Merkwürdiges Signal von DXF77-Modul

Gast #2221608
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Ich glaube, dass die PTB den Sender abgestellt hat, da er recht viel 
Energie braucht. Vermutlich wegen der in Zukunft zu ertwartenden 
Kernkraftwerksabschaltungen. Alle meine DCF77 Uhren spielen im Moment 
auch verrückt und ich weiss nicht, wieso.
Gast #2221665
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Uhu Uhuhu schrieb:

> Sind das Störungungen auf dem Funksignal, oder habe ich es mit dem Modul
> nicht gut gemeint?

Bei Funkstörungen bekomme ich oft ein Doppelsignal pro Sekunde, mehr 
aber auch nicht.

Wenn die PTB den Sender abstellen wollte, hätte es doch mal irgendwo in 
den Nachrichten erscheinen sollen.

Andererseits gibt es doch eine Menge industrielle Anwendungen mit der 
DCF77-Uhr. Die kann man doch nicht einfach so abstellen???

Meine DCF77-Uhr blinkt fleißig, habe das Signal an einem Pin mit LED 
ausgegeben. Da sieht man auch schön kurz oder lang, und die fehlende 
Sekunde.

Die Uhr spinnt aber gerade im Augenblick in den Minuten, geht eine 
Viertelstunde nach. Die Uhrzeit updatet aber, d.h., sie ist von der 
Software gültig erkannt. Das ist wiederum fatal.
#2221676
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Andererseits gibt es doch eine Menge industrielle Anwendungen mit der
> DCF77-Uhr. Die kann man doch nicht einfach so abstellen???

Wilhelm, dieser selbsternannte Guru redet dummes Zeug.

DCF77 ist hierzulande die amtliche Zeit. Die kann man nicht einfach 
abschalten.

> Meine DCF77-Uhr blinkt fleißig, habe das Signal an einem Pin mit LED
> ausgegeben. Da sieht man auch schön kurz oder lang, und die fehlende
> Sekunde.

Die Impulse, die ich hier sehe, sind 10 ms lang. Davon dürfte eine LED 
auch noch leuchten.
Gast #2221687
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Uhu Uhuhu schrieb:

> DCF77 ist hierzulande die amtliche Zeit. Die kann man nicht einfach
> abschalten.

Verdammt, meine Uhr geht immer noch eine Viertelstunde nach. Der Rest 
stimmt aber. Hatte sie vorhin auch komplett neu gebootet.

Ich muß wohl mal Redundanzsoftware nachbauen!!! Wollte ich immer schon 
mal.

Aber es stimmt, gute industrielle Anwendungen haben Redundanzsoftware, 
welche die upgedatete Zeit mit der alten Zeit vergleicht. Wenn der 
Uhrenquarz gut abgestimmt ist, läuft das Ding dann auch ein paar Tage 
völlig autonom.

Der Guru hat nicht völlig Unrecht, denn das Signal für die Bahnhofsuhren 
kommt nicht pro Uhr direkt aus einem DCF-Empfänger, sondern aus einer 
Schaltzentrale. Wie es früher auch war. Und dort betreibt man sicherlich 
Ausfallmechanismen aller Art.
Gast #2221724
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Vie Kirchturmuhren gehen über Dcf77 und fast jeder Wecker.

Könnte mir nicht vorstellen den so einfach aubzustellen. Aber ich habe 
die befürchtung das es früher oder später so weit ist.(Dann gäbe es 
gratis DCF77 Empfänger denn fast jeder schmeist wahrscheinlich dann 
seine DCF77 Uhr aus dem Fenster)
Gast #2221732
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Guru schrieb:

> Irgendwie geistert hier seit ein paar Tagen ein zweiter Guru herum.
> Leider nicht mit der selben Qualität der Antworten. Denke ich.
> Also, ich verabschiede mich dann mal.

