Habe hier 2 Telekom T-Home Entertain Mediareceiver, welche in einem Raum
stehen (müssen). Nun besteht das Problem, dass beim Betätigen der
Infrarot-Fernbedienung beide Receiver ansprechen. Kann ich eine
Fernbedienung und einen Receiver irgendwie umbauen, damit nur eine
Fernbedienung zu einem Receiver passt? Und wie bekomme ich so eine
Fernbedienung ohne oder mit möglichst geringem Schaden auf?
>Nun besteht das Problem, dass beim Betätigen der>Infrarot-Fernbedienung beide Receiver ansprechen. Kann ich eine>Fernbedienung und einen Receiver irgendwie umbauen, damit nur eine>Fernbedienung zu einem Receiver passt?
Nö.
Die Fernbedienung des MR100 funktioniert nicht mit dem MR300/301 und
umgekehrt, obwohl beide exakt vom gleichen Hersteller zu sein scheinen.
Gut möglich dass die Sendedioden mit unterschiedlichen Frequenzen
moduliert werden.
Idee (keine Ahnung, ob das funktioniert): Infrarot-LEDs mit
verschiedener Abstrahl-Wellenlänge in die zwei Fernbedienungen einbauen
und mit passenden Filternplättchen vor den Receiver-Fotodioden
abstimmen. Vorteil: Kein Eingriff am Receiver nötig (außer Aufkleben des
Filters), und Modifikation an nur einer Fernbedienung eventuell schon
ausreichend.
Problem an der Sache könnte sein, dass man keine zwei LEDs mit
ausreichend verschiedenen Wellenlängen findet, oder dass es keine
passenden, nicht überlappenden Filter gibt, oder dass die Fotodioden zu
selektiv nur auf die LED reagieren, die ab Werk in den Fernbedienungen
verbaut ist. Damit kenne ich mich aber leider nicht gut genug aus.
Okay es gibt in meinen Augen genau 2 Wege:
1) du nimmst das modulierte Signal aus der ersten Fernbedinung -
bastelst eine µC Schaltung dahinter codierst und versendest das Signal
dann via der eingebauten Sendediode. Am Empfänger zappfst du das Signal
wieder an und dekodierst wiederrum per µC und gibtst dann das Signal an
den Receiver weiter. Das wäre die Fortgeschrittenen-Methode. Kenntnisse
im Bereich von Mikrconontrollern vorrausgesetzt.
2) schmalbandige IR-Filter deren Bereiche sich nicht überlappen vor eine
Fernbedinung und den entsprechenden Receiver.
Filter gibt's hier:
http://www.knightoptical.co.uk/acatalog/FiltersColourfilters-Acrylictype50x50mm.htmhttp://www.edmundoptics.com/onlinecatalog/browse.cfm?categoryid=1105
ist halt die quick n' dirty Variante. Im Gegenzug musst du allerdings
mit Reichweiten-Verkürzungen rechenen ... Ausserdem sind die Filter
nicht leicht zu "verarbeiten" = Form geben, etc...
Ich würde je nach Erfahrung mit Microcontrollern handeln.
1 ist sicherlich die elegantere Methode. Ich werd gleich wieder zu hören
bekommen, dass ich spinne und so weiter =)
2 ist die DIY-Variante.
Viel Spaß
Gruß
Hallo
Die einfachste Möglichkeit wäre, mit zwei Infrarotverlängerungen über
Funk zu arbeiten.
Link IR-Funkempfänger:
http://www.intellihome-deutschland.de/deutsch/multimedia/infrarotverlangerung?gclid=CPCK79TJo6ICFdMq3goddnG_yA
Dazu stellt man die zwei IR-Sender, die vor den zwei Fernbedienung
liegen,auf einen unterschiedlichen Sende-Kanal ein und stellt die
IR-Empänger direkt vor die zwei Receiver. Man muß jetzt nur noch dafür
sorgen, das die zwei Fernbedienungen getrennt von einander eine optische
Verbindung mit den zwei IR-Sendern haben. Mit einem schwarzen Klebeband
wäre das kein Problem. Es wäre auch möglich, die zwei Fernbedienungen
elektrisch mit einem Kabel mit den zwei IR-Sendern zu verbinden. Dadurch
entfällt das Abkleben. In ähnlicher Form sind die zwei IR-Empfänger vor
den zwei Receiver zu positionieren und abzudecken.
