Rätsel: Warum explodiert Taschenlampe

OP (Firma: schlechthin) #6095245
Lesenswert?

In den News in den USA kam mal dass jemand eine Taschenlampe mit zwei 
CR123A Batterien in den Mund genommen hat um im Auto zu suchen, dabei 
ist sie explodiert und er wurde schwer verletzt. Ich weiß warum das 
passiert ist, es gibt fast nur einen Grund, welcher wäre das? Und wie 
kommt er zustande. Ich bin über Vorschläge gespannt und werde meine 
Theorie dazu auch noch geben. Hier der Vorfall: 
https://www.youtube.com/watch?v=cYrqHK5b8U0

Es betrifft hauptsächlich Lampen mit 2 Akkus.
#6095294
Lesenswert?

Der G. schrieb:
> In den News in den USA kam mal dass jemand eine Taschenlampe mit zwei
> CR123A Batterien in den Mund genommen hat um im Auto zu suchen, dabei
> ist sie explodiert und er wurde schwer verletzt.

Typisch für Amerikaner: sie hantieren mit Unbekanntem wie Affen und wenn 
danach etwas schief geht, verstehen sie nicht warum...
Was hat eine Lampe in dem Mund zu suchen???
Gast #6095418
Lesenswert?

Andreas M. schrieb:
> Marek N. schrieb:
>> Maxim B. schrieb:
>>> Was hat eine Lampe in dem Mund zu suchen???
>>
>> [X] Du hast noch nie im Dunkeln einen Reifen gewechselt.
>
> Für sowas gibt es Stirnlampen.
> Unseren Verbündeten muss man auch explizit sagen,
> dass man beim Autofahren keinen heißen Togo-Kaffee
> zwischen die Oberschenkel stellt.

Du hast sicher immer ein Aggregat im Kofferraum, mit dem Du Kompressor, 
Schlagschrauber und Flutlichtstrahler betreiben kannst, wenn es Nachts 
zu einer Panne kommt?!
Gast #6095420
Lesenswert?

Andreas M. schrieb:
> Unseren Verbündeten muss man auch explizit sagen,
> dass man beim Autofahren keinen heißen Togo-Kaffee
> zwischen die Oberschenkel stellt.

Und dass Messer scharf sind, und dass man in der Waschmaschine keine 
Hunde waschen soll und in der Mikrowelle keine Katzen trocknen darf.

Und da wundert man sich dann, dass wie Welt insgesamt verblödet.

Früher hatten wir natürliche Auslese.
Gast #6095429
Lesenswert?

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Andreas M. schrieb:
>> Unseren Verbündeten muss man auch explizit sagen,
>> dass man beim Autofahren keinen heißen Togo-Kaffee
>> zwischen die Oberschenkel stellt.
>
> Und dass Messer scharf sind, und dass man in der Waschmaschine keine
> Hunde waschen soll und in der Mikrowelle keine Katzen trocknen darf.
>
> Und da wundert man sich dann, dass wie Welt insgesamt verblödet.
>
> Früher hatten wir natürliche Auslese.

Die haben wir heute auch noch. An der Mosel z.B. Gestern Abend erst 2 
Gläser getrunken.

Darüber hinaus nehme ich an, daß die Amis ihren Kaffee nicht aus Togo, 
sondern aus Südamerika beziehen.
OP (Firma: schlechthin) #6095551
Lesenswert?

Auflösung
Oje, das ist hier ja ein Trollfest, ein einziger sinnvoller Kommentar 
von Michel M. (elec-deniel); Mantelschaden wäre das Wahrscheinlichste. 
Und Akkus werden gefährlich wenn das Ladegerät über 4,2V lädt, wenn man 
unter 0°C lädt, wenn man den Akku umpolt.

Die drei Videos sind gut, leerer Akku ist ungefährlich, halb geladener 
Akku spuckt Feuer und voll geladener Akku explodiert.
Angehängte Dateien:
OP (Firma: schlechthin) #6095578
Lesenswert?

René H. schrieb:
> M.E. hätte die Lampe auch in der Tasche explodieren können. Vielleicht
> war es Zufall, dass sie im Mund explodiert ist. Wir wissen es nicht.

Wie man in meiner Zeichnung sieht muss die Lampe eingeschaltet sein, der 
hintere Akku wird kurzgeschlossen, heiß explodiert. Es könnte also noch 
in seiner Hand passiert sein wenn er sie betreibt.

Helwein V. schrieb:
> Grundsätzlich lautet die Faustformel: Je mehr Feiertage hintereinander,
> desto mehr Trolle versammeln sich.

Das mit den Feiertagen merke ich mir :-)

Hier, noch sehr interessant, Schaum und Gel sind beim Löschen dem Wasser 
überlegen, weil es chemische Löschmittel sind. 
https://www.youtube.com/user/Feuerwehr/videos
#6095594
Lesenswert?

Kaltmamsell schrieb:
> Du hast sicher immer ein Aggregat im Kofferraum, mit dem Du Kompressor,
> Schlagschrauber und Flutlichtstrahler betreiben kannst, wenn es Nachts
> zu einer Panne kommt?!

Nein, ich habe ADAC+, das reicht. :)

Stefan ⛄ F. schrieb:
>> aber von Mundlampen hab ich noch nichts gehört, das muss neu sein.
>
> Die gibt es schon länger

Nach dem vor ein paar Tagen ein Hinrichtungsmikrofon erfunden wurde (das 
Beamten und Lehrerinnen automatisch hinrichtet), kann mich noch kaum was 
wundern :)
Gast #6095732
Lesenswert?

Der G. schrieb:
> Es betrifft hauptsächlich Lampen mit 2 Akkus.

Nein. Das Problem betrifft alle Geräte mit Li Akkus /Batterien. Der 
Fehlerlerfall tritt bei Geräten mit einer Zellenzahl >1 aber deutlich 
wahrscheinlicher auf, da hier auch ein ungleicher Ladezustand der Zellen 
zum fatalen Versagen führen kann.


Der G. schrieb:
> Die drei Videos sind gut, leerer Akku ist ungefährlich, halb geladener
> Akku spuckt Feuer und voll geladener Akku explodiert.

In einer, am besten noch ip67, Taschenlampe führt auch der halb volle 
Akku zur Explosion.

Mit größter Wahrscheinlichkeit ist die Lampe auch genau deshalb 
explodiert. Die Lampe, nicht der Akku/die Batterie.

Der G. schrieb:
> Hier, noch sehr interessant, Schaum und Gel sind beim Löschen dem Wasser
> überlegen, weil es chemische Löschmittel sind.
> https://www.youtube.com/user/Feuerwehr/videos

Muss man mal den Feuerwehren hier bei bringen, die versenken brennende 
Elektroautos einfach in einem Container Wasser.

Löschen mag bei einem 9Zellen Laptoü Akku der in einer Metalltonne liegt 
noch ganz einfach sein. Sobald das Teil aber am Tisch liegt wirds doof.

Und wenn keine 9Zellen sondern >7000 beteiligt sind bringt weder der 
Schaum noch das Gel was.

Naja...
Gast #6095986
Lesenswert?

Da ist ein längerer Thread im Candlepowerforum dazu

Kurz gesagt, CR123 Primärzellen in Reihe die wesentlich unterschiedlich 
geladen waren an einer Glühbirne die die leergezogen hat. Einer wurde 
unter null Volt gezogen
#6096149
Lesenswert?

Der G. schrieb:
> Hier, noch sehr interessant, Schaum und Gel sind beim Löschen dem Wasser
> überlegen, weil es chemische Löschmittel sind.
> https://www.youtube.com/user/Feuerwehr/videos

Empfehlenswerte weiterführende Infos  :-)

https://www.elektroniknet.de/elektronik/power/was-tun-bei-batteriebrand-171926.html

"Untersuchung des Brandverhaltens von Lithium-Ionen- und 
Lithium-Metall-Batterien ..." 2015
https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000055364/3853684
#6096631
Lesenswert?

jemand anderes schrieb:
> Da ist ein längerer Thread im Candlepowerforum dazu
>
> Kurz gesagt, CR123 Primärzellen in Reihe die wesentlich unterschiedlich
> geladen waren an einer Glühbirne die die leergezogen hat. Einer wurde
> unter null Volt gezogen

Ich kenne auch welche die untersciedliche Batterien in ihre Gerät 
einlegen. Denen kann ich noch so oft sagen, dass das gefährlich ist, sie 
hören nicht auf mich. Aber da kann man nichts machen.
#6096686
Lesenswert?

