Hallo Leute,
Ich habe ein Problem: ich habe eine Maschine (eine Art Kaffeeautomat)
hier, die mit 4,5KW arbeitet. Nun habe ich hier Anschlüsse wie auf dem
Foto und suche eine passende Buchse dazu um die quasi fest zu
verschrauben. Der Elektriker heute meinte, daß es sowas
höchstwahrscheinlich gar nicht gibt hier (die Maschine kommt aus
Taiwan). Nun sieht das doch recht simpel aus für mich und ich kann mir
nicht vorstellen, daß es keine Buchse mit 2 schrauben gibt wo man die
Kabelschuhe reinschrauben könnte. Allerdings habe ich auch nichts
passendes im Internet gefunden (wobei ich auch nicht so recht weiß, nach
was ich suchen sollte). Weiß jemand von euch was ich da nehmen könnte ?
Die Kabel müssten 2,5mm² sein um die Leistung zu verkraften...
Vielen Dank für Eure Hilfe
Peter
Da hat dein Elektriker höchstwahrscheinlich auch Recht mit.
4,5kW aus einer Phase? In einer Standardhausinstallation?
Ich lasse mich gerne belehren, aber ich denke das gibt es nicht.
Entweder man bekommt das Teil irgendwie an einen Drehstromanschluss oder
man kann es wohl vergessen. (Vielleicht gibt es wie beim E-Herd in der
Maschine hinten eine Anschlussdose in der man auch auf Drehstrom
verkabeln kann)
BTW: Was steht denn auf dem Typenschild? Foto?
Wenn da nämlich auch noch 110V drauf steht, ist es besser du
verschrottest das Teil und kaufst dir ein Produkt für den europäischen
Raum.
Gruß
Mandrake
Mandrake schrieb:
> Wenn da nämlich auch noch 110V drauf steht, ist es besser du> verschrottest das Teil und kaufst dir ein Produkt für den europäischen> Raum.
Für 40A wären die Kabel aber etwas dünn.
Bei rund 20A Stromaufnahme könnte man über einen 400V->230V Trafo
nachdenken um das Ding an 2 Phasen zu hängen. Wobei 20A aber gerade noch
so an einer gehen sollten, (entsprechend abgesichert und über dicke
Leitungen angeschlossen).
Nachdem kein Stecker dran ist soll dieses Gerät wohl ähnlich einem
normalen E-Herd fest installiert werden.
Für Steckdose ungeeignet und auch für Drehstrom, weil die meisten,
heimischen CEE-Steckdosen -sofern überhaupt vorhanden- ja eh für 16A pro
Phase gedacht sind.
@Benedikt
Du hast Recht, die Kabel wären zu dünn. Da ich was von Kaffeeautomat
gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass das Teil im Haushalt zum
Einsatz kommt.
Und da hat man meines Wissens höchstens 16A Absicherungen.
Klar man könnte jetzt die Hauptleitung vor dem Sicherungskasten anzapfen
und da einen entsprechend ausgelegten Sicherungsautomaten dranbauen.
Dahinter könnte man, natürlich mit entsprechend DICKER Verkabelung, den
Automaten dranhängen. Allerdings ist das keine Standardinstallation
mehr.
Deine Idee mit dem Trafo würde natürlich funktionieren, aber ich weiß
nicht wieviel so ein Teil kosten würde und ob der Aufwand dann noch
lohnt.
Taiwan hörte sich für mich nach E-bäh-Schnäppchen an.
Vielleicht eine große Kaffeemaschine für die Gastronomie? Nur halt für
den taiwanesischen Markt gebaut..und daher preiswert bekommen...?
Aber ich denke das Typenschild würde einiges an Erleuchtung bringen.
So bleibt es nur rumraten....
Gruß
Mandrake
Hallo,
ich als Angehender Elektriker würde eine Herdanschlussdose setzten, die
Kabel dort anschliessen mit den entsprecheneden Aderendhüllsen, von dort
mit einem Kabel gleichen oder größeren querschnittes zur nächsten
Unterverteilung oder Hauptverteilung und dort entsprechend absichern.
Fotografiere doch bitte mal das Typenschild des Kaffeautomaten ab dann
kann man mehr sagen.
MFG
Genau, das Typenschild ist wichtig,
es könnten sonst auch 2 Phasen benötigt werden.
Auf jeden Fall sind die Kabelschuhe für einen Festanschluß vorgesehen.
Die Kabelschuhe lassen darauf schliessen, dass das Kabel direkt an einen
Sicherungsautomaten oder einen Motorschutzschalter angeschlossen werden
muss. Hier muss die Betriebsanleitung gelesen werden, ob solche
Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Früher wurden an
Herdanschlussdosen üblicherweise 2,5 mm^2 gelegt, heutzutage nur noch
1,5 mm^2.
Typenschildangabe wegen der Spannung ist wichtig, vielleicht lässt sich
ja in dem Gerät die Heizung noch umbrücken, um eine Spannungsanpassung
zu erreichen. Auf jedenfall "Viel Spass mit dem Teil"!
Hallo Profi,
wann war denn "früher" ?
Dann waren es vielleicht "Herde" (1 Kochplatte) mit nur 1000 Watt, habe
gerade einen 2,5qmm-Anschluß von 1960 gesehen: 4-adrige Flachleitung (3
Farben + grün/gelb), man irrt sich leicht beim Querschnitt, denn die
Isolation der Adern ist im Verhältnis superdünn.
Was meinst du genau mit Typenschild ?
Also es gibt ein Schild, wo draufsteht, was das Ding für Leistung zieht
:
1 Phase
220-240V
Ist es das was du meinst ?
Also ich denke mittlerweile das einfachste wäre wirklich die Kabelschuhe
zu entfernen und, sofern die Kabel für den Backofen genügend dick sind,
das Ding einfach dort anzuschließen...das müßte doch recht kalorienarm
umzusetzen sein oder ?
Ich habe gerade mal in einer Tabelle (VDE 0298-4; PDF habe ich mal
angehängt) nachgesehen: Wenn man ein 3*2,5mm² Kabel in der Wand verlegt
und 2 Adern belastet, dann sind 24A Strom zulässig. Das würde doch
reichen. Für 4,5kW ist ja eine 20A Absicherung ausreichend.
Alternativ könntest du natürlich die Sicherungen an deinem
E-Herd-Anschluss gegen 20A-Typen austauschen. Das üblicherweise verlegte
5*2,5mm² Kabel verträgt nämlich laut o.g. Tabelle bei Belastung von 3
Adern (alle 3 Phasen) immer noch 21 Ampere.
Dann einfach Herd und Kaffee-Automat parallel anschließen. Aber bitte
nicht beides gleichzeitig einschalten, sonst fließen bis zu 36A und die
Sicherung fliegt raus...
Der Nachteil: Der Herd sollte normalerweise mit 3*16A abgesichert
werden, ist dann aber unzulässig mit 3*20A abgesichert. Eigentlich
sollte das kein Problem sein, aber ganz so toll ist es auch nicht.