Guten Tag miteinander
Ich habe folgendes Problem:
Ich habe zwei Geräte entwickelt, welche mit 230V gespiesen werden. Die
230V wandle ich per AC/DC Wandler auf ca 27VDC/3.2A.
Soweit sogut... Ich wollte mich aber auch gegen Stromausfälle etc
schützen, also nahm ich 2x 12V Bleiakkus (Typ: CT4.5-12H) in Serie (24V)
und lade diese permanent.
Ladepfad der AC/DC zum Akku:
Nach dem AC/DC Ausgang habe ich eine Diode eingebaut. Nach der Diode
kommt ein 10Ohm Widerstand und dann die zwei in seriegeschalteten Akkus.
Vor dem Widerstand beträgt die Spg. 26.78V. Die Akkus kann also mit max.
26.78V laden, währe der Innenwiderstand der Batterie unendlich
(Extremwert).
Also bekommt jeder Akku permanent max 13.39V.
Der 10 Ohm Widerstand baute ich ein, um den Ladestrom zu begrenzen, da
an dem AC/DC Ausgang noch andere Bauteile/uC's etc. angeschlossen sind.
Und der AC/DC Ausgang liefert 3.2A, wenn die zwei Akkus also zuviel
Strom ziehen fällt die Spg zusammen und auch der restliche Teil der
Schaltung bekommt keine Power mehr.
Ich habe beide Geräte nun seit 5Wochen in Betrieb (d.h Akkus wurden
permanent geladen). Gestern sah ich, dass das eine von diesen Geräten
Battspg. vom 0.7V anzeigt (Normal ca. 25-26.7Volt). Nach einigen
Messungen bestätigte sich mein Verdacht. Beide Akkus waren defekt von
diesem einen Gerät.
Nun meine Frage:
Ist es schädlich wenn man die zwei Akkus in Serie ladet?
Sind ja "nur" Zellen die man in Serieschaltet, intern in dem Akku werden
ja auch Zellen Seriegeschaltet.
Ist es schädlich wenn ich nur mit 13.35V lade? Oder ist das sogar eine
zu hohe Spg. um permanent zu laden?
Es ist auch nicht so schlimm, wenn der Akku "nie" voll wird wenn ich mit
zu kleiner Spg lade, da die Akkus überdimensioniert sind (4.5Ah).
Wichtig ist einfach nur das der Akku nicht kaputtgeht.
By the Way: können Bleiakkus explodieren?
Fragen über Fragen :)... ich danke euch schon im Voraus für die
Antworten etc.
1.Vergiss den Spielzeugakku 4.50 Ah
4,5 Ah= ergibt höchstens 4,5 Stunden 1A wenn er voll ist. Bei höherem
Entladestrom noch weniger, was sicher ganz genau im Datenblatt zu finden
ist.
Falls Dein Gerät jemals auf Akku gelaufen ist, so war der bestimmt ganz
schnell leer und konnte über den hohen Vorwiderstand noch nicht wieder
voll werden. Miß einfach mal.
2.Die Suchfunktion fand ganz schnell
Beitrag "Bleiakku mit Konstantspannung laden"
Man kann die Akkus durchaus in Serie auf Dauer laden,
wenn man dafür sorgt daß an keinem! der Akkus eine Spannung von
>13V8 ansteht. (z.B. mittels Shunts)
In einer Anwendung bei mir hatte ich jedoch Zeit die Akkus per
Relais umzuschalten:
Im Lademodus hängt jeder Akku an einem eigenen 12V-Switch-Laderegler
(L6902D von ST), im Entlademodus hängen dei Akkus in Serie.
Ein Atmega überwacht die Akkus, und sorgt für das Umschalten,
Schutz vor Tiefentladung etc.
(Tiefentladen killt auch die Akkus zuverlässig)
Die Relais sind natürlich so geschaltet daß im Akkubetrieb
die Relais im Ruhezustand sind.
Vielleicht ist das auch ein Denkansatz, hat sich bisher bewährt.
Das Laden in Serie hatte ich bald wieder aufgegeben, gab zuviel
Ärger.
A-Ku schrieb:> Man kann die Akkus durchaus in Serie auf Dauer laden,> wenn man dafür sorgt daß an keinem! der Akkus eine Spannung von> >13V8 ansteht. (z.B. mittels Shunts)
Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Quatsch. Intern sind die Akkus
auch nicht extra ausbalanciert, da sich die Akkuzellen gegenseitig
ausreichend ausbalancieren wenn sie vollgeladen werden. Deshalb ist es
auch nötig den Akku von zeit zu Zeit voll zu laden. 1x pro Woche
vollmachen ist daher ganz gut.
Saimen1987 schrieb:> Gestern sah ich, dass das eine von diesen Geräten> Battspg. vom 0.7V anzeigt
Und hier haben wir einen anderen Fehler. Irgenwas klappt vermutlich mit
dem Laden nicht und irgend eine Messbrücke o.Ä. hat den Akku langsam
leergezuzelt.