Manuel X. schrieb:
> Muss man mal den Feuerwehren hier bei bringen, die versenken brennende
> Elektroautos einfach in einem Container Wasser.

Ist das so?

Ich dachte das war nur so ne verrückte Idee die mal jemand geäußert hat, 
die aber bis jetzt noch nie umgesetzt wurde, wahrscheinlich weil man 
nicht mal eben so einen nach oben offenen Container voll mit ausreichend 
Wasser mal eben schnell herbeischafft wenns nicht gerade direkt am 
Beckenrand des Freibads brennt, oder mitten auf der Kanalbrücke.
#6096723
Lesenswert?

Andreas M. schrieb:
> Marek N. schrieb:
>> Maxim B. schrieb:
>>> Was hat eine Lampe in dem Mund zu suchen???
>>
>> [X] Du hast noch nie im Dunkeln einen Reifen gewechselt.
>
> Für sowas gibt es Stirnlampen.

Wenn eine Stirnlampe explodiert, dürften die Verletzungen ähnlich 
gravierend sein, wie bei einer Taschenlampe, die man im Mund gehalten 
hat (um, wie Vorposter bereits andeuteten, beide Hände frei zu haben).

Auch eine in der Hand gehaltene oder in der Hosentasche getragene 
Taschenlampe wird beim Explodieren ernsthafte Verletzungen verursachen.

Wenn man nicht gerade davon ausgeht, daß der Verletzte seine 
Taschenlampe zerbissen hat und sie deswegen explodiert ist, dann ist es 
nur ein vergleichsweise unwichtiges Detail, daß er sie dabei im Mund 
hatte.
Gast #6096761
Lesenswert?

Bernd K. schrieb:
> Auf Stirnlampen beißt man aber nicht so herum wie auf Gebisslampen, die
> sind daher geringerem mechanischem Stress ausgesetzt.

Dem mehrere Millimeter starken Alu-Gehäuse dieser typischen kleinen 
Taschenlampen wirst du mit deinen Beißerchen keine ernsthafte Verformung 
beibringen.

Vorher brechen dir deine Schneidezähne ab.
Gast #6096772
Lesenswert?

Bernd K. schrieb:
> Container voll mit ausreichend Wasser mal eben schnell herbeischafft
> wenns nicht gerade direkt am Beckenrand des Freibads brennt, oder mitten
> auf der

Ein RedBoxx Container hat 8-10k Liter, mit 2-3 TLFs vollzubekommen.
Außerdem muss er ja nur bis zur Höhe der Batterie geflutet werden.

LG
#6096785
Lesenswert?

c r schrieb:
> Dem mehrere Millimeter starken Alu-Gehäuse dieser typischen kleinen
> Taschenlampen

So eine hab ich auch. Die explodiert garantiert niemals radial, denn 
wenn sie es täte wäre sie eine ausgewachsene Rohrbombe so extrem massiv 
wie die gebaut ist! Bestenfalls schießt sie axial hinten den Schalter 
raus oder vorne die LED samt Reflektor und Glas. Als Kopflampe (seitlich 
an der Schläfe getragen) kannst Du so also nur ein weiteres Loch in den 
Reifen schießen oder denjenigen erschießen der sich hinter Dir 
herumtreibt um Dir beim Arbeiten zuzuschauen.

In den Mund würd ich die generell nicht nehmen, der Gedanke auf so einem 
massiven schweren Alurohr mit den blanken Zähnen herumzubeißen bereitet 
mir Unbehagen.
Gast #6096822
Lesenswert?

Der G. schrieb:
> Ich weiß warum das
> passiert ist

Das war komplett falsch, wer wäre da überrascht...

Es lief wohl eher so: der Typ sabberte derart auf der Lampe herum, daß 
die Spucke für Elektrolyse sorgte. In der Lampe bildete sich daher 
Knallgas. Den jetzt noch fehlenden schlechten Kontakt bzw. Zündfunken 
hat jede China-Lampe serienmäßig eingebaut...


Der G. schrieb:
> Ich bin über Vorschläge gespannt und werde meine
> Theorie dazu auch noch geben.

Danke, aber die Position des Lehrers im Affenstall habe ich hier bereits 
inne.
Deinesgleichen ist in den Reihen der Möchtegern-Fachleute weit besser 
aufgehoben. Wie man hier sehen kann, hast du ja das Zeug dafür. Jetzt 
musst du nur noch auf deinem lächerlichen Standpunkt beharren, und alles 
passt...
Gast #6096954
Lesenswert?

Msd schrieb:
> Wäre es denn besser sich kalten Kaffee zwischen die Beine zu klemmen?
>
> Wohl kaum!

So viel dann gleich wieder zum Thema Affenstall.

Msd und ähnlichen Knallchargen würde erst nach einer realen Fahrt der 
feine Unterschied zwischen kaltem und heißem Kaffee auf der Hose klar. 
Bis dahin reicht der Grips nur bis zu einer eh zu waschenden Hose.
Ich frage mich in dem Zusammenhang, wer die Welt erschaffen hat, in der 
wir leben. Das war offensichtlich alles nur Versuch und Irrtum.
Gast #6097054
Lesenswert?

Bernd K. schrieb:
> Manuel X. schrieb:
>> Muss man mal den Feuerwehren hier bei bringen, die versenken brennende
>> Elektroautos einfach in einem Container Wasser.
>
> Ist das so?
>
> Ich dachte das war nur so ne verrückte Idee die mal jemand geäußert hat,
> die aber bis jetzt noch nie umgesetzt wurde, wahrscheinlich weil man
> nicht mal eben so einen nach oben offenen Container voll mit ausreichend
> Wasser mal eben schnell herbeischafft wenns nicht gerade direkt am
> Beckenrand des Freibads brennt, oder mitten auf der Kanalbrücke.

Mitten auf der freien Strecke sicherlich ein Problem. Muss das TLF halt 
öfter fahren, oder die Feuerwehr hat Kontakt zu Landwirten die dann 
Wasser ran karren.

Und dann gibts ja auch Löschteiche, Regenrückhaltebecken (das Wasser 
würd ich aber nur im äußersten Notfall nehmen) und vor Tunneln gibts 
min. 72m^3 Löschwasser an jedem Portal.

Geht also. Und ja wird mittlerweile auch oft so praktiziert.
OP (Firma: schlechthin) #6097076
Lesenswert?

Manuel X. schrieb:
> In einer, am besten noch ipx7, Taschenlampe führt auch der halb volle
> Akku zur Explosion.

Stimmt, abgeschlossenes Lampengehäuse = Rohrbombe (Knalltrauma). 
Vielleicht sollte man zur Sicherheit ein Loch bohren und mit Heisskleber 
verschließen, so kann der Druck entweichen. Eigentlich sollten die 
Lampen von Werk aus ein Überdruckventil haben, haben die Akkus ja auch. 
Zum Glück sind Unfälle aber sehr selten. Akkus können aber auch 
regelrecht Feuer spucken, also hat man das Risiko der Verbrennung, das 
kann man kaum umgehen. Bei Akkupacks ist das Problem, dass eine Zelle 
heiß wird, und dann die anderen rundherum anfangen zu brennen. Das ist 
eine Kettenreaktion und sehr gefährlich, die Teile werden unter anderem 
zu Projektilen und Brandgranaten. Umpolung ist an sich nicht gefährlich, 
nur der weitere Betrieb, weil sich bei Umpolung Dendriten bilden. Lampen 
mit einzelnem Akku, bei dem die Isolierung in Ordnung ist, besonders um 
den Pluspol wo die Feder draufdrückt sollten ziemlich ungefährlich sein. 
Umpolung ausgeschlossen, nur die Feder könnte am Pluspol einen Kurzen 
verursachen. Es gibt allerdings billige oder defekte Ladegeräte die über 
4,2Volt laden und das kann auf Dauer auch zu Dentriden führen, genauso 
wie das Laden unter 0°C. Dentriden führen vornehmlich beim Laden für 
einen internen Kurzschluss des Akkus, aber auch während des Betriebs.

Auch interessant, die Chemikalien in den Akkus sollte man keinesfalls 
berühren und bei Brand keinesfalls einatmen: 
https://www.nature.com/articles/s41598-017-09784-z
#6097119
Lesenswert?

korax schrieb:
> Maxim B. schrieb:
>> Nach dem vor ein paar Tagen ein Hinrichtungsmikrofon erfunden wurde (das
>> Beamten und Lehrerinnen automatisch hinrichtet), kann mich noch kaum was
>> wundern :)
>
> Verstehendes Lesen ist nicht so Deins?

