Ole schrieb:
> Ich bin auf der Suche nach Ölbrennertrafos/Zündtrafos von
> Ölbrenner(OBITs) für meine Teslaspule.
Für Teslaspulen sollte man wirklich keine Obits verwenden - auch wenn
sie auf den ersten Blick mit 10kV 20~30mA recht geeignet wirken.
Parallel geschaltet ist da einiges drin.
Ben _ schrieb:
> die dinger gehen gerne mal kaputt (wicklung verbrannt oder
> isolationsdurchschläge), sowas wird keine firma verschenken.
Leider wahr - gerade bei Parallelschaltung gibts richtig Ärger, wenn man
die Freunde nicht räumlich gut isoliert trennt.
Detlef _a schrieb:
> Gehen Tesla Trafos nicht auch mit den Hochspannungstrafos aus
> Mikrowellenöfen? Die sind einfacher zu kriegen.
Eher weniger - zu wenig Power. Man muss sie umwickeln und das ist eine
tolle Arbeit.
mikrocontroller p_73 schrieb:
> Warum dann keinen Zeilentrafo oÄ. aus TV?
>
> In Sachen HV Sachen kann dir Thomas ev. besser weiterhelfen, ich send
> ihm mal den Link ;)
Erzeugen Gleichstrom - muss man erst wieder zerhacken. Ist auch gängige
Methode aber aufwändiger. Probleme mit zu wenig Leistung - Zeilentrafos
sind nicht ganz einfach parallel schaltbar.
Matthias schrieb:
> Hallo,
>
> such mal nach "Neon-Trafo"! Die haben auch beachtliche Leistungen und
> sind für Dauereinsatz gemacht.
Das ist die mit Abstand beste Lösung. Es gibt durchaus solche mit 8-10kV
bei 250mA od. mehr. Musst dich ein wenig umschauen. Solche Großen kosten
allerdings auch ein wenig mehr als 20€
Marie schrieb:
> Also generell ist die Idee nen Obit zu verwenden nicht schlecht.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das eine ganz schlechte Idee für
Teslaspulen ist.
Marie schrieb:
> Diese sind nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt,
> schlagen sekundär gerne mal bei leichter Überspannung schnell durch,...
Eine kleine Alternative (aber eine riesen Sauerei) ist es die Dinger in
ein ordentliches Gestell (am besten Hartplastik od. Acrylglas =
Plexiglas) zu montieren, ausreichende Abstände zu wahren, möglichst
viele parallel geschaltet, das ganze in ein großese altes Aquarium
(Wertstoffhof,...) zu stecken und sich mehrere 5L Kanister Öl zu
organisieren. Dann lässt man das ganze Gestell samt Trafos in Öl
absaufen.
Zu den Betriebsparametern. Meine Trafos (~35 St.) parallel laufen jetzt
seit knapp 5 Jahren immer wieder (ohne Ausfälle) im Verh. 1:3 Laufzeit
gegen Abkühlzeit. Ich arbeite mit einem Timer der mir einfach nur diese
Zeiten zulässt. Ich betreibe max. 1 Minuten und lasse dann 3 Minuten
auskühlen.
Beim Parallelschalten darauf achten, dass es einen Wicklungssinn im
Trafo gibt. Kann man i.d. Praxis leicht erkennen. Einen Referenztrafo
auskucken und eines der beiden HV-Kabel mit Tape umwickeln.
Lichtbogenlänge des Einzeltrafos testen (HV-Zange, Erdung, Eigenschutz
beachten,...). Die Länge ist sowas zwischen 0,5 und 2 cm. Dann einen
zweiten (den zu bestimmenden Trafo) parallel schalten. Einmal nimmt die
Funkenlänge zu (richtiger Wicklungssinn parallelgeschaltet), beim
"falschen" Parallelschalten wird die Lichtbogenlänge merklich klein bzw.
es gibt nur noch einzelne blaue Fünkchen. Beim richtigen Wicklungssinn
gleiche HV-Kabel markieren.
Ab ca. 15 Obits gibt's mächtig Probleme mit dem Einschaltstrom. Da muss
man über strombegrenzende Maßnahmen nachdenken - ansonsten läuft man
ständig zu Sicherungskasten.
Marie schrieb:
> Am besten du suchst dir nen richtigen Neontrafo (kein Schaltnetzteil).
> Klar, die kosten n bisschen was, aber für 25€ bekommt man schon einen
> guten. Vorteile sind halt, dass du den im Dauerbetrieb auch direkt
> kurzgeschlossen laufen lassen kannst und er ist oft sehr robust gebaut
> und wird nicht so schnell durchschlagen.
Richtig. Für 25€ bekommt man allerdings nur kleine Neontrafos die vll.
40mA rausspucken. Kommt auf die Größe des Teslatrafos an. Aber fang
klein an.