Mein Tipp für dich:
Lade die Akkus (in Serie ist OK) regelmäßig auf 14V (28V in Serie) auf
und nutze dabei keinen zu kleinen Ladestrom, 0,1C-1C (also bei den
4,5Ah-Akkus mit 0,45A-4,5A).
An die Ladeschaltung brauchst du keine zu hohen Ansprüche stellen.
z.B. ein Trafo von Netzspannung gleichgerichtet, ohne Ausgangsfilter
(Pulsladung hat Vorteile) mit einer KSQ (ein Transistor, 2 Dioden und
ein Widerstand) in Serie und ran an die Akkus. Und wenn die 28V an den
Akkus während den Ladepausen (also zwischen den Pulsen resultierend aus
Netzfrequenz und Gleichrichtung) nicht unterschritten wird schaltest du
die Ladung ab und Feierabend.
Als Schmankerl kannst du auch mal Google nach nem "Desulfator" fragen.
Musst nur aufpassen, dass die dabei am Akku entstehenden
Spannungsspitzen deine Restschaltung nicht schädigen, oder von dieser
geglättet werden. Das würde gegen den sinn des Desulfators arbeiten.
Ab und zu dann noch drauf geachtet, dass die Zellen nicht leer gasen und
die kleine USV hält einige Jahre bis Jahrzehnte.
Btw.:
Eine USV aus unserer Feuerwehr durfte ich mal wegen Defekt auseinander
nehmen und habe letztlich genau das eben beschriebene vorgefunden.
Ein Pulslader, welcher wöchentlich die Akkus nachlädt (ein Akku-Array
bestehend aus 4x12V in serie nach dem anderen), und
ein Desulfator, sehr ähnlich denen, die du bei Google zu hunderten
finden wirst, "trainiert" auch ein Array nach dem Anderen, wobei das
gerade behandelte Array per Relais vom "Netz" getrennt wird, damit es
keine Rückwirkungen (die erwähnten Spannungsspitzen) gibt.
Stefan Bergdorf schrieb:> Ein Pulslader, welcher wöchentlich die Akkus nachlädt
Hi, Stefan,
genau.
Ich hatte mal einen sehr guten - und teuren - Empfänger für Handbetrieb
vor mir, der hatte zwei 12V-Akkus.
Von denen war immer nur einer am Empfänger, und zwar bis zur Entladung.
Dann wurde auf den anderen umgeschaltet und der erste wieder geladen im
Pulsbetrieb.
Also kein Pufferbetrieb.
Ciao
Wolfgang Horn
1.Vergiss den Spielzeugakku 4.50 Ah
Meine Antort:
Meine Schaltung etc brauchen nomiell nur einige mA und 3.3V
Annahme: 10mA-3.3V --> 33mW
Batterie: 24V 4.5Ah --> 108Wh
Time: 108Wh/0.033W= 3000h
Sagen wir mal die Batterie ist nur 80% voll... 2400h. --> das ist mehr
als genug!
Da es wirklich die Ausnahme ist, dass der Strom wegfällt ist es kein
Problem das es lange braucht um den Akku zu laden.
Was ich vergessen habe zu erwähnen ist, dass ich im Entladepfad (Pfad
welcher den Strom liefert wenn keine 230V mehr anliegen) mit einer
Schutzschaltung die Batterie vor Tiefstentladung schütze, indem ich ein
Relais schalte, welches den Entladepfad unterbricht, wenn die
Akkuspannung unter 23V geht.
Also das mit dem Laden sollte auch vom Hersteller kein Prob sein (hab
die Antwort heute per Mail bekommen) einfach wird der Akku nie voll
geladen was aber kein Problem ist.
Nun muss ich rausfinden wieso das trotzdem die Akkus des einen Gerätes
nicht i.O ist.
Ich werde mich da mal mit Osc. und Multimeter an die Arbeit machen.
Oben habe ich beim Ausrechnen natürlich noch verluste über die
Wandler... die haben so 80% Wirkungsgrad. Aber das spielt auch keine
Rolle ich muss Stromunterbrüche von durchschnittlich ca 100h
(4Tage!)aushalten.
Also die Kapazität spielt auch gar keine Rolle so by the way
Aber danke für die Infos. Hat mir geholfen.
Wenn es denn unbedingt eine Erhaltungsladung "mit Strom" sein soll, dann
würde 1/100 der Kapazität zur Erhaltung reichen. Frage bleibt aber
WESHALB die Akkus total entladen waren. Schaltungsfehler?
Übrigens: Akkus leben länger wenn man sie 3 Zyklen sauber entladen und
geladen hat (statt sie einfach in die Ecke stellen und anzuklemmen).
Eine fertige USV wäre auch eine Idee. Da sie jede Hausfrau im Störfall
wechseln könnte. Auge z.B. zu UPS?
http://www.apc.com/site/apc/index.cfm?ISOCountryCode=de