moin moin kann mir jemand etwas zu den lebenserwartungen von bohrern sagen? also wieviele löcher man damit z.b. in 1,5mm dickes epoxyd bekommt? eine platine die ich mir fertigen lassen möchte hat über 2500 "pins". das wäre ein vielfaches der platinenkosten wenn man das bohren lassen würde. gedanke ist einfach an einem nachmittag selberbohren, doch nun frage ich mich wieviele bohrer man damit verbohrt... denn die bleiben wohl nicht ewig scharf oder ? von eigen fehlern mal abgesehen... auch wäre ein tipp welche marke man kaufen sollte nett, teuer heist nicht immer besser aber umgekehrt auch nicht... grüße
moin moin ich seh grad es gibt einen bereich "platinen"... denke mal das diese frage dort besser aufgehoben ist. doch wie verschieben ? grüße
Mit der koplexen Suchanfrage "Lebensdauer Bohrern" hättest du dies gefunden: Beitrag "Re: genaues bohren - wie machen?" Verschieben kann nur ein Moderator.
Sieh mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Standzeit ! Die Lebensdauer eines Bohrers hängt bei gegebenem Material und Bohrerdurchmesser insbesondere auch von folgenden Parametern ab: - Drehzahl - Vorschub - Kühlung - Ansprüche an die Qualität der Bohrung. Als Richtwert ist mir in Erinnerung: HSS-Bohrer im Durchmesserbereich einige mm werden so betrieben, daß sie nach ca. 2 Metern Bohrleistung (in Stahl oder Aluminium) nachgeschliffen werden müssen. Bernhard
moin moin also hartmetallbohrer werden nicht stumpf, brechen aber sehr leicht ab? ich hab so ne "bohrhalterung" denke mal das ich da wenig spiel habe, einfach mal versuchen. im verlinkten beitrag steht hss sind nach 10 bohrungen stumpf? das ich nicht viel. @bernhard : man kann sie also nachschleifen? gut zu wissen. wie groß macht ihr eure löcher? gibts da ein standartmaß? ich hatte mal beim rumspielen 0,8mm löcher gebohrt und da passten einige sachen nicht durch. erst bei 1mm. spricht denn was dagegen alles 1mm zu machen? bei lochraster z.b. haben doch auch alle löcher den gleichen durchmesser? danke für die antworten
Gast
#2306402
Und die alles entscheidende Frage: wer soll das löten?
In Glasfaser sind HSS tatsächlich sehr schnell stumpf.. selbst bei sehr locker bestückten Analogschaltungen mit wenig Pins halten die nur 0,5-2 Platinen bei mir .. bis sie völlig unbrauchbar sind. Gruß, Christian
Gast
#2306412
>@bernhard : man kann sie also nachschleifen? gut zu wissen.
Einen 1mm Bohrer schleifst du mit Hausmitteln nicht nach;)
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Hartmetallbohrern von Bungardt gemacht. Die gibt es übrigens bei www.octamex.de für 2,55€/Stück. Wenn man einen anständigen Bohrständer hat, der sauber ohne Spiel (in X oder Y-Richtung) nach Z verfährt, dann halten die Bohrer schon sehr lange durch. Mein 0,4mm hält jetzt schon 3 Euro Epoxy-Platinen mit ca. 250 Bohrungen/Platine. Und er ist immer noch genauso scharf wie bei der Ersten.
Gast
#2306472
Tassilo Angus schrieb: > spricht denn was dagegen alles 1mm zu machen? Ja. Was Du innen wegbohrst, musst Du aussen am Lötring zugeben. Vias 0.6mm ICs, Rs, Cs, LEDs, kleine Dioden 0.8mm* Stiftleisten 0.9mm Schraubklemmen 1.0mm TO-220, große Dioden 1.1mm *) 0.7mm würde auch gehen, ist aber schwer zu bekommen Große Sachen (Löcher 3.2mm) werden mit 2mm Hartmetall vorgebohrt, dann mit 3.2mm HSS aufgebohrt. Das Problem bei den Hartmetallbohrern ist nicht das Stumpfwerden, sondern das Abbrechen. Und da hilft ein ordentlicher Bohrständer, ein spielfreies Bohrfutter, eine ordentliche Auflage (Sperrholzbrettchen unter der Platine verhindert Durchbiegen), hohe Drehzahl bei kleinen Durchmessern, eine gute Beleuchtung (am besten von 2 Seiten) und viel Übung.
Gast
#2306628
Bei den hohen Drehzahlen kommt es gar nicht so sehr auf die schärfe der Bohrer an. So groß ist der Unterschied gar nicht, wenn die Maschine mal linksrum läuft. Mit etwas probieren kriegt man auch frei Hand einen 1 mm oder 0,8 mm wieder so hin das er wieder bohrt. Nicht so gut wie neu, aber vielleicht so wie ein neuer nach 10 Bohrungen. Die Preise der kleinen HSS Bohrer sind sehr unterschiedlich je nach Quelle - auch wenn es geht schleife ich eher nicht mehr nach, weil es sich für unter 20 Cent nicht lohnt, außer es war der letzte Bohrer. Mit SMD Teilen kann man auch eine Menge Bohrungen sparen.
Gast
#2306865
>eine platine die ich mir fertigen lassen möchte hat über 2500 "pins". >das wäre ein vielfaches der platinenkosten wenn man das bohren lassen >würde. Sei froh, wenn die es machen. >Einen 1mm Bohrer schleifst du mit Hausmitteln nicht nach;) Ich ja. Mit einem Schleifbock mit 6cm Scheibe und Drehzahlreglung kein Problem. So bis 0,6mm. Gut, ich habe es mal gelernt. Damals so um 1965 wurde im Werkzeugbau alles, aber auch alles mit Hand geschliffen.
Die Profis machen mit einem Bohrer ca. 1000 Schuss. Wenn dein PCB nicht durchkontaktiert wird kannst du aber mehr machen. Nach 1000 Schuss werden dann die Bohrer einmal nachgeschliffen. Mehr geht normal nicht, entweder werden sie dann zu kurz, oder die Flöte wird zu stumpf. Eine stumpfe Flöte macht dann ein raues Bohrloch, das wird dann ungut zum durchkontaktieren. Wenn du mit einer normalen Standmaschine arbeitest dann wird wohl Bohrerbruch dein Hauptproblem sein.
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