Schönen guten Tag!
Ich bin auf der Suche nach (Germanium)-Transistoren mit möglichst
kleinem VBE – min. 0.3V, gerne weniger.
Hat jemand von euch Empfehlungen und/oder Bezugsquellen?
Danke + Guten Tag,
Daniel
> min. 0.3V, gerne weniger
Das widerspricht sich irgendwie ;-)
Ansonsten - gerade Ge-Transis haben eine rel. weiche Diodenkennlinie -
je nach Strom kannste also auch ganz leicht unter 0,3V erreichen.
Ich würde mal sagen: einfach mal hier gucken:
http://category.alldatasheet.com/index.jsp?Searchword=GERMANIUM
Ob da aber so oft Ube mit angegegeben wird, glaube ich nicht.
Germanium NPN Transistoren sind schon schwer zu bekommen. Auf Anhieb
fällt mir da so etwa Wie AD161 ein. Ab es da mit VBE reicht, hängt vom
Strom ab.
Vermutlich wird es aber eine andere bessere Lösung geben, z.B. mit einem
J-FET oder MOSFET.
Ulrich schrieb:> Germanium NPN Transistoren sind schon schwer zu bekommen.
Die Tschechen hatten früher nur NPN-Ge-Transistoren hergestellt.
Ein Radio aus DDR-Produktion mit Komplementärendstufe hatte daher einen
HFO- und einen Tesla-Transistor.
Peter
Peter Dannegger schrieb:> Die Tschechen hatten früher nur NPN-Ge-Transistoren hergestellt.
Nanu? Die Standardtechnik bei Germanium war eigentlich PNP. Hat man das
im Osten differenziert und die Tschechen waren für NPN zuständig und
irgendwer anders für PNP?
A. K. schrieb:> Nanu? Die Standardtechnik bei Germanium war eigentlich PNP.>Hat man das im Osten differenziert und die Tschechen waren>für NPN zuständig, die Polen(?) für PNP?
Durchaus möglich. war halt Planwirtschaft .
A. K. schrieb:> Hat man das> im Osten differenziert und die Tschechen waren für NPN zuständig und> irgendwer anders für PNP?
Es gab zumindest teilweise gegenseitige Absprachen, wer was fertigt.
Thyristoren (richtig große) wurden Zeit im gesamten RGW (außer UdSSR)
lediglich von Tesla gefertigt.
Allerdings dröselte das dann über die Jahre auf, denn so richtig
wirklich als gemeinsamer Wirtschaftsraum hat der RGW dann doch nicht
funktioniert. Während es in den 1970er Jahren Si-pnp-Transistoren
erstmal nur von Tesla gab (KF517, KFY16, KFY18), brachte das HFO in
den 1980er Jahren dann auch eigene Serien heraus.
Ge-npn ist jedoch meines Wissens in der DDR nie gefertigt worden.
(Was das RGW-Ausland im Gegenzug aus der DDR alles so importiert hat,
ist mir auch nicht wirklich bewusst, aber die IC-Palette gerade des
HFO war so schlecht nicht.)
Daniel Düsentrieb schrieb:> Ich bin auf der Suche nach (Germanium)-Transistoren mit möglichst> kleinem VBE – min. 0.3V, gerne weniger.
Wenn ein Design sowas fordert, ist eis meistens ein schlechtes Design.
Thomas R. schrieb:> nn ein Design sowas fordert, ist eis meistens ein schlechtes Design.
Exakt. Das Design sollte unabhängig von solchen Dingen wie eine UBE
sein. Das erkannten auch 1948 schon Shockley, Brittain und Bardeen sehr
bald, und kurz darauf gab es bereits ordentliche Grundschaltungen. Wo
will man denn da hin? Wann ist es zu klein, und wann zu groß? Sehr
unexakte Anforderungen. Die Dinge biegt man sich mit Schaltungstechnik
so hin, wie man sie braucht.
Aber im Ernst: Einen Si-Transistor kann man auch mit UBE 0,1V betreiben.
