CD4094 falsch verschaltet?

Gast #2122574
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Hallo Leute,

ich habe mir eine kleine LED-Schaltung gebaut, Betriebsspannung 5V, in 
der ein paar blaue Standard-LEDs mit einem 220R-Vorwiderstand über einen 
CD4094 gegen +5V geschaltet werden (der bekommt vom uC invertierte 
Signale an die Ausgänge). Die LED-5V-Versorgungsspannung können über 
einen Schalter abgeschaltet werden.

Allerdings ist mir nun bei längerem Betrieb schon zwei Mal eine LED 
durchgebrannt, d.h. sie ist einfach defekt, sie leuchtet nicht mehr, da 
hat nix angefangen zu brennen, keine Sorge ;-). Bemerkt habe ich das 
immer erst nach einer längeren Ausschalt-Periode.

Also frage ich mich, ob da tendenziell etwas falsch läuft. Im Anhang ist 
ein grobe Schaltplan.

Habt ihr eine Idee? Ich bin hinreichend ratlos.

Beste Grüße
Jens
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Gast #2122672
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Nein, das ist alles OK so. Das sind wirklich 220Ohm, und das ist auch 
ein CD4094 den ich schon in dutzenden anderen projekten verwendet habe.

Also sollte eigentlich alles funktionieren? Ich werde mir die Schaltung 
noch mal ansehen, vielleicht liegt der Fehler irgendwo anders. Es könnte 
ja auch der CD4094 kaputt sein.

Gruß
Jens
Gast #2122721
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Jens schrieb:
> Bemerkt habe ich das immer erst nach einer längeren
> Ausschalt-Periode.

Schaltet der Schalter wirklich von +5V auf 'offen', oder vielleicht nach 
Masse?

Deine LEDs haben eine Reverse-Spannung von 5V und einen maximal 
zulässigen Reverse-Strom von 10µA. Wenn dieser überschritten kann das 
die LEDs zerstören.

Du könntest eventuell die LEDs direkt an 5V legen und den Schalter an 
Output Enable anschließen (Pullup-Widerstand - Schalter nach Masse) und 
die LED damit schalten.

Gruß
John
#2122823
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>Also sollte eigentlich alles funktionieren? Ich werde mir die Schaltung
>noch mal ansehen, vielleicht liegt der Fehler irgendwo anders. Es könnte

Ja - zumindest mal angewöhnen, Abblock-C's direkt am IC in die 
Betriebsspannung einbauen. Das sollte zwar der LED nicht weiter stören, 
aber es gehört einfach dazu.

>ja auch der CD4094 kaputt sein.

Und wenn er kaputt ist, dann geht davon trotzdem keine 30mA-LED kaputt.
Gast #2122993
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Hallo,

danke für eure Hilfe, ich antworte mal der Reihe nach.

John schrieb:
> Schaltet der Schalter wirklich von +5V auf 'offen', oder vielleicht nach
> Masse?

Nein, das ist so aufgebaut wie eingezeichnet. Das mit dem OE ist aber ne 
gute Idee.

Jens G. schrieb:
> zumindest mal angewöhnen, Abblock-C's direkt am IC in die
> Betriebsspannung einbauen.

Das oben ist ein Minimal-Schaltplan., natürlich habe ich 
100n-Abblock-Kondensatoren drin.

Manfred G. schrieb:
> ich denke auch das der CD4094 gestorben ist, denn laut Datenblatt
> verträgt er nur 8 mA.

Ich sehe sogar nur 6.8mA, das ist mir absolut neu. Mir wurde der CD4094 
schon so oft empfohlen, da er anscheinend lcoker über 10mA schalten 
kann, wie mensch das von CMOS eigentlich so kennt. Anscheinend geht das 
nicht. Gut, meine LEDs laufen bei I = U / R = (5V - 3.3V) / 220R = 
7.7mA, das dürfte vielleicht schon zu viel sein. Seltsam ist nur, dass 
ich verschiedenste Uhren mit diesem Setup aufgebaut habe, dort aber nach 
GND schalte, und alle LEDs noch gehen, und der CD4094 auch definitiv 
nicht defekt ist...