Gruß Rolf
MR schrieb:> Habe hier 2 Telekom T-Home Entertain Mediareceiver, welche in einem Raum> stehen (müssen). Nun besteht das Problem, dass beim Betätigen der> Infrarot-Fernbedienung beide Receiver ansprechen.
Eine Möglichkeit wäre die Kombination von IRMP und IRSND. Du nimmst für
MediaCenter No. 2 eine ganz andere 0815-Fernbedienung und setzt
unmittelbar vor dem MediaCenter No.2 einen AVR µC, der mittels IRMP das
Signal der 0815-FB dekodiert und mittels IRSND wieder ins
MediaCenter-Protokoll enkodiert und (konzentriert auf MediaCenter No. 2)
wieder abstrahlt.
Dafür braucht man:
1 ATMEGA 88, besser ATMEGA 168
1 Quarz 16 MHz
1 TSOP17xx, z.B. TSOP 1738
1 IR-Sendediode, z.B. SFH409
1 Transistor, z.B. BC337
1 Elko, 4,7µF
3 Widerstände: 33, 100, 4,7K
2 Keramik Kondensatoren: 22pF
1 5V-Netzteil
Hier der Artikel zu IRMP und IRSND:
http://www.mikrocontroller.net/articles/IRMP
Gruß,
Frank
Frage in die Runde:
Was ist mit Polarisationsfilter, die in den Consumer 3D-Brillen verbaut
werden? Bestehen Chancen, das die mit IR noch funktionieren?
Normalerweise sind das Folien und normalerweise erzeugen die eine
Rotationspolarisation.
-> leicht zu verarbeiten und auch die Handhaltung spielt dann keine
Rolle.
-> leicht zu bekommen: Ab in den nächsten Vergnügungspark und im 3D Kino
vergessen die Brille abzugeben :-)
Polarisationsfilter ist wirklich eine tolle Idee. Habe ich auch gleich
mit diesen 3D-Brillen ausprobiert. Funktioniert mit den Papierbrillen
leider gar nicht. Die "sperren" wohl nicht stark genug.
MR schrieb:> Funktioniert mit den Papierbrillen> leider gar nicht. Die "sperren" wohl nicht stark genug.
Schade.
Wär wohl auch zu einfach gewesen :-)
Nur sicherheitshalber nachgefragt:
Du hast jeweils vor die IR-LED der FB und dem Empfänger ein Brillenglas
gehalten. Für die andere Paarung das jeweils andere Glas der Brille.
(Nichts für ungut, wenn dir die Nachfrage jetzt dämlich vorkommt. Aber
hier im Forum erlebt man schon so einiges)
Ja, habe ich. Eine Scheibe vor den Sensor und ringsrum abgedeckt. Die
andere vor die Fernbedienung. Hat sich mit drehen und wenden nichts
verändert. Muss ich wohl doch das Signal der Fernbedienung irgendwie
verändern. Wenn ich nur wüsste, wie das Signal aufgebaut ist.
wie wärs mit laser LEDs anstatt IR?, eine rote, eine blaue und
farbfilter.
Im prinzip sollte reichen das was gesendet wird zu focusieren., evt.
noch dazu abschwächen.
MR schrieb:> Ja, habe ich. Eine Scheibe vor den Sensor und ringsrum abgedeckt. Die> andere vor die Fernbedienung. Hat sich mit drehen und wenden nichts> verändert.
Auch mal mit beiden "Richtungen" der beiden Scheiben probiert? Bei der
RealD-Technologie (wird in DE z.B. bei Cinemaxx benutzt, glaube ich;
aber auch in anderen Kinos) wird zirkular polarisiertes Licht
eingesetzt, deshalb bestehen die 3D-Brillen aus einem Linearpolarisator
und einem Lambda/4-Element; je nachdem, welches davon "zuerst" kommt,
gibt es einen anderen Effekt.
