Guten Tag,
gibt es eine Möglichkeit ein Netzwerkkabel mit einem Umschalter zu
versehen?
Grund ist es, dass mein Ferienhaus (vermietbare Hütte) eine
Fernüberwachung besitzt und ich diese natürlich auch nutzen können will,
ohne die ganze andere Hardware wie 8- Port Switch, WLAN- Accesspoint in
Betrieb haben zu müssen (Strom ist dort wirklich sehr teuer). Ich möchte
also das ganze so schalten können, dass die Netwerkhardware (ausser dem
"DSL- Modem" sich abschaltet) und die Adern der Fernüberwachungsbox
statt an den Switch nun direkt an das DSL- Modem führen. Gibt es Relais
(evtl bistabil), welche solche Signalleitungen problemlos schalten
können?
Mit "Router" meinte ich sowas wie eine Fritzbox o.dergl., die schon das
Modem eingebaut hat. Die gibt es dann auch mit mehr als einen LAN-Port.
An den einen hängt man das Fernwartungssystem und an den anderen den
restlichen Kram.
Wenn man es richtig macht, kann man diesen Router auch so konfigurieren,
dass er sich ins Standby begibt und erst beim "Anruf" komplett aufwacht.
Man kann schon.
Man möchte es nicht.
Braucht halt später in der Nutzung viel Geduld und kostet dann durch die
erhöhte Nutzungsdauer der Endgeräte dann deutlich mehr Saft und Nerven.
Moin,
du bräuchtest dafür geschirmte Reed-Relais oder Koaxialrelais, weil die
Frequenzen auf dem Ethernet-Kabel relativ hoch sind.
Das Layout könnte auch problematisch werden, nicht umsonst sind in den
Kabel einzeln verseilte Pärchen ggf. sogar mit einzelner Abschirmung.
Einfacher könnte es werden, wenn du die Strecke vom Modem nur mit 10MBit
auslegst, natürlich nur sinnvoll wenn das DSL langsamer ist.
Problem dabei: Die meisten Geräte versuchen, auf mindestens 100MBit zu
schalten.
Du kannst die Ethernet-Ports meistens nicht konfigurieren, d.h. du
müsstest mit einem "gewollt schlechten" Kabel das Modem überzeugen, auf
10MBit umzuschalten.
Das wäre IMHO eine ziemliche Krücke...
Wirklich sinnvoll wäre hier ein Modem mit eingebautem oder zusätzlichem
kleinen Switch. Oder manuell umstöpseln, das wird aber garantiert
vergessen.
Was spricht eigentlich gegen einen weiteren, kleinen Switch? Ich könnte
mir vorstellen, das z.B. ein 3-Port Switch relativ wenig Strom
verbraucht.
Sowas hier: http://www.geeks.com/details.asp?invtid=A-8303&cat=NET
Schau mal, ob die Geräte vielleicht sogar mit annähernd gleichen
Spannungen arbeiten. Dann könntest du sie alle aus einem kleinen
Schaltnetzteil versorgen und hast nur 1x die Verluste im Netzteil.
Periklis S. schrieb:> (Strom ist dort wirklich sehr teuer)
Eine Fritzbox 7170 hat eine Primärleistungsaufnahme von 6 Watt,
verbraucht Dein DSL-Modem ganz sicher deutlich weniger?
@Periklis S: Wieviel Strom verbraucht denn das Modem im Gegensatz zu
einem integriertem Router wie der Fritzbox?
Bei der Fritzbox kann man z.B. das Wlan über das HTTP-Interface
abstellen. Die braucht dann auch nur noch 6W.
Kann nicht einfach auf ein integriertes Gerät wechseln, da die
Zugangsdaten ins Modem einprogrammiert sind und es für mich nicht
auslesbar ist. Deshalb versuche ich ja jeden nicht zwingend notwendigen
Verbraucher aus der Kette zu entfernen.
Periklis S. schrieb:> Kann nicht einfach auf ein integriertes Gerät wechseln, da die> Zugangsdaten ins Modem einprogrammiert sind und es für mich nicht> auslesbar ist.
Welcher Anbieter? Warum kann man die nicht erfragen?
Hallo,
100MBit laufen auch stabil über Jahre über ein per Lüsterklemme
verlängertes 15m Kabel.
Woher ich das weiß?
Weil ich es in einer kleinen Firma so unter dem Teppich fand.
Nein, ich habe keinen Fehler gesucht, nur wissen wollen, wo die kabel
verlegt sind.
Theorie und Praxis eben. ;-)
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> 100MBit laufen auch stabil über Jahre über ein per Lüsterklemme> verlängertes 15m Kabel.
meinst du per Lüsterklemme 2 Netzwerkkabel verbunden oder normale
Kupferlitze?
bist du sicher, dass du da auch 100Mbit hattest und nicht mehrmals
gesendet werden musste, wegen kaputten, verlorenen Paketen?
Solange die Leitungslängen unkritisch sind, geht das durchaus mit
Relais. In der Firma steht bei uns ein Prüfplatz, von einem großen
Kunden gebaut, dessen Namen ich natürlich nicht nennen darf; dort wird
eine Baugruppe getestet, die eigentlich nichts anderes als ein
100Mbit-Switch ist. Die einzelnen Ports werden über herkömmliche, weiße
Matsushita SMD-Relais an den Tester geführt. Und das ist seit Jahren im
Einsatz, ohne Probleme.
Also: Versuch macht kluch, wie mal ein Kollege sagte.