Michael_ schrieb:
> Wenn man den IC wegläßt,
> fließen bei 220 Ohm max. 8 mA. Also mit IC etwa 4 mA.

Du meinst wegen des Innenwiderstandes des ICs? Dann dürfte obiges kein 
Problem sein, da ich ein 5V-Steckernetzteil verwende, das (unter 
Belastung) ziemlich genau bei 5V landet.

Gruß
Jens
Gast #2123082
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Jens schrieb im Beitrag :

> Nee, das war es nicht. Ich habe allerdings festgestellt, dass die LEDs
> leicht glimmen, wenn ich deren Spannungsversorgung abschalte. Das ist
> sicherlich nicht gut, woher kann das kommen?!


> Nein, das ist so aufgebaut wie eingezeichnet.

> Das oben ist ein Minimal-Schaltplan.

Du zeigst nicht das, was du aufgebaut hast. So wird das nichts
mit Hilfestellung. Zum Glück hast Du kein Softwareproblem. Oder
vielleicht doch? Nur vergessen zu erwähnen?
Gast #2123112
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Nö, softwaretechnisch ist alles in Ordnung. Die LED war wirklich defekt.

Ich habe jetzt mal diese VDD-Abklemm-Sache seingelassen und sauber den 
OE-Pin des CD4ß94 benutzt. Ich werde mal schauen, ob das das Problem 
löst.

Die LEDs sind auf einem 1mm-Kupferdraht aufgelötet (das ist der Pluspol) 
und die Kathoden gehen über die Vorwiderstände zu den Ausgängen des 
CD4094. Sollte so keine Probleme verursachen, oder?

Gruß
Jens
Gast #2124458
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Jens schrieb:
> Ich habe allerdings festgestellt, dass die LEDs
> leicht glimmen, wenn ich deren Spannungsversorgung abschalte. Das ist
> sicherlich nicht gut, woher kann das kommen?!

Wenn die LED-Spannung abgeschaltet ist, dann sieht die Schaltung so aus 
(Anhang). Und wenn die LEDs leicht glimmen, dann muss mindestens in 
einer LED der Strom im Reverse-Richtung fließen (die LED deren Ausgang 
vom CD4094 auf high liegt).
Die Spannung (bei ausgeschalteten LEDs) von 5,25V ist größer als die im 
Datenblatt angegebene, zulässige Reverse-Spannung der LED von 5V. Und 
wie weiter oben bereits geschrieben: laut Datenblatt ist der maximal 
zulässige Reverse-Strom 10µA. Bei einem höheren Reverse-Strom wird die 
LED zerstört.

Wenn die LEDs fest mit +Ub verbunden sind, und über OE geschaltet 
werden, gibt es dieses Problem nicht mehr.

Gruß
John
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#2125985
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@Jens (Gast)
>Ganz ruhig, immer locker bleiben. Es ist ein einfaches Steckernetzteil,
>das unstabilisierte 5V @ 1000mA max liefern kann. Mehr Infos stehen da

Also wenn es unstabilisiert wäre, würde es bei paar mA nicht nur 5V 
haben, sondern deutlich mehr. Erst bei 1A würden sich ziemlich genau 5V 
einstellen. Was für ein NT ist das also (Link)?

>Ich habe jetzt mal diese VDD-Abklemm-Sache seingelassen und sauber den
>OE-Pin des CD4ß94 benutzt. Ich werde mal schauen, ob das das Problem

Und was heist das nun? War der bisher nie beschaltet gewesen? Dann 
bräuchtest Du Dich auch nicht wundern (generell wissen wir nicht, wie 
die Eingänge beschaltet waren).

@John (Gast)
>Die Spannung (bei ausgeschalteten LEDs) von 5,25V ist größer als die im
>Datenblatt angegebene, zulässige Reverse-Spannung der LED von 5V. Und

So kleinlich muß man gerade bei LEDs nicht sein. Auch wenn er mit exakt 
5,00V um 0,25V niedriger rangehen würde, wird sich am Glimmen nicht viel 
ändern. Denn die Ur=5V sind üblicherweise nur 0815-Angaben.

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