Die richtige Ausrichtung kann man testen, wenn man die zwei Brillen
hintereinander hält: es passt genau dann, wenn sich durch Drehen um die
optische Achse eine beliebige Transparenz zwischen 50 % und völlig
undurchsichtig einstellen lässt; ansonsten eine der beiden Brillen oder
beide umdrehen.
MR schrieb:> Wird es leider nicht, wenn man durchguckt.
Hmm, schade. Was für Brillen hast du verwendet? "Papierbrillen",
schreibst du weiter oben. Stammen die aus einem 3D-Kino? Oder welche
Papierbrillen verwenden Polfilter? Kenne nur die mit Farbfilter ...
Oh, und noch ein einfacher Test, ob man wirklich eine Brille mit
Polfilter vor sich hat: einfach mal vor einen LCD-Monitor oder ein
LCD-Display halten (da reicht auch schon eines im Reisewecker): wenn
sich beim Rotieren der Brille im bzw. gegen den Uhrzeigersinn die
Helligkeit von 50 % bis ganz undurchsichtig ändert, dann passt alles.
Wie oben schon erwähnt, gibt es auch die Kombination Polfilter mit
Lambda/4-Plättchen; in diesem Fall tritt bei einer "Blickrichtung" durch
die Brille (nämlich Bügel zum Kopf; also so, wie man im Kino
durchschaut) der oben beschriebene Effekt nicht auf; stattdessen sieht
man höchstens leichte Farbverschiebungen (z.B. beim LCD-Monitor). Dreht
man die Brille um (also Bügel weg vom Kopf; sozusagen "von vorne"
durchschauen) gibt es wieder den "hell-dunkel stufenlos
einstellbar"-Effekt von oben.
Sebastian schrieb:> ... wenn> sich beim Rotieren der Brille im bzw. gegen den Uhrzeigersinn die> Helligkeit von 50 % bis ganz undurchsichtig ändert, dann passt alles.
Sorry für einen weiteren Nachtrag, aber das habe ich etwas unklar
ausgedrückt: nur das Licht, das vom LCD kommt, wird in der Helligkeit
(weiter) abgeschwächt, alles andere kommt immer (unabhängig von der
Ausrichtung der Brille) mit 50 % Intensität. Also erscheint das LCD je
nach Winkel der Brille "normal", also wie die Umgebung, oder völlig
schwarz (mit unveränderter Umgebung).
(Okay, auch das stimmt nicht ganz, da z.B. Reflexionen auf Oberflächen
je nach Lichteinfall verschieden polarisiert ankommen. Das macht man
sich in der Fotografie zu Nutzen; da verwendet man Polfilter für genau
diesen Zweck, besonders eindrucksvoll am entweder völlig durchsichtigen
oder völlig reflektierenden Bergsee o.ä. zu sehen.)
@Sebastian
Es sind schon Papierbrillen aus dem 3D-Kino, aber eben mit
Polarisationfiltern, keine bunten Scheiben. Wenn man durch 2 Stück
hintereinander durchguckt und eine hin- und her dreht, wird es auch hell
und dunkel. Passt schon. Nur wird es eben nicht 100% dunkel.
Hallo,
ich würde mal probieren, ob die Fernbedienung als solche nicht auch mit
sichtbaren Leds funktioniert: Senden kann kein Problem sein und
Empfängerdioden sind an sich sehr breitbandig, es kann höchstens sein,
dass ein Filter gegen sichtbares Licht vorgebaut ist (schwarzer
Kunsstoff). Wenn man stattdessen farbiges Plexiglas einsetzt, sollte man
wenigstens 2 Fernsteuerungen parallel betreiben können, bei besseren
Farbfiltern auch mehr. Mit einer RGB-LED und Umschalter käme man sogar
mit einem Sender aus.
Gruss Reinhard