Hallo,
alles was ich brauche ist eine galvanische Trennung des Netzeingangs für
3A. Dabei soll das möglichst günstig und klein ausfallen. Mit einem
Herkömmlichen Trafo wird das ca. ein 5kg Paket das im 3 stelligen
Euro-Bereich liegt.
Ein komplettes Schaltnetzteil ist noch größer und noch teurer. Gibt es
keine vereinfachte Version eines Schaltnetzteils, da ich ja die volle
Spannung auf Sekundärseite haben will und daher keine Regelung brauche?
danke
> wird das ca. ein 5kg Paket
Gewicht könnte hinhauen.
> das im 3 stelligen Euro-Bereich liegt.
Wofür willst du soviel Geld ausgeben? Materialbeschaffung oder
Transport? Nach wohin?
@ Werner (Gast)
>alles was ich brauche ist eine galvanische Trennung des Netzeingangs für>3A. Dabei soll das möglichst günstig und klein ausfallen.
Kostenlos? Ob es dir gefällt oder nicht, eine Galvanische Trennung
geht hier nur mit Trafo. Und 750VA sind nunmal nicht von Pappe.
> Mit einem>Herkömmlichen Trafo wird das ca. ein 5kg Paket das im 3 stelligen>Euro-Bereich liegt.
Ist eben so.
>Ein komplettes Schaltnetzteil ist noch größer und noch teurer. Gibt es>keine vereinfachte Version eines Schaltnetzteils, da ich ja die volle>Spannung auf Sekundärseite haben will und daher keine Regelung brauche?
Was willst du denn mit den 230V machen?
MFG
Falk
@ Falk:
aber Schaltnetzteile können doch auch eine Netztrennung erzeugen. Warum
sollte man das Prinzip denn nicht zur Netztrennung 1:1 verwenden können?
@ Werner:
>>Ein komplettes Schaltnetzteil ist noch größer und noch teurer.
Sie sind erfunden worden um kleiner und billiger zu sein.
T.S.
Werner schrieb:> Gibt es> keine vereinfachte Version eines Schaltnetzteils, da ich ja die volle> Spannung auf Sekundärseite haben will und daher keine Regelung brauche?
Die Regelung an einem Schaltnetzteil ist das, was am wenigsten Geld
kostet. das wird dir also nicht viel helfen.
Wenn du einen Vorschlag haben möchtest, wie man das einfacher als mit
einem 50Hz Eisentrafo machen kann, dann solltest du beschreiben, was du
eigentlich vorhast bzw. was das für ein Gerät ist. Vielleicht gibt es
noch eine ganz andere Lösung für dein Problem.
@ Thorsten S. (Gast)
>aber Schaltnetzteile können doch auch eine Netztrennung erzeugen.
Sicher.
> Warum sollte man das Prinzip denn nicht zur Netztrennung 1:1 verwenden> können?
Weil Schaltnetzteile mit deutlich höheren Frequenzen arbeiten. Und die
allermeisten am Ausgang eine Gleichspannung abgeben und nicht 50 Hz
Sinus. Das wäre ein Wechselrichter mit galvanischer Trennung.
>>>Ein komplettes Schaltnetzteil ist noch größer und noch teurer.>Sie sind erfunden worden um kleiner und billiger zu sein.
Kleiner vielleicht, billiger nicht unbedingt.
MfG
Falk
Hallo,
um das Gewicht wirst du wohl nicht herumkommen.
Aber am Preis kannst du evtl. was machen wenn du dich auf dem
Gebrauchtmarkt umsiehst.
Trenntrafos werden öfter in der Industrie benötigt und wenn die
entsprechenden Ablagen abgebaut werden bleiben diese oft "überig".
Also mal bei den üblichen Quellen (E-bucht usw.) suchen.
Evtl. sogar vom Schrotthändler ? Kann aber schwierig sein, je nach
"Cheffe" auf den Schrottplatz.
(Noch nicht ausgeweidete Schaltschränke sind ein guter Startpunkt), aber
bei den heutigen Metallpreisen wird der Trafo immer noch sein Preis
haben der aber deutlich unter den Neupreis liegen wird.
Ich gehe davon aus das du Hobbynutzer bist und daher nicht unbedingt
Neuware benötigtst und deine Anwendung an den Trafo anpassen kannst
(Gehäuse etc.).
