IC-Tester 74xx

#2340680
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Für alle 74xx ICs? möglich, aber Bauteildatenbank und umfangreiche 
Datenbank mit Testsignalen etc. nötig. Wird nicht ohne weiteres im 
Handumdrehen in einen kleineren ATmega reinzupressen sein.

Autoerkennung? Nein, da man z.B. bei einem vierfach NAND oder einem 
vierfach NOR gleiche Positionen der Ein- und Ausgänge vorfände. Außerdem 
kann es auch sein, dass das IC an allen Gattern verrückt spielt oder 
irgendwo durchlegiert ist...

mfg mf
Gast #2340788
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Die automatische Erkennung klappt sehr wohl: Ich habe solch einen Tester 
für die 14- und 16-poligen ICs der 74er-Serie im Jahr 1991 als 
Abschlussarbeit einer Übung an der Uni entwickelt und gebaut. Er hatte 
allerdings keinen eigenen Prozessor, sondern wurde an die parallele 
Schnittstelle eines PCs angeschlossen.

Der Tester funktionierte bestens (er täte es wahrscheinlich noch immer, 
wenn ich die Software noch hätte ...). Man musste nur den IC in den 
Textool-Sockel einsetzen, und nach kurzer Zeit zeigte die PC-Software 
die passende Bezeichnung an.

Die Schaltung (samt Software) konnte jedenfalls alle ICs mit rein 
kombinatorischer Funktionalität sowie alle Latch-, Flipflop-, Zähler- 
und Schieberegisterbausteine sicher identifizieren (soferne sie die 
Versorgungsspannungsanschlüsse an den üblichen Stellen haben - leider 
gibt's da ein paar Ausreißer).

Natürlich musste die Schaltung für jeden IC zuerst die Art der 
Anschlüsse ermitteln (Gegentakt, open collector, tri-state, Eingang). 
Bei rein kombinatorischen Bausteinen ist das kein Problem. Bei anderen 
bekommt man unter Umständen nicht von jedem Anschluss den exakten Typ 
heraus. Z.B. kann man nicht unterscheiden, ob man einen 
Open-collector-Ausgang oder einen Tri-State-Ausgang, welcher während des 
Tests zufälligerweise nie High geworden ist, vor sich hat. Dennoch kann 
man mit dem Ergebnis die in Frage kommenden IC-Typen stark einschränken, 
sodass man im darauf folgenden Funktionstest nur mehr eine geringe Zahl 
an Kandidaten durchprobieren muss.

In manchen Fällen wurden nach dem Funktionstest mehrere "Lösungen" 
angezeigt - z.B. bei Typen, die sich nur in der Spannungsfestigkeit der 
open-collector-Ausgänge unterscheiden.

Auf Grund der erkannten Ein-/Ausgangskonfiguration konnte die Software 
auch bei Typen, für die sie keine Testroutine hatte, Vorschläge machen.

Und ja, mir ist klar, dass so eine Schaltung keinen umfassenden Test 
durchführen kann. Sie testet nicht, ob der IC unter allen laut 
Datenblatt zulässigen Bedingungen einwandfrei funktioniert. Irgendwie 
fand ich das Ganze damals aber dennoch ganz nett.
#2340842
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Seltener Gast schrieb:
> Die automatische Erkennung klappt sehr wohl

Hab ich auch nie bezweifelt. Rechnergestützt geht viel.

Ich ging jetzt von einer kleinen, feinen Lösung z.B. auf Basis z.B. 
eines ATmega88 aus(ohne externes Ram oder sonstigen externen Speicher).
Die Frage des TO hörte sich jetzt auch eher nach "hat jemand ne 
Schaltung und ein Hexfile in der Schublade" an.

Da würden wohl - wie gesagt - nur die gängigsten 100 reinpassen, wenn 
überhaupt. mf

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