Hinrichten heißt töten, nicht wahr? Automatische Hinrichtung steht in 
Widerspruch mit Menschenrechten, egal womit man Hinrichtung macht.
Gast #6097128
Lesenswert?

Maxim B. schrieb:
> Hinrichten heißt töten, nicht wahr? Automatische Hinrichtung steht in
> Widerspruch mit Menschenrechten, egal womit man Hinrichtung macht.

Erst Suchfunktion benutzen, bevor man sich selbst aufgrund eines 
unbekannten Insiderwitzes bloßstellt ;)

"Hinrichtungsmikrofon". Such.
Gast #6097142
Lesenswert?

Paule, Bademeister schrieb:
> Msd schrieb:
>> Wäre es denn besser sich kalten Kaffee zwischen die Beine zu klemmen?
>>
>> Wohl kaum!
>
> So viel dann gleich wieder zum Thema Affenstall.
>
> Msd und ähnlichen Knallchargen würde erst nach einer realen Fahrt der
> feine Unterschied zwischen kaltem und heißem Kaffee auf der Hose klar.
> Bis dahin reicht der Grips nur bis zu einer eh zu waschenden Hose.
> Ich frage mich in dem Zusammenhang, wer die Welt erschaffen hat, in der
> wir leben. Das war offensichtlich alles nur Versuch und Irrtum.

Das du die offensichtliche Ironie nicht verstehst, mit "kaltem Kaffee" 
zu hantieren, das ist einen viel größeren Aufreger hier wert.
Beitrag #6097372 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6097833
Lesenswert?

Der G. schrieb:
> Mantelschaden wäre das Wahrscheinlichste.

So eine Billigtaschenlampe hatte ich auch mal gekauft. Der 
Einschaltschieber kratzte die Isolation der oberen Zelle durch und beim 
Einschalten wurde die untere Zelle kurzgeschlossen.
Ich hatte aber normale Monozellen drin, die wurden nur heiß und 
explodierten nicht.
Ich hab sie dann mal zerlegt. Der bewegliche Messingkontakt war sehr 
scharfkantig und die obere Zelle war total zerkratzt. Wie man bloß 
solchen Schrott produzieren kann.
#6098137
Lesenswert?

René H. schrieb:
> Man kann von einer 10-Euro-Taschenlampe keine Qualität
> erwarten.

Warum nicht, das ist teuer genug.
Stabtaschenlampen gibt es schon ewig, das ist keine Raketenwissenschaft.
Da wurde einfach eine Isolation eingespart, die früher mal jemand 
vorgesehen hatte, der noch denken konnte.
Heutzutage wird aber das Denken durch kiloweise EN-Sicherheitsnormen 
ersetzt mit nur mäßigem Erfolg.
Gast #6098153
Lesenswert?

Peter D. schrieb:
> Da wurde einfach eine Isolation eingespart, die früher mal jemand
> vorgesehen hatte, der noch denken konnte.

Würde ich auch sagen. Die billigst konstruierten Taschenlampen, die ich 
kenne, hatten wenigstens eine Lage aus stabilem Papier zwischen Batterie 
und Hülse.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6098250
Lesenswert?

Maxim B. schrieb:
> Hinrichten heißt töten, nicht wahr?
Kommt drauf an, wie weit die Allgemeinbildung fortgeschritten ist. Wenn 
man nur Killerfilme und Brutalospiele kennt, dann hat man da sicher eine 
einseitige Wahrnehmung. Aber ich finde es durchaus nett, wenn meine 
Holde das Essen oder die Blumen schön hinrichtet.

https://de.wiktionary.org/wiki/hinrichten
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6098370
Lesenswert?

Thomas E. schrieb:
> bayrisch:
Passt maximal gut zur IP des dortigen TO...   ;-)

Thomas E. schrieb:
> Auf deutsch nennt man das herrichten.
Und/oder anrichten.

Bernd K. schrieb:
> GS ist 100% freiwillig und in den USA gibts das wahrscheinlich auch nicht.
Schon allein, weil die Angelsachsen kaum was mit "Geprüfte Sicherheit" 
anfangen können. Die wenigsten werden es schreiben oder gar aussprechen 
können.

> GS ist 100% freiwillig
Naja, man kann es zwar weglassen, muss aber trotzdem die gängigen Normen 
zur Produktsicherheit einhalten. Denn allein das Nichtverwenden eines 
Zeichens führt nicht dazu, dass betreffende Normen irrelvant wären.

> Und in China erst recht nicht.
Nur als Aufkleber auf der Zehntausenderrolle zu kaufen.
#6098418
Lesenswert?

René H. schrieb:
> Wie man nur einen solchen Schrott kaufen kann. "Billig" muss ja irgendwo
> herkommen.

Das würde so nur gelten, wenn jedes teuere Produkt automatisch von guter 
Qualität wäre. Dem ist aber nicht so. Es gibt genug teuer gelabelter 
Schrott und da ist es ok wenn der Käufer lieber das baugleiche Original 
günstig einkauft.
Und genau so gut gibt es sehr günstige Dinge die ohne Probleme 
funktionieren, die eben deshalb kein Schrott sind, nur weil sie billig 
sind.

Deine Logik, falls überhaupt mal gültig war, gilt in einer 
globalisierten Welt mit China als verlängerter Werkbank und gleichzeitig 
aufstrebendem Hi-Tech Riesen nicht mehr,
OP (Firma: schlechthin) #6105394
Lesenswert?

Noch ein Grund wäre, wenn sich bei einer einzelligen Taschenlampe vorne 
die Feder löst und irgendwie an den Minuspol außen am Gehäuse kommen 
könnte und somit Verbindung zum Pluspol herstellt. Also diese Feder muss 
immer sicher sitzen.

Welche Art von Stromversorgung man benutzt sollte auch ein Faktor sein. 
Ich kenne mich nicht mit Lithium Batterien aus, aber die haben denke ich 
keine Sicherung.

Marken Akkus haben aber meist eine Sicherung vorne im Akku, die den 
Stromfluss bei Kurzschluss unterbricht. Dann misst man 0V, aber die 
Zelle innen ist noch voll geladen. Falls intern ein Fehler vorliegt gits 
noch ein Überdruckventil. Und bei zu hohen Strömen gibts einen PTC 
Widerstand der den Strom automatisch verringert. Billige Fake Akkus über 
3500mAh z.B. haben das alles nicht, die machen dann im dümmsten Fall 
Peng wenn was schiefläuft. Haben dann aber meist glücklicherweise wenig 
Kapazität und haben daher weniger Schadenserzeugungspotential wie 
hochkapazitive Akkus. Wenn man einen Markenakku mit einem Hammer 
bearbeitet, nützen die ganzen Sicherheitsmechanismen nichts mehr. D.h. 
Verformung ist der Worstcase.
(Firma: Funkenflug Industries) #6108809
Lesenswert?

Maaan nun lasst doch diesen bescheuerten Trollthread hier mal sterben.

Taschenlampen explodieren nunmal gelegentlich, das weiß doch jedes Kind. 
Erst recht wenn man sie in den Mund nimmt und ordentlich vollsabbert, 
sprengen sie einem aus Rache den Kiefer weg. Alles ganz normal.

Ey nee.
#6108864
Lesenswert?

Lithium Batterien sollte man nur da einsetzen, wo es auch was bringt und 
nicht nur, weil es hip ist.
Moderne LED-Taschenlampen brauchen so wenig Strom, da bringt die 
Gewichtsersparnis nichts. Dafür kann man aber eine Notfalltaschenlampe 
mit alkalischen Batterien 10 Jahre lang liegen lassen, ohne nachzuladen. 
Explodieren tun die nicht, höchstens auslaufen.
#6109399
Lesenswert?

Peter D. schrieb:
> Dafür kann man aber eine Notfalltaschenlampe
> mit alkalischen Batterien 10 Jahre lang liegen lassen, ohne nachzuladen.

Das kann man auch mit Li-Ion dank null Selbstentladung. Wenn die in 
Deinem Beispiel 10 Jahre nur rumliegen explodieren die auch nicht. Und 
auslaufen tun sie auch nicht.

> Moderne LED-Taschenlampen brauchen so wenig Strom

Nein, die brauchen genausoviel Strom bei gesteigerter Lichtausbeute, 
dieser Evolutionsschritt verwandelte diese ganze Gerätegattung erstmalig 
von der trüben Funzel zur Leuchte.
#6111056
Lesenswert?

Hier zur Vervollständigung ein Diskurs
zu den Problemen im Parkhaus...