Trafos in diesen Leistungsbereich sind kurzzeitig durchaus kräftig
Überlastbar wenn du die 3A also nur kurzzeitig für Leistungspitzen
benötigst kannst du dich auch mal bei Trafos mit etwas geringerer
Leistung umsehen (Überlastfähigkeit hängt auch vom Trafotyp -kern) ab.
mfg
"Bastler"
Falk Brunner schrieb:>> Warum sollte man das Prinzip denn nicht zur Netztrennung 1:1 verwenden>> können?>> Weil Schaltnetzteile mit deutlich höheren Frequenzen arbeiten. Und die> allermeisten am Ausgang eine Gleichspannung abgeben und nicht 50 Hz> Sinus. Das wäre ein Wechselrichter mit galvanischer Trennung.
Man muss unterscheiden, ob die Trennung das Ziel ist oder ob man eine
50Hz-Spannung möglichst originalgetreu übertragen muss. Trennen können
Schaltnetzteile genau so gut wie 50Hz-Trafos.
..tja, dann hätten wir also ein SNT und einen anschließenden
Wechselrichter als "Ersatzlösung" und dies für DIE Leistung!
Wenn ich mir das vom Platzverbrauch und Preis her vorstelle dann stellt
sich mir die Frage ob es da dann nicht eine "Abkürzung" gibt, aber viel
abkürzen wird man nicht können denn der Weg über die Zwischenspannung
bliebe einem nicht erspart im SNT-Wechelr. Einsatz, oder?
Also, dann doch lieber der Eisenkern, hier könnte man vielleicht 2
Halogentrafos
http://www.pollin.de/shop/dt/Mjk1OTk2OTk-/Stromversorgung/Transformatoren/Ringkerntransformatoren/Ringkerntrafo_HBL_500.html
Rücken an Rücken nehmen, um die Masse etwas verteilen zu können, auch
wenn das nicht wirklich viel bringen wird...Zumal das keine "Sichere"
Trennung im Sinne des VDE Trennens wäre...
T.S:
Thorsten S. schrieb:> Also, dann doch lieber der Eisenkern, hier könnte man vielleicht 2> Halogentrafos Rücken an Rücken nehmen, um die Masse etwas verteilen zu> können,
Was soll das gegenüber einem Trenntrafo bringen? Warum sollen 2 Trafos
kleiner, preiswerter und einen besseren Wirkungsgrad haben als einer?
...es geht um den Preis. Ich habe noch aus einer alten Wohnung solche
Trafos rumliegen, ich wollte nur die Möglichkeit zur Kosteneinsparung
mit einwerfen.
Das hat keinen technischen Vorteil! Man hat 2 x Verluste und eher
doppeltes Gewicht, kann es aber ggf. verteilen (je nach Anwendung) und
man hat keine Kosten da man alte Teile ggf. anders wiederverwenden kann.
T.S:
>>>Ein komplettes Schaltnetzteil ist noch größer und noch teurer.>Sie sind erfunden worden um kleiner und billiger zu sein.
ja, wenn ich ein selber gebautes Schaltnetzteil einem 5kg Trafo
gegenübersetze vielleicht schon, aber nicht wenn ich ein fertig
Schaltnetzteil nehme.
Ich habe zumindest keine günstigen (und handlichen) gefunden.
Vorerst soll es als Hobby-projekt starten, aber wenn das glückt soll es
einen Servoverstärker ersetzen. Ich brauche also nicht 50 Hz, sondern
325 V DC für den Zwischenkreis um einen Synchronmotor anzusteuern. Ebay
und Schrotthändler fallen also flach. 100 Euro für die Stromversorgung
wären ja sogar noch akzeptabel, aber ein 5kg Trafo ist schon mehr als
das doppelte von dem was ein gewerblicher 2kW Servoverstärker wiegt. Von
dem her muss es da eine bessere Lösung geben.
Bei 750W solltest du auch an PFC denken, wenn es kein reines
Hobby-Projekt bleiben soll.
Die technisch beste Lösung wäre eine PFC mit ca. 380V Ausgangsspannung
und dann ein resonanter DC/DC-Wandler (Stichwort LLC-Konverter). Wenn du
keine besonders stabile Ausgangsspannung brauchst, kann man das auch gut
ungeregelt machen.
So etwas wirst du aber nicht so einfach fertig kaufen können. Mit 100
Euro Materialkosten müsste das eigentlich machbar sein; ist aber ein
ganz ordentlicher Aufwand, wenn man so etwas selber machen möchte.