Aber wo befinden sich denn da die restlichen Parameter? Sicher hinter
dem Mond. Es wäre auch für mich mal theoretisch interessant, habe in den
Bereichen nie gearbeitet. OK, laut dem Gumble-Poon-Modell hat man da
vielleicht Abschwächung, anstatt Verstärkung. Denn die Funktion IB über
UBE an sich ist ja stetig, vom Nullpunkt an. Die Diodenkenninie ist auch
stetig, hat nicht plötzlich bei 0,6V einen Sprung. Das sieht nur in der
Darstellung des Grafen mit den Achsenabmessungen so aus.
Crazyhorse schrob:
>Ich hätte hier noch ein Kubikmeterchen Iridium, das kriegste mit deinem>20-Tonner nicht weg.
Das ist der sogenannte Schwerpunkt.
;-)
MfG Paul
Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gelyncht werde: Ich möchte einen
Joule Thief bauen, um mit Solarzellen (vier mal 0.5V/200mA in Serie) —
möglichst früh — eine AA-NiMH-Zelle zu laden.
Ich bin bei Google auf diese Seite gestossen:
http://wiki.waggy.org/dokuwiki/electronics/joulethief-parts, die bei der
Wahl der Bauteile helfen soll.
Dort findet sich folgende Formel (eigentlich um den Widerstand in der
Schaltung zu bestimmen):
1
(Input Voltage - Transistor VBE) * Transistor hFE
2
R = ---------------------------------------------------
3
1.3 * Load Current
Deshalb bin ich auf der Suche nach "dem kleinen VBE", weil – zumindest
nach meiner naiven Anfängersicht der Dinge – die Schaltung früher
anlaufen kann.
@ Daniel Düsentrieb (Gast)
>nach meiner naiven Anfängersicht der Dinge – die Schaltung früher>anlaufen kann.
Richtig, naiv. Ein Siliziumtransistor kann auch mit 0,4 oder 0,5V VBE
arbeiten, dann antürlich nur mit sehr kleinen Strömen. Das reicht aber
meist aus, um den Joule Thief anschwingen zu lassen.
Nimm einen BC337 oder was auch immer und es wird gut funktionieren.
Probiers aus.
MfG
Falk
Als ersten Schritt hat man schon mal die Möglichkeit einen PNP
Transistor zu nehmen, die sind bei Germanium schon etwas einfacher zu
bekommen.
Noch etwas weiter kommt man z.B. mit ein JFET. LT hat da z.B. im AN113
ein Schaltung mit drin, die ab 0,3 V arbeiten soll.
Daniel Düsentrieb schrieb:> Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gelyncht werde: Ich möchte einen> Joule Thief bauen, um mit Solarzellen (vier mal 0.5V/200mA in Serie) —> möglichst früh — eine AA-NiMH-Zelle zu laden.
Guck dir mal die Kennlinie einer Solarzelle an. Unbelastet geht die
Spannung auch bei geringer Einstrahlung ziemlich schnell hoch. Die
entnommene Leistung ist bei niedriger Spannung (nahe am
Kurzschlußbetrieb aber sehr gering. Es bring also leistungsmäßig deshalb
wenig, der Zelle bei niedriger Spannung einen Strom zu entnehmen.
Daniel Düsentrieb schrieb:> Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gelyncht werde:
Düsentrieb, oh Düsentrieb,
Ich lese es gerade und falls du es gelesen haben solltest:
Die ertste Antwort auf deine Frage war meine. siehe :
Klaus De lisson schrieb:> Warum denn ?
Ich, wie auch viele andere Teilnehmer hatten es im Urin.
Daher wurde nun auch wieder soviel Text produziert.
Ich sag dir eines:
Wenn schon Joul Thief (und das mag spassig sein) dann schau lieber
auf das UCEsat Pararmeter als auf auf solchen Blödsinn wie UBE, da man
eine Diodenstrecke nicht überlisten kann.