Melde dich an, genau wie ich schon jahrelang, und das Problem ist 
beseitigt.
#2221759
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Ja sowas. Plötzlich gehts. Ich hab zwischenzeitlich mal den PON auf 1 
und dann wieder auf 0 gesetzt und plötzlich fing Data an zu zappeln, 
während der Avrdude noch auf dem Controller rumgewerkelt hat. Danach 
gings wieder aus und nachdem PON wieder auf 0 zurückprogrammiert war, 
tats plötzlich immer.

Sind diese Dinger immer so launisch?

Schaltungswächter schrieb:
> Der Ausgang liefert >5µ sagt das Datenblatt.

Pullups sind alle aus.
#2221760
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Ja die sind manchmal echt etwas ekelig....
Was sie gar nicht mögen sind Schaltnetzteile. Ebensowenig alte 
Röhrenfernseher (selbst schon miterlebt, dass man mit angeschaltetem 
Fernseher keine Daten mehr reinbekommen hat!).
Auch die Ausrichtung sollte passen.
Ebenso solltest du nicht im BastelKELLER sein beim testen ;-)
#2221763
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Es ist wohl auf jeden Fall eine gute Idee, den DCF77 nur zum Nachstellen 
einer Software-Uhr zu verwenden und das auch nur dann zu machen, wenn 
die Signale, die vom Modul kommen, nicht nur richtige Parität haben, 
sondern auch elektrisch völlig sauber sind und über mindesten zwei 
Minuten in dieser Qualität kamen, damit man testen kann, ob die Daten 
auch plausibel sind.
Gast #2221787
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Es ist wohl auf jeden Fall eine gute Idee, den DCF77 nur zum Nachstellen
> einer Software-Uhr zu verwenden und das auch nur dann zu machen, wenn
> die Signale, die vom Modul kommen, nicht nur richtige Parität haben,
> sondern auch elektrisch völlig sauber sind und über mindesten zwei
> Minuten in dieser Qualität kamen, damit man testen kann, ob die Daten
> auch plausibel sind.

Uhu, wie ich schon beschrieb, Plausibilitätssoftware ergänzen.

Keine Ahnung, was du für einen Software-Core hast, aber die machen in 
der Regel nur das minimale. Updaten unter Umständen nur ab und zu, wenn 
mal eine Minute vollständig erkannt wurde. Um den Rest, wie 
betriebssicher deine Anlage ist, mußt du dich selbst kümmern. Am besten 
eine autonome Uhr mit reichlich Genauigkeit mitlaufen lassen, aber das 
macht der DCF-Core ja sowieso.

Wie man das geschickt macht, da habe ich noch keine genaue Ahnung, ob 
und wie man mehrere richtig empfangene Pakete auswertet, und/oder man 
alte Zeit vergleicht.

Richtig empfangene Pakete hatte ich ja heute einige, aber die gingen 
eine Viertelstunde nach...
Persönliche Seite #2221810
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> So, meine Uhr geht jetzt wieder korrekt. Muß da mal etwas
> Plausibilitätssoftware nachbauen, damit sie bei falschem Empfang nicht
> updatet.

Am simpelsten geht das, indem man die Informationen zweier Minuten 
miteinander verwurstet.

Von einer geraden auf eine ungerade Minute ändert sich *immer* Bit0 der 
Minute von 0 auf 1. Ansonsten bleibt alles exakt gleich, bis auf das 
Minuten-Parity natürlich, das dabei invertiert.

Wenn man Bits von Übergang ungerade Minute -> Gerade Minute verrechnen 
will, braucht's was mehr Hirnschmalz.

Hatte da vor ewigen Zeiten mal was zu geschrieben:
http://www.gjlay.de/pub/dcf77/konzept.html
Gast #2221816
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Dcf77 user schrieb:

> Oder deine Rerferenzuhr eine Viertelstunde vor. ;-)

Nein, ich hatte ja neu gebootet. Wobei die Uhr dann überhaupt keine 
Daten hat. Irgendwann nach ein paar Minuten synchronisierte sie, und 
blieb bei der Viertelstunde Nachlauf. Im Display habe ich aber zur 
Eigenkontrolle ein Update-Flag stehen, und das war auch OK. Wenn da 
nichts kommt, zeigt es mir nach einer Minute einen Fehler an.