Frage,
warum meldet das "Problemfahrzeug"
nicht selbst die Überhitzung und
gibt vorher ein entsprechendes Schall und Lichtzeichen ..
jedenfalls solange es noch geht,
alle techn. Einbauten und Meldemöglichkeiten
sind ja vorhanden :-)

sicherheit.info/brand-von-e-autos-kaum-zu-loeschen
#6120675
Lesenswert?

Für alle die es weiter interessiert.

Zusammenfassung zum Thema ....
"6- bis 10-facher elektr. Energie in thermischer Energie freisetzen." 
:-(

Batt 100kWh/613 km  => 85984 kcal . x6  ... => xl Salz-Wasser  :-(

https://www.elektroniknet.de/elektronik/power/was-tun-bei-batteriebrand-171926.html


aktuell
Firmengebäude Härkingen Elektrof. während Ladevorg. Feuer gef.


https://www.youtube.com/watch?v=BZMLz1KmqPA

wie im Moor ;-)
https://www.youtube.com/watch?v=l0zu2Xtu4dU
#6120686
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
> Maxim B. schrieb:
>> Hinrichten heißt töten, nicht wahr?
> Kommt drauf an, wie weit die Allgemeinbildung fortgeschritten ist. Wenn
> man nur Killerfilme und Brutalospiele kennt, dann hat man da sicher eine
> einseitige Wahrnehmung. Aber ich finde es durchaus nett, wenn meine
> Holde das Essen oder die Blumen schön hinrichtet.
>
> https://de.wiktionary.org/wiki/hinrichten

Auch wenn Ede Stoiber vor Jahren zusätzliche Berühmtheit erlangt haben 
mag durch seine Behauptung, er würde gelegentlich in seinem Garten 
geknickte Blumen hinrichten,  sollte man nicht davon ausgehen, dass 
diese spezielle Bedeutung im gesamten deutschen Sprachraum verstanden 
wird.

Ja, mir ist klar,  dass eigentlich die Bedeutung "töten" fehlerhaft ist. 
Hilft nur nix ...
OP (Firma: schlechthin) #7808336
Lesenswert?

Es gibt noch weitere Probleme und zwar wenn sich vorne am Akku die Isolierung löst und die Feder vorne in der Taschenlampe einen Kurzschluss vom Pluspol zum Minuspol(der auch das Gehäuse des Akkus/Batterie) herstellt.

Oder wenn die Taschenlampe runterfällt und die Feder sich in den Akku einstanzt, hatte ich zum Glück bisher nur am Pluspol, wenn der Becher des Akkus hinten eingestanzt wird könnte es sofort loslegen. Deshalb hab ich um die Feder noch einen Wulst aus hartem Schaumstoff gelegt, damit nicht nur die Feder den Sturz abfangen muss. Besonders schlimm ist es bei zylinderförmigen Federn.

Angehängte Dateien:
#7808692
Lesenswert?

123 Kurzschluss , Tapen oder ein Stück schlauch als Beissschutz anbringen... ...

Würde mal sagen das Ding ist (voher) ziemlich heiß geworden, vermutlich hatte er nicht richtig zugedreht und das der Übergangswiderstand an der Stelle am ? war, sonst hätte er nicht rundrum im Mund diesen Rand… Hochgegangen ist die evtl. später sonst hätte er noch bröckchen in die Fresse bekommen ....

Angehängte Dateien:
OP (Firma: schlechthin) #7808945
Lesenswert?

Lithium Batterien sind genauso heftig, wie z.B. CR123A. https://www.youtube.com/watch?v=fG_UuPmLO1c

Allerdings ist es falsch dass in dem Elektrolyt ätzende Substanzen sind, es ist bei Batterie und Akku organisches Lösemittel. Auch ist in Akkus kein elementares Lithium enthalten sondern nur Salze. https://duckduckgo.com/?q=18650+sicherheitsdatenblatt https://duckduckgo.com/?q=cr123a+sicherheitsdatenblatt

Auch ist keine HF enthalten, sondern Teflon. Wenn das Zeug verbrennt entstehen hochgiftige Gase. D.h. bis auf das Lithium in Batterien sind die Stoffe relativ ungefährlich. https://de.wikipedia.org/wiki/Polytetrafluorethylen#Gesundheitsrisiken

Ich umwickle die Ummantelung meiner Akkus vorne am Pluspol mit zusätzlichem Klebeband, damit die Ummantelung besser gegen Beschädigung geschützt ist. Denn die Akkuunfälle von Dampern ist meistens, dass die ihre beschädigten Akkus lose zusammen mit Schlüsseln in der Hosentasche transportieren.

Bei dem Bild ist der Batteriedeckel durch die Verbrennungsgase abgesprengt worden.

Es gibt keinen Grund in Panik zu verfallen, die Vorfälle sind vorhanden, aber viel häufiger sind Autounfälle. Bevor man auf Taschenlampen verzichtet müsste man weit in den Urwalf flüchten um vor Autos sicher zu sein.

#7808963
Lesenswert?

Der G. schrieb:

Denn die Akkuunfälle von Dampfern ist meistens, dass die ihre beschädigten Akkus lose zusammen mit Schlüsseln in der Hosentasche transportieren.

Diese unter nikotinvernebelten Dampfern extremst verbreitete geistige Unreife ist der Grund, weshalb alle großen Akkuhersteller die Anwendung/Eignung ihrer Akkus für Vapes ausschließen. :))

Siehe hier die Abbildung eines hochstromfähigen LiIon-Akkus von Samsung: https://www.nkon.nl/de/rechargeable/li-ion/21700-20700-size/samsung-inr21700-50s-5000mah-35a.html

"Not for vape!"

Wie schade... Dabei wäre der Akku doch perfekt...

Es gibt keinen Grund in Panik zu verfallen, die Vorfälle sind vorhanden, aber viel häufiger sind Autounfälle. Bevor man auf Taschenlampen verzichtet müsste man weit in den Urwald flüchten um vor Autos sicher zu sein.

Du wirst lachen, aber genau das tue ich. Ich benutze für meine Radtour in die nächste Kleinstadt (10...12 km) einen Waldweg, Taschenlampe mit 21700er Akku (der im Link) auf Fahrradlenkerhalterung und ca. 2.000 Lumen. Da geht auch im Winter die Post ab!

#7809032
Lesenswert?

Rainer Z. schrieb:

Du wirst lachen, aber genau das tue ich. Ich benutze für meine Radtour in die nächste Kleinstadt (10...12 km) einen Waldweg, Taschenlampe mit 21700er Akku (der im Link) auf Fahrradlenkerhalterung und ca. 2.000 Lumen. Da geht auch im Winter die Post ab!

Einem echtem Dreckspatz, oder wie er sich sonst etwas harmloser nennt, ist es halt egal, was er in der Natur anrichtet.

#7809188
Lesenswert?

Der G. schrieb:

Auch ist keine HF enthalten, sondern Teflon. Wenn das Zeug verbrennt entstehen hochgiftige Gase.

Einerseits ist’s auch kein Teflon®, sondern andere Fluorverbindungen und andererseits ist’s im Brandfall völlig egal, dass der Fluorwasserstoff da gerade erst entstanden ist – er ist dann da, und bildet mit (Lösch-)Wasser oder auch auf den feuchten Schleimhäuten Flusssäure. In dem Maßstab keine drastischen Mengen, aber es schadet nicht, das im Hinterkopf zu behalten.

Zum Thema selbst: „Gute“ Taschenlampen haben ’ne Temperaturüberwachung und regeln die Leistung so, dass ein bestimmter Wert nicht überschritten wird. Weniger gute Taschenlampen oft nicht. Bei leistungsstarken LEDs erzeugen diese genug Abwärme, um eine höhere Temperatur ans Gehäuse zu bringen, als zumindest NCR-Akkus abkönnen. Die Alulegierung leitet Wärme beeindruckend gut auch zu den Akkus, und die kleinen Lampen haben nicht genug Fläche, um die Energie angemessen abgeben zu können, sodass man in dem Fall keine großen Geschichten über irgendwelche Federn, die sich irgendwo reindrücken, oder irgendwelche Übergangswiderstände zusammenfabulieren muss.

Wie sich die üblichen CR123A (siehe Eingangsbeitrag) bei hohen Temperaturen verhalten, weiß ich allerdings nicht.

OP (Firma: schlechthin) #7809480
Lesenswert?

Dafür gibt es eine flüssige Blutkühlung, einfach die Lampe fest umgreifen und solange man das kann ist alles im grünen Bereich. Die Akkus haben eine max. Betriebstemp. von 50 Grad, da muss man dann schon schnell loslassen. Fatal sind Temps von 100-120 Grad.

