Frage zu internen Pull-Up Widerstände bei PICs

Gast #2192923
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Max schrieb:
> Kann man die internen Pull-Up Widerstände bei PICs nutzen um Taster
> einzulesen?

man kann, aber es ist nicht sehr zuverlässig.

Die meisten Taster brauchen einen Mindeststrom damit die Oxydschicht, 
die sich im Laufe der Zeit bildet, wieder "wegzusprengen" 
(Reinigungsstrom). Die Pull-ups haben meist so 20-50kOhm da reicht der 
Strom nicht.

> aber kann mir nicht erklären wofür sie dann da
> wären.

Ganz einfach: falls der Eingang unbeschaltet ist würde sich durch die 
Leckströme irgendein Potential einstellen. Die Eingangstufen brauchen 
dann mehr Strom als im Datenblatt spezifiziert ist. Manche 
Eingangsstufen (z.B. die von 74ABT-Logik) fangen dann an zu schwingen 
was bis zur Selbstzerstörung durch Hitzetod führen kann.

Gruß Anja
Gast #2192944
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Hallo Max,
Schau mal ins Datenblatt von Deinen Tastern. Der Mindeststrom ist leider 
oft nicht angegeben.
Im Beispiel (Anhang) sind es:
 - max 50 mA
 - min 10 µA
Diese Taster könnte man problemlos an einem µC mit internen Pull-Ups 
betreiben.

Wenn der Abstand des Tasters zum µC sehr groß ist (im Bereich einige 
Meter), dann ist das ganze auch sehr anfällig auf externe Störungen, da 
die internen Pull-Up Widerstände sehr hochohmig sind.

Gruß
John
Gast #2192978
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Prof. Dr. Wolfgang Matthes schreibt zu Mindeststrom (Seite 11):

Praxistip:
Bei hochwertigen Goldkontakten ist der Mindeststrom normalerweise kein 
Problem; ansonsten sollte etwa 1% des zulässigen Schaltstromes angesetzt 
werden (das sind bei typischen Kontakten in "Logikschaltungen" etwa 1... 
2 mA).
Angehängte Dateien:

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