...dann ist deine Überschrift bereits völlig irreführend gewählt.
Du willst also aus 230V AC galvanisch getrennte 325V DC gewinnen und das
bei (3A) im Last- oder Primärkreis?
Eine Verbrauchsleistungsangabe wäre wesentlich präziser.
T.S:
Werner schrieb:> Ich brauche also nicht 50 Hz, sondern> 325 V DC für den Zwischenkreis
Warum wird denn sowas nicht immer gleich geschrieben?
In diesem Fall greif zu einem Schaltnetzteil; wenn man die ansonsten
notwendige Kondensatorbank noch mit einrechnet, rentiert sich das
hinsichtlich des Platz- und Gewichtsbedarfs auf jeden Fall.
Netzteile kosten nun mal Geld; viel billiger geht es einfach nicht.
Beim Schaltnetzteil-Übertrager bitte auf eine korrekte galvanische
Trennung der Wicklungen achten.
Würde hier kein einfaches 2-Stage Konzept einsetzten. Wenn es grob
geregeltes DC sein soll bietet sich eine isolierte PFC an. Hat gegenüber
dem standard Konzept, also PFC gefolgt DC/DC Wandler (auch wenn
resonanter LLC oder hart) nur Vorteile. Es wird billiger, kleiner und
effizienter (vor allem mit aktivem Clamping). Also nichts anderes als
eine Stromspeisung der Brücke. Man kann nahzu jeden standard PFC
controller Einsetzten und mit einem resonanten Phase-Shift Controller
kombinieren, alles keine speziellen ICs die es seit viel, vielen Jahren
günstig gibt.
Ist im allgemeinen eine sehr oft eingesetzte Topologie wenn es um
isolierte Speisung von Zwischenkreisen geht. Ist mit unter 100€ Material
machbar. Ein wenig erfahrung mit Schaltnetzeilen sollte man schon haben,
sonst wirds ein längeres Projekt...
MFG Fralla
Fralla schrieb:> Würde hier kein einfaches 2-Stage Konzept einsetzten. Wenn es grob> geregeltes DC sein soll bietet sich eine isolierte PFC an.> ...> Man kann nahzu jeden standard PFC controller Einsetzten und mit einem> resonanten Phase-Shift Controller kombinieren,
Aber das ist dann doch ein 2-Stage Design, also zuerst PFC und dann ein
Phase-Shift DC/DC-Wandler. Oder wie meinst du das?
Kann man eine isolierte PFC machen, indem man statt der Speicherdrossel
einen Übertrager einsetzt; ungefähr so wie in einem Sperrwandler? Das
wäre dann eine ziemlich elegante Lösung.
>Aber das ist dann doch ein 2-Stage Design, also zuerst PFC und dann ein>Phase-Shift DC/DC-Wandler. Oder wie meinst du das?
Die Regelung der Ausgangsspannung und die Formung des Stromes übernimmt
der PFC Regler. Den Phase Shift Regler nimmt man um die Gatesignale für
die Brücke zu Formen (nnatürlich anders verschaltet).
Es gibt dann eine Drossel und eine Vollbrücke mit Übertrager. Am Ausgang
nur Gleichrichter und Kondensator (keine Drossel, denn die sitzt ja
shcon primär). Um die Eingangsdrossel zu Laden werden alle Fets der
Brücke eingeschaltet, um sie in den Ausgang zu entladen werden
Wechselweise die Diagonal gegenüberliegenden Fets geöffnet. Der Strom am
Eingang ist kontinuierlich wie bei jeder anderen CCM PFC und damit für
hohe Leistungen geeignet.
>Kann man eine isolierte PFC machen, indem man statt der Speicherdrossel>einen Übertrager einsetzt; ungefähr so wie in einem Sperrwandler? Das>wäre dann eine ziemlich elegante Lösung.
Ja das geht auch und wird vor allem bei kleinen Leistungen (bis ca 300W,
wie bei gewöhlichen Flybacks) so gemacht. Nachteiling bei hohem
Strom/Leistung ist der Primär Pulsförmige Strom und der damit verbundene
Filteraufwand. Typisches Anwendungsgebiet sind Stromversorgungen für
LED-Strings uws.
Diese einfachen Single-Stage Ansätze haben den Nachteil das man am
Ausgang den 100Hz Ripple sieht und sie nicht Holdup-Fähig sind.