Mir fällt noch Fertigungsfehler der Zelle ein: https://de.wikipedia.org/wiki/Thermisches_Durchgehen#Lithium-Ionen-Akkumulatoren

(Firma: Hobbytheoretiker) #7809505
Lesenswert?

Es geht doch nichts über einer Schütteltaschenlampe oder Kurbeltaschenlampe. Obwohl das auch nicht stimmt. Auch mit diesen Geräten haben sich schon Personen schwer verletzt, obwohl diese nicht explodiert sind oder in einer Stichflamme aufgingen.

Nochmal editiert, weil stimmt nun doch nicht. Es hat mal eine Person mit der Kurbeltaschenlampe eine Gasexplosion eines Autos verursacht.

#7809716
Lesenswert?

Der G. schrieb:

Mir ist so ne Lampe mal in der Tasche angegangen, also immer schön Akku umdrehen.

Früher war's egal, da wurde "nur" die Batterie leer. Bei einer modernen LED-Lampe mit 21700er Akku und eingestellter "Turbo"-Stufe kann's schon mal warm in der Hose werden...

Die Lampen haben dagegen "Lockout-Funktion" oder man dreht die Verschlusskappe vom Batterie-Rohr etwas locker, damit kein Strom unbeabsichtigt fließen kann.

Das hat allerdings mit dem Thema - also wieso sich der Ami das Maul verbrennen konnte - nix zu tun. Dafür sind die oben spekulierten Gründe - Tiefentladung etc. - naheliegender.

#7809740
Lesenswert?

Ich hatte mal so eine 0815 billig Taschenlampe mit echter Glühdirne und 2 Monozellen. Der Schiebeschalter hat direkt auf der oberen Monozelle lang gekratzt und schnell war die Isolation durch und damit die untere Monozelle kurzgeschlossen. Die Taschenlampe wurde ziemlich warm. Ich hatte erst noch Klebeband um die Monozelle gewickelt, aber das war auch schnell durch. Ne totale Fehlkonstruktion. Explodieren konnten Monozellen aber nicht.

OP (Firma: schlechthin) #7810189
Lesenswert?

Tiefenentladung ist irrelevant, das schmälert nur die Kapzität. Man darf nicht: überladen, umpolen, unter null Grad C laden. Selbst wenn man das tut, zu einem Unfall kommt es bei einer single Schaltung wohl kaum, aber in einer paralellschaltung wenn sich die Zellen über die Kaputte entladen. Man tut gut daran zwischen den Zellen Abstand zu lassen.

#7810207
Lesenswert?

Der G. schrieb:

Tiefenentladung ist irrelevant, das schmälert nur die Kapzität.

Sorry, aber diesen gefährlichen Stuss will ich hier nicht unkommentiert stehenlassen: Tiefentladung ist der Zustand, in dem sich metallisches Li abscheidet. Das ist genau der Kram, der dann den Separator durchdringen kann – was dann beim späteren Laden zu diesen hübschen Rauch- und Feuereffekten führt.

Überladen ist der Teil, der Elektrolyten zersetzt – das ist zwar auch nicht reversibel, erzeugt aber immerhin keine Zeitbombe. Wenn’s da zum Durchgehen kommt, dann während der Überladung.

OP (Firma: schlechthin) #7810449
Lesenswert?

gefährlichen Stuss

Die Fakten belegen das Gegenteil: https://www.youtube.com/watch?v=sRwoYJyjZNo https://www.nature.com/articles/srep30248 https://dlnmh9ip6v2uc.cloudfront.net/datasheets/Prototyping/TP4056.pdf Ich nehme an dieser Trickle Charge macht genau das was bigclive sagt. Meistens nehmen die Akkus bei Tiefentladung keinen Schaden.

Alterung bzw. Verschleiß kann auch zu Selbstentladung führen. Das völlig durchgeknallte Dedriten plötzlich alles dolchen und die Feuersbrunst wütet ist ein unsinniger Mythos der sich im Internet ausgebreitet hat und viele "Experten" als den heiligen Gral huldigen.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7810790
Lesenswert?

Der G. schrieb:

gefährlichen Stuss

Die Fakten belegen das Gegenteil:

Es müssen nicht immer durchbohrenden Dendriten sein. Es reicht, wenn sich dadurch im Akkugewickel deutlich stärkere Zonen mit unterschiedlichen Konzentrationen bilden, die unterschiedliche räumliche spezifische Widerstände aufweisen. Dann wird die Membran nicht mechanisch, sondern thermisch durchdrungen oder ermüdet.

Meistens nehmen die Akkus bei Tiefentladung keinen Schaden.

Glücklicherweise geht nicht jeder einmal so geschädigte Akku in die Luft. Wenn ein Promille sich danach so verabschieden würde, hätte wir jede Woche einen Artikel von einer Wohnungszerstörung durch hochgehende Akkus pro größerem Bundesland. Viel fangen bereits die Schutzschaltungen ab.

#7812799
Lesenswert?

Als ich den Thread-Titel las, dachte ich das kann nur in den USA passiert sein und so war's auch.

Sehe ich das richtig dass die Geschichte 9 Jahre alt ist? Die Taschenlampe sieht für mich aus, als wäre sie schon vorher mal im Feuer gelegen. Der äußere Zustand sieht für mich nicht durch die Explosion hervorgerufen aus.

Hier ist noch so ein uralter Bericht mit dürftigen Hintergrundinfos (auch USA): https://www.derstandard.at/story/1783202/explosion-auf-flughafen-von-los-angeles-war-harmlos

#7813178
Lesenswert?

Rainer Z. schrieb:

Nicht umsonst "verbieten" Li-Ion-Akku-Hersteller die Verwendung ihrer Akkus in Vapes. Diese sind schlicht und ergreifend zu blöde, mit den Akkus umzugehen.

https://www.rtl.de/ratgeber/gesundheit/unfall-mit-e-zigarette-15-jaehriger-nach-vape-explosion-schwer-verletzt-id1983774.html

Kein Hersteller der Wegwerf-/Einweg-Vapes kommt auf die Idee, irgendwelche teure Markenakkus zu verbauen. Gegen Missbrauch insb. durch technische "Genies" ist kein Hersteller gefeit, wie man ja auch hier im Forum alle naslang lesen kann. Egal ob Billigsvapos oder Edelbike spielt keine Geige, immer wieder kommen kreative Bastler auf die idiotische Idee, tiefentladene LiIon zu reanimieren und sogar stolz mit ihren Erfolgen zu prahlen.

#7813192
Lesenswert?

Ralf X. schrieb:

Egal ob Billigsvapos oder Edelbike spielt keine Geige, immer wieder kommen kreative Bastler auf die idiotische Idee, tiefentladene LiIon zu reanimieren und sogar stolz mit ihren Erfolgen zu prahlen.

Leider wahr. Das ist der eine Fehler.

Den nikotinsüchtigen Vapern wird darüber hinaus ihre komplett fehlende Technikaffinität nachgesagt. Sprich: Sie stecken den ungeschützten und hochstromfähigen Ersatz-Akku in die Hosentasche, worin sich Schlüsselbund und Münzen befinden.

So kann man auch seine Eier kochen.

#7813229
Lesenswert?

Rainer Z. schrieb:

Ralf X. schrieb:

Egal ob Billigsvapos oder Edelbike spielt keine Geige, immer wieder kommen kreative Bastler auf die idiotische Idee, tiefentladene LiIon zu reanimieren und sogar stolz mit ihren Erfolgen zu prahlen.

Leider wahr. Das ist der eine Fehler.

Den nikotinsüchtigen Vapern wird darüber hinaus ihre komplett fehlende Technikaffinität nachgesagt.

Quatsch mit Sosse. Es gibt nicht die geringste Grundlage, Rauchern, "Vaporen" und Nichtrauchern unterschiedliche Technikaffinität zu unterstellen. Genausowenig wie Fussgängern, E-Rollerfahrern, Taschenlampennutzern, usw. Fest steht lediglich: Das Risiko eines Bastlers einen arttypischen Unfall zu erleiden, ist ggü. dem Rest der Welt erhöht. Handelt es sich in der Person um einen leichtsinnigen Stümper, um so mehr.

Sprich: Sie stecken den ungeschützten und hochstromfähigen Ersatz-Akku in die Hosentasche, worin sich Schlüsselbund und Münzen befinden. So kann man auch seine Eier kochen.

