung.
LED-Leuchten, für je 3 Primärzellen, sind eigentlich nicht für den
Betrieb mit 3 Akkus geeignet, da hier üblicherweise der Strom durch die
LED nur mit einem Vorwiderstand eingestellt wird. Da die LED etwa 3V für
sich benötigt, hat hier die Helligkeit bei 3,6V Akkuspannung schon
deutlich abgenommen, lange bevor der Akku wirklich entladen ist. Ob der
Aufwand lohnt, die Stromversorgung auf 4 Akkus und einen kleinen
LowDrop-Spannungsregler mit etwa 4V Ausgangsspannung umzubauen, wäre zu
überdenken.
Hans Peter Wurst schrieb:> ist aber dann doch zu> groß und lässt sich nicht mehr so unauffällig verstecken.
ho ho ho, die Autobatterie als Geschenk zu tarnen wäre die Idee, total
unauffällig, s. Anhang. ;)
ho ho ho
Ingo W. schrieb:> Ob der> Aufwand lohnt, die Stromversorgung auf 4 Akkus und einen kleinen> LowDrop-Spannungsregler mit etwa 4V Ausgangsspannung umzubauen, wäre zu> überdenken.
Soweit ich das gerade richtig weiß, sind das keine LED Lampen, müsste
ich aber überprüfen. Die Lampen leuchten eh nur schwach, ist halt ein
warmes Dekolicht.
Weihnachtsmann schrieb:> ho ho ho, die Autobatterie als Geschenk zu tarnen wäre die Idee, total> unauffällig
Zumindest zur Weihnachtszeit würde das sogar richtig gut aussehen, aber
sonst? :D
Eine PowerBank mit Li dann immer zu betreiben bis der
Unterspannungsschutz zuschlaegt ist keine gute Idee.
Wieviel Lampen hat die Kette?
Poste ein Foto von einer der Lampen. Ggf. koennen daraus sich noch
Erhellungen ergeben.
Das stimmt natürlich, der Akku leidet darunter. Bilder sind angehängt
(Staub bitte ignorieren :D). Könnten doch LED sein, ich meine unter
einem bestimmten Winkel einen typischen LED Chip zu sehen, kann aber
auch einfach as anderes sein. Mein Vater glaubt aber, dass das LED
wären. Habe ich anfangs nicht angenommen wegen des sehr warmen Lichts
(Kamera zu schlecht um das auch nur sansatzweise richtig einzufangen),
bin ich von LED halt nicht gewohnt.
Pro Lichterkette sind es 40 Lampen, also 80 gesamt.
Ingo W. schrieb:> LED-Leuchten, für je 3 Primärzellen, sind eigentlich nicht für den> Betrieb mit 3 Akkus geeignet,
Drei Primärzellen leifen 2,7 bis 4,5 Volt.
Drei Akkus liefern 2,7 bis 3,6 Volt.
Das passt also sehr gut zusammen. Mit Akkus wird die maximale Helligkeit
nicht erreicht, aber da die Akkus erst kurz vor dem Ende unter 1,1V
abfallen hat man fast die gesamte Betriebszeit eine mittlere Helligkeit.
Nach etwa 50% Betriebszeit sind die Lichterketten am Akku sogar heller,
als an Primärzellen.
Stefanus F. schrieb:> Drei Primärzellen leifen 2,7 bis 4,5 Volt.> Drei Akkus liefern 2,7 bis 3,6 Volt.>> Das passt also sehr gut zusammen.
Und eine LiIon liefert 4,2 bis 3 Volt, passt noch besser.
16xx mAh / 40h sind rund 40mA, bei 40 Stück 1mA je Teil, d.h. es sind
LED.
Mit einer Solarzelle aus einer nicht mehr gehenden Gartenleuchte (meist
ist nur der Akku hin) könnte man eine Tagabschaltung realisieren. Mit
einem ATtiny13 ließe sich eine Abschaltung nach ein paar Stunden
realisieren und auch eine Absenkung der Helligkeit.
Man könnte den gemeinsamen Vorwiderstand etwas erhöhen unter Ausnutzung,
dass das Helligkeitsempfinden logarithmisch ist. Für doppelt so hell,
wird deutlich mehr als die doppelte Lichtleistung benötigt.
Erhöhung auf vier Akkus und Ergänzung eines Abwärtswandlers (Strom von
10 bis 40mA einstellbar). Als Ladegerät würde ich eines wie das IPC-1L
(Voltcraft) oder BC-500 (fast baugleich) empfehlen (ca. 30 Euro). Pollin
hat eines für USB, 4 Akkus, für USB, von GP für 9.95 mit Akkus im
Katalog. Das wäre nach Deinen Angaben ein ideales und nützliches
Geschenk zum Nikolaus oder Weihnachten, oder zum Auszug an Deine Eltern.
Und auf Besuch ist es gut zu wissen, dass dort auch ein Ladegerät ist
und nicht eines mitschleppen muss.