Guten Morgen allerseits,
ich soll mir für ein Projekt eine "Überspannungsschutzsystematik"
ausdenken. Generell habe ich hierzu nur die Erfahrungen aus dem
Physikunterreicht in der Schule und ein wenig Bestelerfahrungen von
kleineren LED Projekten.
Was gemacht werden soll:
Die Spannung hinter einem Piezo Element soll, um Schaden an einem
Ladungsverstärker zu vermeiden, auf 1,2 V begrenzt werden. Positiv wie
negativ.
Was mir so als erstes einfallen würde wären Supressor Dioden, ich wollte
hier nur noch mal von den Profis hören ob dass auch die beste Methode
ist, bzw. wie man das Eigentlich löst.
Maximal erzeugt das Piezo etwar 10 Volt, begrenzen will ich es wie
gesagt auf 1,2 Volt.
Für Vor- oder Ratschläge bin ich sehr dankbar.
Gruß Sascha
So genau wie es mit "Hausmannsware" geht. Also muss jetzt nicht im Mikro
Bereich hinhauen, aber +/- 0,01 Volt wären schön.
Kannst du die Schaltung mal erklären? Wozu jeweils zwei Dioden mein ich
jetzt? Hast du eine Empfehlung bezüglich der Dioden selbst?
Eine Diode fängt etw ab ihrer Flussspannung an zu leiten.
Bei 2 Dioden in Reihe ergibt das etwa 1,2 Volt "Schwelle".
Davon 2 Gruppen antiparallel, um negative wie positive Spannungen zu
begrenzen.
:-)
Sascha schrieb:> aber +/- 0,01 Volt wären schön.
So genau klappt das mit einer simplen Diodenschaltung (und seinen es
auch TVS-Dioden) niemals.
> Kannst du die Schaltung mal erklären?
Wenn es mehr als 2xUf werden, beginnen die Dioden zu leiten. Einmal in
die eine Richtung (die oberen beiden), und einmal umgekehrt (die
unteren)...
> aber +/- 0,01 Volt wären schön.
Prust.
Ein Piezo hat eine geringe Kapazität.
Mit Dioden kann man zu hohe Spannungen ableiten.
Die gesperrten Dioden stören aber mit ihrer
eigenen Sperrschichtkapazität den Piezo.
Man muß also berechnen, ob normale Dioden noch
geeignet sind.
Die Genauigkeit liegt eher bei 0.5V.
Sascha schrieb:> Womit bekomme ich es nun genauer> hin?
Dann nimmst Du eben 2 mal 3 Dioden (ergibt ~1,8V) und dahinter einen
Spannungsteiler (z.B. Poti), damit kannst Du das genau genug einstellen.
Dirk J. schrieb:> und dahinter einen Spannungsteiler (z.B. Poti)
Da war doch vor kurzem mal die Rede davon, dass so ein Piezoelement
sehr, sehr hochohmig ist...
Und auch damit wird garantiert nichts genaueres rauskommen. Sicher
nicht im 10mV Bereich...
Wenn es "nur" um den Schutz des hochwertigen verstärkers geht, dann
könnte ich mir einen begrenzenden Vorverstärker vorstellen, der ein
wenig überspannungsfester konstruiert werden könnte.
Wobei eigentlich noch eine Frage offen ist:
Lothar Miller schrieb:> Was ist das für ein Ladungsverstärker?
Typ, Hersteller...?
Sascha schrieb:> So genau wie es mit "Hausmannsware" geht. Also muss jetzt nicht im Mikro> Bereich hinhauen, aber +/- 0,01 Volt wären schön.
Ich bezweifele doch sehr stark, dass für eine solche Schutzbeschaltung
wirklich eine Toleranz von 10mV eingehalten werden muss.
Kannst Du bitte ausführlich, d.h. am Besten anhand des Schaltplans des
Ladungsverstärkers, diesen geringen Wert erläutern?
Hallo MaWin,
> Ein Piezo hat eine geringe Kapazität.> Mit Dioden kann man zu hohe Spannungen ableiten.> Die gesperrten Dioden stören aber mit ihrer> eigenen Sperrschichtkapazität den Piezo.> Man muß also berechnen, ob normale Dioden noch> geeignet sind.
So nicht richtig.
Die Piezos haben Kapazitaeten im Nanofaradbereich!
Dagegen sind die Diodenkapazitaeten vernachlaessigbar.
Gruss
Michael
Wenn der Ladungsverstärker ordnungsgemäss funktioniert, werden an dem
Piezo kaum zu grosse Spannungen entstehen können, soviel Ladung liefert
der Piezo nicht.
Parallele Kapazitäten am Piezo stören prinzipiell nicht sehr stark,
deswegen kann man auch einigermassen lange Leitungen
Aufnehmer-Ladungsverstärker ( ca. 10 m ) verwenden.