Das Beispiel hat absolut nichts mit dem gerade vorher von Dir verlinkten Sensationsbericht auf der kaum lesbaren und werbeüberfrachteten Schrottseite von RTL zu tun. Das Risiko von heisslaufenden und ggf. explodierenden in irgendeiner Tasche, etc. hat jeder, der eine unisolierte Zelle ungeschützt lagert oder transportiert und dabei ggf. die Pole kurzschliesst. Dabei muss die Zelle/der Akku nicht einmal vorgeschädigt sein.

Die Vapo-Heizungen kommen einem Kurzschluss schon recht nahe, alleine die Verdrahtung hat bei den Wegwerfteilen aber einen angepassten Verlustwiderstand. Ein teurer Dauerdamperteil, das mir zugelaufen ist verlangt herstellermässig nach zwei 18650er mit min. 30A Belastbarkeit.

Wo kann man nachlesen, welche Zellenhersteller die Nutzung ihrer Zellen z.B. in Vapos untersagen?

#7813250
Lesenswert?

Ralf X. schrieb:

Wo kann man nachlesen, welche Zellenhersteller die Nutzung ihrer Zellen z.B. in Vapos untersagen?

??? Machen doch inzwischen alle Li-Ion-Zellen-Hersteller. Z.B. https://www.nkon.nl/de/rechargeable/li-ion/21700-20700-size/samsung-inr21700-50s-5000mah-35a.html

"Not for vape".

Selbst Molicel, welcher auf diesen Hinweis zunächst verzichtete (wohl mit Rücksicht auf die Vaper-Käuferschicht), "untersagt" die Verwendung in E-Zigaretten inzwischen.

https://www.akkuteile.de/lithium-ionen-akkus/21700/molicel/molicel-inr21700-p50b-5000mah-60a-3-6-3-7v-li-ionen-akku_100638_3507

#7813286
Lesenswert?

Rainer Z. schrieb:

Ralf X. schrieb:

Wo kann man nachlesen, welche Zellenhersteller die Nutzung ihrer Zellen z.B. in Vapos untersagen?

??? Machen doch inzwischen alle Li-Ion-Zellen-Hersteller. Z.B. https://www.nkon.nl/de/rechargeable/li-ion/21700-20700-size/samsung-inr21700-50s-5000mah-35a.html

"Not for vape".

Selbst Molicel, welcher auf diesen Hinweis zunächst verzichtete (wohl mit Rücksicht auf die Vaper-Käuferschicht), "untersagt" die Verwendung in E-Zigaretten inzwischen.

https://www.akkuteile.de/lithium-ionen-akkus/21700/molicel/molicel-inr21700-p50b-5000mah-60a-3-6-3-7v-li-ionen-akku_100638_3507

Diese Hinweise/Warnungen auf den Zellen finde gut, aber ALLE Hersteller machen es damit noch lange nicht. Eine ganz andere Sache ist, dass damit an sich insb. die Nutzung als Wechselzellen eine saugefährliche Sache ist, wobei niemand vorhersagen kann, wie es mit der Kontaktierung und anschliessenden Schutzmechanismen aussieht. Oder eben auch Aufbewahrung, Transport, usw. Beispielsweise lose Zellen in der Hosentasche mit Schlüsselbund.. und Kleingeld.

Lange Zeit haben gerätespezifische Netz-/Ladeteil- und (insb.) Wechselakkuhersteller zuerst den DC-Ausgang des NT durch die Wahl von Buchsen vor Fremdschluss durch jwd halbwegs geschützt. Nach und nach wechselten die Hersteller Systeme, Handwerker haben oft grosse Taschen und Werkzeugkästen mit viel Metallteilen, in denen manch Akku verdammt warm wurde, die Stecker-/Buchse Ausrichtung. Heute wird immer mehr üblich, eine analoge oder digitale Verbindungserkennung zu nutzen, die sowohl NT, als auch Akku (-Gerät) schützt.

Egal ob Amazon, ebay, Ali oder anderen Plattformen, aber selbst hier auf µc.net kann man immer wieder nachlesen, wie einige Vollhonks sich über Zellenhalter für z.B. 18650er beschweren, aus denen man die Zellen nur mit Gewalt hinein oder auch wieder heraus bekommt. Gleiche/ähnliche Honks beschweren sich, wenn die schön leichtgängigen Lade-/Entlade-/Kapazität-Schätzteile (scheinbar) unsinnige Werte ausgeben.

#7814052
Lesenswert?

In jedem Haushalt gibt es inzwischen haufenweise Spielzeug mit fest eingebauten Akkus. Nach anfänglichem Gebrauch verschwinden die in den Schubladen, entladen sich langsam und haben dadurch nicht mehr genug Energie, um sich selbst zu entzünden. Steckt man dann dochmal wieder das USB-Kabel an, blockiert die Elektronik jeden weiteren Ladeversuch.

Persönliche Seite #8051065
Lesenswert?

Hallo Andreas M.

Andreas M. schrieb:

Was hat eine Lampe in dem Mund zu suchen???

[X] Du hast noch nie im Dunkeln einen Reifen gewechselt.

Für sowas gibt es Stirnlampen.

Stirnlampen haben die unangenehme Eigenschaft, mit dem Schirm meiner Mütze in Konflikt zu geraden. Die Mütze trage ich, damit mir die Regentropfen auf der Brille nicht die Sicht verschleiern. Setzte ich die Stirnlampe unter den Schirm, sitzt die Mütze schlecht und das von unten am Mützenschirm reflektierte Licht blendet. Setzte ich die Stirnlampe über den Schirm, dann wirft der Schirm einen Schatten genau dahin, wo ich eigentlich das Licht bräuchte. LiIon-Akkus sind eh bei Outdooraktivitäten etwas problematisch, weil sie keine Kälte abkönnen.

Du hast weder nachts im Regen je einen Reifen gewechselt, noch sonst bist Du viel im freien Unterwegs. Du kennst "Outdoor" vermutlich nur aus Filmen oder rudimentär im Sommer vom Glamping. ;O)

LiIon-Akkus sind eh bei Outdooraktivitäten etwas problematisch, weil sie schlecht Kälte abkönnen. Aber im Hochsommer in Mitteleuropa in Höhen unter 600m vermutlich vertretbar.

Unseren Verbündeten muss man auch explizit sagen,

Es sind auch dort nicht alle so. Aber als Verbündete würde ich sie wegen dem irgendwo entlaufenen Trampeltier aktuell nicht bezeichnen, auch wenn sie offiziell noch Verbündete sind.....

dass man beim Autofahren keinen heißen Togo-Kaffee zwischen die Oberschenkel stellt.

Stell Dich hier mal auf eine Autobahnbrücke, und schau mal, was die Leute am Steuer auch hier so alles nebenher treiben. Das ist kein amerikanisches Problem, das ist ein allgemeines Problem.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de

: Bearbeitet durch User
Persönliche Seite #8051072
Lesenswert?

Ralf X. schrieb:

Heute wird immer mehr üblich, eine analoge oder digitale Verbindungserkennung zu nutzen, die sowohl NT, als auch Akku (-Gerät) schützt.

Und auch als Argument dafür verwendet wird, proprietäre Akkusysteme zu verwenden....

Ich muss erkennen, das die LithiumIonentechnologie viele Einzelindividuen überfordert. So viele, das wir schon damit an der Grenze sind, unsere Gesellschaft komplett zu überfordern.

Wenn ich zur Vorsicht im Umgang mit Akkus mahne, wirft man mir Paranoia vor. :(

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de

#8051107
Lesenswert?

Bernd W. schrieb:

LiIon-Akkus sind eh bei Outdooraktivitäten etwas problematisch, weil sie schlecht Kälte abkönnen.

Ich denke, solange man sich südlich des nördlichen Polarkreises aufhält, oder nördlich des südlichen Polarkreises, sollte es wenig Probleme geben; beim Entladen sowieso: Schlimmstenfalls hat man wohl weniger nutzbare Kapazität, bzw. einen höheren Innenwiderstand. Manche Zellchemien machen bei Kälte beim Laden Probleme, insbesondere bei höherem Strom, aber darum ging’s hier ja nicht.

Persönliche Seite #8051200
Lesenswert?

Hallo Jack V.

Jack V. schrieb:

Ich denke, solange man sich südlich des nördlichen Polarkreises aufhält, oder nördlich des südlichen Polarkreises, sollte es wenig Probleme geben; beim Entladen sowieso: Schlimmstenfalls hat man wohl weniger nutzbare Kapazität, bzw. einen höheren Innenwiderstand.