Es spielt bei mir auch keine Rolle, das Ding steht da nur als 
Schnickschnack herum, ich baute sie vor 16 Jahren.

Aber du bringst mich gerade auf eine Idee: Ich hätte den alten 
Aldi-Funkwecker mal beobachten sollen, was der so macht. Habe ich 
natürlich vergessen.
Gast #2221896
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Ja sowas. Plötzlich gehts. Ich hab zwischenzeitlich mal den PON auf 1
> und dann wieder auf 0 gesetzt und plötzlich fing Data an zu zappeln,
> während der Avrdude noch auf dem Controller rumgewerkelt hat. Danach
> gings wieder aus und nachdem PON wieder auf 0 zurückprogrammiert war,
> tats plötzlich immer.
>
> Sind diese Dinger immer so launisch?

Schau mal hier:
Beitrag "Re: DCF77-Modul von Pollin"
---------------------------------------------------------------
> Der PON-Pin hat bei diesem Modul tatsächlich eine Bedeutung:
> liegt er auf Vcc, ist das Empfangsmodul abgeschaltet. Liegt
> er auf Masse, ist das Empfangsmodul eingeschaltet. Das Modul
> muß nach dem Einschalten der Betriebsspannung mindestens eine
> High-Low-Flanke an diesem Pin sehen, um aktiviert zu werden.
---------------------------------------------------------------

Gruß
John
#2222192
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Johann L. schrieb:
> Hatte da vor ewigen Zeiten mal was zu geschrieben:
> http://www.gjlay.de/pub/dcf77/konzept.html

Sehr interessant...

Bei meinem derzeitigen Projekt, einer Fotofalle, werde ich wohl mit 
simplem Abtasten des DCF-Signals auskommen - die Mäuse im Wald haben 
derzeit weder Fernseher, noch Internet und das Gerät wird vorwiegend 
nachtaktiv sein; da sollten sich die Sauereien auf dem DCF in Grenzen 
halten.

Die Zeit wird benötigt, um die Fotos mit Zeitstempeln zu versehen. Ich 
will das so machen, daß nach dem Start der Falle eine Zeitmarke vom DCF 
(mit Fehlerkontrolle, aber ohne Korrektur) geholt wird und abgespeichert 
wird und anschließend eine Sekunden-Softwareuhr nur noch die Sekunden 
seit dieser Zeitmarke zählt. Löst die Kamera aus, dann wird die 
Sekundenmarke gespeichert und kann später in eine absolute Zeit 
umgerechnet und in und auf die zugehörige .jpg-Datei gestempelt werden.
#2222210
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John schrieb:
> Schau mal hier:
> Beitrag "Re: DCF77-Modul von Pollin"

Danke für den Hinweis. Das könnte das komische Verhalten bei der ersten 
Inbetriebnahme erklären.

Seltsam ist allerdings, daß der Modul bei offenem PON-Pin immer willig 
losgelaufen ist. Womöglich hat er sich irgendwas eingefangen, was die 
H-L-Flanke vorgespiegelt hat.

Im Moment sieht das Signal prima aus. Ich kann es aber sehr zuverlässig 
zum Ausrasten bringen, wenn ich meine uralte optische Maus näher als 10 
cm an die Ferritantenne bringe.

Meine Controllerplatine schafft das auch - ich werde da wohl ein wenig 
Abschirmung vorsehen müssen.
Gast #2222283
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Die Zeit wird benötigt, um die Fotos mit Zeitstempeln zu versehen.