Gruss Klaus
Abdul K. schrieb:> Und um die Aussage von Klaus abzuschließen: Zetex
Um die Aussage von Abdul abzuschiessen:
Er hat rech mit ZETEX aber beim Joul Thief sollte es wohl vollkommen
egal sein.
Klaus
Böser Klaus!
Naja. Sinnvoll wäre es, die Zelle im Leerlauf einen Start-Kondi
vollladen zu lassen. Bei einer Triggerschwelle wird der Wandler
gestartet und versorgt sich dann aus dem Ausgang. Reicht die Leistung
der Zelle nicht, wird dadurch zykliert. So ist sogar schwaches Licht
noch teils nutzbar. Das ist einfach realisierbar.
Falls man nur hohe Spannungen haben will, ist der bessere Weg über LEDs
als Solarfläche. Bringen aber nicht viel Leistung.
@ Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
>Naja. Sinnvoll wäre es, die Zelle im Leerlauf einen Start-Kondi>vollladen zu lassen. Bei einer Triggerschwelle wird der Wandler>gestartet und versorgt sich dann aus dem Ausgang.
Hast du so ein Ding schon mal gebaut? Und mal gemessen? Es ist
erstaunlich, bei wie wenig Spannung das startet. Und es macht indirekt
diese "Selbstversorgung".
MfG
Falk
Daniel Düsentrieb schrieb:> Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gelyncht werde: Ich möchte einen> Joule Thief bauen, um mit Solarzellen (vier mal 0.5V/200mA in Serie) —> möglichst früh — eine AA-NiMH-Zelle zu laden.
Das geht auch ohne jede Zusatzschaltung. Wenn Du nur mit einer
einzigen Solarzelle arbeiten willst, kannst Du ja dieses IC
nehmen: http://www.st.com/internet/analog/product/251161.jsp
Gruss
Harald
Daniel Düsentrieb schrieb:> Schönen guten Tag!>> Ich bin auf der Suche nach (Germanium)-Transistoren mit möglichst> kleinem VBE – min. 0.3V, gerne weniger.>> Hat jemand von euch Empfehlungen und/oder Bezugsquellen?>> Danke + Guten Tag,> Daniel
AC127
Daniel Düsentrieb,
ich muss mich entschuldigen. Ich hatte deinen Beitrag garnicht mehr
richtig durchgelesen, da sehr viele Beiträge bezüglich der Vbe
erschienen sind..
Ein wenig bist du auch selber Schuld, da die Fragestellung überhaupt
nix mit deiner Frage zu tun hat.
Du fragst ja:
Daniel Düsentrieb schrieb:> um mit Solarzellen (vier mal 0.5V/200mA in Serie) —> möglichst früh — eine AA-NiMH-Zelle zu laden.
... und das ist doch sooooo einfach!!
Du hast nominal 2Volt , was dafür reicht eine Zelle zu laden.
Goggle mal nach "Shunt Regulator" und du wirst finden, was du suchst.
Alternativ wäre auch eine Suche nach "Power Zener" interessant.
Da lädt alles sofort ohne Verluste und schützt vor der Überladung.
Gruss Klaus
Matthias schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>> Wenn Du nur mit einer>> einzigen Solarzelle arbeiten willst, kannst Du ja dieses IC>> nehmen: http://www.st.com/internet/analog/product/251161.jsp>> Hast du für den SPV1040 auch eine Bezugsquelle für Kleinstückzahlen?> (außer Free-Samples)
Nein. Wenn einer eine kennt, wäre ich auch an 1...2 Exemplaren
interessiert.
Gruss
Harald
H.joachim Seifert schrieb:> Ich hätte hier noch ein Kubikmeterchen Iridium, das kriegste mit deinem> 20-Tonner nicht weg.
Wow siehe da ein Multimillionär^^. Glaub mir wenn du wirklich ein
Kubikmeterchen Iridium hättest und zum abtransport zur verfügung stellen
würdest, würde das auch in nen 20tönner passen, bei dem Preis kümmert
sich nimand um überlast^^! Egal wenn der 20 tönner nacher im Eimer ist
:D