Guten Abend,
ich habe heute ein wenig an meinem Diplom gearbeiet und hatte mit so
einigem nicht gerechnet. Es geht darum, eine regelbare
Hochspannungsquelle für eine Wandlerprüfung zu entwickeln.
Die Versuch heute war wie folgt aufgebaut:
- Arbiträrgenerator mit 0...2,5 Veff Pegel
- Leistungsverstärker mit Ua / Ue = 100, d.h. maximal 250 Veff.
- Hochspannungstrafo mit ü = 500
- Die Last von 2 nF ist über 20 mH Sperrreaktanz angeschlossen.
So, d.h. maximal erreichbare Spannung sollte 50.000 x 2,5 Veff = 125
kVeff betragen.
So nun legte ich los, bis zu einer Spannung von 70 kV lief auch alles
nach Plan. Nur, wenn ich weiter hochfuhr, schaltete sich der Verstärker
ab. Ich habe einen Leistungsverstärker von Rohrer verwendet. Er besitzt
eine Anzeige über die Verlustleistung. Bei 70 kV betrug diese etwa 10 %
der Maximalleistung lediglich. Nun, drehe ich weiter auf, springt die
Anzeige auf einmal voll nach oben und der Verstärker schaltet ab.
Der Verstärker besitzt auch eine interne Sinusquelle, mit dieser
erreiche ich locker die 125 kV.
Meine Vermutung: Es liegt am Arbiträtgenerator. Hier habe ich 3
verschiedene, einen Tektronix AFG3022A, Tabor 2572A und Agilent 33522A,
bei allen tritt dieses Problem auf.
Ich vermute, dass der Ausgang des Arbiträrgenerators möglicherweise,
wenn ich einen neuen Wert einstelle, kurz den Ausgang abschaltet und
wieder mit erhöhter Spannung einschaltet. Das gleiche passiert dann auch
ausgangsseitig, wodurch ein sehr hoher Stoßstrom durch die Kapazität
bedingt entsteht, welcher auf die Primärseite übertragen wird. Dem
Verstärker gefällt dies nicht, weshalb er abschaltet.
Die Verstärker arbeiten mit 250 MSamples / s, ich habe vermutet, dass
sie so schnell arbeiten, dass es egal ist. Aber scheinbar gibt es hier
Probleme.
Ich hoffe mir kann jemand helfen, den Fehler näher zu untersuchen!
MfG
Jürgen