Hallo Uhu,
Wozu denn der ganze Aufwand. Jede Digitalkamera speichert doch Datum und 
Uhrzeit automatisch im Bild ab (EXIF-Daten).
Es gibt auch kostenlose Programme die die Bilddatei entsprechend der 
gespeicherten Daten umbenennen.

http://www.heise.de/software/download/amok_exif_sorter/20076
http://www.heise.de/software/download/exifer/11172
http://www.heise.de/software/download/exif_viewer/13340

Du solltest nur in gewissen Abständen kontrollieren, ob die Kamerauhr 
noch genau ist. Oder einfach die Anzeige einer Funkuhr fotografieren, 
dann kennst Du den Offset der Kamerauhr zur DCF-Zeit.
Wie genau brauchst Du den Zeitpunkt der Aufnahmen?

Es gibt auch Uhren mit GPS-Empfänger, die nicht nur die Position der 
Aufnahme speichern, sondern auch die interne Uhr der Kamera auf die 
hochgenaue GPS-Zeit stellen. Ob das alle entsprechende Kameras können 
weiss ich allerdings nicht.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein GPS-Logger. Die speichern auf 
Knopfdruck, Datum, Uhrzeit und Position.

Gruß
John
#2222300
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John schrieb:
> Wozu denn der ganze Aufwand.

Der Aufwand ist gering. Es sind 2 I²C EEPROMS, in die die Zeitmarke 
geschrieben wird. Beim Abziehen der Bilder werden diese Daten aus dem 
Controller-Board ausgelesen und dann zu Hause auf dem PC mit Programmen, 
wie du sie verlinkt hast, in und auf die undatierten .jpgs gestempelt.

An der Kamera wird nichts gemacht.

> Jede Digitalkamera speichert doch Datum und
> Uhrzeit automatisch im Bild ab (EXIF-Daten)

Nicht jede. Ich habe ein paar kleine Lomos, die können das nicht. Dafür 
kostet das Stück auch nur zwischen 10 und 15 USD und die Bildqualität 
ist für diese Dinger erstaunlich gut.

> Es gibt auch Uhren mit GPS-Empfänger, die nicht nur die Position der
> Aufnahme speichern, sondern auch die interne Uhr der Kamera auf die
> hochgenaue GPS-Zeit stellen.

Wo ich die Fallen stelle, weiß ich ganz gut. Das wird auch mit einem 
GPS-Logger dokumentiert und da die Falle (hoffentlich) nicht wegläuft, 
braucht sie selbst kein GPS.
Gast #2222316
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Nicht jede. Ich habe ein paar kleine Lomos, die können das nicht. Dafür
> kostet das Stück auch nur zwischen 10 und 15 USD und die Bildqualität
> ist für diese Dinger erstaunlich gut.

Und die möchtest Du verwenden?
Falls jemand die Kamera "findet" und mitnimmt, ist der Verlust nicht so 
groß.
#2222352
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John schrieb:
> Falls jemand die Kamera "findet" und mitnimmt, ist der Verlust nicht so
> groß.

Das wäre denkbar, aber ich verbaue die Kameras wohl nackig in meinem 
Fallenaufbau - da hält sich der Nutzen für den Dieb doch sehr in 
Grenzen.

Wichtiger ist mir, daß die Falle insgesamt nicht all zu viel kostet. Das 
ist gut, wenn man deutlich mehr als eine braucht, um einigermaßen 
belastbare Statisiken machen zu können.
Persönliche Seite #2222470
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Uhu Uhuhu schrieb:
> John schrieb:
>> Schau mal hier:
>> Beitrag "Re: DCF77-Modul von Pollin"
>
> Danke für den Hinweis. Das könnte das komische Verhalten bei der ersten
> Inbetriebnahme erklären.
>
> Seltsam ist allerdings, daß der Modul bei offenem PON-Pin immer willig
> losgelaufen ist. Womöglich hat er sich irgendwas eingefangen, was die
> H-L-Flanke vorgespiegelt hat.