Ich habe eine Taschenlampe mit LithiumIonen Akku (so ein "taktisches" Teil) bei meinen Funkaktivitäten nachts irgendwo in Mitteldeutschland bei irgendwas unter -10°C verwendet. Als ich beide Hände brauchte, habe ich das Teil abgelegt....innerhalb von zwei Minuten war sie komplett dunkel. Nein, der Akku war frisch aufgeladen und ich hatte die Lampe maximal 10 Minuten an. Das als Kommentar zu "Schlimmstenfalls hat man wohl weniger nutzbare Kapazität" ;O)

Manche Zellchemien machen bei Kälte beim Laden Probleme, insbesondere bei höherem Strom, aber darum ging’s hier ja nicht.

Wenn man so etwas benutzen will, Sind die Nutzungsumstände (Umgebungstemperatur z.B.) und auch das Laden sehr wohl etwas, was es zu berücksichtigen gilt. ;O) Allerdings war die Hülle der obig geschilderten Lampe robust genug, um sie nicht durchbeissen zu können. ;O) Vermutlich hätte ich etwas länger Licht gehabt, wenn ich sie in den Mund genommen hätte.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de

: Bearbeitet durch User
#8051204
Lesenswert?

Bernd W. schrieb:

Ich habe eine Taschenlampe mit LithiumIonen Akku (so ein "taktisches" Teil) bei meinen Funkaktivitäten nachts irgendwo in Mitteldeutschland bei irgendwas unter -10°C verwendet. Als ich beide Hände brauchte, habe ich das Teil abgelegt....innerhalb von zwei Minuten war sie komplett dunkel. Nein, der Akku war frisch aufgeladen und ich hatte die Lampe maximal 10 Minuten an. Das als Kommentar zu "Schlimmstenfalls hat man wohl weniger nutzbare Kapazität" ;O)

Hast vielleicht mal mitbekommen, mit welcher mobilen Akkutechnologie die ganzen modernen E-Fahrzeuge ausgerüstet sind und auch bei tiefsten Frost noch ganz ordentlich funktionieren?

#8051208
Lesenswert?

Arduino F. schrieb:

Ralf X. schrieb:

und auch bei tiefsten Frost noch ganz ordentlich funktionieren?

Da werden die Akkus sowohl beheizt, als auch gekühlt, je nach Bedarf. Und LiFePO4 Akkus neigen auch nicht so dolle zum explodieren.

Meine Pedelecs/E-Bikes und Akkuzusatzbeleuchtung mit LiIonakkus haben weder Heizung, noch Kühlung.. Zum Laden bei Frost hole ich sie aber rein und lasse sie erst etwas warm werden. Auch die ganzen Miet-E-Scooter bleiben im Winter Frost, etc. ausgesetzt, soweit die Akkus nicht gerade getauscht oder geladen werden.

Dass je nach Modell und Marke die E-Pkw über eine elektrische Akku-Temperierung und erst recht Kühlung für Schnelladung verfügen, ist mir bekannt.

(Firma: Gast) #8051209
Lesenswert?

Ralf X. schrieb:

Meine Pedelecs/E-Bikes und Akkuzusatzbeleuchtung mit LiIonakkus haben weder Heizung, noch Kühlung.. Zum Laden bei Frost hole ich sie aber rein und lasse sie erst etwas warm werden. Auch die ganzen Miet-E-Scooter bleiben im Winter Frost, etc. ausgesetzt, soweit die Akkus nicht gerade getauscht oder geladen werden.

Dann sollte dir auch klar sein, dass Reichweite usw. bei Kälte total in den Keller fallen.

#8051246
Lesenswert?

Bernd W. schrieb:

Ich habe eine Taschenlampe mit LithiumIonen Akku

Könntest du mal bitte die Eckdaten nennen? Das Geschilderte kollidiert ein wenig mit meiner eigenen Erfahrung, die da so geht: Entweder, die Lampe ist auf hohe Helligkeit eingestellt und zieht ordentlich Strom – dann heizt sie sich aber recht schnell selbst auf, sodass sich tiefe Außentemperaturen eher positiv auswirken, oder sie zieht wenig Strom, und wird daher nicht selbst warm genug – dann erscheinen mir zwei Minuten seltsam kurz.

Und wenn deine Taschenlampenakkus zum Laden zu kalt sind, packst du sie halt für einige Minuten in Körpernähe. Das ist nun kein Geheimnis, und auch nicht auf Li-Akkus beschränkt.

Bernd W. schrieb:

Wenn man so etwas benutzen will, Sind die Nutzungsumstände (Umgebungstemperatur z.B.) und auch das Laden sehr wohl etwas, was es zu berücksichtigen gilt.

Natürlich. Nur geht’s in diesem Thread nicht darum.

#8051487
Lesenswert?

Bernd W. schrieb:

... nachts irgendwo in Mitteldeutschland bei irgendwas unter -10°C verwendet. Als ich beide Hände brauchte, habe ich das Teil abgelegt....innerhalb von zwei Minuten war sie komplett dunkel. Nein, der Akku war frisch aufgeladen und ich hatte die Lampe maximal 10 Minuten an....

Da kann auch die Schutzschaltung vom BMS zugeschlagen haben, die bei unter 0°C die Zelle abgeklemmt hat.

Roland

Persönliche Seite #8051652
Lesenswert?

Hallo Ralf, Jack und Roland.

Ralf X. schrieb:

Das als Kommentar zu "Schlimmstenfalls hat man wohl weniger nutzbare Kapazität" ;O)

Hast vielleicht mal mitbekommen, mit welcher mobilen Akkutechnologie die ganzen modernen E-Fahrzeuge ausgerüstet sind und auch bei tiefsten Frost noch ganz ordentlich funktionieren?

Naja, die Reichweite sinkt erheblich. Und natürlich werden Autoakkumulatoren oft zusätzlich beheizt. Bei im freihen stehenden Speichern für Photovoltaikanlagen sind Heizungen üblich....und fressen oft im Winter viel Strom.

Jack V. schrieb:

Ich habe eine Taschenlampe mit LithiumIonen Akku

Könntest du mal bitte die Eckdaten nennen? Das Geschilderte kollidiert ein wenig mit meiner eigenen Erfahrung, die da so geht: Entweder, die Lampe ist auf hohe Helligkeit eingestellt und zieht ordentlich Strom – dann heizt sie sich aber recht schnell selbst auf, sodass sich tiefe Außentemperaturen eher positiv auswirken, oder sie zieht wenig Strom, und wird daher nicht selbst warm genug – dann erscheinen mir zwei Minuten seltsam kurz.

Das ganze war vor über 15 Jahren. Die Lampe (NoName) enthielt eine einzelne 18650 Lithium-Ionen Zelle, die auch Schutzelektronik enthielt. Geladen werden konnte sie entweder extern über eine Ladeschale für einzelne Zellen oder über eine Ladeelektronik in der Lampe selber, die über eine Buchse an der Lampe mit einem 6V Steckernetzteil versorgt wurde. Ich hatte mehrere Akkus unterschiedlicher Hersteller und unterschiedlicher Kapazität. Ich bevorzugte das Laden mit der Ladeschale für die Einzelzellen. Irgendwann habe ich die Ladebuchse mit Silikon zugeklebt, weil die Gummiabdeckung der Buchse verloren ging, und ich öfter Probleme mit Wasser in der Lampe hatte. Dimmbar war die Lampe nicht, nur Ein- und Ausschaltbar auf einen Schaltregler, der den LED-Strom regelteund den Fokus konnte man einstellen. Über die Leistung kann ich nicht viel sagen, aber merklich warm wurde lediglich vorne die LED ein wenig. Bei moderateren Außentemperaturen hatte sie eine Leuchtdauer von ca. 3-5h, je nach Akkukapazität. Die Lampe existiert irgendwo an meinem Hauptwohnsitz immer noch. Ich besitze allerdings keine Akkus mehr dafür und benutzte sie auch nicht mehr. Das Teil war einfach zu hell, ich blendete mich durch Reflexionen ständig selber. Die sonstigen Probleme waren Taschenlampentypisch. Alugewinde um die Taschenlampe zum Zellenwechsel zu öffnen, das dann Kontaktprobleme erzeugt, und Kontaktprobleme durch müde gewordene Messingfederkontakte. Aktuell in Verwendung habe ich Ampercell Racer 1W für zwei Mignon (AA) Zellen und Ampercell Racer 3W für zwei Monozellen. Die habe ich mir auch vor über 10 Jahren zugelegt. Natürlich macht sich auch bei denen die Kälte durch kürzere Brenndauern bemerkbar.

