AVR-Resetschaltung, wozu Kondensator

#2221549
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Meiner Ansicht nach (und meiner Erfahrung nach) ist dieser Kondensator 
völlig überflüssig. Im Gegensatz zu älteren Prozessorfamilien, wo der 
Reset-Eingang wirklich nur alle Register auf einen definierten 
Anfangszustand gebracht hat und deshalb ein Low-Pegel für eine gewisse 
Mindestzeit nach der Stabilisierung des Taktoszillators erforderlich 
war, ist bei AVRs diese Zeitverzögerung nicht erforderlich, weil extra 
dafür ein Hardwaretimer eingebaut ist, der über die Fuses in der 
Verzögerungszeit beeinflusst werden kann.

Der Widerstand auf Vcc (10 kOhm) ist dagegen nicht entbehrlich, obwohl 
es einen eingebauten Pull-Up-Widerstand gibt (bzw. geben soll). Damit 
bin ich aber schon mehrmals hereingefallen, denn anscheinend ist dieser 
Pull-Up-Widerstand während der Reset-Sequenz nicht vorhanden oder zu 
hochohmig.
Gast #2221550
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Das ist ein RC-Glied.

Also Im Einschaltmoment liegt an deinem Restpin im prinzip 0V an.

Dadurch ist sicher gestellt, dass die Versorgungspannung einen stabilen 
Wert angenommen hat damit dein controller auch richtig arbeiten kann.

R*C=tau und bei 5Tau ist der Kondensator eigentlich komplett aufgeladen

Dadurch kannst du einstellen, wann dein Controller, nach anbringen der 
Versorgungsspannung, arbeiten soll.

Gruß
Persönliche Seite #2221578
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Edi R. schrieb:
> Meiner Ansicht nach (und meiner Erfahrung nach) ist dieser Kondensator
> völlig überflüssig. Im Gegensatz zu älteren Prozessorfamilien, wo der
> Reset-Eingang wirklich nur alle Register auf einen definierten
> Anfangszustand gebracht hat und deshalb ein Low-Pegel für eine gewisse
> Mindestzeit nach der Stabilisierung des Taktoszillators erforderlich
> war, ist bei AVRs diese Zeitverzögerung nicht erforderlich, weil extra
> dafür ein Hardwaretimer eingebaut ist, der über die Fuses in der
> Verzögerungszeit beeinflusst werden kann.

Veto!

Siehe Beitrag "Re: Am Rande des Wahnsinns."
#2221663
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Na ja, zumindest wegen der Reset-Verzögerung ist der Kondensator nicht 
erforderlich. Allerdings habe ich selber auch in Umgebungen mit höherem 
Störpegel so einen Reset durch Einstrahlungen nie festgestellt. 
Möglicherweise, weil ich die Leitungen zum ISP-Stecker immer recht kurz 
halte. Und natürlich, weil lt. Datenblatt der Reset-Pin eine Mindestzeit 
unter Ures gehalten werden muss. Beim ATMega88 z. B. 2,5µs max. (Leider 
ist keine Mindestzeit angegeben.)

Aber ich werde mir die Sache merken, und falls mal so ein unerklärlicher 
sporadischer Neustart auftreten soll, dann weiß ich jetzt, was zu tun 
ist.
Gast #2221740
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Der Kondensator ist nicht unbedingt nötig, hilft aber bei der 
Unterdrückung von Störungen, die ggf. einen ungewollten Reset auslösen 
können. In gewisser weise hat man die Wahl Widerstand und/oder 
Kondensator. Die ganz ersten Chips waren wohl wirklich auf den 
Widerstand angewiesen, aber die S1200 gibt schon eine ganze Weile nicht 
mehr. In ungestörter Umgebung sollte es auch ganz ohne Beschaltung 
gehen. Kurze Leitungen am ISP helfen da natürlich auch.

Wenn man Debugwire nutzen will, ist darf da kein Kondensator hin, es 
muss also auch ohne gehen, sofern man nicht zu viele Störungen hat.

Ggf. wäre noch zu überlegen eine Diode nach Vcc am Reset Pin zu haben, 
denn der Pin hat keine interne Diode als Schutz.

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