0. Könnte auch Latch-up sein. Nehmen wir an, der Controller bekommt beim 
Einschalten eher Saft als die DCF77 Schaltung, weil diese noch einen 
Spannungsuntersetzer hat und dieser einen zu dicken Kondi. Dann wird 
beim Einschalten der schwächliche Ausgangspin des DCF77 durch den 
Pull-Up an deinem Controller nach oben gerissen. Der Ausgang bekommt 
Reverse-Strom und leitet den auf seine Versorgungsspannung über den 
parasitären Thyristor. Auf der Versorgungspannung wirkt der dicke Kondi 
dann erstmal als Kurzschluß. Der Strom steigt kurzzeitig an, der Thyri 
zündet. Da der Ausgang extem mickrig ist, werden einige 100µA oder so 
völlig reichen. Der Ausgang bleibt auf HIGH festgenagelt. Fällt der 
Strom unter den Haltestrom des Thyri, kann das Modul auch wieder frei 
werden.
Selbst wenn du keinen Pull-Up R auf Controllerseite hast, gibt es zwei 
weitere Möglichkeiten:
1. kapazitive Kopplung, die kurzzeitig über den Strom obigen Effekt 
auslöst.
2. Software-Fehler, der Controller schaltet kurz den Eingangspin auf 
Ausgang HIGH. Spannung eventuell höher? Dann gilt wieder Punkt 0.

Nur so als Idee.

Schalte einen FET als Buffer dazwischen. feertisch.
Gast #2222479
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Wichtiger ist mir, daß die Falle insgesamt nicht all zu viel kostet. Das
> ist gut, wenn man deutlich mehr als eine braucht, um einigermaßen
> belastbare Statisiken machen zu können.

Fotofallen, Statistiken, klingt interessant. Kannst du da mal ein paar 
Worte drüber verlieren?
#2222535
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Ich habe den VDD des Moduls mit meiner 
Controllerboard-Versorgungsspannung verunden. PON liegt an einem 
Port-Pin und ich werde da eben etwas Frühgymnastik direkt nach dem Boot 
machen...

(interessierter) schrieb:
> Fotofallen, Statistiken, klingt interessant. Kannst du da mal ein paar
> Worte drüber verlieren?

Im Moment habe ich eine Sammlung von 60 Lebendfallen für Mäuse. Die 
wiegen zusammen - je nach Feuchtigkeit der Holzkisten, die als 
Mäuseknast dienen zwischen 30 und 35 kg. Das Stellen der Fallen am Abend 
dauert etwa 1,5 Stunden und ist extrem unangenehm, weil man sich in zwei 
Gewebsschichten einpacken muß, um nicht von allen möglichen 
Stechviehchern aufgefressen zu werden. Die wenigen Hautstellen, die frei 
bleiben müssen, muß man ordentlich einstinken und hoffen, daß der 
Schweiß, der an Sommerabenden dabei in Strömen fließt, nicht vorzeitig 
alles wieder wegspült.

Am nächsten Morgen muß man dann sehr früh wieder raus, um die Fallen zu 
kontrollieren, die gefangenen Mäuse zu bestimmen und wieder rennen zu 
lassen und die Fallen einzusammeln. Das dauert auch eine Stunde.

Bei der Hantiererei mit den Fallen muß man mit Latex-Handschuhen 
arbeiten, weil die lieben Mäuslein alles verscheißen und verpissen und 
man nicht ausschließen kann, daß speziell die Rötelmäuse Hanta-Viren 
haben.

Ich möchte jetzt sehen, ob man mit 5-10 Fotofallen mit deutlich weniger 
Streß für Mann und Maus vergleichbare Ergebnisse bekommen kann. (Für die 
Mäuse sind diese Fangaktionen zuweilen auch nicht sehr gesund. Ich habe 
zwar sehr wenig Verluste bei echten Mäuse, aber bei Spitzmäusen - die 
zum Glück nur sehr selten in die Fallen gehen - ist die Quote 50%.)

Um einigermaßen brauchbare Häufigkeitsstatistiken zu bekommen, muß man 
mit den Lebendfallen zwischen 500 und 1000 Fallennächten pro Jahr 
fangen.