Und wenn deine Taschenlampenakkus zum Laden zu kalt sind, packst du sie halt für einige Minuten in Körpernähe. Das ist nun kein Geheimnis, und auch nicht auf Li-Akkus beschränkt.

Richtig. Geladen habe ich alles immer zuhause bei Temperaturen über 10°C.

Roland E. schrieb:

Da kann auch die Schutzschaltung vom BMS zugeschlagen haben, die bei unter 0°C die Zelle abgeklemmt hat.

Durchaus möglich. Allerdings würde ich dann eine schnellere Abschaltung erwarten, und nicht so ein "rausschleichen". Möglicherweise auch eine blöde Verkopplung des BMS mit dem Schaltregler für den LED Strom. Wäre nicht das erste mal..... Jedenfall war das ganze reversibel. Wurde das ganze wärmer, war auch wieder Licht da.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de

#8051679
Lesenswert?

Bernd W. schrieb:

Ralf X. schrieb:

Das als Kommentar zu "Schlimmstenfalls hat man wohl weniger nutzbare Kapazität" ;O)

Hast vielleicht mal mitbekommen, mit welcher mobilen Akkutechnologie die ganzen modernen E-Fahrzeuge ausgerüstet sind und auch bei tiefsten Frost noch ganz ordentlich funktionieren?

Naja, die Reichweite sinkt erheblich. Und natürlich werden Autoakkumulatoren oft zusätzlich beheizt. Bei im freihen stehenden Speichern für Photovoltaikanlagen sind Heizungen üblich....und fressen oft im Winter viel Strom.

Erheblich ist ein sehr dehnbarer Begriff. Und dann spielen da noch viele winterliche unterschiedliche Parameter rein. Lange Standzeiten/verkürzte Nutzkilometer verhageln eine Bilanz ordentlich, insb. bei stetiger Zellenbeheizung. Als E-Mobile kann ich nur meine "Tretmaschinen" und Zusatzbeleuchtung als positives Beispiele anführen, die mit unbeheizten Akkupacks unterwegs sind, die sich aber bei winterlicher Nutzung natürlich auch selber etwas im Betrieb wärmen.

Für Kfz kannst Du mal bei Spritmonitor.de die Unterschiede für winterlichen und sommerlichen Betrieb der E-Mobile einsehen. Für E-Bikes & Co finden sich auch diverse Foren und Statistiken, wobei dort natürlich auch das winterlich höhere Gewicht und höhere Luft- und Reibungswiderstände eingegangen wird. Und ich kann Dir aus meiner Erfahrung sagen, dass ich deren Ergebnisse weitgehend bestätigen kann. Dass ich mit einigen kg mehr an Kleidungsgewicht, Luftwiderstand durch mehr Fläche und mehr Reibung alleine aufgrund der Reifen mehr verbrauche, ist logisch. Und ja, da mag es sein, dass ich bei -10°C auch mal 35% ggü. dem Sommer einbüsse. Aber doch nicht eine Einbusse von ~95%, wie Du es hier suggerieren willst! Und das auch noch ohne jegliche relevanten Begleitumstände, einzig "normale" Temperatur zu -10°C.

Und dann stellt sich auch raus, dass der Blödsinn vor 15 Jahren passiert sein soll. Sorry, da tickt etwas weit abseits..

#8051720
Lesenswert?

Roland E. schrieb:

Bernd W. schrieb:

... nachts irgendwo in Mitteldeutschland bei irgendwas unter -10°C verwendet. Als ich beide Hände brauchte, habe ich das Teil abgelegt....innerhalb von zwei Minuten war sie komplett dunkel. Nein, der Akku war frisch aufgeladen und ich hatte die Lampe maximal 10 Minuten an....

Da kann auch die Schutzschaltung vom BMS zugeschlagen haben, die bei unter 0°C die Zelle abgeklemmt hat.

Welche Schutzschaltung in einer über 15 Jahre alten einzelligen LiIon-Taschenlampe sollte einen Temperatursensor beinhalten, insb. einen, der im laufenden Betrieb trotz Kapazitätsreserven das BMS abschalten lässt? Und das wegen Untertemperatur? Vielleicht hat der signaturfreudige Autor ja auch noch Daten zu seiner sonderbaren Taschenlampe mit LiIon-Wechselakkus mit LiIon-Standardzellen.

Natürlich ist es richtig, dass bei Frost der Ri der Zelle steigen kann und damit bei Belastung die Spannung unter den Wert sinkt, bei der die (eher) Schutzschaltung anspricht, ein BMS würde ich einzellig nicht so nennen, es fehlt das System.

Die Unterspannungsabschaltungen der Schutzschaltungen können aber mal fehlerhaft sein. Vor gut 5 Jahren habe mal beim Lidl einige dieser Akkuleuchten (drehbar) gekauft:

https://www.lidl.de/p/parkside-akku-led-leuchte-pala-2000-a2/p100399748002

Nach ~1,5 Jahren schalteten die vollgeladen kurz nach Einschalten wieder ab, ohne Nachladen reproduzierbar, aber in immer kürzeren Abständen. Nach Onlinereklamation kamen als Ersatz neue Leuchten, leider die ausziebare Stabform, kurzum: Ich bekam mein Geld zurück und konnte alles behalten. Hier hatten alle Leuchten die typischen "Lidl"-Zellen verbaut, aber mit seitlichen Schutzstreifen unter Folie. Alle mit neuen Streifen vom Ali ersetzt, Probleme (fast) beseitigt. Acht davon habe ich, alle muss ich regelmässig mal laden..

Alle elektronischen Schaltungen, die auf Tastendruck reagieren, ziehen "Strom", je nach Qualität der Schaltung mehr oder weniger.

Wenn sich Bernd Wiebus alias dl1eic, www.dl0dg.de ausgerechnet durch das "G" verleiten lässt, den Unsinn von vor vielen Jahren erneut aufmischen zu müssen, sollte er doch mal etwas mehr zu bringen, was sich vor 15 Jahren technisch bei ihm ereignet hat. Also welche Taschenlampe, welche Akkus, also so das Technische ausserhalb der Schirmmütze.

Mit freundlichem Gruß: Ein Hasser von Signaturen in Foren Ich bin über PN erreichbar Meine Telefonnummer bekommt Ihr nicht

Persönliche Seite #8051908
Lesenswert?

Hallo Ralf X.

Ralf X. schrieb:

Und dann stellt sich auch raus, dass der Blödsinn vor 15 Jahren passiert sein soll. Sorry, da tickt etwas weit abseits..

Naja, so viel hat sich in der Akkutechnik dort bisher ja nicht getan. Die Teile, die beim Entladen besser mit Kälte klarkommen, sind auf Lithium-eisen-Phosphattechnik. Da gibt es Hersteller wie Ective, die bieten Akkus bis -30°C an. Aber auch die schreiben nicht explizit dabei, ob sie den Akku dabei heizen oder nicht. Dass sie den zum Laden heizen, schreiben sie allerdings. Manchmal wünscht man sich halt klarere Angaben.

Lithium-Eisen-Phosphattechnik findet sich mittlerweile auch in den E-Autos, die nicht speziell für Hochleistungsfetischisten gebaut sind.

Es gibt viele exotische Akkutypen mit den merkwürdigsten Eigenschaften, aber in größeren Mengen im praktischem Einsatz sind nur wenige.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de

: Bearbeitet durch User
#8052369
Lesenswert?

Bernd W. schrieb:

Naja, so viel hat sich in der Akkutechnik dort bisher ja nicht getan.

In meiner Wahrnehmung tun sich da von Quartal zu Quartal erstaunliche Dinge. Ladestrom, Haltbarkeit, Temperaturverhalten, Energiedichte, Preis – was wir da heute haben, hätte zumindest ich vor 15 Jahren nicht für realistisch erreichbar gehalten. Bei Interesse zum Thema: Es gibt einen Podcast, in dem man manchmal aus erster Hand Einblicke in die Entwicklung bekommen kann, Name ist „Geladen – Der Batteriepodcast“.

Bernd W. schrieb:

Die Teile, die beim Entladen besser mit Kälte klarkommen, sind auf Lithium-eisen-Phosphattechnik.

Tatsächlich nicht unbedingt. Wenn man sich Entladekurven anschaut, findet man beispielsweise bei Panasonics aktuellen NCR-Zellen ca. 80% entnehmbare Kapazität bei -10°C und einem C, bei LFP-Akkus sind’s meist 70-80%. Zusätzlich leiden gerade LFP-Akkus beim Laden unter 0°C sehr viel mehr als andere Zusammensetzungen, was sie in kälteren Gegenden generell eher als schlechtere Wahl erscheinen lassen.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren