Hallo Zusammen,
ich habe mir heute auf meinem Netbook Modelsim XE III Starter 6.4b
installiert.
Diese Version habe ich mir damals auf der Arbeit zusammen mit Xilinx
Webpack runtergeladen.
Webpack habe ich allerdings auf dem Netbook nicht installiert.
Anschließend habe ich noch von Xilinx eine Lizenzdatei angefordert und
über den License Wizard installiert.
Der sagt auch, dass alles OK ist.
Will ich allerdings was simulieren erhalte ich folgende Fehlermeldung:
"Error: Failure to obtain a VHDL simulation license."
Google sagt dazu:
http://www.xilinx.com/support/answers/16619.htm
Die License.dat gilt aber für Versionen bis Juli 2011:
FEATURE xe-starter modeltech 2011.07 1-jan-00 uncounted \
Wer weiß Rat?
Hmm, wie kann ich das denn rausfinden?
Jedenfalls habe ich ModelSim nur als VHDL-Simulator installiert (geht ja
nur entweder oder) und anschließend per "Submit License Request" den Key
angefordert.
Aus Platzgründen habe ich die ganzen Bibliotheken nicht mit installiert,
die werden doch eh nur für Timingsimulationen benötigt, oder?
Ja, habe ich.
Allerdings ist Modelsim auf d: installiert.
Ich habe mir mit im Command mit "vol" mal die HDD IDs angeschaut.
Keiner der IDs passt zu dem, was an Xilinx geschickt wird:
1
http://www.xilinx.com/cgi-bin/mxe_license.cgi?pr=STARTER&key=ds&ei=&ea=0015afe71109&hn=eeePC&ds=7c9201e0&in=192.168.178.32&&version=ModelSim XE I
Kann man denn bei Xilinx auch das aktuellste ModelSim ohne Webpack
ziehen? Vieleicht hilft das ja...
Wichtig ist auch, dass die Lizenz-Datei nicht verschoben werden darf.
Den Fehler hab ich mal gemacht. Hatte den Licence Wizard ausgeführt und
dachte, dass ich die Lizenz-Datei irgendwo anders hin verschieben
konnte. Aber scheinbar sucht das Programm jedes mal wieder nach der
Datei in dem Verzeichnis, wo sie beim Ausführen des Licence Wizard war.
Das ist es leider auch nicht, die Lizenzdatei hab ich direkt ins
Programmverzeichnis gelegt.
Hab eben nochmal alles deinstalliert, neu installiert und eine neue
Lizenzdatei angefordert. Hat alles nichts gebracht:
1
# vsim work.tb_impuls
2
# Licensing checkout error with feature xe-starter. (Error code -9.)
3
# The hostid of the license does not match the hostid for this machine.
4
# One of the following is likely:
5
# -The license is intended for another machine.
6
# -A dongle is not plugged into this machine.
7
# -The dongle driver is not installed or is not functioning properly.
8
# -The hostid mechanism has been changed or removed from this machine.
9
# ** Error: Failure to obtain a VHDL simulation license.
10
# Error loading design
Aber Hauptsache der License Wizard ist zufrieden (siehe Anhang)...
Vielleicht liegts ja an den fehlenden Libs? Modelsim spuckt manchmal
auch sinnlose Meldungen aus. Einige der Libs brauchst du aber trotzdem,
alle weglassen geht nicht. Gerade für die Xilinx-spezifischen Sachen.
(unisim)
Seltsam finde ich, dass die verwendete HDD ID bei mir nicht auftaucht.
In der Datei "lic_request.txt" steht folgendes:
Disk Serial Number : 7c9201e0
Das stimmt aber mit keiner meiner Laufwerke überein.
Das kann man mit dem Befehl "vol" auf der Kommandozeile prüfen.
c: hat bei mir z.B.: 28f6-030d
Wenn ich das aber bei der Anforderung das Keys von Hand änder bekomme
ich einen ungültigen Key...
Könnt ihr mal bitte schaun, ob die Nummern bei euch übereinstimmen?
Bei der Mac Adresse habe ich zunächst auch so einen Fehler vermutet,
aber der nimmt die der WLAN-Karte, das passt.
@Christian:
Das ist aus Platzgründen (Netbook) nicht so einfach, da müsste ich erst
was anderes löschen.
Im Moment sind bei den Libs (Custom VHDL) alle Häkchen entfernt.
Was wird denn davon wirklich benötigt?
Ich will ja keine Gate-Level Simulation machen, und ich habe hier keinen
herstellerspezifischen Code. ModelSim weiß ja noch nicht mal, auf
welchen FPGA das später mal laufen soll.
Sobald du ein BlockRAM oder sonstwas instantiierst brauchst du die Libs.
Auf einem kleinen krüppeligen Netbook wirst du aber so oder so keine
Freude beim entwickeln haben.
Klar, aber wie gesagt, ich habe hier keinen herstellerspezifischen Code.
Unterschätz mal mein Netbook nicht...
Zuhause:
- 22" Display
- Buetooth Maus
- Bluetooth Tastatur
Unterwegs:
- 7h Akkulaufzeit (ohne WLAN)
- ca. 1kg
- klein (8,9")
- robust
- mattes Display
Software:
- Windows XP
- Matlab / Simulink
- Visio 2007
- LaTeX
- Visual Studio 2010
Alles problemlos und performant.
ModelSim hatte ich auch schonmal drauf (damals liefs), überhaupt kein
Problem.
Das einzige Dauerproblem ist der Speicherplatz.
Und das alles für 270€.
Schade nur, dass Intel die neue Atom Generation genau aus diesem Grunde
künstlich in der externen Auflösung begrenzt hat. Das macht die aktuelle
Netbook-Generation für diesen Einsatzzweck unbrauchbar.
Naja, die nächste Kiste wird dann halt wieder ein Lenovo x201, genau so
wie Intel das will.
Aber das ist ja off-topic.
Ich hatte das (oder so ein ähnliches) Problem auch einmal. Bei mir war
anscheinend der Grund, dass die Systempartition bei der Installation von
XP den Laufwerksbuchstaben H bekommen hat. Beim Erstellen der
Lizenzdatei wurde dann immer eine Nummer übermittelt, die nichts mit
meiner HDD Seriennummer zu tun hatte. Man kann in die URL zwar händisch
hineinpfuschen, aber das hat auch nichts gebracht. Ich weiß nicht, ob es
bei dir das gleiche Problem ist, aber folgendes ist evtl. einen Versuch
Wert:
Nach langem suchen habe ich herausgefunden, dass man auch auf die
MAC-Adresse lizenzieren kann. Das steht irgendwo auf eine gut
versteckten Xilinx Seite
(http://www.xilinx.com/cgi-bin/mxe_register/mxe_hostid.cgi). (Xilinx
Login ist dafür notwendig.)
Eine genaue Betrachtung der URL (bei mir damals)
die dem Browser bei der Lizenzanforderung übergeben wird, ergibt, dass
sowieso schon alle möglichen Daten mitgesendet werden. (Ich habe meine
Daten mit xxx "geschwärzt")
Offenbar wird dann nur noch durch den Parameter key ausgewählt, welche
Lizenzierung man verwendet. Der Trick ist jetzt, statt key=ds für "disk
serial" einfach key=ea für "ethernet address" einzutragen (manuell in
der URL). Schon wird eine Lizenz basierend auf der IP und MAC Adresse
erzeugt. Diese hat bei mir dann auch funktioniert und ich konnte endlich
simulieren.
Ein Hinweis noch: Da die IP Adresse auch mitgesendet wird, könnte ich
mir vorstellen, dass auc die IP mit einbezogen wird. Wenn das so ist,
könnte das vorgehen scheitern, falls man seine IP von einem DHCP Server
bezieht.
Ich hoffe das hilft.
Thomas schrieb:> @Christian:> Das ist aus Platzgründen (Netbook) nicht so einfach, da müsste ich erst> was anderes löschen.> Im Moment sind bei den Libs (Custom VHDL) alle Häkchen entfernt.> Was wird denn davon wirklich benötigt?
Solange der komplette IEEE Ordner da ist, sollte es auch so gehen. Dann
ist es wohl wirklich ein Problem mit der Lizenz-Datei. Seltsam, hat bei
mir immer problemlos funktioniert.
Whitespace, du bist ein verdammter Held!!
Hier noch die Lösung für das DHCP Problem:
http://www.xilinx.com/support/answers/11347.htm
Zwar ist die Systempartition bei mir C:, und ModelSim liegt auf D:, aber
ich habe es von einem verschlüsselten USB-Stick auf H: installiert.
Trotzdem stimmt die gesendete HDD ID mit keiner dieser Laufwerke
überein.
Egal, Hauptsache es geht jetzt...
Danke an alle, die mitgeholfen haben!
Schöne Grüße,
Thomas
Wenn ihr es satt habt mit den Lizenzdateien, dann wechelt doch zu
Altera.
Einfach Modelsim bei Altera downloaden, installieren und los gehts. Ohne
ein einzigstes Lizenzfile.
Vielleicht installiert sich der ein oder andere auch noch QuartusII und
die NIOS IDE. Alles möglich ohne ein einzigstes Lizenzfile.
Seit 9.2 ist glaub ich sogar der kleine NIOS/e frei.
Gruß vom
Entspannten Altera Nutzer (ehemals gestressten Xilinx Nutzer)
Danke für den Tipp.
Ich werde zwar jetzt nicht meine ganze Hardware in die Tonne werfen und
auf Altera umsteigen, aber für zukünftige stand-alone ModelSim
Installationen sicher interessant.
Sogar ein kostenloses ModelSim für Linux gibt es da. Prima!
dr.Schmock schrieb:> Eine Lizenzdatei als Grund umzusteigen? Ich lach mich schlapp.
Die Lizenzdatei allein ist es ja nicht. Es ist das Gesamtpaket.
Beispiel Versionskontrolle:
Was hatte ich früher (mit Xilinx) für einen Ärger die Projekte in die
Versionskontrolle zu bekommen. Unglaublich. Bis Version 6.3 gings ja
noch halbwegs da hier die Projektfiles als Textdatei abgelegt wurden.
Danach haben die auf Binärfiles umgestellt. Was für ein Wahnsinn aus der
Steinzeit. Die User sind Sturm dagegen gelaufen und Xilinx musste
einsehen dass das der falsche Weg war. Trotzdem musste man erstmal eine
lange Zeit damit leben.
Eine ähnlich Problematik der Coregenerator. Dieser erzeugt unzählige
Files (viele Binäre noch dazu). Welche müssen in die Versionskontrolle,
welche nicht? Bei Altera erzeugt der Megawizard einfach ein einzelnes
*.vhd oder *.v File und fertig. Ganz einfach.