Die Fotofallen hätten zudem den Vorteil, daß man schon sehr früh im Jahr 
mit der Erfassung anfangen kann, weil sie die Mäuse keiner zusätzlichen 
Unterkühlungsgefahr aussetzen.
Gast #2222539
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> Nicht jede. Ich habe ein paar kleine Lomos, die können das nicht. Dafür
> kostet das Stück auch nur zwischen 10 und 15 USD und die Bildqualität
> ist für diese Dinger erstaunlich gut.

Digitale Lomo? Woher?
#2222583
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Abdul K. schrieb:
> Naja, als Greifvogel weißt du ja wie das mit dem UV-Spuren funzt.

Ich bin eine Eule, kein Greifvogel ;-) und nachts ist essig mit 
UV-Licht...

Eulen haben mit den Greifvögeln nicht viel zu tun. Die Hakenschnäbel 
sind durch Konvergenz unabhängig voneinander entstanden.

Ansonsten ist die Anatomie sehr unterschiedlich:
- Eulenaugen sind nach vorn gerichtet
- ihre Ohren sind asymmetrisch am Kopf
- Sie haben eine Wendezehe und normalerweise greifen zwei Zehen von vorn
  und zwei von hinten - wie eine Kneifzange. (Bei Greifvögeln sind immer
  drei Zehen vorn und eine hinten.)
Gast #2222646
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Uhu Uhuhu schrieb:
> [...]
Interessant. Verstehe ich das richtig, du machst Statistiken welche 
Mausarten bei dir vorhanden sind? Hat das einen speziellen Zweck? Spaß 
scheint es ja nicht zu machen, von daher...

Ich wusste gar nicht das diese netten Tierchen so äußerst wenig nette 
Viren übertragen können. grusel :-(
#2222704
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(interessierter) schrieb:
> Interessant. Verstehe ich das richtig, du machst Statistiken welche
> Mausarten bei dir vorhanden sind?

Das wäre eine Qualitative Erfassung - das ist nicht sonderlich schwer.

Richtig haarig wirds bei quantitativem Monitoring. Das macht man, um die 
Dichte des Vorkommens festzustellen und die ist, was mich interessiert.

> Spaß scheint es ja nicht zu machen, von daher...

Nicht alles, was man aus Spaß an einer Sache macht, macht Spaß...
Gast #2222781
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Uhu Uhuhu schrieb:
> (interessierter) schrieb:
> Richtig haarig wirds bei quantitativem Monitoring. Das macht man, um die
> Dichte des Vorkommens festzustellen und die ist, was mich interessiert.
Aber wozu brauchst du diese Dichte?

> Nicht alles, was man aus Spaß an einer Sache macht, macht Spaß...
Das ist gut...

@Abdul K.
Tollwut sagt mir was, aber Hanta kannte ich nicht.
#2222920
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Abdul K. schrieb:
> Das hier ist eine ganz berühmte Geschichte:
> 
http://derstandard.at/1250691640450/Genauer-Betrachtet-Urban-Legends-Toedlicher-Rattenurin-auf-Dosen&sa=U&ei=iPb0TfqSPMOxhQfzzN3FBg&ved=0CBUQFjAD

Dein Link enthält Sessiondaten und funktioniert deswegen wohl nur bei 
dir.

So gehts:
http://derstandard.at/1250691640450/Genauer-Betrachtet-Urban-Legends-Toedlicher-Rattenurin-auf-Dosen

Der bei uns am häufigsten vorkommende Hata-Viren-Typ wird von 
Rötelmäusen übertragen. Die Schwäbische Alb ist ein Endemiegebiet.

Daß hier Stämme unterwegs sind, die von Ratten übertragen werden, habe 
ich in ernstzunehmenden Quellen noch nicht gefunden.
#2223069
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Abdul K. schrieb:
> Wann trat der erste Schmarotzer auf?

Schon sehr früh.

Der Übergang vom Parasiten zum Symbionten ist wohl auch nicht 
ungewöhnlich. Man arrangiert sich eben miteinander zum gegenseitigen 
Nutzen

Z.B. sind die Mitochondrien - das sind die "Kraftwerke der Zelle" - 
ehemalige Symbionten, die eingemeindet wurden. Die M. haben ein eigenes 
Genom, sind aber allein nicht lebensfähig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Endosymbiontentheorie
#2223881
Lesenswert?

Nachdem ich den Modul jetzt längere Zeit beobachtet habe, komme ich 
folgendem Zwischenergebnis:

1. Der Pollin-Modul ist nicht mehr mit dem identisch, was man früher
   dort bekam. Die aktuelle Version bringt sehr saubere Rechteckimpulse
   mit einer Anstiegszeit von 200-250 ns und einer Abfallzeit von 200 ns
2. Es scheint zwei verschiedene Fehlerzustände bei gestörtem Emfpang zu
   geben:
   - bei mäßigen Störungen gibt er statt Sekundenpulsen Bursts von
     Rechteckimpulsen aus, deren Hüllkurve noch ein brauchbares Bit
     zu sein scheint. (Siehe Oszillogramm im Eingangsposting.)
   - bei starken Störungen kommen auch in den Bereichen, die eigentlich
     Null sein sollten, scharfe Rechteckimpulse. Damit ist dann wohl
     nicht mehr viel anzufangen.
3. Von überlagerten Sägezähnen und Prellern ist nichts mehr zu sehen.

Das Teil sieht gut aus.
Persönliche Seite #2224244
Lesenswert?

Was hast du denn geändert? Ich dachte du hast das Conrad-Teil. Von dem 
gibts 2 Varianten, wobei die neuere nur noch einen Quarz hat. Was etwas 
schwach ist. Allerdings haben beide Module einen Treiber-Transistor. 
Also bei denen kannst du meine Aussage somit vergessen. Wie es beim 
Pollin ist, da werd ich nicht schlau draus. Gibt keinen Schaltplan.
#2224271
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:
> - bei mäßigen Störungen gibt er statt Sekundenpulsen Bursts von
>      Rechteckimpulsen aus, deren Hüllkurve noch ein brauchbares Bit
>      zu sein scheint. (Siehe Oszillogramm im Eingangsposting.)
>    - bei starken Störungen kommen auch in den Bereichen, die eigentlich
>      Null sein sollten, scharfe Rechteckimpulse. Damit ist dann wohl
>      nicht mehr viel anzufangen.

Ich habe das gerade mal mit drei Pollin-Modulen (Typ neu) und einem 
Conrad-Modul ausprobiert (parallel an einem ATmega328P betrieben) und 
kann bei allen Pollin-Modulen beide Arten von Störung bestätigen --- bis 
ich den AVRISPmk2 vom USB abziehe: dann ist alles in Ordnung und keine 
Störung mehr auf dem Oszilloskop zu sehen. Die Stromversorgung hole ich 
über ein FTDI-USB/RS232-Modul von einem zweiten USB. Beide USB kommen 
über den gleichen aktiv versorgten USB-Hub.
Das Conrad-Modul läßt sich nicht aus der Ruhe bringen und arbeitet schön 
gleichmaßig vor sich hin. Dafür braucht es ja im Vergleich aber auch 
einem "Starkstromanschluß".
#2224272
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Abdul K. schrieb:
> Was hast du denn geändert?

Nichts. Er wollte wohl mal eine fallende Flanke an PON - die hat er wohl 
von avrdude bekommen - und dann gings.

> Gibt keinen Schaltplan.

Das ist ein winziges Platinchen mit einem Elko und einem kleinen Quarz 
auf der Oberseite und einem vergossenen Chip und 2 Stück Hühnerfutter 
auf der Unterseite.

Konrad S. schrieb:
> bis
> ich den AVRISPmk2 vom USB abziehe: dann ist alles in Ordnung und keine
> Störung mehr auf dem Oszilloskop zu sehen.

Interessant. Was hast du denn für Anstiegs- und Abfallzeiten, wenn das 
Teil am USB hängt und wenn nicht?
Angehängte Dateien:
#2224407
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:
> Interessant. Was hast du denn für Anstiegs- und Abfallzeiten, wenn das
> Teil am USB hängt und wenn nicht?

Die Anstiegszeit ist kleiner als mein analoges Hameg noch vernünftig 
anzeigen mag. An die Abfallzeit komme ich nicht ran. Analog betrachtet 
sieht es sehr rechteckig aus, unabhängig davon, ob die Störungen da sind 
oder nicht.
Die Störungen verschwinden übrigens schon, wenn ich die VCC-Verbindung 
zwischen ATmega und AVRISP auftrenne.
#2224619
Lesenswert?

Peter Dannegger schrieb:
> Ich hab in den letzten Tagen keine falsche Zeit gehabt.
> Ich benutze ein Conrad-Modul und stelle einmal täglich um 3.20Uhr.

Ja, mein Conrad-Modul hat auch kein Problem. Es braucht nach Datenblatt 
aber auch 30-mal soviel Strom (3 mA). Die Pollin-Module mit ihren 90 µA 
sind wohl etwas empfindlicher bei der Stromversorgung.
Ich glaube, ich kann bei angestecktem AVRISPmk2 - also dann, wenn die 
Störungen da sind - eine kleine 50-Hz-Zackenkrone auf der 
Versorgungsspannung sehen.
Ah - ja: Die Bursts im Bild ganz oben passen perfekt zu einem 
50-Hz-Brumm.

@Uhu Uhuhu
Ich nehme an, du hast die Schaltung mehr oder weniger direkt über ein 
Netzteil versorgt, ja? Evtl. probierst du es mal per Akku/Batterie, 
zumindest die Versorgung für das Modul.
#2224802
Lesenswert?

Konrad S. schrieb:
> Ich nehme an, du hast die Schaltung mehr oder weniger direkt über ein
> Netzteil versorgt, ja? Evtl. probierst du es mal per Akku/Batterie,
> zumindest die Versorgung für das Modul.

Diese Störungen haben mit der Empfangssituation zu tun. Die meiste Zeit 
sehe ich astreine Rechtecke.

Versorgt wird das Ding über den Spannungsregler auf meinem µC-Board und 
der hängt an einem Labornetzteil.
#2224855
Lesenswert?

Peter Dannegger schrieb:
> Ich hab in den letzten Tagen keine falsche Zeit gehabt.
> Ich benutze ein Conrad-Modul und stelle einmal täglich um 3.20Uhr.

Ich habe so ein Billigheimer-Laptop-Netzteil von R - damit kann man 
reproduzierbar den Pollin-Modul zum ausflippen bringen. Es muß noch 
nichtmal in der Nähe in Betrieb sein.

Allerdings stört das Teil auch ein Radio, das über Wandwarze eine 
Steckdose in unmittelbarer Nähe des Netzteils angeschlossen ist.

Jedenfalls ist das ein ausgezeichnetes Hilfsgerät, wenn man die 
Uhrensoftware stressen will.
Persönliche Seite #2225020
Lesenswert?

Ah. Langsam kreisen wir dich ein ;-)

Naja, es hängt von der Frequenz ganz entscheidend ab! Diese 
DCF77-Empfänger sind nicht auf Empfangsleistung, sondern wegen 
Hauptanwendung Uhren mit Batterien, auf Stromverbrauch getrimmt. 
Deswegen sind es Geradeausempfänger ohne Mischstufe.
Daher sind welche mit zwei Quarzen dann auch definitiv im Vorteil. So 
ein Quarz hat nur eine Nebenfrequenzen-Dämpfung von 15 bis 25dB. Daher 
das Problem mit dem Röhren-TVs. Die liegen mit der 5. Oberwelle ganz 
knapp neben der DCF77 Frequenz.

Nach so viel 'daher' fällt mir doch der Bedarf an einem kompakten guten 
DCF77-Empfänger auf! Gab hier schon viele gute Ansätze der 
verschiedensten Art zu beobachten. Aber es darf ja nix kosten :-(

120Km ist optimal.

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