MFG Fralla
würden solche PFC Module:
http://www.powerconversion.com/power-supplies/cat/33/PFC-modules
für die nicht-Selbstbau Variante ausreichen? Die geben jetzt 390V statt
325V aus, aber das wär nicht das Problem. Beschrieben ist, dass man mit
diesen Module Schaltnetztteile bauen kann, aber wenn die Spannung schon
die ist, die ich haben will, reicht das doch bereits. Oder benötigt ein
PFC Modul noch zwingende Folgeschaltung?
Habe aus dem Datenblatt zumindest nichts erkannt.
Werner schrieb:> würden solche PFC Module:> http://www.powerconversion.com/power-supplies/cat/...> für die nicht-Selbstbau Variante ausreichen?> ...> Oder benötigt ein> PFC Modul noch zwingende Folgeschaltung?
Die wären für dein Projekt geeignet, allerdings haben die keine
Potentialtrennung. Du brauchst also zusätzlich noch einen DC/DC-Wandler
für die Isolation.
Werner schrieb:> Oder benötigt ein PFC Modul noch zwingende Folgeschaltung?
Welchen Sinn hat denn ein Power Factor Correction Modul ohne
Folgeschaltung?
Johannes E. schrieb:> Du brauchst also zusätzlich noch einen DC/DC-Wandler für die Isolation.
Ich würde vorneweg unbedingt ein paar Bücher zum Thema empfehlen. Denn
das, was hier zusammengeraten wird, ist ja wissenstechnisch noch unter
der untersten Schublade.
Das blinde "Umsichwerfen mit pseudotechnischen Aussagen" wie
1
Kondensatorbank ... standard PFC controller ... resonanten Phase-Shift
2
Controller ... 2-Stage Design ... isolierte PFC
hilft da auch nicht weiter. Das hört sich nur nach Bullshit-Bingo an.
Kurz:
Einem Umrichter ist es erst mal schnurzegal, wie hoch die
Zwischenkreisspannung ist. Ich bekomme an einem Prototypen einen Motor
auch mit niedriger Uzk zum Laufen...
Werner schrieb:> aber ein 5kg Trafo ist schon mehr als das doppelte von dem was ein> gewerblicher 2kW Servoverstärker wiegt.
Ein "gewerblicher" Servoverstärker hat KEINE Potentialtrennung.
> Von dem her muss es da eine bessere Lösung geben.
Lass den Trafo weg. Lies Bücher. Informier dich im Internet.
> Ein "gewerblicher" Servoverstärker hat KEINE Potentialtrennung.> Lass den Trafo weg.
Das erklärt die Handlichkeit was Volumen und gewicht angeht.
Das heisst ich brauch einfach einen Motor der zwischen Sternpunkt und
Gehäuse eine ausreichende Isolierung hat.
Dann fällt ja nicht viel mehr an als EMI -> Gleichrichtung -> Glättung
-> B6-Brücke
>Das blinde "Umsichwerfen mit pseudotechnischen Aussagen" >wieKondensatorbank ...
standard PFC controller ... resonanten Phase-Shift
>Controller ... 2-Stage Design ... isolierte PFC>hilft da auch nicht weiter.
Wenn du es nicht verstehst, um anderes kümmern. Manche verstehen es.
Sind alles klar definierte Aussagen (für manche eben nicht ;)
Das sind Tatsachen, dass es PFC Topologien gibt, welche auch
gleichzeitig die Trennung übernehmen und mit einfachen controllern ist
dies realisierbar. Manche Umrichter benötigen nun mal mehrer geterennte
DC-Spannungen, aber sicher nicht bei dieser Leistung.
>Das hört sich nur nach Bullshit-Bingo an.
Ebenfalls!
Ob Trennung nun notwendig ist oder nicht ist ein anderes Thema.
>Dann fällt ja nicht viel mehr an als EMI -> Gleichrichtung -> Glättung>-> B6-Brücke
EMI kann in diesem Fall je nach Klasse/Limit/Norm einen erheblichen
Aufwand an schweren Drosseln bedeuten.
> EMI kann in diesem Fall je nach Klasse/Limit/Norm einen erheblichen> Aufwand an schweren Drosseln bedeuten.
Gut das wird sich zeigen ob ein active PFC Modul dann vielleicht nicht
doch die geschicktere Variante ist, was Preis, Gewicht und Volumen
angeht.